Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1567 (24.6.1923)
- Date
- 1923-06-24
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980648--15192-3001996- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Gerte 6 Wim^ Sonntag_ Saug {tun Grabe Herzls. Der diesjährige Gang zum Grabe Theodor HerzlS findet Sonntag den 8. I n l i, '/,1V Uhr vormittags, statt. Die Durchführung der Organisation wurde dem Wiener Zionistischen Lokalkomitee übertragen. Sämtliche Organisationen werden aufgefordert, ihre Vorbereitungen rechtzeitig zu treffen und sich diesbezüglich mit dem Sekretariate des Lokalkomitees ins Einvernehmen zu setzen. Me näheren Details werdenzu Beginn der - nächsten Woche. bekanntgegeben werden. Die passive Resistenz. Stur auf dem Papier. Auch der zweite Tag des passiven Widerstandes hat keine größeren Auswirkungen der Bewegung in den ein- Seinen Aemtern gebracht. Die Arbeit auf den Postämtern 'der Bahnhöfe verlauft vorläufig normal und bis jetzt haben sich keinerlei Störungen in der Besvrdernng von Poststücken, sowohl Briefen wie Paketen, ergaben. Auch in den Stadtpostämtenl wickelt sich der Parteienvevkehr in der obligaten Weise ab mid es ist von dem passiven Widerstand fast nichts zu.merken. Die gleiche Beobachtung kann man auch im Postsparkasse rvamt uvachen und ebenso ist der Telegraphelwerkehr bis jetzt in keiner Weise durch den Passiven Widerstand beein-, siußt worden. Das Telephon arbeitet normal, das heißt, wie gewöhnlich schlecht. Immerhin ist es möglich, daß sich der passive Widerstand in einigen Tagen fühlbarer machen wird. In. einzelnen Provirtzstädten hat es bereits gestern kleinere Störungen des Parteienverkehrs bei verschiedenen Aemtern gegeben. So wachte sich insbesondere die langsame Art der Auszahlung der Arbeitslosenunterstützung in St. Polten unangenehm fühlbar. Ein neuer Vorschlag der Regierung. Ueber die anfangs der nächsten Woche eiusetzenden neuen Verhandlungen mit den Bundesangestellten verlautet,' daß Vorschläge der Regierung vorliegen, wonach die Regierung eine w e i t e r g e h e n d e E r h ö h u n g der Bezüge der Bundesangestellten über das letzte Angebot hinaus zugeftohen will, daß dagegen bezüglich des Jndexgefetzes der Ausgleich vorgesch'lagen wird, wonach ein steigender Index so lange nicht zur Geltung kommen soll, als cr nicht das Ausmaß der zugestandrNen Erhöhung erreicht hat. Re tzohuverhmdlunge« in der Textilindustrie. Die Textilunternehmer haben, wie schon berichtet, be-. schlossen, auf der Basis der Forderungen der Arbeiterschaft nicht in Verhandlungen einzutreten. Der Beschluß wurde der Arbeiterschaft bekanntgegeben und diese hat mitgeteitt, daß sie sich nicht an die Form der Forderungen hält, sondern daß es ihr nur um die Durchführung der Lohnerhöhung zu tun ist. Die Gewerkschaft verlangte von den Unternehmern konkrete Gegenvorschläge. Es hat nun eine Besprechung der Unternehmer mit dem Ergebnis stattgefunden, daß Vorschläge im Hinblick auf die Lage der Textilindustrie nicht, gemacht werden können, und zwar um so weniger, als eine allgemeine Erhöhung der Löhne um 6 Prozent, auf Grund des Index erfolgen mußte. Das Resultat dieser Besprechung wird der Gewerkschaft mrtgeteilt werden, «nid eS ist noch ungewiß, welche Stellung diese hierzu einnehmen wird.. Die Unternehmer find entschlossen, an ihrem Standpunkte festzuhalten, weil sie — wie versichert wird — nicht anders können. Die Lage der Industrie sei eine derartige, daß mit weiteren Stillegungen der Betriebe gerechiret werden müsse, denn die jüngst erfolgte sechsprozentige Erhöhung übersteige bereits das mögliche Ausmaß, mußte aber bewilligt werden, da die Auszahlung der Jndexerhohungen vertragsmäßig festgesetzt ist. Die. Aenderung der allgemeinen Vertragsbestimmungen wurde gleichfalls von der Unternehmerschaft abgelehnt, weil die verlangte Belastung der Textilindustrie weit über das anderen IndnstriezweigM cmferlogde Maß hincrusgeht. Me Marchhart — tot aufgeftmden. Eine kurze Depesche der Gendarmerie in'Mürzsteg berichtet, daß die Banköeamtin Elise March hart tot aufgefunden worden ist. Die zahlreichen Gerüchte, die sich an das rätselhafte Verschwinden der jungen Dame knüpften, haben nun teils ihre Bestätigung, teils ihre Widerlegung gefunden. Wochenlang dauerte die Suche nach der Unglücklichen, nun hat der Zufall den letzten Schleier des Geheimniffes gelüftet und damit aber auch alle Hoffnung, Ehe Marchhart lebend aufznfinden, vernichtet. Gestern ist an das Sicherheitsbureau eine telegraphische Mitteilung des Genarmeriepostens Mürzsteg gelangt, die kurz besagt, daß Fräulein Marchhart totaufgefunden worden ist. Die Leiche war schon stark verwest. Auf welche Weise der Tod der Unglücklichen erfolgt ist, ob ein Unfall oder ein Verbrechen vorliegt oder ob Else Marchhart selbst den Tod gesucht hat, ist noch unbekannt. Die Milllardenschwiudler Kozdas. Die Untersuchung in der Angelegenheit der unter Hinterlassung einer Schuldenlast von zwei Milliarden flüchtig gewordenen Brüder Otto und Ernst Kozdas läßt nunmehr genaueren Einbück in die Tätigkeit der beiden Betrüger zu. Die beiden Brüder galten schon in ihrer Jugend als leichtsinnig und hochstaplerisch veranlagt. Ihre Lebensweise in den letzten Jahren war verschwenderisch und sie haben Hunderte von Millionen verpraßt, Millionen, die sie anderen herausgelockt haben. Mit den Heiden Brüdern sind noch etliche ihrer Genossen flüchtig, unter ihnen auck der angebliche - Ingenieur Franz Pullitzer. '_Wiener Morgenzeitung. _ Letzte Nachrichten. Re Balntamatznahmen der polnischen Regierung. Warschau, 23. Juni. Die Maßncvhmen der Regierung gegen die BäkUchpeckulation werden fortgesetzt. Das Finarzminifterinm hat denn Sejm eine Novelle zum Gesetz über den Valutenverkchr vorgelegt. Nach dieser Novelle unterliegen alle Personell, die gegen die Verordnungen des FmanzMinisteriums verstoßen, einer Gefängnisstrafe bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe bis gu 100 Millionen Mark. Ein Entwurf der Regievullg sicht die Einführung von Goldmünzen als Münzeinheit und die rechtskräftige Einführung des sogenannten theoretischen Guldens bei finanziellen Transaktionen vor. Der Finanzausschuß sprach sich nahezu einstimmig gegen die Einführung von Goldmünzen aus. In einer Koilferenz der Finanzministers mit Vertretern der Regierungsparteien hoben diese die Zwecklosigkeit der Einführung einer Geldeinheit unter den gegebenen Umständen hervor, tvorauf der Fir.auzminister den ersten Teil seines Projekts znrnchog. Die Zahl der Geschädigten ist sehr groß. Unter den Betrogenen sind auch viele Beamte, die offenbar um ihre Absertigungssnmlne betrogen winden. Die Brüder sind anscheinend ins Ausland geflüchtet. zionistisches Landeskomllee. Die dies wöchige Sitzung findet Donnerstag den 2 8. d., 7»? Uhr abends, statt. _____ * Das Neueste ist... Das Neueste ist nämlich die Sommer-kälte. Man hat das Phänomen schon aus das gründlichste untersucht und aus das gründlichste festgestellt, daß es von den Eisbergen hervührt. Diese Eisberge beschäftigen sich unaiufhöMch damit, möglich zu sein und zu schwimmen. Die letzte Eigenschast haben sie mit den Enten gemein-. Vielleicht auch noch manche andere. Die schwimmenden Eisberge sind von einer für chre Konstitution ungesund heißen Sehnsucht nach dem Süden erfaßt. ,/Kennst du das Land?", singen die Bären- (selbstverständlich Eis«), die mit den schwimmenden Eisbergen in untrennbarem Zusammenhang stehen, bei Tag und bei Nacht. Die Eisfüchse heulen herzzerreißend und sowohl die Giseidechsen als auch die Eissikorpione verlangen stürmisch, die Kuppel der. Poterskirche zu sehen. Also, machten sich die Eisberge ans dem Weg nachSizilien. Dieser Weg ins Land der Wunder führt setlbstverstäMich über Men, und die Kunde, die den. Mienen Gästen . Üoräuspilte,. ward mit ungemischter Freude ausgenommen. Man -weißdochzietzt wenigstens, warum man im Juni mit den Zähnen Äappevt und warum die Frostbeulen, mit der.- Rosen .um die Wett« blühen. ..Mit sÄem Wohljgchallen zieht die sorgliche Hausfrau die WoMetder hervor uäd freut sich der gewonnenen Klarheit: Der sphärische Hochdruck aus die nord-südliche Atmosphäre, beyichungsweise Hemisphäre, müßte in Verbindung mit. der elektromagnetischen BeweGU'Ug notwendigerweise zu böigem Kühlwetter, mit Neigung zu Rotnasen, führen. Das ist so Mar, daß es ein Kind versteht, und es gibt, nichts Schöneres als die Wissenschaft. Besonders wenn sie so einfach ist wie die schwimmende« Enten, partzwn: Eisberge. Schnucki", ,Luzifer" oder wie sonst der Kosenamen des winterlichen ,Hausfreundes" lautet, wandert vom Boden herunter und um des Herdes gesellige Flammen sammeln sich die Hausbewohner, kommen brüllend, die gewohnten Ställe füllend. Man wärmt seine Seele an den Berichte« über die letzten Heldentaten der Hakenkrouzsler, seine Füße in Filzschuhen und seinen Tee an der Phantasie der Enitenjäger. Hat man dazu noch im Ofen ein tüchtiges Feuer entzündet, dann kann es sogar im Juni nochganz behaglich warm werden. * Der „jü-ttche Gesandte" gestorben. Wie ans New-Aork berichtet wird, ist in Atlantic City im Alter von 86 Jahren der Advokat Simon Wulf gestorben. Wulf, der einer jüdischen Familie in Bayern entstammt, wurde im Jahre 1881 amerikanischerGesandterinAegypten und ■ hat später wichtige Staatsämter in den Vereinigten Staaten bekleidet. Seine stete Bereitwilligkeit, jüdische Interessen zu vertreten, trug ihm in Washington den Spitznamen des „jüdischen Gesandten" ein. Wulf war auch schriftstellerisch tätig. Bekannt ist sein Memotrenwerk: „Die Präsidenten von 1860 bis 1918, die ich persönlich kannte". * Chemiker Goldlust aufgefunden. Der seit 16. d. vermißte Chemiker WilhÄm Gold ln st wurde vorgestern von Ausflügbern auf dem Kahlenberg in völlig erschöpftem Zustand angetroffen. Er wollte sich das Leben nehmen, und da der SÄstmordversuch mißlang, irrte er acht Tage ohne Nahrung umher. * Ein weißer Rabe. Wir erhalten aus Leserkreisen folgende Auschrüft: In Ihrer Somwenftischenaktion haben Sie Ihren Lchern wogen der a-Memililschen Strömung in den österreichischen Sommeraufen'thMen uüd wogen der Auswucher-ung durch die Vermieter aibgercrten, österreichische Sommerfrischen ausszusuchen. Durch Zufall ist es mir gelungen, eine Sommerfrische ausfindig m machen, die man mit gutem Gewissen jüdischen SommevfrilMern anempfehlen kann. Eine Stunde Bahnfahrt mit der, Mestlbahn entferr.t liM der Ovt Eichgraben. Inmitten von bewMeten Hügeln liegt der Meine Ort weltvergessen in idtzfliffcher Ruhe da, fernab vom Getriebe des Alltags, so recht geschaffen, für jemand, Lessen Nerven Ruhe brauchen. Kein Automobil stiM und tnt-et, kenne Scharen von SpveWüvgern MerAuter.« die grünen Mrsiten mit Kind und 'Kegel, mit Kinderwagen, Klampfen und jpeisengchkllteu Ruchäcken — alles ist ruhig, ein absolutes Ausvuhen vom Lärm der Großstadt. Zwanzig Minuten von dm Keinen Station auf einer von alten, rauschende« Dannen bestandenen Anhöhe liegti der Herrenhof, ein chomal-dger herrschaftlicher Besitz, jetzt eine Pension, die, wie man mir sagte, in kurzer Zeit ein Sanatorium werben soll. Bor dem Hause stehen wie zwei Wächter zwei mächtige. 35 Meter hohe kalifornische Mammutfichlten, nelbenlbsi gesagt, sollen es die einzigen in ^Europa sein,.Me diese Höhe lerreichten. Ein prachtvoller Park 'mit uralten Bäumen ilMgiA düs nette, einfache ^aus, von dem mau eine entKckcüde Fernsicht Mer das ganze 24. Juni 1923 Nr. 1867: "" ....—.-«v Tal genießt. Die pol>itischen und konsess-ionellen GtrömuriilM senden ihre trüben Wellen nicht in diesen stillen- Ort. mau ivird auch als Jude nicht augepöbüit, und für die schöne frische ' Lust, die mau in vollen Zügen genießm kann, hat man außer-, dem nicht die Wahnsinnspreise anderer Sonunertsrischen zu zahlen-, ein Umstand, der gewiß auch ins Gewicht fällt. * Die Goldparität. Die GeschäfMeitung der Oesterreichischen Nati'onalban-k teilt mit. daß die Goldparität <Um- ' rcchnuugsverhältnis betreftend die Zollzahlungm in Gold) für die Periode vom 25. Juni bis 1. Juli 1923 mit 14.400 Kronen festgesetzt worden ist. * An unsere Leser. Die Schachrubvik der „Wiener Morgen-! zeitung" erscheint von nun an MontagMalt. — In diese?; Wvck>« fällt die Veröffentlichung des .Hausarzt" ivegeu privater Vevhinderuug des Autors aus. * Eine jüdische Zeitung tu Schweden. Demnächst. beginnt in S t o ck h o l»m unter der Mitarbeiterschaft des Oberrabbiners Dr. Ehrenpreis eine jüdische Wochenschrift zu erscheinen, die sich die Bekämpfung der jüdischen A f f i tu i I a- " tion zum Ziel gesetzt hat. (I. C. B.) * Erleichterung für die jüdischen Durchwanderer in der Tschecho-Slowakei. Infolge einer Intervention des vereinigten Komitees für jüdische Auswanderung bei dem tschechoslowakischen Minister des Aeußern hat die tschecho-slowakische N-- gierung die jüdischen Durchwanderer von den Durchreisegebühren befreit. Diese Maßnahme steht im- Zusammenhang mit der Verstärkung der jüdischen Emigration aus R u m ä n i e n, die ihren Weg iiber die Tschecho-Slowakei nimmt. * Hebräische Schule der Bezirke 12—18. Die Schlußfsier 'findet Donnerstag den 28. d., präzise l>alb 8 Ilhr abends, 15. Bez., Herklotzgasse 31, statt. Ansprache: Rabbiner Doktor I. T a a l i ch i; hebräische Gesänge: Obevkantor M a r g u l i e §; hebräische Ansprache, Ghöre; eine allegorisckie Szene von Ätoses U^ngar seid. — Einschreibungen für die erste Klasse der jüdischen Volksschule, welche im September eröffnet wird täglich (mit Ausnahme des Samstags) von 9 Uhr vormittags bis 7 Clhr abends. * Jüdische Elternversammlung der Bezirke 12—15. Mittwoch den 20. d. fand im Festsaale, 15. Bez., Herklotzgasse 21, eine jüdische Clternversam.nÄuwg statt, die von den Be-zir-ken 12—45 zahlreich beschickt wurde. Der Vovsitzende, Herr Oskar G o l d s ch m i d -t. führte in seinen einleitenden Worten ans, daß von der Zionistischen Organisation im Einvernehmen mit den prominenten jüdischen Persönlichkeiten dieser Bezirke an die Gründung der ersten Klasse einer jüdischen Volksschule geschritten werde. Nach den Erfolgen der hebräischen Schule und der jüngsten Gründung des sudifchen Kin-dergartens können die Proponnenten diesen verantwortungsvollen Schritt. wagen. Es ist besonders erfreulich, si'chvte der Borsitzend: aus, daß die jüdischen Erzichungs- und Unterrichtsfra-gen eine gemeinsame Plattform für alle Parteirichtungen «geschaffen haben. Die Rabbiner Dr. Täglich t und Dr. Lew in begrüßten in beifällig aufgenommenen Reden diese Schübgründung und verlangten von den Eltern tatkwst-vgste Förderung. Nachdem noch mehrere Redner «Stellung genommen hatten, wurde ein 'Komitee gewählt, welches mit den Vorarbeiten betraut wurde; diesem gehören cm: die RäMner Dr. I. Täglicht, Dr. L«cwin und Weiß; semer die Herren Albers. Dr. Glanz, Goldfchmidt, Gottdenker, Direktor Margulies, Med. Rat Dr. Reumann, Pisk. Roth, Ritter mann, Dr Saxl. Stein. * Sitzungen im Rathaus. In. der komnvenden Woche f.mWl-' im Rathaus folgende Sitzungen statt: Madtfenat Dienstag den 36. d. um 10 Uhr. Landtag Mittwoch den 27. d. um halb 4 Uhr nachmittags, anschließend Gemeinderat. Die ' Genreinderutssitzung -soll die letzte vor Beginn der Sommerfevicn sein. * Parleienverkehr im Wohnungsamt. Mit Rücksicht auf die Persoualverminderung während der Urlaubszeit wird der Parteienverkehr im Wohnungsamte der Stadt Wien, 1. Bez., Bartensteingaffe 7, ab 1. Juli 1922 auf D i e n s t a g und Samstag beschränkt. An allen übrigen Tagen der Woche » haben nur jene Parteien Zutritt, die sich mit einer Vorladung des Amtes ausweisen können. * Die Jnustrucker Spielbank kündigt, wie schon be-. richtet, ihre EröffnMg für dm 16. Juli an. Der Direktor, ein Herr Goldberger, rühmt sich, daß er 80 Innsbrucker als .„Croupiers" mit einem Durchschnittsgehalt von 1,6 Millionen und Gewinnbeteiligung angestellt habe. Die Spielleiter müssen einen Kurs über die üblichen Glücksspiele durchmachen. Es sind hauptsächlich abgebaute Beamte und Offiziere. Gespielt wird Bakkarat uud Roulette. Zum Spiele sollen JMsbru«ker nicht zugelaffen werben. Direktor Goldberger wird mich in JglS eine Spielbank eröffnen. * Südbahn. Die Betriebsdirektion der Südbahn teilt mit, baß die in den Fahrpläum vom 1. Juni d. I. für die Zeit vom 28. Juni bis 16. Juli vorgesehmen V-Züae Nr. 105 und 106 Wien—Leoben—Villach und umgekehrt (Wim-Südbahnhof ab 8 Uhr 45 Min., bezw. an 19 Uhr 59 Min.) bis auf weiteresnicht inVerkehr gesetzt werden. Es werdm also für Reisen «ach und von Kärnten nach wie vor folgende Schnellzüge zur Verflignng stehen: Die Tages-v-Züge . über Leobm Nr. 103 und 104 (Wim-Süddahnhof ab 9 Uhr 35 Min., bezw. an 21 Uhr). Die Nacht-V-Züge Nr. 9 und 10 (Wien-Südbahnhof ab 20 Uhr 10 Min., bezw. cm 9 Uhr 50 Min. ÜB er Marburg) und die Nacht-V-Züge Pr. 109 und 110 (Wim-Südbahnhof ab 21 Uhr 60 Mn., bezw. an 7 Uhr 29 Min. über Leoben). * „Mult es jövfi“ erscheint wieder. Wie Ms aus Budapest berichtet wird, hat die Negierung da? Verbot des „Mult es Jövö" wieder aufgehoben. Das Blatt steht unter der Leitung. Dr. Josef P a t a i 8. * Die Bekämpfung der Zuckerkrankheit. «In der vor- ^sstri'üen Sitzung der Gesellschaft Wer Aerzte teilte Professor Falter mit. daß er das in Amerika «erfundene Heilmittel gegen Zuckerkrankheit, das IMlin. in zwei Fällen ansgeprolbt habe. Die Wivkmg sei veMüffend gewesen» der iZarcker sei fast völlig verschwenden, allerdings habe die Wirkung «Mr einige Stunden ungehalten. Auch Dozent Dr.- Pollak «Md Professor Dr. Porg«s äußerten« sich s«chr arverlennend «über das Mittel. * Die neue» Strom- und Gaspreise. Für die Woche von: 33. bis 30. d. wurde der Preis Mr Mchtftrvm «bei sechswöchiger Ablesung von 494 K. für die Hektowattftunde auf 503 K. erhöht. für Kraftftrom von 309 K. auf 307 K. Ms Grund wird die Berteuerrmg der Kohle und die Erhöhung der Löhne durch die IndexanszcchkMg angegöben. Der Gaspveis wurde mit 2140 K. unverändert gelassen. * Erhöhung des StraßeubahntariseS in Berlin. Me Berliner Straßenbahn «echöyt vom 2. IM ab 'ihren Fahrpreis auf 1600 Mark. Die andere« Bevliwer BevkehrsmiM Mden gleichfalls entsprechende Fcchrpreiserhvhungen viu. * Gegen den Warenschmuggel Ms Deutschland. Die Salzbuvgsr Landesvelg-ieruing hat das Zolloberamit «in Salzburg angewiesen, mit den stvvnMen Maßnahmen gegen dm im iZusammenhang mit dem Marssimz Whendm Wcrvenschmnggel -aus Deutschland vorzugch-m. *■ Reiscgepäckversicherung. Die BrrndeSesse^ahni^vwab' iun-g hat die Ei-urichtung getroffen, .daß das NÄsiegePäck «cmt