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Wiener Morgenzeitung · 1923-06-10 · Heft 1553 (10.6.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1553 (10.6.1923)
Date
1923-06-10
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 1553 _ Wien, Sonntag ' 7 0ec uns ist ja nichts mchr zu hoffen. Der Arzt sagt zwar, 8' wird mit meinen Händen wieder besser werden, aber er Üaubt das nicht. Wenn man Mitte der Sechzig ist, darf man picht mchr diel Gutes rechnen. Und wenn ich sogar wieder »rbeiten könnte, wer wird mir Arbeit geben, wo so. viele Z-mtge feiern." Und mit Augen, in denen das Granen icht, blickt sie in eine Zukunft, Vie nichts bringen kann M Alter, Siechtum, Not und Tod. Wer da Mut besitzt, der gehe hin und sage den beiden Schwestern: jetzt gcht's allen alten Leuten schlecht. Das. st ganz in OrVnung und nichts zu machen. Wer diesen Mut ber nicht besitzt, der denke vielleicht doch-ein wenig darüber lach, ob wir nicht mehr als leere Redensarten für ehrliche Menschen übrig haben müssen, für Menschen, aus die sich eise und langsam die Schatten der. ewigen Nacht herabrniken und denen die unbarmherzige große Zeit den etzten Sonnenstrahl gebann-t hat. Klara Mautner. Zioniste«! Das Zionistische Landeskomitee wendet sich an sämtliche Gesinnungsgenossen mit der Aufforderung, Beiträge zum lußerordentlichen Parteifonds zu leisten. Angesichts der zahlreichen Ausgaben, die unsere Organisation im!aufe der nächsten Monate zu erfüllen hat, sind wir gezwungen, itc Gesinnungsgenossen zu außerordentlichen Beitragsleistungen mfzufordern, da die ordentliche Parteisteuer zur vollen Deckung unseres Budgets nicht ausreicht. Der Ausbau unserer Organisation, die Chaluzimfürsorge, wie auch die Erhaltung der dem Landeskomitee unterstellten Institutionen (Chaluzheim kahlenbcrgerdorf, Jugendamt, nsw.) erfordern bedeutende vumnren, die auf dem Wege der ordentlichen Parteistauer nicht;edeckt werden können. Wir glauben daher, annehmen zu können, daß die Gemmmgsgenössen die Wichtigkeit unserer Aufgabe anerkennen »nd größere Beträge zum Parteifonds leisten Mrden. Wir -.rwarten, daß unser Appell auf Zahlung größerer .Beträge -um Parteifonds nicht wirkungslos' bleiben wird. .4 Zionistischer Landesverband für Oesterreich, Wien, g 2. Bez., Taborstraße 30 A. Zahlungen sind au das Bureau des Zionistischen Landesvmitees, 2. Bez., Taborstratze 20 A, oder an die Postsparkasse, Lonto Nr. 113.447, ZiomMher LandMerbaud für Oesters» n richten. Ke««« Kajemet^ l'Jsrael (Jüdischer 9i**» tiormlfonvs. Die erste Kolonie österreichischer Juden i« PÄastiua. Wie berichtet, hat das Haruptbureau des Jüdischen Nation^, onds den österreichischen Inden angeboten, eme städtrsche Siedlung in Nazareth zu gründe». Die Koste» des Kode»- '.rwerbs betragen 800 Millionen Krone». Die Beschlußfassung über die Aufbringung dieses ©dbeS vird die Landeskom Mission des Jüdische» Natirmal-- ionds in einer außerordentlichen Sitzung vornehmen, die Mit tvoch den 13. Juni, um halb 7 Uhr abends im Bureau »es Jüdischen Nationalfonds, 2. Bez,, Zirkusgafle 33, stattstndeu vird. NationalfondSkommissäre habe» gegen PlMeMng der Legitimation freie« Zutritt. Münchner Waffe« l« Mo». . Der große Uubekmmte. Mm 23. Mali w-mLe M der Povtzeii die Antzchge «ftzattch baß in einem Glaisoygeschäft w der Rahe der Paulanevkärche eine Kiste liege, die Waffe» enithcWe. Die PoLizsi nahm dort ckme HausbuirWtchnng vor beischlagnahmte tatsächLich eine 5diste, in der sich zwei Maschinengewehre befanden. Die Erhelbnntzn ergaben, daß die Kiste dort vor einiger Zeit von «änvm der GeschaWinhalbsvin bekannbeu Mann Lingelagevt worden fei, der gewußt habe, daß die Bvsitzevm des Geschäftes öfter aus GchälWeA von oirzelnen Personen Gagenstainde Zur Ausbewahvung übemchme. Sie gab an, daß sie den Man«, der die Kiste gebracht habe, «nr vom Seihen kenne, er halbe allerdings einen Namen angegeben, doch konnte nicht festtz^tellt werden, ob es sein wrvMchvr Name ist. J,nr Bevlauf der eüwgelleitckM AmtsharMMvg wurden Mch Mi der Firma Hemag, G. m. b. H., die Mn Ha-uLel m'ü Eisen, Hoilz und WerkMlgen befugt ist, acht Kisten mit.. Waffen undWaGenbchwM-vÄen- und ein Maschmongewchr konfisziert. Der verantwortlliiche Direktor dieser Firma, Gustav Hei mann, erklärte bei der pMzeAichen Einvernahme, daß er die Waffen im Oktolber in Mür-che« gekauft habe, mx sie eventuell nach den BManstaaton zu vevkauftn. Sie feilen aber bald darauf in Wien von eimein ihm unbekannten Mau ne gek-crust worden, derlei ne Million Kronen Angabe leistete und orfuchlte, die Kisten noch einige Zeit in den MayazinLn der Firma lagern zu lassen, bis er sie transportieren ivevde. Diesem Anfuchön fti entsprochen worden, der unbekanllte Käufer sei aber nicht mehr gekommen un>d habe sich weder um seine Angabe, «och ivm die Kisten geMmmevt. Ud&ex die Person des Käufers fehlen alle Angaben, er hat zwar bei dem BerNalffAMschAß einen Namen angegeben, die e-itlgeleitebon Nachforschungen 'vertielfell a!ber negativ, so daß angenommen werden wrß, daß der Name fingiert gewesen ist. FnstruMonen. BLan telephoniere an die Feuerwehr ... -ovr kurzem hat sich in Wien der Fall ereignet, daß an- Wl'ich eines Brandes' w einer Fabrik die Fen'erLvchr telephonisch nicht erreicht werden konnte und daher rnit eitriger Verspätung auf dem BralöM-atz eintraf. Heute wird die Wiener BEeMmg ausfühülich davWer belchrt, wie sie sich rm Falle eines Brandes zu vechalöteu habe, inn die FeuerwHr zu alarmier,?«. In sÄem V-randsall, sagt die BÄehruug, gc- Btzi /d« Mvuft Mwrwchr". Mm, j&cwwt auch das Wort Wiener MorgenzeiLung. io, Juni 1923_Seite 8 Spielplätze ergänzen diese Einrichtungen. Die Spielplätze sollen übrigens ollen Kindern des Bezirkes offen stehen. Letzte " *7 . Die bulgarische Revoluüo». Sofia,j 9. Juni. Die Bulgarische Telegraphen-Agentur meldet: Der heute früh erfolgte Regierungswechsel bedeutet nur einen Inzidenzfall im inneren Leben des Landes. Bulgarien, daß sich durch 60 Jahre an das verfassungsmäßige Leben gewöhnt hat, konnte eine Regierung nicht dulden, die immer größere Mißachtung der Gesetzmäßigkeit bekundet und die Gewalt als das geeig,leiste Prinzip der inneren Politik proklamierte. Die Plötzlichkeit, mit der diese Regierung gestürzt werden konnte, ist der beste Beweis für ihre Unpopularität und ihre Korruption. Die neue Regierung ist von allen Schichten der Bevölkerung mit großer Begeisterung begrüßt worden. Die neue Regierung ist durchdrungen von dem unumstößlichen Prinzip des Gesetzes und der Demokratie. Ihr Bestreben ist es, Bulgarien den inneren Frieden und die Ordnung. und dadurch jene Eintracht zurückzugeben, die zur natürlichen Elltwicklung des Landes unentbehrlich ist. Friede ^im Lande und Friede mit dem Auslande: Diese Prinzipien charakterisieren das Programm der neuen Regierung. Die Achtung der abgeschlossenen Verträge bildet das unabänderliche Prinzip der neuen Regierung. Belgrad, 9. Juni. (Avala.) Die »reue bulgarische Regierung setzt sich wie folgt zusammen: Ministerpräsident und Minister des Aeußern: Zankow; Minister des Innern: Reservegeneral Russew; Ackerbau und' Unterricht: Iankiwolow; Justizminister: Paon S m i l 0 w; Finanzminister: T 0 d 0 r 0 w; Handelsminister: T s w e 1 k o-P obochswkrj; Verkehrsminister: Timo Kazasow (Sozialist); Oesfentliche Arbeiten: Janko Stojenchew. Zur Zeit, als die Revolution ausbrach, befand sich Stambuliski auf einer Propagandaturnee. Die Bewegung ist ein Ausfluß jener Tätigkeit, die in der letzten Zeit hie mazedonischen Organisatonen entfaltet haben. ,Aeu-eÄrnMunN" ins Telephon vufen, und nur-! wird die anÄliche Anleibung optim'iftüsch, denn sie sagt, daß die Beamtin dann instvuktiwnsgMläß sofort die Feuerwehr aulfrufen werde. Mau kann es sich aillso evspavetn, e'ht»e Nummer der Feuerwehr selbst augurüfen. NachdvüMch sei darauf hiinge- Wiess», daß diese Ack des Anrufes auch in de» BsziLksbeUen geböibe« «lschemt, in denen FreÄrnMge Feuerwehren bestehen, weÄ ja die FvsivMgsa Fsusrwchven jenes AMSteMes ohnehin von der Ze-ntvaLe der stÄchcheu Feweckwchr automatisch obamtzisS werde». Die HW durch tMtat Anruf ^Feu«toohe!E wird nicht verwert, soUdeim sogar beschleunigt. Zur Gichecheß soll auch die FeuermMuulg an die durch den nächste« automatische« Feuer- Welcher echolgon. Jeder SöchecheiKwocheboauüte hat den SchMstck zu« FöusvmeDer kr ssbmu Rayon, tfcfc auch die Ha««vesorger halb» EchWÄ zum nächste» Feuermdta NeboMe» Sam «ton den Ovt des nächsten Feuer- «evd«s a» jede« Briefkasten «schm. Im Falle eines GevMtzerS ober eine TÄchhonftöMutz -ist der Feuermelder, der -auch dam ch» Funktion VbeM, die sicherste Art, die städtische FouoNvchr von eine« Vvand zu vechtändrtzw. Sie soll aber zur Dchßeve» Sichechett auch saust bei jedem Brand anHüweudet werden. Wern im PMMvn diese Borschriisten beachtet werbe«, wkd jede verspätete Verständigung der Feuerwehr auSgeschllosfen sei-n. Dies «ckles ist gewiß recht schön und gut, sieht aber in der Praxis anders anS Alle diese BÄrhrungön können nur da«» eintzehMen wsckm, wem es gelingt, die Telephon- Keatrale überhaupt zu erreiche«. Und das ist gewohvikich schr fvaMch. Mch den» ErfahrunM-n, die man seit Jahren mit dem Wiener Telephon gemacht hat, ist ein Zweifel an dom GeMngen deS Experiments immerhin bevechtigt. Wir onffpfehlen daher im Falle eines Brandes folgende Methode: Zunächst haue man das Telephon in Stücke, weil cs ja ohnehin schon egal ist, dann lauft man §u>m nächsten Autotaxistand u-nfo fahre so vafch als möglich zur Fcjuevwchr^entvale, um dort die MMumig mün-dlich zu erstMen. Das ist absolut sicher, wenn man wicht unbevwsgs einen ZMomfall erleidst. Sin »euer Kinderheim in Gersthof. Draußen in Gersthof, inmitten eines riesigen (Birtens, beschattet von alten, Prächtigen Bäumm, liegt das CzartorhskipSchlössel. Halb verfallen, versonnen und verschlaftn liegt es da; längst schon wohnten die Besitzer nicht mchr drin und schon vor dem Kriege wollte man das kleine Schlößchen einfach niederreißen, den alten Park parzellieren und verbauen. Der Krieg kam dazwischen und m dem Drängen der Ereignisse geriet der Plan und das Schlössel in Vergessenheit. Bis vorgestern schlief es seinen Dornröschenschlaf. -Das Czartoryski-Schlössel ist zu neuem Leben erwacht, frohes Kinderlachen erfüllt die Raume, KinderMbel steigt zu den Mpfeln der Bäume auf. Aus dem halbverfallenen Besitz ist seit gestern ein neues Kindecheim geworden, eine Stätte der Arbeit sowohl wie munteren Spieles. Luft und Sonne ist es, nias den Wiener Kindern am meisten fehlt. Der große Garten in Gersthof draußen bietet ihnen beides. Das ganze große Gebäude ist von Grund aus umgebcmt worden und gchort nun den Kindern. Die äußeren Formen des Baues wurden nach Wloglichkeit erhalten, aus den Kellern sind Speisesäle geworden, ein Glashaus wird die Werkstätten für den Handferttgkeitsunterricht enthalten. 'Ferner wurden zwei schöne, große Vortragssäle, eme Bibliothek und ein Leftzimer geschaffen. Baderäume mit l , Duschen und Wannen, ein Schwimmbad im Garten, I Das Heim soll später noch ein Internat für verlassene Kinder bekommen. Vorläufig steht das Heim Kindern von sechs bis zwölf Jahren offen. Der Schöpfer all dieser Herrlichkeiten ist der Bezirks- Vorsteher August K'lep el'l. Fünfzehn - Monate freiwilliger Arbeit, in 96.000 Arbeitsstunden, freiwillig von Tischlern, Glasern, Maurern, Anstreichern u. a. geleistet, ist dieses Heim erstanden, riesige Summen, meist freiwillige Spenden, waren nötig, um armen . Wiener Kindern ein bißchen Lust und Sonne und ein wenig Freude zu gehen. Nie Gemeinde «nd die Fordenlngen der ftikdüsche» Angestellten. Bei der gestern mit dem PeLsonalrsftventM der Gemeinde Wien Siadtvat Speiser gelfühoten BerhaEung wurde emvevstäMich zwilschen Dranstgabern und Angestellte« festtzeilegt, daß bei den devze>iii>gen , VerhÄLmssen eine Abschaffung des Index ein Ding der Unmöglichkeit se'i. Ebenso herrschte Einverständnis^ daviliber, daß die Mittel für die nottwendige Erhöhung der KruderlMageu Nicht durch die Angestellten seiöbst auf dem Wege von GchaltsabMen awfigebra-cht werden können. Es wurde ferner festgost-ellt, daß das Ausmaß der verlangten Erhöhung der Bezüge (30 Prozent) zwar den herrschenden LebensverhÄtnisstn entspreche, daß aber einerseits der finanziellen Lage aller öiffenÄichen Körperschaften, andererseiits dem von der Bundesrsg>i-evung vorgeschlagenen Richtlinien Rechnung getragen werden müsse. Es soll dies in der Weise geschehen, daß diese prozentuelle Erl^hung nur beim Gehallt (OrtsFuschlag) Platz greift, die Teuerungszulage aber von der Erhöhung ausgeischLossen VleM. SÄbstderständlich kann keine Veraninderung der Teuerungszulage eintveten, wie der Vorschlag der Bundes-. ragierumg vorsteht. Desglle'ichen waren auch beide Teile übereinstimmend der Meinung, daß die Pensionisten auch nicht vorWergehend von der RegEievung ausgeschlossen werden dürfen. Die GemÄnde hat an die Bundesre^ievirrg eine neüövliche Zuschrift ge-vichdet, in der sie von dm obigen BerhaMumgsergebnissen Mitteilung nvacht urtd neueÄich auf die Schwieriykckitm hinweist, die sich dadurch ergeben, daß die Gemeinlde Wien und ihre 25.000 BeMMungsangastellten den Dechandlurgm nicht zugezogen wuckm und dadurch nicht in die Latze komumt, ihren gemeinsamen StandPuE zu vertrÄM. . :-.i. I#:; ■ Herabsetzuug der Kohlerchreise. MÄ WWsanMt vom kommende« Montag hüben sich die Pre^e für obe-rschlesische HcmsbraMohle ab Nordbahrchiff «eueMch ermäßigt. Bon diesem Tagebau wird sich der Kohlenprcks für offen geladene Fuhren auf 70.200, tn. plomlbierhen Säcken alff 89.700 Kramer.» pro hundert Ki'logramm stellen. Obwohl voim 1. Juni an die Kohlenpreise ab Grube und auch die deutsche Fracht eine nicht unwesentliche EHöhuug erfthren haben, ist es doch: rnfolllge der Kursrückgänge der.deutsche» uM polnischen Mark gellungen, eme neueÄiche Crmäßigung der Kohlenpreise für Wen herbeizuführen. Dft Erinäßigung beträgt für Kohle in offen geladenen Fuhren 53 Kronen, für Kohle in plombierten Säcken 34 Kronen pro Kilogramm, loko Rutsche. * Zionistisches Landeskomrtee. Morgen Mvnftrg. 7 Uhr, Sitzung. * Me Goldparität. Die GeschNftAßeidiiMg derQesterreichischen Nationalbank teilt mit. daß die GoloParität (Umrechnuugsverhältiris betreffend die Zollzahlunaen in Gold) für die Perrode vom 11. Juni bis 17. Juni 1923 mit 14.400 K. festgesetzt wurde. * Tschernrchowski in Warschau. Der berühmte hebräische Dichter Saul Tschermikowski weilt seit einigm Tagen in Warschau. * Was kostet der Gemeinde ein SchuMnd? Das Schukbudget der Gemeinde Wien, die dm Ruf der Schnlreformstadt genießt, umfaßt im heurigen Jahre - nicht weniger als 185 Milli a r d e n Kronen. Diese Aufwendungen für die Volks- und Bürgerschulen verteilen sich folgendermaßen: Für Schulbücher, Schreib- und Zeichenrequisiten. Material fü» den Werk- und Handarbeitsunterricht und für die Freifahrten auf der städtischen Striaßonbahn, von der.en iede SchMlasse vier in jedem Schuljahre untennmmt, werden insgesamt 6,7 Millia-rden Kronen ausgegeben. Die SchuleihcMnng. Behe'^wng, BeleuchtuM und Sachauijwand evsoaidern.17 MMarden, für die Gehälter der Lehrer gibt die Gemeinde 145 Mlliarden und für die Fortbildung der Lehrer, die Erhaltung der pädagogischen Institute und der Lehrerbüchcreien weitere 700 Millionen Kronen aus. Dazu kommt dann die Schülerfürsorge mit einem Aufwand von 800 Millionen. Schularzt und Schulzahnklinik sowie die Schülerousspeisnng, deren Kosten mit 10 Mil« liarden veranschlagt fhtb. Aus dieser Zusammenstellung läßt sich der Aufwand für jedes Schulkind berechnen. Die Gemeinde gibt im Jahr für iedes Kind, das die Volks- oder die Bürgerchülr besucht, einen Betrag von 1,'099.208 Kronen aus. * Verein zur Erhaltung einer Talmud-Thvra-Schule i« 17. Bez. Die vom Verein erhalitene Schule gödeiht dank dem Eifer der Gemeindemitglieder ausgezeichnet und verdient vo« allm Seiten Förderung. Die Schüle wird von,Rabbiner Dok« tor Fmchtwang geleitet und besteht gegenwärtig aus d r e! Abteilungen, deren unterste die Leseklasie ist. Die am 7.-d abgehaltene Prüfung, welcher der Vorstand, der Leiter unb^bci Inspektor der Knltusgemeinde anwohnten,- zeigte, daß nnt.Hin. gebung und großem Fleiße-gearbeitet Wörden ist. Alle Krndei beherrschten den Lehrstoff und zeigten gute Kennwrsse. jSit warmen. Dankesworten an die .überaus wackeren, von echten Judentum erfüllten Lehrer schloß der Obmann das Schuliahr Der Verein und dessen Leitung erfreuen sich, im Bezirke bei größten Anerkennung. ...... , * Verlorene Wette. Durch Herrn KommcrMr-at Aftra«. ber W. Neumann wurden 650.000 K. beim Palästina-Änt» GOAt-ett. iür ÄMcke Palästnva-AnswWd erer erl>vat. 8100

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