Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1592 (19.7.1923)
- Date
- 1923-07-19
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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*:T’n'T^""'1Y iwv?vr1 ,i Nx. 'M Wien, Donnerstag y Wretter MMkMUzMMK. 2"?i 19. Juli 1923 ' Seite St a m m k a P i t a l e rh öfr) it« g cn: .Britisch - Ungarische Bant! von 346 auf 520 Millionen.. Mereur Wechselstuben - A.-G. auf 200 Mlliowen, Allgemeine SßmxUomw, A.-G auf 100 Millionen, C^inner u. Co., Salamilfalbr-ik, A.-G. von 40 auf 1OO Millionen, M>g. Hol-industrie u. Han!dsls-2l.-iG. vowM auf 130 Millionen, Dr. Wander Nchrungsmittel-A.-G. von 25 auf 100 Millionen, Phoelbus Elektr.-<Un-temehmen A.-G. von 24 auf 80 Millionen, Roessemann-Kichnemann A.-G. von 11,5 auf 80 Mllionen, Telephonfaüriks-A.-G. auf 32,6' Millionen und KöräZücmtza-ei; Walidrndustrie -auf 23 Millionen. Reugründungen. Ufpester Detonwaven und Keramiische FckbrÄ' A.-G., 560 Millionen. Die „Pharm>acia", med.-chem. Faibrik wird mit' einem St-aMmAapiüal von 250 Millionen, die Döry KonsewenfaibviL (EigerMm dsr 'Fmnilien Döry, Zichy und Wenckheim) mnt einem ÄammLapttal von 12V Millionen in eine Mttengefellschaft nmgestaltet. Die Wiener Krediti'bankk errichtet mit einenr> SdarmnTaPtt-al von 1 Million GrMronen in Bü5üpeft' ein Druckereinntern'chmen. Bertallan Büchs er, gewese-- ner BörseMrMor der Ersten Untgarkfchen Gewevbobank, gvündet, von dem Bawchguse M. L. Herzog u: Co. kominanditiect, unter der Firma Büchler n. Co., Kmmnanldlt-Gesellschaft, ein Banllgefchäft. Me LloyÄban? hat unter Mitwirkung der Finna Speyer, EMss-om u. Co. in FranGuvt die Getreidc-K-chit-A.« G. gegründet, in deren Präftdium der chemalige Handels- < minister Baron Szterenyn delegiert wurde. i Vermi schte Nachrichten. Me feit bereits zweieinhcG Jahren währenide Liqu-isaiion der Budapester Mg. CleArizitäts-'A.-G., die in den Besitz der Kommune Aevgiirg, ist noch >immer nicht ibeendigt. Ws erstes greifbares Refrtttat des Cisopeler Hafen-battes ist zu verzeichnen, daß für die dort beschäftigten Aribeiter eine Koloniemit einstweilen 100 Häusern, entsteht. FÄr die zufolge Wdankens des GeneraldrveUors P ratz er freigewordene Stelle beim Giro- und Kasfeniverein soll der Ministerieckrat Mvdar Ba-ngar, bisher Leiter der KrediLsektion im RrMMNiimisterium, vorgeschlagen sein. Die Ung. Lcmdwirte-Gen-ossenscha!ft will behufs Besserung, bezw. Ergänzung des PieWcmdes Simmenthaler Stiere importieren und dafür Getrei>de, ungefähr einen . Waggon für jede« Stier, 'ausftilhren. Das Amsterdamer Haus W. Müller, mit dem in der verflossenen Kampagne bereits ein Mehligeschäft abgewickelt wurde, stellte der Regierung wieder einen Antrag, betreffend Placierung einer weiteren bedeutenden Mehlmenge, und machte sich e-rvöttg, als' Sicherstellung eine größere Summe Schweizer Fvcmiken M leisten; der Finanzmini,ster Kal lach hat sich die Entscheidung Vorbehalten. ' Die Landwirtschaftskammer des Gebietes jeirfeits der Heiß hat am 6. d. in Delbreczin eine WollaMion abgehalten, anläßlich 'deren das zum Ausbot, gelangte' Quäntum zum großen Teile — etwa 12 Waggons — in der Preislage zwischen 45OO - nnd'56OO K. -Msatz gründen hat. Auch die Budapester Aüktton vom-11. Jul! bat einen ansehnlichen-Erfolg.gezeitigt.; ■ LrchnbüveMtngen. Die Aussperrung.der Arbeiter der-Ungarischen Waggon- und Maschmenlfabviks-Tl.-G. Naab dauert noch fort. ' Die DabcvWbrÄ will znsolge ungiünstlgen Zuspruches cttowt 30 Prozent des Ärbeiterftcittdes entlassen. Me Angestellten der kon:- nnmalen Betriebe sind mit der ihnen jüngstz bowittigten ZOprozentigen MHöesserung nicht zufrieden, sondern fordern Erhöhung auf zwei Drittel dev Friedensparität. Im grafischen Gewerbe ist am 9. d. eine Lohnaufbesserung von 48,6 Prozent in Kraft gesetzt worden. Erhöhung der Stammeinlagen bei den Scheckkonten der Postsparkasse. Das Postsparkassenamt 'Verlautbart folgendes: Die Stammemlagen von 100 K. auf den Scheckkonten. des Postsparkafsenamtes entspricht mcht mehr dem Wer? der Krone nnd genügt nicht mehr zur Sicherstellung der vom Postsparkasseuamt periodisch ahzubuchenden, in der letzten Zeit erhöhten Gebühren. Infolgedessen ist das Postfpartassenanlt genötigt, die Stammeinlage ans 1OO.OOO K. zu erhöhen. Um jenen Sckjeckkontzoinhabern, welche ans ihrem.Scheckkonto nicht schon jetzt ein entsprechend hohes Guthaben zu halten pflegen, die Ergänzung der Stammeinlage ans obigen Betrag zu erleichtern, tritt die Erhöhung nicht sofort, sondern erst am 20. September 1923 in Kraft. Bon diesem Tage an haben daher die Scheckkontoinhaber ans ihren Konten ein ständiges Guthaben von J00.000 K. zu halten, über welches mit Scheck nicht verfügt werden darf. Neue Bestinnuungen, welche für das Rechtsverhältnis des Postsparkassenamtes zu seindn Kunden von Belang sind, werden in Hinkunft allgemein verbindlich in die „Wiener Zeitung". kunldgemacht und gegebenenfalls auch in der Tages- und Fachpresse Vervsseittlicht werden. lieber 'die im Scheckverkehr der'Postsparkasse zur Verrechnung gelangenden Gebühren stehen derzeit folgende Bestimmungen in Kraft: 1. Die Manipulationsgebühr wird bis aus tveiteres in den Preis der von den Kontoinhabern - bezogenen Drucksorten eingerechnet, fomit nicht besonders in Rechnung gestellt. 2. Provision inklusive Äpesenznfchlag: von jeder Lastschrift 1 Prounlle. Die Provisionsstnmne wird Vöv ihrer Slbschreibuirg vonr Konto auf volle Hunderter von Kronen aufgerundet. Bon der Provision vlerben jedoch wie bisher befreit die Lastschriften im Clearingverkehr, das sind die vom Konto abgeschriebenerr Rückzahlurrgen, die mittels Gutschrift auf ein anderes Postsparkassenscheckkonto übertragen werdeik, ferner die durch den Ankauf von Wertpapiewn und die als Gebühren zugunsten des Postsparkassenamtes abgeschriebeuen Beträge. 3. Jnkassogebnhr für Postanweisungen': 2OO K. für eine An-tveisung. 4. Spesenvergütung für v.eberweisungeit ins Ausland: 8 Promille unter Aufrundung des Betvages auf volle Hunderter von Kronen, Mirldestsatz 1OOO Kronen. 5. Das Postsparkasse «am t behält sich vor, für besondere, in seinen Goschäftsbestimmungen für den Scheckverkehr nicht vorgesehen: u Dienstleistungen sowie - für jeden durch ein Berschulder: des Kontoinhabers vemrsachter: Arbeits- und Mat-erialartswand den Ersatz der Kosten zu verlangen und diese von.den Scheckkorüen abzuschreiben. Die jetzigen Preise der Drucksorten' itn Scheckverkehr' sinb: Ein Erlagschein 1OO K., ein Scheckheft mit 60 Formularen' 14.OOO St., ein Bund Gesamtscheckverzeichnisse (26 Stück in ganzen Bogen für je 50 lleberweisungsposten oder 60 Stück in halben Bogen für je 20 AebevwetsüngöP osten) 10.000 K., 25 Stück 'ErlagschemvetAeich. niste 1OOO K., 60 Stück Briefumschläge zur . Einsendung der Schecks 8000 K., Bestimmungen für den Geschäftsverkchr 2000 Kronen. Höhere Siahlpreise in Amerika? Reuter meldet aus -New-Mvi, der Prälsiident der Stahlikooporatton Gary habe erklärt, daß. biNMN sechs Wochen die 'WboitsW-t in den Stahlwerken, von 12 auf ß Stunden hevckb>gesetzt werden würde. Hiermit würde eine Erhöhung der GtahlpwUse Hand in Hand gehen. Nü»e Vadttavorschviften in Sowjetrußland. Das Fmanz- LommissaMt erließ Ergänzende Borfchristen. betreffend Daüttavporationen. wodurch das Recht des Kaufes und BerEartses der auMndiischeir Waluta imd von m smurder Wähvimq Ms-' MMtzn Schecks und Wechseln allen stäMM Börisebchnchern. sowohl Persönlich Äs auch durch ihve von. den BövsenÄM'iteas M!ge,lassenen. Vertreter «und. Börsenmakler eittgeräumt - wird. Staatliche, komm-nnale und genossenschaftliche Unternehmungen, welche nicht Miliglieder^ der Fondsbörsen sind/ sind verpflichtet, vorher^ um die BeiwlNijgu.ug .rzum Kauf voir Valuten bei der VÄutakommissivn des FiMWkömmissarmte.s anzusuchen. . Der Preisentwicklungsprozeß in Sowjetrüßlaud. Im VeMleiiche zu den tterhältnisMäM hohen Le!bensmittelpvei:len in der Zeit der Hnngersnot im vevgangeuen FrüUahue Itvar. >dank der besseren Ernte int Sommer 1922, Me relattive Ansstleichuug 'der Presse für die Produkte der Landwirtschaft und der/ Industrie eingMeten. Seither wurde eine entgejgengDtz-te Bewegung >b?oibachtet.. Gegenüber dem Stande am 1. Svptember v. I. hob sich die allgemeine Aidexzifsör. gemäß offiziellen Angaben. im Laufe voü neun Mwnaten. bis 1. Juni d. um wuvd 16OO Prozent. Im besonde-ven ivertMerten sich die PMe Nr die Produkte der Landwirlschaft um durchi'chnMich 880 Prozent, während die Preise der iImdustrieprMlkte im Drrrchschnitt um 2080 Prozent stiegen. Dabei ist zu 'beachten, daß Während die Pveiszunahme bei verschiedenen landwirtschaftlichen Produkten Mgefähr die gleiche Äieb. die Preise hev 'Indilsirieprodutte eine, ganze Skala voü Venschiebllngen aufweisen. So verteuerten sich die chemischen Produkte um 1470 Prozent, die Baumaterialien um 1WO PvMNt. die Lederariibel - mn 1Ü5O Prozent. Kohle und Heizhol?; mn 1790 Prozent, die 'Papierwären um 2020 Prozent, die Textilwaren -um 2720- Prozent, die Metallwaren um 2960 Prozent. Wie man sieht, reichen die SchwankuMxen in der Pueisentwick-lung in den vevschiSden-en Ziveigen der' Industrie bis "an das Doppelte heran. Zur Erblärungrn derartig igewatti-ger Verschiebungen in der Preisentwicklung bann natürlich we.der der Niedergang -der. Sowsetvaluta. lioch die etwa variierende Nachfrage heran-gezogen werden, der letztere Umstand um so tveniger. als bei-spiielsweise bei >den Aietallerz-sugnissen, ^welche die höchste Berte-nemug aüsweiseri. nebst dem gewalttgen Niedergänge der MetallinÄ-strie, der erhöhten Nachfrage eine ständige Msa-tzkrise gegenübe-rsteht. Vielmehr kann an dieser -Verschiebnn'g in der' Preisentwicklung der Grad des Verfalles der e!n>zelmnMnd:tsttüez>we-i6e gsmessen werden.. Zuletzt ist zn,'b.smerKstti däß^^ He.offiziellen Angaben 'detrefftnd die Echöhung der Preise der 'ilandwirtschastlichen nnd der ^nda>str.ieprodnkte. durch Angaben der S-owsttpresie -widevlogt i thevischr, ^welche - auf Mv noch «tkrasfere -Disproportzipn -der Preisen-twickl'üng in den beiden Gruppen schließen lassen, «ls sie im Derhältniffe 850 zu- 3250 a-uSgedrückt wird, s s - 350 Millionen Goldrubel-Defizit der sowjetistischen Staatsbetriebe. Der VolMom-nlisfär für FinanKn Sokolmkov erstattete chn ' der Sitzung des Zentmlexe-kutivansschusses seinen Bericht über die Ausgaben der Sowjetregievung für Zwecke der verstaatlichten Industrie, welcher folgende interessante An-g-ckben euthält: -Die Leisilmgeic der Reigi-eiulug -an die Industrie zerfallen - in Bestellungen nnd Subsidien. Die Bestellungen. er? reichen in diesenr Bu-dgetführe -die Hohe von 600 bis SR Millio-nen- Goldrubel, in welchem Bewa-ge eine versteckte, über den Mlie-ferten Sachwert geleistete Mrte-rstütz-nng von 60 i bis 7-5 Millionen Gol-drubel enthalten ist. ÜebeMes leistet - dev Sowjetstaat an regulärer Uirterstütznng der Indnstvic 140 bis 160 Millionen Goldmbvl. Somit bcgicht die Sowj-etrog-iopnng von der verstaatlichten IndustrilL -Waren im Werte von 280 bis 278 Millionen Goldm-bel und leisttt a-n dieselbe. 190 bis '225 Millionen Goldm-bel über den Wert der bezogenen Ware' als Unterstiitzu'ng. Diesem De>fiz!:t der verstaatlichten Industrie steht das von Sokolnikov -mit 140 Millionen Goldrubel veramschl-agte Defizit der St-aatsbahnlvevwaltung^ zur «Seite. Industrie -und Eisenbahnen verrirsachen dein Sotv-jetsiaate i-m laufenden. Bndgetjahr-e ein Defizit von insgesamt mindestens 350 Millionen Goldvube'ln. ' . Unrichtige Ermittümg der Einnahmen der Bundesbahnen. Da die nntichiigen Anlg-aben über -die Einnahmen der Bahnen Anlaß' zu salschm Berechnungen -Mer ihre Rentabilität. >gegeben ha'ben.- wurde an die Eiseiibahnämter folgender .Erlaß gerichisL: „Die Ei nuahmeko-ntrollen -der Bundesbahndivektronen 'haben die ihnen Mregenden Arbeiten mit g r'osßst d r Genauigke-it durchznführen und «den Monatsausweis über die vorläufig' evmiitolten Bevlehrssinnahmen bis «spätestens -am 20.. des dem RechmiugAmonat nachfolgenden Monats a-N das Bnndesnr-i'nisiLviinm für Hartdel und Verkehr vorMegen. Der genauen imd richtigen Erfassung der vorläufigen Ver-kchrseimrähnten ist volle Änfntevks-amkmt zuznweitden, da bei pork-onvmenhen il-nstimMgbeiten und Fehlern die schuldtcagenden Organe str-e-n-gsteus zur Weranbwortuu-g gezogen werden müßten.- Di'e Bahnanntsvoristä'nide und deren Stellvertreter. wie auch hie Vorstände -der Einnahnrskoiitrollen" haben ihre Organe eingehendstzu belehven und die richtige Durch-fuhr-nwg dieser Anweisung unter pevsönlicher BerantwortuM zu überwachen." Tos bervovste-chcMte Eveigtvis - des gestrigen Wrsentages.wären die Bankenwerte, in Welchen sich ein über' alles Erwartest enomms Geschäft entwickelt hatte. Besonders Äredit-- altien, Dep-os-iten» Wiener Bankverein waren sehr stärk 'begehrt.. Bei den Kreditältien wrwde das lebhafte Geschäft - durch die Nachricht verursacht, daß diese BanE ihren Konzern.>in England bedeutend vergrößert habe und mit großen -eriglische-n Banken in engeren Ko-ntalt getreten sei. Dazu gesellte sich auch starke N-achsrage aus Deutschland, Budapest und Prag. M diese Umstände bdwirft-en, daß diases 'Papier um 38:000 Wher schloß als am Vortage. Allerdings ivar der. Kulisseinrsim -Verlause des Geschäftes noch wesentlich hoher getvesenj doch hatte sich dieser späterihist, infolge GewinnsicherstellunM),' rin wenigabgeschkvächt. '.Äem^BaBver-em ticmr die Erwägung Mgute, daß dieses Papier bisher im Verhältnis zu seiner finanziellen Potenz relativ vernachlässigt war. Es' stiegen infolgedessen die Aktien dieser- Bank um 36.000 K. Das Goschäft ist diesem Papier war so tobhaft,' daß es g-eramne Zeit dauerte, bis der erste Kurs in-diasem' Papier festgestellt werden konnte, zumal da der starken Nachftage nur geringes' Anbot gegenüberstand. Depositen waren aus Gerüchte über erfolgreiche Unternehmungen dieser Bank lebhaft begchrt und nur 17.000 Kronen höher. An der Nachbörse erzielt« dieses Papier weitere Steigcrimgen. Auch Angldbank profitierten- 50.000 K., Ung. 1 Kredit erlangten einen Vorsprung von 70.000 K., trotzdem Nachrichten übereinen niedrigeren Stand der ungarischen Krone Lirüangten, welche gewöhnlich eine schlechtere Beurteilung der Uttgarischen Papiere im Gefolge haben. Im -selben Vephältnisse der lebhaften Bewegung aus dem B-antenmarkie flaute das Interesse, auf dem Jndustriemarkte ab. In den AlpincaLtionett fanden Gewi-nnreaftsattonen statt und ermäßigten sich dieselben um 45.000 K. Krupp-Aktien büßten 13.000 Ä. ein, Rima ermäßigten sich um 21.000 K?,'Salgo um 146.000 Kronen. Hingegen bestand erhöhtes Interesse für Elcktvizitätsaktien, von denen A. E. G. 5000 K."und Siemens 9000 K. profitierten. Auch beide Hofherr-Aktien standen in Nach«ftage. J«m Schranken war das Geschäft gevinger als in den letzten Ta-gen und auf manchen Gebieten ergaben sich Knrseinbutzen. denen gegenüber jedoch wieder Steigerungen zu verzeichnen waren. Die Mtien der. SieglWokonwtiven wurden tvieder in größeren Pästen aus dem Markt genommen nnd notierten um. 54.000 K. höher. Auch einzelne Kohlen- und Maschinenfabriksakti'en wiesen Erhöhungen arrf. Von den Papierfabriken zeichneten sich Leykam durch eine Erhöhung um 100.000 K. aus.. Auf dem Pe-troleummarkte gewannen Karpa-ihenpetrolenm 40.000 K., Galizia 1,000.000 K. urw Sch-odnica 140.000 K. Der Ge-samtverkehr war bis zum Schluß Whig, Bankenäverte lagen andauernd fest. . B e z u g s r e ch t e: Bleckm-ann 19.000, Schoeller Stahl 19/800, Sierszaver Montan 116.000, Lehlcvnr 200.000, Tarbouche 110.000. Auf dem Anlagemar-kt waren österreichische Remen höher gehalten, dagegen verlor die ungarische Goldrente 2000 Punkte. . Von den Exoten notierten: Erdöl 82.000 bis 85.000, Jriag 305.000 bis 318.000, Schubert 21.000- bis 22.000, Tepege 160.000 bis 170.000, Universale 30.000 bis 33.000, Waffen 20.000. Börse für landwirtschMWe Vndukte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzettu-ng".) Die günstigen Meldungen über die fortschreitende, Erntt hoben eine Absch'wächung der'Tendenz bew.irkt, die indes in den Preisen nicht recht zum Ausdruck gelangt, da die Marktbeschickung unter dem Umstande leidet,-daß die Landwirtschaft derzeit mit Feldarbeiten überhäuft ist. Von den auswärtigen - Meldungen sei erwähnt, daß die jugoslawischen Forderungen erhöht sind, da sich dort'im Lande vermehrter Lokalbedarf zeigt. - Für Roggen spricht sich -die Tendenz ruhiger ans. Für Gerste neuer Ernte zeigt nunmehr auch . der Konsum Interesse, allerdings waren vorläufig Konfumabschlüsse nicht zu verzeichnen, da' die verlangten Forderungen nicht dnrchgeseht wurden. Mais ist preishaltend. Hafer tendiert gleichfalls ruhiger, sowohl Handel )t>i« Konsum besorgten in der letzten Zeit größere Einkäufe und bekunde:: nunmehr sehr verringertes Begehr. Von Hülsestsrüchtest sind Bohntzn- und Saaterbsen sehr gesucht, besonders letztere fehlen aus dem Markte. Die Rauhfntterpveise zeigen stabilen Stand bei sehr bescheidenen Umsätzen. Für Mehl zeigt sich sehr ivenig Interesse, da man mit den vermehrten Ankünften in nervem Getreide auch auf eine Verbilligung der Mehlpreise hofft. Der Konsum deckt den notwendigsten Bedarf und stehen in Weizen- und B'rötmehlen vorläufig unveränderte Preise in Geltung. Es notieren pro Kilogramm stb' Wien (exklusive der Pauschalwarenumsatzsteuer): Weizen inländischer 3550 bis 3660 K., Manitoba 4100 bis 4200 K., Roggen inländischer alter oder neuer 72/74 Kilogramm 2500 bis 2600 K., Gerste inländische 2750 bis 2850 K., Futtergerste 2400 bis 2500 K., JugomaiS 2775 bis 2875 K., Cinqnantin-3400 bis 3500 K., Hafer 3000 SiS 3100 K., Reis italienischer 7200 vis 7400'K.,' Burma 5100 bis 5250 K., Bruchreis.4200 bis 4900 K., Hirse 2750 Lid 2850 K., Mohn 14.500 bis 15.200 K., Weißbühnen ungarische 4300 bis 4600 K., Braunbohnen 3800 bis 4200 K., Buntbohuen 3000 bis 3400 K., Langbohnen 6200 bis 6400 K.,. Wachtelbohnen 4200 bis 4600 K., Futterbohnen 2000 bis 2300. K., KocherLsen inlänische 8000 bis 5500 K., Großlinsen rumänische oder russische 11.000 bis 12.000 K., Kartoffeln inländische neu weiß 1600 Vis 1100 K., Rosen--960 vis 1000 K., italienische 1200 vis 1300 K., Zwiebeln Makoer neu 1400 vis. 1500 K., Nüsse rumänische 16 bis 20 Lei, Aialz rumänisches 4300 bis 4400 - K., Malzkeime 1700 bis 1800 K., ' Biertrebern 1450 bis 1550 K., Wicke 2600 bis 3100 K., Zuckerrübenschnktten entlaubt 1600 bis 1700 K.. Leinsaat 4200 bis 4500 K., Hanssaat-5300 bis 5600 K., Reskuchen 2600 bis 2800 K., Herr neu lose 1000 bis 1100, K.,, alt gepreßt 1700 bis 1800 K. ab Station, Schanbstroh lose 1200 bis 1250 K., gepreßt 1300 bis 1350 K. ab Station, Weizengrieß inländischer 6400 bis 6500 K., Weizemnehl Nuller inländisches 5900 bis 6000 5k., ungarisches 5300 bis 5500 K. (2.45 bis 2.55 tschech. K.), Brotmehl inländisches In 4600 bis 4700 K., Futterurehl ln 2200 bis 2300 K., Roggemnehl inländisches!» 4200 bis 4300 K., tschecho-slowakisches ' 1.60^ bis 1.70 tschech. St., Weizenkleie 1250 bis 1325 5?., Roggenkleie 1275 bis 1325 K. (Eigenvemcht der „Wteuer Morgeuzettung".) Der Verkehr an der - gestrigen Holzbörse nahm einen hochsommermäßigen ruhigen Charakter an und von Llbschlüssen wurde nur ein exekutiver Verkauf in Brennholz weich trocken zu 3,750.000 K. bekannt. Sonst wurden a u s g e b o t e n von N a d e l h o l z- S ch n i k t m a t e r i a l 8 bis 9 Millimeter Spaltware von 18 bis 32 Zentimeter zu 950.000 K. ab.'Wien,' 13 Millimeter- Bretter von 18 bis 32 Zentimeter zu 700.000 K. ab niederösterreichischer Station, 20 Millimeter-Bretter von 18 bis 39 Zentimeter zu 650.000 K. ab niederösterreichischer Station, Lärche- Pfosten 52 Milliineter zu 520.000 K., Staffel (Fensterholz) 5/5 5/8 zu 550.000 K. beide Posten ab niederösterreichischer Station, von- L a u b h o l z - R u n d h o k z Erle von 25 Zentimeter aufwärts zu 550.000 K. ab Wien,- - von Laubholz» S ch n i t tun a t e r i a l Eschen-Pfosten 26 bis 80 Milltmeler zu 1,-100.000 K. ab niederösterreichischer Station, Ulme (Rüste', 26/105 Millimeter in Seiten zu 900.000 K. aboberösterreichischer Statton, Weißbuche slawonische 26/100 Millimeter zü 1,800.000 K. ab Men, Büche Scheiter Schlägerung 1922 zu 3,050.000 K. ab Marchegg, Brennholz trönen ft: 2,900.000-K. ab uiederöster- Statton, Erlenschester weich gemischt zu 2,600:000 K. ab Marchegg. Föhren-Prügel M ä. ab Riarcheaa i