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Wiener Morgenzeitung · 1923-06-08 · Heft 1551 (8.6.1923) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1551 (8.6.1923)
Date
1923-06-08
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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«Me 4 Stockung in Lausanne. Die Couponfeage noch nicht entschieden. Lausanne, 7. Juni. (Tel. der „Wr. MovgeWeitung".) Die Unterredungen, die der Direktor der Ottomanischen Bank in Paris und der Vertreter der fraiHösischen Inhaber der türkischen Coupons B o i s s : e r e gestern mit I s m e t Pascha hatte, fi'chrte zu keinem Ergebnis, weil jeder Teil auf seinem Standpunkt bcharrte. Bois s i e r e ist gestern bereits nach Paris zurückgekehrt. Die Konferenz ruht weiter, mit Ausnahme des Komitees, das die Redaktion der wenigen Artikel, di« in» den letzten Sitzmrgeu des Finanzkonritees genehmigt wurden, hrtigstellt. Diese Stagnation wird einige Tage andauern. Um m Sitzungen der Könritees oder die privaten Besprechungen nieder ausnehmen zu können, müsserdie alliierten Delegierten xle Antwort ihrer Regierungen über die Eoupousbozahlungeu rnd Jsmet Pascha die Antwort der Angora-Regierung über >ie Konzessionen erhalten haben, was jedoch nicht der Fall ist. Die Frage der Konferenzverschiebung. Das Gerücht von einer Verschiebung der Konferenz »immt heute festere Formeran. Die Türken erklären zwar, daß sie gegen jede Verschiebung seien und frei* iangen, daß diesmal Schluß gemacht werde, die Alliierten pnd jedoch nicht geneigt, sich mit den türkischen Verhrechungen zufrieden zu geben und bestehen auf der Aufnahme ron Bedingungen in den Friedensvertrag, die die Rechte und Futeressen der alliierten Staatsangehörigen garantieren. Die Griechen, die mit der Möglichkeit einer Vergebung rechnen, haben durchbilicken lasten, daß sie angesichts m gesÄMchen Lage den Türken «inen Vertrag, sich gegeuieitig bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, das heißt, bis zrmr ^riÄEnsschluß, nicht anzugreifen, Vorschlägen werden. Veniselos für einen Sonderfrieden? In einer Besprechung, die Veniselos mit dem Generäl Pelle hatte, gab Veniselos zu verstehen, daß Nriechenland im Falle einer nochmaligen Vertagung oder einer allzu bangen Dauer der Konferenz selbst für dir Wahrung seiner Interessen eintehen müßte, da es nicht endlos auf die Beseitigung des Lriegszustandes warte» könne. Irland im Mllerbnnd. Wie schon berichtet, hat die Regierung dvs Freistes Irland rnit ein« an das Generalsekretariat des voWerbundes gerichteten Note vom 1. April 1923 um Vufmchme m, dem Völkerbund 'angesucht. Das Ersuchen vird allen Mitgliedern des WNrbundes . übermittelt md wird auf die Tagesordnung der nächsten Bollversawmung gefetzt werden. Gemäß Artikel 1 des VvKerbrrnd-- Mes können nicht nur souveräne Staaten, sondern mch „DominionZ" und KÄonien, die sich frei regieren, n den VöLkerüund ausgenommen werden. Tatsächlich md neben Gwhbrttannren als einige nicht sou- »eräne Staatsgrbilde auch Australien, Kanada, Frchien, lreuseeland und Südafrika MitsilieVer des VvlkerbuMs, o daß das englische Weltreich über sechs Stimmen m Völkerbünde verfügt, die sich durch die Mchrahwe Irlands auf sieben «Wen wurden. Die rassischen Vertreter in Asien. Ei« Dementi der Berliner ruffischen Botschaft. Berlin, 7. Juni. (Wolfs.) Die russische Botschaft teilt mit, daß die Meldung einiger BeEner Blatter, wonach die Svwjetregierung der von England geforderten Abberufung der diplomatischen Vertreter Rußlands in Afghanistan, Persien und China zugeftiwmt und emgewilligt hätte, ihre diplomatischen Bettveter in den genannten Ländern nur nach vorheriger Verständigung mit dem Foreign Wce zu ernennen, frei erfunden ist. Einführung der Polenmarkwührung in Danzig? Danzig, 7. Ium. (Tel. der ,Mr. MvryonzMkmy'^) Wie „Gazeta Gdamka" meldet, wird unter dem Eindruck des katastrophalen Zusammenbruches der deutschen Mark die Valutafrage in Danzig, die schon mehrfach in der dortigen Industrie- und .Kaufmannswelt im Vordergrund der Diskussion stand, wieder aktuell. Die deutsche MarBwährnny bedroht beim heutigen Stand der Dinge die Industrie und den Handäl Danzigs in bedeutendem Maße. Danzig kauft, heute vielt in Polen und muß für die Zahlungen polnische Mark haben, die durch den Sturz der deutschen Mark immer teurer werden. Dazu kommen durch den unaufhaltsamen Sturz der deutschen Mark die fortwährenden Lchnechöhungen. Daher mehren sich in den Handelsreisen Danzigs heute die Stimmen, welche den Bruch mit der bankrottierenden deutschen Währung verlangen und für die Einführung ' der polnischen Währung eiOveten. Demnächst sollen Verhandlungen mit der polnischen Regierung beginnen, welche ein , diesbezügliches Uebewinkommen zum Zwecke haben. (Die wivtschaftliche Lage Danzigs ist um fo schwieriger, Äs .der Freistaat zwischen Zwei Wahvunym liegt, die, was die StabiMt anlangt, ziemlich gleichwertig sind. Anm. der Red.) Völkische Wgerfahrten \i,Wäm der ■ Aus Saalfeld wird gemeldet, daß die Deütschvölkisch-n aus vielen Orten'Deutschlands' zu Änderte» eine förmliche Wallfahrt zu dem Grabe!>er beiden Rathenau- Mörder Fischer und Kern veranstalten, die bekanntlich unmittelbar vor ihrer AvchaftmH Selbstmord verübten. Für. «wriiw aw<flywnwmrB* das Mördergrab treffen täglich Dutzende von Kränzen ein. Die Kränze sind ostentativ mit großen schwarz-weiß-roten Schleifen geschmückt, die entsprechende Inschriften tragen. Ansichtskarten mit dem geschmückten Grab werden in ungezählter Menge hergestellt und vertrieben. Sie Unruhen in Deutschland. Berlin, 7. Mai. (Wolfs.) Bei den hiesigen Telegraphenbahnmtern und im Telegrapheugeugamt ist ein Teil der Arbeiter wegen Lohnforderungen in den Streik getreten. Leipzig, 7. Juni. (Wolfs.) Die Zahl der bei den gestrigen Zusammenstößen getöteten Personen hat sich auf zehn erhöht. Unter den Toten befindet sich' ein Wachtmeister, der erstochen wurde, und ein Polizist, der in der Nacht seinen Verletzungen erlegen ist. Von den 87 Schwerverletzten sind 16 Polizisten. Wie festgestellt ist, wurde dcr erste Schuß aus. der Pistole abgegeben, die dein erstochenen Wachtmeister gehörte. Die Demonstranten sollen Zuzug von auswärts (Halle) erhalten haben. Beuthen, 7. Juni. Heute haben auch die Belegschaften des Hermann-Schachtes und der Königin Louise-Grube die Arbeitniedergelegt. Las Grabmal eines Wischen Dichters. Auf I. L. Perez' Grab steht bis heute, da acht Jahre seit seinem Tode verflossen sind, noch immer kein Denkstein. Erst in einigen Monaten soll ein Stein an die Stelle des Holzbrettchens treten, das auf dem Warschauer Friedhöfe aus der Erde ragt und andeutel, wo die irdischen Ueberreste des großen jüdischen Dichters begraben liegen. Dieser Denkstein aber hat eine „Geschichte", die zugleich ein Beitrag zur Geschichte der menschlichen Beschränktheit ist. H. D. N o m b e r g erzählt sie in der Londoner „Z e i 1". Die Warschauer Gemeindeverwaltung stellte für Perez ein „Ehrengrab" bei; sie hielt es für.eine Ehre für Perez, zwischen zwei Bankiers begraben zu liegen. Als dann Dinesohn und Anski starben, wurden sie neben Perez begraben. Dies engte den für ein Grabmal zur Verfügung stehenden Raum so ein, daß für eine der Bedeutung des Toten entsprechende monumentale Anlage kern Platz ist, sondern gerade noch eine schmale Säule aufgestellt werden kann. Und diese Säule wird außer dem Namen und dem Todestag kerne einzige Jnschriftzeile enthalten. Ueber die Inschrift auf Perez' Grabstein wurden von den „Sachverwaltern" und Parteileuten unzählige Debatten abgeführt. Eine hebräische Inschrift ließen die Jiddischisten nicht zu, gegen eine jüdische führten die Hebraisten einen erbitterten Redekampf; bis endlich ein neuer Salomo auf die geschmackvolle Idee kam, zwei Inschriften, in beiden Sprachen, auf den Denkstein zu setzen. Er wurde aber von einem hochpolitischen Wersen übertrupst, der für drei Inschriften eintrat, da auch die polnische Sprache nicht vergessen werden dürfe. Das war zuviel und so beschloß man, ,her Not gehorcherw" — kerne Inschrift anzubringen, außer Namen und Todestag. Hoffentlich wird der Todesmonat Perez', es ist der Nissan, nicht nach der neuesten jüdischen Orthographie geschrieben! Wenn Perez noch lebte, der Jnschrrftstrett um sein Grabmal würde chm großes Vergnügen bereiten; und seine Augen würden verschmitzt lachen, nur seine Augen... Es sind zwölf oder mehr Jahre her, da ging Perez in Wien mit einem jungen Studenten, aus dem inzwischen der Schreiber dieser Zeilen geworden ist, im Schönbrunner Park spazieren; das Gespräch war auf Wesen und Wert des Ruhmes gekommen. Und unvermittelt sagte damals Perez: „Wißen Sie, was ich mir wünschte? Wenn in Jerusalem auf einem der Hügel sich einmal ein jüdisches Pantheon erheben wird, dann möchte ich in einem Winkel dort begraben fein und auf dem Grabstein sollen die Worte stehen: Hier ist ein jüdischer Dichter begraben. Mtt diesem Ruhm begnüge ich mich." Aber Perez ist in Warschau begraben und sein Grabmal wird keine Inschrift tragen. S. S. Der Moholismns in öowietmblnnd. Die Zustände im WeberdiftrM. Die sowjet-offizielle „I s w e st i j a" veröffentlicht einen Artikel über die Zustände im russischen Weberland Jwanow- Wosnesjensk, welches ftüher weite Länder mtt Texttlien versorgt hat. Es heißt darin: ,$« der Stadt und im Gouvernement herrscht eine schreckliche Trunksucht. Die Miliz entdeckt täglich kleine Hausspiritusbrennereien mtt einer Produktion von etlichen hundert Litern pro Tag. Der Hausspiritns äst billig und um ihn stärker zu machen, mischt man Ta b a k und Kupfervitriol dazu. Ein paar Gläser genügen, damit der Mensch aus allen Vieren kriecht. Mit dieser Fabrikation befassen sich auch viele Arettslose. In einem kleinen, stinkenden Loch, ohne Ofen, ohne Möbel die langst an Spekulanten ver- - klopft sind, steht der „Ernährer" — ein primitiver Spiritusbrennpaparat. Ein echter, geriebener Spiritusfabrikant stellt auf der Straße einen Aufpasser auf, unterhält seine Komplizen bei der Miliz und bezahlt seine Sicherheit in Natura — mtt Spiritus. Jnr Gouvernement rauchen bei etwa dreißig Fabriken die Schornsteine. Die Armee von 300.000 roten Webern ist auf 50.000 zusammengeschmolzen." Paftenr und die tollwütige Wissenschaft. Die Gesellschaft der Äerzte in Wien hat dem Bundeskarchler eine Resolution übermittelt, aus der man zunächst erfährt, haß die Gesellschaft der Aerzte beschlossen hat, ihren Mitgliedern zu empfehlen, an internationalen, besonders französischen wissenschaftlichen V e.r an st a l tun gen, bezw. Kongressen insolange n: cht te: lzun ehme::, als den rcichsdeutscheu KGegeu deren Besuch verwehrt ist. Statt froh zu sein, daß -Oesterreichern gegeuüber die Wide« lichste Nachkriegserschemung, der wissenschaftliche ChauviniSmÄ nicht geübt wird, haben also die Herreit von der Gesellschaft deö Aerzte (ihr Präsident ist Hofrat Eiselsberg) das Bedürfnis, toi das noch widerlicher tönende Horn der deutschen Solidarität» zu stoßen imb „Vergeltuugspolitik" zu treiben. Aber sie habe»! noch dazu das Bedürfnis, den wissenschaftlichen Chauvinismus! eines Klüngels politisch zu unterstreichen. Die österreichische. Regierung hat nämlich zur Jahrhundertfeier Pasteurs zwei! Aerzte in amtlicher Stellung nnd Eigenschaft entsendet. WaS! durchaus begreiflich ist; denn Pasteurs Bedeutung ist — o&-! wohl die Resolution der Gesellschaft der Aerzte von einer aus-! gesprochen „national-ftanzösischen Feier" spricht — eine internationale und an der Feier haben Vertreter aller Nationen! teilgenommen. Bei der Gesellschaft der Aerzte hat nun die Entsendung zweier Aerzte als Delegierte der österreichischen Regierung „peinliches Befremden erregt" und sie „ersucht die Regierung dringendst, in solchen Fällen von der Delegierung ärztlicher Funktionäre absehen zu wollen". Dieser lächerliche Versuch, den wissenschaftlichen Chauvinismus zum Politikum machen zu wollen, grenzt schon an Tollwut; leider gibt es gegen diese Form keine Pasteur-Impfung. Sie Staatsbürgerschaft der rnmllnischen Juden. Die rumänische Gesandtschaft teilt mit: Nach Artikel 133 der neuen im „Monitor Ofsicial" Nr. 282 vom 29. März d. I. kundgemachten Verfassung des Königreiches Rumänien haben die im alten Königreiche wohnenden I u d e n, die ihre Staatsbürgerschaftsangelegenheit nicht innerhalb der im Dekretgesetz Nr. 3464 vom 12. August 1918 vorgesehenen Frist geregelt haben, die Staatsbürgerschaftserklürung gemäß Dekretgesetz Nr. 2085 vom 26. Mai 1919 inerhalb dreier Monate seit der Promulgierung der Verfassung abzugeben. Die im alten Königreiche wohnenden, jedoch im A u s l a n d e sich a u f h a l t e n d e n Juden können ihre Staatsbürgerschaftserklärungen schriftlich bfi der königlich rumänischen Gesandtschaft in Wien überreichen. Doch müsien sie dabei unzweifelhaften Beweis darüber erbringen, daß sie ihren gesetzlichen Wohnsitz in einem der 34 Bezirke des alten Königreiches haben, widrigenfalls die Erklärung abgewiesen werden wird. Eine Kolonie österreichischer Inden - bei Nazareth. Das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds hat folgendes Telegramm an die außerordentliche Reichskonferenz des Jüdischen R-ationalfonds für Oesterreich gerichtet: Begrüßen Reichskonserenz ans das herzlichste. Im Jaar Austria sind bisher sechzmtaüsend Bämn-e geipflanzt. Bitte der Konferenz vorbehaltlich der Zitstimnuing des Diraktorimns Voranschlägen, eine Koilonie österveichischer Juden in einer gartenftadtifchen Siedlung, eine halbe Stunde westlich von Nazareth, M gründen. Für vierhundert Dunam Boden sind vi-orzehnhundert Pfund Jahresrate nötig. Hlmrpöbuvean Keren iKasenveH. Auf unsere ^lnfrage teilt uns die Landesisam>melstelle des »Keren Kaje-meth in Wien zu diesem Telegramm folgendes rnit: Das sensationelle Telegramm ldes Hauptbureaus traf leider erst verspätet ein, so daß die Konsorentz des Jüdischen Nationalsonds hierzu nicht mehr Stellung nehmen konnte. Die Mttteiliung über den Jaar Austria dient vffenlbar als erneute Mcchmmg des Hauptbureaus an die österreichischen Juden. Bekanntlich hat die österreichische LandessammePelle im Jahre 1921 die VL-vpftichtung aus sich genommen, wenigstens 100.000 Baume an: Kinereth-Bevg, am (Ufer des Tiberflusses, zu pflanzen. Das Hauptbuireau hat uns bereits wredorholt davon verständigt, daß auf Grrrnd unserer seiuerzeitigen Züsage sofort nrit der Pflanzung eines Waldes begonnen wurde. Dies,er Wald zählt heute, wie ans dem Delisgramm des Keren Kajemeth hervorgcht, 60.000 Bäume, während Oesterrsich bisher nur das Geld für 30.000 Bäume abgeliefert hat, also dom Hauplöbu-roau noch zirka 3300 Pfund schuldet. Ungleich dnchtiger ist aber der Kvette Dell der Jerusalemer Meldung. Obwohl Einzelheiten ausstehen und die Londeskommission des Jüdischen Nationalfonds für Oesterreich. noch nicht zu diesem bedolttungsvollen Angebot Stellung genommen hat, kann man sich schon jetzt ein Bild von den Albisichten des (tza-uptbureaus machen: Bekanntlich hat Oesterreich schon früher die Aitfgabe übernonrmen, den westlichsten Zipfel des mrgefähr 20 Quadratkilometer gwßen Bodenkomplexes von Nahalal in einem Ansnraße von 200 Dunam und zu einen: Preise von 1000 Pfund bis Ende 1033 auszulöseu. Das Neuaugebot weist uns weitere 400 Dtmam gmn Preise von 1400 Pfund zu, so daß wir insgesamt einen Bode ulkomplex von 600 Dunan: zur Gründung einer gartenstädtischen österreichischen Siedlung, e-rne halbe Stunde von Nazcrrech entsemt, erhalten sollen. Der dafür dem Keren Kaijemeth binnen Jahresfrist zu be> zahlende Betrag macht 3400 Pfund oder rund 800 Milliomu österreichische Krone:: aus, eine Srunn:e, deren Ausibringunz bei einigermaßen intensiver Mitarbeit keine allzu gwßen Schwierigkeiten machen dürfte . . . * Die erste österreichische Kolonie in Palästina ist ali gartenstädtische Siedlung gedacht, und dürfte voraussichtlich zunächst etwa 40 bis 50 Familien Lebensmöglichkeit geüväl)ren Nasareth liegt am .KreuzungAPunkt der Au-tomobilst'vaße Ti berias—Haifa einerseits und der gwßcu Heerstraße m:, deverseits, die von NazareH über Siche m nach I e r u s a l e »: und iveiter über Hebron bis Bersoba'führt. Die Stadt is! im Westen und Süden von jüdischen Ko'lonien eingeschlossen, du sämtliche dein Jüdischen Nationalfonds gehören. Trotzdeu: leibte: bisher unter etwa 7000 christlichen Einftvohnern in Nazarets selbst kaum 30 Juden. Die Gründung einer gartensiädtische, jüdischen Siedlung bei dieser Stadt wäre daher von anhev ordentlicher Bodeutuna-

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