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Wiener Morgenzeitung · 1923-07-25 · Heft 1598 (25.7.1923) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1598 (25.7.1923)
Date
1923-07-25
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 Wien, Mittwoch Wiener MorgenzeUung. 25. Juli 1923 Nr. 1591 Sie Tagung des Makkabi-Weltverdandes in Karlsbad. Wie wir beveits «benchtet haben, findet auch Heuer gleich- Mig mit dem Zionmischen Kongveß der Indische Turn- und Spoptkongveß in Karlsbad statt. AnMlich des letzten Kongveffes (1821) -amen Mch 'langen Jahren die Vertreter der .jüdiischen Re^vrMwnsbewegung in Karlsbad zusammen. Aegypten, Bulgarien. DeutfHland. Inmflawierl. Oefterrerch, PMfvma. Polen,'Schweiz, Dschecho-Slowakei und Türkei entsandten DölsBerte. Sehr vwl Av'bert wurde während der Tagung äfftet. Der MMM-Weltverband, wurde durch Zusammenschllrß aller KüÄse gegründet, die bisherigen Leistimgen und Ergebmffe in allen weisen verglichen und « Arbetitsmet^den auf orgamfatoriischem und technischem Gebiete beschallen. InZbssvndere wurde die Arbeit für PMftina und das WevhWnis zur ZiouMchen Organisation bchanMt. Auch wurden alle Organe und Inftmyen an die Berpfllchtmm zur Respektierung der ijüdW-religiösen Vorschriften «bei ihren UMernchmungen erinnert. SchRMich wurde auch das VerbarÄsstatut fMolegt und die Schaffung eines einhMichen heLväffchen Kormnandos beschlossen Dhe Aufgaben. die dar kommenden Tagung harren, sind noch VÄ größer -und veraMuortungsvMer. Zeider konnten sehr viele van den geplanten Derbesseruingen nicht durchgeDhrt wÄdeü; nrrr üoft ist der Kontakt Mischen der WÄtveAamds- IMm>g und den Kmfen. Ganz abgesehen davon, ist die gesamte ijüWhe kÄwn- und SpvvöbewöMng, wenn.auch nicht überall verflacht, doch überallhin einem recht kritischen'Stadium. Schwere Arbeit steht bevor! -i- Die österreichischen Delegierten werden in Karlsbad u. a. bis FwÄevMüg einer fmanKellen illnterstühumg durch die ZioMtflche Organisation und die Mhalünng periodischer jüdischer Turn-- Md Festspiele — eine Art ,-Mischer Olympiade" — amlegen. Die Bovowbeiten für die Tagung sind im Gange. Mt Hvye Äöriu-ng wurde Herr Läufer (TchechoMowcM) von semem Kreise betraut. _ MM Die Verbandskrrfe. Pie Sitzung des Wiener Fußballverbandes vom Montag hat nicht die erwartete Lösung der VvrbarÄskvise gebracht.' Herr Deutsch hat dem Vorstände bekcmntgegeben unter welchen Bedingungen er bereit wäre, seine Demission zurückzuzichen, aber in die Behandlung dieser Punkte konnte nicht eingegangen werden, da Hwr Doschil (SHutzverband) sich ostentativ entfernte und so die schwach beschickte Sitzung beschlußunfähig machte. Es ist nicht sicher, ob Herr Dosedil nicht im Aufträge seiner Fraktion handelte, was im übrigen auch Herr Ratzl, wenn auch nicht offiziell, bestritt. Für heute ist nunmehr eine außerordentliche Sitzung des Vorstandes einberufen, die sich ausschließlich mit dem Schreiben des Herrn Deutsch befassen wird. , Was die einzelnen, von Herrn Deutsch gestellten Forderungen betrifft, so wurde die erste,. die Aufhebung der Suspens des Linienrichters Läufer,'bereits bewilligt. Auch die verlangte Erledigung der Professionalfrage bis zur Herbstsaison dürfte nicht auf Schwierigkeiten stoßen. Gam anders steht es aber mit den übrigen Punkten, siir deren Annahme der SHutzverband wohl nur schwer zu haben sein wird. Die paritätische Beschickung der Ausschüsse hat sich diese Körperschaft erkämpft und wenn auch alle einsichtigen Sportlmte, ohne Unterschied dev Parteizugehörigkeit, zugeben, daß sie der größte Mißgriff war, so wird der Schuhverband kaum davon ablasfen. Das Verlangen des Präsidenten, daß im Wahlkampfe die «fähigsten Männer durch das. Verträum der Mehrheit die Mandate erhalten sollen, dürste Im SchutzverbandSlager leider auf taube Ohren stoßen^ da die Hm angehörenden Vereine nur eine kleine Minorität des Verbandes bilden, so daß es für die „Erstklassigen" keine sicheren Mandate gibt. Es ist sehr leicht möglich, daß die heutige Sitzung Infolge Absenz dev dem Schutzverbande ongehdrendeu Börstandsmitglieder^wieder beschlußunfähig ist. In diesem Falle würde sich der Vorstand, so /verlautet es in „Bas"-Kreisen, an den Oesterwichischen Fuß-Lallbund mit dem Ersuchen wenden, die Führung dev Geschäfte' zu übernehmen. wie tionieren, wieder einmal käme Sitzung abhallen konnte, weil der neutrale Vorsitzende nicht erschienen war. Ohne ihn konnte der paritätisch beschickte Biererausschuß nicht an die Arbeit schreiten, obwohl Berge von Aktzen der Erledigung harren. Wenn Herr Deutsch auf seinen nur billigen Forderungen beharrt, dann dürste ihm der Rückweg auf den Präsrdentenstuhl versperrt -bleiben. Wir glauben aber kaum, daß sich jemand anderer finden wird, der bedingungslos die alles) eher als angenehme Würde des Präsidenten übernehmen wird. Die Lösung der Verbandskrise scheint noch schr in die Ferne, gerückt zu sein. Die Professionalfrage. Nach den Bösv'mmmngev der „Mfa" «ist ieder Sportsnmwn Protfessior.«äl, der ans dem Sport in. irgend welcher ~ orm materielle Vorteile zjicht. Es ist eine irrige Ansicht werter >qe, daß nnrder ,Mrofi" ist, der das FutzbaWpielien als Beruf betnachtet'und daraus fernen LebenDN'Ntevhalt bestreitet, Bei strenger Handhabung der B-esti-mmungen dürfte der Spieler wicht einmal die für die Ausübung des Sports notwe-r«- dtgen AnsrüstungAge-genstände vom Verein nehmen. Gar nicht M reden vom Ersatz der Bade- und Massagespesen, was seit jeher bei uns als selbstverständlich gÄt. „Proifis" im Laiensinne gibt es wohl wenige in Wien, aber Amateure wach stre-wgstem Maßstab gemessen, beistimmt noch weniger. tn r kolossale Aufschwung, - den der Fußbrllisport -in -der Nachkriegszeit genommen hat, wohlgemeÄ, hirlsichÄich des, Anwachsens der BiesucherMern bei den WetHpielen, hat es mit sich gebracht, daß der ganze Betrieb eine Umwältznrg erfahren mußte. Die großen'Vereine fanden mit Hren Arnatenrfunktionaren kein Auslangen mchr. In die Bereinsharme. zogen bee Sekretäre ein. Bezahlte Trainer und' Masseure waren if bedacht, die Spieler in Höchstform zu bringen. Den VeveinÄnachern war es klar, daß man nur mit einer guten Mwnnscharft das Publikum anzichen und dadurch große Einnahmen erhellen könne. Kein Wnr.'der, daß die Spieler von .dem einsetzewden Prozeß'der Bergeschäftlichung des Sports nicht unberührt bWben und gleichfalls mit Forderungen hervortraten. J>m Kriege hatten, die Beveme spor.ian damit begonnen, mitt Rücksicht auf die tvaurigen EvnähMngsverhält- Mse den Spiel>em in Form von Nachtmählern, die nach den Tvamungsiagen und Wettspielen gegeben wurden. Auwendun- H?n zu machen. Als aber die Besncherziffern immer mehr anwuchsen, als immer mchr Mllionlen in die Kassen der Ber- E flössen, galben sich manchd Spielar damit sicht mehr zustieden und traten mit weitevgehenden Forderungen hervor. .Da ^stch^.die---Bevöi!l«. gegekchMg Merbotm^ beim Uebert-riti von Spielern von einem Verein zum anderen Mesewsumnte-n zaWen, wurden die Spieler in ihren Forderungen immer unbeischeider.er, so daß die Mehrzahl der Vereine trotz der Riesenvinnahmen passiv wurde. Von der Einführung des. offenen PvofessioMbismus erhoffen sich die Klubs die Sanierung ihrer Kassen. Sie rechnen damit, so komisch es auch klingt, daß sie die, ProfessiouaWeler billiger kommen iwevdm als die bis- Herrgen Anvateure. - ' Aus ben Vereinen. Bar Kochba. Heute Mittwoch äußerst - wichtige Doll- Versmnmluug. zu der alle Mitglieder evschöinen'müssen. Hagivor. .Heute um halb 8 Uhr ' VorstandZfitzüng. Diese- Woche entfällt das Training. Sonntag MetWÄ mrt drei Mannschaften gegen Marathon. . H <r k o a h. Fußballsektion. Diesen Freitag findet, wieder eine Vollderfammlung statt, zu der inslbeisonder-e jene Mt« gjlieder eingel-aden werden, die der letzten Versammlung beigewohnt hübm. ... V-oung Jewi-sh Sporting Club. Boxsektion. Wegen Abreise unseres Trainers HoÜek -zum Heringsdorfer Turnier bleibt das Bvxtraming von heute bis 1«5. August eingestellt. Alle Boxer werden aufgefordert, sich Hre Utensilien (Häsen, Schuhe/ Bandagen) beim Schwimmubend im Beatvixvad bis spätestens 31. o. abholen zu wollen, widrigenfalls für sie keine GaraMe geleistet wird. — Schwimmfekstion. Morgen Donnerstag ab halb 8 Uhr Schwimmtraining rm Beatripbad. Halb 8 brs 8 Uhr: Anfänger; 8 bis halb 9 Uhr: Renn« fchwrmmer; halb 9 bis 9 Uhr: Wasserballer. s Theater von heute ~ OolfcfOger: Don-Kosccken-Chor ©r.Raffiiampiele: Haben Sie nichts zu verzollen? — Die Geheimnisse von Paris lUtte GHeiterBfifme: Amor in Nikolsburg Qf.KontftlietllMttt: Dis Maschinenstürmer RalMtlßd-CfteattT: Vierzehn Tage Arrest e«ttdesier: Die Entlassung Wr. BSrgeftfttatef: Drei arme Teufel wr. 5ttÜtWester^Ein Jahr ohne Liebe vekglögunsrpskltr Internationale Damen- Boxkämpse re. rc. — Großes Militärkonzert 8 7 10 7 7 */,8 7,8 7-8 7-8 trickwaren S1 aller Art E auch, an Ratenlx&ndler und Hausierer tu FabriksprAlsen verbault HEUCZER & Co.9 WIEN I.? Crölsdopfgass© 7 Export nach allen Staaten ( Ochlrm-«5Ä£S pazierstöcke in allen Ausführnngen. konkurrenzlos billig-; Matthias Camiol Masterlager; IV. Itarlsplatz 7 Verkaufshallen Telephone: 61866,- 51281. DrManken» Perlen Gold, Silber, Platin, falsche Zähne lauft Weltfirma- Rabinowitsch. 1. Bez. Mahlerstraße 6 (Hattest. Kärntnerring), 2. Bez.Hollandstraßes, frühere Stefaniestr., Im eigenen Hause, s Samstag geschlossen. 0880 Wir Leben hiemit allen Teilnehmern an unserer Trauer Nachricht von dem tragischen Tode unseres innigstgefiebten Freundes MeiZignmilMler der Sonntag den 8. Juli 1. J. um 7>® Uhr nachmittags im 21. Lebensjahre verschieden ist. Das Leichenbegängnis findet heute Mittwoch den 25. Jüli um 1ji\l Uhr vormittags vom Zentralfriedhof (israel. Abt., IIL’Tor) aus statt. JQd. Jugendvereinlgung „Menorali“ Wien, VI. Tieferschüttert geben wir hiemit Nachricht vom Ableben unserer innigstgeliebten und unvergesslichen Gattin, Mutter etc., der Frau DiireanKrast (männlich) sür Buchhaltung, Korrespondenz (auch hebräisch) und andere Arbeiten gesucht. Sabbatb und jüdische Feiertage frei. Hebe. Verlag »Menorah", 2« Bez., Heiuestr. 16. 10235 Uff/Mw» 1JJa &1 u tt ß Ss «10 D e t-erleichteruug beim Westbahnei* XV.. Mariahilserstraße 132. 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