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Wiener Morgenzeitung · 1923-07-10 · Heft 1583 (10.7.1923) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1583 (10.7.1923)
Date
1923-07-10
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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r % P 298BII; SWlfWj Eisen. Ein Bericht aus Middleborouyh besagt, daß Preise so weit zurückgegangen sind, daß Ivetteve Grmähiguvgen bei den heutigen Herstellunysikosten kaum zu er-vävten sind. Große Lager existieren nicht, und es besteht sogar die Möglichkeit, daß einige Hochöfen ausgeblasen werden müssen, so daß Verbraucher letzt mehr bereit sind, ihre zurückhaltende Stellung auifzugeben. Es arbeiten jetzt rit diesem Distrikt 11 Offen ans Gießerei, 2g ans Haematit und 17 aus andere Qualitäten. Im Juni wurden verschifft 35.876 Tonnen geigen 26.008 im Mai. Die größten Abnehmer waren AanevÄa mit 6546 Donnen, Deutschland 4240 Tonnen. Frankreich 1276 Tonnen, Kanada 1100 Domren und Belgien 1090 Tonnen. Mldharüe. In der Londoner Wildhäuteauktion wurden fast nur schwere und extrÄchtwere Gewichte mit ein viertel bis ein halber Pence Abschlag an englische Verbraucher verkauft. Durch einige Schlachtungen, welche groß sind, wurden fortwährend große Posten verkauft. In oen Vereinigten Staaten, gingen Paüerhaute um etwa 2 Cents zurück. Zu diesen Preisen wurden dann große Umsätze getätigt und auch in Südamerika trat man wieder als Käufer aus. Vom La Plata- Markte heißt es, daß Kühe nahezu um 30 Prozent billiger zu haben sind als schwere Ochshaute, weslhaLb größere Posten Kuhhäute abgestoßen wurden, sowohl nach den Vereinigten Staaten Äs auch nach England und dem Kontinent. Gar« und Flachs. Die hohen Forderungen für Rohmaterialien an der Landshuter Garn- und Flachsbörse stehen im Widerspruch zu den erzielenden VerkaussmöglichTeiten und hindern die Entwicklung des Wachsgeschästes. Die kalte Witterung verzögerte das.Wachstum der an und für sich gut stehenden Flachsfelder. In Garnen ist die Nachfrage trotz der wiederholt erhöhten Preise zufriedenstellend. Auch im Warengeschäfte herrschte gute Nachfrage rmd setzen sich die Warenpreise in Gdelvaluta allgemein durch. Wiener ZchuWrse. (Eigenbericht der „Wiener MorgenzeAung".) Der heutige Verkehr an der Schuhbörse nahm einen schleppenden Verlaus, das Angebot nahm einen ganz geringen Umfang an und Kauflustige sind nur in ganz geringer Anzahl erschienen, auch für Herbstware zeigte sich noch geringe Kauflust. Es notierten: Herrenstiefel Motkay Boxcalf und Rinds - box 160.000 K., Braunleder 190.000 K., Goodyear Welt Boxcalf 200.000 K.. Braunleder 276.000 K. Damenstiesel Makciy Boxeaff 150.000 K., Braunledeer 190.000 K.. Gordvcar Welt Boxcaff 195.000 K., Braunleder 260.000 K. Damen-Halbschuhe Makay Boxcaff 126.000 K.. Brcmnloder 160.000 K., Goodyear Welt Boxcaff 185.000 K., Braunloder 230.000 K. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgonzertung".) Zimr öffÄltlichen Verkaufe gelangen heute um halb 11 Uhr gepökeltes Schweinefleisch, um halb 1 Uhr 100 Sack Rosinen sowie Speisetafelöl, morgen um halb 11 Uhr eine Kreissäge und eine Pendeffäge. Biehmörlte in 8t. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Rind t r nt a r! t. Der Auftrieb belief sich auf 594 Stück inländisches, 928 Stück ungarisches, 44 Stück tschecho-flowakischeS, 1004 Stück jugoslawisches und 1181 Stück'rumänisches, zusammen 3751 Stück Schlachtvieh, worunter sich 2808 Stück Mast- und 943 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung nach waren 2728 Ochsen, 518 Stiere, 492 Kühe. und 113 Büffel. Außerdem wurden uoch 130 Stück angemeldet. Es notierten: Ochsen prima 13.500 bis 14.000 K., extrem 18.500 K., sekunda 12.000 bis 13.200 K., tertia 9000 bis 11.500 K., Stiere 9500 bis 15.000 (16.000 ft.), Kühe 9200 bis 15.000 K., Beinlvieh 5500 bis 9500 ft. und Büffel 8000 bis 11.000 K. pro Kilogrmnm Lebendgewicht. Bei gesteigerter Zufuhr und reservierter Kauflust erlitten die Preise je nach Qualität gegenüber der Vorwoche einen Rückgang von 1000 bis 2000 K. und stellenweise um noch mehr pro Kilogramm. Borstenviehmarkt. Nach den bisher vorliegenden Anmeldungen und Ausladungen dürfte sich der Austrieb auf zirka 4000 Schweine belaufen. Copyright 192S Nachdruck verboten. dyk.Lövlt'Vsrlsg,Vlsu-l.siprig. (33. Fortsetzung.) Roman von I. Opatoschu. Autorisierte Uebertragung aus dem Jüdischen von S i e g s r i e d Schmitz. Im Beth Hamidvasch herrschte plötzlich tiefe Stille. Me ttmren von ihren Plätzen aufgesprungen, umringten den Ofen und sahen zu, wie Nr'b Jtsche den Kranken wusch. Fast alle hielten sich die Nase zu, so schwer war die Luft; sie wunderten sich, wie leicht der Fremde alles tat, um den Kranken bemüht war und den üblen Geruch einatmete, ohne auch nur das Gesicht zu verziehen. ' Reb Jtsche entkleidete sich vor aller Augen, als stände niemand da; er zog Hemd und'. Hose aus und bekleidete den Kranken 'damit, sprach einen Segensspruch, schüttelte alles Geld aus seinen Taschen, gab es dem Kranken und begann sich anzuklerden. Die Menge stand und gaffte ungläubig; jeder eiuzelne kam auf Mordechai zu: „Ist das dein Vater?" /Me blickten auf Reb Itsches mattes Gesicht, aus. sein schwarzes Bärtchen und die Weißen, ein wenig krummen Zähne; sie sähen das stille Lächeln um seine Lippen und sahen, wie seine großen schwarzen Augen, mit unendlicher Liebe blickten — da erbebte jeder, als hätte er ihn erkannt, obwohl ihn keiner je gesehen hatte. Reb Jtsche war angekleidet; er suchte Mordechai mit den Augen und wollte so schnell als möglich das Beth Hamidra-sch verlassen und allein sein- Da trat ein kleiner Jude ein, sah Reb Jtsche an, stieß sich mit den Ellbogen einen Weg zwischen der Mangle und ries: „Das ist ja Reb Jtsche!" Die Menge, welche von Reb Jtsche.jetzt ebensoviel -wußte, wie vorher, brauchte nicht mehr. Sie stürzte auf Reb Jtsche los, umringte ihn von allen Seiten, bewillkommte ihn, bat ihn um Verzeihung und berührte seine Atäder. Reib Atz'che Kand zuerst Mips, da Md.seine Mgen __Wienerr AFoegenzettung. 1 Aaumwollmarkt. Aew-Bork, 7. Juli. Baumwollzufichren in den atlant und Golfhäfen 5000, im Innern 1000, Ausfuhr nach Großbritannien —, itacf) ‘ vem Kontinent 2000. Lokalmarkt middling: 27.Ö5 (gestern 27.50). Tendenz: ruhig. Termine: Juli 27.05, August 25.90, September 24.45, Oktober 23.78, November 23.48, Dezember 23.26, Jänner 23.02, Februar —, März 22.99, April. —, Mai 22.90. Berliner Börse. Berlin, 9. Juli. Trotz aller Maßnahmen zur Eindämmung ungerechtfertigter höherer Bedarfsanmeldungen war es der Reichsbank abermals nur bei stärkeren Repartierungen möglich. die Devisen wesentlich unter der Parität mit dem Auslände zu halten, wobei sich aber eine geringe durchschnittliche Kurssteigerung doch nicht verhindern ließ. An der Effektenbörse hielt die Kauflust des Publikums in unverändertem Ausmaße an. Hier wurde aber durch Realisationen der Börse zeitweise ein gewisses Gegengewicht geboten, die mit Schwierigkeiten begründet wurden, welche seitens der großen Geldgeber gemacht ivovden. Die Kursbessemngen waren dadurch 'nicht ganz einheitlich. Das Geschäft war unverändert lebhaft, trug aber lange mcht mehr den stürmischen Charakter wie in der Vorwoche Die Kurssteigerungen für die führenden Papiere des Jndustriemarktcs betrugen durchschnittlich 100.000 bis 900.000 Prozent und vereinzelt darüber. Bemerkenstvert war die außerordentliche feste Haltung sämtlicher BÄutapapiere, von denen türkische Anleihen erneut um 300.000 bis 400.000 Prozent stiegen. Heimische Renten waren überwiegend fest. Im Verlaufe büßte das Geschäft an Lebhaftigkeit eilt und die Kurse veränderten sich uur wenig. Für die zu Einheitskursen gehandelten Industriepapiere ist infolge der anhaltenden Kauflust des Publikums erneut mit beträchtlichen Kurssteigerungen rechnen. Schlußrurse: Türkische Lose 3,000.000.—, Oesterr. Staatsbalm-, Nordd. Lloyd 660.000.—, Ver. Elbeschiffahrt reO.OOO.-, Berk. Handelsgesellschaft 1,500.000, Kommerz Privatbank416.000.-,Darmstädt. Bank410.000-, Deutsche Bank 660.000, Tiskonto-Kommcndit 750.000, Dresdner Bank 470.000.—. Nationalbank für Deutschland —Oesterr. Kredit 84.000.—, Oesterr. Länderüank —, Reichsbank 350.000.—, Wiener Bankverein-, Wiener Unionbank-, Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 599.000.—, Bochumer Gußstahl 2,760.000.—, Daimler Mot. 265.000.— Dentsch-Luxemb. 2,375.000.—, Deutsche Waffen u. Munition —.—, Dynamit Nobel 630.000, Felten u. Guilleaume 1,175.000.—, Gelsenkirchener Berg. 2,810.000.—, Th. Goldschmidt 885.000.—, Harpener Berg 3,450.000.—, Hirsch Kupfer 1,400.000.— Höchster Farben 540.000.—, Hohenlohe-Werke 985.000.—, Laurahütte 1,040.000.—, Mannesmannröhren 1,325.000.—, Phönix Bergbau 1,850.000.—, Schuckert u. Co. 1,950.000.—, Siemens ri. Halske 2,000.000.—, Telephon Berliner 410.000.-. Prager Börse. Prag, 9. Juli. Die stürmische Hausse im samstägigen Privatverkehr übertrug sich auch auf die heutige Börse. Auf den: Anlagemarkte stellten sich zwar Realisationen ein, doch war die dadurch hervorgerusene Abschwächung nur eine vorübergehende, da die Ware leicht ausgenommen wurde. Die Befestigung im Schranken wurde hauptsächlich durch ausländische Kaufaufträge bewirkt. In Exoten war das Geschäft stürmisch bei sehr fester Stimmung. Die Schlichtenden; war sehr fest. S ch l u ß k u r s e: Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken —.t-, Böhm. Unionbank 405.—, Böhm. Eskomptebank 404—, Böhm. Jndustrialbank 444.—, Zivnostenska Banka 405.50, Anglobank 150.—, Oesterr. Kredit 149.50, Wiener Unionbank 187.50, Wiener Bankverein 104.50, Buschtiehrader Eisenbahn Lit. A 575.—, Sit. B 214.—, Ferdinands-Nordb ahn 5950.—, Prag-Dnxer —.—, Aussig-Teplitzer Eisenbahn 1255.—, Nestomitzer Znckerindustrie 14-15.—, Vereinigte Elektrizität Wien 186.—, Brosche 965.—, Koliner Spiritus 945.—, Königshofer Zement 965.—, Breitfeld-Danek 474.—, Ninghoffer 740.—, Simmeringer 137.—, Rothkosteletzer Textil 955.—, Alpine Montan 335.—, Poldihütte 500.—, Prager Eisen 1095.—, Oesterr. Berg n. Hütten 2260.—, Skoda 593.—. Jnwald 583.—. Budapester Börse. Budapest, 9. Juli. Die heutige Börse eröffnele in fester Haltung und die ersten Kurse setzten schon mit 5- bis 10probaten, man möge ihn in Ruhe lassen; allmählich wurde er ruhiger. Mordechai wandte kein Auge von R-rb Jtsche; er sah ihn strahlend, unendliche Liebe in dert schwarzen Augen, zwischen der Menge stehen, für die Grüße danken, Segenssprüche sprechet!; aus ihn blickend, hatte die Menge den Alltag vergessen und ihre versorgten Gesichter begannen hell zu werden. Plötzlich ging Reb Jtsche aus Mordechai zu und legte ihm die Hand auf die Schulter: „Komm, Mordechai. wir tnüssen fahren, sofort fahren! Der Haufe wird zu groß. Komm!" Am Nachmittag schickte Mordechai Marein heim, mietete eine Fuhre, nach Kozk und sie reisten weiter. Mordechai war so mit sich beschäftigt, daß er fast nicht auf den Weg sah. Er dachte ausschließlich an Reb Jtsche und merkte nicht einmal, daß die Fuhre jode Weile stehen blieb und immer neue Passagiere ausirahm — Juden, die Weib und Kind verlassen haben, sich mit Tallis und Trfillin über.di-e polnischen Landstraßen schleppen, und zu Fuß von einem Ende Polens zum anderen, zum Rabbi wandern. Die Pferde liefen hastig und wirbelten Staubwolken vor sich auf. Die Fuhre knarrte, der Kübel, welcher zwischen den Hinterrädern hing, klapperte. Ein Chassid begann ein Lied zu summen, die übrigen sielen ein, sangen mit und nahmen dabei immer ivieder einen Schluck; es war zu spüren, daß man zum Rabbi fuhr. Mordechai saß in einem Winkel; er fühlte, daß er selbst eine solche Kleinigkeit- Wie das Maschen eines Kraukett niemals zu tun imstande wäre. Er erinnerte sich daran, wie alle dagestanden waren und sich die Nase zugehalten (hatten. Er selbst konnte nicht atmen, aber Reb Jtsche hatte nicht einmal das Gesicht verzogen und atmete den üblen Geruch ein; er bewies, daß ein Mensch imstande sein kann, alles Weltliche abzulegen. Mordechai beschloß, Reb Itsches Wege zu wandeln, nie mehr in den Wald zurückzukehren, in Ko^ zu bleiben und Mt ganzer Seele sich dem Dienste 10. Juli 1923 Nv. MBS zentigen Steigerungen ein; es. kamen auch Erhöhungen in eiw zelnen Werten von 80 Prozent vor. Die Heutige Versorgung konnte auf die feste Haltung keinen Einfluß auSÄLon. da die auf den Markt geiwvvfene Ware von der SMbnlcmon und anderen Käufern glatt ausgenommen wurde. Die Schlußtenwar fest, die Stimmung zuversichtlich und der Verkehr Schlußkurser Ung. Kredit 191.000.—, Oesterr. Kredit 74.000-, Brittsch-ffng. Bank36.000.—,Salgo Kohlen 316.000.—, Nimcmmranyer 84.000.—, . Südbahn 52.000.—, Staatsbahn -, Grcm-SzaLzvarer 202.000.—, Oberungarische Kohle« 810.000.—, Drasche-Zkgel 88.000.—, Ungarische Mg. Kohlen 935.000.-, Urikany Kohlen 480.000, Adria 307.000.—, Clotilde chem. Fabrik 54.000—, Ung. Eisenbahnverkehr 10.400—, Anglobank —.—, Verein. Holz 25.000, Koburg 26.000.—; Spodiiun 118.000. Sie Seüifettfttrfe. Berlin, 9. Juli. (Devisenkurse.) — AmsteHam 70.423.50 (68.827.50), Belgien 8628.— (8628.—), Christiania 29:127.— (28.329.—), Kopenhagen 31.421.— (30.728.—), Stockholm 47.381.— (46.386.60), Italienische 7531.— (7531.—), London 817.950.- (798.000.-), New-York 179.580.- (175.550.-), Paris 10.274.- (10.274.-), Schweiz 30.723.- (30.324.-).Spanien 25.436.— (24.937.60), Wien 261.84 (259.36), Prag 5436.— (5386.50), Budapest 20.44 (20.29), Sofia 1815.— (1775.50), Belgrad 1925.- (1870.-). Berlin. 9. Juli. (Notenknrse.) — Noten Dollar 179.650.- (176.560.-), Pfund 817.960.— (798.000.-), Italienische 7631.- (7531.-), Polnische 116.- (112.60), Tschechoslowakische 6446.25 (5411.25), Oesterr. gestempelte 267.35 (259.35). Prag, 9. Juli. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankmnte des tschecho-slowakischen Finanzminffteriums.) — Berlin 0.80 (1.69), Zürich 666.76 (571.75), Paris 187.50 (193.62), London 149.65 (150.28), New-York 33.15 (33.15), Belgrad 33.75 (35.55), Bukarest —(-.—), Wien 4.47'/, (4.50), Warschau 2.75 (3.36), Agram —(—.—), Budapest 35.50 (39.—), Jugoslawische 85.76 (38.50), Oesterreichische gestempelte Krone 4.62'/, (4.55), Polnische 2.25 (3.35), Ungarische 24.- (24.-). Budapest, 9. Juli. (Kurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 3393 bis 3513, Bukarest 42.— bis 46.—, Kopenhagen 1517 bis 1577, Chriltiania 1406 bis 1466, London 39.590 bis 40.790, Berlin 0.0490 bis 0.0570, Italien 365.-bis 385.-, Paris 502.— bis 522.—, Prag 263.— bis 275.—, Stockholm 2290 bis 2390 Zürich 1480 bis 1540, Wien 0.1235' bis 0.1335, Sofia 87.— bis 91-, Belgrad 91.- bis 95.-, New-York 8540 -iS 8840, Warschau 0.0740 bis 0.0820, Brussel 416.— bis 436.-. Agram, ' 9. Juli. (Devisen.) Wien 0.1340 bi» Berlin ■ 0.375 bis —, Budapest 1.09 bis —, Bukarest 47.50 bis —Italien 402.- bis — —, London 436.— bis —, New-York 9500.— bis —, Paris 525.—. bis —, Prag 292.— bis —; Sofia —bis —, Schweiz 1637.5® bis —, Brüssel —.— bis —, Warschau 00.91 bis —, Amsterdam 3760.— bis —, Stockholm —. Belgrad, 9. Juli. (Devisenkurse.) London 436.— bis Paris 553.-bis —New-York 9510.- bis —, Genf 1639.- bis Saloniki bis —.—, Mailand 403.- bis Prag 293.50 bis —, Berlin 0.040 bi» Wien 0.1340 bis —Bukarest 46.25 MSofia bis Budapest 1.13 bis Brüssel bis —.—, Amsterdam —bis —.—, Warschau —bis —.—. Amsterdam» 9. Juli. (Devisenkurse.) London 11.66 bis Brief. Berlin bis . Paris 14.95 bis Brief, Schweiz 43.65 bis Brief, Men 0.0038 bis 0.0036*/., Kopenhagen 44.50 bis Geld, Stockholm 67.40 bis 67.60, Christiania 41.25 bis 41.60, New-York 255.25 bis 255.75, Brüssel 12.05 bis Brief, Madrid 36.40 bis 36.60, Italien 10.70 bis 10.80, Budapest 0.02'/. bis 0.03*/,, Helsingfors 7.- bis 7.30. Prag 7.76 bis Geld. Warschau» 9. Juli. (Devisen.) Berlin 0.53, London 501.406, New-York 110.000.-, Prag 3350.-, Wien 1.49. New-Borlr» 7. Juli. (Devisen.) London 456'/*, Paris 578.50, Berlin 0.04>/<, Mailand 421-/«, Zürich 1707.-, Kopen- Hagen 1749 .Stockholm 2643.—.Christiania 1620,Amsterdam 3914.—, Prag 302.75, Wien 0.14, Budapest 1.125 Bukarest 50.80, Warschau 0.07, Madrid —, Helsingfors , Brüssel 478.50, Kanada 25/8 unter pari, Brasilien 9640, Argentinien 3430, Belgrad 10550. des Schöpfers zu ergeben. Aber Rachel? Er schloß öäe Augen und hatte plötzlich das Gefühl, daß der Wagen brach. Wer weiß? Vielleicht werde ich plötzlich krank, sehr krank, etwa an einem schweren Typhus öfter an einer Lungertentzündung. Da würde ich schon nicht zum Rabbi fahren; sofort wüvde der Magen unchrehen und es ginge zurück in den Wald. Und der Vater würde zur Mutter sagen: Mordechai ist trank, schwer krank, nur Rachells wegen ... Sie zu Mordechai bringen, das paßt nicht ... Und Mordechai liegt im hohen Fieber und phantasiert . . . Und plötzlich ist Mordechai gestorben... Mordechai fuhr auf; er ärgerte sich, daß ihm solche Dummheiten im Kopfe umhergingen, rieb die Augen und sah sich um. In fter Fuhre saßen etliche Ehassidim; sie hatten die Bündel geöffnet, aßen Zwiebel mit Brot und hörten dabei zu, wie ein alter Chassid erzählte: „ . . . Am Abend ist die Rebbeziu gekommen, hat aus dem Bücherschrank das Buch Hiob gerwmmen und es dem Rabbi gebracht. Der Rabbi ist sofort aufgestanden, in ftle Mikwe gegangen und nach der Begrüßung des Sabbat hat er Chajim singen heißen. Der alte Chajim, der schon lange zum Hose gehörte, hat gefragt: Was soff das bedeuten, RaM,' es liegt doch ein Toter im Haus, Ihr habet doch Trmter? Chajim, hat der Rabbi ihm geantwortet, am Sabbat muß der Jude fröhlich sein, singe!" Mordechai betrachtete die Chassidim, die schon wochenlang unterwegs ivaren, von Brot unft Zwiebeln lebten, Frau und Kind daheim gelassen hatten; ihre Liebe zum RaM ist so groß, daß sie ungeachtet aller Beschwerden KU Fuß zunr Rabbi wandern. Und ich, Mordechai? Ich fahre wie ein Füvst, habe so viel Essep mitgenoumren, das; es siir zehn Menschen reichen würde, habe viel Geld unft keilte Ruhe von meinen schlechten Gedanken. Niedergeschlagen streckte sich Mordechai auf seinem Bündel Stroh aus; er fühlte sich sündig Mtd beschloß, das müsse anders werdender wollte den Rabbi bttten, ihn: ben Weg zu zeigen ... (Fortsetzung folgt.)

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