Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1591 (18.7.1923)
- Date
- 1923-07-18
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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x ■?, ■*%■ I : ©eite 10 Wie», Mittwoch Wiener Morgenzeitung« 18. Juli 1923 Nr. 1691 Mfer seiner Mitglieder: konnte er jedoch rasch vorlväris roan-men. J^-v-Wen wurde -das bis dahvn durch den Krieg völlig zerrüttet gÄoordene Sportleben wieder in« reguläre Bahnen gebracht. Im Jahr« 1920 fand bereits der erste Meister- , schafft Ave ttbüwMb statt, an idem auch unter anderen Makkabi als - emziger indischer Verein teilnahm. Nach einem beispiellosen GieaeÄaus wunde Makkabi erster Meister der Bukowina. Nun hatte Makkabi schwere Krisen durchzuinachen. die durch Spiclerabpängc nud innere Deromsschwierigkeiten beiwirkr wurden. Leider blttb dies nicht ohne Einwirkung ans seine sportliche Entwicklung. Es tarn rinn ein Rückschlag, der sich nach einer,n Jahre ine Verlust der schwer errungenen Meistrvschafft äußerte. Irr dieser Verfassung be'kanren wir die Wiener Ha'koah zu Gaste, die sMstvmtändlich auch gegen Makkabi anrrat. Es war kein Zweifel, daß Makkabi unterliegen mußte. 10:0 war das Ergobnis, das, die Ha'koah mit Leichtigkeit erziel:e. Das Propagandaffpiel, das die Hcrkoah vorfnhrte, hatte «eine Wirkung nicht verfehlt. Makkabi, das von dicstm Spiel viel erlernte, konnte sich in kurzer Zeit rehabilitieren. Nun wurde er vom Gros der jüdischen Bevölkerung unterstützt, das erst durch das von der Wiener Ha'koah vorgeführte Prachtspitt für den Fnßballsport gewonnen wurde. MMabi machte rasche Fortschritte und wurde in verhältnismäßig kurzer Zeit nicht nur die beste jüdische, sondern eine der besten Mar.wschafwn des ganzen Landes. Er wird von -der Iudenschafft tatkräftig untersindliche Niederlage IbeizribriNMN. .Iedenffalls bevschtigt Makkabi gegenlvärtig zu den besten Hoffmmgen, denn der bis setzt schwache Sttwm ist nicht nnevheMch durch die^WieM Hakoahrrer Kligler nnd Dickler,^ die sich beide in Czernowitz niedergelassen haben, verstärkt worden. Der glänzenden Verteidigung steht nun ein'herMcher Sturm Mr Seite. Qbff-ektiv kar.n Makkabi als der stärkte Bnkowinaer Sporttlub bMlchnet werden. Zum Schlüsse soll der jüngst stattgefnndene Besuch des spielstarken Krakauer Makkabi nicht unerwähnt bleibend Starkes Rvgenwetter hinderte die Ilnsrigen, ans dein ungewohnten, schlammigen Boden an der .Entfaltung 'ihrer Kräfte und sc. ging das Spiel, das ohne Kligler bestritten wawde. 4 :0 (1:0), verloren. Das Retourspiel gestaltete Makkabi schon glücklicher, NlNterlag aber trotzdem, diesmal aber unverdient. mit 1 :0 (0:0). Ein unentschiedenes Ergebnis hätte dom Spielverlauf am ehesten entsprochen. Hiebei vergctb Makkabi einen Elfm'eterstoß. Große Bewunderung erregt^ bei den Krakauern unsere Verteidigung, bei der der rechte Back, Blum, der seit der Gründung bei Makkäbi spielt, wie immer auch diesncal Hervorragendes leistete. . Wieder soll die Hakoah zu uns kommen. Wir steihen zuversichtlich da. denn. wir sind überzeugt, daß Makkabi jetzt in der Lage ist. den Bnkowmacr Sport im allgenmnon und den jüdischen im besonderen würdig zu vertreten. Mordechai den Jakob. Ergebnisse: Gegen Edda (komb.) v:0, Cavnunttrm Res. 4:4. Helvetia Res. 1:0, Biiktoria 20 Res. 3:1. Letzten Sonntag spielte stützt. Mehrere teuisend Mitglieder bilden das Rückgrat Vereines. Neben der Fußballsektion gibt es noch andere Sek- 'Äonen, die sich ans allen Gebieten'des Sport- und Turnwesens erfolgreich betätigen. Alljährlich legen sie in öffentlichen Sportfesten Zeugnis von ihren Fortschritten ab. Ip vielen öffentlichen Prolsveranstältungen waren es die Makkabäer, die in mannigfacher. Krn'k>nrreu-;en erste Preise errangen. Biel zum Erstarken des Makkabi trug auch der Umstand bei. daß er Men eigenen Sportplatz bekam, zu dessen Ankauf fast alle Kreise der hierortigen Iudenischafft beisteuerten. Neben der physischen Ausbildung blei'bt auch die geistige nicht unberücksichtigt. Der Verein, der auf seiner ersten Gemralversammsuu-g das Baseler Programm annahm, ist rein zionistisch und ist die Eichung, die die Mitglieder genießen, eine dementsprechende. Im Jahre 1922 büs achte uns, über Einladung einiger Geffinnungsgenossien, noch vrnmal die Wiener Hakoah. Sie hatte Gelegenheit, sich hiervon zu überzeugen, daß ihre Bestrebungen um ihren Bruderverein nicht vergebens waren. Abermals trat sie den Unsrigen im Fußballspiel gegenüber. Durch «das wuchtige Tempo der Wiener konnten sich die Unsrigen nicht MrechtflUden. Mit 8 :0 muß Makkabi die Seiten wechseln. Nun aber sinder sich Makkabi wieder zurecht und gibt jetzt bei einem herrlichen ZusammensPiÄ aller seiner 'Spieler einen ebenbürtigen, zeitweilig sogar überlegenen Gegner ab. Mit -schwerer MHe konnte die Hakoah, die in ihrer normalen Aufstellung spielte^ das Spiel, das scharf, aber fair gespielt wurde, offen gestalten. Den zwei prachtvollen Toren des Makkabi kann Hakoah in dieser Halbzeit mit schwerer Mühe ein einziges gegenüber stellen. Makkabi hatte einen Ehrentag und erzielte unter allen Vereinen, die der Hakoah gegenübertraten, das beste Ergebnis. Seitdem befindet sich Makkabi in stetem Aufschwung. Es ist ihm leider noch nicht gelungen,. die verlorene Meisterschaft wieder M erlangen und steht er jetzt an zweiter Stelle in -der ersten Klasse. (Durch einen einzigen Punkt verlor Makkabi die Meiste rschafft.) Uebrigens ist Makkabi dir einige Mannschaft, der es gelang, dem Spitzenersten eine emp Die Nouernteilung der zweiten Klaffe. Die Vereine der Oveiten Klasse erfuhren, für die Meisterschaft 1923—24 solgendo Neuoirteilung: Gruppe Nord: Floridsdorser A. C., W. A. C., Siurnl 07, Straßen'bahner, Donaustadt, Gersthof, Red Star, Sturm 14, Nußdövfer * A. C., Donau, Iedlersdors, MeiÄl. SP. Fr. — Gruppe Süd: Rudolsshügel, Beweguu^sfpieler, Germania, Bewegung 20, Neubau, Cvicketerf Phönizia, Sporbfreunde, Srmmeringer SpobtveveiuiMng, Vorwärts 10, International, Vorwärts 11. Baümg. Hakoah—Wr. Sportvereinigung 3:1 (1:0). Die Baumg. Hakoah, die ihr letztes Spiel vor ihrer Abfahrt nach Deutschland und in die Schweiz -absolvierte, befand sich in glänzender Verfassung; sie konnte ihren Gegner, der in der vierten Klasse in der Spitzengruppe placiert ist, einwandfrei besiegen. Der Gegner stellte die körperlich stärkere Mannschaft ins Feld, war aber dem Kombinationsspiel der Baumgartner nicht Mvachsen. So lange noch Pichler (Ostmark). bei den Unterlegenen in der Verteidigung spielte, kamen di« Stürmer der Baumg. Hakoah über die Verteidigung nur selten hinweg. In der zweiten Spielhälfte ging Pichler in den Sturm vor, wodurch erst das Kombinationsspiel der Hakoahner zur Geltung kam; sie sicherten sich durch zwei effektvolle Treffer den Sieg. Der beste Mann der Sieger war der Ersatzmann Ballner am linken Flügel, der auch ein Prachttor erhielte. , Die beiden anderen schossen Landwchr uüd Bock, für die Unterlegenen war Pichler- (Ostmark) erfolgreich. Hcckoah trat in folgender Ausstellung an: Kurz; Prinz, Tröster; Landwchr, Bock, Halpern; Schulz, Tabak, Herffterfer, Fischer, Ballner. — Reserven 3:3, Jungmannschaft 3:4. Vöslauer S. T—W. F. B. 5:2 (3:1). Beide Mannschaften lieferten ein aufopferndes Spiel. Schlesinger erzielt für V. S. T. die Führung. Bald' darauf stellt Pvpekk den Stand aus 2:0. Durch ein Eigentor gelangen die Böslauer zu ihrem dritten Treffer. Knapp vor Halbzeit wird W. F. V. ein Elser zugesprochen, der von Brodi sicher geschaffen wird. Nach Seitenwechsel nützt Heller einen krassen Fehler der Vöslauer Verteidigung aus und verringert den Vorsprung. Horwitz stellt mit einem überraschend, ans 95 Meter abgegebenen Schuß auf 4:2. Einige Minuten vor Schiluß rafft stch Schlesinger zu einem Sol-odurchbruch auf und stellt das Endergchnis her. Alle Versuche des W.- F. V., noch einen Treffer auMholen, Magen fehl. Der S. C. Hagrbor besitzt-eme Reservemannschaft, welche seit der Gründung des Vereines (eine Fusionierung Moviatz- Achim) noch ungeschlagen ist. Sie erzielt« bis jetzt folgende Mayer,, ein verdieMvolles Mitglied des S. C. Bar Kochba, verläßt morgen Wien, um nach Amerika zu übersiedeln. Der Verein dankt Ml auf diesem Wege für seine aufopfernde, Tätigkeit. . Boxen. Die heutigen Boxkämpfe. In der Olympia-Arena im Prater um halb 8 Uhr'abends. Nach einer Pause vor: einigen Wochen ist Wien wi-eder der Schauplatz von BevllssffauMmpfeu. Trotzdem die ganz großen Kanomn, für die doch niemals ein geeigneter Gegner -aüfzutteiben war, ifchlelr, sind bei der Mten Masse aller TeÄ-- u-chmer und der geschickten Zuisanmkenstelktng der einzelnen Paare spannende Känipfe m erwarten. Den ersten Gang büst-roitell irnser Federgckvichismeister Hollek imd der hauipvsächlich in Berlin tätige Negerboxer Iohnsorl. Die Vorzüge Holleks sind beiöauut. Ob -der kleine, tapfere Kerl gewürnt^oder verliert, sein Mlevschücterlicher Mllt und ehelicher Ka-mpswille bleilben sich illrmer gleich und haben ihn:, in Beribiu-dung mit seiner ausgezeichnsten Technik int In- und Ausland, große BÄiebtheit verschaffst. Johnson blickt aus eine Reihe schöner Erfolge zurück und känchfl« mit Sasse, gegen den Hollek unterlag, ohrte Entscheidung. Der nächste Kampf wird von zwei Ausländern bestritten. Rhönisch, der deutsche Mavinemeister, ist durch feinen Sieg über Wesselitsch in Wien gut bekannt. Sein Gegner, der tschechische Mttelgiäwichtsmeister Shkora. ist, wie alle Schüler JaheMs, ein Mann von großer Härte und gilt als einer der tüchtigstett Faustkämpfer seines Landes. Hanna, der österreichische Abeister im Weltergewicht. trW in Runge (Berlin) aus ei.-en zumindest gleichwertigen Gegner. Der Wiener kämpfte bweits mit schönem Erifolg gegen gute deutsche Boxer seiner Gewichtsklasse und hat Leute, wie Klingensteiner und Hönscherle, auf seinem Rekord. Rnnge wird in Deutschland s>chr hoch eingeschäht und gilt als glänzender Techniker, so daß^ alle Bomussetzungen für einen schönen Kampf. gegeiben erscheinen. Der österreichische Meister im Mittelgewicht, Wesselitsch, tritt dem Tschechen Hermann Czirolnik mit Revanchegelüsten entgegen, da er von diesem .Gegner'vor Jahresfrist entscheidend aeschlagen ivuvde. Es ist aber sehr fraglich, ob es ihm heute bester ergchen wird, da Wrolwik außewrdntlich energisch und hart ist, und -üb.ndieS ber Sabvi Mahir eine gute Schule durchmachte. Da Wesse- 'lrtffch bei seinen letzten Kämpfen ke-ine besondere Förin bewieL scheint^ein neuerlicher Sieg Ezirolniks wahrscheinlich zu sein Den Abschluß, des Abends bildet eine 'Iru-Iirsu-Vor-- fführung des Europameisters Curleh und seiner zwei Assistenten Pock u nd Smi ch. Ans den Vereinen. H a g i ib o r. Es ist unserem Verein gelungen, den Feuer. Wchr-Platz für einmal in der Woche zum Training gu gewiniren. Es ist Pflicht aller Spieler der ersten und Wertelt Mann« schafft, pünktlich beim Training zu erscheinen. Dieffe Woche findet oas Training am Donnerstag ab 3 Uhr statt. Die Leitung hat ein ersMassiger Fußballer innc, seinen Tlnordnungen haben sich sämtliche - Spieler zu fügen. Requisiten am Platze. S. C. Lloyd. Heute um 8 Uhr AusschuMtz-UM im Eafe n Preitensteiner, 2. BeZ., Nordbahn strafe 56. Alle^ Ausschuß- Mitglieder werden um pünktliches Erscheinen ersucht. MMSMMMM Theater von heute Wlr.HaMmeriDicIe: Haben Sie nichts zu verzollen? — Die Geheimnisse von Paris Neue Wiener Lüffu«: Amor in Nikolsburg - beusittsnce-Lüdyer Abenteuer in MarKko Wr.ffvmöüienysurr Die Maschinensti'mner stslwma.rstesler: Vierzehn Tage Arrest Surltdester: Die Entlassung cyester an üer Wien: Die Bacchusnacht Wr. Surgertfteaterr Drei anne Teufel Wr. Ztsckttffester: Ein Jahr ohne Liebe H&OllOtbeattf: Gastspiel der Erlbühne: Der Ehestteik Vergnügungspark: Internationale Damenckämpfe, Völkerschau, Volksbelusttgungen Berliner Lunapark, Militärkonzerte J*S Boxvom Armiere!-«. Berlags- H Attiengesellschaft Sanas Eteinman« WIEN I.. GRABEN 30. AMERIKA KANADA Meraimmt alle Srallarbetten Prompte Liesertmg auch bei Mllssenlmflasen / BMsfte Preise Äezialabteilung für aüe Sprachen > sowie fSt den Lrnck von Lasrozeitungen, Wochenschriften nnd FachUSttern / Busiando- »ad WWIW IHfv)™ und mtter Samntte «iE dmmg die Snndschaft betztchen Lelephon 1MS1 nnd SmfM geaeit 50.000 Kronen wöchentliche Raten ohne Anzahluug. Ottomanen, Diwane, Matratzen, Einsätze, SchlassauteuilS, Messtnabetten und Eisenniöbel, Kinderbetten, Kinderwagen, nur Leim »enger, Wiens letftnngSfähtyste Wtt» üromobel Schreibmaschinen s Leop. Steiiiliart Wien, I., Biberstrasse 9 Tel. 74-1-67. 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