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Wiener Morgenzeitung · 1923-06-24 · Heft 1567 (24.6.1923) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1567 (24.6.1923)
Date
1923-06-24
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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^M\^7^!J^^mr?f^^vr''^> "• <>'" \.,v' i'" ' "r.' 9h. IM Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung. 24. Juni 1923 Seite Wie ich in Zerusalem Bauarbeiter wmde. Bon Dr. Wolfgang Weisl. I. Auf der Suche nach Arbeit. Zwei Wiener, drei Böhmen — alle alte Blau-Weiße — saßen gleich mir arbeitslos in Jerusalem und rannten straßauf, straßab, uM Arbeit zu finden. Jeden Abend kamen sie heim und erzählten, sie hätten „beste Aussicht". Und ich erzählte, ich hätte mch „best? Aussicht", aber am nächsten Morgen verschwand die Aussicht immer wieder wie Nebel vor der palästinensischen Lonne. Endsich faßten die Blau-Weißen Mut und gründeten eine ^Ktvuzah" Das Programm war sehr einfach: Vorläufig wollen sie bescheidener Weise nur mit dem Aufbau eines Hauses In Talpioth, der neuen Stadt südlich Jerusalems, beginlten, das ein deutscher Architekt ihnen anvertrauen wollte, kiner von uns verstand etwas von Betonbau, zwei hatten als Maurer gearbeitet, ein vierter war Doktor beider Rechte, ein sünfter war von Beruf Vegetarianer, ich war Arzt —, kurz, die Sache mußte gelingen ... Briefe flogen nach Petach-Tikwah, nach Haifa, nach allen LErfern des Landes. Jeder von uns lud seine Freunde ein, »ach Jerusalem zu kommen und der neugegründeten Kwuzah ieizutreteU- „Es gibt hier Arbeit" —, das ist ein Zauberwort *’> Ar einen jüdischen Poel in Palästina. Me, die gerufen wurden, kameU. Bald zählte unsere Gruppe 13 Mann und wir konnten die Arbeit am Bau beginnen. Zunächst kaufte ich mir auf der Jaffastraße eine kurze Khakihose, die das Knie frei ließ. Zu der Hose kam ein Paar rralter Stiefel, Stutzen, die leider die Tendenz hatten, nach arten zu rutschen, ein Hemd, einen Leinenhut, der ein l» Europa unbekanntes Modell darstellen würde — und der ^oek" war äußerlich fertig. . Ich spreche von der Tracht, weil sie heute schon nicht unwichtig ist und noch viel wichtiger werden dürfte. Ganz von selbst hat sich nämlich in Palästina eine beisondere Tracht ge- Wdet, an der man schon ans weiter Entfernung den jüdischen Iffoel ockeMt. Der Arrcker trägt auch bei der Arbeit stets ein langes Oberhemd/ des oft genug nicht nur ein, sondern mehrere lknterhemven, Leibchen usw. bedeckt. Ueber dem Oberhemd, das rin Gürtel aus Tuch zusammenhält, wird ein meistens offener Mantel getragen. Dazu Halbschuhe oder Pantoffel aus weißem Leder. Gcrüz ähnlich trägt sich auch der strenggläubige Jude des ulten Jischuw, der sich von den mohammedanischen Arabern oft Mr imrch die Farbe des Hemdes oder durch die Kopfbedeckung imterschellstt. Der neue jüdische Arbeiter trägt sich anders. Halb russisch jst die Kleidung des Poel, halb militärisch; nur die „Keffije", das malerische Tuch, bo& die Poels um Kopf und Nacken Wingen, gcchm der Arbeiter vom Lande an. Und die Sandalen patt der Stiefel, weil jene viel billiger find als diese. So entstand eine improvisierte Tracht, die nnt geringen Abweichungen jeder Arbeiter trägt. Beinahe eine Art „Uniform". Al'? solche faßt sie auch der Araber auf, der nicht versteht, daß diese Tausende junger Männer freiwillig all die unsäglich schwere Arbeit auf sich nehmen sollten, die ein palästiftenfischer Poel zu lsisten hat. Das müssen „Soldaten" sein, die all das aushalten, meint er. * Fast eine Woche dauerte es, bis der Vertrag mit dem pKablan", dem Bauunternehmer, abgeschlossen, bis die Werkzeuge ang^schafft, der Bauplatz uns zugewiefen war. Diese Woche des Wartens war kein Vergnügen. Man war den ganzen Tag auf den Beinen: Bei der „Kupath Milwah" einen Kerdit für Werkzeuge verlangen, dann eine Wohnung in der Nähe des Bauplatzes suchen, Garanten für den Kredit, Garanten für die Miete schaffen, Einkäufe machen; kurz, Geld ausgeben, ohne, Geld einzunehmen. In dieser Woche lernte ich die ermüdendste Arbeit kennen: Arbeit suchen. Nicht die Anstrengung erschöpft, sondern die Erfolglosigkeit. Man ißt kaum, weil man das Gefühl nicht los wird: heute hast du dir das Essen nicht verdient. Man schläft nicht, weil man an das Morgen denkt. Bis endlich eines Abends die Vorbereitungen beendet waren und man verkündigen konnte: „Morgen, Punkt 6 Uhr, in Talpioth." Die Arbeit begann. (Fortsetzung folgt.) erobern und das Volk murrte, wollte lieber in die Sklaverei nach Aegypten zurückkehren, als von den Riesen, den Einwohnern Kanaans, erschlagen werden. Und die Bibel erzählt Weller, niemand von dieser Generation außer Josua und Kaleb' dürfe in .das verheißene Land, die Kinder erst dürfen das lang- , ersehnte Glück genießen, im Lande, das Gott den Vätern zugeschworen hat, festen Fuß zu fasten. Und so geschah e8 ja auch nach der vierzigjährigen Wüstenwandernng, während der die Generation der immer Unzufriedenen, der SNavensoelen zugrunde ging und eine junge zukunftsfrohe sich neue Bahn schuf. Auch wir haben ja oft das Gefühl,, daß, unsere „Alten" uns nicht gerne den Weg in ein freies Land ziehen lasten, aus Angst vor Unmöglichkeiten, aber wir halten uns ' an Josua und Kaleb. ° Da plötzlich fielen ur.<§ die Erdbeeren wieder ein und unsere Kundschafter. Zuerst verspotteten wir sie tüchtig und dann holten, wir uns die noch auiMndbaren Früchte und niemand brach das Genick, wie die überängstlichen Späher es gefürchtet hatten. C. I. Sprüche aus dem Hebräischen. Don Michael Sachs. Drei Dingen, Freund! darfst du nicht trauen, Ob noch so hoW> sie an 'dich schauen: Dem Meere, das von Müdem Säuseln Bewegt, läßt seine Wellen kräuseln, Dem Golde, das so freundlich blinkt, Dem Mächtigen, der voll HM dir winkt. * Komm, Freund! Ich zeige dir des Erdballs feste Stützen! Die jungen Kinder sind's, die in den Schulen sitzen! WeilN wir auf der Wanderung sind, fällt jedem von uns Lille besondere Aufgabe zu. Die einen müssen Feuer machen, die anderer! kochen, wieder andere den Weg suchen usw. Unlängst erst fand ja ein Weltkochen unserer Mädchenzüge statt — man nniß unl bei uns etwas zu gelten, eben wirklich etwas können. Heute wist ich aber erzählen, wie's mit den „Kundschaftern" erging. Nach langen!, langem Warten, nachdem wir fast uilseren ganzen Proviant „verschlungen" hatten und nachdem Vermutungen mannigfacher Art über das Verbleiben der Kundschafter erörtert worden waren — die Möglichkeit eines entteccfiteii Kirschbaumes oder eines Platzes mit reifen Erdbeeren - fand den meisten Mauden —, kamen, gemächlich oinherschreitend. die Erwarteten. ' der Tat hatten sie herrliche Erdbeeren gestruden und brachten einige wenige uns anderen als Beweis für die Pracht. Aber, wie so oft, Wb es auch hier ein „Aber", sie behaupteten, es wäre unmöglich, nochmals zu jenem Plätzchen zu kommen, denn eine Felswand wäre zu erklimmen und dichtes Gestrüpp p durchqueren m.d so fort. Da begann nun einer, uns an Moolsche Rabbenn zu erinnern und an die Geschichte der Kundschafter. Damals zur Zeit der Wüstenwandernng wurdelr „Knndschüfter" ausgesandt und kamen mit den Riesentrauben Ms denr Land, wo Milch und Honig floß. Alle mit Ausnahme Von Kaleb und Josua hielten es ft'vr nmnioMch, dieses Land zu Ein denkwürdiger Brief. Der jüdische Landarbeiter Mosche Barsky in D aganja wurde seinerzeit von unbekannten Arabern überfallen und meuchlings getötet. Seine Kameraden von der Arbeitergenossenschaft Dagar-ja Ächteten an seinen Vater, der in einer kleinen Stadt des Kiewer Gouvernements lebt, einen Brief, in wellchem sie chm ihr Beileid zu seinem großen Verluste anssprechen. Darauf erhielten sie folgende Antwort: „Schr geehrte Freunde, Arbeiter von Drganja! Ich habe Euren mit Blut und Tränen geschriebenen Brief erhalten. Ich fand darin echte Worte aus der Tiefe liebender Herzen, die in einem ewigem.und unzerreißbaren Bunde stehen. Teure Brüder! Unerwartetes Unglück ist über uns gekommen, wir haben einen großen Verlust erlitten — aber ich glaube, daß Ihr nicht den Mut verlieren werdet. Ich hoffe im Gegenteil, daß Euch das Andenken meines verstorbenen Sohnes Kraft einflößen wird, bar Eiligen Kampf zu Ende zu führen und die große Idee zu verwirklichen, für die mein Sohn in Eurer Mitte sein Blut und sein Leben geopfert hat. Gesinnmrgsbrüder! Ich will Euch nicht nur für die Worte Eures Beileides danken, sondern auch sebbst Euch mein Beileid aussprechen; denn mein Schmerz ist auch Euer Schmerz. Wir wollen miteinander Hoffell, daß das BLntvpfer meines Sohnes und Eures Bruders Mosche rin Gnaden ausgenommen und daß es vielleicht das letzte Opfer Ms dem Mlor unserer heiligen Idee sein wird. Mit Zionsigruß und herzlichem Beileid Euer Euch schätzender Hirz Barsky." Der trauernde Water hat sichs an diesem Brief nicht genügen lasten, sondern gleichzeitig seinen jüngeren Sohn nach Dagauja geschickt. Warm» wir in diese Blätter schreibe« sollen. Uns jungen Juden fällt unser VoMsinm nicht als etwas fertiges in den Schoß, sondern es kann von uns erst nach langem Mühen errungen werden. Die Fülle von PrMemen nötigt uns, jeden einzelnen für sich, zur Stellungnahme und Lösung. Dabei kommen wir zur Betrachtung folgender Tatsachen: Gewisse Dinge sind da, mit denen einer allein nicht fertig werden kann, wohl aber eine Summe von jugendlichen, im gleichen Sinne gespannten Seelen. So zum Beispiel bedarf die Frage: Gemeinschaft der Jugend oder Einsamkeit einer längeren Diskussion, denn wo ich mich für etwas, das nicht nur mich allein betrifft, zu entscheiden habe,,, muß ich auch die Stimmen und Meinungen der anderen hören. Aehnliche Dinge gibt es viele, deren öffentliche Erörterung von Nutzen ist. Aber nicht nur das, sondern auch Probleme, mit denen der einzelne allein fertig werden muß, gewinnen unter vielseitiger Betrachtung. Die Einstellung zum Volke scheint mir für uns junge Westjnden, die wir dürch tausenderlei Ursachen dem jüdischen Geist entfremdet sind, unmöglich, wenn sie in völliger Jso- -lierung geschehen soll. Da muß das gemernfwme liebevolle ,Versenken in 'die gemeinsame Vergangenheit, Gegenwart und Ankunft kommen, und das Verbundensein noch über die Gemeinschaft Jugend hinaus alle umfasten, die eines Blutes sind und denen das Band dieses Blutes Leben bedeutet. Und so ist die Mitarbeit an diesen Müttern nicht nur Gebot für sich selbst, sondern auch und mehr noch, Wicht gegenüber unserem Judentum. Wir wollen der Probleme, die uns bedrängen und vor die rms das Leben stellt, Herr werden, Mer nicht nur das allein. Jeder soll in dem Bewußtsein seiner Kraft seine Bausteine beitragen für unser großes Zu': der Erneuerung unsrer sellbst. Denn nicht eine Stunde früher als diese kommt die Renaissance unseres Volkes, das -ja nat aus denr Du und denr Ich besteht. Jeden brauchen wir. Da ist keiner, der sagen darf, & wußte nichts. „Wer immer strebend sich bemüht, 'bat können wir erlösen." Und Erlösung wollen wir ja alle. Erlösung aus der Geistlosigkeit der Zeit, Erlösung von ihrem Geiste oder Ungeist. So wollen wir uns selbst und mit rrns das'ganze Voll erneuern. ' Richard Baumgarten. Die Sprechstunde der „Jüd. Jugend" findet jeden Sa m8tag von 6 bis 6 Uhr in der Redaktion der „Wiener Morgenzeitung" statt, in welcher Beiträge und Wünsche entgegengenommen und Auskünfte erteilt werden. Besuch von Schomvim aus Bratislava in Wien. Wergangenen Sonntag kam am Wiener Wcstbahnhof ein Zug strammer Schomrim aus Bratislava an. Sie wurden von den Wiener Schomrim und der JngendarUppe Jung Juda 16 sowie dem Chaluzrefeventen Taglicht und dem Jugendreferenten Dr. K l a v e r erwartet. Vom Bahnhof marschierten sie in das Heim der Jugendaruppe im 10. Bezirk. Am Nachmittag waren sie Gäste im Vhaluzhe-im Kahlenbergerdorf, wo die Blau-Weißen und Chalüzim im fröhlichen Beisammensein mit den Bratislaver Schomvim den Tag verbrachten. Erfreulicherweise wird der Kontakt mit der jüdischen Jugend des Auslands immer inniger. Wie alt sind die Bäume unserer Wälder? Forstwissenschaftliche Forschmrgen haben ergeben, daß unsere europäischen Bäume zum großen Teil Hunderte von Jahren alt werden, ausnahmsweise aber auch das Alter von einigen Jahrtausenden erreichen. Genaue fachmännische Untersuchungen ‘ ' ‘ " " zende Alter zu: Mbertanne 426, ,, ‘ 310, der Birke 200, der Esche 170, der Erle 146 und der Ülime 160 Jahre. Das Herz der Eiche beginnt mit 300 Jahren zu faulen; nur die Steineiche unterliegt diesem Naturgesetz nicht und es gibt bei Aschaffenb'urg eine solche im Alter von 410 Jahren. In Calaveras (Südamerika), hat m>an äber eine Wafhingtonia giganiea gefällt, deren Jahresringe das fcvbÄhaste Älter von 3000 Jahren Nachweisen; sie war 116 Meter hoch und hatte am Fuß einen Durchmesser von 10 Meter. In Arkadien (Griechenland) steht noch heute eine Platane, die man lange für diejenige hielt, von welcher P a u s a n i a s im zweiten Jahrhundert sprach; eine heute noch l-sbensfähige Zypresse bei Pa via soll eine Zeitgenossin Julius Casars sein, und eine Eiche im Walde von Needwood, in England, war im Jahre 1622, im Mer von 600 Jahren, noch so rüstig, daß sie vielleicht heute noch lebt. D- Candolle schätzte das Alter eines Taxusbaumcs in Bvaburn (England), ans 3000 Jahre und eines zweiten in Fornngal (Schottland) auf nicht viel weniger. Der englische GeschichtZschreibcr Evelyne erwähnte bereits im 17. Jahrhundert eine Linde in der Umgebung von Neustadt in der Rheinpfalz, die damals schon Wer 1000 Jahre alt war, und der berühmte Wuldr^oseNstock in Hülideshenn im Hannoverischen, der älteste seiner Art in der Welt, ist allgemein bekannt. Karl der Große soll ihn zum Andenken an die Botschaft des Kalifen Harun al Raschid gepflanzt haben. 816 ließ , sein Sohn Ludwig der Fromme eine Kapelle bauen, deren Mar gerade über der Wurzel des Rofeustockes zu stehen kam. Der Stamm dieses Rosenstockes hat 16 Zentimeter im Durchmesser und ist 8ch Meter hoch. Die an einem Spalier längs der Mauer der ^Kapelle emporgewachsenen Zweige bedecket: eine fläche von 11 Quadratmetern. In der holländischen Provinz imburg steht eine Linde, die 6 Meter im Umfang mißt und von römischen Soldaten gepflanzt worden sein soll. Früher pflegte inan die Grenzen des Eigentums mit Bäumen zu bezeichnen, die auch auf den Karten ersichtlich gemacht waren. Sv zum Beispiel figuriert ein Kastanienbaum zu Tortworth ^England) auf einer Karte Von 1165 und eine Eiche zu Ti!lford Dngland), die heute noch lebensfähig sein soll, ist auf einer Karte, die Heinrich von Blois im Jahre 1250 anfertigen ließ, eingezeichnet. Wie winzig erscheint das Mer der Menschen im Vergleich mit dan dieser stummen Zeugen vieler Jahrhunderte, selbst Jahrtausende! . Spectator. Von den Jugendgruppen auf dem Balkan. In B u lga-rieu bestehen derzeit zwei Organisationen, und Mar die Histadruth Jwrich und die Turnerorganisation Makkalbi, beide sind zionistisch. Die Mitglieder stehen im Alter von 10 bis 16 Jahren, die Führer sind etwas älter. Die erstgenannte Organisatton ist schulenweise gegliedert (Progymnasium, dies entspricht unserer Bürgerschule, Gymnasium und Sektionen der Handelsangestellten und Handwerker) in Philippopel, Sofia und Rustschuk, in den kleinerm Städten existiert keine derartige Gliederung^ Die Gesamtorg-anisation der Hjstadruth dürste zirk^ 600 bis 700 Mitglieder zählen. Fast alle diese Jugeudlichen turnen im Makkabi. Jedoch find außer diesen Mitgliedern noch andere nicht in der Histadruth Iwrith organisierte Mitgli«L>er im Makkabi. Kurse für hebräische Sprache werden besucht, wöchentlich finden Vorträge über jüdische Probleme statt. Auf der letzten Jahreskonferenz der Histadruth stand die Chaluz- - bewegung auf der Tagesordnung und es wurden Beschlüsse gefaßt, 'an 'der Ausbildung von jungen Manschen für Palästina mitzuarbdiien. Dank den genannten Organisationen ist derzeit ein Großteil der jüdischen Ju>gend Bulgariens im zionistischen Lager. Ein Teil der Jugend ist vorläuftg dem Judentum geglenüber vollkommen indifferent, aber mau glaubt, durch systematische Arbeit auch di-eife für die Idee des Zionismus zu gewinnen. Eine wichtige Bedingung für das Gedeihen dieser Jugendgruppen auf dem Balkan ist der 'Kontakt mit der Mischen Jugend Westeuropas. Eines der Mitglieder dev bulgarischen Organisation, das in Wien weilte und in den nächsten Tagen wieder heim fährt, hat versprochen, uns regelmäßige Berichte zu senden. Dev Jugendverbaud Oesterreichs seinerseits wird gerne Wissenswertes den Freunden nach Bulgarien mitteilen. A. K. UeVersetzMgen aus dem Hebräischen sind selbstverständlich willkounnen, wenn sie irchaltlich fiir uns geeignet erscheinen.- — Kvngrefffahrt Einige Jugendgruppen haben die Absicht, zur Zeit des Zionistenkongresies eine Wanderung nach Karlsbad zu unternehmen. Gäste dürften kaum mitgenommen, werben. Am besten, Sie wenden sich direkt an den Blau-Weiß 9. Bez., Wahringerstraße 15, oder an den Bund Jüdischer Jungwanderer, 2. Bez., Taborstraße 59. — I. F. Ihr Wunsch dürfte im Herbst verwirklicht werden. Es besteht die Absicht, eine I ugendlesehalle im 2. Bezirk zu eröffnen. Der Elternbeteln. II wird die zur Erhaltung nötigen Geldmittel beisteuern, da dW Lokal bereits zur Verfügung gestellt ist. — Neugierig. Sie müssen schon beim Jüdischen Sportvewand Erkundigungen einziehen, da wir MS mit diesen Personenftagen nicht beschäftigen. — C. K. Gl. Besten Dank! Die Gedichte sind in Fonn und Inhalt nicht reff. — ß. Mittels. Nicht geeignet. Versuchen Sie es mit anderem. Vielleicht Prosa § — Israel. Der Gedanke ist gut/ das Ganze nach aber anders gefaßt werden! — DiluS 15. Ihr Vorschlag ist an sich M akzeptieren. Die eingesandten Verse sind leider nicht verwendbar.

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