Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1565 (22.6.1923)
- Date
- 1923-06-22
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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m I / Nr. 1666 Men, Freitag Mmgtm Devisenzentrale, hat eine Reise nach dem Ausland cm-- getreten. —> Der fallite Bankier Palfy hat den Gläubigern io Prozent geboten. Wieder sind zwei große Schadenfeuer zu Überzeichnen, «nd zwar bei der Hungaria Kunstdünger- und iSchtoefelsanvefabrik, wo der Brandschaden 1200 und bei der Iustschm Glühlampenfabrik, wo der Schaden 200 Millionen Kronen beträgt. Zufolge der Ruhrbesetzung haben deutsche chemische Fabriken, deren Lage dort unhaltbar geworden ist, ihren Betrieb nach hier verlegt, indem sie ihre Erzeugnisse unter Leitung hierher entsendeter Chemiker und Fachleute bei Budapester Fabriken Herstellen lassen, um den in ihrer Heimat unmöglich gewordenen Export nach dem , Orient von hier vornehmen zu können. Die Genossenschaft der Ungar. Landwirte hat den Kredit eingestellt. Der Umstand, daß auch dieses bedeutende Agrar- Nnternchmm eine solche Maßregel eintreten läßt, bildet den besten Beweis der hier herrschenden Geldnot. Export- und Import-Nachrichten. Der Export grüner Erbsen ist bereits in , vollem Zuge, hingegen ist die Ausfuhr von Frühkartoffeln untersagt. — Das fÄrrerzeit erlassene Zwievelexportverbot zog nach sich, daß viele hundert Waggons verfaulten, so daß Ungarn, bezw. die Hauptstadt, wahrscheinlich wieder auf den Import dieses Artikels angewiesen wird. — Die aus Argentinien hereingebrachten Kühlfleilschmettgen sind bereits ausgegangen; der eigentliche Zweck, das übermäßige Steigen der Fleischpreise zu verhindern, wurde nicht erreicht. — Die Regierung hat mit der einen Hand die Einfuhr deS ausländischen Zuckers freigegÄbeu, mit der änderest .Hand verhindert sie als Devisenzentrale die Beschaffung der zur Bezahlung nötigen schweren Valuten. Der zügellose Export von Eiern verursachte das Steigen diefes unentbehrlichen NahrungsWAels auf SO K. Pro Stück. SesterreWsche Ratiinalbank. In der zweiten Juniwoche hat der Barschatz der Oester- «Ähischm Nattoruckbank eine erhebliche Stärkung um ungefähr ILM Millionen Goldkronen (rund 200 Mlliarden Papierkröne») erfahren, da die Deviseneingänge während der Auswevperiode die Devisenanforderungen erheblich überstiegen. Im Stande des Wechselportefeuilbes ist eine Verminderung um rnud 13 Milliarden zu verzeichnen. Dementisprechend ergibt sich beim Notenumlauf einschließlich der sofort fälligen Verbindlichkeiten eine Steigerung um rund 167 Mlliarden. Das ProzentvethältuiS, mit welchem die GesämtzkÄnlatwn durch den Barschatz gedeckt ist, hat eine Steigerung von rund 36 Prozent nach dem letzten Ausweis, auf 38,6 Prozent nach dem vorliegenden Ausweise «fahxen. Budnii! Gold gemflaxt ». ongemünxt (Goldkronen ftJ18.48S.08) . 73.390)099.010 < fi Nach Art. 86 der Satzungen ela« reehenbareDe« viaea u. Valu* ten (Goldkr. 156,304.379.93) 8,006.010,418.066 8,079.401,411,081 + 900.659,993.389 Eekomptierte Wechsel, Warrants und Effekten ........ 840,650,996.616 — 49.606,193.051 Darlehen (egen Handpfand .... 599,847.000 — 307,491.000 Oesterroiehiaehe Siaatsaohatzscheine 2,547.811,870.000 Andere Aktiva . . 1,017.196,846.601 — 80.786,449.445 6,491.861,27L898 Passiva. Aktienkapital (Goldkron. 80,000.000) 385.020,000.000 Banknotenumlanf.. .. . 5,014.155,478.703 + 168.488,781.937 Verbindlichkeiten ans dem Giroverkehr und andere sofort fällige Verpflichtungen . ....... 370.884,587.077 + 4.858,795.604 Sonstige Passiva .,« . 721.861,810.618 — 80.667,807.598 ' 6,491.261,271.898 Stand am 15. Juni 1998. Aktivs. K K deMStanSe vom1 Jnni 1983. & AllMmkme ösiMÄchische Büdeu-CE-AnM. Die MN 28. Mai d. I. stattttchabte ordenMche Gene»ra!lIversaUmMn»g der BoderErMit-AuIstM hat den Verwaltuwgsrat emrächivgt, das Wieubapital durch Amsgaibe von 1M)M0 Stück Aktien zu je 9000 K. Nominale Mf den Betrag von 10K00,000.000 Kzu erhöhen. Int-vMveiser Äusülbmvg dieser Ermächtigung hat die Anstalt vor kurzem 70VL00 M-ien neu ausgegeben. In den letzten Tagen wurde die reisÄiche Tranche von 600.000 Stück Mtien gegen ziwoiljähvvae Sperre zu einem den BegübunBkurs der letzten Emission wesentlich übersteigenden Preis an ein Konsortium begeiben, welchem die ausländiisHen Freunde der Anstalt angchörem (EntgMich.) Me verkauft und belehnt man Bötterbundauleihe? Die österreichische Staatsanleihe 1923—1943 (Völkerbundanleihe) im Betrage von 13 Millionen Dollar, das sind 66 Millionen Goldkronen, wird bis zmn 30. Juni in Oesterreich zur Zeichnung aufgelegt. Es ist wohl schon allgemein bekannt, welch günstige Bermögensanlage das neue Papier darstellt; es ist mit außerordentlichen Sicherheiten ausgestattet, lautet aus die beste Währung der Welt, nämlich auf Dollar, so daß der Zeichner kein Wsilko hinsichtlich KaMailsechöhmg und KnrsveMH übernimmt und ist überdies noch mit ruvd 8 Prozent verzinslich. Mag sein, daß manche sich zur Zeichmrüg nicht entschließen könne», weil die Anleihe-Titres innerhalb der verhältnismäßig langeu Frist von zwanzig Jahren zur Verlosung zur Rückzahlung gelangen, der Zeichner also riskiert, fein Papier erst!stn Jahre 1943 emlöfen zu können. Solche Ueberlegungen entbehren aber jedes stichhaltigen Grundes, wie nachfolgende Ausführungen darlegen werden. Benötigt ein Besitzt von Völkerhundanleihe plötzlich Bargeld, so kann er auf Grund seiner Titres bei der Oesterveichischen Rationalbank direkt oder im Mege einer anderen Bank um ein unter günstigen Bedingen zu gewährendes Lombarddarlehen.ersuchen. Will er auf eine »Belehnung nicht eingehen, so stcht ihm jederzeit der Weg offen,!dte Anleihe günstig zu verkaufen. ES ist nicht zu erwarten, daß Äve Ktts je unter den ZeichrmugSpreis sinken vürd, Äetznchr Wiener Morgenzeitung. sprechen alle. Gründe-für das Gegenteil. Die Anleihe wird nicht nur au der Wiener Börse, sotzdern voraussichtlich auch au der Rew-Aorker Börse notiert werden. Die Verzinsung beträgt nominell 7 Prozent, tatsächlich aber rund 8 Prozent, ein Zinsfuß, der sich wohl bei fix verzinslichen Papieren minderer Wäh- , rung, nirgends aber bet fix verzinslichen Dollarwerten findet. Da nur insgesamt 13 Millionen Dollar derzeit zur Auflage gelangen und zahlreiche Subskriptionen demnach nicht Berücksichtigung werden finden können, wird das Publikum sich voraussichtlich nach Abschluß der Zeichnug drängen, um Titres der österreichischen Staatsanleihe käuflich zu erwerben. Ein Steigen der Nachfrage muß aber unbedingt ein Anziehen der Kurse zur Folge haben. Die Kotierung und Lombardierung der österreichischen VAkerbundanleihe. Zu dem außerordentlichen Erfolg, den die österreichische Völkerbundanleihe schon jetzt überall, wo sie im Auslande aufgelegt wurde, ebenso wie in Oesterreiich selbst erzielt hat, hat außer der guten Verzinsung und außer den erstklassigen Sicherheiten für diese Anleihe nicht wenig der Umstand beigetragen, daß die Anleihe an der Börse kotiert und dadurch jederzeit realisierbar wird, andererseits aber die Lombardfähigkeit besitzt. Der Besitzer von österreichischer Völkerbundänleihe kann seine Titres jederzeit zum offiziellen Tageskurse an der Börse veräußern, ohne Gefahr zu laufen, einen Wechten. Verkaufskurs zu erzielen, er kann jedoch auch, wenn er die Ditres behalten will, aber Geld, benötigt, die Anleihetitres bei der Oesterveichischen Natwnalbank lombardieren lasten, da der Anleihe von der Oesterreichischen Nationalbank die Lombardfähigkeit zuerkannt wurde. Auf diese Weise ist es jedem Zeichner möglich, abgesehen davon, daß er ein absolut sicheres und hochverzinsliches Papier besitzt, sich nach Bedarf durch Lombardierung oder Veräußerung Geld zu beschaffen. Me Kleinrentner. Eine Deputation, hestchend aus den Herren Rechtsanwalt Dv. Zalman, RegveMnigsvat Brychta und Bau rat Ing. Mex. Kern, wurde von den Abgeordneten Dr. We-iskirchne-r, Seitz und Dr. Dinghofer sowie vom Odmann der chrisWchssoKiaLen Bereinigung Jodoks Fink empfangen. Die Deputation machte die .Parlamenttwiev auf das Elend der M-einventner und auf die Dringlichkeit einer AbhAse aufmeMam und. überreichte den bekannten Gesetzentwurf. Ueber die Antwort und Wer den Stand der BechaMuugen wird am Sonntag den 34. Juni d. I. um haktb 6 Uhr abends in einer in der Dotlkshakle des Neuen Wiener Rathauses sbattfindenden VerfamnM-ng Bericht erstattet. Tadcckmonopol in Pole»'. In Durchführung dos Gesetzes vom A. Jwni v. I. betreffend dasTalbakmonopoll eMeß der MnanzmiNafter eine BevordnNng. betreffend die Organisierung des staäMchen Däbakmonvpols. Da8 Talbakmonopol wird eine Wirtlschaftseinheit als juDiftifche. Perfon. bi^lden, die nach dem aMhrl'ich durch den Fimm«MlMft-sr bestätigten Plan handelsmüßjg geführt wird. Me Bücher des Ta>bcmnonopo!ls worden nach dem System der doppolten Buchhailtung handelsmätziy geführt werden. Das DabcMwnovol wird einen eigenen Betriebs- und einen Ve^ichemnachonds gegen Glementarschäden hcchyn. Nr der Spitze des Monvpolunternehmens wird ein für die Gebarung der Hm. unierstehenden Aemier, Fabriken und Magazine veräntworEichor GenerWirektor stehen. Rohölgewimmng in Polen. Sämtliche Naphtagebiete in Polen weisen im ersten Mertel, dieses Jahres d:e Echöbung der Produktion auf. K DrohübWr Gebiet 'stieg die Prvdukition auf 16.4A Ziflertten^ Vas sind 87 Prozent dev gesamten RohA-gewinnnug Polens, was auf neue e^oligreiche Bohrungen auf dem BoryÄawex Terrain zurückKufulhren ' ist. Das JaÄver Gebiet lieferte 1365 Zisternen (8,9 Prozent), das Stanislauer Gebiet 631 Zisternen (4,1 Prozent). Im Allgemeinen hob sich die Bruttoproduktion um 8 Pr-ozont, die Nettoproduktion um 10 Prozent gegenüber den entsprechenden^ Monaten des Vorjahres. Die Verarbeitung von. RoW verringerte sich in dieser Periode um 918 Zisternen. Auch das Quantum der exportierten Produkte verringerte sich um 1340 Zisternen oder um 16 Prozent gegenüber dein ersten Mertel, des Jahres 1i922. Dagegen trat eine Zunahme des inländischen Konsums um 1837 Zisternen ein.. Der Saatenstand in Rußland. Ueber den Saatenstand in Rußland Wird folgendes bevichtet: Im Süden gut, im Norden und Nordosten unter dem Durchschnitt, im Nordwesien und im zentralen SchwarFerdgebiete durchschnittlich und-über dem Durchschnitt, im südbstlichen Sibirien gut. Steigerung der NaMhafinde-rung in Rußland. Die Naphthafördernng in Baku nimmt ständig p. Sie erreichte iM April.18 Mllionen Piud und im Mai 19F» Millionen. Die Produktion von Oktober 16W bis Mai 1626 ülberstieg diejenige mr selben Abschnitt des vorigen Jahres um 20 Millionen Pud. An jedem Dag in den ersten Jun>itagen wurden 700.000 Pud gefordert. Wiener Börse. An der gestrigen Börse herrschte im Hinblick auf den flüssigen Geldstand wohl eine freundliche Haltung, doch war das Geschäft nur auf einzelnen Gebieten von Belang. Im Vordergründe des Jnterestes standen ungarische Werte, da man mit einer Stützungsaktion der ungarischen Krone rechnet. Es gewannen die Aktien der ungarischen Kreditbank 176.000 K., Salgo-106.000 K. und Rima 23'.000 K. Dagegen waren die übrigen Bankenwerte vernachläffigt und billiger erhältlich. Für Alpine und Staatsbähn zeigte sich erhöhtes Interesse. Letztere gingen mit einer Steigerung von 61.000 K. aus dem Markte. Lebhafter, begehrt und reger ümgchetzt wurden Kmpp-Aktien, die eine Avance von 49.000 K. zu verzeichnen hatten. Die Aufträge in Snnenscrktien hatten einen derart großen Umfang, daß von einer Notierung Abstand genommen wurde. Die Festsetzung des Kurlses der A. E. G. Union verzögerte sich bis nach 12 Uhr. . Im Schranken war eine feste Tende;rz vorherrschend. Bodenkredit setzten ihre Aufwärtsbewegung fort und sti-eoen um weitere 30.000 K. auf 600.000 K. Auch ungarische Papiere waren bevorzugt. So gewannen Oberungarische Hütte« 168.000 K., Gößer Brau erhöhten sich um 60.000 K., Oesterr. Eisenbahnverkchr um 29.000 K., Steirische Magnesit um 15.000 K. Die freundliche Stimmung im Schranken erhielt sich bis zum Schlüsse. *- B e z u gSrechter Bosnische Bmrk 2000, Ungarische allgemeine8kredit 80.0M, Neuschloß u.Ächüg 5000, Drifailer 230.000- Ung. Eisenbahnverkehr 180.000. . Auf dem Anlagemarkte war die Aprilrente.etwas höher gehalten, hingegen werließondie übrigen Titres mit -5knrSeinbußen tzfy» _22, Juni 1923 Seite?! Von beit Exoten notierten: Anzeigen-Gesellschaft 96.00s bis 100.000, Eos 4000 bis 4200, Erdöl 46.000 bis 62.000, Jrias 249.000 bis 265.000, Epple und Bnxbaum 36.000 bis 41.000» Mraznica 186.000 bis 176.000, Schubert «. Co. 17.000 btk 18.500, Spiritus Vereinigte 190.000 bis 200.000, Steirisch^ Kohle 73.000 bis 78.000, Universale Bau 30.000 bis 32.000. Von den Warenmikrkterr. " (Eige-ubericht der „Wiener Mop-enzeitung".) Holz. Das hieftge Platzgeschäst war nach wie vor schwach, die hoWerarberteude Industrie nahm einige Mengen Havthobz aus dem Markt, dagegen stagniert Weichholz zur Gänze. Die möbslverarbeitendr -Industrie hat in letzter Zeit einige Aufträge seitens des Auslandes erhalten und man hofft von dieser Seite dadurch eine BeMung. Auch die Bautätigkeit ist im Znnehmen begriffen, was auf die Gesamtlage günstig wirken dürste. Das Exportgeschäft erfuhr einigermaßen eine Belebung nach England. Holland, Italien und nach >den überseeischen Ländern. Auch hier sind Aussichten aus besseren Absatz vorhanden. Frankreich ist allerdings auch als Käufer aufgetreten, jedoch -nur zu »gedrückten Preisen. Deutschland kommt zurzeit infolge der politischen Wirren kaum in Betracht. In Deutschland ist die Lage nnbesriedigend. Auf der einen »Seite braucht die Sägewerksindustrie ihr im Roh- und Schnittholz mhendes Kapital, auf der anderen Seite kann sie aber zu den Preisen, die der -deut- -che »Holzhandel zahlen will, keine nen-mnswerten Mengen »verkau'stn, da eine starke Differenz zwischen der -derzeitigen Bewertung am Schnitiholzn^cuckt iund »den Rohholzpreisen »besteht, mit denen man rechnen muß. Der Platzhandel kann mit dem Konsum (Möbelfabriken. Gvoßtischlereiem industriellen Etablissements. Leistenfabriken) nicht oder doch nur in geringem Umfange bestehen, weil diese Unternehmungen mchr oder weniger auf die ■ Zl-usstchr angewiesen sind und der Export holzgewerblicher Erzeugnisse nach den valutastarken Ländern gewaltig zusammen-WlM-mpst ist. Für die in West- und Mitteldeutschland gebrauchte Stammkiefer zahlt man gegenwärtig Preise ab Verladestationen von 1,3 bis 1,5 Millionen Mark, für Zopfbretter 1 -bis, (1,2 Millionen Mark. Es herrscht überhaupt bczüglich der Preisgestaltung eine Zerrissenheit im 'deutschen Holzgewerbe, die man noch nie »beobachtet hat. Das Ausland -kann mit dem deutschen Hvlzgewerbe in nur ganz geringem Umfange Geschäfte tätigen, weil der Weltmarktpreis sich in einem »veiten Abstand von der Bewertung in Deutschland befindet. »Srwe. Der Welinvcrrkt in Seide ist fest, alle 'Unterhandlungen konzenidvreren sich nunmchr auf die Märkte, da der Spinner zuversichtlich auf Abschlag vechMt, um so mehr als er int allgemeinen seine Produktion Pw Ende August verkauft hat. Es macht sich in vielen Gegenden Italiens ein starker Laubmangel bemerkbar. Die kalte Temperatur dieses Jahres gab den Blättern nicht die nötige Swbstanz. Da sich die Raupen in der ätzten Periode befinden, wo sie bekanntlich schr viel fressen, zahlt der Züchter hohe Preise »für die Blätter. Diese Zustände -sowie einige Nachfrage von Am-erika geben dem Mailänder Markt einen bedeutend festere» Ton. Lyon kaust dauernd schöne Webgregen. Di,e^ italienische Produktion pro Juli-Angnst dürlfte »binnen kurzer Zeit ausverkauift sein. Mit Zürich sind' die Unterhlvndlungen schr mühsam. In asiatischen Gregen wird nicht unterhandelt. Tee. / Ans dem. hiesigen Platze blieben Preise mwerändevt. Of- »fieriert wurde Panyong-Suchong zu 76.000 K.. China-Moning zu 73.000 »K. und Pocco Ceylon zu 79.800 K: Alles ab Wien, -Am Welit war kt bewirkte größeres Angebot ordinärer Qualität in den Londoner Aukttonen ein allmähliches Abbröckeln der Preise. Die erste »Auktion der neuen Ernte in Kalkutta brachte Preise über der 'Parität der letzten Londoner Auktionen. Die Glefamternte an Nordchinatee »wird aus 300.000 »Kisten geschätzt, ist mithin , wesentlich größer als die vorjährige. Dagegen ist im Foochowdistrikt mit einer kleineren Ernte als im »Vorjahr zu rechnen. Die Qualität soll befriedigend sein. Die Evöfftvungspreise liegen etwa 30 bis 60 -Prozent über den in der gleichen Zeit des Vorjaihres bezahlten. Ein erheblicher Teil der Ankünfte wurde zu diesen Preisen ausgenommen. In Deutschland hat das ^schüft eine ausgesprochene Belebung gezeigt; die sprunghafte Steigerung >der Devisenkurse veranlaß te das Publikum zu nemn/Käufen. Infolgedessen haben die Seeplatz- und Jnlandsimporteure die in ihren Vorräten entstandenen Lücken anfgefüllt. Der Zoll »betrug am 1. »Mai pro Kilogramm 11.086 Mark, am 31. Mai 21.824 Mark. Die Belastung durch den Zoll hat sich also annähernd »verdoppelt. MehmöMe in 61. 91«!. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung^.) R i n d e r m a r k t. Der Austrieb belief sich auf 68 Stück inländisches, 97 Stück ungarisches, — Stück tschecho - slowakisches, 782 Stück jugoslawisches und 847 Stück rumänisches, zusammen 1744 Stück Schlachtvieh, worunter sich 1190 Stück Mastünd 684 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung nach waren 1368 Ochsen, 77 Stiere, 239 -Mhe und 62 Büffel. Es nottertenr Ochsen je nach Qualität 10.500 bis 16.000 (18.000) K., Stiere und Kühe 10.800 bis 16.000 Beinlvieh 7.000 bis 11.000 K. und Büffel 9.000 bis 10.000 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. Bei völliger Stagnation erlitten die Preise gegen Montag einen neuerlichen Mckgang bis zu 2000 K. pro Kilogranrm. Ein Großteil des Austriebes blieb unverkauft. S ch w e i n e m a r k t. AufgetriÄben wurden 669 Schweine) darunter 208 Fleisch- und 361 Fettschweine. Es nottertenr Fettschweine 23.600 bis 25.000 K. und Fleischschweine 26.500 bis 28.000 K. pro Kilogrmnm Lebendgewicht. Preise gegen Dienstag schwach behauptet. S t e ch v i e h m a r k t. Die Gesamtzufuhr belief sich auf 2317 Stück Kälber, darunter 848 lebende, . 887 Weidnerschweine, 212 Weidnerschafe, 177 lebende Schafe, 26 Ziegen, 56, Kitze und 76 Lämmer. Es notierten: Lebende Kälber 16.000 bis 24.000 K., Weidnerkälber 17.000 bis 26.000 K., Weidner-Fleischschweine 26.000 bis 34.000 K., Fettschweine 27.500 bis 29.000 K., Weidnerschafe 12.000 biS 18.000 K., lebende Schafe 7000 bis 14.000 K., Ziegen 6000 bis 10.000 K., Kitze 12.000 bis 20.000 K., Weidnerlämmer 10.000 bis 20.000 K. und lebende 10.000 bis 16.000 K. pro Kilogramm. Bei einer Mindemufuhr von 650 Kälbern sind die Preise gegenüber der Vorwoche in vielen Fällen bis zu 1000 K. pro Kilogramm gestiegen. Fleischschweine haben sich bis zu 2000 K. und Fettschweine um 600 K. pro Kilogramm verteuert. Budapester Börse. Budapest, A. iJnni. Die hou-tige Börse ervffnete fchr sch und schon in der ersten HÄste gestaltete sich der Verkehr außerordenMch lebhaft. Auf sänMchen ^Märkten toaren die Muser im Uebevgewicht. iweÄhcckb die »Kurse durckMegs spmnghaften SieigwurMN niÄerlaMn. Besonders ist die Kulisse durch, ihre Festigkeit hervorzuheben, wo Kurssteigerungen von 20 bis 60 i Prozent vorkamen. Am Mvntanuuarkte waren iKurssPrünge von '50 Prozent die Regel. Im übrigen ibetvugen sie 5 -bis ^„Prozent. Die kleineren JNdustriewerte blie>ben Ovar vernachläMt, doch schlossen auch diese über ihrom »letzten Stande. Die Schluß' tendenz -war alligeme'm weiter fest, der Bekehr jedoch nur i» dar krwowWsÄktt