Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1595 (22.7.1923)
- Date
- 1923-07-22
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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S&.iBBD, Wö^^SÜÜMtz Meye^ MorgenzeLtung. 22. IM 1923 Gerte 18 SWckmg Ver Handelrbezlehmgen mische«, f dejtettebft und $tttttaal. . Avv', RevÄiwg - der'- durch fc&tr Kviog mfterbwchon-sn HandeKb-rOehm-gm Wischen Oesterweich und Portugal sind schon vor Ävtzevä Aort- DMmdVmr^ ettvgelsitet worden, die seit tzchn Am-tSanitrÄt deSjetzigsn pvrttdgiaftschsn Gssandtsn in Wen, FrxmorSoo Marmel Gonceiro da Costa, in rascheren Muß gÄonmnen find. Diese aus diplomatischem Wege geführten Verhandlungen haben mmüvchr chven Abschluß durch einen Notenwechseil gefunden^ der am A. JE d. I. vollzogen wuchs, rs Hiernach boamnt für österreichische Waren, die bisher bei der Einfuhr in Portugal diGereWiert waren, der portugiesische MmnnMavif in Anwendung, wodurch ihre Gleichbehandking mit den Waren anderer Staaten gesichert ist. Hiermit ist einem leibhaften Wunsche' unserer Industrie' Genüge geleistet. Das UÄbereinkommen enthalt weiters noch Bestimmungen über die gegenseitige mei-Megü-ustigt« Beh-anrdlung in Ansehung der HaMungsreiisendm, der Handhabung der Ern- und Ausfuhrverbote rchv. sowie bsKglich der Einlftchr portugiesischer Werne. Düs Ueberei-nkmnmen, das am w. August d. I. in Kraft tritt, M für ein Jahr und kann sodann stillschweigend mit dreiulonatiger KüudigungssÄst verlängert werden. Lesterrelchische Rationalbunl. Stand am 16. Jnli'tt». Jüftiva. Ver&nde ßarschatzi Gold gomönzt а. ungomttnzt (Goldkronen б, 718.481.08) . Nach Art. 85 der Satznngon elnrechenbareDe- ▼laen n. Valuten (Goldkr. 883,007.874.75) leraagen dem Stande vom 7. 7ali 1983. £ seit 78.390,996.0» 8,868.076,647.588 8,935.467,646.543 + 101.823,760.163 Kskomptierte Wechsel, Warrants und Effekten. Darlohen gegen Handpfand .... OesterreichischeStaatsschatzscheine Andero Aktiva ... . » . 684.183,373.489 — 80.648,718.453 854,798.600 4* ' 369,005.900 8,547.811,870.000 1,849.784,633.903 + 58*484,239.618 7.417.383,310.474 Passiva. ncrienkapital (Goldkron. 30,000.000) 385.020,000.000 Banknotennmlanf .. Verbindlichkeiten ans dem Giroverkehr and andere sofort fällige Verpflichtungen . ... . . . Sonstige Passiva . . . * . . - 5,379.017,919.352 + 9.080,569.365 700.695,464.874 953.648,935.748 + + 73.039,873.981 57.808,443.936 7,417.388,819.474 B0rsen>KommlBS|onss|escltttrt und Wechselstube M AG I D & €0. Wien, I./ Hohenstaufengasse 11 E für 3,4 Millionen sowie Futtermittel aller Ävt für IS,4 Millionen L-ovä'. - " ' ' - ■ ■■ ■ Wenn auch die deutsche Einfuhr nach Bulgarien erheblich stärker geworden ist, so we^t andererseits auch die bulgarische Ausfuhr nach Deutschland eine Zunahme von 219,7 Millionen Leva (gegen 171,3 Millionen Leva im vorhergehenden Jahve) auf. Aus den Ziffer« des bulgarischen Außenhandels ist deutlich ersichtlich, daß das Land nicht mehr nur mehr auf leine Substanz angewiesen ist, sondern sich in großem. Maß« von seinem Einkommen unterhalt, dessen Hauptstelle die Agrarproduktion ist. Der bulgarische Exporthandel ist vorlanftg infoftVn in eöwer wenig günstigen Läge, als ihm ein diwkter Ausgang zum Meere fehlt. Äulgariens Wirtschaftslage. Stach dein Regierungstvechfel in Bulgarien tritt das Land in eine neue Aera ein, in der Leistungsfähigkeit und landwirtschasliche Produktion einen enormen Ausstieg erfahren dürften. Ein erstes Anzeichen dafür ist die Steigerung der bulgarischen Währung, die in einer Zeitspanne von zwei Wochen um über 100 Prozent gestiegen ist. Dazu tragen auch. die Maßregeln der neuen Regierung bei, die unter anderem sofort den achtstündigen Arbeitstag abschasste und die alte Arbeitszeit von 10 und 12 Stunden einführte. Hierdurch wurde die Währung des Landes noch mehr gehoben. Infolge der Besserung der Währung stellte sich allerdings im ersten Stadium eine gewisse Absatzstockung ein, da viele Kaufleute ihre teuer erngekcmsten Waren nicht so schnell umfetou konnten, andererseits ist dadurch die bulgarische Geschäftswelt in die Lage versetzt worden, ihre Schulden in Auslandswährung leichter zu tilgen. Die enorme Kurssteigerung des bulgarischen. Leva hat nicht nur ihre Ursache in der nach dem neuen Regierungswechsel geschaffenen Lage, sondern zum großen Teil auch in der guten We-tzen- und Tabakernte und dev allgemeinen Handelsbilanz des Landes. Die Gesamteinfuhr erreichte im Jahre 1922 den Wert von 2.921,092.269 <1931: ’2.215,827.249) Leva; dagegen die Ausfuhr 1922 : 2.721,827.262 . (1921: 1.642,998.900) Leva. In diesem Jahre ist ein bedeutender Ausfuhrüberschuß durch die sehr aussichtsreiche Weizen- und Tabakernte zu erwarten. Dieser Ausfuhrüberschuß wird die Verschuldung Bulgariens an das Ausland wesentlich verringern und die Zahlungsbilanz noch günstiger als die Handelsbilanz gestatten. Der größte Exporteur nach Bulgarien ist zurzeit Italien, das 1922 für 610,696.709 Leva Weizen sandte, dann folgte Deutschland mit 468,335.634 Leva — was einem. Werte von ungefähr 700 Millionen Mark entspricht —, ferner England mit 311^07.578 Leva, Frankreich mit 301,429.164 Leva, Deutschösterrmch mit 268,134.566, die Tschecho-Slowakei mit 174,643.076 Leva, die Vereinigten Staaten mit 148,276.368 Leva, Belgien mit 86,669.433 Leva. Benrerkenswert ist dabei die starke Vwmchrung der deutschen Einfuhr gegen 1921, die damals nur die Höhe von 126,942.742 Leva erreichte, sich also mehr als verldveifacht hat. Bulgarien führte nach Deutschland für 219,731.101 (1921: 171,277.122) Leva aus. Es ist hier insofern ein« bedeutende Veränderung im Jahre 1921 eingetreten, als Bulgarien sin wesentlich stärkerer Abnehmer deutscher Erzeugnisse geworden ist. Bon der deutschen Einfuhr näch Bulgaren stehen an erster 'Stelle: Metalle, Fertitzfabvllate mit 144,9 Millionen gegen nur 50,6 Millionen-'nn Vorigen Jahre. An zweiter Stelle: Maschinen, Jnstrümente, Apparate mit .' 101,7 Mllionen gegen 227,7 Millionen. Papievwaren 39,6 MiMonen, Gerbrmd tzarbnrittel 340,7, Millionen, Gläswären 16,4 Mllionen. In erster Linie aber wurde von Bulgarien Tabak für 166,4 Milltonen-'ausgöftlhrt.daiin Zerealien fiir M Millionen^ Fells und, Läute für 21 Mllionen/ RMöl BoMergehende Beschrilnlmig der Mrserwrdre». Das Sensalönbnreau, die Börsenbureaus der Banken und der Wiener Giro- und Kassenverein sind außerstande, mit der zur Beifügung stehenden Arbeitszeit die einlangenden abnormal starken Börsenaufträge in der jetzigen Periode der Urlaube zu bewältigen. Der Verband österreichischer Banken und Bankiers hat daher den Beschluß gefaßt, daß seine Mitglieder bis auf weiteres ab Montag den 28. b., Kanfsausträge (und zwar limitierte und sogenannte „Bestens-Ordves") nur int Gesamtwerte von mindestens 5 Millionen Kronen auswärts pro Effektenkategorie, berechnet nach dem Kurs des letzten Börsentages, zur Ausführung übernehmen. Bestens-Ordres für Wasserkraft-Aktien werden Nur von einem Minimum von 2 Mllionen Krone« angefangen, berechnet nach dem Kurs des. letzten Börsentages; pro Effektenkategorie zur Ausführung übernommen werden. -Auf-festverzinsliche Papiere, auf Bezugsvechte und auf Verkaufsordres finden diese Bestimmungen keine.Anwendung. Aus den oben angeführten Gründen werden andere als sogenannte Bestens-Ordres (und zwar limitierte Kaufs- oder Berkaufsanfträge) für in Schranken gehandelte Effekten nur bis 4 Uhr des dem Börsentage.vorangehenden Werktages zur Ausführung entgegongenommen werden. Später einlangende Ordres der eben erwähnten Kategorie (Limite, Streichungen von Limiten usw.) laufen Gefahr, nicht berücksichtigt zu werden. Von der seinerzeitigen Außerkraftsetzung dieser, vorläufigen Regelung wird der Verband österreichischer Banken und Bankiers rechtzeitig Kenntnis geben. - ■ (Entgeltlich.) *Die" Stimmung aus dem Finanzmarkte war geistern von Bureau zu Bureau eine überaus feste. Stimulierend wirkte der glatte-Verlauf der Versorgung bei enorm flüssigem Gvldstand. Wieder waren die Bonkeiüverte Gegenstand reger Nachfrage. Leibhafter begehrt waren die Aktien der Depositenbank. Mit oinör kräftigen Austnärtsbewegung zeichneten sich die Aktien der österr. Hofherr aus. Vou den Schrankenwerten wiesen PapierfabriksattiHn und österr. Maff-enfabriksattien Steigerungen auf. > .Die Versorgung gestaltete sich gestern sehr 'leicht, da Geld sehr flüssig und zu 0,50 bis 0,76 Prozent reichlich evhättttch war. Verlängerung der Frist betreffend die VorkviegsschMen zwischen Oesterreich und Italien. Die im 8 5 der Verordnung «des Bmidesministeviums für Finanzen vom 34. Jänner 1923 .festgesetzte Frist für den Abschluß gütlicher Vergleiche mit iialienischen Gläubigern und die Anzeige solcher Vergleiche au das Abrechnml>gsamt wird im Einvevnchmen mit der köuiiglich italienischen Regierung bis 31. Dazemlber. IM erstreckt. Pie vorzeitige Einlösung von SchuldverschreWungen. Die Tlibgeordneten Dr. Angerer m'd Genossen haben in der letzten Nationalratslsitznug einen Antrag betrölifend die vor- Zeitiige Einlösung von ShuldvevschreibuNgen durch die Großlbanben eingetbracht. In dem Antrag heißt es unter anderem: Die Großbanken benützen die sigetveter« Geldentwertung dazu, Schuldverschreibungen voMitig eiuzulüsen. Es tritt dadurch, daß die in Goldkromn eivgeAahlten Beträge MNiuchr in entwerteten Papievkronen vückbezcchtt werden, eine ungerechtfertigte Bereicherung der Banken und.eine rmgeheure Schädigung der Gläubiger em. So hat zum Bsispiel die. Bo'deinkkred'Itm.stallt sämtliche m Uimllimf befindlichen Zprozentigen Prv'Nmenschuldveri'chrKöbivrvgLN der EmWonen 1880 und 1889 bei den Vorgeuonmvenen Dklguugszichungen «an 16. November 1W2 und am 5. Jätmer 1923 unter Berufung auf Punkt 11 der einiMagigen TÄMNgsbestnMmungen mit 'dem Miuidestbetraq Von 2M K. zur VeÄosung gebracht. Die Ei'nilösiung «der Prämieusch>uMerschMibungen der Emission 1880 soll am 1. Juqvi 1933 und jene der Emission vom Jähve 1889 vom 1, August 1623 an erfolgen. Diese Schuldverfchveibungen, die jetzt mit 200 K. einKsöst itverden, allerdings unter Ausfolgung unverzinslicher Gewinstschsme, wurden noch im Oktober und November des Jahres 1622 von den Banken nach einer MttMmg der Börsekämmer zum Preise von 18.000 bis 26.000 Kronen zum BerVauf gebracht. Erst nach dem iß. Novmilber 1022 .wurden sie Wer b-^rtet. Da es sich nicht um einen/Einkelfall handelt, der übrigens auch einen'Anlaß zu geslehAchen Maßnicchinen bieten« sollte, wird die Regierung auf gelfoadert, eine GesetMsvockage einMibringen, in der die R ü ck zahlung von. SchuHdverschrsiiÜun>gen durch die fiSkörtlCcrt basi au^ weiteres ausgeschlossen wird urid Schutzmaßnahnben.zugunsten der Besitzer von Schrrldver getroffen werden. \ . Neusiedler Aktiengesellschaft für Papierfabrikation. I, Gemäßheit der in der GinerÄvevsammlung vom 22. Mal 1923 gefaßten Beschlüsse wird dar derzeitige Menkapital vor 64 Millionen vorerst auf 80 Millionen Krönen erhöht. Dst neuen zur AuSgcibe gelangenden 20.000 Stück Aktien zu ft Nominale 800 K. mit Dividendenberechtigung ab 1. Jänner; 1923 werden zum Preise von 1,700.000 K. tel gnel den bisherig^ Aktionären in der Weise zum Bezüge ang^boten,' daß auf st vier alte Aktien , je eine neue Aktie entfällt. Das Bezugsrechl ist Lei sonstigem Verluste in der Zeit vom 23. bis einschließÜch 81. d., und zwar in Wien bei der Mgemernen osterreichischev Boden-Credit-Anstalt und der Allgemeinen VerkehrSbarL weiters in Prag bei der Zivnostenska banka v Pvaze und. hs der Böhmischen Escompte-Bänk und Cvedit-Anstalt auszuübew (Entgettttch.) „Der Steuerträger gHeecouSgeber Rechtscnüvarlt Doktor Moritz Zalman«). Die Julimmmrer ist soeben erfchteusn «M / enthält folgende AMütze: Svenerkalender. GtowerPoWk SWuickpraxis. Die Beweriam« der Warenlager. Dir Stoü«- Mandate. Die Sicherung van StMevn. Die Vovauszählamg ach - - die Erwmbstauer für die Jahve 1931 und 1622. «Zu büzilcheN ' durch die Derwältung, 1. Dey., SpiegelgaKe 4. Bon de« Waremnärften. Mgemein hört man im ChemiEerchandel über Mochten GefchäUSgcmg klagen. Es^ herrscht eme große ^KaufuMust» vor^ und «dovt, wo evervtivelle Geschäfte . ckbzusWeßen wävMr, stellen sich die Schwvevvgksiien der GÄdlböschaGMig sin. Iw Warongeschäft herrscht derzvit ein paradoxer Zustand, da man. ' dovt trotz großer»GelWüssigAeÄ — man beobachte «nur diel fallende Tendenz der Reportsätze — immer! wiieder lKlagon über großeU Geldmangel hört. Die StabMie-vmig der Kram! fördert langsam rmd automatisch wiüder. das KvoMgeschäft auf dem hiclsigen Platz. Die kleineren, aus der KmegskouMUtur hervovgegaugenen Firmen können hier wenldgsr michfAen^ , während man von größeren kapiitälÄräftigen Mrmen Hort, daß dieselben' sich aus das Kreditgeschäft bereits langsam sm» richten. Es ist daher kein Wunder, wenn der Kunde Mwzveht, dort zu kaufen,^wo ihm vor allem dieser Vovt«sill -geboten wird. Die GeschWsbewegunlg war,^ wie bereits erwähnt, in der abgelaufenen Bericht Ävoche ziemlich flau. - Bon Wachsen begegnete ParaMn echohtam In-,. teresse, jedoch auch dann nur bei sehr gedrückten Preisen. Die Raffinerien werden sich, was sveziell den Wiener Platz betrM» entschlichen, müssen, von ihren Preisen abMgchen-, um-dem Wujer wieder etwas mchr Anreiz zum Kauf M bieten. Das Msungsmittellgeschaft zeigte in billigeren Qualitäten etwas BiewvWng. Stark gesucht erscheint ein russisches TierventiM in spezieller Quallität, das als Echrtz für französische und amerikanische Sorten gedacht U. Sollte es -ermml den Raffmevien gelingen, gleich den französischsn und amem-. Manischen Thpen auch hier eine internationale Wichmaßige Gtandavdtype auf deu Markt zu ^bringen, so Erden diefÄbe großen Absatz, finden. - . In Ha rz- und Schellackprvdukten hat sich die Situation gegenüber der Vorwoche nicht verändert. . ' . AetzbaN ermäßigte dm PrÄsftand um 600 auf 12:000 K., Mlaun in Stücken ist um IM K. billiger und notiert 3800 K., Ant-ichkor befestigte sich um 250 auf 2900 K., Bitievsalz ist,um 10 K. schwächer und notiert 490 K., Bleilwöiß chemisch.rein befest^ste sich um 200 auf 13.000 K., BleiMcker kmst. schwächte sich um 200 auf 16.000 K. aib, Chromalmm ist um 500 K. höher urd notiert 9500 K.. GlhMvin schwächte sich um 900 K. auf , '27.200 K.. a!b, Kupfervitriol war gleichfalls nim 400 K. biNger zu 7600 erhältlich, Bleiberger Minimn ist um 100 K. .Wer und notiert 11.000 K., Weinstvinsäuve ist um 100 K. billiger und notiert 48.000 K. Metall. Die Geschälststätlgksit auf dem hiesigen lWatz ist äußerst schwach bei unentschiiädMer Tendenz, da Ms schwächere^ Preise, teils festere Preise notiert wurden. Im allgeMöinen^ 'jedoch sind die Bwändevumgen unweseEch. , Aus dem deutschen Markt wurden in Anbetracht der un* geikErken' Lage (sowohl in Berlin als auch in HaiNbuvg) die - Metallnchwrungen vollkommen eingestellt, so daß jede MWulationsbasis fehlt. Soweit daher der Konsum sich notwendiger-' weise eindecken mußte, war, er 'lediglich von der Preisisorderung der Lieferanten abhängig-, und diese wiederum ko'nnter^ - .soweit sie unter den anovmglen Umständen überhaupt BeNkäufe vornchmen woMen. ihre Preise nur auf'Grund der englischen- . Metallnoblerungen, uurgerechuet in deutsche Mark, kalkulieren. Außerpolitiische EiNflüsie mahrdengleichfalls zur Vorsicht, da vor. der' VerösfeEchung der Rede des englischen Minister-- Präsidenten-die/vevschiÄMsten Gerüchte tim Umlauf waren und.' die Mbglichikeit einer Denlden^rändernug durch diese Rede ge-' geben war, sie hat jedoch evwe Der-änderung der Marktlage bisher nicht gebracht. JnnerpoMisch wirkte die Beendigung des Berliner Medallarbsitevst-vsiks Ovar an>vsgend, doch diese Tatsache allein genügte nicht, um die Industrie aus ihrer Reserve herauszubriugen. — Böm Mtmetallmarkt ist ein Gleiches. zu belichten; soweit sich ülbevhaupt Abgeber sonidem, mußte bei Bedarf 'jeder -veMngte Preis bezahlt werden, denn auch hier fehlte die Notiz für Neumetall als Grundlage Mr jede PreiskaWulation. Rauchwaren. Seit LmMr Zeit D über den deutschen-Rauchwaren- Handel eine Bmnvuhiguug gekommen. Den Anbrß hierzu hat 0 die neue Devisenordnung gegeben, deren Bestinunungen das reguläre Geschäft in einer Wise erschwerten, daß ernste Be- . fürvchturgen über die Folgen entstanden sinld. Die deutschen Kürschner verkaufen jetzt-den größten TM ihrer Ware an Ausländer, bekommen also dafür Devisen, die sie aber nicht an die Ramchwa-veuftrmen Mm Ginkmüf netter Ware abgeben dürsen. Das deutsche Geschäft ist .arg Mammengeschru-mpft. Das Ausland war bis in die letzte'Zeit ziemlich guter Käufer, bchonders auch AmerKa. Das Pelizdötailgeschäf-t ist namentlich ^' in den internationalen Bädern sehr lebhaftgewesen, angeregt durch.das kühle.Wetterder Sommervorzvit. Am 1. August nimmt die Messe in Nischni-Nowgorod (Sibirien), die UamenOch für -den Handelin -russischer schwarzer Ware von Bedeutung ist. ihren Anfang. De>n Bernchmen nach wird auch der Leipziger Rauchwa-renhandel dorthin Ein-- käuser entsenden. Oh sie große Mngeu Ware erstel-en werden, erscheint sragslich,- da -die vusflsche Regierum den Pelsz-- .Handel in gewissem Sinne monopolisiert hat. Mrse Wr lMwWchastliche Produfte. . (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) , Die.fortschreitende Ernte bring: mit jedem Tag Ueben rachüngen'.irr be-ug Mf di»e Qua-lttät der neuen Fruchti die -alle. EDarttnWen 'übertr-eften. Die, Kaufstimmungfür Wenzen und Roggen, ist'nMr. diesen Umstäirden außerorderrtlich zurückhaltend,^das Angebot'ist wiNg und überwiegt' bei weitem die- 1 NaMvage.D. „daß man sowohl,-in Weizen wie -in Roggen zu