Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1560 (17.6.1923)
- Date
- 1923-06-17
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980641--15123-3001920- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
PPHRÜ «rar » swett, «oitnag Fünf Lage im SMammergut mit dem „Bund jüdischer ZungManderer" Dm: I. C. M. Vierzchn Buben und fünf Mädels sind am Weftbaihnhofe vevsanunelt. In einer Reche stehen die neunzehn ir:*thren netten, gleichen, grauen Hemdblusen und warten. Der „ReWe" mit dem weißen Winkel am Aer-mel hebt die Hand und lautlos nimmt jeder seinen Rucksack und folgt ihm in -den Wartermmr. 5>X Geld für die alles destttrten.de, gemeinsame Kasse ist schon abgegeben. Es ist -nicht viel, denn wir haben ja halbe Fahrt und sonst 'brauchen wir wenig. Es ist jedem strenge verboten, sich etwas zu kaufen, wenn er etwas will, muß er es dom „Reifsten" sagen, der dann nach baut allgemeinen Bedürfnis entscheidet, ob es für alle rrotweMg ist oder nicht. Besonders Obst, Ansichtskarten und dergleichen, das immer nur für alle gleichmäßig gekauft wird. Endlich sitzen wir inl Zug und fahren. Bon früh bis abervds. Wir vertreiben uns die Zeit mit Liedern, die eine getroffene Auswahl von Buben und Mädels recht nett singen. Auch die Gitarre fehlt nicht. In Vöcklabruck heißt's umsteigen und so gegen halb 7 Uhr sind wir in Kammer-Schärfling am Attersee. Die Buben und Mädels warten am Haupiplutz, während zivei Führer nach Quartier für die Nacht Umschau halten. Ins erste Wirtshaus gehen sie hinein. Und-der redebegabtere von den beiden läßt einer: Wohleinstudierten Wortschwall dom Stapel, „daß wir irgendein Lokal zum Uebernachten brauchen, eine Scheune, Stall oder dergleichen mehr, daß wir ordentlich, rein und diszipliniert sind, aus Wien kommen, junge Studenten sind, Zündhölzchen überhaupt nicht besitzen, morgen früh wieder Weggehen, imd dafür zahlen wollen" (das letztere hat fast keinen Belang für den Bauern:, aber wir sagen's jedenfalls). Der kleine Bub und das Mädel vom Gastwirt schmiegen sich an den Vater und erwarten fast ebenso sehnsüchtig das ,Ha", wie die beiden Führer. Aber der reiche Protz sagt nur: ,Mall-eicht bein Obabauern." So geh.'n die zwei „§un Obabauern". Und der Oberbauer sagt, nach gewissenhafter Anhörm^ der Rede: „Balleicht bein Untabauern". Dnd der schickt uns wieder weiter. Die beiden Führer sind fast ratlos. Aber der eine, der schon mehr Erfahrung hat, packt die Sache anders an. Er geht zun: nächsten Wirtshaus und bittet nm die Erlaubnis, im Wirtshausvorgarten ein Zelt zun: Dcbernachten anffchlagen zu dürfen, was ihm o-hneweiteres erlaubt wird. Er läßt die Grauhemden in Reih und Glied anmarfchieren, die Rucksäcke in Ordnung hmlegen, und recht umständlich eines unserer größten Zelte unter starken: Zulauf und Interesse der Dorfjugend aufschlagen. Das wirkt. Sofort kommen ztvei Bauern und fragen, obs nicht gefährlich ist, die Kinder „in dera Költn heraustn" schlafen zu lassen. Binnen zehn Minuten haben^ wir prachtvolles Quartier. Die Mädchen eine:: wunderschönen Heuschober und die Buben ein leeres, aber reines Gefchaftsnmgazin. Wir legen unser Gepäck ab und ziehen noch einmal zum See, wo die Sonne gerade wunderschön groß und goldrot uniertaucht. — Zettlich früh müssen die Buben (Ivenns auch noch so kalt ist) zun: Brunnen ttitb sich gründlich den entblößten Oberkörper waschen. Tann gehen wir in die - Wirtsstube, wo man uns ein Frühstück vorbereitet hat. Ein großer Humpen „duftenden Gebräus" steht vor jedem frischgewcrsche:wn Gesicht, aber nicht früher darf einer zu'essen arrfangen, bevor nicht 'der „Reifste" am Tischende selbst den Kaffeelöffel zur Hand nimmt. Und das lut er -erst, bis vor jedem seine Portion steht. Denn Ordnung und Sitte muß auch in: Wanderleben sein. Dann ist Antreten vorn: Quartier, feierliches Bedanken und Abmarsch. Der Bauer wird sich freuen und uns ein gutes Andenken bewahren. So sauber gekehrt mtö aufgeräumt war sein Lokal schon lange nicht als nach unser ein Uebernachten. Jetzt wird stramm marschiert, den Attersee entlang, bis an die südlichste Spitze, wo wir nach mehreren Raster: erst gegen.Abend anckommen. Wir find in Unterach. Es ist schwer,;u beschreiben, wie schön es dort am Abend ist. Wir sitzen auf Stufen, die zum Wasser führe,:, breite -Stufen einer Hotelterrasse, gegenüber der D-aiupschissstatton. Zu unfern: Füßen schaukelt ein prächtiges Boot in 4>cn Wellen, die in langen Linien von einem Motorboot weit draußen im See ausgehen. Ein Paar rote Flecke blitzen noch von der Sonne an: Wasser auf, dann fangen die Berge <m, blau zu werden und «m seiner Schleier senkt sich aus das Wasser, das so klar ist, daß wir einige große Fische lange beobachten können; wir können leicht ausruhen, dem: wir hatten bald Quartier gefunden. Die Mädchen zwei Zimmer und die Buben eine Strohscheune. Oben am Berg, hinter dem Quartier, wird gekocht. Milchmakkaroni. Die Milch hatten die Mädchen von ihrer liebenswürdigen Quartierfrau bekommen. Auch ein Glas M-eichseljaM wird bald ausgetrie-üen.' Wir essen mit großem ^lppetit, freilich erst gegen neun Uhr, dann schlafen wir, nach überemstimmender Angabe mehrerer Beteiligter „wie die Götter". Und morgen geht's an den Mondsee. (Forts, folgt.) Am unserer SchSlemadde. Frühling im Prater. Brn E. S., 11 Jahre alt, Schüler des jüdischen Realgymnasiums. ES war um die Zeit, als die Flüchtlinge aus Galizien nach Wien kamen, und teils im Prater, teils in der Brigittenau in enge Wohnungen eingepfercht wurden. Im Prater wurde ein Ch ede r eröffnet, wo die Kinder, die tvährend des Krieges das Thoralernen vernachlässigen nmßten, den. Unterricht in der Heiligen Schrift erhielten. Unter diesen 'Kindern waren zwei, die zusammen in einem Ziumner wohnten und brüderlich miteinander, verkehrten. „Moifchwle". und „Schloimale". Es war an einem Freitag. Ein herrlicher Frühlingstag. In den Pratergäßchen ging es bunt *u, da, alles mit dem Saübatherrichteu boschäftiig.t war. Moischalo Wiener Morgenzettung._ hörten, wurden schon u:u 10 Uhr entlassen, da sie den Wochenabschnitt schon glänzend konnten. Sie gingen dnvch Straßen und Gassen, bis sie in eine häuserlöse Gegend,, kamen. Hier waren sie noch me gelvefen. .Sie waren sehr v bellonunen, denn die Gegend stützte ihnen Furcht ein. Keiner, wagte es, dem gnd-ron ein Wort zuzuflüstern. Sie rührten sich nicht,, als stünden sie beim „Schimoneesve-Gebet". Sie. sahen Bäume und Sträncher von den Strahlen der Sonne beschienen und dachten an den brennenden Dorrkbusch, Den- Moses auf dem Berge Moriah gesehen hatte.. Sie. sahen Steinblöcke und -dachten an die zwei steinernen T-cvfeilin, die Moses, erbost über das entartete BoA, am Fuße des Berges zerl-rochen hatte. So fühlten sie für alles, was sie gelernt hatte,:, Beispiele in der freien Natur, dem: für sie gab es nur die Heilige Schrift. Sie blicktenzu Böden nnd sahe-n einen Grasteppich, mit farbcirprächtigeri Mum-en durchwi-rkt, zu ihren Füßen, und der dritte Schöpfungstaig trat ihnen vor die Au,gen. „Warum sollte ich nicht wie mein Namensahne. Schlömoh der Welse mit den Vliumen spreche,: können?" 'flüsterte Schloimale .Moi-schäle zu. Moischale fragte das Veilchen: „Wie heißt int?" Das Veilchen antwortete: ,^Jch bin das. Veilchen, die Königin aller Frühlingsblumen." Das Schneeglöckchen antwortete ihnen, es sei' der Gemahl des Veilchens und die Primel beider H-erolld. So fragten sie jedes Blümchen und jedes Gräschen nach seinem Namen und sein,cd Beschaffenheit. Zuletzt fielen ihnen die Augenlider zu und sie iräunuen w eiter einen Frühlings träum vor: Vogelgezwitscher und Bei-Ich-endusi. Briefe aus Srez Ursel. Artuf, 8. April 1923. ^Lieber Jehofchuah und liebe Familie Sch . . . Es ist wohl höchste Zeit, etwas von mir hören zu lassen. Am-6. v. M. waren es zwei Monate, daß ich ins Land gekommen bin. Ich habe schon ein Stück des Landes gesehen, bevor ich mich für eine längere Zeit an einem Platze niedergelassen habe. Ich lvar ein Stück in Jehnda und ein Stück in Galil tachton. Ich habe die Eigenartigkeit Jehudas und die Pracht und Schönheit des Galil, des Klnerethsees gesehen. Bei dieser Naturschönheit, dieser Sonne ist es leicht zu verstehen, daß hier solch schöne Sagen entstehen konnten. Die Höhlen in -den Bergen aus Juda Makkabis Zeiten, Eliahu Hanavis Opferstein, Schimschons Geburtshöhle, alles sagt so viel, so viel. Man gerät ins Schwärmen. Ich selbst arbeite auf einer Privatsarm, wo es mir recht gut gehr. Ich habe hier einige Freunde, die selbständig Gemüse bauen, darunter Poldi Auerbach aus Olmütz. Mein Gehalt ist recht hoch, und ztvar 6 Pfund; von drei bis dreieinhalb Pfund kann man leben. Die Natur ist schön, die Arbeit angenehm — Kinder, was fehlt mir noch? Die Menschen hier sind nicht wie die in Europa. Ganz anders. Mehr Zusammengehörigkeitsgefühl, mehr brüderlich. In Palästina kann keiner vor Hunger sterben. Wo er hineinkommt, hat er zu essen, zu trinken, zu schlafen, er ist in Palästina nicht verloren. Er ist in seinem Lande, ohne davon zu sprechen. Er ist frei wie ein Vogel, keiner zwingt ihn und keiner stört ihn. Er braucht sich nicht bei der Polizei zu melden und keine Legitimation zu tragen. Kurz, der Jude ist bei sich zu -Hause. Man sieht ganze Teile des Landesunö ganze breite Flächen, die von jüdischen Händen bearbeitet sind, und vor: besten Ertrag Juden leben. Das ist ein angenehmer Anblick. Wir brauchen nur sehr viel Geld, um neue Betriebe einzurichten, um Leuten, die ivas verstehen und es verdienen, aus fester Scholle anzusiedeln. Dies erwarien wir von unseren Brüdern im Gallith, denn ohne das sind wir ein Nichts. Abi Gv ld sie i n. Artuf, 28. April 1923. Liebe Leutchen, mein Glück und Euer Glück, daß ich Eure Adresse gefunden habe, tvenn nicht das, wäret Ihr dazu verurteilt worden, von n:ir kein Lebenszeichen zu bekommen. Ich wollte vor einem Monat einen Brief an Euch absenden, aber erst beim Leeren einer Tasche habe ich die Adresse gefunden. Mir geht 'es noch immer sehr gut, ich arbeite und lebe. Komme von Zeit zu Zeit mit meinen Freunden zusammen, na, was soll ich mehr? Bis Geld da ist, dessen Mangel wir Poaliru sehr verspüren, werde ich . angesiedelt werden. Ich lebe in der Hoffnung auf die Zukunft und dies gibt mir Kraft und Freude an der Gegenwart. Man schmiedet Pläne und man ist jung, ganz jung, voll Unternehmungslust und Kraft. Ich bin gesund und fühle mich frei wie der Vogel in Palästina. Abi G o l d st e i n. Einweihung der Hechawer-EchntzhAtte. (1. Mai 1923.) Was rwch vor wenigen Monaten nuhr als ein Problem mit vielen Fragezeichen war, ist heute vollendete Tatsache. Es gibt einen hüttenbesitzenden jüdischen Verein, den Hechawer. Die S-ektiousleitung hatte zur Einwe'chuugsseier die Mitglieder der Br-udervereine eingeladen, die trotz einer Reihe von Schwierigkeitei: -dem Rufe folgten. Es war eine herzerhebende Feier, derer: vornehmer Tor: höchste Würde verlieh. Die hervorragende Lage der Hütte, der einzigartige Rundblick vor: ihr, entzückte alle Gäste. Herr Ernst Stengel begrüßte in seiner Eigenschaft als zweiter Sektionsleiwr die Erschienenen und in wenigen Worten zeigte er beit -praktischen Wert der Hütte für Sourmertouristik mtb Wintersport, und den moralischerr für die Entwicklung des Sportes unter den Juden auf. Die Hechatver-TouristeirsLkti-on bemühte sich seit ihrem Bestände, ein arbeitsames Glied der : jüdischen Bewegung . zu sein, die Hütte gilt allen . jüdische:: Touristen; egoistische Betätigung lag der Sektion , immer ferne und wird sie auch niemals ülbevkomnm:. Nachdem 17. 'Am: 1923 _ Nr. MV Freunde empfahl, -überreichte er -den: geschästsführenden Biz^ Präsidenten Hechawns, Herrn Ziimner, -den Schlüssel der Hütte, über deren Eingang -als Synrbol ein Magen Dawids MS Dannenzweigen prangte. Besuchsordmtng für die Hechawer-Hütte. Die -Cintr:ttsgeM)r Mvägt für Mitglieder deS -J. S. B, Hechawer 60V K., für NichtmitBoder 1500 K., die NLchtignngs-. gebühr (-Sktrohsacklager) 2000 K., bczw. 6000 K. Der Hütten» schlüssel ist an den Vereinsabenden rm VereinShem: bei der Sc-ktionsleitung, sonst beim Kassier des Hüsiemmsschusses Hutzv Weiß, Wien, 7. Bez., Ziecsiwgasse 18, Tür 17, unter folgettden Bedingungen abzuholen: Nachtveis der Mitgliedschaft eines jüdischen Vereines, der den: jüdischen Tourist«M>erbaNd ange» hört und bestätigte Zahlung des letzten M.o-natsbettrages an den betreffenden Verein; Erlag der Hütten und Nächtigungsgebühren sowie einer Kaution von 10.000 K. .für den Schlüffel, endlich ehrenwörtliche Verpflichtung, mit dem Schlüstel keiner- -lei Mißbrauch zu treiben, vor allen:, >'chn nicht an dritte Personen abzuge'öen oder Unberu-feiw ü: die Hütte einzulassen, die. Hütte und ihr« gesamte Einrichtung möglichst zu schonen und in unverändertem Zustande zurückznlasten. — Der Schlüsfe-l ist nach der Rückkehr binnen 48 Stunden gegen Rückgabe der Kaution wieder abzuge'ben. Bei Verzögerung werden -für jeden Tag Hüttennnd NächtiWngsgebühven separat berechnet. S®* haudenkommen des Schlüstels ist sofort zu melden. Der 'HüttenauSschutz. Zhr Wanderer! (Gewidmet den: Blau-Weiß.) Aus Euren Augen blickt der Frühling kühn und jatttg, Aus Eurem Herzen strömt die Sehnsucht, zu-genießen, O, leiht der: Trüben Eurer jungen Sä-ste stolzen Schwung Und laßt den Drang, zu leben, in Euch.,sprießen. Seht, wie die Souue golden prangt,, Wie ihrer holden Pracht sich alles..neiget, Seht, wie die Blüte leis' evschwanlkt, - Sich nimnrersatt an jenen Gluten -werdet. Hört Ihr das l.sise Rauschen jener Wellen, Die glitzernd klar in nichts zerschellen,. - Die, wie ein Hauch geboren und gestorben, Vergeblich um Gestalt geworben? Hört Ihr ,den Vogelsang, der süß und -leicht Von Baun: zu Baum sich schwingt, Der aus.der kleinen Kehle vielgostalt sich ringt Und daun dc-n: Zauber eines Lüftchens weicht? . l Seht Ihr -die Bergcsriesen.dort, . - Wie ihre Wände wund und weh sich klaffen'? Seht Ihr den somt'-belachtett, kleinen Ort? Das alles hat ein Gott erschaffen! O, trinkt Euch nimmersatt an jener Herrlichkeit, Und -sichlet jene Slllge-walt, die un-gezälhl-et, vielgvsta-lt : Sich in dem Werden der Natur befvoit. Emu:y Klabex. I. A. V. Unitas, 8. Bez., Auerspergstratze 21. Am 2. d. fand ein Vortrag des Herrn Dr. Wolsgrng Weisl übci! aktuelle Palästina-Fragen statt. Die überaus interessmtten Darstetlutlgen sandelt allgemeine Zustimmung..' Die Verbind düng spricht Herrn Dr. Weisl ihren aufrichtigsten Dank ans- — Am 10. d. sprach unser A. H. Red. Th. Montescr über die Elitwicklnng der Wiener zioiüstischen Studentetckewegun-i. Der Bortrag, der mit vielen persönlichen Ermnerungerl durch«) jetzt war, begegnete großen: Interesse und fand reichen Beifall Die Wiener I. A. V. Iordarcka erhielt anläßlich ihres. 41 jährigen Lestauves von: Generalsekretär der Londoner zio-' nistischen Exekutive ein Schreiben, in -welchem ihr die Glücke wi'mscl--' d-."- Orgcntvation zum Ausdrucke gebracht wurden., Das Seminar der I. A. V. Zephlrah (Wien) über di? wirl.sch'?.-s.epor'Usiche Zuttutft von tLrez Israel, das Tr. Ernst Weizmann durch zwei Scrnester gehalteir hat, wurde am 11. d.- mit gutern Erfolge beschlossen. Der nächste Turnus beginnt, im Wintersemester. _ Wcherschmr. , „Durch Flut^und Wald". Streif zöge eines Naturfreundes und Sammwrs. nebst Ratschlägen für die Jugend bei Anlage und Vervollständigung von naturwissenschaftlichen Sammlungen. Vo>: Erich G r ü n s p e ch t, Verlag Hartleben. — Wer, weiß, wie wahllos und ilnvernünftig, meist auch roh. Tiere und Pflanzen vor: den Ausslügleri: vernichtet werden — angeblich gu Sammel- und Bildnngszwecken —, der muß wünschen, daß dieses Büchlein vor alle:n von unserer Jugend gelesen werde,- dantit siö sachgemäß m:d mit Nutzen btc Sammlungen von Käfern, Schmetterlingen und Pflanzen vornehme. Sehr lehrreich ist auch die Auszählung der Tiere und Pflanzen nach der Zeit ihres Borkomnlens in unsere:: Gegenden. Die vielen Abbildungen gestalten die Lektüre äußerst anregend. Im Anhang findet sich eine Beschreibung der verlschiedenen Vogeleier, die so recht zeigt, wie mann.iataltig die Natur und für uns Menschen fast unfaßbar ist. — Auch der Mineralogie ist der entsprechende Raun: n?w?d>net.' „Die Biene Meja". Von Waldemar Bonsels. Verlag Schuster und Löffler, Leipzig. — Wer unterhalten un> rwlehrt sein will, der wird dieses Büchlein nicht aus der Hand legen, bevor er es zu Ende gelesen. Die Erlebnisse einer kleinen Biene von ihrer Flucht ans dem Mutterstock durch die Fährnisse von Wald und Flur, die Schlacht der Hornissen und Bienen, bis zu ihrer Heirnkehr wird uns in entzückender Form erzählt. „Du hast deine Heimat und dein Volk nicht vergessen und im Herzen warst du treu. So wollen auch wir dir Treue halten . . Mit diesen Worten wird sie von der „Königin" wieder ausgenommen und'zu ihrer Beraterin gemacht, n. n. Miefkaften. A. Schwarz. Sie wünschen, daß in: Beiblatt nicht so seht der Blau-Weiß in das Vordertreffen komme. Bitte um etwas Brauchbares aus anderen Organisationen. — Ju« gendfreund. Ihr Wunsch, die Fahrten der einzelnen Bunde vorher anzukündigcn. ist schwer zu erfüllen, da die nwisten Jugendgruppen „erwachse:«:" Gäste :::cht wünschen. — R. S. Ihre Mita'-b-'tt >si ebenfo erivünlcht wie die aller Jugendlichen. — Ein Vater. Die im „Bund jüdischer-Jugendwanderer und im Blau-Weiß organ-Merten - I-ngeMiche-n sind sämtliche auf ihre physffche Fähigkeit durch die Bundesarzte untersucht. Im letzten Jahre lwtrocit eine Reihe von Kindern lue^en Herzfehlers. Nierenaffektion «fw. abMlvies-ep. Für diese Kinder haben wir derzeit iawn eine geeignete Jugendorganisation. ' * mm Schloimale. dke m den besten .SchMrrn des Chaders ge- Stengel dre Hütte dem Schutze >u-nd der Schonung aller ,.r » KSipsismM'ü