Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1572 (29.6.1923)
- Date
- 1923-06-29
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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NW MS Men, Wsköatz Wiener MorgenzettuNg. 29; QM 1923 " . GMpO Die Weizeuwertwähruns Ungarns. Bndapest, 28. Imi. HU. T.-iK.-B.) Der FinauHmmifter hat in dev h«Bgen Sitzuny der NMioMwerisammLung unter andevom einen Gesetzentwurf eingchvacht, der die FinanzinWute -uv Ausgabe von Pfandbriefen auf Weizenwevt ermächtigt. Diese PlfawdlbvveifL düvfm auf einen» Llckueren Betvag, allster ftwvMye Wert von fünf Meterzentner Wvigen beträgt, mft laute«. Sie netten »Srfenfettftrte. Die Gewählte». Gestern wurden von der Börserckammer die neuen Sensale ernannt. Es sind dies die Herren: Dr. Walter Baß, Robert Bellak, Ernst Bunzl, Dr. Friedrich Kalita, Josef Kecnegg, Josef Lausch. Artur Lukacs, Kenrad Nekrepp, Dr. Ludwig Schönwald, Dr. Friedrich Steiner, Ernst Zimmer-Lehmann.. Bekanntlich waren 70 Kandidaten. Von diesen haben einige die Sensahirüfung nicht bestanden. Bon denjenigen, die die Prüfung bestanden, würden nur solche auSgewählt, welche einerseits die Prüftmg mit ausgezeichnetem Erfolge abgelegt hatten, andererseits auch durch ihre bisherige Tätigkeit in der Praxis die Gewähr dafür bieten, daß sie ihre Aufgabe als Sensale voll erfüllen können. Die Börsenodhssee des frühere» lluiversitätsfekretärs. Unter den obevwAhnten Namen fehlt der des Doktors Blum au er. Bekanntlich hat der frühere Sekretär der Unitzersität, der sich besonders hervorgetan hat, als es sich um die Einführung des Numerus clausus an der Universität handelte, und der sich während seiner NniversitätstätiOeit in antisemitischem Gehaben nicht genug tun lonttte, auch Sensal werden wollen und hat sich der Sensalprüfung unterzogen. Er hat diese Prüfung kläglich bestanden. Wenn man ein Zeugnis der Universität nur zum Vergleiche heranziehen wollte^ wäre das Resultat ein schwaches genügend. Allzu groß scheint seine Fähigkeit für die Sensalstelle also nicht gewesen zu sein. Vielleicht hat er gar in dem Gedanken des Numerus clausus der jüdischen Studenten immer nur an beschränkte Zulasiungen gedacht und vielleicht die Frage, wie lange Aktien warten müssen, um zur Börse Melassen zu werden, nicht ganz richtig beantwortet. Doch sei dem wie immer. Dr. Blumauer, der deutschnationale Antisemit extremer Richtung, hat sich nicht geniert, in die von der antisemitischen Presie so stark als „verjudet" verschviene Börse als Vertrauensmann der jüdischen Kaufleute emtreten zu wollen, als ihm dies für seine weiteren Einkommensverhältnisse günstig erschien. Vielleicht hat einmal auf der philosophischen Fakultät irgendein Professor der allrömischen Geschichte das „Non ölet" erklärt. Wahrscheinlich dürfte sich der Universitätssekretär Dr. Blumauer ebenfalls gedacht haben, daß es nichts macht, wenn man Sensalgebühren auch von Juden einhebt, auch wenn es sich noch so sehr um jüdisches Geld handelt. Schließlich „Non ölet". Charcckteristsch ist aber folgendes: Auf der Universität versucht man, den Juden den Zutritt unbedingt zu verhindern, weil man sie nicht für gleichwertig erklärt. Gerade Doktor Blumauer war der Wortführer jener Richtung, welche die Einführung des Numerus clausus damit begründete, daß sie erklärte, die jüdischen Studenten seien für die deutsche Wiffenschaft nicht geeignet. Die deutsche Wissenschaft erleide darunter nur Schaden. Man möge das Deutschtum nur von Juden fernhalten. Und gerade diese Wortführer suchen das von ihnen als „jüdisch" verpönte Börsengeschäft aus. Das heißt man „teutsche Strammheit und Konsequenz". Starte Steigerung des österreichischen Goldschatzes. Nach dem letzten Ausweis der OGc-rveichWeu Na>t<loüiaW>amIk vom 23. Juni hat der Barschatz der Bank' um 343 Milliarden K.oncn zngenommcn und beträgt nnmnchr 3326 Mlill'iaivden Kronen. Diese starke Sieigevung ist in erster Reche daraus zumcktzusühren, daß der österreichischen DavisenFeutvaile irvfollge der BesseruUig der. Krone und der StMWsierdMH dev Ver- HÄtmsie mchr Devisen Wigchichrt werden, ails der i^sterrÄchische Bedarf veÄcmgt. Es werden, infolgedessen die ülbersWsftgen Devisen dem GMschatze zugestihrt. Dieiser UelberPuß an Devisen bewirkt die gewaltige StäMmg des Goldschatzes. AllleMntzs dürste auch Mr Dermehrnng des Golgdschatzes dev Umstand beitragen, daß in MM die EinBünifte cms den im Anslande begebenen Manchen der BWevbuudanl-eihe suißzvss-ive der Oesterreichilschen NationaWank überantwortet werden, was ebenfalls eine Vermchrung des Schatzes büW'M. Hingsgen HM sich/der Banknotenumilauif im ganzen um drei MMarden verwiehrt und beträigt 5017 MMardeü Kronen. Man muß diesen Bainlkuotenumlwus als nur geringe'Zunahme webten, weil doch Mit den Banknotenwerten ein DeÄ der Devisen Mgekanift wurde. Hervor-uheben wäre die Verminidieruivg des WeMeäiportefeuiilles um 31 MMrarden 5Lrvmn. Es beträgt nunmchv 816 Milliarden 5dronen. Also apf allen Gebieten eine wesentliche Besserung der Verhältnisse. Di>es Kann nicht hoch genug gewertet werden. Nächste Woche nur drei-Barsentqge. Laut Beschümß. dvv Wiener BlörsenVaMMer st-nden indsr intächfsöen Woche die Börsevevsammliungm am Mowchg, Mittwoch und FrÄtäg staldt. Der Erfolg der Völkevbmrdanloihe. Die Zeichmmigen auf die VöMerlbnndcrttleilhe arehnten einen ^befräedigenden VevlMf. Die letzten Zusamurenstellüngen des bisherigen Zeichnungsergebnissies haben ergeben, daß nur mehr ein kleiner Dr'rl des -im Jnlande zur Zeichnung anfgeSicgten Betrages nnterMringen A. Ms -im Worisichre nach den Ergebnissen der Genfer Verhandlungen di«e österreichische Regierung ermächtigt ävurde. die Anleihe im Wsamtbetrage von 6M Mllioneu Goldkronen cruftzu- »chtteen, da gslcmbten selbst große Optimisten nicht daran, daß les möglich fein werde, die MMHe zu sÄavieven. Als aber das >DanierungsprvMMNn gültige ForWvrtde machte -und die Nachricht kam, daß -Amerika sich berect Mart habti. einen Teil der Auloihe anszunebmen und zu gavankieven, da war bet Erl'alg der Anleihe sichergestellt, die Bechandlungen mit!den Garantiestaaten England, Frankreich,. Italien, Dschecho-Slowakei üsw. w-aren bald zu eimau günstigen Ergebnis gela-Mt. Wi>/ erwartet, 'bestand m den Staaten, m denen eine Teilausgäbe der BMerbundaMMe mt Placierung gelangte, nach diesen Wertpapieren eine ungeh:.ure Nachsrage, die Anleihe wurde mehrfach überzeichnet und am ersten Tage nach Zeichnnngsschluß zu einem dem Emissionskurs weit übersteigenden Kurse gehandelt. Nichtsdestoweniger hat uns die Nachricht, daß in der Schweiz die Anleihe» zw an zig fach überzeichnet wurde, doch einigermaßen überrascht. Diese Ueberzeichnungen und das Suchen nach BölkerbMdanleihe zu einem höheren Kurse als -dem Emissivnskurs. zeigen uns deutlich, wie sichr das Ausland davon überzeugt oft, daß- Oesterreich bald wieder die Friedenswirtschaft eingeführt haben ' und den Platz, der -ihm Dank seiner ausgelbildeten Jn>dustvie, seiner künstlerischen und üültNVellen Bedeutung in Mitteleuropa zukommt, wieder einne!hmen wird. Dieses Vertrauen. rechtfertigt die Bevölkerung dadurch, daß siie die Anleihe voll zeichnet. Geschäftsverkehr mit Bulgarien: Die -Exportabteilung der Wiener Handelskammer, 1: Bez., ' Stubenring 8, 3. Stock, Zimmer 327, erteilt legitimierten österreichischen Firmen vertrauliche Auskunft über eine Firma in Stara-Zagora, bezw. Haskowo, Zahl, 34.666 Kul. Kölner Messe. Die erste Internationale Messe in Köln wird einer an den Außenhandelsdimst der österreichischen Handelskammern gelangten Mitteilung.zufolge, nunmehr in der Zeit vom 16. vis 20/. September ^gehalten werden. Das Meßamt hofft ^bestimmt,, diesen. Zeitpunkt einhallen zu könuen, wenn es auch'bei der gegenwärtigen politischen Situation eine feste Garantie nicht..übernehmen .kann. In Oesterreich ist das Interesse für die..Kölner Messe ein ziemlich lebhaftes." Die Oesterreichrsche Gruppe, kann bereits als gesichert. gelten. Die zweite.offizielle Luxemburger Mustermesse wrrd.in der Zeit vom 12. bis 22; August'd.'J. abgehalten werden. Mn devselben können sich zum ersten Male arvch österreichische Firmen 'beteiligen. Mr die Ausstellung auf der Messe kommen vor allem Erzeugnisse der.Luxus- und Gefchmacksindustrie in Betracht. Es ist auch für eine vertretungsweise BeteMgung vovgesovgt. Nähere Muskünfte erteilt der AußenhandolMenst der österreichischen Handelskammer. Wien, 1. B^., Siubenrrng 8. Oesterreichische Ausstellung in London. Die von der Wiener Kammer für Handel, Gewerbe und 'JMcstrie in London veranstaltete Exportausstellung. wird .am. 2. d.-eröffnet werden. Es uchmen über 100 Firmen teil. Neben dem ursprünglichen Programm wurde noch eine besondere Abteilung -für österreichische künstlerische Graphik-- angrgsi>ederit,. die der Prolvsior der iKurrstzgewerheschube Michael Powollnh ar-rangieren wird. Als Leiter der ÄusstÄlung hat rsich: KamMevamtsdirektor Dr. Pistor bereits nach London 'begeben. Außerdem begeben sich ungefähr.40 von den Ausstellern ebenßllss nach London. Auf der Ausstellung wird auch eine AiÜMmstsabteilung der Kammer amtieren. Es ist in Aussicht «genommen, die Ausstellung -im -nächsten Frühjahr gogebemnfalls zu wiederholen. Einfuhr von Postpaketen nach Ungarn. Die Handelskammer in Wien gibt bekannt, daß -das ungarische Handelsministerium mit Verordnung vom 18. Jum 1983. Zahl 18.497 <veriarübart im ungarischen AmtMatt vom 24. Jrmi 1923) - die Frist für die Vorlage der Ansuchen um Einfuhrbe-willignng für Pöstpaketsendungen, die bisher 8, «bezw. 14 Tage, vom Tage des Einlängens «der Sendung gerechnet, betrug, einheitlich auf 80 Tage erstreckt hat. Wiaremmlsatzsteiuer. Die WareMmsatzsteuer ist kn.Wien nicht hei den städtischen Kasten soudevn bei den staatliichen StieUVr-Admiinistratiionen, M welche eigene PosHparkassenkonten «röffnet wurden, zu entrichten. Erlagscheine sind, bei den SteicevadmiwistNatiMen erhälMch. WetviMvedukmon in der englischen BchwrwolliUdustrie. Aus London wird uns berichtet: Infolge Mangels an Bestellungen haben die MveVtvren der Mumlwollw-ebtzreien in Manchester belschlosten, did AribeitsMit in den Monaten--Juli und August auf vier Stunden täglich ftlstWsetzen. Von dieser Maßnahme werden 800.000 Personen betroffen. - 2% GNevtavifveform. In der Angst sta-ttgchuudenen Sitzung des BerkehrSausschusses des Gremiums der Wiener Kausmapnschast wurden die durch die AufWmsfDikattion.unlineare Erhöhung entstairdemn UniMrechti-glke'iten ibei den Gütertarifen besprochen. Es wurde dringend eine Abänderung der BWMMung über die JnhaltslbeKeichuuug im Fpachdbriöf geifordert. Stark vermißt wurden Ausirahm-elbestimmungen für die Berechnung der WagensMudsgeilder während ev-entu-eNr Streiks. Dringend geford-evt wird eine BerbMigung deZ Wiener Lvkailverk-chrs, da Wien der -größte Konfumplatz - ist SeitlenS dev BMma-tHrläWenhändler wurden schon hei der Gütevaufgabe die Konstatierung de-v richtigen DMavi-WUng durch Bahnorgan-e, Ausnahmstarife für Zement und- ZiegÄ de-r Entfall von TraNsporWeWilliguntzen bei iU-ebevstellung von. Waggons von Station z>u- Station, -ms V-emmeiidung von - Um. ladunigen, raschere Rückzahlungen für Kr viiel erhobene Fvach ten durch die Bahn verlangt. Ferner wurden die Bestincmungen Wer die AnfordoMng eines Waggons zur auHchließlichen Benützung über ven Transport -von gedäinpftiem «und Gruben- Holz ms resormbMrSftiy erNavt. In der Resolution wurde die. dringende Fordemng nach Einberufung des VeMhrsberrates gest-M. .Zum. Schlüsse wurde noch Aber den neuen Zolltarif riefenierit- und erWart, daß die Kaustna-nnschaft erst nachein» gcheuder Vorbewt-ung des Entwurfes, dev -i!hr Mrigens noch iMmler nicht zugekommen sei, zu diesem Stellung nehmenkönne. Eine TeÄreform muß entschi-eden abgelehnt werden, da h'i-vMrrch nur dieeinflußreichsten, nicht Aer die schützb-MchtM'" Gmcplpen Boriücksichtigung fiuden. würden. Emhebrmg der WavemMsatzsteuer von zollfreien Postpaketen« Wie' bereits MtigetM wurde, hat das Bn-ndesrni'-ulisterinm Wv Finanzen über Antmg des Gr-eiminms der W'ione-r Kaichnanuschcht die Zollämter mit Wriknng vom 1. WM mit dev Einhebung dev Wcwermmsatzsteuer von Postsendungen Nlld von Sendungen von zollfrsien Waren betraut. Das Gremlium der Wiener KacchrNMnschaft macht nun darauf aufantzEam, daß es sich dvingenld emlpisü-ehlt, -allen Sendungen etne Faktura oder eine WevteMarung beitzugeben, da das Zollamt andernfalls bei zollMchtzögen Waren das' 20sache des entfallenden Zolles. M Wert anzun-ehncen hat, während das Zollamt bei zollfreien PMendungen berochti^t mit'der Warenumfatzstenec Manipulativns>geibühren einznheben haben. . Wiener Börse. Die gestrige Bövje nahm einen entschieden ruhigen Verlauf. Die' Geldverhältnisse haben sich ein wenig versteift, die Prolongation-ging etwas schwerer vor sich als allgemein erwartet'wurde. Dazu kommt das bevorstehende Monatsende, da3 gewöhnlich größere.Mittel in Anspruch nimmt. Diese , dadurch verursachte Geldknappheit bewirkte, daß eine gewisse Beruhigmrg 'der Spekulancnstäügkeit eintrat und sich auch in manchen Kreisen Realisanonsneigung zeigte. Trotz alledem HM die Börse keinen Schwächeansall. bekommen. Die Bankenkurs' waren wohl etwas niedriger, doch lange nicht so, daß eventuell, daraus irgendwelche Schlüsse für die Schwäche der Börse öt* zogen werden könnten. VoN dön B a u k lv e r t e n ermäßigten sich östetr. Kreditaktien um 15.000 K., Uuioubank.2000 K., wogegen Ungar/Kredit um 50.000 K.. Länderbank um 10.000 K.. die Aktien der Brit., ungar. Bank um 17.000 K. und ZivnostenSka um 9000 K. höher bewertet wurden. Depositenbmckaktien unterlagen mehrfachen Schwankungen. Auf dem T r a n s p o rtmarkt e verlöre» Staatsbahuaktien 57.000 K. Hingegen zeigte sich Nachfrage nach Alpineaktten, die eine Besserung von 4000 K. auszuweisen hatten. Lebhafter entwickelte sich das Geschäft in D a i m l e r a 111 c tt, welche in größeren Posten umgesetzt wurden und mit einer Avance von 9000 K. den Markt verließen. Der Gesamtverkchr in der- Kultsse nahm mit Rücksicht auf die dreitägige VerkehrSunterbrechung keinen größeren UmfSng an. Jin Schranken war die Grundftimnnmg wohl fest, doch war das Geschäft nicht mehr so intensiv wie in den letzten Tagen. Größere Nachftage zeigte sich für Petroleumwerte, von denen Galizia um 3,260.000 K. in die Höhe schnellten, ferner gewannen Naphtha, 100.000 K., Fanto 50.000 K. Von den H o l z w e r t e n wiesen Portois & Fix eine Steigerung von 56.000 K. auf. Auch einzelne Maschinenfabriksaktien waren Gegenstand regerer Nachftage. Bezugsrechter Bosnische Bank 1000 K., Ungarische 5kredit 46.000 K., Vereinigte Budapester Holz 25.000 K. (gratis1 und zahlbar) 36.000 K. Aus dem Anlagemarkt waren Oesterreichische Renten höher gehalten. Von den Exoten notierten! Anzeigen-Ges. 100.000 bis 106.000, Jriag 278.000 bis 295.000, Epple u. Buxbannr 56.000 bis 59.000, Erdöl 56.600 bis 58.500, Mraznica 205.000 bis 230.000, Schubert u. Co. 16.000 bis 18.000, Steir. Kohle! 85.000 bis 95.000. Prager Börse. Prag, 28. Juni. Die heutige Börse zeigte nnt Rücksicht auf den Wochenfchluß und Deckungen der Konterrnine ziemlich feste Haltung. Auf dem Jndustrieaktienmarkte waren von Lokalwerten besonders Kohlen-, Zucker- und die Aktien bc§- Konzerns der Prager Papk fest. Ärbitragewerte verkehrten auf! Wiener Nachrichten/ruhig, eher - schwächer. Fest lagen weiter. Elektrizitäts-, Chemische- und Baupapiere. Mcüschinenfabriks-' und Eisenwerte waren ruhig, Brauereipapiere lagen schwächer., Bahnen waren geschäftslos. Die heimischen Banken stiegen weiter, die Wiener waren eher schwächer. Der Änlagemarkt' war mit Staatspapieren an der Spitze bei mäßigem Waren-: Mängel sehr fest. In Exoten waren Valutapi-ere mit Ausnahme: von Bulgaren schwächer. Die Schlußtenbenz war fest. S ch l « ß k u r s er Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken' —.—, Böhm. Unionbank 389, Böhm. Eskomptebank 393.—,- Döhm. Jndustrialbank 442.—, Zivnostenska Banka 383.50/ Anglobank 163.—, Oesterr. Kredit 141.—, Wiener Unionbankj 140.—, Wiener Bankverein 106.—, Buschtiehrader Eisenbahn Lit. A —, Lit. B —.—, Ferdinands-Nordb cchn 6850.—/ Prag-Dnxer 198.—, Anssig-Teplitzer Eisenbahn —,; Nestomitzer Zuckerindustrie 1145.—, Vereinigte Elektrizität Wieni l 149.—, Brosche 915.—, KolinU- Spiritus —, Kömgshoser! '. Zement —, Breitfeld-Mnek 439.—, Ringhoffer 700.—,, Simmeringer 117.—, Rothkosteletzer Textil —, Alpine- Montan 287.—, Poldihütte 426.—/Prager Eisen 992.—, Oesterr.- Berg u. Hütten 1755.—, Skoda 469.—, Jnwald 535.—. MSavester Börse. Budapest, 28. Juni.. Infolge der höheren Züricher Kronennotiz eröffnete die heutige Börse in schwacher Stimmung und es kam viel Ware auf den Markt.' Die Flauheiterstreckte sich auf fast sämtliche Gebiete. Namentlich die hvch^ im Kurse - stehenden Papiere mußten sich erhebliche Kurseinbnßen gefallen lassen, während die übrigen behauptet blieben. Bankwerte blieben weiterhin gefragt. Starke Nachftage wiesen > I auch die Judustriepapiere auf und auf dem Holzmarkt kanten! - sogar mit wenigen-Ausnahmen'Kurserhöhungen vor. Dieschwächeren Wiener Berichte kmwten auf die hiesige Börse keinen Einfluß ausüben. Die Börse schloß freundlich nnd der. Verkehr war lebhaft. .Das Wochengeld betrug 3 bis 3,25 Prozent. Schlußkur ser Ung. Kredit-162.000.—, Oesterr. Kredit I. 74.000.-, Britisch-Ung.. Bank 31.000.-,Salgo- Kohlen 265.000.-, Rimamuranyer 68.000:—, Südbahn .'46.000.—, Staatsbahn —.—, -Gran-Szaszvarer 160.00,0.—, OLerungarische Kohlen. 300.000.—, Drasche-Ziegel 100.000.-, Ungarische Allg. Kohlen 840.000.-, Urikany Kohlen 400.000, Adria. 330.000.-/ Clotilde chem. Fabrik 63.000—, Ung. Eisenbahnverkehr 85.000—,! Anglohapk —, Verein. Holz 28.000, Kobnrg 28.000.—-! Spodium 97.000. Viehmörkte in A. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) R i n d e r m a r k t. Der Auftrieb belief sich auf 79 Stück, inländisches, 169 Stück ungarisches, 17 SÜrck - tschecho - slowa-' kischeS, 294 Stück jugoslawisches und 1238 Stück rumänisches, zu-' sammen 1797 Stück Schlachtvieh, worunter sich'1585 Stück Mast- und 212 Stück -Beinlvieh befanden. Der Gattung nach waren '1629 Ochsen, 62 Stiere, 143 Kühe und 73 Büffel. Es notierten: Ochsen je nach Qualität 9000 bis 14.500 K., Stiere und Kühe 9000 bis 14.000 K., Beinlvieh 6000 bis 9000 K. und Büffel 7500 bis 9000 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. Bei spärlicher Kauferbeteiligung stockte der Verkehr empfindlich, so das; ein Großteil der Austriebe erspart blieb. Preise gegen Bkontag schivach behauptet. S ch w e i n e m a r k t. Aufgetrieben tvurderc 351 Schweine, 'darunter 90 Fleisch- und 261 Fettschweine. Es notierten: -'Fettschweine 26.000 bis 27.000 K. und Fleischschweine 26.000 bis 29.000 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. Preise stellenweise um 600 K. pro Kilogrmnm billiger als am Dienstag. Stechvieh mar kt. Die Gesamtzufuhr belief sich auf 2878 Stück Kälber, darunter 1270 lebende, 995 Weidnerschweine, 233 Weidnerschafe, 194 letzende Schafe, 26 Ziegen, 61 Kitze und 76 Lämmer. Es notierten: Lebende Kälber 16.000 bis 23.600 K., Weidnerkälber 18.000 bis 26.000 K., Weidner --.Fleischschweine 27.000 bis 34.000 ' K., Fettschweine 30.000 bis 31.000 K., Weidnerschafe 9000- bis 17.000 K., lebende Schafe 6000 bis 14.000 K., Ziegen 6000 bis 12.000 K., Kitze 12.000 bis 18.000 K. und Sammet 10.000 bis 18.000 K. pro Kilogramm. Bet ruhigem Verkehr blieben die Preise für Kälber und Fleischschweine im Vergleiche - zur Vorwoche unverändert. Fettschweine hingegen haben bis zu 2000 K. pro Kilogramm angrzogen. Die Warenmärtte. ^igeivbcvicht der .Müen-er Morgentzsikuttg".) Ävlz. Auf dem hiesigen Plätze war das Geschäft gleichwie in den letzten Wochen-noch schwach, die Konsumenten nahmen nur ganz; geringe Mengen aus dem Marke, auch Hartholz machte hiervonkeine Ausnahme. Dagegen - ist das Exportgeschäft im Zunehmen' begriffen, namentlich hofft man mit den Weststaaten größere Ab-> schhüsse abzuwickeln, ./herbeigeführt infolge des neuen Handels-' vertraaes mit Frankreich.