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Wiener Morgenzeitung · 1923-07-01 · Heft 1574 (1.7.1923) · p. Seite 14

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1574 (1.7.1923)
Date
1923-07-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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«Oe M_Wen, SonnÄS -__ __ Vom Leitung unterstell«: können; sie ftitib in ihrer ErziehuagSravort -ahm gekammon, pevjöMiche Jnteressm in den Hmtevgruind zu stellen, die PälästmaMrbeit einerseits «und feistes Vertrau«.« zu ihrer Führung andererseits sind die SbLtzen der Organisation. Wir Juden Wunen uns den Luxus von Einzelschwärmereien nicht leisten. Betreffs der misrachWschen Jugenldgruppen sei mir gestattet, zu bemerken, daß , eZ mir wichtig erschiene, daß geradss jene, die tief in Bibel und TaLmü> verwurzelt sind, sich nicht den anderen entfremde«; mit jenen, die nicht das Glück hatten, in einem jüdischen MMvu arffzuwachfen, Freundschaft zu halten und mit ihnen zu leiben, wäre ersprießlicher als MsoMvung. Den. Beweis der Möglichkeit sehen wir Kinder aus fchr religiös«: Hauser» als Führer und Wauderer im ,Mau-Weiß" in Wien und tu Deutschland. Und auch die Arbeiterpartei" Me besser, patt winzige Gruppen zum Klassenkampf erziehen zu wollen, kieber gsmeiusam mit de« ,MrrgeÄich«t" an der großen sozialen Tat in Evez JstaÄ mitzuschchfen und durch persön- Kchen Kontakt für ihre Ideen Verständnis und Anerkennung der «Heren zu erwerben. Die Jugend nur als ,Machwuchs" von Partien betrachten Mt wvllM-, ist ein Fehler, den man vwmeiden M. Wir wollen nicht erst von der Verwerflichkeit der chcmvdrWsch nationalen Jugenderziehung der anderen sprechen-, wir find überzeugt, daß wir Juden niemals unsere KvÄer zu derartigem Haß erziehen werden, -aber auch die sogenannten „Ät-ernationalen" und. ,/ckonfessionellen" Vereine bedeuten «ine Schädigung, weil gerade die Mischen Kinder ihrem BoAe nicht bloß entfremdet werde« und dessen Geschichte und KuÄirr nicht so ker.nen lernen, wie die anderen ihdes BoWkes Vergangenheit in der Schule erlernt haben. I Solange, wir keine jüdffchen Schulen aller Kategorien hckben, müssen die Jugendorganisationen ergänzend . wirken. Wrch hier glli es als seWstverständlich, daß eine große Orggmsation viel mehr wird bieten Wunen als eine Gruppe von" 00 oder roch weniger Mitgsliedern. Auch der Zusammenschluß der Elternvereme der Jugendgruppen muß angebahnt werden, so daß es Wniftighin . ein Leichtes sein wird, Sommerheime und Bibliotheken, Spiel- und Lernsäle für die Wintevmvnate einzuvichten. Solange aber lauter Emzelbeftrebunger» vorherrschen, verlieren wir Zeit, .Mühe und Geld auf KlsiMchkeiten. Es wäre gut, in diesem 0httte im Juge-ndverband und im Sportverband schon jetzt die Arbeit zu beginnen, es geht uns um mehr als um ein gchhossenes Goal. Dr. Mdor Klaber. Lmidr Klage. In büster-dMkler Nacht-es peitschen Gottesstürme Durchs heillge Land-sitzt mit gesenktem Haupt, Auf große Werke sinnend, der Heldenstreiter Dawid. Seit er von Gott gesalbt zum Herrscher und Befreier De8 auserwähltm Volk^ vom blut'gen Joch der Feinde, Die es mit Tod bedroht und Untergang ihm planten. Verehrte seine Seele nur diese eine Sehnsucht: Um Israel viele Stämme ein einig Band zu schlingen. Ein einig Volk zu schaffen dem einig emz'gen Gotte. Noch aber mußt' er zügeln die brennend heißen Wünsche, Denn Saul, Benjamins Sohn, von Gott einst ausersehen Zu diesem hohen Werke, doch dann ob seiner Sünden Verworfen und gebannt, wollt' ttotzend das erzwingen. Was Gottesmacht verwehrte. „Wie, wenn der Tod erraffte-J" -War das der Wind, der durch die Bäume pfeifend. Das Schreckenswort geflüstert? Watts Jschais Sohn's Gedanke? Nur tiefer noch'barg Dawid das Haupt in seine Hände: Fort, böse Geister! Fort! Mir ist ein Freund, Geliebter Des Feindes Sohn. Um dessen Namen willen Muß mir auch heilig sein des Feindes Haupt! Da — war es Zufall? War es Gottesfügung? — ES stürmt' atemlos — dem Tode vor Erschöpfung nahe — Ein Bote ein in Dawids Zimmer: »Herr, Herr, dein Feind ist tot! Erschlagen von Philisterscharen, Mit ihm sein Sohn Jehonatan!"- Und fällt entseelt zur Erde. Starr aber hebt sich Dawids Blick: „Herr!"-— und ein quälend Stöhnen bricht ans der Heldenbrust. Und dMN-gleich rauschend wilden Frnhlingsbächen Entströmen Tränen den demant'nen Augen. Und angesichts der tieferstaunten Menge seiner Streiter, Die nicht verstanden, daß sich große Seelen Vereinsamt Wien, wenn der Feind auch hingegangen, Spricht Dawid Klageworte in die grause Nacht: «Dahin ist deine Pracht, o Israel! Erschlagen! Wie sanken deine Helden, o sagt es nicht In Gäth! In Aschkalon verkündet nichts! ' Daß nicht in Jubelschrei ausbrechen PhilistäaS Töchter Und Freudentaumel faste diese Heidenseelen. Fluch dir, du Berg Gilboa! Nie tropfe Himmelssegen Auf dich, nie trage fruchtbar Erdreich! Denn ach! geschändet wurde eine Heldenbrust, Entehrt der Heldenführer. Vergebens hat Jchonatan nicht angespannt den Bogen, Verblutet hingestreckt hat er der Feinde Starke, Und Sauls gezogen Schwert verfehlte nie sein Ziel. O. Saul, Geliebter, , und Jehonatan, Wettvoll in: Leben und im Tod, A)lf Adlershöhe schwangt ihr euch empor Und stärker watt ihr, als der grimme Löwe. Klagt! Klaget Israels Töchter, Klagt um Saul, Der euch gehüllt in Purpur Und Gold auf eure Kleider streute! Wie sanken hin die Helden! O, Jehonatan! Dahingestreckt liegst du mftt auf der Höhe! - Mir bricht das Herz um dich Jehonatan, mein, Bruder. ' Wie gut doch warst du mir! Denn schöner, ach! Als Weibergunst, war mir des Freundes Liebe. Wie sanken hin die Helden! Wie ward die Schlacht verloren!" Und hin zu Boden warf sich Der Heldenkämpfer Dawid Und klagte still der Erde - Sein Leid, bis fern im Osten Der.junge Stern ertvachie Und zu lebend'gen Taten De» Gottessttetter aufrief. Jaakow Garir. _WiMr WNsenzertMg. _ Widmung iu ein Buch. Du kennst die Ästige Mol vom Wolf, der imrch -cin Loch in omen Keller schlüpfte, sich dort vollft>aß,.da-nn deshcM) nicht mehr heraus f-o-nfrcbe aiirib einen anlstänÄ'igen Derck» Mel echM. Du kennst ober nicht die traurige Wahrheit vom Manschen, den de-v Chrhmcher ans seinen: naiven Paradies durch den Engpaß der Erkenntnis in di« Gefilde dev Untzufräeldenen treibt, wo er sich mR Grundsätzen, GeidaMn, Planen nnd Argumenten üibervollstopft, nicht mehr zurück kann und seine Juyend verloren hat. ' Mögest du sie nie kennen lernen, denn ich wünsche dir, daß du immer MWch sain sollst. I. b. M. Aus unserer Schülermappe. Das Märchen von Ahasver, dem ewigen Inden. Großvater oder Großmutter erzählten euch viellürcht das Märchen vom. armen, trawritzen Mann mit den unsteten Augen, der inrnksr gehen muß und nirgends Riuhe finden kaim, . weil er böse gewesen ist, als er jung war, . .. das Märchen vom Inden Ahasver; aber Großmutter und Großvater erzählten euch nie den Schluß, sie wissen das Ende nicht, ich weiß e$ zwar, aber schön, wirklich schör: kann es nur ein sehr guter Mansch erzählen. Eümval da war er besonders tvaiuritz, der arme Jude, so traurig, wie noch nie und er mußte gchen und nnmerzu gehen. Da kam er in einen Wald, da war es so wunderschön, wie iw einer Gemeinschaft von vielen guten Menschen,... nein, es war noch Viel schöner. Da waren duftende Mümllsin und singende Vögliein und alte, alte Bäume, so lieb wie so ein altes MMerlein mit vielen, vielen Runzelm, so sahen sie «u£, die alten Bäume und neckische Sonnenstrahlen wa.ren da und ÄbermMige Bächlein und so schöner blauer Himmel und aus allem lag ein ganz, ganz feiner Hauch des Tr-mvmerrs und Bergeffens... Da mußte der arme Ahasver so weinen. . . durch den ganzen- Wold ging ein Seiusßen... die Tränen sielen auf die Bilümkein und erzählten, das Leid des armen Manischen. Die BMmlein sagten es den Faktern, die dem Sonnenischein und der den Wgleiin und die Vögsei-n sangen es in die Luft hinaus und baten den lieben Gott, er solle wieder gut sein zum armen Jiiden. — Da war es, als würde der Waild noch Muer, als. er war. Da kam die VerFÄYung und richtete den trourigen Menschen wieder auf. Da wurde sM Horz froher und sein Auge blickte viel klarer und dann kanren noch die Liebe und die Hoffnung und sie erzählten von einem fernen Lande am . Meer und von sinem Fluß, der. durchs Land fließt, von Palmenwäldern,. von. .driftenden . Rosen, von. Zede.rhainen nnd von Ruinen eines großen schönen Tempels, sie erzählten noch, viel, viel mehr... Da WNrde es dem armen Juden so Wohl ums Herz, er sah weder die Lielbe, noch die HoiffyunH, er fühlte bloß, daß er fort müsse von da, er fühlte, daß er die Heimat. Wiedersehen mußte... ' Er ging aus dem Walde und mit ihm ging Liede und Hoffnung, er gi-ng, nein er rannte, er acht ote nicht der Schimpf- Worte und Spottrufe der bösen Wrenschen. Er merkte Nichts. Der: Kopf hochtragend, das Auge aufs Ziel gerichtet, ging er. Wie ein Wunder trug es ihn -der Hnmat zu, die er auf 2000jährig-or Wanderung nicht hatte erreichen können... ja die Heimat". Cs war als bräche die Liebe div Mauern, die hohen Mauern, die ihn getrennt vom jüdischen Böden und immer froher, immer glücklicher wurde er, und als er die Heimaterde wieder betrat, da wurde er-wieder jung und schön und sein Körper wurde groß — er war nicht mchr Ahasver der ewige Jude —, er war ein neuer Mensch. Und als er oben stand, auf den: Berge, Ivo e-inft der große TemPÄ gestanden war, da sah er ins Land seiner Väter und die Liebe stählte chn zum Mann. Willonskraift gaib sie ihm, eiserne Mll-ensLraft. Er hat wieder seine Hcimat gchl-nden, er, der arme Ju-de, der 2000 Jahre hrruiNirren mußt.e in^ der Welt. ' . G. L., Bürgerfchülerin. Eine Eine Gruppe Jugendlicher schwibt uns: Wir bilden eine Gruppe von zehn Leuten, die weiter keinem Verein angchören. Wir wollen auch keinen wie immer gearteten Verein bilden,! -sondern es ist uns ledi-gittch 'um Chalnz-Arbeit im Galnth zu ttw. Unsere. Kwuzäh besteht "seit einem halben Jahre, wir - hÄben üns> von Anlsang an ein .festes Ziel..gesetzt; das wir bis haute auch teiikwoise erreicht haben. Nach mühevollen Anstvengunigo:: gelang es uns, eine Wiese in der Größe von im Quadratmeter zu erwerlben. Obwohl in -unserer Gruppenkasse Mch heute noch Schmallhans Küchenmeister ist, so halben wir dennoch 'so diela-ufigetrieben, um womgstens für den Ar-- fäng einige Geräte^ zur Bearbeitung des Bodens zu kaufen. Düdurch, daß wir uns in unserem täglichen Leben volle Enthaltfamk-eit au-szjwangen, ist es uns^ auch gelungen, die Wiese nicht nur zu bearlbeiter/, sondern auch in einen blühenden Gemrnse-gar ten' umznwandeln. Unser nächstes Ziel ist es nun, für uns daselbst ein' Heim zu bauen. Bisher sind wir aber 'leider noch nicht so -weit, um auch dies zu verwirklichen. Bei den vevschiedenen zuständigen „Obrigkeiten" fanden wir mit unserer Sache 'kein Gehör und si-rtd m:n wieder,'wie zu -Anfäng, auf uns^ selbst angewiesen. Doch -wir hoffen' zuversichtlich' auf einen Erfolg. Sänttliche Leute unserer Gruppe lernen hebräisch (einige sprechen' es bereits) und alle Burschen haben e-ir-n: scstm Berwf (Tischler, Uhrnracher, B-uchdruche-p nsw.). Unser höchstes Ziel ist es, geschlossen als ganze Kwuzah nach Erez Israel Und ÄLvauf apbeäten, M WeWW,tzt hm. . K. K. 1. Mi im _ M. WM Die Revolution in der Wüste. Am vorletzten Sabbat lad n«m in den Synagogen den Abschnitt von Kvrahs Erhqbrmg. wider Mose, den Führer. ,M vermaß sich Kvvch, Sohn Jrz»^ hars ... aus dem Stamme Rüben ... Und sie erhoben sich; gegen Mvfe, ztv-eihundertfünfzig Männer van den Kindev»! Israels, Fürsten aus der Gemeinde, Bemfsne zur Bevsamm»! lu-ng, Mannieir von Namen waren emter ihnen. Sie ve-rsam-! nrelten sich wider Mose und Aron- :md sprachen zu ihm: ,&a, viel — (Würde) für euch! Die «ganze Gemeinde sind lauter: Heilige, denn unter ihnen -ist der Herr, wavmn erhebt ihr «euch; über Ww WersatnEmg des Herrrrs^Als Mose dies hörte, -fiel er; auf fein' Angesicht «mrd redete zu Kovah nnd seinem Anhang: also: ,Morgen wird der Herr kund tum, wer sein ist. .. Sie -und alle die Ihrigen versanken in den Abgrund. Die Strafe der Gerechtigkeit hatte die lereU, die sich erhoben, nicht aus! Liebe zum Volke, sondern aus Eigennutz. Immer wieder, die. Bovwmfe der Unz-ufeisdonen. ,FVu hast uns noch «nicht in ein Land, das van Milch und Honig fließt, gebracht, daß du gegeben hättest als Erbe FeÄ> «und We-inLery." In heller Derzweiflung «fleht Mose zu GM. ,Mcht «men Esel von smm:! unter ihnen hÄbe ich weggenammen und keinem von -ihnen habe« ich «ein Leid getan." Nur der AllgemeüchÄt und Gwechtigkeit.zu i Liebe trägt Mose die schwere Bürde der Mhyuny. — Könnte e§ i in unserer Zeit der Empörungenein dauWareves Kapitel aus unserer Geschichte zur Erörterung an einem Zugsäbend geben?' Nicht immer sind die Rcvolutionäve im Unrecht» meist erheben. sich die Geknechteten, Entrechteten gegen Thvannen, ober Ärmer wird es gut tun, genau zu prüfen, ehe man urteklt. Nicht immer ist die Stimme der Masse das gerechte .Urteil «und. die richtige - Weisung, sondern oft sollte der Rat der Erfahrung gchött Weden, und manches im Augenblick Gewollte zeigt sich hernach! als töricht, und man bereut, die Worte des ,-Führers" nicht beachtet zu haben. Auch nicht falscher Ehrgeiz, wie bei Korah,, sollte uns befchlen, sondern die «Sekbstlosigksit Moses ist das Beispiel, ftiefber auf seinem Platze,.völlig der bestimmten Aufgabe lebend, ohne Miß«gunst des einen gegen den andevm, stets daran denkend, daß wir alle einer großen Sache dienen, dies war der Srm: unser Bibelbetrachtung. Was für den einzelnen gilt, gilt auch für «den Zug. Aa:ch die kleine Gruppe darf - -nicht ei-fersuchüg werden, ob die andere heute »MrorFugter" er- > scheint oder nicht. Die Jrmgen müssen den Alten zeigen, -daß das, Vertrauen der Führung oft mehr ist als «Mnützes Murren emd Kritisieren. JsraÄ. Die Sommerfahrteu des Bundes Wischer Jungwanderer. Die Bundesleitung hat für den Sommer 1923 drei große Wanderfahrten angesetzt. Selbstverständlich ist die Zeit nicht danach, so große Touren ohne alle Schwierigkeiten zu veranstalten. Aber dank dem Entgegenkommen des Wiener Jugend-' Hilfswerks und der österreichschen, schweizerischen und beutfcijen1 Paßbehörden ist uns die Durchführung, nicht besonders schwer! gefallen. Die erste Tour gcht ' am 8. d. von Men ab über! Salzburg, Bischofshofssn, Krimmlerfalle,! Gerlostal, Zell am Ziller, Zillertal, Jnntal! bis Innsbruck. Bon Innsbruck durch Vorarlberg! bis Bludenz und'Feldkirch. Zurück mit dirÄtem Zug« nach Wien. Die Wanderung dauert ungefähr zwei Wochen und i dürsten sich die Kosten auf etwa 250.000 K. belaufen. —; Die zweite Tour geht von Finstern: ü'nz am 21. ab m:bj führt in die Schweiz. Durchs Engadintal, St. Moritz,! ^Davos bis nach Fr ei bürg. Bon da über beit Bi er« Wald statt ersee, Bern, Basel, Zürich, Schass-! Hansen bis an die deutsche Grenze. Wahrscheinlich führt! dann die Route rheinabwärts bis Heidelberg, Goslar/ vielleicht sogar bis Köln. Das hängt noch von den politischen und auch von den materiellen Verhältnissen ab. Dann wenden' wir uns östlich über Nürnberg nach Karlsbad, wo wir zu Kongreßbeginn ankommen. Da en-bet die zweite Tour, das heißt die Teilnchmer, die schon zu müde sind, fahren . nach Wien. Wer es noch nicht ist, kann eventuell noch die dritte Tour ■ mitmachen; sie geht am 3. August von Wien ab und führt im divekten Zug nach Karlsbad, wo wir barm über den Kongreß bleiben. Für 14 Tage haben wir dott Ordnungsdienst und - deshalb freies Quartier und freie Verpflegung. Gegen den 20. August fahren wir nach Prag, dann südlich etappenweise durch Böhemn und Mähren nach Wien zurück, wo wir ' am 26. August ankommen. Natürlich können sich nicht alle diese Kosten leisten. Aber eine eingeleitete Sammlung, die sehr erfolgreich war, und andere Unterstützungen von Gönnern des Bundes, werden es uns möglich machen, hoffentlich recht viele Unbemittelte teilnehmen zu lassen. Auf uns zugekomme:w Anfragen teilen wir noch mit, daß Gäste im allgemeinen nicht mitgenommen werden, sondern die Teilnahme ausschließlich Bundesmitgliedern offen steht. Nähere Auskünfte erteilt die Leitung in der Sprechstunde, die :wch Mitttvoch den 4. d. von 6 bis 7 Uhr (Taborstraße 69, 1. Stoik) zum letzten Male vor dm Ferien stattfindet, oder telephonisch, 4708-2, täglich von 1 bis 2 Uhr. Meflaste«. D. 2t. in Baden. Der Schomer in Wien ist derzeit eine kleine Gruppe von Jugendlichen. Die Namen der Führer sind uns nicht bekannt. Herr Sperber gehört dem Schomer an. — , Größere Jugendgruppen mit gepttiften Führern sind Blau-Weiß, Jung Juda X und Bund jüdischer Jugendwanderer.' — A. B. Elternverbände bestehen derzeit im 4. und 6. Bezirk (Blau-Weiß)/ ' 6. und 7. Bezirk (Menorah), 9., 12. bis 15., 18., 19. und, 20. Bezirk. Die Zusammenfassung wird bereits durch das Jugendreferat nnd den LchrerLeirat vorbereitet.. — 2t. Belnhvkd. Besten! Dank. Leider noch nicht geeignet. — M. 2volf. Versuchen Sie ß mit Prosa. 1, Unsere Sprechstunde findet vom M« an Dienstag von 6 vis 6 Uhr iü der Redaktion der „Wiener Movgenzcitung", 2. W-rz., DaÄorstivaße 1. statt. Druckfehler. In den: Beittag „Mein Land" (10. Juni) ist zu lesen: Zeile 11 „bunt glänzenden" Mittag (statt b l u tglänzenden), ferner Zeile 20 .„leb e n tö-t'« v d-vn"

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