Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1546 (3.6.1923)
- Date
- 1923-06-03
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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ML 12 Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung Nr. 154«. TomistU. DL HÄllestello Dwistetten (Zuganig zur Hohen Wan-, Hewgottschnitzerhntte) mtix für den Personenverkehr wieder eröffnet. Keine Hunde in Schutzhäufer mitne-men. Da sich die Unsitte immer mehr einbürgert, Hunde aus Bergtouren mitzunchmon 'und mit ihnen in den Schutzhäuisern zu übernachten, sah sich die Sektion Wicnerwald des Ocsterrcichischen Touristenklubs, lim den daraus sich ergebenden llnzukömmlichketten vonzutbenglr, zu der Maßnahme genötigt, Personen, Ivelche Hunde bei sich haben, in ihren SchuMuiscrn keine Unterkunft nlchr zu gewähren. Me Schutzhütten im Kärntner Oberband. Das Hochftadelhaus in den „Unholden" bei Obevdrauburg wird ab 1.' Juli bÄvirtfchastct; ebenso die Karlsbader Hütte in den Lienzer Dolomiten und das Annaschutzlhaus am Ederplan. In der SaMoselhütte und Fctdnetthütte am Glangsee in der Krenzeckgrußpe werden ab IS. Juli einige Mitglieder der Alpen« vereinssektion ,-Stcinnelke" die Wirtschaft leiten. Aus den Vereinen. A-chduth. Heute Treffpunkt der Reserve, um einviertel k Uhr beim Konzerlsalon .Srigitta" zum Wettspiel gegen Hakadur 1 auf dem Rcnr.wager-Plah. Treffpuirbt der ersten DLannschast um, halb 4 Uhr beim Konzertsalon „Brigitta" zum Meisterschaftsspiel gegen Wr. Rafemsportfrennde auf dem Viktoria A-Matz. Hascht l ton. Diejenigen Mitglieder, die ihre rückständigen Beiträge bis 10. Juni nicht beglichen haben, werden aus der Mitgliederliste gestrichen. Jugend. Jungen, sportlustigen Leuten wird Gelegenheit geboten, einem neuen Verein bei.;utreten. Zuschriften erbeten an das Klubcafe, 6. Bcz.s Gumpendorferstraße 41. Klubabend jeden Donnerstag ab 7 Uhr. Sportbriefkasten. Moriah. Vereinsnachrichten müssen, uni nicht liegen zu bleiben, auf einem eigenen Blatt Papier geschrieben sein. HaschAton. Zuschrift verspätet eingelangt. A«tomobilirmm. Heute Sonntag: Riederberg - Rennen des D. ö. M. V. Mit Nachsicht der Autos. — Verminderte Zugkraft. — Wer wird siegen? , Gau; ohne Auto geht die Chose nicht! So glaubte man es wenigstens bislang, denn sowohl die Riederberg-Mennen vor 1914 als auch jene der Nachkriegsära fanden, von gang wenigen Ausnahmen abgesehen,, unter freundlicher Mitwirkung der Automobile statt, vom kleinen und kleinsten Auto angcsangei'. bis hinauf in die höchsten Werdekraft-Regiouen. Dem heutigen Sonntag nun bleibt es Vorbehalten, ad' oeulos tarn, wie wir hoffen wollen, 10.000 entzückten Besuchern emd Besucherinnen dmMtun, daß die Chose auch ohne Weiber — Pardon ohne Autos — geht, nur und ausschließlich von Moiorradeln bestritten, also von A bis Z auf die demokratische, die volkstümliche Rote gestimmt ist. Wer leben wird, wird fehen! Pflegt in ähnlichen Lagen der Franzose zu sagen. Ohne 'bei der Vorsehung in Kondition zu sein. (was, nebenher bemerkt, gar nutzt so -übel wäre), blicken wir diesem 1933er Riederberg-Rennen nrtt Nachsicht alles Vierrädrigen mit ziemlich ausgeprägtem Skeptizismus entgegen, so weit die propagcnü>istische. will sagen, fportwevbende Seite der Veranstaltung Mr Diskussion steht. Ein Rüderberg-Renuen ohne Autos — das scheint uns genau so, wie eins Nachtvorstellung ohne Möffingbett. Dke Würze fchlt, die Pikanterie, der Elöu. Es kann fa nichtsdestotrotz ganz anziehend werden (das Rennen nämlich, die Kammerspiele sind eher aussiehend), ein vollwertiges, hundertprozentiges Rennen, eines, -das auch die Herrn Pserdekrasr-Protzen. die Raffles, die alten und neuen Raichlinge. mit magischer Gewalt aus die Höhr des Riederberges und seiner Gullaschpreise zöge, ist es gewiß nicht. Wie ehedem, vor der Periode des I^elenausschwunges nämlich, der Mensch in den Augen unserer Backfische frühestens beim Leut- TRAUTMANNSDORFER FAHRZEUGGESELLSCHAFT DC IS Leichtmotorräder ¥\ C |J Leichtmotorrad s. lü. 1 u. 1»/, PS Af* d* n« Fahrgestell HUMBER MOTOR¬ RÄDER Die englische Weltmarke Konkurrenzlose Preise Generalvertretung: WIEN, V., WIEDNER HAUPTSTR. 91 Telephon Nr. 51-3-16 ELISABETH GARAGE Inhaber Otto Eozdas Tel. 38-8-24 Tel. 38-8-24 übernimmt die Reparatur sämtlicher Marken von Autos und Motorrädern. Erstklassig eingerichtete Werkstätten im eigenen Hause. Garage und Box. Einkauf, Verkauf, Tausch, kommissionsweiser Verkauf ohne Vorspesen, gibt Vorschüsse. Stets kauflustige Klientel vorhanden. Eigene Vulkanisieranstalt im Hause und autogene Schweissanlage. Ständiges Lager inu. ausländischer Pneus in allen Dimensionen. Autoöle u. Benzin, Tag- und Nachtverkehr. Reichhaltiges Lager von Autobestandteilen 1716 Wien,XIV,Huglg. 16 3. -Juni 1923 AUTO -BELEUCHTU NGSHAUS UND ZUBEHÖR ALLER ART RICHARD WEISS WIEN, I., Parkring 2 (Ecke Wollzeile) Tolephon Nr. 70-0-80. mm 983 Ständiges Lager von Lichtanlagen, Anlassern. Magneten, HB Zündkerzen. Scheinwerfern, u. aller einschlägigen Auto-Artikel. G O im Ausland das bestbewährte 4/14 PS Stadtn, Touren Kleinauto Erzeugnis der M^rkur-Flugzeuabau, Ges. m. b. H., Berlin, D. R, P. a. Prompt lieferbar durch die Ego-Autovertriebsgesellscbaftiür Oesterreich, Ges. m. b. 9., Wien, IV., Rainergasse 11 7518 Vertretung für Oberösterreich und Salzburg : Br. Franz Pisecky, Linz Schützenstrasse Nr. 5 4 . 3 X) WIEN, I., BOGNERGASSE 4. nant anfing, so beginnt er ln den MonoUen der neuen Gesellschaft erst bet vier Rädern. Das Auf-eigeneu-Ppeus-ftehen allem macht den Zeitgenossen noch nicht gesellschaftsfähig, es müssen partout deren viere sein, soll er auch wirWch mttzählen. Deutlicher gesagt: An allem, was da über Oesterreichs Straßenu.nd Gassenwevk aus zwei bis drei Rädern kraucht und fleucht, ist „man" total desinteressiert, das auch daun, wenn diese Kreucherei und Jlencherei unter Assistenz von Stoppuhren und für Silberpokale oder ähnliche Annehmlichkeiten geschieht. Mit der Anwesenheit der voruchmenWett, der oberen Zehwmrfend und noch weniger Automobilisten dürste es demzufolge bei dem heutigen Riederberg-Rlennen Essig tverden, die Motorradloute indes, die Kiebitze. Adabeis, Wunfchmotvzy'klisten, Kraftfahrer in spe vingeschloissen, werden, wie immer, so auch heuer den Kurs an feinen interessantesten Stellen flankieren, sich insbesondere in der Aussichtskurvengalerie ansiedeln, fust dort, wo man -das motorvadrennliche Geschahen von ,Mll zu Kall" gleichsam in seinen „Mnstnvz'beweguingen mit nacktmn Augenpaar verfolgen kann. Hoffen wir, daß das .„halb sank er hin, halb flog er hin", ein unvermeidlicher Zubehörteil jeglichen Zickzack- Rennens (nota bene über Haarnadelkurven) in möglichst glmnpfkliche Art .und Weife erfolgen möge, im sympathischen Gegensatz zu der >P. T. Premiere nicht so ganz unblutigen Angedenkens. Heber die Nennungsbilanz (der zweite Schluß brachte 67 Anmeldungen) gchen die Meinungen fach- sowie schwachverständigenorts ziemlich wett auseinander. Die einen sind voll des Lobes über den Grad der Beteiligung, andere Stimmen hinwieder verweisen auf die gottesfürchterliche Heimsuchung o du mein Oesterreichs durch' Motorradvertretungen, General-, Sub- und Ganzfubvertvetungen aller Art, an der gemessen die vorhandene Starterl'iste mehr als bescheidene Dimensionen oufzeige. Wie bei so vielen Dingen auf dieser Welt, dürfte die Wahrheit auch hier so ziemlich mittewegs zu suchen sein: Das aktive Interesse am Niederberg-Rennen ist so übel'nicht, aber es lKtte besser sein mögen. Und zweifellos, es wäre besser gewesen, wenn die diversen Klubs und Klübchen ihren an sich erfreulichen Tatendrang nur eignigermaßen mit dem Gegenwartszuftand der motorsportlichen Dinge in EiMang zu bringen vermöchten. Wir sind mm einmal arm. wir Oosterveicher im allgemeinen und Wiener im besonderen, nein, wir sind noch ärmer, und wenn wir uns schon den ExtremluMs eines zweirädrigen Privatexpreß genehmigen, bedeutet das 'beileibe nicht, daß wir uns dazu bereit gefunden hätten, zum Gvatispläsier eines gewiß verehrungswürdigen PMikos sonnuüd festtägliche MotorbafaWis ähzugeben, indem wir die so bar als nur möglich erstandenen ^Maschinen ohne zwingenden Grund über jede dahergelaufene Bergstraße sagen, bis dem lieben Motor mtt Respekt zu sagen, die Zunge zum Zylinderhalse' heraushängt. Sicherlich, der Sportidvalismus Mtt m den schätzenswertesten Erfindungen der Neu- und Altzeit, aber so viel SpovtideMsmus der Brieftasche, als erforderlich ist, beim diesjährigen RennrmnmÄ von A bis Z. d. h. vom «Jänner bis LMober, mitWhätten, findet sich nicht so bM — auch nicht unter Motorvadfexen. So kam es, wie es kommen mußte: Das 1933er Ri-rderberg-Mseting trägt, unbeschadet seiner 67 Mtttvirlenden. ganz unverkennbare Merkmale der Rennmüdigjkett an sich, ein Zustand, der, so beklagenswert er scheinen mag. für das nöck) dickere Ende dieser Sportfaison in Permanenz bleiben dürste. Gerade diese akute Gefcchr ist es, die den obersten Rennbetviebsräten in Oesterreichs Benzmsport den Gedanken ventilieren lassen sollte, ob es nicht opportun wäre, mit der Auto- und CycleoarfsmAichkeit m brechen und. wo immer es angeht, die Vierrädrigen, zumindest der schwächeren iKalkber, die gefällige Miwirkung <zu gestatten. Wenn schon das ewige Schlagwort (auch so oines. das rvicht zu erschlagen ist) von der ,Mrbessovung der Rage" zur BeweiWhw»g für Lche fätömfa rechttgung auch der LlliputkonkurreMn herarrgszogen wecket soll, möchten wir denn doch die Krage austvevsen, was dringe sicher, was prolsitabler ist: Die Rassenverbefserrmg von Motorrädern, die in England. Dontschland, Italien oder sonstwo ln Guropa und umliegenden Ortschaften das trübe Weltenlicht erblickeir oder aber die Werbosferunig der Rasse von Kleiwautos, Volkswagen und GBeoars, in der Wieuerstadt zu Hause, dort, wo die vorletzten Häuser stehen? Wer wird siegen? Die chancenrcichsten Bewerber sind: Hilfsmotoren bis 100 Aubikzentimeter: Tlustro-Motoretde. Hilfsmotoren von 101 bis 135 IKubikzentinleter: Pttch vor Austto-.Motorette und Persch. Hilfsmotoren von IW bis 160 Kubikzentimeter: Puch vor D> K. W. , . _ Motorräder «bis 160 Kübikzerttrmeter: D. K. W. Motorräder bis 260 Kubikzentim>eter: 8-cw-Impeviäl. Motorräder bis 360 Kubikzentimeter: Sunbeam vor Garelli. Atotorräder von 351 bis 600 Kubikzentimer: Snnboam. Motorräder bis 760 Ktlbik^entimeter: Sunbeam vor Humler. „ , Ä ihilä mnn frWVY* ATrtrtßlVl Davidson.. Motorräder mit Beiwagen bis 1000 Knbi^entimeiter: Harly Davidson. Steyr in Vergangenheit nnd Gegenwart. Dipl. Ing. Arnold Freiherr v. Schmidt, Divekbov» Stellvertreter der Ocstorreichischen^ Wafstnfabriksgesellschast in Stehr. hat vergangenen Sonntag den 27. Mai im Westsaale des Technischen Museums einen Vortrag mtt LlichMldem über di» Entwicklung der Stadt Steyr selbst, wie inslbesondeve jene der Oesberreichischen Waffenfabrik gehalten, welche, wie bekannt, seit Mitte des vergangenen Jahrhrmderts aulf dem gamen Werdegang dieses hochinteressanten obeMterreichkschen Städtchens eine entscheidende Wirkung übte. Der Vortragende führte seine Mlireächeu Zuschauer arz Hand instruktiver Wilder durch den größten Saal der Fobvik. Er zeigte erst eine Gesamtansicht des Werkes und eine Ansicht des Verwaltungsgäbändes mtt dem Haupieingang. Durch diesen -gelangt man in den Hos, der durch Räumlachketten der Werksdivektton. des Kasinogobaudes und der wichtigsten Bureaus eingerahmt ist. Im Kasinogebäude >befinden sich auch die Speiseräumr für die Arbeiterschaft und das Schwimmbad, beides Wolilfahrtseinrichtun'gen von nmstergWiger Einrichtung. Von hier aus Mrt die sfäbriksstraße mchreve Kvlometer lang zu den Werlstätte nge'bäuden. in erster Reche m der gewaltigen Kra ftkzeutrale der ^abvik, wo mtt neuen Stevbrohrwaf^ kosiseln von 480 Quadratmeter Heizfläche der erforderliche Dampf MM Betriebe der Dampfßentrale erzMgt wird. Diese enthätt vier Dampfturbinen mit ungchähr 12.oog iPfevdökräste Gesamtleistung. Im Gegensatz zu anderen europäischen AutomobHabrÄnr, die die Gußstücke, Schmiedestücke. Preßteile, Armaturen, Kugellager größtenteils von den 'betreffenlden SpezialiMdnstrreen beziehen, hat sich die Waffensalbvik von allem Anfang an auf den Standpunkt gestellt, die erwähnten Bestaudtoile selbst M erzeugen. dies vor allem deshalb, um sich von Unterlieferanten unabhängig zu machen und ein rascheres TtttpassumgsvchM'öM an die fewerligerl' Marktverhältniffe zu gewährleisten^ * Stehr ist als -JndnsttiMntrum an sich ein Skuck Geschichte. Wie der Vortragende arrslsnhrte, gibt es Geschichtsquellen. die zu berichten wissen, daß schon in der Zstt des römischen Kaiserreiches in Stehr vorzirgLiches Eisen geschmolzen wurde. Andere spätere Chronisten wissen Posibive Daten aus dem achten Jahrhundert anzufühven, die beweisen, -daß damals schon in Stehr Bergwerks- und Schmelzereibetriebe.bestanden haben. Wie sich aus diesen 'Uranfängen heraus über den genialen Waffenfabrikanten Josef Werndl und die „große Reil" des Weltkrieges eine der größten Antomobiilfabriken heransentwickel't hat — all das schilderte Herr Drveiktor-Stellvertreter Freiherr v. Schmidt innerhalb seines einstündigen Vortrages in anschaulich-,gemeinverskändliicheL Weife, und der lebhafte Beifall, der ihm am Schlüsse seiner AnWHvungen gezollt Mrrde, beweist, daß auch in Kreisen der Nichtautomobilisten, die fa das Gros der ZwschaMrschaft stellten, für das Ernst und Jetzt zur Oestorreichischen Waffenfäbvik wettgchendes Interesse waltet. , » 8/l2I»8 kER80^ER- U. LIEFERüNGSWAGrEN KONKURRENZLOS billig im Betriebe VERBLÜFFEND in Leistung und Lebensdauer ÜBERZEUGEN SIE SICH DANN URTEILEN SIE „BAGRA“ BAÜMGARTEN & GRADL ZENTRALE! L, KARLSPLATZ-VERKAUFSHALLEN FERNRUF 61281, Klapp"« 23 GARAGE: X.. TRIESTERSTRASSE NR. 73 FERNRUF 60-3-8« Alois MSe> Qoaollsohaft m. b. H. 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