Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-07-12 · Heft 1585 (12.7.1923) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1585 (12.7.1923)
Date
1923-07-12
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980666--15391-3002213
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Wmt , Donnerstag Hr, M_ -Mpolitischen.Beschwerden gezogen.Haben, erklärt sich zürn Teil durch die zufällige Rechenfolg« dev Vevtrags-- vechandlmvgen, zmn Derl ärrch, die Bestimmungen des Art. 17 des FrredenSvertvages von Saint-Germain en Lcche.. Nach Artikel 17 des Vertrages ift die tschechoslowakische RePuVlik verpflichtet, den alliierten und asso- Knerten Mächten durch fünf Jahre von der RatWevrng des Fviedensvertvages an gerechnet aus zollpolitischsm Gebiet die gleichen Begünstigungen zuzugestchen, wie irgendome der Mächte, mit der sich die. aMerten und assoziierten Mächte im Kriegszustand befanden. Da die Dschecho-Slowakei Deutschland die zollpolitische Meistbegünstigung emgeräumt hat, muß sie diese vorläufig den alliierten und assoziierten Staaten gleichfalls gewähren, auch wenn diese.die Dschecho-Slowakei nicht auf dem Fuße der Meistbegünstigung behandeln. Es ist Aar,- daß diese Bestimmung für Frankreich und Belgien die Gefahren bedeutend vermindert, die sich für diese Staaten aus - dem Mangel eines Handelsvertrages mit der Dschecho-Slowaker ergeben konnten. Angesichts der Schwierigkeiten, die sich Der Regelung unserer handelspolitischen Bezichrmgen zum Ausland entgegenftellen, ist von der Presse und zum Teil von der Industrie selbstdie-Parole gegeben worden, lieber ein Vertrags loser Zustand als' Verträge, die unseren Interessen nicht genügend entsprechen. Es wäre aber durchaus verfehlt, durch Heraufbeschtvörung von Zollkriegen das handelspolitische Verhältnis zwischen der Ttschecho-Glolvakei und den für den Absatz ihrer Produkte ip Betracht kommenden Staaten noch mehr zu verbittern. Die Aufgabe unserer Unterhändler mutz es vielmehr fein, durch entgegenkommende Haltung die Verstimmungen zu beseitigen, die durch unsere prohibitive Handelspolitik hervorgerufen wurden und hierdurch den Boden sür den Abschluß eines Systems von Tarifverträgen zu ebnen. In der Zollfrage wird vielfach einweitgehendes Entgegenkommen gegenüber dem Ausland erforderlich sein. Wenn auch die großen Schwierigkeiten der industriellen Produktion in der Dschecho-Slowcckei nicht unterschätzt werden können, sö steht doch die Tatsache fest, daß infolge des Anstieges unserer Währung die Zölle in den wichtigsten Positionen das Mer- und Fünffache der Goldparität, erreicht haben, ein Ausmaß des Zollschutzes, das gegenüber den Ländern mit guter oder wertbeständiger Valuta in der Regel wohl nicht zu rechtfertigen ist. . Völlig verfehlt wäre es, im gegenwärtigen Zeitpunkt wesentliche Zollennäßigungen auf autonomem Wege durchzuführen, wie dies von agrarischer Seite verlangt wird, ohne die . Handelsverträge abwarten zu wollen. Die Handelspolitik der tfchecho-stowMschen Republik steht, vor folgenschweren Entscheidungen. Die. Staatsverwaltung und die Interessenten selbst haben die Schicksalsfrage zu beantworten, ob sich die tschecho-slowMsche Industrie auf den Jnlandsmarkt beschränken oder weiterhin den Kampf um ihre Position aus dem Weltmarkt führen soll. Ist die tschecho-sioiwakische Industrie entschlossen, auch in. Hinkunft ihren Platz in der Welt zu behaupten, dann ist eine Amkehr in unserer Handelspolitik unvermeidlich. Sache der Staatsverwaltung wird es sein, durch eine vernünftige Steuer- und Handelspolitik die Lasten der heimischen Erzeugung in erträglichen Grenzen zu erhalten unw unserer. Industrie den Wettbewerb auf dem heimischen Markt auch dann zu ermöglichen, wenn die heutigen Barrieren der Einfuhrverbote und übertriebenen Schutzzölle gefallen sind. („Prager Presse.") Auftro-HoMMsche Bank. Unter Führung des ,ß t a f a" Kreditinstitutes für öffentliche Angestellte haben sich die. Gewerbe- -und Handelsbank, r. G. m. S. H., in Magenfurt, der Verband der gelwerblichen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften für Steiermark und Kärnten in Graz, die Handels- und GüwerbeTassa in Leoiben und die Genossenschaftsbank w Hans mit bedeutenden Beträgen an der Anstro-Hol ländischen Bank beteiligt. Die eigenen Mittel der Bank betragen nunmehr neun Milliarden. Irr der VerivaltungAvatHtzung vom 10. Juli' d. I. wurden als Vertrauensmänner der genannten Kreditgenossenschaften die Herren Direktor Meinrad Natmeßnig (Kvagenfurt), Direktor Anton Krebs (Graz), 'Direktor Stephan Hell (Leoben) und Johann Dorrer (Haus) m die Verwaltung kooptiert. (Entgeltlich.) »Wag" 8«termtr>male Petraleumintmstrie A. «. Wiener stfloMerlzettMy. 12. Mb 1923 TeAk ,,M i nk a"' in Mmkowka, ltS> egi« u", „W aw e l"), ferner 50 Prozent der Grube ,-Eapelila" in Borhslaw usw., sowie 'eine Reche anderer Petroleumohjekte erworben. . .' Die bisher gestchrten Förderung^ -und Bohrbetviebe werden fortgesetzt uüd drei neue Bohrungen angelegt werden. Die Erwerbung einiger produktiver Schächte sicht nn-msttelbar bevor. (Entgeltlich.) - Die revlsevvreise. Gestern hat sich in Zürich.die Reichsmark ein wenig im Preis« gehoben und notiert 0.0023 gegen 0.0021 am Vortag. Auch der französisch« Franken Wies eine Besserung von 86.90 auf 84.30 auf. Hingegen ebmaßigt« sich die tsche ch i s ch e Krone von 17.4280 auf 17.3250, die polnische Mark von 0.0045 auf 0.0040, ferner gingen die österreichische gestempelte Krone und Zahlung Wien um eine Kleinigkeit 'zurück. .Erster« notiert 0.0082 (geigen 0.008250), letztere 0.008180 (gegen 0.0082)'. . . v Angeachtet der leichten Besserung der Reschsmark-in Zürich zogen die fremden ZahlungAmittel in'Berlirtim Preise wieder an. So erhöhte sich die Devise New-Pork. von 186.003 auf 186.532, die Devise London voll 847.875 aus 857.850, die Devise Paris von 10.97250 auf 11.132, die Dev-is e W ien von 263.34 aus 266.33. Im gestrigen Wiener Clearing besserte sich die Reichsmark von 20.60 auf 26 Heller, das englische Pfund von 380300 auf 331:700, di« tschechische Krone von 2116 auf 2117 und die -polnisch c Mark von 37 auf' 45 Heller. Auch der französische Franken erfuhr eine Erhöhung von 4M8 ans 4126. ' . Nachstehend die offiziellen Notierungen: Glearlcgknrse der Österreichischen Natlonaliiank vom 11. Juli 1923. Am 16. Juni d. I. fand in den Räumen der Holländischen Bank die konstituierende GeneraÜverjsamMlun'g der „Jpiag" Internationale PeüroliWMlindust-vie A.-G. mit einem Mtienkapital von Nominale 250,000.000 Kronen statt. In die Verwaltung der Gesellschaft wurden gewählt: Karl (Baron) Pitner, ehem. Gouverneur der Landesbank für Bosnien und Herzegowina, zum Präsidenten, Gehüimer Kommerzienrat Oskar Po aller, Großgrundbesitzer, zum Vizepräsidenten; Ernst Bo schon, Industrieller, Ludwig Breth, Direktor der Ländevbank, Prag, i. P., Julius Robert Faleoner, Geologe in London, Regierungsrat Liberi Friesz, Präsident des ,Mafa"?Kvedit>institute8, KmnmerAalrat Doktor Friedrich' Kindl er, Dr. Maximilian Po aller, Rechtsanwalt in Wien, Hofrat Dr. Rolbert Trnxa, Generaldirektor der „Staf< A.°G. In der außerordentlichen Generalversammlung vom 7. Juli d. I.' hat die Gesellschaft Mein der „Glarus" Erd- Mwerke A.-G. in der Schweiz in: Nour-rualwerte dort 1,200 000 Schweizer Franken^ (in deren 'Besitz sind u. a. die Gruben Kurs vom 10. Jnl Geld Ware Geld Ward 27800.— 732.- 732.- 0.23 3356.— 7.45 346,- 11220.— 12520.— 323Ö0C.- 9970.- 2986.- 71185.- 4M8.- 2143;— 654.- 18430.— 0.49 12205.- 4 27730,— 27800.- 27700.- 6 738.- 742.— .728.— 8 738.— 742.— 728.- 8 0,27 0,29 0.21 4'!- 3414.- 3426.- 3344.- 6 7.35 7,45 7.35 6 354.- 356.- 344.- 5 ' 1128a.- 11320.- 11180,- 5 um— 11320,- 12180,- 3 323500.- 324500,—322000, — 8'/t 9930.- 10020.- 9930.— 6 3044.- 3056.- 2974.- 4 70935,- 71185,- 70935.- 5 4(32.— 4198.-r- 4102.- 5 2135.- 2145.— 2133.- IHt > 628.- , 632.- ' 652;— 4> 18570.- 18630,- 18370.- 6 0.53 0.55 0.47 3 12295.- 12345.- 12155,— 70560,— 70960.- 70550.- 70950.- 70460.— 70860.- 70460.— 70860.- 3375,- 3405.- •3305,- 3335.- 606,— .614.- 630.- 638.- rn- 5847- 010.— 618.- 12140,— 12220.- 12040. - 12120.— 0.23 0.32 0.20'/, 0.26'/, 321700,— 323300.- 320200.- 321800.- 321500.— 323100.— 320000.- 321600,- 41?5,— 4155.- 4055.— 4085.- 275ha.— 27700,— 27500.— 27700.- 3010,— 3030.- 2940.— 2950.- 2990.— 3010.— 2920. — 2940.- 729.- 735.- 719.- 725.- 721,— 737.- 711.— 717.- 11150.- 11230.- 11050.- 11130.- 0,45 0.51 0.37 0.43 0.40 0.46 0.32 0.38 363.- 367.- 353.- 357.- 343.- 347.- 333.- 338,- —•— 183-jo!- 18460*,- 1816t/.— 1826o!- 12180.- 12260.- 12040;— 12120.- 9850,— 9940.- 9810.- / 9890.- 2117.- 2133.- 2115.— 2131.— 2112.- 2125.- 2110.- 2126.— 5.10 5.30 5.10 5.30 5.05 5.25 Tlöü 1.25 Devisett (Schecks und Aus- Zinszahlungen) iuß Amsterdam f. 1 holl. Gulden Agram 1 fug. Kronen . . . Leigrad 1 Dinar . Berlin I deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs , Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei ...... Christfanta 1 nörweg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Kronor London 1 Pfund Sterling . . Madrid 1 Pesetas ..... Mailand 1 Lire ...... New York 1 Dollar. Paris 1 Francs ...... Prag 1 tschecho-s1ow, Kronen Sofia 1 Lewa ...... Stockholm 1 schiiredlscheKronor Warschau 1 polnische Mark . Zürich 1 schweizerische Francs Nöten Amerika», fjoten v, 5 Dollar auiw, n * kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs. . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva , ' » » » 100 ff'' i" ff ff kleinere, .... Dünlsche Noten 100 Kroner » , Deutsche Noten zu 1000 Mark, , * » » 100 » . . . . . kleinere.... Engl. Noten von 5 Livresf. auhv, » ff kleinere. Französische Noten 100 Francs , Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufvv. . „ kleinere . . . Jugosl. Noten ungest, zu 1000 Dinar ff ff » ff 100 ff » , ff kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 200 Mark autw, » „ kleinere.... Rumänische Noten zulOOOu. 500Lei » » kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel » » » * 100 » ». * « kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs, Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.1000 aufw, „ „ kleinere Ungar. Noten (neue Em.) zu lOOOKr. , , zu 10.000 Kr, ... , kleinere , . Keine weitere Diskonkrhdhmg in Deutschland. Berlin, 11. IM. Wie die „Bossische Zeitung" mitteilt, hat das ReiehsbanVdirMorinM'auf den Rat des Zentralausschusses von einer Diskonterhöhung Mstand genommen. Eine Mstmlmung' des Zentralausjschnsses habe . ergeben, daß alle Mitglieder, mit Ausnahme einer einzigen Stimme, gegen die ■ Erhöhung des Diskonts sind. Das. Reichsbankdirektorinm faßte hierauf dm B>eschlnß, von einer Erhöhung abzuschen. Anslandskredit und Ungarkroue. „Pester Lloyd" befaßt sich in einem Artikel mit der Kreditpolitik Ungarns und mit den Schwierigkeiten, die sich aus dom mangelnden Kredit für die ungarischen Kanflente ergeben, und schreibt: Die ungarischen Kanflimte und Fabrikanten konnten ihren bsroits früher bestandenen DevisenverpUchiungen nicht o>dsr aber nur langsam und für sehr teures Gelld Nachkommen. Hierdurch wurde der kaum aujgenommene Auslandsverk^ehr wieder imterbunden > und die WeMU'Meilt der ungarischen Kaufleuie und Fabrikanten diskreditiert. Das Interesse des Auslandes für die ungarische. Krone ist geschwunden. Ungarische Industrielle und Kauf- , leute können aus ihrem Vermögen in.ungarischen Kronen, das bei toeitat. nicht >in dem Maß« größer wurde, als sich ihre AuslandsschÄden (in ungarischen. Krönen ausgedrückt) erhöht habem so viel iricht ins Ausland lbringen, um damit ihre Schulden tilgen zu Wunen, denn die Dovisenzentralie hat dafür gesorgt. daß sich die ungarische ^Kwne im. Auslande nicht a«-- bringen lasse. Erst als man sich endlich über die Tatsache klar, tmuiibe,. daß der ungarische Valutabedarf. der sich aus >dem, Jnrpvrt. von iRolUtvffer; und Fertigprodukten ergibt, sich durch .dm Ehchort wicht dewen'LW.' DÄisön^mviwL sich dazu herbsigelassen. die Ausfuhr von ungarischen Werchapieven zu gestatten. Noch .imnrerttst es somit untersagt, .nngavische Kronen nach'dem Auslande zu bringen, dagegen ist der Auswee zngelassen, dve 'besten ungarüschen Papiere, die auch an der Mener Börse ihren Markt haben, nach idem Auslände zu bringen. — In einer Vevsammlimg des Bundes der urvaari^ben Fabriksindustriellen «tklärte Präsident Dr. Chorin, für Ungarn seien die VorbediiWingen zur industriellen ' Mchrproduktion vorhanden. Diese indiistrielle Mehtprodiiktioni sei geradezu eine Lebensfrage fjir hie NWon. «denn ohne sie sei >'>- Regelung der Valuta imd die 'Unterbringung der Intelligenz ^vollkommen ..unElich. Ungarn habe im Jabre 1922 blaß Kr die ErMibr von Textilwaren 86 Milliarden anfftAvenVet. Eine ErspMUs uns diesem Gebiete ist nur durch die Förderung ^er Produktion zu erzielen. Ungarn kann seine Jmportschukden geaenwartig nur . durch die Änsfuhr von Aktien decken. Der Zollichntz darf der ungarischen Industrie nicht verweigert Wer^den. Eine iFavorisierung der Einfuhr ausländischer Waren dväre für dav Land schädlich und Redner könne mit Freude wnstatteren. daß die Realerung diesen Grundsatz auch vor ^den Großmächten rm Aus'laiw vevkündet habe. .. .... Wiener Bankverein. Der Wiener Banllverein beruft für den 2. August d. I. eine außerordentliche Generalversammlung ein, in welcher ein« AeMernng jener Paragraphen der Statuten Vovgenommen werden soll, wonach bisher für die Beschlußfassung einer Mpitalserhöhung oder einer Aeudevnna des Gesellschasi^sMeckes und der Statuten eine Zweidrittel- .majovität notwe-Mg war. In Zukunft soll gemäß der zutreffenden Aendevung die avsolute Majorität genügen. Der Bankverein will hiermit den Bestrebungen, durch Erwerbung großer Wttenposten des Institutes maßgebenden Einfluß auf oassMe *tt gewinnen, entgegenwirken. DenseMen Vorgang hat bekanntlich vor kurzen: die Bodenkvedttanstalt gewählt. Der Wministrationsrat Wird gleichzeitig von der. Generalversammlang die Ermächtiiguna evhalten, oaß nunmehr 16 Milliarden Kronen betragenlde Miemapitail durch AnsHabe neuer, bar und voll einzuzahlender Mien auf 31 Milliarden Kronen zu. erhöhen. Je 26 Wien gelben das Recht auf eine Stimme. Sie müssen mindestens 14 Mge vor der GeneraNersarmmlun-g Sei der GesellschäftÄasse oder den hierzu bestinmvten Stellen' erlegt werden. Union-Bank. Der Werwaltiungsvat der UirivwBank ^beruft die Aktionäre für. den 26. -d. zu einer außerordentlichen Generalversammlung eiin, welcher der Antrag gestellt wird, das dermalige Aktienkapital von 8000 Millionen Kronen bis aus 18.000 MllivuLn'Kronen zu' erhöhen und' die dadurch bedingten Statutenänderungen vorMneihmen. GleichMtig soll die Genera'lversamMlimst über die AeMrung einilger/ durch die Böchältnisse überholter Statutenbestimmungen beschließen. . - (Mtgeltsich.) Wiener Börse. Die gestrige Bors« wies kein einhe-itliches Gepräge ans. In 'der Kulisse und im Schranken waren Mrsrückgärlge zu verzeichnen, doch llietz sich trotz allem' nicht die feste Grundtendenz verkennen. Gewinnrealisationen auf dem Wiener Markte und eine gewisse Verflauung der Prager Papiere bewirkten ein Abbröckeln einzelner Kurse. Dazu kam noch, daß infolge 'der besseren Bewertung.i>er. Mark heute die deutschen Käufe füt österreichische Werte aus'gebliebeu Wayens Ern-Papier, welches eine. besondere Ausnahme machte, waren die Alpine. Sie gelnannen 99.000 K lieber die Avsachen dieser vehementen Steigevung kursieren verschiedene Versionen. Es heißt, daß dieses Papier auch sin Paris kotiert' werden soll. Andererseits verlautet, daß sich die Kontermi-m hier sLstgelegt ' hätte, und ans Furcht vor der. nahen Prolongation rasch die Deckung vovgenommen hat. Ans dem Bankemnarkte war ebenfalls eine günstige Stimmung festzustellev. Es gewannen - Depositestbank H.QOO K>, Unionbank 28.000 K. Hingegen waren Oesterreichäsche Kredit um 8000 K., Anglobank um 2000 K. und Länderbank um 33M1 K. schwächer. In den tschechischen Werten tieß sich durchwegs sowohl-im Schranken als auch in der Kulisse eine Verstauung seststellen.. Skoda büßten 31.000 K., Poldi 70.000 K. ein. Hingegen waren heute einzelne ungarische Bänkenwerte fester. So gewannen ungarische Kredit 67.000 K. Die ungarischen JMlstviewerte waren etwas schwächer. Sabgo büßten.35.0W K..ein. Von den öfterreichischen Werten bröckelten die CleArizitätswerke ein wenig ob. So Siemens um 1Z.000 K., Waagner um 7<M K. Von den übrigen Jndustviewerten sind 'Krupp um 19,000 K. und Felten um 17.000 K. schwächer gewesen. Auch die Staatsbahn haben eine meMHe Wschwächnng um 114.000 K. erfahren. BndapGer Abgabe, angeregt durch den gLnslngen Kurs des Vortages, war die Ursache der Kurscvbschwächung. Mit Befriedigung muß sestgestellt werden, daß der Markt sämtliche angebotenen Kulissepapiere rundweg aufnahm. Auch der Schranken wies eine im Verhältnis zu den Vortagen schwächer« Haltung Mf. Doch. gestaltete sich trotzdem die Kurssestsetznug ziemlich schleppend.. Der Kaufandrang war im Gegensatz zu den Vortagen viel geringer. Es läßt sich bei den meisten Papieren eine deutliche Bevflanuug feststellen.' Bon den Petroleumwerten. verloren Apollo 38.000 K., Famo 220.000 K., Karpathen 97.000 K., Schodnüa 3000 K. Nur Naphtha waren unr 10.000 K. gestiegen. Von den Papierwerten gewannen in erster Reihe Leykam 40.000 K. Diese waren eine Zeitlang nur mit Gold aufgezogen. Die anderen Papierwert« wissen nur geringere Bessernn.gen ans. Nensiedler dage»len büßten 210.000 K. ein. Von den Transpoutwerten verloren Ferdinands-Nordbahn, mit Rücksicht auf hie'stärkeren Mgab-:n, 2 Millionen/ Donau-Dampf büßten 60.000 K. ein. Auch Leoben-Vordernberger waren um 50.000 K. schwächer. Prag- Ditxer waren um ebonsoviel höher. Bon den Montanwerken wiesen Veitscher Magmsil übecharrpt keine Notierung aus. Hingegen verloren Steirische Magnesit 34,000 K, Rossitzer. 56.000 K. Brünuer Maschinen waren um 180.000 K. niedriger. Bezu-gsrechte. Biedermann 4500 K., Britisch-, ungarische 22.000 K., Depositenbank 7700 bis 9200 K., Steirische Eskompte 4200 K., Verkehrsbank 11.600 K., Sierszaer Montan 110.000 K.» Silesia 9600 K., HM 8000 K^ Leykam 130.000 K. Auf dem Anlagemivr-kt war das bsmerkenswerteste Ereignis die Steigerung der Dürkenlose um 100.000 K. Die österreichischen Renten waren schwächer gefragt. Bon den Exoten notierten: Erdöl 81.000 bis 92.000, Jriag 320.000 bis 340.000, Mvaznioa 250.000 bis 275.000, Schubert u. Co. 20.000 biis 28:000, Depege 160:000 bis 176.000. Wiener Holzbörse. (Eigenbericht der „Wiener Movgenzeitnng".) Die heutige Holzbörse wies schwachen Besuch auf und demgemäß, verhielt. sich auch die Geschästst.atigkett. ES kam nur ei» exekutiver Abschluß zustande, und zwar vonNadelholz- Schnittm at e ri a l 60 Millimeter Pfosten von 20 Zentimeter aufwätts zu 460.000 K. ab Lokalbahn Wien. Exekutiv lvurde zu k ä n s e n gesucht weiches Brennholz Fichte und Tanne in Scheitern und Rundlinge, Winterschlägerun» 49Ä1/192L ftachtftei Wien, OstLahnhof, mangels Beteiliaimg wo» «ia 9&«b» ber nicht zu.finden.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.