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Wiener Morgenzeitung · 1923-06-05 · Heft 1548 (5.6.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1548 (5.6.1923)
Date
1923-06-05
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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v* f r r Nr. L6V Wien, Dienstag Dr. Julius Koritscho u c i und Moritz Ruh m a u it in ihre», AaMoweu bestätigt. Der ungarische Bankausweis vom 31. Mai zeigt eine Erhöhung des Staatsnotenverkehres um 7,65 Milliarden ans U&2 Milliarden Kronen. Das Wechselportefeuille erfuhr eine Echohung von 2,8 Milliarden auf 7,36 Milliarden Kronen. Jnieressenahme eines holländischen Bankinstituts au tschechoslowakischen Kleinbanken? Wie die Amsterdamer Zertnng „De Telegraf" mitteilt, werden zurzeit von einem holländischen Bankrnstitut mit einigen kleineren Banken in Prag Verhandlungen geführt, die auf ven Erwerb der Aktienmajorität abzielen. Da aber ausländische Banken in der Tschecho-Slowakei kerne'Filialen eröffnen dürfen, besteht eben vre Absicht, sich durch Uebernahme der Aktienmajorität eines bereits bestehenden Prager Bankhauses ein affiliiertes aber selbständiges Institut zu schaffen. Die Aufgabe der Bank würde in der Wnanzrermrg einiger tschecho-slowakischer Industrien bestehen, an denen das holländische Institut bereits interessiert ist. Wirtschaftliche Annäherung zwischen Rußland und Wke». Aus Warschau wird uns gemeldet: Allgemeine Beachtung findet hier eine durch ihren versöhnlichen Ton ausfallende Stimme des Zentralorganes für Wirtschaftspolitik Sowjetrußlands, „Ekonomiceskaja Zizuj", welche anläßlich der zur Zeit in Moskau stattfindenen polnisch-russischen Verhandlungen, betreffend die gegenseitigen Handelsbeziehungen, deren Voraussetzungen einer Prüfung unterzieht. Das Blatt meint, daß ungeachtet der unleugbar gespannten Verhältnisse Shen den beiden Staaten ebenso unleugbar ein gemein- £ Interesse derselben an der Schaffung freundschaftlicher ehungen auf wirtschaftlichem Gebiete zu konstatieren sei. Das gemeinsame Interesse gründe sich darauf, daß Polen am Absatz seiner Jndustrieartikel in Sowjetrußland interessiert fei, während für Rußland üerdies noch die Bedeutung Polens als Transitland, angesichts der Wiederbelebung der Handelsbeziehungen Rußlands mit den westlichen Staaten, schwer ins Gewicht falle. Das gemeinsame Interesse auf wirschaflichem Gebiete sei geeignet, den bisher bestehenden Mißverständnissen die Scharfe zu nehmen. Das Blatt versichert, daß die Sowjetregierung chrerseits bereit sei, alles zu veranlassen, was der Erreichung eines Einvernehmens zwischen beiden Staaten förderlich sein könne. Sowjetrußland, welches ein lebhaftes Interesse an der Ausgestaltung seiner Beziehungen mit dem Auslarcke und an der Beiziehung des fremden Kapitals hege, könne dresbezüSich an Polen kein anderes Maß als die übrigen Staaten amegen. — Bisher fanden vier Sitzungen der polnischruW^u Konferenz statt, welche der Erörterung der Exportveao: JmPortfraFewigewidrnet waren. Wiener Börse. Die gestrige Börse wies eine entschieden feste Tendenz «Uf. An der Spitze der Bewegung standen die Alpinen, die mit Rücksicht aus die an anderer Melle erwähnten Gerüchte sehr große Avancen auswiesen. Sie stiegen 'iint 87.000 K., eine Erhöhung, die sich in der Alpinen nicht allzu oft abfpielt. Bon de» Bankenwerten nahmen österreichische Kreditanstaltsaktien den ersten Rang ein, Meselben wurden ex Bezrvgsnecht und ex :Couipon gehandelt und prosifterte» überdies noch 7000 K., so daß sie faktisch ÄNL Erhöhung von 26.000 K. auszuweisen. hMen. Namentlich ausländische Käufe waren hier am Werk. Wan den anderen Bcmkenwerten prpfitiwten Unionbank 122:000 K., von denen es ^netz, daß das Bankhaus Bos-e l in 'dies«» Papier- Muse ausgchuhrt halbe. Mit Rücksicht auf die Verhältnisse in Deutschland zeigte sich die Spekulation in dev 'Kulisse etwas zurückhaltender, konr.-te aber die Tendenz nicht merklich beeinPusiien, da ausländische Käufe dein Markte eine Stütze bote«, Unter diesem Einfluß profitierten auch Wiener Bankverein LDOO K. Hingegen waren Anglobank um ' M4000 K, schwacher. Im S ch r a n k e n war - keine - einheitliche Kursbewegung feschustellen. Doch sind zmneist Kurserhöhungen zum Vorschein gÄomlmM. In erster Reihe standen Elektrizitätsoktien, welche 94L00 K. profitierten. Von den Berglwerten stiegen Galizische .Montan mn ölbOOO K. Vvn dev VevkehrAverten verloren Nmdbahn 200.000 K. Von den Eisenwerten stiegen Austria- Email um A.OYO K., Berg und Hutten um 60.000 K., Kvlburg um 4000 K., Greinitz um 9000 K., Rothau-Neudeck um 40.000 K. Hingegen senkten sich Enzesfellder um 7000 K., 'Kvainische um M.000 K. Von den Papievwerten stiegen Lehkam um 34.000 K., Tervzinger um 10.000 K. Von den PetroleNmwerien seiEten sich Karpathen uw 86.000 K. Bezugsr echte: Bödenkredit 23.000, Öesterr., Kredit 14L00 bis 17.600, Industrie- und Handelsbank 500, Vereinigte Drogen 5500, Slavonija 25,000, Kroatische 902.000, Semperit 61.000. Auls dem Anlagemar-kt war es vechältnismäßig ruhig. Bon den Exoten notierten: Anzeigengesellschaft 64.000, Epple und Bnxbaum 39.060 bis 40.000, Erdöl 40.000 bis 42.060, Rir-azniea 117.000 bis 126.000, Schubert und Ko. 18.0N) bis 10.000, Universale 34.600 bis 36.000, Slcirische Braun suhlen 50.000 bis 62.000. i : Wiener 8ch«W8rse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) escr BerEchr an der gestrigen Schuhlbörse war gleich so schwach beschickt wie in der Vorwoche und geschäftliche Transakiioncn von Belang wurden nicht bekannt. Für Sai«son^ artiikcl umchte sich lebhafte Nachfrage geltend. Die Tendenz blictb behauptet. Es notierten«: Herrenstiesel Maikay Boxoals 160.000 St., Braunlcder 190.000 K., Goodyear Welt Boxcalf WO.OOO K., Braunleder 276.000 K. Damenstiefel Makay Boxealf 150.000 K., Braunlleder 160.000 K., Goodyear Welt Boxm 195.000 K., Braunleder 260.000 K. Damenhalbschuhe Makay Boxcalf 185.000 K., Bra«ttnl<der 160.000 K., Goodyear Welt Boxcalf 176.000 K., Vraunßeder 200.000 K. - »tatet Warenbörse. (Eigenbericht der „Mener Morgengeftung".) Zum össentwichen Verlause gelange«! heute um 10 Uhr eibschercri, um halb 11 Uhr feine Hor.rcnaWÜ«ge, um halb 1 Uhr Korke;- morgen um 12 Uhr Brennholz (fünf Waggons) in Scheiter,n. Bon den Mremnörktr«. (Eigenbericht der „Wiener MorgenTeitnng".) Gold, Silber, Miinzen. Preise blieben gegen Vorwoche auf unverändertem ^aude. Es notieren: Feingold: Eiukau-f 4&fiQQßQSl K, Bov- Wkene« MKiMWeNMU. 8. Fmn tWS Si«e7. Ae tzeschSftsmechoden des Herrn Aiunes. Die Senemlversammlnug der Mine. — Heftige Angriffe gegen die Ttlmer-Berwattung. - Ae Brandmarlung der Motive der Kavitalsvermehrung. - Deutliches AbrSllm der Reat«Mna. — BörfenaerüKte Wer die Kavitalsnot Stinues. Gestern fand die Generalversammlung der lAlpruen- Mointangeselsschast statt. Der ganze Verlauf und die Diskussion zu den einzelnen lPunkten der Tagesordnung zeigte, welch ungünstigen Einfluß die Stinnes-Mathoden auf dieses größte Jlidustrieuntevnehinen Oesterreichs ausüben. Die Opposition ließ es infolgedessen nicht an sehr heftigen Vorwürfen fehlen, welche vom Vorsitzenden der" Versammlung, Herm Eastiglioui, nur schwach entkräftet wurden. Herr Stinnes selbst, der als Präsident der Alpinen die Versammlung hätte leiten sollen, war fern geblieben. Er hatte doch schon in der Vorwoche in einer Verwaltungsratssitzung die ih>n genehmen Beschlüsse fassen lassen, so daß chm. an der Generalversammlung nicht mehr viel lag. Allerdings dürfte er auch nicht erloartet halben, daß die Vorwürfe gegen ihn und sein System so heftig sein werden. Es zeigt nur, daß die Alpine durch die „glänzende AttrMion" des Herrn Stiums Nicht allzuviel gewonnen hat und vielleicht viel rascher zu normalen Wirtschaftsverhältnissen zurückgekehrt wäre, wenn chr dieser Trustmagnat Deiltschlands fern geblieben wäre. Man muß staunen, wenn man hört, welche Mittel angcweudet wurden, um die Mienbesitzer möglichst zu verkürzen und im Dunkel der Geheimtuerei die für sich genehmen Beschlüsse zu fassen. «Glücklicherweise nahm sich feie Opposition kein Blatt vor den Mund. Was da vorgcworsen wurde, dürfte sich ein aus seriöse Geschäftsführung Aufpruch erhe'bender Wirtschaftsfaktor unmöglich gefallen lassen. Nur orn-ige Vorwürfe seien Hier erwähnt. Der Mticmär Dr. S ch o st a l gab seiner Vertmmderung darüber Ausdruck, daß nicht, wie in ftüheren Jahren, die Bilanz geraume Zeit vorher der Oeffervtlichvert übergeben .wurde. Er hatte Recht. Bei einem Welturrternchmen wie die Alpine sollte sich eine solche iGeheimniÄrämerei, die ihre Bilanz bis zum Tage der Generalvey'ammluiwg ängstlich nur in ihren: Bureau zur Ansicht der Aktionäre offen halt, nicht ereignen. Denn es hat den An- «schein, als würde sie dies nur tu«, um einer eingehenden Kritik von vornherein zu entgehen. Auch die Aufnahme des 500.000 Pfttnd-Anlehens hätte vielleicht viel würdiger ausgesehen, wenn die General- Vevsammkmg ihre Zustimmung gegeben hätte, obzwvr dies nicht statutarisch vorgoschrioben ist. Denn schließlich überschreitet doch diese Schuldsumme das AVtienkapital um 160 Prozent. Wenn dies dennoch nicht Mschehen ist, so dürften ganz andere Griinde hier rnitgcspielt haben. Herr Stinnes^ der im Vorjahre versprochen, dem Unternehmen Kapital zur Verfügung zu stellen, hat sein Versprechen nicht gehalten. In einer für die Zwecke der Pfundanleihe einberufenen außerordentlichen Generalversammlung wäre bestimmt dieses nicht eingehaltene Versprechen des Herm Stinnes zur Sprache gekommen. Man wollte dies vermeiden und «schloß in aller Stille diesen teuren Ganlkenkredit zu Lasten der Gesellschaft ob. Schr interessant war die Erörterung eines Aktionärs «in seinen Angriffen gegen die Verwaltung, wamdm d« Alpine nicht ähnlich wie die anderen österreichischen GeseWaften, .eine Aufwerntung ihres Kapitals vorgenommen habe, zumal doch das Kapital der Alpinen durch die vorjährige Kapitalsverinehrwng eigentlich nicht Goldkronen darstelle. Für diese Uuterlaffarng sei der Grund ganz einfach. Nach den Statuten sind 5 Prozent des Reingetvinnes auf das dividendenbevechtigte Wtienkcvpital an die Mtionäre auszuzahlen. Würde das Kapital aufgowevtet, so müßten die Mtionäre viel höhere Dividenden bekommen. Das wollte Herr Stinnes nicht zulaissen. Es ist schon gut, wenn nur die Tantiemen, die ihm als Präsidenten zu geteilt werde::, sehr hoch sind. Das w a r hier der Zweck der ilebung. Es ist doch genug, wenn die Mtionäre dieses gewaltigen Unternehmens nur 4000 K. als Dividende erhalten. Dies entspricht zwar bei dem heutigen Kurswerte der Mien einer lächerlich geringen Vergütung von ettva einem halben Prozent, aber das macht nichts. Die Berg- und Hüttenwerks- Gesellschaft in der Cschccho-Slowakei, -die unter viel ungünstiigeren Verhältnissen arbeitete, hat 72 tschechische «.Kronen gezahlt. Die Dividende der Oesterreichischen Mpine, tyjc ein glänzendes Jahr hinter sich hat, trägt nicht einmal die Kosten für drei Tramwaykarten. Allerdings haben die Berg- und HüttenitverTe keinen Stinnes zunr Gönner. Wenn Herr Castiglioni behauptete, daß diese Dividende schon M und für sich die höchste in- Oesterreich sei, so hat er auf die Unikenntnis der Zuhörer gerechnet oder er hat wirklich keine Llhnung, daß eine Anzahl von österreichischen «Gesellschaften viel höhere Dividenden bezahlt hat. Dafür haben jene Gesellschaften nfcht so. hohe Tantimren ausgeworfen. -.V . Heftiger wurde die Dchatte bei der Besprechung des PmEtes 4 der DagesordnUllg, wo der An«irgg des V-er.wältun>gsrates aus Erhöhung des Aktienkapitales und auf Ermächtigung zur Festsetzung der BegeibunMrMitäten im eigenen Wirkungskreise besprochen wu^de. Bei der sich entwickelnden Debatte wurde Horm StirmeS ei« Bruch seines Versprechens vo-rgeworf-ea, da er im Vorjahre anläßlich der letzten Kapitälsvermehrung ausdrücklich erklärt hatte, keine weitere« Ka« pitalsvermehrungen vorzimehmen. Stinnes hat sein Wort glänzend gehalten. Er hat nicht nur Kapitalsvermehrungen brschließen lassen, sondern auch Milliardenkredite ausgenommen. Mit Recht wies ein Mtionär «in der Debatte darauf hin, daß es gar nicht notttvendig war, das GcMkapital der Alpinen mit Sowijetckronen zu vermischen, damit das Syndikat aus dieser Verwässerung große Gewinne einheimse. Ein solid geführtes «Unternehmen müsse feine Geschäftsfühvnng so orgaMsieren, daß es weder auf einen teueren Bankkredit, noch ans dn Verwässerung des Kapitals angewiesen sei. Es wurde auf das Beispiel der Vcitscher Magnesitiwerke verwiesen. Allerdings^ wenn Herr Stinnes damit noch andere Zwecke verbinden will, dann kann natürlich das Prinzip der seriösen Geschäftsführung nicht unbedingt Anwendung finden. Die Angriffe der Opposition waren so scharf, daß sich ein Aktionär sogar dazu verstieg, die neue Kapitalsvermehrun g und ihre Vergebung an ein Syndikat als eine» Raub a n den Aktionären zu bezeichnen. Der -Mtronä< Bunzel verwahrte sich entschieden dagegen, daß die Modalst «täten der Aktienvermehrung hinter den Kulissen festgesetzt werden. Er verlangt, daß alle Aktien den Mtionären zuge» wendet werden und daß 'der Bezugspreis ein solcher sei, daß dis Gesellschaft nicht geschädigt werde. Er schloß mit den Worten: ,Marten wir nicht den Krach ab, der sich jetzt mit allen BerwWerungs- und Stiünes-Methoden in Deutschland abspielt. Die österreichische Regierung rnuß da» gegen einschrerten!" Betont sei, daß die „Mener Morgenzeitung" als einzige Wiener Zeitlmg schon vor einiger, Zeit gegen diese Machst Nationen der Kapitalsvermchrung durch Stinnes und Konsorten aufgetreten ist. Der Werlaus der Generalversammlung hat uns in jeder Beziehung Recht gegeben. Wenn auch die 15 Aktionäre, die neben den zwei oppositionellen die Generalver. sammlrmg repräsentierten, den Vermehrungsbeschluß angenommen häberc, so ist dies noch lange kein Beweis, daß Herr Stinnes Recht hat. Man weiß, wer die' großen Stimmen- Pakete hinterlegt. ■ Im übrigen scheint auch die österreichische Regierung sehr deutlich van Herrn Stinnes äbzurücken. Wie nämlich Herr Castiglioni erklärte, hat die österreichische Regierung mcsdrüMch verlangt, daß bei «der neuen «Kapitalsvermehruug die Mtien dem österreichischen Kapital überlassen wer- 'den. Das ist ein deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl. Sie scheint mit Herrn Stinnes nichts mchr gemein haben zu wollen. An der Börse erhielt sich gestern hartnäckig das Gerücht, daß Stinnes nur deswegen die Kapitalsverrnehrung wünsche, um sich mit diesem Gelde, das zirka 900 Milliarden bctrageir dürste, die Verrichtungen, die er beim Ankaus der Kat Iowitzer Werke eiugegangen fei, zu decken. Er soll im Namen i der Kattowitzer Werke mit der Alpinen einen Kohlenlieserungsverträg auf zwanzig Jahve schließen und sich von der Alpinen dieses Geld, das durch die Kapitalsvermchrung hereinkomme, übergeben lassen. Ms Geriicht sei dies verzeichnet. Was an der Kapitalsnot des Herrn Stinnes wahr sei, läßt sich vorläufig nicht bMrteilen. Daß die Börse daran stark glaubte, beweist d< die-gestrige starke Bewegung in Alpinen. * Der offrZielle GeneralversanttttlrurgsÄerichL. In der unter Vorsitz dcs Vizopräsidenten Herrn Kamillo Castiglioni abgchaltenen ordentlichen Generalversammlung wurde der Rechnungsabschluß für das Jahr 1922 genchmigt und darüber die Entlastung erteilt. Bei -einem Bruttoerträgn-is des Berg- und Hüttenwesens von 301954,820.603 K. -(gegen 467,027.749 K. im Vorjahre) weist di'.> Bilanz nach Abzug von 35.616,198.662 K. für Zinsen, GeneMunkosten, Steuern und gesetzliche Beiträge für die Kranken-, Unfalls-, Jnvaliditäts- und Mersversicheru-ng sowie nach Abschreibung Vvn 67,400.616 K. (gegen 13,079M>4 K. im Vorjahre) einen Reingewinn von 4^871,221.414 K. (gegen 60,487.653 K. nn Vorjahre) aus; einschließlich des Gewiunvortrages per 5,481.093 K. stehen daher 4.876,702.-607 K. zur Verfügung. Es wurde beschlossen, die Dividende mit 4000 K. per Aktie gegen 100 K. im Vorjahre zu bemessen und sie ab 6. Juni 1923 zur Mtszahlung zu bringen. Die Geucralversam,mlung hat weiters -eine Evhöhrrng des Aktienkapitals auf 600 Millionen 'Kronen beschlossen. (Entgeltlich.) kauf 47,000.000 K. Silber: Einkauf 1)080.000 K-, Verkauf 1,460.000 K. pro KiloavanM. Goldlegierung: 14 Kargt pvo^ Gramm.24.220-$., 18 Karat 31.140 K. Silber 8004000 Seicfertn 1040 K. pro Gramm, M4000 Teile fei« 1170 K. Müuze«: 1 Srlberkrone 6600 K., 2 Kvonen 11.000 K., .6 Kronen 26.600 K-, 1 Si-lbergulden 15400 K., 2 Gulden 30.200 K.. 10 Kronen in Aold 131.100 K., 20 GoMronen 262.200 K., 100 GoMronen 1,311.000 K., 1 Dukaten 148.600 K. In Deutschland erfolgt der Ankauf von GM kür das . Reich «durch -die Reichsbank und Post Vo,n 4. d. ab bis auf weitereszu. 260.000 Mark für ein 20 Mark-Stück, 130.000 ' Mark für «ei« 10 Mark-Stück. Für aus ländische GoLdmünze« ‘"-Jt-^ -K. Dci- - silbermüNM erfolgt bis auf weiteres zum 5000fachen Betrag des Nennwertes. Die indische Nachfrage «ach Gold Meb mäßig. In New- Dork ging Gold im Werte von 16,316.000 Pfund ans London ein und 30,000.000 Goldmark aus Deutschland. In Silber blickb der MaM trüge. Obgleich Ware nicht herauskam, hatten die Preise die Neignng zu fallen, infolge Knappheit an^ Käufern. Die indischen Basare hielten sich re-, serviert, möglicher«we>ise wegen dev SchneMgkeit, mit der di« auf Grund der.Pittman-Me auÄgchührten Ankauf sich chrem Ende nähern. Der Kmrtineut war wieder Äbigeber, und Mina scheint darauf vorbereitet zu sein, Silber bei de« füngsten sich Ms dom Sstüsniveau evaelben'oen ' Gorchrit «

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