Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1543 (31.5.1923)
- Date
- 1923-05-31
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Ä Mett, Donnerstag Wiener Morgenzeitung. da er kein Theater hatte'uich aus Mangel an Darstellern, m SnltlSmn de, Mischen Aeoter, ES sind jetzt gevade sÄnfgig Jchre, seit das jüdische Heater b^ründet wurde; sein Gründer war — was allgemein bekannt ist — Mvcham Goldfaden; weniger bekannt ist, daß der erste Wische Schauspieler Israel Gradier war, der die erste WÄsche theatralische Aufführung zu , Odessa veranstaltete, und daß -das Zusammentreffen Goldfadens mit Gradner -er.« Anlaß zur Gründung des ersten 'Wischen Theaterimt-ernchrnens Lot. Gradner/ der aus /Litauen stammte un!d Arbeiter in der Zigarettenfabrik in Wilna gewesen war Md deshalb den Spitznamen ,-Srulik Pwpirosnik" führte, war im Anfang der siebziger Jahre des porigen Jahrhunderts einer der bekam.telsten jüdischen Liedersänger. Er trat, wie die Übrigen sogenannten ,Mrodyer Sänger", die «damÄls sehr begannt waren, in Schenken und Weinstuben auf; mit seinem Vorzugeiner schönen Tenorstimme verband er eine' in seiner Zunft ungewöhnliche und dem Publikum noch wenig bekannte vortreffliche mimische AusdruckSfähigreit. Diese Begabung wollte Gradner benützen, um aus der Sphäre der Woinstubensänger hinauszUkommen, in der er sich mit dem den niedrigsten Ständen angchörerden Publikum, wie es in der Natur der Sache lag, gemein machen mußte/ Er veranstaltete daher im April 1878 das erste Konzert in Wischer Sprache auf einer richtigen Bühne in Odessa, mit Dekorationen und szenischen Darbietungen im Kostüm. Außer Gradner. spielten — als die ersten Wischen Schauspieler — damals Sucher Goldstein, Selig Mogulescu und Leiser Zuckermann, die früher Chorsänger in Bukarest gewesen waren. Als die ersten Frauen auf der jüdischen Bühne traten damals Rosa Fri.edmann und Sophie Goldst ei n aus; ihnen gesellte sich ■ später Sophie Carp hinzu. Der erste-Souffleur war Rüden Weißmann, der jetzt zum fünfzigjährigen Jubiläum des jüdischen Theaters-in einer diesem Anlaß gewidmeten, in New-AorT erschienenen Festschrift, „Jüdisches Theater", Erinnerungen an Gradner veröffentlicht hat. Der Geschästsunternchmer dieser ersten öffentlichen theatralischen Aufführung in Wischer Sprache war Josef Edelstein (jetzt Eigentümer des von dem be^ rr'churten Wischer.! Schauspieler David Keßler begründeten Second Avenue--WheLters in New-Aork). GMfadenS erstes Zusammentreffen mit Gradner fand im Jahre 1876 statt. Damals gab Goldfäden in der Bukowina vir.« Wische Zeitung, „Drckawinaer israelitisches BoWsblatt", hermS, der jedoch kein langes .Leben beschieden war. Auf Ein« ladurvg eines seiner Abonr.-enten, eines Sozialisten namenS Libersky, fuhr ex nach Jassy, um dort sein Zeitungsunter'! nehmen mit Liberskys HAfe weiterzuführen. Gradner sang damals in Jassy in der Gartenschenke des Simon .Mark und hatte dort auch eine Bühne für seine gelegentlichen theatralischen und Konzertau fführnngeu eingerichtet. - In seinem Repertoire hatte er auch einige Lieder Goldfadens, diesehr populär waren. GoLfaden kam, um ihn zu hören, und erkannte in Gvadners szenischen und mimischen Darbietungen gleich sein Talent. Die Bekanntschaft, die beide Männer damals schlossen, wurde bald eine innige, und Go,Waden schlug Gratdner vor, ganz zur Schauspielerei Mevzugehen. Die Gelegenheit dctzu ergab sich bald. Goldfaden hatte eine Komödie geschrieben mit dem Titel „Tante Sosje", die er jedoch, nicht hatte aufführen können. Mit Gradner und dessen Kollegen, die bereits oben genannt wurden, wollte er es wagen; er fügte einige Cotchlets Md Lieder in das Stück ein und ging vor allem mit der Schauspielergesellschaft an das Einstudieren des gesanglichen Teiles. Den Sprechtext, dessen . Niederschrift Goldfaden nicht zur Hand hätte, 'gab er den Schauspjelern nur im Umriß der Handlung bekannt und ließ ihnen auf diesem Gebiet völlige „Redefreiheit". Die erste Aufführung dieses Zweiakters fand im Juni 1876 in Jassy statt. Der Erfolg.war so groß, daß Goldfaden es wagen konnte, die Schauspielergesellschaft für eine Tournee zu verpflichten. In Bötosani War bereits ein Theatersaal für die Vorstellungen gemietet; da brach der russisch-türkische Krieg aus. Rumänien traf Kriegsvorbereitungen. Vom Theaterspiöl war keine Rede, Goldfaden lag mit seiner „Gesellschaft" auf einem Dachboden versteckt, und dort Wurde, als der Text der ,/Tante Sosje" sich gefunden hatte, das Originalstück geprobt. Aber die Aufführung kam nicht zustande, da das Stück fünf Frauenrollen hatte, die nicht besetzt werden konnten. Da verfiel Goldfäden auf die Idee, ein aktuelles Singspiel unter dem Titel „Die Rekruten" zu schreiben. Die Niederschrift geschah auch auf dem Dachboden. Gradner leitete die Proben yn selben Raume. Dieses Stück wagte Goldfaden trotz Krieg und Kriegsgefahr aufzuführen. Als Statisten verwendete er — wirtliche Soldaten auf der Bühne. Das Stück schlug ein, uüd nun begann damit die „Tournee" durch die rumänischen Städtchen,'bis die Gesellschaft nach Bukarest kam. Dort wurde das „Ensemble" komplettiert. Der später sehr bekannte Schauspieler S i I b e r m a n r-, auch Chorsänger, trat der Schauspieltruppe bei; kurze Zeit gehörte ihr auch ein gewisser Din mann an, der aber wegen ständigen Lampenfiebers die Bühne bald verließ und später Kantor in Wien' wurde. Die Ergänzung der Truppe durch weibliche Kräfte war angesichts der sozialen Vorurteile in der Wischen Masse gegen das Schauspielerwesen schr schwierig; daher mußten Frauenrollen oft von den männlichen Mitgliedern der. Goldfaden-Dvuppe gegeben werden. In den ersten Aufführungen von Goldfadens „Großmutter und Enkelin" spielte Gradner die Großmutter und Mogulescu, der später so berühmt gewordene Komiker, die Enkelin. Als Goldfader.- für Mogulescu seine . Komödie „S chmendrjk" schrieb und ihm die Hauptrolle zuwies, fühlte sich Gradner verraten und gekränkt.-Er. verließ Goldfaden, ging nach Jassy und gründete, dort ein eigenes Dheaterunternehmen. Er fristete als eigener Theateruuternchmer sein Dasein,- ohne große Erfolge ernten zu könnet-, und ist verhältnismäßig jung gestorben. Zahresfitzimg der Akademie der WiffeMaften. Gestern fand im Festfaalder alten Universität in herkörnlich festlicher Weise die Jahressitzung der Akademie der Wissenschaften in Wien statt, zu der sich auch der Bundesprasident Dr. Harnisch, .Bundeskanzler Dr. Seipel, Vertreter der Unterrichtsbehörden, die Rektor ender Wiener Hochschulen und viele andere eingefunden hatten. Nach der Begrüßungsansprache des Präsidenten der Akademie Hofrät Professor Oswald Redlich, welcher auf die Bedeutug der Arbeit der Akademie hinwfts, berichtete Generalsekretär Professor Becke über die Wirksamkeit der Ge^ famtakademie und der mathemaüsch-naturwissenschafüichen 31. Mai 1988 " KM«, v I - ... .... ■ - ... ——. Klasse. Er erörterte die Phonograph-Kommifftott, die LA mathemattsch-natmwissenschastlichen Klaffe angegliedertt Forschungsinstitute, das Institut der Raoiumsorschmm rrv -die Biologische Versuchsanstalt und gab die zugewachjene neuen Wdmungen bekannt, die große Schenmng des Kor fuls a. D. Erwin Z a ch (Schangay, das Legat K. SD' Pöck n. a. Ferner teilte der Generalsekretär mit, die Akal demie habe einen Preis von einer Million M a r^ ausgeschrieben für das Thema: „Fiktiven in der Math« maE Schlußtermin Ende 1925. Die Preissumme widt mete die „Gesellschaft der Freunde der Philosophie" i< in H all e, Sekretär Prof. Rademacher der philosa phisch-historischen Klasse berichtete sodann über den Fort; gang der Druckarbeiten in seiner Klasse. Hierauf wurde bV Zuerkennung der Preise verkündet: Der Ignaz Lieber P r eis für Chemie wurde dem Professor an der Technik Dr. Otto Fürikfür seine Arbeit „Ueber Tryptophan" zu. erkannt; der Haitinger- Preis, wurde zur Hälft dem Professor an der Technik Dr. Franz Aigner für sei» Werk „Die Unterwasserschalltechnik", zum anderen den Universitätsdozenten Dr. Adolf S m e k a l> (Wien) für feint Untersuchungen über Röntgen-Spektren zuerkannt. Sv dann hielt das Mitglied der Akademie Prof. Felix E # ner einen beifällig aufgenommenen Vortrag „Ueber ci* Bewegungsprinzip in der Natur". Die Generalversammlung des Veth-F?rM. Man schreibt uns: Das gefertigte Komitee beehrt sich' vor das Forum der Generalversammlung des Vereint Beth-Jsrael (Polnische Schule),- welche am Sonntag der 3. Juni l. I. stattfindet, zu treten, um eine zeitgemäß» Ausgestaltung des Vereins anzustreben und legt zu diesen Behufe folgendes in zwei kurzen Sätzen zusammengefaßter Programm vor: 1. Ausbau des Beth-Jsrael zur Erfassung und Samm lung aller in Wien lebenden Ostjuden durch unbeschränkt Aufnahme von Mitgliedern — sofern gegen die persömw, Integrität des Aufzunehmenden nichts vorliegt —, um s» die Schaffung einer Organisation der Ostjuden zu bewert« stelligem - 2. Ausgestaltung und Erweiterung seiner, Ziele uns Zwecke, nicht nur auf religiösem, sondern auch auf soziä lem und kulturellem Gebiete, damit dieser Verein zu den werde, was ihm ziemt, zum Vertretungskörper der untc» seiner Flagge segelnden ostjüdischen Organisation, alt deren Erzieher und Fürsprecher nach jeder Richtung hin nach Innen und Außen. In dem gegebenen scheinbar engen Rahmen ist Raun genug in dem neu zu schaffenden Statut, nebst der Erhob tung eines Bethanses die Betätigung von anderen religio sw Bedürfnissen und Einrichtungen, wie Krankenpfleg» und Krankenunterstützung, Kohlen- und Mazzothverteiluug Witwen- und Waisenfürsorge, aufzunehmen, ferner die En Öffnung eines hebräischen Sprachkutses und eines solcher in jüdischer Geschichte^ sowie einer Bibelschule und dergler. chen zu ermöglichen..Auch die Forderung des Wahlrechts für ostjüdische Kultussteuerzahler kann im Statut ftstgeleg. - werden. Um diesem Programm-zum Durchbruch zu ve;> helfen, sind willige und fähige Männer nötig. Als solch? haben wir aus den Reihen der Mitglieder die bestbewähr.' testen drei Herren herausgeholt und empfehlen sie der ges Wohlfeile Woche! 'Regenmäntel . » K 125.0001 Lefnenwaren, Wasch waren, f Stgfffe, Wäsche - sehr billig ■ Waren- F Schiffmann II., TsborstraSe 4? Telephon 47-1-76 En gros En delai! Fm Fulularid. Von Perez Hirschbein.*) goldm verspätete reife Apfelsinen, schattige Mandelbäume Liegen sich im Mnd und rötlich leuchtet der Kaffernbaum. Mit heißem, leidenschaftlichem Atem streckt sich der tzodcn der halbtropischen Sonne entgegen, welche aus ihm Leben lockt. Ein afrikanischer Tag. Dev Weg windet sich bergauf und -bergab durch ZuckerwhvfÄder. Dicht und fett sprießen.die Zuckerrohre aus der Erde hervor mit grünen Lanzettblcittern, manche anderthalb Mann hoch. Die Luft ist voll Süßigkeit, einer drückenden, einschläfernden Sützigkeil. Zur Rechten blinkt am Horizont der Indische Ozean .und verschwimmt, mit dem bleichen, nebligen Himmel. Auch hier ist einmal Zululand gewesen. Groß und weit war einst bas Reich des weiten Zulnstammes. Aber Schritt auf Schritt entglitt!ba§ Land senken Händen. Jetzt heißt es'im'Silben bis zum Tugelafluß Nütal. Erst die Engländer, dann die Buren, dann wieder die Engländer — sie alle haben die Koffern aus dem fruchtbaren Natal .vertrieben und mit sanften oder gewaltsamen Mitteln das -Land.der Kaffernfürsten an sich gezogen. Der Boden ist hier mit freigiebiger Hand verteilt. Einzelne Personen verfügen über ungeheure Landstrecken. Ihre Arbeiter in den Zuckerplantagen sind kleine Hindus der niedrigsten Klasse, fast schwarzhäutig, aber mit glattem, dichtem Haar und schmalen Gesichtszügen. Ihre Hütten vernnzi-eren die Gegeüd. Es sind rostrote MWisten aus Blech, nicht Hauser, darin Frauen und Kinder wie Unkraut wuchern und wie wildes Gras eintrocknen. Hie und da arbeitet auch auf den Plantagen ein Kaffer mit faulen 'Bewegungen und hilft dem Wachstum des Zuckerrohres nach.. Ich weiß nicht, ob die Gegend hier so saftiges Grün hätte, wären nicht die Hindus da, welche von der Lust .statt von Brot, und Reis leben und wie die Lastpferde arbeiten. ' Da und dort erhebt sich ein Herrenhaus, fast ein 'Paläst, der Reichtmu verrät und Herrschaft. Orangenbäume blühen dort, und zwischen den Blättern leuchten *) Aus einegt Tagebuch der südafrikanischen Reise des Dichters. — “ Wenn der Mittag naht, wird die Luft noch wärmer. Da und dort rauchen Zuckerrohre. Das Feld ist schwarz. Das war ein Brand. 'Vom Unkraut verwilderte Felder sind in Brand gesteckt worden und die FeueMngen winken dem Winde, daß er ihnen helfe. Ms dem Räuch erheben sich große Heuschrecken mit purpurnen Flügeln; durch das offene Fenster des Eisenbahnwaggons schwirrt ome hevvin und schlägt wie ein Stein an mein Gesicht. Afrika versteht es, seine 'Insekten zu kleiden. In den vorderen Wagen des Zuges drängen sich wie in VogeWfigen Neger. Sie dürfen nicht mit den Weißen zusammen fahren. Nun wandern sie aus der Stadt und von den fremden Feldern in ihre Heimat, ins Zululand. Die Männer schwitzen in den warmen Mnterkleidern, welche sie in der Stadt gekauft haben; ihr ganzes Vermögen haben sie allgezogen. Sie sitzen da in engen Schuhen, engem, fteifem Kragen, mit Wollftveatevn unter ein.em schweren Mantel, in warme Wollschals gewickelt. Mitten unter ihnen halbnackte Mädchen, den Leib mit Oel gosälbt. Eine solche Ruhe und Anftändigksit würde sicher in keinem Eisenbahnwaggon herrschen, in dem weiße Männer zusamnun mit Frauen säßen, deren Leib bis zu den Hüften nackt ist. Wenn der Zug hält, hevscht Gedränge um-die Kaffornwagen. Immer neue Passagiere kommen hinzu. Mütter mit Kindern auf den Schultern, schwere Bündel , auf dem .Kopfe. Die Männer an der- Seite der Frauen sind gemächlich faul. Das schwere Bündel muß den Kopf der Frauen drücken. Der Aiann spürt schon den Wind, der -aus dein Hemratlande weht, jenseits des reißenden Flulffes, und fein ganzes Wesen wird von SefbscheMchkeit erfüllt, er fühlt sich erhaben an der Seite seiner Frau. Gute Freunde und Freundinnen kommen, von den Zuckerrohrfeldern her mit langen, süßen Rohren; sie reichen sie den Passagieren in die ’ überfüllten Wagen. Wortlos werden die Geschenke angenommen,, schweigend die Mensel zerbvoßM und verteilt, vergnüglich der süße Saft aus dem Rchr gesogen. Ein Mädchen hält sich die Seiten vor Lachen, daß ihr die nackten Hüsten zu platzen drohen: -ein junger Kcffser hat sich großstädtisch gekleidet, in Frack mit weißer Weste, schmalen, gestreiften Hosen und Schuhen, die so eng sind, daß er kaum gehen kann. Er schwitzt fürchterlich und ist dabei totevnst. Philosophisch ernst.. Das reizt das Mädchen zu hellem Lachen. Ihr 'ganzer Bronzeleib badet sich im Lachen. Aber bald fällt ihr ein, daß es dumm fei, zu lachen und, das Zuckerrohr im Munde, betrachtet sie mit kindischem Ernst den Gecken; tvaMig blickt sie ihm nach, wie er in einem der engen Wagen verschwindet. Der weiße Mann tritt hier mit doppelt schwerem Schritt auf. Er tritt der Erde ins Antlitz und will, daß seine Tritte eiwn tiefen Abdruck hinterlassen. Mt dem Ellenbogen und dem Blick stößt er den Kaffer weg und schaut mit umnebetten Auge auf das Krffevmnädchen. Dicke Mohammedaner mit wtenr Fes auf dem Kopfe sitzen auf.dem Perron der Bahnhöfe und bieten Orange::, Bananen und Ananas feil. Die roten Fesse sind hier so .-überflüssig wie die billige Ware, welche einige von ihnen den Kaffernfmuen unter den Mandelbäumen verkaufen. . Der Tugelafluß. Wie alle übrigen Msse in Süd-' afrika — hche Ufer, ein breites Bett und den größten Teil des Jahres wenig Wasser. An der Stelle aber, der sich unser Zug nähert, macht der Fluß eine Krümmung, jagt über spitze Felsen und bildet einen Wasserfall; das Ge- , rausch des Wassers, tönt schon lange, che man die Schwelle des Zululündes überschreitet. Sowie her Tugelafluß überschritten ist und wir ins Zrtluland kommen, verschwindet allmählich das Kennzeichen der weißen Herrschaft und zugleich damit verschwindet die Saftigkeit, welche durch die Zuckerrohre aus der Erde kmnntt. Mit einem Male hat Gottes Gnade die Mutter Erde verlassen. Ihre Brüste sind verdorrt, vom Wind ausgesogen. Wenig geackertes, noch weniger besätes Feld. Ein linder Wind haucht entgegen und trägt Trauer auf den Flügeln. Die Erde ist hüglig, bauchig, knochig und' krumm. Ihre Konturen macht gelblich-grünes WmdoraZ welcbür- Do und. dort armrt «v. Rl«ck<w! : Msswm