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Wiener Morgenzeitung · 1923-07-22 · Heft 1595 (22.7.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1595 (22.7.1923)
Date
1923-07-22
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 1695 Men, Sonnkag WlieMe MsesenzdikuM. . / (Theodor' Herzls''TägeÄicher/ driite'r ' ■ ,, (Swt tragischer Zug bezeichnet die Aktionen Herzls tn seinen ätzten Lebensjahren.'- Nicht etwa als Mißetfolge.^—7 denn nyter den gegebenen. Voraussetzungen, tvaven/ die'persönlichen und ino'ralische n Er-/ folge.eigentlich Welhast,, andererseits aber doch wieder solcherart, daß' alle. die großen Möglichkeiten, . nninriWibaren Aussichten und Versprechungen in bezng aus greifbare Ziele immer lviMr im letzten Augenblick zerftatterten. Uird dazn kchmnt, daß Herzl alles auf die pölitlsche Karte setzte,, aus eine Politik,, in deren HiMrgvntche von secner> Seite nur eine rein persönlich vertretene Idee, und leine öbs-Mve Macht .stand. Daß'er es wagen konnte, mit M acht e n im Stile der Macht zu verhandeln, unter höheren als Machttnpulsen, mag. ihn, inchdevhin in den Augen bessertder nur die nahen Hori-; zonte wahrzunehmen verinag, zum Phantasten, oder Projektemacher stempeln. Ein großer moralischer Erfolg, daß"ihn diejenigen Persönlichkeiten, mit denen er verhandelte, nicht als solchen nahmen. So schildert denn, gerade der letzte Band der Tagebücher, das neunte bis - zum jäh abbrechenden achtzehnten Buch, umfassend, in spannendster Darstellung eine Kette von Aktionen, die im Gegensätze zu den bisherigen mehr tastenden Beri suchen (Konstantinopel) oder haW rmnantischen An-- , knüpftmgen (Wilhelm der Zweite) sich als konkrete Verhandlungen um das Recht einer nationalen Siedlung oavstellen. In: Verlaufe dieser drei Jahre . veMeilt britischen Reiches, dvhält vom russischen Minister Pleihwe formelle- Zusicherungen, wird"vom 'König von Italien rwd vom Papst empfangen und tritt inzwischen auch mit Lord Rothschild und dem Kreise der Icä, der die am meisten noch interessierte jüdische Finanzmacht darstellt, in enge Fühlung. Mit dem Sultan, der sich in' höchster Not an die erhoffte Finanzhilfe klammert, verhandelt Herzl nicht mtr „Macht mit Macht", sondern er erscheint durch seine kluge und beherrschte Art, mit der er sich selbst diesem Milieu anpaßt, das er ja gelegentlich alL eine „Bande von Strolchen" bezeichnet, als der Ueberlegene; er kennzeichnet schon bei der ersten Audienz seine Rolle durch . das immer wieder dem geistesavmen Abd u>l Hamid wiederholte Bild von: Löwen und Androklns, der ihn von feinem Dorn befreit. Erst in den fixierten Anträgen erscheint der Egoismus der Gegenseite fo kraß,.dal' Herzl es eigentlich ist, der die förmlichen- Bercharw'lungen, >/.-avbricht, obwohs ihm 'bedeutende finanzielle Konzessionen (die Ausbeunmg sämtlicher Bergwerke. des' Reiches) angebvten und die Ansiedlung der Juden in Mesopotamien, ja. im ganzen Reiche, mit vorläufigem A u s s ch l u ß P alästinas angeboten wurde, freilich selbst diese nur „d'une mamere dispersee", was nur eine „individuelle" und keine „nationale" Protektion'bedeutete, auf welche Herzl ebensowenig verzichten will wie'auf wenigstens ein Kolonisationsgebiet in Palästina, als das er das Gebiet Von Haifa vorschlägt. Wie es scheint, waren es vor allem, ein gewisses Mißtrauen in Herzls finanzielle *) Siehe die Aufsätze vom 29. OLtobor und 5. November 19W llowie vom 16..April 1933. .. . ■ riAst''' dest''''Intrigen' >dsr .verschiedenen.. Machteverfteter und Ratgeber, was den SultanveranlaWAich. mjtz.dem pcanzösischen Financier Rortvier und oesftn Pmü^für die. „liniftmtion" der Staatsschuld ernzülassen,. nicht yhne schlaliertveise auch die Kon- Wrestz'HeW^üv'ErMnnsi-seines eigenen Akkreditivs zu benützen. .Andererseits bmlühte sich Herzl auch.nach den: Scheitern der. unmittelbaren Verhandlungen, die .versprochene jüdische Finanzgruppe zustande zu bringen, ja er will sich sogar mit dem Anbot des Sultans begnügen. Aber einerseits hat. sich dieser schon -zu tief mit Rouvier eingelassen, andererseits verbleibt für Herzl die fatale Doppelstellung, den: Sultan gegenüber immer auf seine „Freunde" int fernen^ Europa zu verweisen und andererseits für' die erst zu gründende Gruppe lvieder auf Erfolge' seitens der. türkischen Regierung angetviesen zu sein. Lwtz der Drmglichkeit, mit der'Herzl jedesmal berufen wirdtrotz der immer neu modifizierten Vorschläge — es fttwet sich darunter auch der Plan einer hauptsächlich für Juden und Mohammedaner bestimmten Universität in Jerusalem — flauen schließlich die Beziehungen imrner n:ehr Ä> und Herzl bemüht sich, nun, dq ja im Hinblick auf Palästina. die Sultansregierung nicht zu umgehen ist, durch Erfolge vor: anderer Seite sowie durch Interventionen in Konstantinopel. Wirkungen zu üben. Und selbstverständlich konnte Herzl, der ja Milieu' jenyr.„RaüiberWle".,' von seinen Besuchen sehr gut kannte, feine Hoffnungen überhaupt nicht von den Launen eines asiatischen Despoten und dem Intrigenspiel seiner spitzbübischen Beamten abhängig machen. Den Anlaß zu enger Fühlungnahme mit der englischen Regierung bietet, nachdem ein Schreiben an Cecil Rhodes durch dessen Tod überholt tvar, die Berufung Herzls durch die Fremdenkommission des englischen Parlaments. Bei dieser Gelegenheit kommt er auch auf etwas wunderliche Weife mit Rothschild in engste persönliche Fühlung — dieser wollte nämlich Herzl veranlassen, in s e i n e m Sinne auszusagen, was . dieser /mit Entrüstung zuvückvies. In der Folge bringt ihm Rothschild nicht bloß Beweise bewundernder Hochschätzung entgegen, sondern er unterstützt bis zu einem ihm zugänglichen Grade, die Wünsche Herzls, die ja inzwischen im englischen Kvlonialminister Eh am derlei n einen mächtigen Förderer gefmchenhatten, herzl hält den Tag seines ersten Gespräches mit Ehamberlain für einen großen Tag der jüdischen Geschichte. Sein Vorschlag: die Besiedlung der SinaihaOinfel, von El- Arisch und Eypern betreffend, wird so günstig aufgenonrmen, daß sofort eine Expedition zur Erforschung des ägyptischen Palästina vorbereitet und die Verharwlung um einen Charter mit der englischen Verwal- ,tr:ng Aegyptens in Angriff genommen werden kann. 'Von London zrtrückgekeh'rt, schreibt Herzl in Wien in sein Tagebuch die Worte: „Sollten wir knapp vor dem Abschluß eines englischen — Charters und,vor der Begründung des Jnden'staates stehen?" Und Unmittelbar folgend:' „Die Erschöpfung meiner Kräfte läßt es glaublich erscheinen," nebst dem Zitat einer Besprechung seines. Buches „Altneulland": „Kein Moses kommt in das Gelobte Land:" Die trübe Ahnung, die in den letzten Worten ausgesprochen ist, bestätigte sich in.doppeltem Sinste. Zunächst führte die englisch-ägyptische Aktion, trotz, des Rothschild ... 'Es 'war im Jahve 1848, als in - .der treuen Kaisersladt sich uttgewoAlt.e'DunMtszeneu eveigmtM. „Ei.nig-e Iudeububen wandaliereu!" meinte verächtlich Erzherzog S t e p h an. Der Krawall wurde zyr Revolte, die Revolte zwr Revolution. > . / -. ... In den schicksalsschweren Tagen fand man nmter den Getreuen des bedrängden Kaisers den Baron Roths ch.ild. Loyal erneuerte er sein Anerbieten, dem Kaiser' fttnSb der Regierung gn t e D r e p-st e leisten. zu. ' tyollen!'- Im Ministerium der Gveise,.in den Ministerkonferenzeu^ wurde oft Nochschilds Name genannt, 'seine . Ratschlage er-' örtert, sein Anerbieterl verhandelt. Nicht nur von fman- ' gieller Hilfe, sondern auch von wichtigen. Politischen Dingen, war oft die Rede. , . ' Ä!N 7. Mai. 1846 berichtete Baron Pillersdorf,' Minister' des Innern, daß / Baron. Nochschild' seine i n t e ru a t i o n allen Verb'indnngen zur Lös ix n g d e r M a i l ä n d e r V e r h a n'd l u n g e n anbiete. Am' 9. Mai 1848 / wllte./ 'der/Fina-ilzministerFreiherr vmr K r a u b den: Ministerrat eiire ihm von Baron Rothschlld zugekommene Nachricht-mitwonach in Paris, nach. den', drohenden Wcaueranschlägen zu schließen, ein Mlshrnch der KommunisterwevoMian am' Tage der Eröffnung der Ätatronälv evsammlung zu befürchten./ fein soll.., ' ' ° Baron Rothschild wußte' auch der^ geheimen Diplomatie der autokratischon Monarchie hie geheime. D-iplo ma t ie d e r Fi nanzweli: Menüberzustellen. Und, während er einerseits Hin-. MrserMÄ-,soitze-. Mfe^' aubot/ schlng .er goldön/e Brnckän zn dtzn RÄellen. (Durch das Bankhaus Wodianer hatte er sogar der ungarischen Rebellenrcg!levU'Ng Kossnths Geld zur 'Verfüguirg' gestellt.). RoMhW 'entzog 'fehife /Hilfe. % lich.fti.ruideü.Iall^ daß.sie siegen,' wsivde-.pkernesüDs? aber'er 'rechnete .Uüerlich doch/mehr^ Mt dem/ kynmmrdm' Sieg: ^der Kontervevolntiön.' And als' nach ^NderthaW' IcchAll bie'/stsgge'jrchhM' AstÄveichrMxWMö^/ 'unk-' tfep H-'- Mütigenden Hilfe des Mren den war, finden wir Rothschild unter 'dem un-teniwögten GegeMevöluKouäven, - als' fmanFiellen Ratgeber ihres Generalslabes. Baron ^Rothschild ist wieder Ratgeber des Kaisers, Berichtersta-tter der Regierung und erster Geldgeber, des in den. Schlingen seiner bösen Finanzen zappelnderr abso-lnten Staates. ■; Aber die zwei mächtigsten Stützen' des Absölntismus geratrn in Gegensatz zu. Rohschild. Schwarzenberg mb Hayn au.' ' ‘ - Als Hayncnr nach der Nied'erriugung der Revolution ' s-em blutiges Regiment aufvichtete, hat er, um cix' den „randalierenden Jüdenbnben" Rache zu nehmensämtlichen in seinem Gouvernement befindlichen Iudenge-- Gemeinden .StrafkMtributionen auferleg!. Da. meldete'sich ykoMchstV-Mat Kaiser und die Miuisterkonserenz' sah sich bewüßiA, die 'Verfügungen Haynaus wesentlich M mil- ..MWfbeÄonserenz'.ochnete an, daß 'diejenigen, welche beweisen können, an der Revolntion nicht beteiligt gewesen:FU sein, nichts zahlen nmssen. Diese Verfügung euchfmch Haynan als ein Desavem und schrieb-, am 12.-März 1950.;zornentLran-nt an seinen Kriegskamera'den, Ministerpräsident . Fürst Felix v. Schwarzenbergs em SHrorben, irr dem es unter mwevöm heißt: J** /' . „Hmte^ habe ich von dun Ministerpräsidenten den Auf-; trag erhalten,- daß, nachdem der Ministerrat beschlossen hat, alle.. JrchengeMDinden. mrd Familien, die sich an der; Revo- / ürtioNi.nicht beteiligt haben, von der von mir ausgeschrhsbenen Steuer zu befreien,..welches so viel heißt, haß diese i KontcküntioN gar nicht bezahlt werden.soll, da man sich gar? nicht darauf einlafsen kann, bei -so vielen Genreinden-und s unzähligen Familien sich. in ehren. Pvozetz einzulassen, wer schüLig, wer unschuldig. So heißt dieses mit «nchn Worte, daß^ nicht : M .Heller eitMhvingm- .ist, denn, nun/ sagt ein jederdaß er unschttlLig/-^ ünd/würdewenn ^ev. auch >der; Stvafbavste / wäre,' das Gegentell /. sicher - beweisen. Diese l Bevfügnng kann rmr den / b ,e i; d'eqer-.sDäUbich-e.n-''JavdeNL.VNt:' m-ach M,' welche, - vü.m>'^'Rothschild an ge fähigen, alle Minen- { h^wb-en springen lassen, um von der ziehufäch! bMidr>-n-t:e-n KontNtbÄNM-i.l o§ ge-spro ch'en- -zÄ s in'beif - Mgcaach/« wirdütz I . aberdie'lentgegengefchte. AMlmg>-h^orritftw<iÜM --fe-e'Sgg. ^uft 1923 ' . Seite ö im ganzen günstigen/Ausgangs, der Expeditiotr, trvtz 'de! .sachlich ernfteit Interesses, das Lord Cromer, der.Vize.- könig von Aegypten, wenn aitch rmter. einer schroffen Maske, .an der Sache.nahm, nach esnhr -nichtssMndeu Konzession, die Herzls. Bevollmächtigter, Greenherg,- seitens der ägyptischen Regievung .bekommen -hatte, schließlich zur völligen- Ablehnung. OL die politischen Kompetenzschwievigkeiten — auf! der SinaihaDiusel. hatte, „die ägypttsche Regierung den Besitz, die englische die Macht,, die türkische das Recht" — nnt im': Spiele . waren, ob Herzl darum weniger ausrichten konnte,/ weil er als Nicht-engläuder hinter feinen Vertretern an un- .mittellbarem Einfluß zurückstand, was sichbei seinemkurzen Aufenthalt in Kairo zeigte, ob das Gutachten. des von der Regierung' zugezogenen Jttgeniours. über die zu hohen Kosten der Nilbewässerung, den einzigen Grund der Ablehnung bildete, wird wohl niemals zutage kommen. Jedenfalls sieht sich Herzl geMmgen, seinerseits der: finanzielletr Helfern — die Jca hatte sich eMich zur Beteiligung an der Bewässerung der Pelusinischen Ebene bereit'gefunden — strikte abzusagen' und aridere Wege zu suchen. Flüchtige Projekte, , wie Mozarubique, Gebiete irrt Kongostaat, die Herzl wieder aufgab, um die eine große Hoffnung nicht zu zerstören,,' die in Chambevlains Ugända-Versprechen lag. Trotz des - ersten Mißerfolges konnte Herzl nrcht umhin,/ die großzügige und großherzige AÄ, mit der die völlig nüchternen engldschen Politiker zu einem Werke sozusagen internationaler Humanität sich verhielten, mit verftälrdnisvoller Dankbarkeit aufzunehmen. Man kann wohl sagen, daß es noch viel mehr eine innere als eine, auf äußeren Hoffnungen begründete Sympathie war, die Herzl, der sich auch immer in London am wohlsten ftihlte, den Männern ent-Mgenbrachte, die artch für feine Art — wenn wir vom Großherzog von Baden absehen — am meisten Verständnis hatten. In die gleiche Zeit fällt Herzls Rußlandreise. Es war wenige Wochen nach dem Pogrom von Kischinew, der die Judenheit der ganze:: Welt in Aufregung versetzte. Der Zweck der Reise freilich ist lediglich politischer Natirr: Herzl sucht die Intervention des gefürchtetsten Reiches bei der Hohen Pforte zu erlangen und-der russischen Rgierung auf ihre . Art den Gedanken einer „Emigration ohne Rückkehr" zur Lösung der Juden- > frage plausibel zu machen — nebenbei auch das Verbot der Gründung von Bankfilialen der KolonMbank rückgängig zu machen - und in überaus vorsichtiger Weise Erleichterungen der jüdisch-en'SiedlttngsvevhäKmsse in- Rußland anzuregen. Sicherlich lag in dieser ganzen Hälltung^.Herzls ein tiefer Gegensatz'zur Stimmung des ftrrchtbar. erregtest Bolkes, das ihn in Wilna wie einen Erlöser begrüßte, während, freilich.die Radikalen Herzl wegen dieser Reise auf das heftigste bekämpften, so daß sogar Attentate geger: ihrt befürchtet wurden..Und.mehr politisch als aus der Volkesstimmung heraus argumentierte' Herzl selber mit der revolutionären Gefahr, als . ob diese int Hinblick auf die jüdischen BolksMassen im. Munde. der Negierung mehr als ein Vorwand zur Unterdrückung gewesen wäre. Der offizielle Erfolg der Reise scheint ein außerordentlicher zu sein, der viel gefürchtete Plehwe — der übrigens einmal die halb zynische, halb naive Aeußerung machte, daß er selbst, wäre er Jude, auch ein Feind der Neuerung wäre — . übergibt Herzl ein offiziöses Schriftstück, worin dem Kind weis;, daß diese Sippschaft durch ihren Einfluß, Geld, Kreidit, Schlauheit und bösen Willen an: meisten in allen Teilen der Umsturzpart ei gedient' h-at — und noch de^r größte Feind der Regierung ist. Für »teilte Person bin ich dadurch in ein VerhältniS j gchrtzt, llvelch-es mir nicht' gleichgültig sein kann, weil man , : urteilen wird, die Inden haben irgend wo Mittel gefturden,!; sich loszulaufen, oder das Atinisterium desavouiert uüch, weit ' meine Verfügung eine ungerechte war. — Die Kundntachunß lege ich bei, ich habe^ diese ganz nach dem Wortlcntte ver« ' faßt der ergangenen Mitteilung; — meine Person mußte ich. ganz aus dem Spiel lassen, weil jedemrann ohnedies weiß,, daß der Erlaß des Minisierratcs gegen mein inneres Gefühl und. Ueberzeitgung ist. — Ueberhattpt muß ich aus allem schließen, auf welche Art man mit mir umgeht, daß die Zitrone völlig ansgedrückt und man die Schale auch nun wegwirft. — Ich fordere Sie dahex ehrlich -.auf, mir offen zu saget:, nicht als Ministerpräsident, aber als mein Waffengefährte und Freund, für den ich Sie, nach wie vor halte, ab Sie es im Interesse des Kaisers jetzt notwendig und . ratsam finden, lb'aß ich mich jetzt schon ^urückzicheoder noch öm paar Monate aLwarten soll." Schwarzercherg cmitwövtete fast gtzvührt, streng konfidenLiell: . , ' ,^Jch würde sehrbedauern, w.enn die Hochdew Schreiben im Konzept, beigelegte. Kimdmachung vom 12. d. publiziert worden wäre, sttdÄn es. unmöglich in der Absicht der /. Regierung liegen kann, die Vevschiedenen Judengemernden - zü einer, Purlj^'.crmr^ sMsagen.-.a«fK«fml-ery,' .rmd dadurch ' zu Mer Menge RÄlamasiuen Anlaß zu geben. Di« Iuden-simd im-allgemeinen schl:»ch.ll i und haben sich seindlich beno.mmen; sie sollen z derher//L/estraft we,rd.en. Die angeordrvche Maßregel l bleM in voller Wucksancksit und nur diejenigen/ die o f f e tt#: . bar unschuldig' sind, sollen hierbei stichtgestraft we^ deG Dies und nur tteS; ift ‘-'Öervs fiMsstS, den..ich zu EMr Exzellenz Kenntnis brinym ' rwrWe.'/Me ---hi>lMgefügtetr Bernerkungen---.erklären -.fich^'ä^^

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