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Wiener Morgenzeitung · 1923-07-24 · Heft 1597 (24.7.1923) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1597 (24.7.1923)
Date
1923-07-24
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seile 8 Mm, Dienstag Münzen. 1 Sitberttone 5200 K., 2 Kronen 10.400 K., 6 Kronen 27.900 K-, 1 Silbergulden 14.300 K., 2 Gulden 28.600 St., 10 Kronen in Goltz 131.000 K>, 20 Goldkronen 262.200 K.. 100 Goldkronen 1.311.000 K.. 1 Dukaten 148.600 K. Die Welterzeugung an S i I ib c r hat^ ndch einem mehrjährigen nnuntevowchenen Rückgang im Jahre 1-922 aberinals einen kräftigen Aufschwung genommen, sowchl in bezug auf die Menge als auf den Hcrndelswert. Der Menge nach war sie größer als in sämtlichen früheren Jahren, mit Ausnahme des Jahres 1918 untz der Periode 1908 bis 1916. Die Steigerung im letzten Jahre ist vor allem durch die Rückkehr besserer Verhältnisse in Mexiko untz die Zun ahnte der Erzeugu'ttg und Verarbeitung von Kupfer, Blei und Zink in den Vereinigten Staaten untz Kanada vermiscicht worden. Eisen. Die Aussichten der englischen Roheisenprotzuzenten Haben sich in den letzten 14 Tagen tveiter bedeutend verschlechtert. Die Eisendevbraucher haben ihre bisherige Mvarlen-e Haftung beibchcüten untz weisen immer noch darauf hin, daß erst eine bedeutende Produktion eine Nelckeleibung des Marktes und einen' normalen Geschäftsgang bringen können. Demgegenüber betsintzen sich die Hochofenwerke immer mehr zwischen Hammer und Ambos. Auf der einen Seite Weigerung der Roheisinverbraucher, zu den geltenden Preisen zu kaufen, auf der anderen Ablehnung der Koksprotznzenten, bei denlohnenden Sätze::, die auf dem Exportmarkt erzielt werden, die inländischen Werke wesentlich billiger zu beliefern. Guter Duvhanckoks ist zwar in den letzten Soweit etwas billiger, zu 41 pro Tonne ab Werk geliefert, berfoutt worden, aber um eine effektive Stutze in der schwierigen Lage der Eisenproduzenten zu werden, müßten die Kokspreise in kurzer Zeit noch ganz bedeutend zurückgehen. Bmn amerikanischen Eisen- >md StahlmaM verlautet, daß das Geschäft einige Belebung anftveift, jedoch ist der Roheisimnarkt ruhiger, so daß. einige weitere Oefen ausaeblafen wurden. Die Walzwerke beginnen allgemein, den Achtstundentag einzuMhren. Die dadurch hervouaerufenen Mchrkasten werden auf 3 Dollar Pro, Tonne geschätzt. Die besten Käufer stutz augenblicklich die Eisenbahnen; ferner sind Ä)e- HAteicklech und Baustahl stark gefragt, während der Automobilbau geringeren Bedarf Haft Außer in FeiMechen und Umversaftifen, ist der gesamte Stahlmarkt ruhiger. Die Weißblechwalzwette sind durch Arbeitermangel iu ihrer Produktion behiirtzert. China fragt 20.000 NormaKisteu Weißblechs an. Japan bestellte 2800 Tonnen Baustahl für eine Maschinenfabrik in AMHama. An der Otsttüste wird indisches Rohöften gekmift. Ferromangan ist auf 107.60 Dollar zurückgegangen. Biehmarkte in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morge^eitung".) R i n tz e r m a r k t. Der Austrieb auf dem gestrigen Nintzermarkt belief sich auf 417. Stück inländisches, 196 Stück ungarftches, 440 Stück jugoslawisches und 471 Stück rumänisches, zusammen 1624 Stuck Schlachtvieh, worunter sich 1170 Stück Mast- und 354 Stück Beinlvich befanden. Der Gattung nach waren 990 Ochsen, 279 Stiere und 355 Kühe. Außerdem vmvden noch 50 Stück anAemoldet. Ferner wurden noch auf dem Kontmnazmavkt 128 Stuck aufgetrieben. Unter dem Einflüsse deS um 1700 Stück verminderten Angebotes sind die Preise Ipruucchaft in die Höhe gegangen. Gegenüber dem korrespondierenden Markte in der Vorwoche sim> fast alle Qualitäten um 3500 bis 4000 K. und in vielen Fällen bis M 5000 K. pro KNvgvamm gestiegen. Der namhafte Ausfall auf dem heutigen Markte ist eine Folgewirkung der enrpfindlichen Derlüste, die die Händler und Produzenten während der letzten Wochen erlitten haben. Es notierten: Ochsen Prima 16M) bis 17J50O K., extrem 19.000 bis 23.000 K>, Sekunda 14.500 bis 16500 K., Tertia 13.000 bis 14.400 K.. Stiere 13.000 bis 17500 (19.000) Kronen,. Mhe 12.500 bis 16.500 (18.000) K., Beiulvich 10.000 bis 1-3.000 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. Borstenviehmarkt. Nach den bisher vorliegenden Ausladungen und Anmeldungen dürfte sich der Auftrieb auf rftcka 3200 Schweine 'belaufen. Wien« Warenbörse. (-Eigenbericht der .Wiener Morgen-zsituug".) Zum öffentlichen Verkaufe gelangen heute Dienstag um haÄ^I Ahr 50 Kisten Kognak. Wiener MprgrMM-rü-_' Wiener SchMörse. (Eigenbericht der „Wiener MorgewzeAung".) Skachdem auch heute, gleich tvie in der Vorwoche, jedwedes Ausgebot und jede Nachfrage fehlte, wurden keine Notierungen aufgenom'inen. > Berliner Börse. Berlin, 23. Juli. Au der Börse war infolge der Fortsetzung des Markverfalles, der durch die Ziffern nn Notenum- . lauf des heutigen Reichsbankansweises dargelegt wird, die Kauflust, überwiegend, so daß sich für die führenden Montan-, Schifffahrtsirnd Jndüstriepapiere erneute Kurssteigerungen von 100.000 bis 500.000 Prozent und darüber ergaben. Balutarenten wurden dagegen infolge Realisationen etwas niedriger bezahlt. Die dreiprozentige Rerchsanleihe erreichte mit 44.600 Mark einen neuen Rekordstand. Einheitskurs' Jndüstriepapiere erzielten bei anhaltender Kauflust des Publikums durchschnittlich weitere Kurssteigerungen. Die Devisenpreise wurden heute wesentlich höher hinaufgesetzt und damit der höheren Notiz der Auslandspreise ziemlich angepaßt. Das Geschäft an der Börse war etwas ruhiger als bisher. Schlußkurse: Türkische Lose 4,800.000.—, Oesterr. Staatsbabu-.—, Nordd. Lloyd 699.000.—, Der. Meschiffahrt 820.000.—, Berl. Handelsaesellschaft 1,700.000, Kommers Privatbank 450.000.—,Darmstädt. Bank 710.000.—, Deutsche Bank 850.000, Diskonto-Kommandit 1,150.000, Dresdner Bank 600.000, Nationalban! für Deutschland —.—, Oesterr. Kredit 102.000.—, Oesterr. Länderbank —, Reichsbank 300.000.—, Wiener Bankverein 77.000.—, Wiener Unionbank —, Mg. Eleke tttzitäts-Gesellschast 750.000.—, Bochum« Gußstahl 4,300.000.—) Daimler Mot. 470.000.—, Deutsch-LuxemL. 3,750.000.—, Deutsche Waffen u. Munition —.—, Dynamit Nobel 715.000, Felten u. Guilleaume 1,400.000.—, Gelsenkirchener Berg. 4,030.000.—, Th. Goldschmidt 1,350.000, Harpener Berg 6,400.000.-, Hirsch Kupfer 2,000.000.— Höchster Farben 910.000.—, 'Hohenlohe-Werke 1,500.000.—, Laurahütte 1,475.000.—, MmmeSmannröhrm 2,360.000.—, Phönix Bergbau 2,550.000.—, Schuckert u. Co. 3,700.000.—, Siemens u. Halste 3.900.000.—, Telephon Berliner 500.000.—. / Prager Börse. Prag, 23. Juli. Die Börse eröffnete der: neuen Wochenverkehr . in einer. Haussestimmimg auf dem Bankenmarkte. Auch Transportunternehmunaen wiese:: fast durchwegs Kursbesserungen auf. Bon Jndustriepapieren waren Zucker-, Chemische-, Masckinenfabriks- und Dexti.pcn.iere ftü. In der Kulisse war das Geschäft bei steigenden Kürst:: lebhaft. Bergmrd Hutten- Aktien gewannen im Einklang mit Wien 126 K. In Brauerei- Papieren fehlte es an Ware. In Anlagewerten herrschte bei ziemlich gut behaupteten Kursen ruhige Stimmung vor. Auf dem Exotenmarkt waren Schönpriesener- und Bulgarische Zucker- Aktien fest. Die Schlußtenoenz warftest. Schlußkurser Türk. Eisenbahn-A:fleihe 400 Franken —, Böhm. Unionbank 45§£0, Böhm. Eskomptebcmk 453.—, Böhm. Jndustrialbank 490.—, Zivnostenska Banka 458.50, A:^loban,k 191.—, Oesterr. Kredit 199.60, Wiener Unionbank 244.—, Wiener Bankverein 134.—, Buschtiehrader Eisenbahn Lit. A —.—; Lit. B —, Ferdinands-Nordbahn 7600.—, Prag-Duxer 203.—, Ausfig-Teplitzer Effe:ckahn-, Nestomitzer Zuckettndusttte 1460.—, Vereinigte Elektrizität Wien 188.—, Brosche 1296.-, Kollner Spiritus 1110.-, Königshofer Zement 1010.-, Breitfeld-Danek 499.50, Ringhoffer 750.—, Simmering« 173.—, Rothkosteletzer TeM 358.—, Alpine Montan 422.—, Poldihütte 528.—, Prag« Eisen 1045.—, Oesterr. i B«g u. Hütten 2600.- Skoda 557.-, Jnwald 595.—. Budapester Börse. Budapest, 23. Juli. Die heutige Börse eröffnete unters den: Einfluß der neuerlichen Kronenentwertung oecht lebhaft und in einer ausgesprochenen Haussestimmung, welche auf sämtlichen Marktgebieten vis zum Schluß andauerte. Die Kursgewinne betrugen im rllgememen 26 bis 30 Prozent. Einige favorisierte Werte erzielten jedoch solche von 70 Prozent und darüber. Im Vordergründe des Interesses standen auch heute die Bankpapiere. Die Festigkeit des Marktes wurde noch, durch Wiener Berichte verstärkt. Der Verehr war andauernd sehr lebhaft, da neben den Banken sich auch das Privatpublikum sehr rege beteiligte. Die Copyright 1923 Nachdruck b erboten. byB.L5wit-VeiIag,Wien-Leipzig. (45. Fortsetzung.) Zn Polens Wäldern, Roman von I. Opatoschu. Autorisierte Uebertragung aus dem Jüdischen von Siegfried Schmitz^ „And wenn sie auch gebildet ist, darf nran als jmnge Frau eigenes Haar tragen und sich mit Christen abgoben?" mttevbcach Surele ärgerlich. - ,Menn ich an ihrer Stelle wäre, ich hätte, selbst ioeun - man mir den Kopf kahl geschoren hätte, auch nicht einen so allen Mann genommen!" sagte Ristele lachend» und errötete. ,M>chan, schau, wer dv Meinungen zu.n: besten gibt." Die Mutter streichelte Nifieles Haar und tvandte sich an Mirdechai, mn das Gespräch auf ein a:weres Thema zu lenken. „Und was :nacht die Mama, sie war ja immer so zart wnd etwas kränklich." . Movdechai, der nicht wußte, was er antworten sollte, dankte unaufhörlich. Er schaute Ristele zu, die ein Blatt nach dem anderen abriß und in den Mund nahm; als er sich endlich anschickte, etwas zu sägen, hörte ih:n niemand zu. Surele sagte zur Tochter: ,/Jch und seine Mutter sind zusammen ausgewachsen und waren Freundinnen von Kindheit au . ..." Ristele höb^die Augen und sah Mordechai vertrauter an; Last ihre Mütter Freundinnen gewesen waren, schien ihn ihr näher zu bringen. Zerstreut Hörte Movdechai, daß Reb Dowidl über seinen Vater, den Rabbi, sprach; große GleichgültWeit klang in seinen Worten; Movdechai spitzte die -Ohren nnd wollte zuhoren; in diesem Augenblick trat der Schanvmes ein: „Reb Jtsche, Ihr könnt' eintreten." -Reb Jtsche stand auf und winkte Mordechai, er möge Mttgeheu. ,Mozu braucht du ihn," fragte, Dowidl, „laß ihn hier!" „Nun," Reb Jtsche tvandte sich an Mordechai und tzpckte mit dm Achseln, „wie du willst." Movdechai war verlogen, sein Blick ging von Reb Dotvidl zu Reb Jtsche und er wußte nicht, was er tun sollte. Endlich war sein Einschluß gefaßt und mit einem sonderbaren Lächeln, als fühlte er sich in Reb Dowidls Schuld, sagte er, und es kam geradezu bittend heraus: „Ich werde mit Reb Jtsche gehend ,Menn du willst," Reb Dowidl ging ins zweite Zimmer und bbieb auf der Schwelle stehen, „mach' dich nicht selten, hörst du?" „Kollttn' heute zum Abendessen!" kld rh:r Surele ein. Movdechai verabschiedete sich; er fühlte sich glücklich und wußte nicht, warirm nvan ihm so viel Jnteresie ent-- gegenbrachte; er ging hinaus und fühlte auf einmal, daß die Menschen und das Haus ihnr nahe .stünden; nur die Gleichgültigkeit, die Unfeierlichkeit gegenüber dem Rabbi, mit dem diese Menschen doch unter einem Dache wohnten — das begriff er nicht. * Der Schammes führte Reb Jtsche und Movdechai durch einige Zimmer; in einem, das voll Bücher war, ließ er sie Platz nehmen und warten; er selbst ging auf den Zehenspitzen zur Dür, die in das Zünmer ' des Rabbi führte, blieb stehen und horchte, als träte er zum ersten Male ein. Sr ging fvagen, ob der Rabbi die Gäste empfardgen werde. Mordechai wunderte sich, mit ^welcher Ehrfurcht der Schanmres, der schon mehr als dreißig Jahve beim Räbbi' war, ihm begegnete, und es wurde ihm noch seinen Vater, so von oben herab sprach, wie vo-ir etwas, das unbegreiflicher, warum Reb Dowidl über den RaM, seine^Zeit erfüllt.hat. .Dreizehn Jahre waren vergangen, seit Rabbi Me:r-- dele aufgehört hat,»die Ehassidim vor sich zu lassen; die ganze Zeit saß-er in einem entlegenen Zimmer, sogar den Willkomnlgruß nahm er' selten entgegen und außer den nächsten Vertrauten lvurde n-iema:vd bei ihm vorgelassen. In der evslpn, Zeit hatten viele Ehassidim arffgchört, nach Kozk zu fahren,! nur die Denker unter ihnen waren geblieben. Ihnen genügte es, daß Reb Mendele m ' ihrer Nähe hinter einer Wand war und sie, die zerlumpten Leute mit -den verwilderten Bärten, bewahrten und erhielten das Restchen Feuer des polnischen Ehaflidims. 24. Juli 1928 Rr. 1597 Schlußtendenz war andauernd fest. Weitere Kurssprünge Ivare^ auch nachbörslich zu vcrze'.'V.ren. Wotteugeld war zu 7,75 Pro» zent erhältlich. S ch l u s; k u r s e r llng. Kredit 403.000.—, Oesterr. Kredit ' 194.000.-, Brittsch-Ung. Bank 66.000,-, Salgo Kohlen 490.000.-, Rünamuronyer 160.000.—, Südbohn 118.000.—, - StaatSbähn 270.000.—, Gran-Szaszvarer 3.10.000.—,' Oberungarische .B«g 470.000.-, Drasche-Ziegel 146.000.-, Ungarische Mg. . Kohlen 1,640.000.-, Urikany Kohlen 735.000, ' Adria' 480:000.-, Clotilde die:::. Fabrik 110.000-, Uua. Eisenbahnverkehr 160.000-^ Anglobank —.—, Verein. Holz 38.000, Koburg 45.000.—, Spodirm 183.000. Ae Ievisenkurse. Berlin, 23. Juli. (Deviseukiuse.) — Amsterdam 136.657.-(110.722.50), Belgien 17.057.- (13.615.60), Christianla 56.668.- (45.886.-), Kopenhagen 61.047.- (49.885.-); Stockholm 92.568.- (74.812.50), Italienische 15.162.- (12.169.50), London I, 596.000.- (1,296.760.-), New-York 349.125.- (283.290.-), Paris 20.648.- (16.359.—). Schlveiz 61.645.50 (49.857.—).Spanien 49.876.- (40.299.-), Wien 498.75 (399.-), Prag 10.498.60 (8478.60), Budapest 33.91 (29.92), Sofia 3391.50 (2768.-), Belgrad 3690.60 (3052.-). Berlin, 28. Juli. (Noteukurse.) — Noten Dollar 349.125.—(230.290.-), Pfund 1,596.000 — (1,296.760.-). Italienische 15.162.- (12.169.50), Polnische 231.- (200.-), Tschechoslowakische 10.473.50 (8478.75), Oesterr. gestempelte 498.75 (399.-). Prag» 23. Juli. (Devisenkurse. — Diitgeteilt vom Bankamte des tschecho-slowakischen Finanzministeriums.) .-7- Berlin 0.87'/, (0.81), Zürich 692.26 (590.75), Pari»' 198.25 (196.12), London 162.97 (152.75), Rew-York 33.22'/,(33.22'/,), Belgrad 35.62 (35.50), Bukarest (-.-), Wien 4.45 (4.44), Warschau 1.80 (1.75), Agram —(—.—), Budapest 24.50 (28.—), Jugoslawische 35.50 (36.25), ' Oesterreichische gestempelte Krone 4.49 (4.60), Polnische 2.- Ungarische 19.- (20.-). Budapest» 23. Juli. (Kurse der Devisenzmtrale.) — Amsterdam 4031 bis 4231, Bukarest 54.— bis 61.—, Kopenhagen 1802 bis 1902, ChrMania 1670 bis 1770, London 47.660 bi« 49.160, Berlin 0.0350 bis 0.0480, Italien 448.- bis 482.—, Pari» 608.- bis 642.-, Prag 287.- bis 299.-. Stockholm 2726 bis 2896; Zürich 1820 bis 1920, Wien 0.1440 bis 0.1610/ Sofia 102.— bis 109.-, Belgrad 109.- bis 116.-, Nelv-Aork 10.250 ris 10.760, Warschau 0.0700 bis 0.0840, Brüssel 496.- bis 530.-. Agram. 23. Juli. (Devisen.) Wien 0.1320 bi» —, Berlin 0.0260 bis —, Budapest 0.65 bis — Bukarest 48.50 bis —, Italien 411.— bis —, London 434 — bis —, New-Aork 9400.— bis —.—, Paris 555.— bis —, Prag 283.— bis -, Sofia -.- bis Schweiz 1672,50 bis —, Brüssel —bis — —, Warschau 0.075 bis —, ' Amstttdam —.— bis —Stockholm —. Belgrad» 23. Juli. (Devisenkurse.) London 432:75 bis —.—. Patts 555.—bis —, New-Uork 9350.— bis Genf 1666.— bis —.—, Saloniki —bis —.—, Mailand 408.- bis Prag 283.50 bis —Berlin 0.026 bis —, Wien 0.1320 bis —, Bukarest 48.— bis —, Sofia 87.— bis —, Budapest 0.90 bis , Brüssel — bis —, Amsterdam3700.— bis—.—, Warschau —.— bis—.—. Warschau, 23. Juli. (Devisen.) Berlin 0.35, London 616.000, New-York 134.000.-, Prag Wien 1.89. Amsterdam» 23. Juli. (Devisenkurs.) Lo:üon II. 70-/2 bis 11.71, Berlin 0.0006'/. bis 0.0007'/«, PattS 15.10 bis 15.20, Schweiz 45.10 bis 45.20, Wien 0.0038V. bis 0.0036 ‘/4# Kopenhagen 44.40 bis 44.60,. Stockholm '67.60 bis 67.80, Christtania 41.30 bis 41.70, New-Pork 254.50 bis 254.87, Btttffel 12.50 bis Bttef, Madttd 36.30 bis 36.60, Italien 11.- bis 11.10, Budapest 0.02'/. bis 0.03'/,, HelsiugforS 7.- bis 7.10, Prag 7.61 bis 7.65. . New-Aork» 22. Juli. (Devise::.) London 459%, Paris 692.50, Berlin 0.03, Mailand 436.60, Zürich 1774—^Kopenhagen 1752, Sto ckholm2652.—, Chttsttania 16Ä-,Amsterdam 3929.—, Prag 2995/8, Wien 0.14V8, Budapest «/„, Bukarest 52.7-, Warschau 0.06^, Madrid 1434.-, Helsinasors 277.-, Brüssel 502.—, Kanada —.— unter pari, Brasilien-, Argentinien' -, Belgrad 106.50. W» ■! 1111 mmmmrnmmamßmmmmmm , Die Leute, tvelche znm Hofe gehörten, siirchteten, der Radbi könnte mit seinen AuKlegamgen der Tho-ra noch! den Rest der Chassidim vertreibey; Naher 'bewachten sie! ihn und geben acht, daß die Menge nicht zu ihm komme. Die Ehassidim, welche Kozk verlassen hatten, wanderten zu! fremden Nabbimrn, pilgerten durch die Wett, aber sie sehnten sich nach einem Wahwvort und kanien allrnählich wieder zurück. Gmpört darüber, . daß sie nicht vor den Rabbi gelassen wurden, verjagten ste eines Tages die Dienerschafl, erbrachen die Tnrw und wollten den eingekerkevten Rabbi befreien — aber es war bereits zn spät. Der Rabbi jagte sie von sich, ließ sie nicht m seinen Umkreis und überschüttete sie mit schlverei: Flüchen. Rabbi Mendele sah, daß der Chassidismus sank; der Jiihalt, die Innerlichkeit ivar verschwunden. Der „Dhron" begann erblich zu werden. Die wahre Inbrunst des Ghassidismus tvar im Schwinden und daher hatten sich die Chassidim ans „Geschichten" verlegt. Der Sttnr der Thoradontnngen des Baal-Schem war Vevschwirnden und es tvaren Thorageschrchtchen geworden. Rabbi Mendele bereitete dies großen Schmerz; sieben Jahre lang suchte er die Cinsamkeit, beschäftigte sich viel mit Kwbbalah Und Studinm, und als er dann die Krafl in sich fühlte, die Thora des Baal-Schem zu einer höheren Stufe zu bringen, dein Polnischen Chassidisrnus einen mnen J:chalt zn geben, da merkte er, daß er. nicht verstanden wurde, daß die Menschen mit sich selbst zinfrieden Waken und keinen Inhalt brauchten; nur von üvenigen galt noch das -Wort — nicht dem Brot allein zuliebe lebt der Mensch. Rabbi Mendele verfiel in schweren Trübsinn, er aß . ünd trank nicht und haderte mit Gott: ■' , „Herr der Welt, weun ich ' schon wirklich die Paal Chassidin: sannnle, die nach dir Sehirsucht haben, und mit ihnen in die Wälder gehe, wirst du denn dann zufrieden .sein? Und was sollen die Sündigen tun, die, welche in Medrigkeit versunken sind, und zrr schwach sind, dich zu kennen, was sollen dre tun. Vater? Sie sind doch die größte Zahl!" - / J

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