Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1567 (24.6.1923)
- Date
- 1923-06-24
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 8 Wien«, Sonntag die Professoren: Josts Hosmann, Regievungsrat Gujtav Geirinyer, Max Springer und Wliexcmder Wunderer. In den Senat wurden entsendet: die Professoren Fviedvich Buxbaum, Julkls Egghard, Hans E-nders, Dttmstettalrat Dr. Kretschmayr, Mxander Man hart, Josef Meyer, Franz Schmidt, Marie Seyff-Katzmayr, Karl «Stie-gler und Edfr-ard U-uger. Gastspiel der Jüdischen VcHsbiihue in der Renaissancebühne. In der Renaißancebühnge absolviert Paul Baratoff (Ben Zwi) vor seiner Abreise nach Amerika mit dem Ensemble der Jüdischen Volksbühne ein viertägiges Gastspiel, das Mittwoch den 27. Juni beginnt. Am ersten Abend (Mittwoch) gelangt das Drama „Der Fremde" von I. Gordin zur Darstellung. Donnerstag wird „Gott der Rache" von Scholem Asch gegeben. In beiden Stücken spielt Paul Baratoff die Hauptrolle. Freitag ist die Premiere der fünfaktigen Groteske „Ajkele Mazrk" („Jack der Teufelskerl") mit Paul Baratoff als Ajkele. Regie: I. Deutsch. Diese Vorstellung wird Samstag wiederholt. Eine Nestroy-Ausstellnna im Historischen Museum der Stadt Wie». Die Oeffentlichkeit hatte vor ein paar Wochen Gelegenheit, von der Spende zahlreicher Manuskripte aus dem Nachlasse Nestroys zu hören, die ein Komitee der Wiener Stadtbibliothek übergab. Diese Manuskripte sind ab Sonntag den 24. Juni in den Räumen des Historischen Museums der Stadt Wien, 1. Bez., Rathaus, Festtttege 2, Abt. 3, ausgestellt. Insgesamt sind 44 Nummern zu sehen, die ncchezu alle von Nestroys Hand geschrieben sind. Man hat Gelegenheit, alle Stadien der Nestroyschen Produktion zu beobachten; neben den Reinschriften eigener Hand, die in den Anfängen mit Tinte, später nnt Bleistift geschrieben sind, begegnen zahlreiche mehr oder minder flüchtige Niederschriften sowie viele Vorarbeiten, Entwürfe, Szenare, Einfälle und Notizen, die sich Nestroy zum Teil vor, zum Teil während der Produktion aufzeichnete. Die Ausstellung der Handschriften läßt das Schaffen Nestroys vom Jahre 1832 an bis zum Jahre 1859 überblicken. Anschließend an die 16 Schaukasten vnt Manuskripten sind aus den Beständen des Museums eine Reihe von Bildern Nestroys ausgestellt, die den Dichter auch als Schauspieler zeigen. Das Denkmal des Professors Lichtblau. In den gestrigen Blättern ergreifen die derzeit in Wien anweserwen Preisrichter für den Wettbewerb um das Denkmal der Auslanosh i l f e das Wort zu einer Verteidigung gegen die Verleumdungen und Angriffe der gegnerischen Sette. Sie erklären, daß sie sich bei der Verteilung der Preise von keinerlei pollitischen Beweggründen haben leiten lassen. Selbstmordversuch einer Schriftstellerin. Die Londoner Blätter melden: Freitag meldete sich eine Oesterreicherin bei dem Schriftsteller Wells, desien Werke sie übersetzt, zum Besuch an. Als Wells sie empfing, drohte sie Selbstmord zu verüben. Wells bemühte sich, die Besucherin zu beruhigen, und eilte sodann um einen Arzt. Nach Hause zurückgekehrt, fand er die Dame nnt blutüberströmtem Gesicht in seinem Zimmer liegen; sie hatte sich mit einem Rasiermesser die Kehle zu durchschneiden versucht. Es wurde ihr sofort alle Hilfe zuteil. (Es dürste sich um die unter dem Namen Robert West schreibende Frau Hedwig Guttenigg handeln.) Ein amerikanischer Kunsthändler. In New-York hat sich am 1. Juni einer der erfolgreichsten Auktionatoren, Mr. Thomas E. K i r b y, zur Rhue gesetzt. Seine Kariere ist echt amerikanisch.. Als Junge von zwölf Jahren flehte er seinen Vater an ihm zu erlauben, das Studium aüfzugeben und in der Versteigerungshalle von Thomas u. Co. in Philadelphia zu arbeiten. Der Vater gab seinen Bitten nach. Heute zieht er sich zurück, nachdem er lange Jahre Senior-Teilhaber der Amerikanischen Kunstvereinigung gewesen ist und in dieser Zett für sechzig Millionen Dollar Kunstschätze verkauft hat. Die mefften der berühmtesten Bilder, die aus Europa nach Amerika gekommen sind, sind durch seine Hände gegangen. Er soll ein ganz besonderes Talent gehabt haben, immer die höchsten Preise bei semen Versteigerungen herauszuschlagen. Er war der erste, der die französischen Impressionisten auf den amerikanischen Kunstmarkt brachte. Die Presse zeigte aber sehr wenig Verständnis dafür. Eine Zeitung in New-Aork erklärte, es sei eine Sammlung von Monstrositäten, sowohl was die Komposition, Farbe als Zeichnung betreffe. Die Bilder seien nicht wert, in einem anständigen Friseurladen aufgehängt zu werden. Settdem scheint den Amerikanern doch das Verständnis -ür diese Maler angegangen zu fein, nach den Preffen zu urteilen, die heute für die französische Jmpressionistenschule gezahlt werden. Veranstaltungen der Musikakademie. Bei den am 25. und 27. Juni d. I. um halb 7 Uhr abends im Theater der Akademie für Musik und darstellende Kunst stattfindenden Aufführungen der Schauspielschule gelangen: ^Lantris, der Narr" von E. Hardt, 4. W, „Eamout" von Goethe. 6. Akt, „Margot von H. Sudermann, „Abschiedssouper" von Ä. Schmtzler (1. Abend) und „Eine florentinische Tragödie" von O. Wilde, .Abschied vom Regiment" von H. E. Hattleben, „Abschiedssouper" von A. Schnrtzlern, „Anatols Hochzeitsmorgen" von A. Schnitzler, in Szene gesetzt von Profeffor E. Arndt und Prosesior A. Sehdelmann, zur Aufführung. Karten in der Akademiekanzlei, 3. Bez., Lothnngerstraße 16, von 10 bis 1 Uhr. Ans dm Theater«. eec Volksoper gelangt heute nachmittags um 2 uyv „Zzt Barbier von Sevilla" zur Aufführung. Raimund-Theater: Täglich um halb 8 abends die Posse „Vierzehn Tage Arrest". Neue Wiener Bühne: Dienstag die Premiere des vieraMgen Lustspiels „Der König in Paris" von Caillavet, Robert de Flers und Emarmel Aren« mit Arnold Korff. Johann S traust-Tb Hat er: Bis einschließlich Freitag „Katja, die Tänzerin". Ab 30. Juni durch sechs Wochen Ferien. _ Gerichtssaal. Cechs Monate Gefängnis für einm autisemi> ttschm Hetzer. Berlin, 22. Juni. (I. C. B.) Wegen Vergehens gegen das Gesetz zum Schutze der Republik hatte sich am 20. d. der Kaufmann Walter Ferdinand Schulz vor dem Schöffengericht : Berlin-Tempelhof zu verantworten. Am 12. Oktober, nach einer .Versammlung des Preußen-Bundes, die von der Poj lizei verboten und aufgelöst worden war, versuchte der Ange-! klagte die Menge auf der Straße durch die Worte aufznwiegeln: ^„Das ist die Jndenrepnblik, es muß erst mal wieder so ine Sau niedergeknallt werden." Der Angeklagte verantwortete sich dahinter sei selber verhetzt worden. Das Gericht jrpevurteilte ihn zw siechs Monate« Geflän-gurs. M emkr- MöViM z eMt n ü. Bottswirt. Gestempelte Krone ----- V.0Ü78V- Centimes. Auszahlung Wien ---- 0.0078% Centimes. In Zürich notierte die österreichische Krone 0.0078V« (0.0078Vs am 22. Juni) die österr. gestempelte Krone 0.0078V, (0.0078V, am 22. Juni) dre tschechische Kroire . 16.70 (16.70 am 22. Juni) die Mark. . . 0.0048 ( 0.0041 am 22. Juni) Holland. 218.80 (218.40 am 22. Juni) New-Aork. , , 558.25 (557.- am 22. Juni) London . 25.76 ( 25.72 am 22. Juni) Patts . 84.60 ( 34.40 am 22. Juni) Mailand ...... 25.12 ( 25.16 am 22. Juni) Belgrad ...... 6.35 ( 6.35 am 22. Juni) Bukarest ...... . # 2.75 ( 2.75 am 22. Juni) Sofia. 6.60 ( 7.15 am 22. Juni) Budapest. . , 0.06«,. ( 0.06V, am 22. Jlmt) Warschau . . . . « . . 0.0050 ( 0.0055 am 22. Juni) Der internationale Balntenmarv. Erholung der deutschen Reichsmark. Die Devise Berlin kann noch immer nicht zur Ruhe «kommen. Es ist nicht möglich, sich ein richtiges Bild über die Maßnahmen gu machen, welche die Regierung zum Schutze der Mark ergreifen will. Dies bewirkt, daß auch die Bewertung der Reichsmark aus den sittevnattonalen Märkten einer fortwährenden Schwankung unterworfen ist. So hat die Devise BeÄin m Zürich gestern 0,0048 gegen 0,0041 notiert. Auch in Berlin sind im Zusammenhang daamt die fremden Bäluten gefallen. Der Dollar notierte 131.296 gegen 136.058, das Pfund 658.600 gegen 637.926, der französische Franken 7606 geigen 6329, die österreichische gestempelte Krone 180J6O gegen 160.56. In Zürich,haben aber <urch einzelne andere Devisen merkliche Veränderungen aufzuworsen. Die Devise Budapest ist neuerlich gefallen und notterte 0,0626 gegen 0,0660. Auch die Devise Sofia senkte sich sehr erheblich, von 7,16 auf 6,60. Ebenso wies die Devise Warschau eine Senkung vcm 3,055 auf 3M) auf. Hingegen besserte sich die Devise Wien von 0,007850 auf 0,007863. Die Schutzmaßnahmen der deutschen Regierung. Berlin, 33. Juni. Die ,-Berliner Zeitung am Mittag" schvelibt: Außer der neuen DevisinorduuW der Regierung noch verschiedene Maßnahmen geplant, die eine weitere Verschlechterung des MarKurses durch speLuLadive Auswüchse verhindvrn sollen. Die Beschränkung des Devisengeschäftes ans den Einhettskurs, wie sie durch die neue Devffenordmmg nunmehr Rechtskraft erlangt hat, würde on sich noch keine Vvrrwchruug der Mittel bringen, die zu einer Bekämpfung von Vorstößen gegen die Mark notwendig sind. Es wird deshaW als weitere Maßnahme zunächst eine Auffüllung der Dollaranleche herbeigefühvt worden. Bei der Auflegung der Dvllarqnleche ist eine Summe von 100 Millionen Dollar von den Banken garantiert worden, deren Aufbringung jedoch nicht ternvmmäßig sestgelegt 'war. Die Summe der Zeichnungen erreichte nur 53 Millionen Dollar; von dem Restbetrag von 47 Millionen war der fünfte Teil ans Grund der erwähnten Garantieleistung zunächst von den Banken und den Bankiers einzuzahlen. Das ergab etwa weitere 10 Millionen Dollar. Schließlich sind noch 10 Millionen Dollar nachträglich durch Werkauf von Anleihestücken aufgebracht worden, so daß zurzeit ein Rest von ungefähr 27 Millionen Dollar aus dem Garantiebetrag von 100 Millionen Dollar offen steht, den die Banken nunmehr nachzahlen sollen. Der Reichskanzler hat gestern eine Anzahl von Vertretern der Industrie empfangen, mn mit ihnen über die Beteiligung der Industrie sowohl an dev Aufbringung der erwähnten Summe als auch über die Durchführung der übrigen zum Schutz der Währung zu treffenden Anordnungen Rücksprache zu pflegen. Der Reichskanzler an die Landesregierungen. Der Reichskanzler hat an die Regierungerv der Länder telegraphisch dft Rundschreiben gerichtet, worin, et 'auf die Bedeutung der neuen Verordnung über den' Handel« mit Devisen zuau aurtWchön Kurs hirnweist. In dem Schveibent wird ^betont, daß, wenn auch mMicherweise dem, Handelst und Bankeuverkchr' durch die neuen Bestimmungen gewisse Schwierigkeiten erwachsen Würden, dieser Gesichtspunkt hiUter dem Erfordernis zurücktreten müsse, dem kurst reibend den Devisenhandeil außerhalb dev BörfemstundeN entgogenNutreteu. Folgen der neuen deutschen Devlsenordnung. Berlin, 23. Juni. Die nerve Devisenordnung hatte eine Befestigung der Mark im Auslande zur Folge und in Rückwirkung hiervon war die Reichsbank in der Lage, bei der amtlichen Kursfeststellung den nicht sonderlich großen Bedarf zu wesiuMH ermäßigten Kursen zu befriedigen. Für DvllarschcchanwvHungen wurde gleichfalls ein enffPvecherÄ) billigerer Kurs genant, nämlich 117.600. Aber im übrigen war die Stimmung fürEffekteu nur wmrg schwächer. Allgemeän war die Auffassung. daß die bisher im Devisenhaudel tätige Spekulation sich dem Effektenhandel guwenden wird und dieser Unfftand die «Kursbewegung günstig «beeinflussen dürfte. Die Kurse, die genannt wurden, wichen im allgemermu nur gevmgftigig gegen . dir gestrigen Notierungen ab. Herr Stinnes am Grave Zier deutschen Mark. Bekanntlich ist vor einiger Zeit, als die deutsche Mark vchomsnt hinahsarrste, gegen die deutsche Industrie, insbesondere gegen Herrn Stinnes der Bvrwrrvf erhoben worden, daß^sie die Hauptschuldigen an dem Zusammenbruche der deutschen Mark wären, da sie durch allzustarke Inanspruchnahme des freien BaluitenmarÄes die Nachfrage nach fremden Devisen verschärft und dadurch die «starken iKurssteigeruingen der Valuten hervorgerufen hätten, wodurch auch indrrM das Anschen der Mark im Auslände stark geschädigt wurde. Herr Stinnes hai stch Wohl ki seÄrem Mitte, der ,Deutschen Allgemeine« ^_24, Juni 1928_Nr. «Ml Zeitung", gegen diefeu Vorwurf zu wchrer: versucht, doch Wad die Entschuldiglmg nicht derart, daß sie die Vovivürfe hätten eNb« kräfien kötnren. Bekanntlich hat der deutsche Reichstag oine Unterfuchungskommtssion eingesetzt, welche die Ursachen" des Marlsturzes untersuchen rmd dabei auch den Grad des Verschuldens der deutschen Reichsbank «einerseits und der deutschen; «Industrie andererseits feststellen sollte. Gestern wurde sin Unterausschuß des Reichstages über «die Mavkkatastrophe die Vertreter des Stinues-iKonzevns, Generaldirektor Minoux und der junge Stinnes, einvernonmnen. Sie sollten sich zu der von der „Frankfurter Zeittrng" erhobenen BeschuWigung äußerrr, daß chr Haus außerhalb der amMchen Börse im freien Han«dÄ - größere Mengen Devisen aufgekanft und so die Stützungsaktion der Reichsbank dmchkveuzt hätte. Sie erklärten, daß der De-. Visenbedarf der Firma Stinnes vom 1. Jänner bis 31. «Mai 2,8 Millionen Pfund Sterling betragen habe, und brüststen sich förmlich «damit, daß die Firma nie anders als auf dem fteien Markt gekauft hätte. «Sie wollen hierüber keine Belehrungen cmnehmen. Es «wurde auch ein Brief verlesen, den der alte «Stinnes an den Finanzmimster Dr. Hermes in dieser Angelegenheit gerichtet hat und in dem er erklärt, Aoußerste, das man von ihm erwarten könne, sei, daß er nicht gegen die; Devisenpolitik «des Reiches und die Dollaranleihe mrftrete. (Her Stinnes weiß, «was .er sich erlauben darf.) Der Bevtretsr der Devisenbeschaffungsstelle bewies daraavf, daß «jeder einzelne Bankier, der wußte, daß StiMes Devisen kaufe, arrch für «sich kaufte, und daß so die.Kurse hinaufgetvieben «Wurden. (Daß' es zu einem ^Strafverfahren gegen Stinnes wegen >der offen ernbekannten Umgehung der DevisenordNlMg konrmen wert«, glaubt natürlich niemand.) zentral-kurop'äische LSnderbant A.-G. Bei der am 14. d. in Paris abgehMenen ordentlichen Generalversammlung dieser GesMchaist wurde fMender Bv-' richt des Wewalltungsrates Mr Verlesung gebracht: Wir «beehren uns, Ihnen statutengemäß den «RechnungS-. oibschbust des Urterneh-nrens «für das Geschäfftslsahr 1922 zur GenÄhmigum Ml unterbreiten. Dieses GeschWsjahr bezeichnete einen bedeutsamen W-! schnitt im Leben Ihrer GeseUchaist, denn «in seinem BerlarE! hat sie ihre Tätigkeit als «Gesellschaft franMischer National-! tät unter chver neuen Benerrmmg ,^entral-«EuiroiMscho j Länderbaack" aufgenomMer'. Wir schätzen uns Mcklich. Ihnen j Mitteilen zu Wunen, «daß die Ergebnisse unseren Erwartungen entisprochien hccken. Der Reingewinn des GeschäftsljähveS beläuft sich auf 4M1.050,78 Franken -und somit Wunen wir Ihnen die AuUMttung einer Dividende im Ausmaße von > 6,6 Prozent «brutto pvorata tempvris für Vogzugsaktten und \ 3 Prozent brutto für «Sta-mmMien Vorschlägen. Diese Ergeb-, niste stellen sich als um so befviKigender dar, als sie im Lemife eines Geschäftsjahres emelt wurden, das flrr Ihre Gesellschaft « ein Zeittaum der UmwaMung nnd der Wiedevanipassunig an > die geänderten Verhältnisse war und als -unseve BorMgsaktten, \ die ein Kapital von« 60 Millionen Franken dmstellen, erst rmb! 30. Juni -1932 voll vingmaAt «waren-. Nach einer grüMichen Besprechung der GestcM«ung der; WirMaftsverchältniste Österreichs und der Dschecho-SWiwakei, - wo «bekanntlich die frühere Filiale der Bank in die Bank «für' Handeil und Jndttstvie, ehemals Länderbanlk in Prag, umgewcmldÄt «wurde, fährt der Bericht fort: -Unsere MederLaffung - Mem urd unsere Filialen in OesterrÄH halben unter der - schweren Währungskrise, «die das Land ntttgenvacht hat. nicht! gelitten, trotz der starken Erhöhung der alljgemsirven «Geschäfts-! Unkosten, welche die St-eLgerung der Preise sin Gefolge hatte..! Getreu der Politik, die Ihr Institut seit vielen Jrchren be-! folgt, sind wir in Zerttraleuropa und nameoMch in Oesterreich! in enger Beri'chrung mit Handel ur.d Industrie geblieben, deren ' Entwicklung wir nach KrästM gefördert haben. Unser bedeutender Effekt enbesitz sichert uns einen sta-rken Einfluß auf düe Berwalbung mehrerer Jnduswieunternehümlugm. die m denr-anchaftesten in «den Nachfolgestaaten der ehemalsifen Monarchie gehören. Die Bilanz, die Mlr Genehmägung vorgelegt wird, zeigt als Midfumme «der Aktiva und Paffiva Ä6M2V95M Franken; der «Einlagestand «blieb fast >un«vLvänIdert. er bÄrägt 1«WM9.978 Franken, doch muß man hierbei im Auge behÄten. daß der Wert von 100 «österreichischen Kronen von einem Jahr zmn arideren von 30 auf 2 Centimes geftonken «ist, «was in -einer PEjfc baren Verringerung des crujf Franken umgevechne-ten Einlageustanides bei unseren Filialen Oesterreichs pnt «Ausdruck gekomvven wäre, «wenn nicht. andererseits «die Einlagen dasMst stark zugenommen hätten. - Airff die Detalils der verschiedenen Posten «der BWr.k gehen «wir nicht ein, «wir «überlassen «dies Ihren Zensoren: «wir «wollen uns darauf beschranken, Ihnen zu erMären, daß die «Bewertung der einzeluen «Aktiva' «mit der äußersten Vorsicht ersoligte. , Das Gwinn- und VerllUstNonto Msi -einen Br-Mogewinn von 18^7>3Ll38,06 Franken und einen Reir.gwinn von 4,120.050,72, nach AbWg einer «Summe von 1,800.000 Franken, welche dem -Konto „«Reserve «für «dm Begs-öich von Vorkriegs-« schulden" zugef-ührt wurde. Wir beantragen, von «diesem Reingewinn von 4^20.050,73 Franken gemäß Artikel 43 der Statuten 5 Prozent, das sind 206.002,64 Franken, für den ordentlichen Reservefonds sowie die für die Verteilung von 6 «Prozent pro rata temporis an die Besitzer -unserer VoWlgsaktiM erfordeMchen 2,302.600 Frarcken 2M8L02M Franken «in «Mrug M bringen. «Es ver- ^bliebe ffoldarm ein Mb-erschuß von 1M1M8M Franken, von welchem wir 5 Prozent, «das sind 80L77-40 Frauken als Tantieme für den Verwaltunigsvat zu bestimMM betmtragen. Von den restlichen 1M0L70.78 Frauken schlagen «wir Ihnen vor, 16 Progent, das sind 229.645,62 Franken, als Superdi«vide'r.de dm Bortzugsaktten Mqn«weism, wMt eine Zprogenttge Dividende für die StamimMien im Gchamtausmaß von 1,200.000 Franken, zusammen also 1,429.046,62 Franken käme. Der Habensäldo von 101.1326,16 wäre auf.^Gewinn- und Verlustkonto für «das Geschäftsjahr 1633" vvMlitragen. Auf «die Vorzugsaktten wird sonach -eine Dividende von 6K Progeni brutto pro rata tempvvis, das «ist vom 4M Franken pro Stück, auf die «GtammMien eine solche von 3 Pr^ent brutto oder 3 Franken -Pro Mtte entfallen. ' Entgeltlich. Wlrtschastsgloffen. Die Bolkerbundsinleihe bildete in der Bovwoche im Natio-nalrat den Gegenstand erregter Debatten. Besonders der tiefe Emiffionskurs und die Wucherzinsen, die Oesterreich dafür zu zahlen habe, waren Gegenstand der Angriffe. Wenn unter diesem Gesichtspunkte die Böbkerbnndanlethe betrachtet wird, so fällt uuwillküvlich folgende Anekdote ein: Ein Kauftnann hatte einmal im Frieden mim Wechfol.