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Wiener Morgenzeitung · 1923-07-26 · Heft 1599 (26.7.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1599 (26.7.1923)
Date
1923-07-26
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 1599 Wien, Donnerstag Wiener Morgenzettung. Seftempelte Krone Amzahlmg Men In Zürich notierte sie österreichische Krone . . i>ie österr. gestempelte Krone die tschechische Krone . . . die SDiötJ»»,»«»»-« Holland New-8ork .«»»»»»« London . Varis »...»».».« Mailand.. . . Belgrad ......... Bukarest « , . . » « (Sofie »»,«»,»... Budapest. Warschau . .r« * * 0.00791/, Centimes. 0.0078s/4 Centimes. 2Ö./7. 24./7. . . 0.0078*/* 0.0079 . . 0.0079V8 0.0080 . . 16.65 16.65 . . 0.0010 0.0014 . . 218.76 220.— . . 569.80 559.60 . 25.72 25.72 . . 33.- 83.47 24.55 . . 6.- 6.- . . 2.87 2.95 . . 5.66 5.60 OM1/* . . 0.0037 0.0038 Ue Levisenpreile. Imwshaltsames Sinken der Reichsmark. — Neuerliche Abschwächung der ungarischen Krone. Zürich Hai gestern die Reichsmark abermals eine scharfe Einbuße erlitten und siel von 0.0014 ans 0.0010. Auch die ungarische Krone ging auf 0.04 (gegen 0.0425) pritcf. Die Devise Bukarest senkte sich von 2.95 aus 2.87, ferner ermäßigte sich die polnische Mark von 0.0038 aus 0.0037. die österreichische gestemp-elto Krone von 0.0060 aus 0.007950 und Zahlung Wien von 0.0079 aus 0.007876. In Berlin machte die AuswärtMowegu-ng der fremden Zahlungsmittel weitere Fortschritte. Im Schleichhandel wmDe für einen Dollar schon eine halbe Million» Reichsmark geboten. Im selben Bechältnisse sind die übrigen fremden Devisen in Berlin gestiegen. Die Reichsbank verfolgt die Politik, jetzt die Gleavingkurfe der fremden Valuten höher zu stellen als sie im AuSlanbe lauten. Dennoch ist der Erfolg mMinval. Bon einer wirklichen Kursfesüstellung, die dm tatsächlichen KursvechNtnissen entsprechm Wicke» ist keine Rede. Im geistvigen Wiener Clearing wurde die Reichsmark von 16 auf 10.60 Heller herabgesetzt, ferner die ungarisch« Krone von 2.20 auf 2.— und die tschechische Krone notierte 2099 gegen A05 am Vortage. Die Wrigeu Valuten zeigten nur geringe Beüschiäbungen. Nachsöcheck) die offiziellen Nottemugen Clearingkorse der OsterrelchlscM Mtonatöank vom 25. Juli 1928. Devisen (Schecks und Aus- Zlns. Geld 27800.- 743,— 743.- 0,12 Kurs vom 24. Juli Ware Geld Ware 27900,— 27800.- 27800.- 747.— 748.- 758,- 747.- 748.- 752.- 0,14 0.16 0.18 4V, 3374.— 3386.— 3504.- 3516.- 6 3.15 3.25*) 4.05 4.15- 6 354.— 356.- 359.- 361.- 5 11280.- 11320.- 11280.- 11320.- 5 12280.— 12320,— 12480.- 12470.- 3 32500V.- 325000,-325300,- 328300.- 8'/, 9930.- 9970.- 9930.- 8970.- 6 3054.- 3C66.— 3094.- 3106.- 4 70935,- 71185_ 70935.- 71185,- 5 4152.— 4168_ 4242.- 4258.- 5 2117.— 2127_ 2123.— 2133.— 7'/, 678,- 682.- 703.- 707.- 4'/ 18670.— 18730.- 18570.— 18630.— 6 0.37 0.39 0.44 0.46 3 12685.- 12735.- 12675.- 1M25.- Zählungen) fuß Amsterdam f. l holl, dulden Agram l jug. Kronea « » , Belgrad 1 Dinar . . . . . Berlin l deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs . Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei. Chrlstlanla 1 norweg. Kronen Kopenhagen l dänische Kronor London 1 Pfund Sterling . » Madrid 1 Pesetas , , , , , Mailand 1 Lire ...... New York 1 Dollar. . . » , Paris 1 Francs ...... Prag 1 tschecho-slow. Kronen Sofia 1 Lewa . Stockholm 1 schwedlscheKronor Warschau 1 polnische Mark . Ztlrlch 1 schweizerische Francs Noten Amerlkan, Noten v. 5 Dollar attlw, » „ kleinere . . , Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva . n »I» ICO „ , „ „ kleinere. , . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Mark, . « » n 100 n . . „ „ kleinere. . . . Engl, Noten von 5 Llvrest. aufw, „ „ kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. lOOLlrc aufw. , B kleinere . . . Jugosl. Noten ringest, zu 1000 Dinar fj n » » 100 . , B „ kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw, 1 „ kleinere .... Rumänische Noten zulOOOu. 500Lei * „ kleinere . . . Russ. Noten (Roman,) zu 500 Rubel „ » . 100 „ „ „ „ kleinere . . Schwedische Noten 100Kronor .. Schweizerische Molen 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tscliecho-slow. Not. v.1000 nufw, , , kleinere Ungar. Noten (neue Ent.) zu lOOOKr. „ „ zu 10.000 Kr. . . . „ „ kleinere. *) Aus AuSlrmdsabgabeu nichts, von Jnlandsaügaben 30°/, übernommen. 70560.- 70960.- 70560;- 70960.- 70460.- 70860,- 70460.- 70860.- 3335.- 3365.- 3465.- 3495.- 650.- 664.- 681.- 689.-, 636!- 6*4!- 661!— 669!- 12170.- 12220.- 12290.— 12370.- O.10Vs 0.16 V, 0.15 0.21 323200.’- 32480o!- 32350o!— 325100!- 323000.- 324600.— 323300.- 324900.- 4105.- 4135.- 4195.- 4225.- 27600,— 27800.- 27600.- 27800.— 3030.— 3050.- 3070.— 3090.- 3010.— 3030.— 3050.- 3670.- 734.- 740.- 739.- 745.- 726!— 732!- 73l!— 737!- 11140.- 11220.— 11140.- 11220.- 0.34 0.40 0.41 0.47 0.29 0.35 0.36 0.42 363.- 367.- 368.- 372.- 343.- 347.— 348.- 352.- 18470*.- 18570*.- 18370*,— 18470*,- 12570.- 12550.- 12560.- 12640.- 9810,— 9890,- 9310.- 9890.- 2099.— 2115.- 2105.- 2121.- 2094.— 2110.- 2100.- 2116.- 2.- 2.20 2.50 2.70 m *i!i5 2!45 2.65 Kurz nach der Uebernahme der Verwaltung Palästinas durch den High Eommissioner Herbert Sanmel wurden die Privilegien der Tückischen Tabakregie aufgeholber.' und damit d>:e Bahn zur Entwicklung einer ausgedehnten DabMindustvie srei>Mg7iben. Bereits im Jahre 1921 wurden in einzelnen Kolonien Versuche in dieser Hinsicht ur.-ternommon, deren Resultat jedoch mit Niücksicht ans die Neuheit des Unternehmens mb das Nehlen, s-achmännifcheu 8tat.es. ganz geringfügig 'blieben. Die Ernte ergab nur vinnn Ertrag von 500 Kg. Im daraussolgendein Jahre nahm die Entwicklung indes in größerem Maßstab ihren Fortgang,sich die Pflanzer nicht entmutigen ließen und auch emo Aivzahl weiterer Landwir.te sich dem neuen Kulturzwoige zuiwandle. Demgemäß erbrachte die Ernte des Jahres ".. aHMi W MM Kg. Hieran sind folgende jüdische - Kolonien beteiligt: MetuM, Yessod-Hamiala, Rosh-Pinah, Ain-Aertim, Jlania, Beth-G»«, Dawniel, Mesha, Mn-Harod, Caesaria, Hckera, Petach-Tikiwch, Ir-Ggnim, MiKwch-iIsvael, Ben-Shemen, Nachlat-Aehnda, Rishon-Äe-Zion, Gkron, Gedera und Ruhama. lieber die mutmaßlichen Ergebnisse im laufenden Jahrs liegen noch keine vollständigen Ziffern vor. Äuf Grund Meckäfftger Mitteilungen seitens mehrerer der oben genannten Kolonien darf man mit einem hohen Grade von MahrscheiMchkvit annichmen, daß sich die Anbaufläche gsgsnAber -dem Vorjahre um das dreifache vergrößert hat und man wird daher mit einer Ernte von wenigstens 76.000 Kg. rechnen können. Däbel ist noch nicht in Betracht Mögen, daß sich aus einer Rache von GM.dm der Durch« schnittseÄnag pro Dunam ebenfalls erhöht haben dürste. In erster Linie ist anznnehmen, daß die Stenevpolttilk der iRsgierung in dieser Hinsicht wirkt, da die Regierung M Angaben nicht nach der Gewichtseinheit, sondern Nach der angehauten Vodenfläche erhebt. Außerdem sind eine Anzahl lokaler Organisationen entstanden«, die eine bessere Behandlung der Pflanzen und eine RedMion der Spesen ermöglichen. Außerdem kommt noch hinzu, daß eine Reihe weiterer Dörfer sich der DabaMultur zugewendet hat, so daß man alles in allem mit einem diesjährigen Gesamtertmg von 100.000 Kilogramm rechnen kann. Dia Selbstkosten in den jüdischen Kolonien bchaufen sich nach den Angaben des Trade u. Industry Departements der Zionistischen Palästina-'Exckutide aus mindestens 11 bis zu höchstens 32 Piaster pro Mo. Zweifellos dürstm aber im lausenden Jahve diese Ziffern eine Ermäßigung ersähren haben. Die Einlführzölle für DabaMätter betragen 43 Piaster und sind damit bcksntend hoher als die Preise für inländische Ware, die in diesem Jahre schon zu dem dritten Teil dieser Summe zu haben sein dürfte. Der DabaMonsum Palästinas ist derhäNnismätzig schr groß. Es dünsten jährlich mehr. als 800.000 Plfid. St. für die Emistchr von Tabäk außer Landes geschickt^ Pechen. Ueber -die- Organisation der tabaDvovarbeitenden Industrien ist. zu sogen, daß es im Lande kleinere « Ziigarettenfalbriken gfbt, die jedoch aus Kapitalmangel, wie so viÄe ari»- derle reirtoble Betriebe Palästinas, ihre Produktion nicht soausdehnen Annen, wie es der große MaM an sich gestatteir.« würde. Während dieses Untemchmen mit einem Kapital von nur 4000 Psd. St. gegründet wurde,,müßte zu der Errichtung eines wirklich großen Unternehmens, das >den Derhältnissen des Landes, gerecht wird und alle Möglichkeiten auSschöpfen wollte, mach der Ansicht des Trade u. Industry Departements . vin Kapital pou 20.000 Pfd. St. aufgewendet wechen. Ein solches lUntam-chmen konnte leicht mit den Pflanizern LieiferungSv.erträge schließen, wonach sie ihm ihre gesamte Ernte, sobald .sie. genügend getrocknet ist, überlassen. - Inder , Praxis hat das beveits der ägyptische Zigaveitensabrikant Maspero mit der Palestine Tobacco Growers Assoviation zuigunsten seine« FabM in Jaffa gonracht. Wttg wäre es ferner, daß >dem Betrieb ein eigenes Lagerhaus an. einem Hauptplatz, nahe an einer ErsenbahMinie, und einer Abteilung zur Herstellung der Zigarettenschachteln angegliedevt würde. Des Werteren nÄßte er über eigene BefördevungSmittel ttevfügen, um die Ware schnell im ganzem Lande Metzen zu Annen. Indes ist die VeÄwiMchumg dieises Projekts von den vövfng'baren Geldmitteln abhängig, und diese gestatten seine Durchführung noch nicht. Wiener Börse. Die gestrige Wiener Börse wies einen ausgepm-gt der-- flauenden Charakter auf. Wohl haben einzelne Vorstöße der Kontermine das Gebäude der Kurse ein wenig zu erschüttern vermocht. Die Konsequenzen wären aber lange nicht so groß gewesen, wenn sich nicht ein Umstand hinzugesellt hätte, der dem Markte jede Stimmung nahm. Die ungünstigen Nachrichten aus Deutschland, welche die wertere Ausdehnung der Ausruhrbewegung und damit den Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft befürchten ließen, haben es im Vereine mit der schwächeren Haltung der Prager Börse bewirkt, daß sämtliche Kurse wesentlich abbröckelten. Spekulationsabgaben und.Gewinnsicherstellungen infolge der trüben Aussichten drückten weiter das Niveau. Die meisten Bankwerte wiesen erhebliche Kurseinbußen auf. So senkten sich österreichische Kreditanstalt um 61.000 K., Bankverein um 48.000 K., Anglobank um 47.000 K., Länderbank um 69.000 K. und Unionbank um 20.000 K. Aber auch diejenigen Werte, welche mit dev deutschen Industrie im Zusammenhang stehen, wiesen Einbußen aus. So verloren Siemens 29.000 K., A. E. G. Union 20.000 K-, Staatsbahn um 83.000 K. Hingegen sind ungarische Werte im Anschluß an die Budapestor Esfektenhausse höher gewesen. Ung. Kreditaktien profitierten 49.000 K. und Salgo 20.009 K. Auch Südbahn wies sine kleine Avance von 7000 K. auf. Im Schranken zeigte sich dasselbe Bild. Auch hier waren die meisten Kurse abgeschwächt. Selbst Ciffekten, die in den letzten Tagen im Vordergründe des Interesses standen und stark, favorisiert waren, ließen gestern im Kurse wesentlich nach. Die einzige Ausnahme bildeten einige Papierwerbe,^so Lenginger, welche 60.000 K. profitierten. Die Petroleumwerte waren durchwegs schwächer. Es verloren Apollo 49.000 K., Fanto 400.000 K. Galizia 600.000 K., Naphtha 80.009 K., Gchodnica 395.000. Von den Maschincnwerten wiesen einige ein festeres Gepräge aus, so besserte sich Ästra um 11.000 Ä., Brüuner Maschinen um 30.000 K>, Dems u. Friedmann um 86.000 K., Gefia um 10.000 K., Zileniewski um 30.000 K. Hingegen büßten Ringhoffer 30.000 K., Marchegger 5000. K., Sigl Lokomotiv 11.000 K. im Kurse ein. Bon den Tmusportwerten besserten sich Ferdinands Nordbahn um 300.000 K. I „Wiener Mörgeuzeitimg ■ 26. Juli 1923 : Seite 7 Hingegen büßten Donau-Dampfschiff 210.000 K. ein. Von de» Braueveiwerten verloren Gösser-Brau 100.000 K., Graze» Brau 185.000 K. Bezugsrochte: Bleckmann^ Stahl 20.600 K., Roth Müller 7000 K., Neusiedler Papier 210.000 K., Vita-Filn 600 K. Auf dem Anlagemarkt war die Geschäftstätigkev gering. Bon den Exoten notierten: Anzeigen-Ges. 160.000, Jriag 810.000 bis 362.000, Tepege 140.000 bis 160.000, Unv versale Bau 83.000 bis 34.600, Schuckert 2V.690, Wr. Waffe' 34.000 bis 37.600. Ncueinführungen. Iin gestrigen Börsenverkchr wurden nachfolgende Aktien eingesührt: Stot Schranken gelangten die Aktien der Piederösterreichstchen BauerttbanL zum Kurse von 16.000 K. in den Handol. Es machte sich eine solche Nachfrage nach divsem Papier geltend, daß es nur mit 30 Prozent repartiert werden konnte. Im Exotenverkchr wurden die Wie« des „Heimischen Holzverbandes A.-G." in den Verkehr gebracht, wobei auch hier die Zuteilung nur ein Fünftel der Nachfrage betrug,' Die Aktien der Linzer Schiffswerfte A.-G. wurden in den Schranken eingeführt. Auch hier konnte infolge der starken Nachfrage nur eine geringe Zuteilung erfolgen. Der Cinführun'gs'kurs wurde zwischen 120.000 vis 126.000 K. taxiert Liguiidierung der Ottomanischen Bank. Wie aus Konstantinopel gemeldet wird, tröfft sich die Regierung von Angora mit der Absicht, die Ottomawsche Bank zu liquiifoimn und sie durch eine neue Staatsbank, die unter dem Einfluß und der sinanziellen Kontrolle der Regiemng von Angora steht, zu ersetzen. Die Berliner Devisentage. Aus Berlin wird gemeldet: Nach Beschttiß des Berliner Wrsenvorstandes werden Devisen und Noten nur noch Montag. Dienstag, Donnerstag und Freitag amtlich notiert. Der Mittwoch und der Samstag sind danach bis auf weiteres regelmäßig Ruhetage. Nationalisieruna der Fiumaner Oelrafsinerie. Wie uns aus Fiume gemeldet wird, soll eine von den Falbriken, die iht der aufstrebenden Hafenstadt noch arlbeiten. die Fiumaner Oel- ■rafferie A.-G., die eine Gründung der Ungarischen Kreditbank ist. eudMltig nationalisiert ^werden. Das italtenische Marineministerium und das Kriegsministerium haben den Großteil der Aktien übernommen und nur ein ganz kleiner Doll ist i«m Besitz der Kreditbank gMichen. Notwendigkeit einer neuen Liste der Postsparkassenkontoinhabcr. Das derzeitige Verzeichnis der PosksparkassenkMoinhaber stammt aus dem Jahre 1916 und ist begveiflicherweise zufolge der seither eingetretenen Aendevungen unvollständig und Nahezu unverwendbar geworden. Da der bargeldlose Zahlungsverkehr für die Kanfinaimfchaft eine * erhebliche Spesenersparnis und für die allgemeine Volkswirtschaft eine wesentlichen Fortschritt bedeutet, hat sich der Haüptverband der österreichischen Kaufmannschaft an das Bnudes.rwmisterium für Finanzen gewendet und .um die Herausgabe eims neuen Verzeichnisses der Postsparkassenkontoinhäber angesucht. Gegen das mangelhafte Fakturieren. Aus kaufmännischen Kreisen wird uns geschrieben: Ein Vorfall aus iüngster Zeit hat bewiesen daß leider die genaue Ordnung der Vor-kviegszeit auch im Buchhalinngswesen noch nicht zurückgekchrt ist. In einem Falle, wo es von Wichtigkeit schien, die Provenienz der Ware genauest.festzustellen, fehlten in der diesbezüglichen Faktura die wichtigsten Herkuirftszeichen. nämlich SiMv und Kollomimmer. Eine weitere Durchsicht der Buchtmgen zeigte jedoch, daß weitaus die meisten und dabei erstklasfigen Fivnien des Platzes ebenfalls diese wichtigen Unterscheidimgsmerkmale in ihren Fakturen wegließen. Es ist allen Firmen zur Vermeidung von Reklamationen und Mr Sicherung der Kontrolle dringend zu empfchlen, so wie in ftDeren- Zeiten Fakturen mit Signo und Numm er der gelieferten Warenpartien zu ver scheu. Ein Loch im russischen Außenhandelsmonopol. Das Außenihandölsnionopol und der Schutz der Industrie^ sind Mi der wichtigsten EckpseÄer der Sowietpolitik. Als die schutzbedürftilgsten sind jene Zweige der Industrie vrkanut^ worden, welche der Schaffung der Produktionswerkzswge dienen, zu denen elektrotechnische Erzeugnisse mitzählen., Nun, gchört die Elektwindustvie obendrein zu den verhältnisnmßig leistungsfähigsten ruffischen Industriezweigen und leidet auch an einer Absatzkrffis. Von der Produktion des Jahres 1922 und,1923 wurde kaum die Hälfte verkauft, und zwar mir soviel, wieviel der unverkaufte Produktionsvorrat des Vorjahres betrug. Mer wie mancher andere russische Industriezweig hat auch dieser den Fehler, daß er der Qualität nach die Nachfrage nicht zu befriedigen vermag. Im Interesse der russischen Industrie mußte immer häufiger zum Import fremder Erzeugnisse gegriffen wer« . den, welcher schließlich im letzten Jahre eine Höhe erreichte, welche der Höhe des Absatzes der inländischen Erzeugnisse gleicht. Angesichts dessen entbrannte ein Kampf gegen den weiteren,Import zugunsten der Verstärkung des Schutzes der heimischen Elektwindustrie. Dagegen protestierten die interessierten Industriezweige, welche diesem Standpunkte die Forderung nach der Freigabe des Importes elektrotechnicher Erzeugnisse entgsgeiijstellten. Der Streit wurde im Präsidium der Startsplankoinmission ausgetrageu, welches entgegen dem Protest des Außenlhandelsamtes der Elektrozentrale das, ausschließliche Recht des Importes elektrotechnischer Epzeuguisse nach einem festzusetzenden Kontingent zu erkannte. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgmzeitung".) Zum öffentlichen Verkauf gelangen am 27. d., 11 Uhr. Messmgspäne. Wiener Holzbörse. (Eigenbericht der „Wiener MorgenKitung".) Gleich wie in der Vorwoche war auch der gestrige Ber> kehr lustlos und gesucht waren lediglich WaGstangen 2 bis 4 Meier lang. 6 bis 13 Zentimeter austvärts. Eiche Rundholz ,85 Zentimeter aufwärts. Preise waren gedrückt und fast alle offerierten Mengen stellten sich billiger. Ausgtzboten wurden von Nadelholz-Schnittmaterial Bauioare 2b Millimeter von 10 aufwärts ffu 400.000 K. Wien. Kantholz; 7 bis 12 Meier 13-16. 15-18 zu 620.000 K. und 10-10 Zeutinieter, 13-15 zu 490.000 K. ckb nioderösterreichischer Station, 13 Millimeter" Bretter von 16-32 Zentimeter zu 670.000 K. ab niederösterreichicher Station, von Laubholz-Rundholz Pappel (Schwarz pappe-l) zu 600.000 K. ab niederöfterreiMcher Station, von Laubholz-Schnittniaterial Erle von 20 Millimeter aufwärts zu l^lOO.OOO K. alb niederösterweichischer Station^ Brennholz Buch!» Schlägerung 1923 zu 2,400.000 K. ab niederösterreichischei Landesbahn, weich trocken zu 300.000 K. ab nioderösterreichischei Station, Holzkohle zu 900 K., SpreiseHolz zu 195 K.. Säiwarter zu 226 K., alles pro Kilogramm ab indderösterreichischer Sta tioit (pw Waggon zu zehn Tonnen), von Nadelliolz-Äiundhoh Langholz zu 220.000 K. ab Donau Wachau, Blochholz 4 bi; 6 Meder lang zu, 200.000 St. <Güd gelegt -imrtzr 190.000 K.. gh lttte^vostevrÄchifchN!

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