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Wiener Morgenzeitung · 1923-06-13 · Heft 1556 (13.6.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1556 (13.6.1923)
Date
1923-06-13
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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*t: im M«n,; ■;p ggfewat Mörse«,rituug. - 13. Jmri 1SS3 iS««» Ist f « « d stieg von 870.072 auf 399.025, der französische Fra«?»« von 5286.50 auf 6416, die tschechische S r o y e von 2456.75 auf 2548.50 und die gest e mpeltv ö st e r r e i ch i s ch e Krone echöhte sich bis 120.15 gegen 114.96 am Vortag. Im gestrigen Wiener Clearing bröckelte die k e ich S m ark bis 80 Heller ab, ferner gab das P f u n b rin wenig «ach. Die übrigen Devisen und Valuten zeigten ,m- . veränderten Preisstand. Nachstehend die offiziellen Notierungen: fuß 0cId 4 27800.— 777.— 717.— Ware Geld 27900.- 27800,- 779.- 793.— 779.- 0,86 793.- 0.85 Ware 27900,- 795.- 795.- 0.91 Clearlngknrse der Österreichischen NationalM vom 12. Juni >821. Devisen (Schecks und Aus- Zin8- Kurajrom n._ Juni Zahlungen) hmaterdara f. 1 holl. Golden Kgram 1 jug. Kronen » . » Belgrad 1 Dinar . . . . , Berlin 1 deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs . Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei . . , . . Lhristlania 1 norweg, Kronen Kopenhagen 1 dänische Kronor London 1 Pfund Sterling . . Madrid 1 Pesetas » » . , » Mailand! Lire Hew York 1 Dollar. i . , , Paris 1 Francs . ... . . , Prag 1 tscliecho-slow, Kronen Sofia 1 Lewa ...... Stockholm 1 schwedischeKronor /arachau 1 polnische Mark . Zürich l schweizerische Francs Noten 4»f* 3894.- 3906.- 3884.- 3896.- 6 ' 9.70 9.80*1 366.- 9.95 10.05 6 364.- 357.- 369.- 5 11685.- 11715.- 11685.- 11715.- 5 12685.- 12715.- 12685.- 12716.- 3 327200.- 327800.-327500.- 328100.- BV. 10535.- 10565,- 10485- 10515.- 6 3291.— 3299.— 3271.- 3279.- 4 70985.- 71135.— 70985.- 71135.- 5 4554.- 4566.- 4524.— 4536,- 8 2117,- 2123.— 2117.- 2123.- 7*4 804.- 806.- 791,— 793.- 4M, 18680.- 18720.— 18680.— 18720.— 6 0.96 1.02 0.97 1.03 3 12155.- 12785.- 12745.- 12775.- Lmerlkan, Noten y. 5 Dollar aufw, n kleinere ... Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva , i» 100 » . » » kleinere. , . Rinlsche Noten 100 Kroner , » Deutsche Noten zu 1000 Mark. » * n 100 » » » m „ kleinere.... Engl, Noten von 8 Llvrest, aufw, franzvsische Noten 100 Francs I Bolländlsche Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw, „ » kleinere . . . fogosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar » » n 100 s » , „ kleinere . , Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. tu manische Noten zulOOO u. 50OLei » . kleinere . . . tuas, Noten (Roman.) zu 500 Rubel * » * m 100 » , , , kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs, Spanische Noten 100 Pesetas . . rschecho-slow. Not. V.1000 aufw, . „ kleinere . Ungar. Noten (neue Etn») zu lOOOKr. » . zu 10.000 Kr. . , . , , kleinere. 70680;- 70950.- 7C650,— 70950.- 70550.- 70850.- 70550.- 70050.- 3835.- 3865.- 3825.- 3855,- 783.- 787.- 770.— 774,- 763.- 767!— 75o!— 7Ä!- 12550.- 12610.- 12550.- 12610.- 0.80 0.92 0.W 0.97 325500'.- 326500*.- 325800.’- 326800*.- 325300.- 326300.— 325600.- 325600.- 4495.- 4525.- 4465.— 4495.- 27650.- 27850.— 27650.- 27850.- 3257.50 3272.50 3237.50 3232.50 3237.50 3252.50 3217.50 3232.50 767.- 771,- 783.-!. 1 758!- •m.— 774!— 778.- 11550.- 11610.— 11550.- 11610.- 0.83 0.95 0.84 0.06 0.78 0.90 0.79 0.91 374.- 376.— 367.— 389.- 354.- 356.- 347,- 349.- 18480!- 1856o!- 184»)!— 18560!- 12660.— 12720.- 12650.- 12710,- 10410.- 10470.- 10360.— 10420,— 2100.- 2110.— 2100.— 2110.- 2095.— 2105.— 2095.- 2105.- 8.70 8.90 9,10 9.30 l!fö l!85 9*05 *) Aus Auslandsaufträgen nichts übernoMnen. Anzeichen einer KlMnnttnrabschwkchnng ln Amerika. Während der Streit der Memmitzen über, die Ursachen und Grundlagen der gegenwärtigen Hochkonjunktur in den , Vereinigten Staaten noch im Gange ist, mehren sich die Anzeichen dafür, daß die Bewegung ebenso schnell wieder adflaut wie sie gekommen ist. Es wnnte nicht anMeiben, daß >ie nenen Lohnforderungen in den führenden Industrien '.inen henrmeMn Einfluß auf die Produktion auZzuüben beginnen. Auch wird jetzt öfters die Frage aufgeworfen, ob im Herbst die Märkte für stark verteuerte Produkte noch luftrahmesählg sein werden, nachdem die HausftbeweMng zu einer toAveifen überMrtzten Deckung des Sommer- und hevbftbedarfes geführt hat. Die in normalen Zeiten zu beobachtende Periodizität in der Nachfragegestaltnng dürfte in diesem Jahve durch die starke Borwegnahme künftiger Chancen einigermaßen verwischt sein, wodurch dem Geschäftsleben jene Sicherheit der KaWnlatron und der Wavenverteilung genommen wird, die als Re-gnbativ des Wirtfchaftsbebens gevade in den Bereinigten Staaten stets von großer Bedeutung gewesen ist. Die Auffassung, daß es sich bei dem jetzigem Boom n-m eine durchaus gesunde Entwicklung hcmdle, .faüd immer noch eine starke Stütze Varm, daß sich auf denr gesäurten Banmarkt des Landes eine beispiellose -Tätigkeit entfaltet hatte. Nun zeigen jedoch die jüngsten Nachrichten gerade in idäesem Geschäftszweig einen bemerkenswerten Rückschlag. Die hohen Materialkosten und besonders die rücksichtslosen Lohnforderungen der Bauarbeiter haben ganz plötzlich zu einer E'mstellmig 'der fpM^ lativen Barrtätigkeiit in ve^chiedenen Derlen des Landes geführt. Maßg^ende Bauuntovnchmer und Architekten haben ihren Kunden den Rat gegeben, von der Durchführung größerer Bauprojekte Abstand zu nehmen, da eine außerordentliche Dertewerung der Baukosten im Gauge ist. Die Bauarbeiter erhalten gegenwärtig 100 bis 400 Prozent mehr Lohn als i,m Jahve 1913 und die Bcmmaterialien sind ungefähr 10O Prozent teurer als vor dem Kriege. Auch auf andern Gebieten beHMNt sich eine Zurückhaltung bemerkbar zu machen. Das „Naüonal Industrial Conference Board" faßt sckn Urteil über die gegenwärtige Lage dahin zusammen, daß die ganzen Schwierigkeiten einer normalen Weiterentwicklung letzten Endes auf die Arbeiterfrage zurückgbführt werden können. Auls 13 Arbeiter kommen 14 freie t Stellen, und dieses MtzverMtnis wird von den Arbeitet gegenwärtig durch Lohnsordevungen weidlich ausgenützt. In diesem Zulfammenhang erscheint es durchaus begreiflich und als ein Problem von nationaler Bedeutung, wenn führende Persönlichkeiten der Wirtschaft die Erhöhung der Einwandevuugsquode als von grundlegender Mchtigikeit erachten. Interestengemeinschaft zwischen der Niederösterveichiskhen Eskomptegesellschast imd Schneider (Creuzot). Zwischen der Niedervlsterveichlschen Eskomptegeisellifchast und der Union EürvpvetMe Industrielle et Fiivancieve in Paris, bei welcher die Firma Sch«e<id^r-u. Co. in Le Creuzot .den ritaßgebenden Einfluß besitztist eine - Inteveffenigemeinsch aft zustande gekommen, welche sich die gemeinschaftliche Behandlung industrieller Geschäfte in Oeftervskch und den BaManstaaten für die Zukunft zum Mole Motzt hat. Die Union Guropeenne Industrielle et Nuanciere hat eiwn größeren Posten Mien der Niedevösterrckchischen EsÄnnptegchellschaft erworben und wird in deren Veüwcrltun-g eintveten. Mereiubank. Montag hat die 38. ordeMiche Generalversammlung der Mercuribank stattgefunden. Der Rechnungsabschluß pro 1922 ergibt einen Bruttogewinn von 32.736,972.107 Kwnen und abzüglich der Lastest ein Reinevträgnis von 8260,976.699 K. Es wurde beschlossen eine Dividende' von 2600 K. für jede aus 8000 K. Nommale a-ichgastemipelte Aktie Wr Ausschüttung M bringen, dem ordenMchen Reservefonds 401^66.182 St., und dem außerordentlichen Reservefonds 2,6 Milliarden' Kronen zuzuweisen, dem Penswusfonds der Angestellten 500 Millionen Kronen tantiemeniftek zu widmen und den Rest von 357,208.302 K. auf neue Rechnung vorzutragen. Weiters wurde die Erhöhung des Mtienlkasntalls aus 10 Milliarden Kronen Nominale beschlossen. (Entgeltlich.) - Anü-kv-AustriKU Bank Limisrd. Die Verwaltung der Anglo-Austrian Bank Limitck) hat beschilosien. Herrn Edgar Movawitz. den Sohn des ehemaligen Präsidenten der Angw- Oesterreichischen Bank. Karl Ritter v. Movawitz, in den Local- Board dieser Anstalt zu berufen. (EntgeMch) Polmsche Ausfuhrbestüninungen. Das wirtschaWcho Komitee, des Mstisterrates beabsichtigt, eine Verordnung herauszugeben, wonach bei der Ausfuhr von Holz 40 Prozent des Exportgewinnes an die Staatskasse abzufühven wären. Außerdem iv-urde beschlossen, daß 30 Prozent der Erportvalnta an die vvlnische Landes-Darlelhenkasse albzu,führen sind. Msher wurden nach Meldung der „KorreGonldenz der Berichte aus den neuen Staaten" AriSfuhrbewillMngen für Zucker und Mer nur unter der Bedingung ertM, daß 96 Prozent der Extzortvalnta abgsführt werden. Aus dieser Quelle flössen dem Staate im ersten QMrtal des laufenden Jahres Wer 10 Millionen Pfund Sterling zu, wodurch es der Landes-Darlehsukasse möB'ich war, eine für die polnische Mark günstige ValutaipolitÄ auszuüüeiL Betätigung von.Auslaudsftrme» in Rußland. Die SowjÄrMievung hat Ausfführungsvestimmungen zum Gesetz verösffentlvlcht^ welches besondere Genehmigungen vou> seiten des Hauiptkonzesi-ionskomitees für die Betätigung von Auslandsfirmen in RuMaud und für die Eröffnung von Bertveiungen Vorsicht, ^wmen, die um solche Genchmigungen für den> Sowjet>bundes>itaat nachsuchen, haben ausführliche Auskunft mit erHpvechenden Belogen über den Eharatter der Firma,' ihr Kapital, uffo. sowie darüber zu erteilen, ob die Firma vor und nach dem Kriege und der Revolution mit Rußend Handel getrichen hat. Die Belege muffen von den russischen Auslandsvertretungen beglaubigt werden. Die Gesuche müssen iniderhalü eines Monats vom MßenhanMUommissariat begutachtet^ nnd an das ^auvtkvnzesftwsLomitee weitergeleitet werden^ welches Genehmigungen für die Dauer von 1 bis 3 Jahren erteilen kann. Die-Firma untersteht dw russischen Gesetzen und haftet für ihre Tätigkeit in Rußland mit ihrem gesamten Bevrn>ögen, Wiener Börse. Das Geschäft an der gestrigen Börse bewegte sich in engerem Rchmen, wobei die Kurse rm Anfangsstadium eine Abschwächung erfuhren, da die Spekulation wegen der Vorgänge auf dem Balkan und des neuerlichen Rückganges der Reichsmark und der ungarischen Krone, auf den internationalen Plätzen Äbgabm in den führenden Kulissewerten zur Ausführung brachte. Zur Zurückhaltung trug auch vielfach die heutige Verkehrsurtterbrechung bei. Rach Erledigung der ersten Verkaufsorders kam jedoch wieder eine festere Stimmung zum Durchbruche, ausgchend von größeren Auslandskäufen in Bankenwerten. So gewannen Oesterveichische Kredit 13.000, Bankverein 3600, Anglobank 23.000, Länderbank 16.000, Unionbank 27.000 und Zivnostenska 26.000 K. Von den Transportwerten erhöhten sich Staatsbahn um 10.000 K., wogegen Alpine nach mehrfachen Schwankungen um 3090 K. tiefer den Markt verließen. Die fteundlichere Tendenz in der Kulisse hielt ungestört bis zum Schluffe an, da der flüssige Geldstand — Wochengeld war bis 0,6 Prozent angeboten — dem Mark einerr Stimulus gab. Im Schranken herrschte eine geteilte Stimmung bei verminderten Umsätzen. Petrolenmwerte bewegten sich auf dem letztgemeldeten Niveau. Von den Brauereiaktien profitierten Nußdorfer Brau 100.000, Serajevo Brau 75.000 K. Auf dem Holzmarkte wiesen Körner Holz eine Steigerung von 7600 K. auf. Jur großen und ganzen tvar das Gelschäft im Schranken gering. Bezugs rechte: Bodenkredit 36.000, Oesterreichische Kredit 32.000 bis 37.000, Alpine 148.000 bis 163.000, Slavonja 24.000, Trifatler Kohlen 256.000 nnd böhm. Zucker 35.006 K. Auf dem Rentenmarkte urachte sich nach den letzten stürmischen Aufwärtsbewegungen naturgemäß eine nüchterne Auffassung geltend und gaben die Titres bis 6000 Punkte ab. Bon den Exoten notierten: Anzeigen-Ges. 71.000, Erdöl 37.000 bis 41.000, Mraznica 119.000 bis 126.000, Schubert u. Co. 16.000 bis 17.500, Universale Ban 31.000 bis 33.000, Tepege 120.000 bis 124.000, Steirische Kohle 76.000 bis 78.000 K. . Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeituntz".) Der Verkchr cm der gestrigen Warenbörse war mäßig, da auch das Ausgebot in Chemikalien sich in den engsten Grenzen hielt.- Die Tendenz erfuhr keine besondere Veränderung. Auch in Deutschland läßt das Exportgeschäft viel zu wünschen übrig, da das Ausland infolge des ständigen Rückganges der Mark die Preise in ausländischer Währung weiter Herabdrücken wolle. AusgeÜotenwurden AbalakR. 2.80 zu Goldkronen pro Mogramm, Aetznatron 128/130 zu 6800 K. Wien, AlMN Grieß zu 3500 K., Bleiweiß chemisch rein zu 12.700 K., Chromkali zu 12.000 K., Effigsäure chemisch rein 80*/. zu 18.600 K. ab Passall, Glaubersalz. kristallisiert zu 650 K., französisches Harz W. W.. zu 6800 K., inländisches G. H. zu 5100 K., Knochenlestn Rannersdorser prima zu 15.200 K., Kupfervitriol 98/99 zu 8200 K., 'Minium Bleiberger zu 11.000 K., .Naphthalin zu 7260 K. .Wien, Oxalsäure zu 15.500 K. transit Wien, Salzsäüre 19/21 technisch rein zu 1700 K., Schwefelnatrium 60/62 zu 4660 K. transit Wien, Schwefelsäure 66° Be zu 2000 K., Weinsteinsäure spießig kristallisiert zu 48.000 K. ab Wien.. Oele und Fette. Ausgeboten wurde Firniß gekocht zu 19.600-K. Wien, holländisches Leinöl zu 18.500 K., Agmispeiseöl zu 18.200 K., Schweinefett pure lard Faßpaäung zu 80.60 Dollar K. Nähr-, Lebens nt ittel und Koloniab» w aren. Die Tendenz war für einige Artikel schwächer, so fft Kaffee um 300 K. billiger. Es notieren SantoS PrtmeS Wille 40.700 K., SantoS superior 39.700 K. Holländischer Kakao ist «m £000 K. schwächer und notiert 30.000 K. Burma ReiS H «e» Ernte schwächte sich um 100 K. ab Mf 5500 K. Jtattenffch« prima Oualität ist um 100 K. höher und notiert 7700 Kondensmilch ist um 200 K. billiger, die Notterungen lauten gezuckerte 14 Unzen-Dosen prima Marke 9200 K^ ungeznckerte pro Dose (16 Unzen-Dosen) 8900 K. Z u ck e r ist durchgeyendS schwächer, die Notierungen lante» ttnt 10 bis 15 Punkte tiefer, Kristall 5.35 tschech. K., Würfel 5.66 tschech. K. < prompt transit Wien, sowie 6.45 tschech. K., respektive 6.65 tschech. K. pro Juli, 3.36 tschech. K. respektive 3.60 tschech. K. pro Oktober—Dezember in Ganzwaggon ab Grenze unverzollt unversteuert. Ab L a g e r W i e n ist KristÄl um 200 K. billiger und notiert 14.200 Würfel ist mit 14.600 K. unverändert. Bon den innnd anslSndWen Wsrenmörkten. Gold unk» Silber. Besondere Verandemngen sind gegen die Vorwoche nicht z» verzeichnen, nur der Verkauf von Gold notiert um 600 K. höher. Preise stellen sich wie folgt: Feingold. Einkauf 43,700.000 K., Verkauf 47,600.000«., der Einkauf von Silber 1,380.000 K., Verkauf 1,460.000 K. pro Kilogramm. Goldleaierung 14 Karat pro Gramm 24.220 K., 18 Karat 31.140 K., Silber 800/1000 Teile fein pro Gramm 1040 K., 300/1000 Teile fein 1170 K. Münzen. Eine Silberkrone ---- 5600 K., zwei Krone« --- 11.000 K., fünf Kronen --- 29.600 K., ein Silbergulden - 16.100 K., zwei Gulden 30.200 K., zehn Kronen in Gold 191.100 K., zwanzig Goldkronen -- 262.200 K., hundert Goldkronen 63 1,311.000 K., ein Dukaten --- 148.500 K. Privat oder unter der Hand wurden für all diese GattMge» auch höhere Preise bezahlt. In Deutschland beträgt das Goldgeldanfgeld 1,431.900 *U, d. i. vom 13. bis 19. d. Es ist also bei Entrichstmg der Zölle in Papier der 14.320fache Betrag des Grnndzolles zu entrichte». Seit Anfang1923 hat das Aufgeld folgende Veränderungen erfahren: 3. Jänner 178.400»/», 10. Jänner 169.900%, 7. Februar 474.900%, 7. März 593.900%, 4. April 494.900 %, 1. Mai 1,189.900%, 30. Mai 991.900% und jetzt vom 13. Juni ab 1,431.900%. Kohle. Im polnischen Teile Oberschlesiens . stockt der Verkehr zur Gänze. Die Kohlenvorräte häufen sich an und erreichten bereits die Höhe von 400.000 Tonnen. Die Stockung ist auf die Verminderung des Konsums seitens der deutschen Industrie zurückzuführen. Die fünsprozentige Herabsetzung der Kohlensteuer m Oberschlesien erwies sich gegenüber der doppelt so großen HerabsetzMg der Kohlensteuer in Deutschland als unzureichend. Die deutsche Industrie orientiert sich nach der englischen Kohle, welche eine Tendenz zur Verbilligung aufweist. Auch Oesterreich setzte das normale Jmpottquantum der oberschlesischen Kohle auf etwa 60% herab. Angesichts dessen, daß. die oberschlefische Kohle auf dem Weltmärkte mit der englischen Kohle nicht konkurrieren kann, ist eine Herabsetzung der Preise zu erwarten. Jmsachfi scheu Steinkohlenrevier verlief die Förderung, im Mai ohne Störung. Das Förderergebnis befferte sich trotz der Einstellung neuer Arbeiter nicht, da der beginnende Urlaub der Arbeiter es wesentlich beeinflußte. Der Absatz stockte in der ersten Maihälfte inftlge der Zurückhaltung der Verbraucher. Mit dem Einsetzen der neuen Jnflatiouswelle und der damit verbundenen Preissteigerung für ausländische Kohle wurden die Anforderungen an die sächsischen Steinkohlenbergwerke erheblich größer, so daß sie am Ende des Berichtsmonates nicht Leftiedigt werden konnte». Was den Braunkohlenbergbau anbetrisft, so. hat der bayrische Absatz eine Besserung erfahren. Pekkoleum. Das Geschäft auf dem hiesigen Platze ist nicht zuftiedenstellend, was übrigens immer der Jahreszeit entsprechend der Fall ist. In Rumänien betrug die gesamte Petrolemnproduktion in Len ersten drei Monaten des Jahres 1923 383.563 Tonnen. In derselben Zeit des Jahres 1922 wurden bloß 321.486 Tonnen produziert. Dies bedeutet eine Steigerung von 19%. Im Monate April wurden täglich durchschnittlich 4480 Tonnen gefördert, was iene weitere bedeutende Steigenmg der Produktion bedeutet. Prager BSrse. Prag, 12. Jium. Nach der gestrigen ergiebigen Befestigung stellte sich mit Rücksicht auf das ruhige Wien eme kleine Zlbfchwächung hauptsächlich in ArLitragepapieren ein. Demgegenüber machte die steigende Tendenz in den Lokalwerten weitere Fortchritte. Valuta-, Chemische und Gerberei-Werte zogen im Kurse an, wcchrend Eisen- und Kohlenpapiere chwächer lagen. Das Geschäft in der Kulisse war bei stabiliierten Kursen ruhig. Auf dem Baukenmarkte war namentlich Ar Zivnobank-, Jndustrialbank-, Unionbank- und Eskomptebank-Aktien feste Stimmung vorhanden. Wiener Banken hatten sich durchwegs abgeschwächt.- Transportnnternehmungen gaben gleichfalls im Kurse nach. Auf denr Anlagemarkte stiegen Staatspapiere weiter, Landespaviere lagen unverändert. In Exoten schwächten sich namentlich Bulgarische Zucker-Aktien auf die gestrige nachbörsliche Befestigung infolge zahlreicher Verkäufe bis auf 706 ab, erholtet: sich aber gegen Schluß wieder. Auf Arbitrageverkäuse befestigten sich Schdnpriesener- Aktien bedentend. Die Schlußtendenz war behauptet. Schlnßkurse: Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken —, Böhm. Unionbank 366, Böhm. Eskomptebank 362.—, Böhm. Jndustrialbank 433.50, Zivnostenska Banka 358.50, Anglobank 146.—, Oesterr. Kredit 110.—, Wiener Unionbank 110.60, Wiener Bankverein 66.—, Bnschttehrader Eisenbahn Lit. A —, Lit. B 193.—, Ferdinands-Nordbahn —.—, Prag-Duxer —, Anssig-Teplitzer Eisenbahn 1255.—, Neswmitzer Zuckerindustrie 1130.—, Vereinigte Elektrizität Wien 116.—, Brosche 895.—, Koliner Spmtiis —.—, Königshofer Zement —, Breitseld-Danek 399.—, Ringhoffer 685.—, Simmeringer 102.—, Rothkosteletzer Textil 264.—, Alpine Montan 273.—, Poldihütte 433.—, Prager Eisen 1015.—, Oesterr. Berg «. Hütten 1709.—, Skoda 462.—, Jnwald 545.—. Budapester Börse. Budapest, 12. ^uni. Unter dem Eindrücke der nidrigeren Züricher Kronennotiz eröffnete die heutige Börse in fester Stimmung und die mittleren Werte konnten sich bedeutend be- . festigen. Im weiteren Verlaufe übertrug sich die feste Haltung ■ auch auf die schweren Werte, in welchen Kursgewinne von 20 bis, 30 Prozent zutage traten. Banllverte lagen etwas vernachlässigt. Das Hauptinteresse war heute auf den Jndustrieaktieninarkt gerichtet, wo in erster Reihe Montan- und Kohlenwerte rege gefragt waren. Besonders lebhaft gestaltete sich der Verkehr m Valutapieren, von welchen namentlich Staatsbahn-, Rimailnd Naschitzer-Aktien in reger Nachfrage standen. Im allgemeinen hielt die feste Stimmung bis zum Schliisse au nnd fast sämtliche Werte schlosien über ihrem gestrigen Niveau. Die Schlußtendenz war weiter fest und der Verkehr lebhaft. Wochen-^ . fi$s» ifi Safrai.

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