Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1569 (26.6.1923)
- Date
- 1923-06-26
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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-7-7-..- - -< " ..---. Li AUUIH»I .gfegfe 6 MM, MensLag_ knÄhrma. Ae LÄewmvtelmSrve. 5M Beschickung der Märkte 'mit Vieh Md N-eilch lvar M'tön besonders günstig. In der Großnmrkthalle langten 21 Waggons eur, darunter 14 Waggons mit Rrüdfleisch. Auf dem RrndermarLt-e in St. Marx Emnuren ungefähr 4800 Stück zuni Mstrieb. Es ist daher mit einer Verbilligung von. Rintzvich rmd Rindfleisch zu vechnen. Auf dorr GvünwMe-nmärkän blieben die Preise vollkommen unverändert. Nus dem Naschmarkte kamen Wer« schüvämnie Zum Verkaufe, für die im Großhandel 18.000 K. pro Kilogramm verlangt würden. ' , Bühne und Kunst. Bolksoper. Tendern die klassische Operette von der modernen Tanzoperette und Posse mit Musik verdrängt worden ist, sind für Franz von Suppe schlechte Zeiten angebrochen. Nur ganz ausnahmsweise erscheint er mehr im Spielplan und seine Musik, in der sich wie in seinem Blute verschiedene Nationen harnwnisch vereinigen, findet kannr mehr die verdiente Wertschätzung. M und zu hört man noch seinen ,Soccacio", der in recht ergötzlicher Weise das Leben des berühmten italienischen Erzählers illustriert, gleichsam einen kleinen Ausschnitt aus feinem „Dekameron" vorsührte und eine Fülle ganz entzückender, abwechslungsreicher und fein pointierter musikalischer EinMe bietet. Mit seinem kräftigen Humor, seinen gehaltvollen Themen und seinen kühn gespannten Opernsinales verdient dieses Werk wirklich die Marke Komische Oper^, unter der an der Wiener Bolksoper die Operetten-vorgesetzt werden. Eine falsche Scham, da die klassischen Operetten in den Spielplan jeder Bolksoper gehören und ihre Aufführung somit keines Decknamens und keiner Beschönigung bedarf! — Ter von Kapellmeister Leo Kraus mit liebevoller Sorgfalt neueinstudierte ,)L o c c a c i o" bemüht sich um flottes Tempo und seinen Lustspielton. Fräulein Rantzau war ein stimmlich vorzüglicher, sonst etwas schwerblütiger und wenig unternehmender Boccacio, Tr. Josef Berg au er ein überaus gewandter, nur mitunter zu aufdringlich und weitschweifig exremporierender Lambertuccio. Sehr liebenswürdig gestaltete Tr. Kr o e gl er den Prinzen Pieto und Frau Grieb l als Petronella bot wieder eine ihrer ausgezeichneten derb-komischen Gestalten. Sonst waren noch die Damen Ursuleac, Hajegg und Gero sowie die Herren Puntschart, Beer und List an dem wohlverdienten Erfolge beteiligt. Wiener MorgrnzeKu«^ Müettmlge« aus dem Publikum. Kultus-u. Justiztalare u. Barette liefert in eehffnster Aasfülumag die bekenn teste Sperialflrma ,285 RUDOLF GOLDSTBN wienÄbÄ“^-» Gegründet 1866 - Große Auswahl feinster Stoffe für Maß best eil un gen Wichtig für Zn- und Ausländer! preiswerte Möbel"»"" renommierte jfnnfttifchler- und Tapezier«,Möbelhan- Platschek & Co., Wie«, IZ„ Porzellavgafie Nr. 49 a Besichtigung frei. Gegründet 1SS2 Für prima Derpackuug wird gesorgt. 567 tzerichtssaal. Halb Hakenkreuzler — halb Sozialdemokrat. In ein Gaschaus in Rudolfsheim trat eines Abends der Eisenbahner Johann Proißl. Der Herr Proißl gehört zu jenen Leuten, die sich in Hetzplakaten in den wüstesten, ordinärsten Beschimpfungen gegen die Juden ausleben und die die Weltordnung dadurch verbessern wollen, daß sie die Juden einfach samt und sonders ausrotten. Im Ueberrock trug der wackere Herr Proißl daher das Hakenkreuz. Am Nebenlisch saßen die sozialdemokratisch gesinnten Max Scholz, der Bezirksrat Peter B r u s e n b a ch und Franz K ü r n b e r g e r, die das Hakenkreuz nicht gern sahen. Daher kam zuerst Scholz auf Proißl zu und forderte ihn auf das Abzeichen zu entfernen.' Er tat es nicht in besonders höflicher Form, sagte einiges von Mörderbuben und Schädeleinhauern. Dann mischte sich der Bezirksrat Brusenbach hinein und dessen Rede war schon deutlicher. Der Tenor ist etwa der, daß er sagte, die Hakenkreuzler nennen sich antisemitisch, bringen aber die Arbeiter um. Was mit anderen Worten heißt, daß der wackere Genosse Brusenbach im Grunde gar nichts dagegen hatte, wenn die Hakenkreuzler ihren Prinzipien treu nur die Juden umbringen würden und die Arbeiter verschonen wollten. Sonst wäre eigentlich vom Standpunkte des Brusenbach gegen die Hakenkreuzler nicht das mindeste einzuwenden, eine Meinung, die auch so ungefähr in der Aeußernng des dritten Angeklagten Kürnberger zum Ausdruck kommt. In der gestern durchgeführten Verhandlung wurden die drei Angeklagten verurteilt, wobei ihnen die politische Aufregung als -mildernd angerechnet wurde tzl-Bühue. v Apollo-Theater. Das Apollo-Theater ist gesteckt voll, als wären Nackttänze zu erwarten. Indessen erweisen bloß die Schauspieler der Tiroler Exl-Buhne, wie man sein Publikum zur Kunst ersieht. Im Juni und in einem Varietesaal, in welchem man bei Tischen sitzen muß. Als Zwölfter Abend im Anzengruber-Zyklus: „Der G'wissenswurm". Eduard.Köck gibt den Dusterer. Diese unerhörte Mischung der Grundelemente der bäuerlichen Tartüff- Frömmelei, Gefräßigkeit, Geilheit, Verschmitztheit und Feigheit — ist nach Eigenrezept dosiert und unnachahmlich. Vortrefflich auch Ludwig Auer als Gegenspieler. Sein Grillhofer hat wohl einen Klaps und läßt sich Angst machen. Aber eine Pause des Nachdenkens, ein' kräftigeres Wort zeigen rechtzeitig, daß der Erbschleicher Dusterer nicht gut abschneiden kann. Das nenne ich mir ein Duett! Wenn diese beiden beieinandersitzen, spannt man Augen und Ohren auf, daß einem ja nichts entgeht. Kein minder erfreuliches Paar ist August Bürger und Anna Exl, die wohl im „G'wissenswurm" ihren besten Abend hat. Das ganze wirklich außerordenliche Ensenrble schenkt eine Anzengruber-Aufführung, die ihresgleichen kaum findet. Wie klug weiß der Spielleiter die kitschige Fabel des Stückes durch die Plastik urkrästiger, lebensvoller Gestalten vergessen zu machen, wie restlos gelingt es ihm, Marlitt-Sentimentalität mit Anzengruber-Humor zuzudecken. Die Exl-Bühne ist die Freude des Wiener Theatersvmmers'und ein Ersatz für manches Mißvergnügen 'während des Wiener Theaterwinters. O. A. FreiÄufführurlg von Beethovens Neunter Symphonie. Tie FrviauHuhrung von Gustav Mahlers Achter Symphonie 'mußte technischer und NnsÄernscher SchjwietiKetten' halber aus den September verschoben werden. Es wird daher süv Samstag den 30. d. Beethovens Neunte Sympho-» n'ie und für Dienstag -den Juli die Missa Solem-> n i' s vorbereitet. Die für die Mahler-AnWhm-ng geWenl Karten können gegen die ab Montag neu zur Ausgabe gv-t langenden Karten zur Neunten, Symphonie oder zur Missa! Solömmis-Aufführung nmgetouscht werden. Eine voMmrmene Rückgabe der Karten erfolgt nur von Dienstag den 36. bis, imkliusive Freitag den 29. d. in der Zeit von 3 bis 8 Uhr nachmittags im Bureau der'„Wiener Trtibüne", 3. Betz., Kollergasse 15; in Kartenbnreans wÄd kein Geld zurück-, erstattet. Die genaue Besetzung für die BcethovenEo nzerte wird morgen veröGentlW. Aus den Aeater«. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr, „Das Winter- Märchens nerbeinsütdiert. Die „Geisha"-Aussührungen im Belvedere-Park. Auf der Freilichtbühne im Belvedere-Park findet morgen, Mittwoch, die zweite und übermorgen, Donnerstag, die brüte Aufführung von „Die Geisha" oder „2>u Geschichte eines japanischen Teehauses" statt. In der Volksoper absolviert der erste Tenor der Metropolitan-Oper in New-Aork, Mario Chamlee, ein dreiabendliches Gastspiel. Renaissancebühne. Heute, 0 Uhr, Uhtrs Gastspiel des Tegernseer Bauerntheaters, „Der Amerikaseppl", Morgen Mittwoch, halb 8 Uhr, zum ersten Male, Gampiel Paul Baratoff (Ben-Zwi) mit dem Ensemble der Jüdischen Volksbühne „De r F rem de". Donnerstag, abends halb 8 Uhr, Gastspiel Paul Baratoff „Der Gott der Rache". Freitag und Samstga, abends halb 8 Ubr, Gastspiel Paul Baratasf „A s k e l c M a z i k". Herr Schmitz eutschübet. Der WerwÄtnrMjevichkHöf unter Vorsitz des Präsidenten Dr. Schuster vethaudeke gestern über eine Beschwerde des Natdmalrates Dr. Julius Deutsch in seiner Eigenschaft als MitgliÄ) des packaueniarffcheu Beirates zur Verwaltung des Birudes-Wohu- und SiMrvngsfonos gegen das Bundesmiittsterium für soziale Berwoltnng wegen der ohne Aohbrung dieses Beirates bewerkstelligter» Auszahlungen <r^s dem Buudes-Wohn- und Siedlungssonds. Durch bas Bundesyesetz vom 18. April 1981 wurde zur Verwaltung des durch dieses Gesetz geschaffenen B-Mes-Wohn- und Sredlungslfands dam BurödesmmPettmn für soyiale Verwoittmig (Bundes-Wohnuud SiedÄrngsämt) em aus den größten Parteien des Natwnülvates gewählter DrMrSwiger Beirat (2 ChrWichsoMe^ 8 SozialdHnokrxüen mch 1 Gvotzdeutscher) zur Seite gestellt. Die Beschwerde des BeirÄsmWrodes Dr. Julius Deutsch richtet sich ' dqgeger^ daß das - Bundesmimstervmn für fotzi<Le Verwaltung - eine RÄHe; von Zahlungen aus dem Wohn« und Siedhrngssonds an' 10 ®#teh^)cn und 46 Bau- «nd WohmmgKgenoffen-- schaften,.llmd zwar aus dem 19 Milliarden-Kvedit vom . JÄH« 1SW imsbegaPte, ohne vocher einer.« Beschluß des.7 Beirates eingchblt zu haben. Der Beschwerdwertveter Natümalrat Dr. Eisler bezeichnete dies'bei der gestrigen VerhaMung als eine Sabv-tierung des Gesetzes. Der BerNEnngsgerichts- Hof gyb der Beschwerde Folge und hob dieakgeso ch t e n e Entscheidung wegen mangelhaften Verfahrens auf. - DB Hlckenkreuz ist unrhrerchast. Dvefe Feststelln-Yg tMrde gestern beim Straft^girksyericht 1 durch den BeFft-srWer Dr.^ Grün gerichtsordnungs- und aktvnrmcißiig gemacht. Der -Datbestzand,.der zu dieser im Grunde genommennicht über- - rascheren Konstatierung einier bÄanwtM Tatsache gsMrt hat. ist Vurz folgender: Zum BürgerschuldivMo^ /August' . Mritscha (es^ wird gut sein, sich -den Namen zu nMchi) kM eines. Tages der Fabrikant Emi-l Einöhrl - und führte Besl^VylHe - wegen ein>es seinem Sohkne angMich angetanen AUreMrv- Däbei kam es zu einer KoMroverse, in, der.m.'Pkrlaüf '.her.,- Fabrikant dem Direktor „hakenk«nKliePifche ManiereU". Vorwarf. Der Direktor Mtscha scheint die hakend ttouslierische Gesinnung nicht eben hoch ei'nznschätzeu, bmn er Fatzke Ps. als Beleidigung auf, daß mnn chm Manieren, He'. Mzeichen WfammmhäWm, vorwarf. B-er'de.r!VLt- . haMüng fragte der Richter, wie er dazu °komme^ d^nr Müger müÄr solchen Borwurf zu machen, worauf der AngeEl>cDte aw? ' gab, dyß der Direktor auch während seine,r MntstätiigVeft nü ' ÄhtchWhäUde ostentativ das Hakenkreuz getragen und sich ihin gegen-über einige Male weAverfend über Juden' geirußeck' habe.. Diese Angaben wurden vom Mäge,r beswiften.- Äer Richter verurteilte den B-efchuldigten im vollen Unffantz dtzr - AtKlqge. zu einer GMtrase von 300.000 K., eveiMM zu MWunden Arrest. In der AvMs>b«ykÄMl'Ng',sHM^ -Mchher unter aMrom aus, daß der Vorwurf hahenk.veuM- - rischm.Benehmens den Tatbestand einher lchrenbeleHguntz be- Inhalte.,.weil in eineau sehr großen Dvrle der BevLPerluÄS/^; ch mit Recht oder Unrecht, habe das Gericht nlicht M unter- . suchen — die Ansicht herrsche, daß das BewchnM. der ' HaLeBmrqbw ein gewalttätiges - sei, daher in denr 'Borwurfe. hakenEreuzl-erischen Benehmens biic Beschuldiigün'g der ' Gew-alttätigkeit, sohin der Vorwurf e rn er nu? '^-'Ir-enhas-len Handlung gelegen sei 26. FM MS _ «ollswirt. Sestemhelte Krone Auszahlnog Mm 0.00M, KW«. 0.00783/. keatimes. I» Zürich notierte die österreichische Krone . . 0.0078»/« (0.0078*7« am 28. Zmckjl am 28. AM die österr. gestempelte Krone 0.0078»/, (0.0078*/, die tschechische Krone . . 16.72 (16.70 am 28. Juni) die Mark 0.0035 ( 0.0048 am 23. IM) Holland . 219.— (218.80 am 23. Jmi) New-Aork 588.75 (558.25 am 23. Juni) London........ , 25.78 ( 25.76 am 23. IM) Patts ... 34.65 * ( 34.60 am 23. Juni) Mailand. 25.— ( 25.12 am 23. Juni) Belgrad......... 6.85 ( 6.35 am 23. Ami) Bukarest ...... .7 2.85 ( 2.75 am 23. Ami) Sofia.......... 6.— ( 6.60 am 23. Ami) Budapest.. 0.06*/, ( 0.06V« am 23. IM) Warschau ........ 0.0055 ( 0.0050 am 23. Juni) Wirtschaftsnachrichten ans PaMina. „Comercial - Bulletin" vom 21. Mai d. I. teilt mit: Der Außenhandel Palästinas im März 1923. Im Monate März des Jahres betmg der Wert dev Einfuhr nach Palästina 411.962 Pfund (um 183.974 Pfund weniger als im März 1922), der Wert der Ausfuhr 181.102 Pfund (um 2116 Pfund mehr als im März 1922). Im Bev gleich zum Monate Februar 1923 wurde im März um 36.10^ Pfund mchr eingefühtt und um 23.946 Pfund mehr ausge» sühtt. Die Einnahmen aus den Zöllen auf Tabak und Tabakprodukte bezffferten sich im März auf 11.208 Pfund, nur 861 Pfund mchr als im Februar. Der Index in Palästina. » Die Gesamtindexzphl für Palästtna für das Jahr 192weist, wenn man die Preise im Jahre 1920 gleich 100 Prozent! setzt, eine Abnahme um 49,8 Prozent auf. Stellt man di- Preise des Jahres 1921 gleich 100 Prozent, fo ergibt sich fük 1922 eine Preisvermindernng um 23,7 Prozent. Die gesamtest Zahlen sind auf Grund der Großhandelspreise für Lebens-» mittel, für Heizmaterial und für eine ganze Anzahl verschieb den er anderer Artikel errechnet. Die britische Reichsansstellnug. Zwecks Teilnahme Palästinas an der britischen Reiche ausstellwg hat sich schon vor längerer Zeit ein Komitee ge^ bildet, dessen Arbeiten gute Fortschritte machen. Die Teib nähme Palästtnas an dieser Ausstellung sicht bereits fest. Diausgestellten Objekte aus diesem Lande werden in -einen» eigenen Povillon vereinigt werden. Me MrkweÄMMe Rußlauds. Aus Danzig wird rws gemeldet: Mkin gibt sich, Vertrag end «ff die Meldungen von der wirtschafü-icheu NMorientte^ Sowjets, außerhalb Rußlands einer starvrn Uebere schatzimg dev gogonwartigen Wirtschaftslage des Landes hiw Verschiedene stzrtrstrffche Ergebnisse, die in jüngster Zeit publiziert wmdeu, gestatten jedoch eine -inievesiante Korrektur. Es hat Müengbar m gewissen Industrien, teilweise als Erfolg deü der letzten günstigneu Ernte, ein Ansteigen der Produktion stattychuÄon, doch hieltM sich die Ergebnisse überall in engest Grenzen, und es stehen Minde«rtrLgmsie >in anderen wichtigen Pro^ktionsKoeigeu als Abzugspoften gegenüber. So ist -int ersten Quartal 1983 die Steinikohlensvrdemnig im Vergleich mit dem Vorjahr um 18 bis 20 Prozent gurückgegangen. Auch die Naphchaversorgung ist ungenügend, fo daß der Brennstoff- Mangel «ff die ganze Schwerindustrie «Mrlich ungünstig euu wirkt. Die staatlichen Aufträge werden nur sehr schlecht und dazu, noch mit Verzögerungen bezchlt. Die Lasseren Ergebnis^ vor allem der Gummi- und Textilindustrie (MnatAProduMon etwa eine Million Paar Schuhe gegen 200.000 im Vorjahre) finden -ihre Grenze in der beunruhigenden AufnahnwunfNsigt keit des inneren ruffffchen Marktes, die die furchtbare Verarm nwng Sowjetrutzlcmds verdmMcht. Trotzdem die gesäurte vuW sche industrielle ProdM-io« mit 760 Milliomn Goldrulbeln kau«, ,nehr als ein Fünftel der Friedenserzengung 'betragt, HLufev sich die Lager von Monat zu Monat, wei l die Masten M Kaufkraft verloren haben. Bon Monat zu Monat, steigein die nicht abgesetzteu Gestände der Dextikndustrie, vom August IM mit 61 Million inen Arschin auf 94 Millionen im Jahre 1623. Ebenso gcht es auch der Znckerindnsttie. Hier sinddie Zahlen direkt nieder, schmetternd, Werl sie die ganze Verelendung des mstischev Volkes enchMen. Die russische ZuckerprodiMon übersteigt nicht 18 .Millionen Pud; im Frieden erreichte sie volle 80 Millionen Doch auch nicht -ciumcil diese 12 Millionen Pud kann das ntp sche Volk bezahlen, trotzdenr der Zuckertrnst den Bauern «0 »edlem in Zucker zchlt und ihnen 4F Millionen Pud rv natura übergibt. Der Gesamtabsatz ist kaunr doppelt so gwtzschwankt uni 9 Mllionen, so daß 3 MMonen Pud, ein VieriÄ der Ernte, unverkauft Werben. Daher läßt sich obschätzen, wül geringe Ginftchrmengen vom rustischen Markte ausgenommener werden Wunen. Wer immer in der nächsten Zeit nÄ einem starken Export nach Sowjetrußland rechnet, der gibt sich Jb lussionen, hin, die zweifellos von der Wirklichkeit stark «ntt* täuscht werden müssen. Nur eine starke Vermehrung deii ^lMdwirtschaftlichen ProdMion 'könnte hier eine Wendnnj zum Besseren bringen, aber eine solche kaum sich nur allm^- lich vollziehen. Aus emeu starken rustischen Export ist natürliös Ebenfalls kamn zu -rechnen, da von den 7-80 Millionen Gold» rnbeln GesamlerM>gnng der Industrie doch bloß ein Neins! Teil für Ausftchr verfügbar ist und infolge der Transports schwier-igkeiten noch dazu erheblich verteuert wird. Die' amit 'tiche 'Sowjetstatistik beziffert die Kaufkraft, der gesamt^ 1111 mSk&ni