Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-07-31 · Heft 1604 (31.7.1923) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1604 (31.7.1923)
Date
1923-07-31
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980685--15607-3002448
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Sekte 8 Wien, Dienstag Wiener: Morgerizettitiig. 31. Mi 1923 Nr. rtzSS Dem bodeutendo.lt Holzhandel Polens reiht sich seine stark aufstrebende Holzindustrie an: das ganze Reich zählt gegenwärtig 1300 größere und kleinere Sägewerke mit fast 2000 Gattern, wovon etwa 600 der ersteren auf Kongreßpolen entfallen, wo sich schon in der Vorkriegszeit, besonders in der Gegend um Petrikau herum, eine ausgedehnte Holzindustrie entwickelt hatte. Der Schwerpunkt der polnischen Holzindustrie liegt in den östlichen Gebieten, in Pommerellen und Klcin- Ipolen. Von den Holzsägewerken führt eine lange Reihe verschiedener Holzbearbeitungsindnstrien bis 31t den modernsten Luxusmöbelfabriken, welche die allcrfeinsten Möbelsorten erzeugen und eine intensive Exporttätigkeit nach der Levante, nach Nordafrika und Amerika entfalten. Die Möbelfabrikation entspricht gegenwärtig noch keinesfalls den bei dem großen Holzreichtum möglichen Höchstleistunge.!, insbesondere ist die Furnier- und Parkettbohlenindustrie noch weit rückständig. Der gegenwärtige Geldmangel macht eine intensivere Entfaltung der Holzindustrie unmöglich; um die nach dein derzeitigen Exportstande fiir das Inland erübrigenden Rohhölzer zu zerschneiden, müßten mindestens 1200 bis 2500 neue Sägewerke ins Leben gerufen werden, wozu die finanziellen Voraussetzungen völlig fehlen. Zollermaßigungen aus Grund des französischen Handelsabkommens. Auf Grund des französischen Handelsvertrages wurde eine Reihe von Zollpositionen, tvelche für den Import französischer Waren in Betracht kommen, wesentlich ermäßigt. Die wichtigsten dieser Ermäßigungen sind: Trüffeln von Goldkronen 1000 auf 100 K., Austern von 8O0 auf 300 K.-, bis zu 13prozentiger Wein in Fässern von 60 auf 45 K., Flaschenwein französischer Herkunft von 120 auf 80 K., Schaumwein von 800 auf 150 K., Hummern und Krebskonserven von 1300 auf 300 Kronen. Für Automobile wurde statt des bisherigen Gewichtszolles ein 35prozentiger Wertzoll festgesetzt. Rückgang des Bodenertrages in Ungarn. Ungarischen amtlichen Statistiken zufolge sind heute in Ungarn 500.060 Joch Boden weniger bebaut als vor dem Kriege. Das bedeutet, daß sich der brach liegende Boden vowoppelt har. In den Jahren INI bis 1915 war der Durchschnfttsertrag 7.6 Meterzentner Weizen pro Joch. Jetzt bei einer guten Ernte bloß 6.7 Meterzentner. Bei anderen Getroidearten ist der Rückgang' noch großer. Ungarische Verkehrssteuer für Ausländer. Mit einer kürzlich erschienenen Verordnung des ungarischen Finanzminft steriums wurde verfügt, daß Ausländer, die Waren mach Ungarn geliefert haben, selbst wenn sie für diese eine Verkehrspeuer bei der Einfuhr gleichzeitig mit dem Zolle bereits entrichtet haben, für in Ungarn durch Vermittlung ihrer Vertreter getätigte Verkäufe die Verpflichtung zur Entrichtung der Verkehrssteuer trifft und sie diese nachträglich rückwirkend vom 1. September 1921 zu zahlen haben. Eingaben um Aushebung dieser die Betreffenden schwer schädigenden Bestimmung hatteil bisher nur den Erfolg, daß der Termin zur Zahlung der fraglichen Steuerbeträge bis zur endgültigen Entscheidung dieser Angelegenheit aus den 1. August d. I. aufgeschoben wurde. Da diese Entscheidung bisher noch nicht erfolgte, hat die Austroungarische Handelskammer nicht unterlassen, kompetenten Ortes nachdrückliche Schritte zu unternehmen, daß wenigstens ein: weitere Fristerstreckung für die Bezahlung gewährt werde. Ausfuhr von Fleischschweinen aus Ungarn. Die Austroungarische Handelskammer, teilt mit, daß nach einer Verfügung des ungarischen Ackeröauministeriums gesunde, höchstens 80 Kilogramm schwere Fleischschweine vom Soproner ^(Oedenburger) Wochenmarkt, beziehungsweise vom dortigen Schlachthause, ab 1. August gegen Entrichtung der in .Kraft stehenden Exportabgaben und sonstigen Gebühren, Xcb^ub oder geschlachtet, bis auf weiteres ohne Bewilligung ausgesührt werden können. Von der polnischen Industrie. In Polen sind gegenwärtig 1242 Sagemühlen tätig, wovon aus Kougreßpolen 545, auf Kleinpolen 247. auf Großpolen 250 und auf Ost- Provinzen 200 entfallen. Boi doppelt er- Schiästen können diese Sagemühlen jährlich -6,500.000 Kubikmeter Holz verarbeiten. Nach Abzna der zum Wiederaufbau 'benötigten Hol-zmenge von 1,100.000 Kubikmeter verbleiben somit 5.400.000 Kubikmeter. Die tatsächliche Holzausfuhr aus Polen im Jahre 1622 betrug 3,200.000 Kubikmeter. — Es befinden sich> gegenwärtig in Polen 45, Glashütten im Betrieb, wahrend in sechs Hütten der Betrieb eingestellt ist. Die -Zahl der beschäftigten Arbeiter beträgt zirka 9300. Die r.»!cht in Betrieb stehenden Hütten können zirka 700 Arbeiter beschäftigen. Die Produktion beträgt ungefähr 72.000 Tonnen. Drei Fabriken, die hauptsächlich Tafelglas erzeugen, exportieren jährlich zirka 826 Tonnen. — Gegenwärtig beschäftigt die Gummiinduftrie 300 Arbeiter in drei Fabriken, wovon jedoch eine infolge mangels a« Umsatzkapital den Betrieb eingestellt hat und eine erst im Ban ist. jedoch bald in Betrieb gesetzt werden soll. Die Produktivn beträgt monatlich 20.000 Stück Giuiymischlänche, zirka 13.000 Kilogramm technische Waren und zirka 8000 Fahrrad-mäntel. Die Einführung von Wechfclformularen in Rußland. Das Finanzkomnstssariat fertigte ein Grsetzesprojstt aus. demzufolge die Be'ähluna des Wechsclstempels ausschließlich mittelst Benützung von Wechselformülaren der betreffenden Skala zu erfolgen hat. Bemerkenswert ist, daß die Preise der , Formulare nur in der Tscher,vonetznoähruna ersichtlich sein sollen. Bei Wechsln, die in Goldrübeln. in,Dsw>;etrnbel-n oder in ausländischen ' Zahlungsmitteln ausgestellt werden, gilt der Wert von einem Tscherwonetz. gleich zehn Goldrübeln, bo.ziehmegsweise der Tageskurs des Sowietriu.de's und der Auslm,d--'oa'luta. Bekanntlich anerkennt die russische Staatsbank, Nl.fteschodet der Geltungskraft des Sowjetrubels als aesetzliches Zahlnngsmittc'l, nur in Tscherwoneh ausgestellte Weichsel. Laut Verordmnrg des Fina-nzkommissariats erlischt der Annahinczwana des SowietgÄdes bei ZaMngsivevpftichtu-ngen, die in Tflherwonetz oder in Goldrubeln eirgigoggen werden rmd müssen solche Verpflichtungen in der Währung geleistet, werden, auf welche sie lauten. Das neueste Projekt des Finanzikommtssariats' bedeutet oinelr weiteren Schritt zur Befristung der Geltungstraft des Tfcherwvnetz als des kommenden gesetzlichen Zahlungsmittä.'s. Ernteaussichten in Europa. Irr den letzten Monaten wurden infolge der schlechten WettcroerlMnisse Besorgnisse über die diesjährige. Ernte Zentralsuropas laut. Jetzt, r.«ach Besserung der M-cilerlage, wird in manchen Gebieten eine llebevdurchschniusernte erwartet. Wie der „European Commereial" berichtet, sind insbesondere die Ernteprognoseu in Ungarn, der Tschecho-Slowalei ur-d Jugoflawien sehr günstig. Eine Ueberdurchschnittsernte in Roggen wird in Jugoslawien erwartet. Gerste hat dort infolge von Hagelstürmeu etwas gelitten. Eine gute Mitteilernte mift) ist Ungarn erwartet. In der Lschecho-Glowakei ist die Aussicht für Kartoffeln äußerst gürstig. doch dürsten andere Gemüse und Früchte infolge der längere Zeit anhaltenden kalten Witterung nicht sehr gut gedeihen. Dagegen wird in Runlänien nnr eure schlechte bis mittlere Ernte erwartet, was wMein Anziehen der Preise zur Folge haben Wird. Ir.« Jugoslawien wird ferner eine Rekordernte in Opium evivartet, die in Südserbien allein ans 20.000 Kg. geschätzt wird. Ernteaussichten in Amerika. Die ErnteaussickstM' in Amerika such nach den letzten Berichten äußerst günstig.--- Roggen wurde Mar etlvas verspätet' argobant. doch hat das gute Wetter in der Folgezeit diesen Zeitverlust etwas wettgeinacht. Auch die Woizenberichte landen günstig. Für Vieh werden gute Preise erzielst, die Obst- und Beerenernte war gut. Wie der „European Commerciall" berichtet, sind auch die Verhältnisse in Industrie und Handel recht günstig. Die Arbeitslosigkeit ist geringfügig. Es ist wohl arMnehmel.-, daß die nächste Saison einen Auffchwuug des gesamten Wirtschaftslebens mrtkbringen wird. ■ Wiener Börse. Wenn im Ansangsstadium der gestrigen Börse eine lustlose und schwächere Haltung vorherrschend war, so war 'dies -der Versteifung des GclLsatzes bis 3 Prozent pro Woche zuzuschreiben. Die schwächere Stimmung wurde jedoch alsbald von einer freuMichen abgelöst, als von Deutschland bessere Nachrichten einliefen und für Prager Rechnung größere Käufe in den tschechischen Werten zur Ausführung gelangten. Die anfänglichen Einbußen wurden zum Teile wieder wettgcmacht und aus einzelnen Gebieten waren sogar größere Kurssteigerungen zn verzeichnen. Dies galt namentlich von ' Alpineastien, welche ae-genüber dem letztgemeldeten Stand, nach anfänglich schwächerer Haltung, eine Steigerung von 51.000 K. ariMweisen hatten. Stnnukierend wirkte auch die Erhöhung der Eisenpreise in Deutschland. Von den tschechischen Werten, die sich lebhafter Nachfrage erfreuten, stiegen Poldihülte um 48.000 K. und Skoda um 89.000 K. Mit einer Erhöhnng von 97.500 K. verließen Felten u. .Guilleaume wen Markt. Ter Bameumarkt lag ziemlich freundlich, doch war das. Geschäft hierin geringer als in den letzten Tagen. Die Gesamtstimmung in der Kulisse blieb bis zum Schluffe andauernd freundlich. An der Nachbörfe entwickelte sich lebhafte Nachfrage nach Daimler-Aktien, die in größeren Posten Anlässlich des XZSS. ZSonistenkongresses welcher am S-LuFUsL 2§23 Sr Karlsbad beginnt, erscWp;nt im R.ilnnrn u^sprer Haunfniisa-rtbe ein? KONGRESS AUSGABE E!£s52ES8 der Misnsr i^tergeiMeitMng4 Direktes verlässliche und rascheste Berichterstattung wird es uns ermöglidicn,unseren Lesern während der Dauer des Kongresses täglich früh eine genaae, sasff&fcrSScfce und aysammen» häRjl^rJa PgrseeUunB aüer ¥arhantiluB« gen und Vorgänge des vorangegangenen Kongresstages zu bieten. Infolge raschester Expedition werden alle Bezieher die ICongressausgabe der Wiener Morgenzeitung;f vor allen anderen in Betracht kommenden Organen erhalten. I Die Kongressausgabe wird IS Nummern (vom I 6. bis 19. August) umfassen. Als erste Nummer wird! am 5. August, am Vprfn«?* d-»z Kongfp^ciino-innes, r tue KONGRESS FESTNUMMER erscheinen, welche Beiträge zionistischer Führer über die Verhandlungsgegenstände des Kongresses und aktuelle zionistische Probleme enthalten wird. Für die Kengressausgabe werden S@nderal»ons3@m@fflSs zu folgenden Preisen entgegengenommen: Oesterreich: K. 115.900 Italien: Lire 5 Deutschi.: Mlc.20«©00 Amerika: Dollar 0.25 Jugoslawien -Dinar 20 Frankr.u. Belg.: Frcs.4 Tschech-Slow.: Kc 10 Rumänien: Lei 40 Polen:poln.iVlk.15a000 Bulgarien: Lewa 30 Holland: holl. fl. 0.75 Schwei/, u. d. übrige England: sh. 1.50 Ausland: Frcs. 1.20 Für stäwdlga und neue Afeonwercten wird die Ausgabe ohne fliagschgag auf .die io (Beliung stehenden Beiugsbedingungen geliefert werden. Bestellungen werden von den Verschleisstellen sowie von der Verwaltung der „V/iener Morgenzeitung“, Wien, II., Taborstrasse 1, entgegengenommen und müssen unter gSeichzeatigerüeherweisung des entfallenden Betrages bis spätestens 3. August im Besitz der Verwaltung sein. Der Geschäftswelt bietet die Kongressausgabe einebesondere,nichtbaldwiederkehrendeGelegenheit, erfolgreich zu inserieren und neue wertvolle Auslandsverbindungen zu erreichen. Bei Anfragen wollen Grösse und Erscheinungstage des gewünschten Inserates angegeben werden, wodann äusserste Offerte erfolgt. Normaler Anzeigentarif Sls Verwaifiumg der „Wiener Bi»gTafoorstr. 1-S Tßüephon© 44-0-38 und 43-3-19. seitens einer Großbank aus dem Mavtte genommen wurden und bis 88.000 avancierten. Im Schra nken machte sich lebihaste Nachfrage. nach den tschechischen Werden geltend. Die Steigevunig der Nvrd- LaihnEen betrug 1,600.000 K., Prager Eisen profitierten 160.000 K. und Berg und Hütten wurden um 1,100.000 K. höher bewertet. Begchrt und höher waren auch etn-zelne Holz« Papiere. Von den Petroleamstvertsn gewannen Fando 100.000 Kronen, Galigia 200.000 K. und Naphtha 120.000 K. ' Bezugs rechte: Cen-tral-Boden-Eredit 16.000, Rothmaller 5000, Holzjverwertung 1200, Home 3500, Sierlsza 110.000, Nensiodler Papier 210.000, Riikola 760, Qest. Exp. u. Imp. 1200 und Sascha-Film 1500. ' . Auf dem Anlagemarkt erga^ sich nur geringes Veränderungen. . . . . . , , . Von deir Exoten notierten: Auzeigen-Ges. 146.000 bÄ 160.000, Erdöl 68.000 bis 72.500, .Holtzverband 80.000 bis 30.800, Jriag 350.000 bis 365.000, Mrasmca 235.000 bis 278.000, Wiener Waffen 33.000 bis 35.600. Die Warenmärkte. (Eigenbericht der „Wim-er Morgemeidunstft) Gold, Silbers Münzen. In der allgemeinen Preislage ist keine Veränderung Mt verzeichnen. Es datieren: FeiugM Einkaus 48,700.000 K., Verkauf 47,000.000 K., der Einikanf von Silber. 1^00.000 K., Verkauf 1.400.000 K. pro Kg., Goldlegiernug 14 Karat pro Gramm 24.220 K., 18 Karat 31.140 K., Silber 800-1000 Ddile fein pro Gramm 1040 K., 300-1000 Teile fein 1170 K. Münzen. Es notieren: 1 SKberLrone 5200 K.. 2 Kronen 10.400 K.. 5 Kronen 27.900 K., 1 Silbevgu'lden 14.300. K., 2 Gulden 28.60« K., 10 Kronen in Gold 131.000 K., 20 Goldkronen 262.000 K.. 100 Goldkronen 1,311.000 K.. 1 Dukaten 148.500 K. ' Die Umrechnungskurse für die Berechnung der Ausfuhrabgäbe in Gold in Deutschland betragen filr die Zeit dom I. bis 7. August: 100 ägyptische Piaster 19.76, 100 amerikanische Dollar 421.07, 100 argentinische Pesos (Papier) 146.34, 100 argentinische Pesos (Gold) 332.58, 100 belgische Franken 20.62, 100 brasilianische Milreis (Papier) 44.88, 100 'bulgarische Lewa 4.03, 100 chilenische Pesos (Papier) 54.34, 100 dänische Kronen 73.61, 100 deutsche Papiermark 0.0019,; 100 deutschesterreichische Kronen 0.0060, 1 englisches Pfund - Sterling 19.65, 100 englische Schillinge 97.75, 100 englische : Pence 8.16, 100 estläudische Mark 1.16, 100 finnffche Mark II. 64, 100 französische Franken 24.70. 100 griechische Drachmen - 10.08, 100 holländische Gulden 164.71. 100 japanische 206.43, 100 italienische Lire 1825, 100 jugoslawische Dinar ' 4.66, 100 lettische Rubel 1,59, 100 mexikanische Dollar 200.76, 100 norwegische Kronen 68.32, 100 ostindische Rupien 129.45, 100 polmsche Marft 0.0032. 100 portugiesische Eskudos 17.55, 100 rumänische Lei 2.20, 100 schwedische Kronen 111.28, 100 Schweizer Franken 72.70, 100 spanische Pe,set-en' 00.41, lÖO tschechische Kronen 12.58, 100 türkisch-' Piaster 2.74,. 100 un- 1 garische Kronen 0.044, 100 urugnayschc Pesos (Gold) 338.59 . (alles in Goldmark). Wein. Während die sommerliche Hitze der letzten Wochen tm Blüte endlich rasch zur Entfaltung brachte und die Reben größtenteils dieses wichtige Stadium hinter sich haben, wenn 7 auch bedeutend später als irr früheren Jahren, auch die Zahl i der Gescheine im großen und ganzen befriedigst sind, die Aus- , sichten daher nicht ungünstig, zumal da Rebschädlinge und ‘ Krankheiten nicht so extensiv wie sonst austreten. Mit der; fortschreitenden Entwertung der Valuta ju Deutschland geht das Rennen nach beit immer mehr zusammenschmelzen« . en Vorräten m Mein weiter, und Hand in Hand damit ein entsetzliches, fortwährendes Emporschnellen der Preise. Dabei find die Eigner Geboten gegenüber sehr zurückhaltend-, die Zuschläge werden den jeweiligen Geld'bedürfnissen angepaßt.; In den meisten Fällen i-andelte es sich bei den Abgaben der Winker nur um beschränkte Mengen. Hie nnd da findet noch eine Wein-Versteigerung statt, die hohe Erlöse bringt, das Gros derselben ist aber bis zum Spätjahr wohl erledigt. Im frei- - händigen Vermehr wurden 1922er Weine in Rheinhessen zn 35 bis 40 Millionen Mark, an der Nähe bis zu 35 Millionen pw 1000 Liter bewertet. Der Meinkonsum, geht in den Ausschaukbetriebeu stark; zurück. Das Gesetz zur Verlängerung der Gültigkeit des' Reichsweinsteuergesehes ist nunmehr veröffeniilicht. . Danach bleibt das Weinsteuergefctz in seiner derzeitigen Fassung.bis zum 1. November d. I. in Kraft. Mit dem bereits in Kraft getretenen.Landessteuergesetz ist nuunrehr den Gemeinden nach Genehmigung durch die Landesregierungen die Erhebung von kommunalen Steuern aus Weine, weinhaltige und wcinähnliche Getränke, Bier und Spirituosen ermöglicht. 1 Wiener SchuWrje. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Die gostrige Schuhbörse blieb geschäftslos, und nachdem kein Ausgebot vorhanden war, konnten auch keine Preise er. mittest werden. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Zum öffenMstwn Verkauf gelangt bente Dienstag un halb 1 Uh-r tschechischer Mehlzucker. BiehmiiMe in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) R inde r markt. Der Auftrieb auf dem gestrigem Rindermavkt belief sich auf 840 Stück inländisches, 770 Stück ungarisches, 1003 Muck jugoslawisches und 654 Stück rumänisches, zusammen 3267 Stück Schlachtvieh, worilnter iich 8610 Stück Mast- und 657 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung nach waren 1980 Ochsen, 501 Stiere, 782 Kühe und 4 Büffel. Außerdem wurden noch 320 Stück angemeldet, die bald nach Marklbegimr einlangten. Es notierten: Ochsen Prima 13.500 bis 15.500 Ä., extrem 17.000 bis 19.000 K.. Sekunda 18.600 bis 13.400 K.. Tertia 10.000 bis 11.500 K.st Stiere 10.000 bis 14.000 K., Kühe 10.000 bis 14.000 K., Beistlvi-eih 6000 bis iO.OOO K. pro Kilogramm Lebendgewicht. Inklusive der angemeldeteu Rinder wies der gestrige Auftrieb eine Me'hrzufnhr von zirka 2000 Stück aus. Angesichts des gesteigerten Auftriebes erlitten sämtliche gute Qualitäten., gegenüber dem vorigen Montag einen Rückgang bis zu 30M K-, mindere Sorten wie auch Stiere bis zu 4000 K. pro Kilogramm. No rdamerikanftsche N i ndcr. Der deutschösterreichische Wirbfch^ftsverband bringt nlorgen Mittwoch 141 Rinder gutler Qualität, novdamerikanffcher Herikrmft, auf dem Kontumagmarkte zum Verkauf. B 0 rstenvie h mark t. Nach den bisher vorliegenden Ausladungen und Anmeldungen dürste sieb der aufzivka 3200 Schweine belaufen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.