Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1551 (8.6.1923)
- Date
- 1923-06-08
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener Morgeirzeitung. 8. Jimi 1923 ■Am'Wt'h Tscheka der Hakenlreuzler. Irr Münchner Hochverratstzrozeh. Sette 8 _Wien, Freitag_ Sesterreich. Kkue Mmische Wehrdebatte im Nationalrat. Die Debatten Wer dio öfhcrreichifche Wchrnracht ffchven erstchrmvgsgemäß immer $n leidons chaftkichen Zusammen stoßen. Am Dundesheer, dessen Aufstellung rnehr ÄS überflüssig war, crffi-llit sich die Voraussage Strickers,daß es ein ständiiger ZankapfÄ -wischen den Parteien werden wird, die immer bcfttcbt sein werden, wenn sie jeweils an der Macht sind, das Heer zu ihrer eigenen Partei» garide zu wachen, Zluch die gestrige Debatte im Nat-i-onalrat bieß wieder alle Leiden-schastcn aufflammen, es kam zu Lärmsgcnen, derbe Schimpfworte flogen nur so herum, oin Wortlstreit in irgettdeiucr Spelunke hätte nicht rüder geführt wenden können.. Dr. Deutsch bezichtigte die Offiziere, daß sie eine beispieLllose politische Hetze gegen die Mitglieder der styialdemokr-attfchen Militärgewerffchaft treiben. Er zitierte einige Beispiele von cxemHlari-scher Bestrasmvg sozialdewoKvatiischer Wchrmänner und milder Behandlung von Offizieren^ welche die sozialdemokraiüschen Fühver in den Pflichtschoben befchrmpfen. Mbg. Dr. Jerzvbck sprach den Sozialdemokraten das Rscht ab, sich über.die Urteile der DisFipliuar>komisstonen zu beschweren, da sie doch selbst. die DisFiplina-rsttafgowalt der Offtziere abyrtschafft und die DisFWnvvko-mm-Wonon einge- Dhnt haben. Der Cv^aLdemokrat Banmigäritel behauptete, daß wcm die zu den Frvnloichnantsprozessionen kommandierten Soildaten nicht einmal gefragt habe, ob sic Katholiken oder Juden seien. Mg. Ko Harz trat für die Abschaffung der Disyiplinarkvmmissionen ein. Durch ihre systematische Hetze gegen den Heevesminffter hätten die Sozialdemokraten die Di^ipl-m in der Wehrmacht untergraben. Abg. Witternigg besprach das Wiederseh e nsf-est des Edelweiß ko rps m SaWurg und eMärtc, die Wehrmannschaft hätte sich nicht freiwillig daran beteiligt. Ms ihm der ChrffMchisogia-le Neuhvfer Zw-ischenruse machte, fuhr ihn Witternigg mit dm Worten an: ,-Herr Abgeordneter Neuhafer, ich werde einmal erzählen, wie Sie sich in der MÄitärbäckevei in Saitzjburg benommen haben. Me Sie den russlischen Soldaten den Laib Brot um 5 Kronen verkauft haben." Ahg., Neu Hofer: ,/Fch weide Ihnen ganz etwas anderes erzÄHLen, was Sie gestohlen haben." Abg. Witternigg: ,Mas ist es mit der DisFipMwrnnterfuchung, in der Sie waren?" Heeresminister Vaugoin wies dm Vorwurf des Abg. Deutsch zurück, daß der jetzige Kurs rm Heereswinfftorium dazu beitrage, Ordnung urä> DistzMin zU undergväbm. .Wenn Abg. Dt. Deutsch, der doch ein Vorgänger des Ministers war, diesem ein Heer von diszipliniertesten Grenadieren übergebmhatte, dann könnte er vielleicht den Vorwurf machen, daß Disziplin und Ordnung jetzt nicht mehr aufrecht erhalt m werden. Abg. KLetzmvyr beschüfttgte sich mit dm Vorfällen in Steyr am Vovabond des FrvÄeichnamstages. Berfchiedme Wchrbündle-r und Turner feien bei Abhcckttmg des Zapfensttviches von SoziaNemokraten überfallen und Mißhandelt worden. -Abg. Kuufchak besage sich ebenfalls mit .den Demvnstratianen gegen die am Fronleichnamsumzug teKnehmmdm Wchrmänner, die nur aus tiefster religiöser UckbertzMgmvg mit der Prozession gegangen seien. Als mm Abg. Witternigg dazwischen «es: ,Me vidle Heuchler gibt es mrter Ihnen?", antwortete Künschak: ,ß>o viele Heuchler als es Gesinnungslumpen unter Euch gibt." F-vcm Freundlich verlangte nun unter großem Lärm den Ordnungsruf für Künschak, der eine ganze Partei beleidigt habe. Künschak verwahrte sich gegen eine solche lln-derstellung. Auf den Bänken der Sozialdemokraten erhob sich ohrenbetäubender Lärm. Abg. Forstne.r riss: „Er darf nicht spreche«, das gibt es nicht." EMich trat Ruhe ein und Künschak versicherte, daß die Wchrmänner nicht wegen der Paar Würstel, die sie beSomüren haben, - an der FronleichNamsprogess'öon teilnohmen. Wenn die Sozialdemokraten den Umstand, daß den Wehrmännern ein Paar Würstel gegeben wurden, zu einem Vorwurf benützen, dann verstehen sie die Psh^l^ie der Wiener Bevölkerung tmtb des deutschen Volkes nicht. Ms die Wchrmänner von der Fronleichnamspriozessivn durch Ottakring marschierten, seien sie von einer Ratte empfangen worden, die ihnen «Wurstelsolbaten" zur.ief und vom ,Mürstelyeneiral ans Schoibbs" sprach. „Den arm-on Soldaten werfen Sie," sv schloß er, ,M Würstel vor, während Sie als Ehrenmänner hevumgchen, die an den Tafeln der Reichen sitzen." (Großer Lärm und Zwischenrufe bei den SvFialdemokrtaten.) Abg. Sever erzählte dann, daß in MeiMntz von der Wehrmacht ein Jude und ein Evangelischer zur Prozession ansrück len. Abg. Schneidmadl: „Bonder St. PLltener Garnison sind nur die Juden zur Prozession gegangen. Die haben wahrscheinlich auch koschere Würstel 'bekommen!" Abg. Neu Hof er bezeichnet« tae Behauptung Witter-, n-iggs als Lüge, worauf dieser einen Brief verlas, in .welchem die von ihm gegen Neuhafer erhobenen Beschulldigungen enthalten sind. Er verlangte schließlich die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Untersuchung der Angelegenheit. - - - . Das Kapitel ,-Heerwesen" wurde schließlich' an ge-' nommew München, 6. Juni. <Dcl. der „Wttnier Mortzentzeitung".) Jin weiteren Verlaufe seiner Vernehmung nrachte der Zeuge Major a. D. Mayrnoch folgende interessante 'Mitteilungen: Richert tvar, wie schon gemeldet, in: Dezember 1928 in Aussicht g<stellt worden, er wende am 6. Dezember vom Kronprinzen Ru pp recht empfangen werden. Bekanntlich hat der Kronprinz den Empfang daim abgelchut und Richert ist verärgert verreist. Er war im Aufträge Millerands geschickt worden. Hierauf ist auch in Paris eine erhebliche Abkühlung eingetreten. Ms Fuchs im Frühjahr 1622 -in Paris durch Be-rmittluug Richerts mit L o n ch e n r zusammentraf, habe dieser erklärt, nun könne von den früher geurachten Zugoständniffstt keine R/cde .mehr sein. Das ganze linke Rheinufer müsse jetzt zu Frankreich. Um eine Thronkandidatur Rnpprechts, des Zerstörers von Lille, Wmmere er sich nicht nrehr. Die srühcr ^ugesagte Angliederung Deutschösterreichs könne.auch nicht mchr erfolgen, höchstens könnte >cin Teil von Oberösterreich Bayern zugeteilt werden, wenn Italien einverstanden ist. Eine llnterreduno, die Mischen Richert, Mayr und Frredrnann auf den: Gute 9iohmeutal stattfand, hat Mayr noch am selben Tag zusammen mit Fricdmann schriftlich f.ftgehalten. Unter anderen: hatte Mayr eine klare Auskunft über das linke Rhcinufer und die Pfalz verlangt, weil Fuchs erklärt hatte, daß bei seiner Rücksprache mit Loucheur dieser betonte, es könne keine Rede nrchr sein, daß die Pfalz bei Bayern bleibt. Richert habe nun erwidert: Frankreich ist heute dtt stärkste militärische Macht der Welt. Es wird auch seim Aktion gegen die deutsche Regierung bis zum letzten Ende durchführen. Frankreich will garantierte Ruhe auf fünfzig Jahre.; Frankreich verlangt die Rheingrei^e. Machen Sie nur die Aktion, dann bekommen sie alles, tvas Sie brauchen. Handeln Sie rasch. Nach der Erklärung Richerts, sagte Mayr weiter, seien in die bevorstehende Aktion fünf Persönlichkeiten eingeweiht tvorden, unter anderem Poincare, General Degoutte und dessen Saäbschrf, der in Mainz seinen Sitz hat. Richect? tvünschte dann von Major Mayr einen Uetberblick über die militärischen 5dräfte und Wer den geipauen Termin des Losschlagens zu erhalten. Mayr erwiderte, Fuchs habe ' ihm den nächsten Freitag als Termin mitgeterlt. Ueher die' Rnhroperation erklärte Richert damals, es habe sich aus der Ermüdung die Notwendigkeit eines Abbaues der Heeresmacht ergeben. Dieser Abbau hätte aber die weltpolitische Bedeutung , Frankreichs beeinträchtigt, die volle milttärffche Bereitschaft verlangt. .. Jirn, Verlaufe der weiteren Unterredung kän: die Sprache auch auf die Bewaffnung. Mayr eMärte, daß man mit den in Bayern vorhandenen Gewchren u-nd leichten Maschinengewehren hoWens ein Bataillon bewaffnen könne. Die vaterländischen Verbände hätten höchstens Gummiknüttel uud eiiuz-elne Revolver:. Damit könne man kerne Müm machen. Richert habe darauf betont, man Dnne auch mtt wenigen entschlossenen Leuten handeln. Richert lobte Machaus sehr. Außer Machaus, sagte er, gäbe es in -Bayern keine erschlossene Pevfinlichkeu mehr. Au.f die Frage, ob er nicht Waffen liefern könne, erklärte Richert, jetzt sei cs zu spät. Bor dvo: Wochen wäre es noch möglich gÄoesen. Mahr besprach unter Mdercm noch die UntervÄmng vom 19. Februar. Man traf sich am Abend mit Richert. Es waren anwesend Mayr und die Herren Kauter und Friedmann. Sie beschlossen, daß jetzt der Franzose sestgmourrnen werden In der gestrigen Sitzung des Verbandes der sazialdemokratffcheu Abgeordneten wurde zur Kenntnis gebracht, daß die chriMchsogiale Vereinigung ersucht, der Verband möge veranlassen, daß Abg. Witternigg den von Hm in der Sitzung' des Natiowallvates verlesenen Brief, enthaltend Borwnche gegen den Abg. Neuhvfer, mit der Unterschrift des Einsenders verlege. Ans dieses Ersüchen hat der Verband foilgendes Schreiben an den Obmann, der chrWichfoNvalen Verewigung gerichtet: ,ßXx Verband der sozialdemokraÄsche:r Abgeordneten hat sestgestelbt, daß der vom Abg. Witternigg verllÄsenc Brief nicht an ihn persönlich, sondern an ihn in seiner Eigenschaft als Rcdaktionsmi tglied der ,Mäl!zbnrger Wacht" gerichtet ist; da durch die Preisgabe des Nmnens des Einsenders das R cdak t i oit s ge heim n i s verletzt würde, ist es nicht miög- . lich, diesen Brief mit 'der Uniterfchr-ift vvMlegen. Dagegen erklärt Abg. Witternigg, ohrre RüGicht auf den Verfasser des Briefes, die darin enchaltenen Beschuldigungenals von - ihm selbst erhoben; er ist bereit, den Beweis für die Wahcheit vor einer parlamentarischen UntersnchungslkaiWNlstivn sofort zu führen." Simmemans Rülttehr a«r London. Ge-nemMmmiffär Dr. Zimmer man ist gestern ' früh m Begleitung feines Seikretärs Mr. Pelt aus London wieder hier eingetroffen. Mittags hatte der Genevalkommissär eine Besprechung mit d«n Eisensbahnexperten ' Sir William Acworth. Günstiger Stand der Anieihevotbereitungen. Ueber Zweck und Ergebnisse seiner Reise äußerte sich -der GeneraVommiflär u. a.: Bei dieser Reife leistete ich einer Einladung amerikanii scher und englischer BarMers Folge, die sich zur Äeteilii gung an der österreichischen Anleihe bereit erklärt hatten. ' Während' Meines 'Aufenthältes in London' hatte ' ich mit Herrn Norman, dem Gouvemeur der LRM von Engsolle. Der Minister des Innern Dr. Schweh-er sollte derständigt werden. Es fand abends 6 Uhr eine Rücksprache mH Schwever statt, Schweher erklärte, er müsse die Sache «och mit dem Ministerpräsiden-ten -besprechen. u:Ä bestellte die Herren <mfi 7 Uhr wieder. Um 8 Uhr kam dann Mayr ins Restaiurant nutz hörte dort von Kau rer, Minister Schwcyer habe ängederchrt, daß aus in-nerpolitischen Gründen diie Berhaftunz des Franzosen nicht ftaii'finben. solle. Dve Franzose sollte später noch einmal herübergelockt tverden. Die -letzte Unterr»2vng zwischen Richert, Fuchs, Kauter und Mayr fand am 2g. Februar statt. Richert ist dann an: nächsten Morgen im Amomobil von -München nbgeveist amb verschwunden. J-m Laufe des heutigen Vormittags wurde eine Anzahl Zeugen, hauptsächlich Angchorige nationaler Vereinigungen und Organisatiionen, «mvernommen. Sie bestätigen die Anklage. Machaus, der. RedaAe-ur des Hitler-Blattes „Völkischer Beobachter", war die treVende Kraft und er drängte darauf, das eMich etwas geschche. In diesem Sinne sprach sich auch der zweite Vorsitzende der Organisation Müchl'r, der Zeuge B endel, aus. Eine eigenartige Rolle spielte der Zeuge Stieglbcmer auS Weithcim. Er ist Haken!reuzler und ist mit den: Bruder des Angeklagten Machhaus bekannt. Dadurch kam er mit Machaus selbst zusammen. So erfuhr er, daß Machaus etwas unternehmen wolle n und daß er mit den Franzosen in Verbindung steh?. Um was es sich aber handelte, daran kann er sich h.'utt nicht ".tthr erinnern. Der Präsident kann sich nicht enihalren. dem Zeugen vorzuhalten, daß er heute gar so wenig weiß. Er Meine überhaupt in politischen Dingen sehr unerfahren zu sein. Ich kümmere nnch nicht um Politik, erwiderte er unter Hohngelächter. Der Zeuge aber ist trotzdem Hakenkwuzler, war in der Affäre Machhaus überall dabei und.nahm sogar an vsrfchicdencn geheimen Unterredungen teil. Der nächste Zeuge Huck, Mitglied der Organisät'.on Blücher, sagt über die Beziehungen Machaus' zu dieser-Organisation aus, und er we:ß davon, daß tatsächlich ein Putsch beabsichtigt war. um cndl.ch Ordnung in Deutschland;it schiffen. Nicht unin:erstatt: ist es Wohl, daß diese nattvnalrn Mannen von Blücher die Absicht hatten, eine Tscheka zu gründen, webe: einzelne Männer untereinander bruderschaften lchlofstn. Huck erzählt lveitor von phantastischen, kindisch-lächerlichen Bläuen, in denen gcheiinnisvolle Erste und Mordideen eine große Rollsvislen? ^Die Hauptsache ist äber das Gels, damit die F a tn t!< t rt d er Füärer sichergestell-t w'rdrn. Die herrliche lksch-tta sollte xpoße Leisttmgen vollbringe::. Sä sollte ein gewisser Weinbrecher nach Regensburg fahren, den Dr. Heim zu erdolchen, weil er gar so sehr den Hitler bekämpft. Die Idee der Tscheka ist dem bekannten Nationalistenführer Dr. Rüge '::-.spr'-ng!>n, der auch ein Anhänger der Bkutfreundschaft in altgemmnisch'm Sinne war. Ein weiterer Hochverratsprozest. Berlin. 7. Juni. (Wvlff.) Heine .'<gonn vor den: Sra r:sgerichtShof der Prezrß oe^u 1?:: Ge-.tt.se,hä::dler Wiln 'm Fvrterer und den Oberlehrer van Sintn-m. Die Ängeklazren sind der Vorbe^enung zum Hochverrat beschuldigt. Nach Eintritt in die Verhandlung beschloß Der Staatsgvrichtshof, wegen Gefährdung der Staatssicherheit die Oeffentlich'keit der Verhandlu-ipg für -die Dan-sx des Prozesses anszuschließen. larch, und nrit Herrn Lamont, einem der Partner des Nöw-Po-rker Haiuses Morgan, Unterredungen. Gleichzeitig habe ich meine Anwesenheit in London benützt, um Lord Cwrzon, dem englischen Mnffter des Aeußern, einen Besuch abFustatten. Die Vorbereitungen ftir die Anleihe stchen, das kann ich versichern, so gut wie möglich. Der vöMge und günstige Abschluß der Ber- 'handlungen ist für Ende dieser Woche oder Anfang der Nächsten Woche gesichert. Einige Fragen, die im Zusammenhänge mit der Rückzahliung der provisorischen Kredite in Italien, Schweden und Holland stehen, sollen noch diese Woche erledigt werden. Dann wird die Hohe der englischen Tranche definitiv bestimmt werden. Die führende Tätigkeit der Bank von England frei Placierung der Anleihe und das rege Interesse, das Gouverneur Normann zeigt, lyeten die volle Gewähr dafür, daß nichts verabsäumt werden wird, it«t völlig zufriedenstellende Resultate zu erzielen. Die TeilnahmelAmerrkas an diesem ersten großen Werk des Medera'ufbaues scheint mir. von guter Vorbedeutung zu sein; ich legte daher besonderen Wert darauf, Herrn Pverpont Morgan in einem Telegramm zu 8azvken. Da« Red» der Beamten. Ablehnung der Vorschläge des Bundeskanzlers. . Die Vorschläge, die BundeskcmKer Seipel vorgestern dm Beamten gemacht hat, werden von den Staatsaugestellten arls unannehmba« bezeichnet. Es wird gesagt, daß die an Stelle des Index angelboteve Gchlöhung der Grundgeihalte keine Vevbessevuntz der materiellen Lage, sondern erno Berminde-runtz des Einkommens bedeute. Namentlich bei jenen Staatsangestellten, die den ersten zehn Lohnklassen angchöven, beträgt die äprozentige VeMnindwwvg der ' Teuerungszulage eine so bedeutende Summe, daß sie nicht nur die ISprozeutige Erhöhung der Grundgehalte anfzehrt, sondern' sogar ein echMches Defizit der Gesamtdezüge horvorrwft- >al'v,