Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1595 (22.7.1923)
- Date
- 1923-07-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Wief Äbholeninder ■ V 'X ' tfW< ' ,41^1*-•*.(•> .' ► >;?:>'•♦!*.■«»>••-»■ ' .%t>*^'f >-"r'’,r ,.r MitPokm^md für Wien u.) (bestem monatl. K 28.000 "fl;- .-4~-r,.o (•*...•* TS'öbtyc'hprS 1 ow»l^« i: Mon.K P7. Jugoslawien: MoniDinar40. Polen:Mon. MMWveätsdlllnnd: ' MMML0!MPradL^'' velgidnr MchsÜ. Pres. MAlLner V: .*•,-V, I* ■ y -;->i . ft’ WU»» N«ehxaM«»««>>. , bei .Prdse^nBBg«« Vorbehalte» ■ ■** -1 Tschecho-SloxMa^Qli tschech. K1.— 11 alle n:. Monatl« 10 Lire, Rumänien'Mon. 90 Lei, . BulgarienMon. 75 Lewa, i,S e hw e'Lz und>das übrige Ausland monatlich Frca. 3, v Redaktion u. Administration Wien,'Ili, Tabor strasse 1—3 Telephone: 44-0-38,43-3-19, . ab 6 Uhr abds. 19-483,16-301 TeL-Adr.:,Morgenzeitung'* Wien O esterreichischea Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 Nr. 1893 WMSwM.U.W WÄ 5. Zahrgang Ser ßftujiumer Stiebe«. : r;; —y. Pint, 22. -guU. Diesmal scheint es doch Tatsache werden zu wollen, daß dstD. organöfierte Morden Ende kymüvt. Der FriÄen Mischen der Düvkei uych den Enterrtestaäten. eruerserts^ der AM und Gviechenlarü>s anderevserts wird am- Dienstag . in seieMcher Sitzung ider - LcmscMnev Korfferenz u mMWrychen rmd soll am 1. August der neuen HWovaKMmer WewuMorgolegL werden. Die BechandlMMN hatten am n21v. Hovom-ber 19SJ2 begonnen, wäre« am 4. Fehvnar von den DirÄen unterbrochen. worden, und begannen dann wieder am 23. März 1923. Die Einigung hatalso-.acht Moya-te lang auf siH warten laßen und sie M als ein großer Evfolg dertmHschen UnterhäMevrzu werten, -die die Sache Hres Staates. >auf dew > schweren Weg von - Sevres dis Lausanne zu führen wußten und jetzt mit dem Resultat zurüMhren, daß . die Tücher ihr? europäisches Territorium nicht .nur -nicht embüßt^ sondernsogar noch vermehrt- .Ostthrazien bis!an die Mavitza is/wieder tüchffch, und die Sultans- - gväber .m Adrianopel mußte Griechenland wieder abtreten. Wen erhält die Türkei das ganzestrittige Gebiet mit dem so wertvollen Smyrna,, sie gewinnt durch, den Besitz VM ImLros und Tenedos die Herr- ' schastüber -die Dardanellen. > Offen '.ist nur noch die FnMder, Grenzen des- Irak und Syriens. Biel, größer aber.siyd . die - Errungenschaften in bezug, aus^ dieWuperämtätrherMchvschen Herrschaft. Das'. Ende-deU-ÄMÄulatwnWh 'dtzp^ejjMjchi^SeNchtAbMkeitder. Kuropäer, Mßte mach/ erbittertem: Streit von;dm.MLWw?zugestarÄeN'werden..^Das. ist di.e Anerkennung W WM,' Den^ M-moritqiLNschM^hM-die NHikAWpMr iWeiW'rM Mchl? cviMWt?her MiDMMMtaLresLrvaftvn - wie-- dieeuropäischem.Reu- -MÄen -.in den-.Vertrag, äüigerwmmey. ' . . -' . .. >. Die' MrhaMungen von.Lausanne, die schon durch die MammMlOKeitders'terr-üoMen..mnd>,Wristkschen Streitfragen -sich sehr kompliziert! gestalteten, wurde.» noch dadurch verwirrt, daß hinter jMr einzelnen Irage dse. Machtmteressen der großen europäisÄM Staaten standen^Es sah zu-wiederholten .Malen so.'aus, als wbes sich mn eine nichttmkische' Angelegenheithandle,.und der Interessengegensatz - zwischen Frankreich und, England beherrschte zeitweilig die Beratungen in solcher Intensität, daß . die' Türkei in den Hintergrund geriet. Aber auch-die . türkischen Unterhändler warm- -besonders während der ersten Etappe -der Konferenz eher als Bertreter RuUands zu betrachten. -In diesem Streit ist langsam erst Rußland,' dann Frankreich; ins Hintertreffen geraten, und-der große Sieg liegt, eigentlich, wenn man von-der- Türkei. absieht, garlz auf. der Seite Englands, das-den Franklin-Bouillonschen Vertrag,. das GeheÄnabkommen zwischen - Frankreich und « Angora, beseitigt sioht. Eine der wichtigsten- Forderlmgen Englands/ die - Neutralisierung -der Meerengeü, ist vertragsmäßig--sestgelegt, England, hat den.-Vorrang beider wirtschaftlichen und kulturellen Reform der Dürkei zugespröchen erhalten und auch die Revision - des . ursprünglich rein -amerikanischen Ehestervertrages, die Herstellung der Eisenbahnverbindungen vom Schwarzen Meer - durch - Anatolien .bis- Bagdad, erzielt.' Das .sind ebenso viele Schlappen für Frankreich, das die Orientsragen zuverwickelnbestrebt -war, um. die.-englische. Po- IM dort festzuhalten! und^^sich«die Vorhand Mi deMrReparationsstreit zu sichern. Die glückliche Beendigung der Laufanner - VerhanArmgen..! schafft .auch, nach . ..dieser Richtung eine veränderte' Situationindem sie die orientalische Barriere ^vegrärmrt, - sdie England , der Entfaltung seiner . Pollen- Aktivität am Rhein, und Mn der Ruhr hinderte. Die ersM Anzeichen für diese Wendung sind-schon da: die? englische -Antwortnote, an Deutschland ist gestern im Entwurfdem Pariser., Kabinett vorgölegtiworden.--? - ' . .-i; , England hat seine Position il?-der Türkei und da- Mläm'MzenO.vrent;wiM-HefDgt,'.und es kann nun- . nrehr mit voller^ ungeteilter.Kraft, an die Ordnung seiner Probleme-in Borderasien, also.in der arabischen Welt-, -schreiten. Der Weg für die Regelung der Verhältnisse. in.Palästtna ist, nunmehr,.frei',-und' die-. Untersertigung: des Orientfriedens'wich, damit. auch süu den kommenden ^ionistenkongreß, eine Tatsache von weit-- reichender.,Bedeutung. '.Solange die Ayklarheftendes Vevhältmsses>zwischen der -Türkei, und--ben^ Westmächten ungeregelt'- sortbestünden, .mußteauch, die Einwirkung auf die Araber. Äner?gesunden Entwicklung des.DdischeN' fldttailimtlcr, ledych bestimmter Sw. - Asdrohmig eines eventuellen alleinigen Borzehem gegen Jnäschiand. - Sinketznng dn« SachvetstihiVigenkommiNion. - Memkchnng w. die Metten. London, 21. SÄ Der EtMrüvf der Amivort im Deutschem- und tte Matttelnote ,K äir die Alltterte« ist Wterw Abends nicht nur der franzHischen, fyndern' auch der v e l g ischen, der it:n 1irMls'chen und der japanisch e.n Botschaft svwie -er aNterrkanisKe n Botschaft zur J n s o r m a t i o n zngefteAt^wördenU Nach einer Meldung ans dem Haag * der englische Antwoetentwurf vorausch auch noch den Nieder landen nDw e d^e n yritMeift hoerdett. Nach derselben Meldung werden diese Seiden Länder chirch. in der internationalen Sachverstöndigenkommissiou vertreten sein, die die Zahlnngsschwierigkeiten Sestirmnen soll. Der Nntwartentwarf. L o ird nn- IuM. / Der diPlomMsche i Berichterstatter des Mai lch.M? e l e g r a p W glaubt über detr Mgtischen Antwortentw n r f^ an ÄeütWlaäd ^ndc die M a n t e'l-! «d t r folgende AndbiSen swachen zu können: ' Dßr'D^twortenfty»EHi Mr; fr;; f •;! die'-'Man t e 1 rk ot/e MSe'Giften SetrLchtÜch l g'N'öH e r^N' Am'saHK-' kDÄr-''-A.ntwortent--, - warf enthalte' die g r'aäd s a-tz li ch e Z n-' 'MMnr.n'as-ra'dEForderiL«g der deNtschen Reglerung^^detresfens die v» , ' Fe ft ft el Luug der Zah l nn gsf ählig- - k est^'D-ru^sch.san ds aMierte Kris e eptftehen sollte, werde die Mage^^Her GntwWsuNg ' einer frei-. mAtiWN S.r..ril''sH.e'ft.MoMl:ik in.den B o r d e r g r u n d, treten' und diese PolMk würde nicht n u r von - der S r i t r s ch e n Negierung erwogen werden, sondern auch voroden Negiernngen der überseeischen Dominions und Indien.s, die ja den Frredensvertrag mitnnterzeichrret MSeri. eine nnparteissche KSrPer- ^sch ast i Ntern aLi o n al e r Sach V e r< j ft L n d i g e r. HinsichLLich der Forderung j Deutschlands,! >- nrit den Alliierten ans einer i Konferenz zu mündlichen Werhandlugen mit \ dem Nechte der GleichberechLignttg zusam- . menzutreften, sei der Mntwurf w e n i g e r!'Nriü'z1's>. .Wach-'MW - u'n'g-nn.'fti'g.. .'Der : MntwortentWnvs enthalt^ keine K e r n r-; t^e i l nn g . de Z p as s i v e n W i d e»rft an d e s-;. in der Note komme anscheinend eiae:Mnsp^^in g auf die N uhr und den i passipen Widerftand ppr. Das bedeute aber , Nicht, daß in Gngland nicht der Wnnsch nach einer baldigen Einstellung des passiven Wi-! derftaades weit verbreitet sei. Damit sie; «chech eintreten könne, müsse Deutschland in der^^^age:sein, sich Ms die ZüsiWrung^ s^rech-? ter ^BehandluNg seitens der AÜiierLen ver-! lassen zu können, die sicherlich von der i Mehr zahl d e L A l L i i er t e n gegeben werden würde; > -; r Der Berichterstatter ersikhrt weiter, es sfei zu verrnuten, daß im der Mantelnote ein? konkreter Vorschlag betreffend eine | Mäßi s un ö de s fr an z ö f i s ch e n ' ,, 2rü ftm#iifrg;eö tet enthalten sei. Sie wende sich außerdem an * das moral is e ® e wissen der Wel t. Der> praktis che Angelpunkt der britischem These sei der Vor sch La g au f E,ris e n n u n gid i e^s e r S a ch v e rftändig^nkommissiom, die in dein vom Ber- 's.a.itler Vertrag gegebenen Rahmen arheite« .soll. Einzelheiten, wie die ' Frage der a l l i i er t e n G.chn ld e n, würdoN in der Mantelnote nicht erwähnt. Didse hebe,-znnt. Schluß hervor, daß der Entwurf. .der 'Antwortan Deutschland k e i n.e n! ePd-L'ü L tt g titt.De 8t.Larstelte und daß-ihr Inhalt'auf Gtrmd pon Ues Pr echungen l unter .den Alliierten abgeändert werden ,khnNe^<.'- ' ^7 . {-j v i-;.1' f - - 1 i; . Der Berichterstatter schließt: Wenn trotz »dest..aufgeivantzteN''.LgrLes mnd. derMarsöhnei»^ MW. Konferenz Mische« Meunis und Wimate. 'L on'd-o n, 21. Juli. Das- Rentersche Bureau meldet Ms Paris, es werde augenommen, daß Theunis und Jaspar anfüngs nächster Woche zu einer Konferenzmit P o i n e a r e ' nach- P a r i s. kommen werden^ und daß. daher mit der Lldssrrdnng der französischen Antwort nach London ungefähr Ende-nächster Woche gerechnet. werden könne. - Da, wie verlautete die französische Regierung die gleiche Zurückhaltung beobachten werde wie die britische, werde keine offizielle-Erklärung über die französischen Ansichten bezüglich der britischen Note erwartet, bevor sich die Antwort in brMfchen Händen be- Keine Eiustellmg des paMen WiderftaRdes. , '.'.'Paris,.!.21.-' Sirl-h/:(WM) Einrg-e Mopgenbtatter berichten in sensationeller.Ausnmchurlg, der deutsche GeMftDträger, Botschaftsrat v. H o e s ch, habe gestern im sranzösi-- schen Minl-stevlum >fürauswärtige Angelegenheiren -etne. Demarche betreffend die- Ei nst-ellu-ng des'pa.s-si* i -d e r st a n d e s im Ru-hrgebiet u-nternowin^lr.' . den '-yji -ch m . § ' .VI W •J'K Sie eagWe Rote in Pakis eirrgetroffe«. P a-r i4, 21. Juli. (Havas.) Am Quai -dDrsay ist hepte Hittags die englische Note eingetroffen, die sich mit der Reparati p n s f r a g e beschäftigt. Das Ministerium des - Aeußern wird Über, den Inhalt des Sichriftftürkes *o'llkommenes Strllsch w e i g e n bewahren und sich jene Reserve Mferlegett, die angeftchts der im Zuge befindlichen Verhandlungen notwendig .erscheint. " MiMswrpräsWE R n e ä r e wird von dem:, .imglifchsn Kenntnis' nehmen, und sich dann mft Belgien ins 'Ginverneh- ) men.fetzen^Wr itziWege^'her.'beiden Sigtzts-7kanZleien die Weiwretz Schritte Hr beraten, . Ser We ftwBRÄS Echo. ' -Paris,. 21 >!Mli^(Ler. d. „Wr. Morgen-- zeitüng"^> ,^L i b e rr eEreilt mit, daß Po.iw e a r e bereits heute die englischen DoknürerM ,g-'e'tzwM1'h<che.!':/ c- ' '<yJ " Gestützt Ms die NUtteilungen des „D a i ly D e l e g r a y h" über den Inhalt der englischen Dokumente glaubt die „L i- J-e-r t e" sagen zu köNNeM daß die etzglifchen Vorschläge, ein Sch la u meier st ÄÄ '- där- , ftÄlen, «w P o ine a r e zur A nna h me des englischen Standpunktes zu Ärirrgeu, dadurch MM Beispiel, daß die Sachverftändigenkommission als - eine EwanaLion der Reparationskommission vorgeschlagen wird, und die Frage ihrer Zusammensetzung offen gelassen werhen soll. Gm g l a n d n n L e r ft ü tz e offensichtlich Deutschland und eD.fei-ge» Wiß, daß P p i n e a r e in diese Falle stürzen werde..;,- \ v'4;.L trat s ä chi r-ch st m Q.u a i. d'O r s a h. vorHLsprochem« habe. Er.habe, .jchoch > Vorsüstsirngen erhoben gxgtzn die- ' Lung oeutscher Persö nl-ich keiterr',Ksetzten) Gebtetey, die in den letzten Tasten binch zösiisMr Besäßrur'gsbchörd'en' als Repressalie ^Men^^bie, t VevhaftttM eimgertz. ftanMischer StaaDÄWWW^'^ zWgtzouÄm'wowe. > '. ' . 4-;- :'V- \.$-a-d.. 4 » i