Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-05-29 · Heft 1541 (29.5.1923) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1541 (29.5.1923)
Date
1923-05-29
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980622--14909-3001687
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

«-.«« Sie», Nt-nStag 1 svvidas auf dem NÄv-Dorker Platz wurden neueGch große MaMvettgem MSgÜbodsn, welche eins neuerliche Senkung veruvfachtek Aach in Zürich ist die Devise Berlin <mf 0.0099 gefurckev. Hervorhebimg verdiente die , starke Steigemng von Sofia vcm ö auf 6^5. In Bevvin stieg der Dollar von BGMlflO <nwlf 61.096,86, das Pfund von 886.606,65 auf 386/788,'36. Ebenso stiegen ääch sämtliche anderen Devisen. Die Kdrvfe im gestrigen Wiener Clearing Lauiboten: ßlearlngknrse der Osterreicblscben Nationalbank vom 38. Mai 1928. Devisen (Scfiecks und Aus- Zahlungen) Amsterdam 1,1 holl. Ckthtea » Agram l Jug, Kronen » .. » Belgrad 1 Dinar ...... Berlin 1 deutsche Reichsmark » Brüssel 1 belgische Francs , , Budapest 1 ungarische Kronen , Bukarest 1 Le! ....... Chrlstlanla 1 norweg. Kronen , Kopenhagen 1 dänische Kronor , London l Pfund Sterling . . . Madrid 1 Pesetas Mailand 1 Lire ....... New York 1 Dollar. » . » » . Paris 1 Francs. Prag 1 tschecho-slow. Kronen » Sofia 1 Lewa ....... Stockholm l schwedlacheKronor . Warschau 1 polnische Mark . . Zürich l schweizerische Francs , Noten •merikan. Noten v*5 Dollar anlw, -» » kleinere » . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva , ■ * » ■ * ■ » » kleinere. , , Dänische Noten 100 Kroner , , Deutsche Noten zu 1000 Mark » , » » » M00 nt. „ n v kleinere.... Engl, Noten von 5 Llvrest, atrfw, » » kleinere. Französische Noten 100 Francs Holländische Noten 100 Gulden , Italienische Noten v. 100 Lire aufw, Jugosi, Notenunge&t.zu 1000 Dinar » n a n 100 , « . * kleinere .1 , Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten r, 500 Mark autw, . » kleinere.... RumänlscheNoten zu1000 u. 500Lei » . kleinere ... Russ,'Noten<Ronan,Vzu 500 Rubel ■ a m '» 100 a an» kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . , Tschecho-slow, Not, v.1000 aufw, a a kleinere . UngajvNdtenfneue Em.) zulOOOKr, .-zu 1,0.000 Kr, , , , «- . khfaere . . . . . % «•>■> '•4 27750— 6 747.- 8 747— 8 1.07 '4*1, 4019— 8 J2.75 6 334— 5 11185— 8 13085.-, 3 327780.- 5V, 10685.- 6 3406— 4 70985— 5 4674.— 5 2119— 7Vi 721.- 4*/j 18730.— 8 1.25 3 12775— Kurs vom 25. Mal Ware ' Qcld Ware 27850,- 27730— 749,- 749— 1,13 4031— 12,85 747— 747— 1.29 4019— 13.15 379.- U2l5— 11085.- 13115.- 13135.— 32830C,—327900.— 10715,- 10685- 3414.- 3416.- 71135.- 70985— 4686— 4674.— 2125_2121 — 726.- 614— 18770— 18780— 1.31 1.31 12805.- 12785— 27830— 749— 749— 1.35 4031— 13,25 381— 11115— 13165— 328500— 10715— 3424— 71135— 4686— 2127.— 616.— 18820— 1.37 12815— 79650— 70950— 7C650— 70950— 70550— 70850— 70550— 70850— 3960— 3900— 3960— 3090— 703— 707— 593— 597— 6N— 687— 573!- 577!- 12940— 13000— 12930— 13040— LOS 1,20 1.28 1,40 326000— 3270O0’— 326200— 327200— 325800— 926800— 326000— 327000— 4615— 4645— 4615— 4645— 27600— 2780O— 27580— 27780— 3372.30 3387.50 3382.50 3397,50 3352,50 3367,50 3362.50 3377.50 738— 742— 738— 742— 728!- 732!- 7W— 732!- 11050— 11110— 10960— 11020— 1.10 1.22 1.16 1.28 1.05 1.17 1.11 1.23 389— 391— 384— 386— 369— 371— 364— 366— —— —r— —— 1B520— 18600— 18570— I865ö!- 12680— 12740— 12690— 12750— 10560— 10620— 10560— 10620— 2100— 2112— 2104— 2114— 2097— 2107— 2099— 2109— 16.70 10.90 10.70 10.90 ioTes S0Ü5 lo!s5 w!ss Me WkttfchaftslierWtnW der Bereinigte« Staate«. Aus Netv-Aork wird uns geschrieben: Die Entwicklung der Bereinigten Staaten befindet sich weiter'in aufsteigender Lime. Der Wiederaufbau nach deyr Kriege ist hier rascher und gründlicher als in Europa erfolgt, weil infolge der verbesserten Arbeitsmethoden jeder einzelne Arbeiter mehr leistete. Es wurde berechnet, daß die Arbeitskapatzität des einzelnen Arbeiters in den letzten zehn Jahren um 16 Prozent zugenommen hat, so daß gegenwärtig hier für dieselbe Produktion zwei Millionen Menschen weniger notwendig sind als vor zehn Jahren. Der Minister H o o v e r schrieb dies dein Umstande zu, daß man jetzt in Amerika von einer Verschwendung von Arbeitskraft und Rohmaterialien nicht mehr sprechen kann. Dieser Umstand verhindert aber nicht, daß-gewisse Industrien aus Mangel an Arbeitskräften nicht mit voller Kapazität arbeiten konnten. Ursache hierfür ist die Drossse lnng «der Einwanderung durch die EiBvandemngsgesetze. Die Arbeiter Amerikas sind wohl damit zufrieden, andererseits sind gewisse reaktionäre Elemente an dieser Einwanderungsbeschränkung interessiert, um nicht durch europäische Arbeiter revolutionären Geist nach Amerika einführen zu lassen. Es herrscht jetzt ein Wettbewerb der einzelnen Industrien um die imnier spärlicher werdenden Arbeitskräfte. Die Stahlfabriken mußten deswegen, um mehr Arbeiter —-gpzulocken, ihre Löhne um 11 Prozent erhöhen. Dies bewirkte natürlich eine Erhöhung der Stahlpreise. Dieser Kampf um die Arbeitskräfte hat bereits . ttf vier anderen Gruppen eine spontane Erhöhung der Löhne seitens der Arbeitgeber hervorgerufen. Die erste Erhöhung erfolgte in der Wollindustrie, dann kamen Baumwolle, Kupfer und Elektrizitätsbetriebe an die Reihe und dem fünften Beispiel wird bald ein weiteres Dutzend folgen. Auch das zentrale Bankinstitut, die Federal Reserve Voavd, teilt in ihrer letzten Monatsübersicht mit, >daß auch ihrer Auffassung nach von einer überspannten und spekulativen Ausdehnung der Industrie kerne Rede fein könne. Das Institut verfügt über die statistischen Unterlagen von 700 Firmen aller Branchen des Großhandels und diese mieden, daß seit Beginn des Jahres die Umsätze sich gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent steigerten. Die von 300 großen Warenhäusern aus hundert verschiedenen Ivtädten empfangenen Ziffern über die Zustände im Kleinhandel ergeben etwa den gleichen Vorsprung, nämlich einen solchen von 15 Prozent, wobei noch hervorzuheben wäre, daß der letzte Monat, auf den sich diese Angaben beziehen, nämlich.der März, die Rekordumsätze des Jahres« 1.920 übertrrfft, trotzdem die Preise gegenwärtig niedriger sind als damals. Nur für die nordamerikcmischen Ackevbaustaaten sind Sie Berichte noch nicht so ganz befriedigend. Mer auch da hat eine relativ starke Erholung stattgefunden, da die Erzeugung von 21 Handelsartikeln jetzt 67 Prozent größer ist < ■:’> zur Zeit der schärfsten Krise. Trotzdem weist die FaMriÄ daraus bin. dM die amtlichen .ErkläruMn M _Wiener Morgenzeitung.____ diesem Sodergebiet in ihrer Fassung vorsichtiger gehalten' sind und daß die Preise der Ackerbauprodukte für die nahe Zukunft keineswegs so gesichert, sind wie die der meisten Industrien. In der Tat hat der amerikanische Warenmarkt in letzter Zeit große Schwankungen durchgemacht und dabei nicht immer eine steigende Linie verfolgt. Der Baumwollpreis. ist seit Ende April von 29 auf 25 Cents Per Pfund gesunken, die Preise der Getreidesorten um 3 Prozent, die des Zinns um beinahe 6. Die sprunghaft sich ändernden Zuckevpreise auf dem Tetminmarkte sind zu genüget bekannt, um hier ziffernmäßig belegt werden zu müssen. Auch die Haupt- und Nebenprodukte der Petroleumrndustrie sind im Preis zurückgegangen, so daß man in dieser Wendung der'Preislinie der Warenmärkte die Ursache für eine Reihe schwächerer Effektenmärkte erblicken , zu müssen glaubte. _;_ Stinnes wieder in Wie«. Herr Stinnes hat nenerilich Men mit. seiner Anwesenheit beglückt. Don Anlaß hierzu bietet die Verwailtungs-' ratSsitzung der Alpinen Montantzesellschast, fr.« der gestern die Bilanz festgesetzt und die von uns schon seinerzeit angokündigte KapitalsvermHvimg der Alpinen beschlossen wurde. Bekanntlich ist Herr Äinnes nicht geneigt, mit fernem eigenen Kapital den KapilailSbedarf der Mpfren Montan, was doch unbedingt zu erwarten wäre, zu L«f.vrüdi>gen, sondern 'läßt die Alpine neue Mtien ausgeben, damit sich diese Gesellschaft das notwendige Kapital selbst auf dem Markte durch Begebung der Aktien verschaffe. Man könnt« wohl nichts dagegen halben, wenn sonst alles mit rechten Dingen zuigchon würde. Ausfallen muß es allerdings, daß das Finargministevinm, trotzdem es während der Subskriptionslfrfft der Böllerbundanleihe eine Kapitalsvermchrnng grundsätzlich bei sämtlichen Gesellschaften verweigert, bei der Alpinen eine Ausnahme gemacht hat. Warum das gesch ah, wo doch gerade die Mp me. im Gegensatz zu den anderen Gesellschaften einen der kapitalskräftigsten Industriellen Mitteleuropas als ihrn Hauptaktionär besitzt, AeM vir.» Rätsel. Anderevseits muß auch auffallen, daß sich anläßlich der Bilanzsitzung der Alpinen eine gewisie Geheimnistuerei' der Verwaltungsräte zeigte. Eine Gesellschaft, die ganz ■ objektiv vovgeht und die noch dazu zur öffentlichen' RcchnungsleMng gesetzlich verMchtet ist, sollte sich doch nicht so mit einem Wall von Geheimnissen umgeben. Da schoink etwas vorzugchen. Vielleicht hat Herr Stinnes, der sonst e>in seltener. Gast bei BerwMungsraltssitzungeu der Alpinen ist, wieder eine seiner „großzügigen Mbionen", die vielleicht für die österreichische Wirtschaftsader nicht von allzu großem Vorteil sein dünsten, vor. NatiürLich Moste Herr Stinnes die Majoritält des Wenswlchtigsten Industrieunternchmens Oesterwichs, ohne allzu große Mittel aufzuwenden, vorläufig weiter behalten, wollen.' Das Konsorbinm, das die Majoviltät der jungen Aktien übernehmen wird und ,Minnes" heißen dürfte, wird sich wahrscheinlich «im keinen allzu hohen Preis diese bei der neuen Emisfion zuweisen lassen. Die milsera Plebs der anderen Wtienbesitzer wird schön hinreichend ihrer.« Olbulus beitragen und die Gmissionsgewinne der Mpino redlich vermehren helfen. Die nächsten Tage werdeü in dieser Hinsicht Klarheit bringen. In finanziellen Kreisen auf der Börse wird erzählt, daß St-innes sich schon wieder nach efregom in Wien umge-schen habe. So verlautet, daß er sich nunmehr für Wiener Banken interessiere und die Majorität einiger Institute zu erwerben bealbsichtige. Es wurde sogar gevüchtweise von der Lombard- und Eskomptebank und der CIhvistlichen Mevkanlilbank gesprochen. Wieviel davon feste Form angenommen« hat, ist noch ungewiß. Soviel sicht fest, daß für die österroichische Wirtschaft die BeDgrvßevung des Aktionsradius. dieses deutschen Wivtschastsmagnaten wie bisher auch woitechin nicht von Vorteil sein dürste. Das Finanzministerium aber müßte gefragt wer- - den, ob es die Interessen der österreichischen Wirtschaft bei der. Zulassung der Kapitalsvermehrung der Alpinen in jeder Hinftcfjj zu wahren geneigt ist. Mercurbant. 2506 Kronen Dividende. Der Verwaltungsrat der Mercurbank hat in seiner Sitzung vom 26. d. die vorgelegte Bilanz pro 1922, welche ein Bruttoergebnis von 38.736,972^07 K. (Plus 31.872,371.737 K.) und abzüglich der Lasten ein Reinerträgnis von 8.260,976.699 (plus 8.016,102.018 K.) ausweist, genehmigt und beschlossen, der für den 11. Juni d. I. einberufenen Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 2600 Kronen für jede auf 3000 Kronen Nominale'aufgestempelte Aktie, die Dotierung'der Reserven'Mt rund 3 Milliarden Kronen und des Pensionsfonds der Angestellten mit 500 Millionen Kronen vorzuschlagen. Weiters wird eine Kapitalserhöhung auf Nominale 10 Milliarden Kronen beantragt. ' (Entgeltlich.) * Die Mercurbank hat, wie aus dem letzten Jahresbericht neuerlich ersichtlich ist, in der letzten Zeit einen ungeheuren Aiifschjkvung genommen und ihre Einreihung in die Zahl der Wiener Großbanken in jeder Hinsicht gerechtfertigt. Die Vergrößerung ihres Jndustriekonzerns und der Ausbau des laufenden Bankgeschäftes haben im letzten Jahr neuerlich Fortschritte gemacht. Die zielbewußte und großzügige Leitung der Mercurbank hat ihr nicht nur im Wirtschaftsleben Oesterreichs eine maßgebende Rolle verschafft. Der Rahmen des eigenen Kapitals ist in diesem Institut zu eng geworden, und so geht sie nun daran, trotzdem sie schon im abgelaufenen Jahre dreimal ihr Kapital vermehrt hat, dasselbe neuerlich auf zehn Milliarden Nominale zu erhöhen. Die nächste Generalversammlung soll diese Kapitalsvermehrung beschließen. Damit werden die Eigenkapitalien der Bapk, die sich zu Ende des Jahres 1922 auf 26 Milliarden Kronen beliefen, eine noücrliche starke Ber- . mchmng, erfahren. Die Dwidende wird mit 2500 Kronen he- __29. Mai 1923 , , Seite 1 messen. Dies bedeutet eine zirka 80prozentige Dividende des I 8000 Kronen aufgestempelten Aktiennominales. Ein Zeich des Wachstums und des Geschäftsumfanges ist der Brutl gewinn, der achtunddreißigmal so groß als der Gewinn d letzten Jahres ist und welcher das dividendenberechtigte Kapil siebenmal übersteigt. Der werwolle Realitätenbesttz ist aus eh Krone abgeschrieben. Schon dies deutet an, wie hoch die stilh Reserven der Bank sein mögen. Erwähnenswext ist die gewe tige Steigerung der Debitoren, welche sich von 17,8 Milliard» Kronen auf 267,7 Milliarden Kronen erhöht haben. Den hervo ragendsten Teil dieser Debitoren beanspruchen die komme ziellen Debitoren. Mit Recht kann die Hercurbank für sich dt Lob in Anspruch nehmen, daß. sie während des ganzen Jahri den Kreditbedürfnissen der ihr nahestehenden Jndustrieuntv nehmen und ihrer kommerziellen Kundschaft die größte Au merksamkeit zugewendet hat und den.an sie gestellten Anfa derungen im weitestgehenden Matze nachgekommen ist. D Würdigung der Bank zeigt sich in dem gewaltigen Anwachst der Geldeinlagen, welche sich von 265 Millionen, auf 6 Millic» den Kronen erhöht haben. Alles in allem kann von dies« Bilanz gesagt werden, daß sie eine Rekordbilanz ist, die nil durch stetige, aufs Ziel gerichtete Arbeit und seriöse Geschäft! führung erreicht wurde. * Die Rückzahlung der Dollarschatzscheine. Die gestrtz „Wiener Zestunig" veiröffentlicht fol>gende Kuüdnmchuug: Ai 1. Juni werden die sechsmvnatMn c^chatzscheine der 8prozev tigen österreichischen Gokldaüleihe vom 1. Dezember 1922 zu Rückzahlung fällig. Die Inhaber sind vom 1. bis 30. Juni b-r rechtigt, die Nückzahlmng entweder fr.» Dollar oder in Krone zu verlangen. Sie können aber ihre Schatzscheme währeü dieser dreißigtägigen Frist auch kosten- und gebührenfrei v Schuldverschreibungen der österreichischen Teillausgäbe da österreichischen gavandierten Staatsanleihe 1923—43 (Völker bundanleihe) Umtauschen, die vom 1. bis 30. Juni zur Zeich imng aulfigelegt wird. Uüber die mit dieser Konvevtierung ver bnndmen Vorteile gibt der dieser Tage in der ,Mrener Zei tung" und in den DageMättern veröffentlichte Prospekt übe die Merreichische Teilausgabe der MMerb-u^üdanleihe genaue» Auffchluß. Um den Inhabern der Schatzscheine für die Ent« schoidung, ob sie ihre Schatzscheine in Schulldverschreibungei der Bölkerbundar«leihe konvertieren oder ob sie die bare Rück zahlung verlangen wollen, eine längere UeberleMNgssrist ein« zuraumen, ohne daß damit ein Zinsenverlust verbunden wäre werden für die Schatzscheine, die nach dem 1. Juni zur barer Rückzahlung einigereicht iveriden, vom i. Juni bis zum Eir» reichimgstage, längstens aber bis 10. Juni, 8prozentige Ziw sen vergütet. Dagegen findet, im Falle der Konvertierung de, 8prozentigen Schatzscheine in Titres der WWerbundanleih« eine Unterbrechung des Zinstnllanses überhaupt nicht statt, dc der Zinsenlauf der durch die Konversion erworbenen Titre- >der Bölterbundanleihe mit 1. Juni beginnt und der Evwerbei inr Falle der Konvertierung SMckzinsen nicht zu Vevglüten hat Wenn die Rückzahlung in Kror.en verlangt wird, wird für einen Dollar der dem derzeitigen Tageskurs entsprechende fest« Umrechnungskurs von 70.800 Kronen ausbazcchll, -während nach dem Inhalt der Schatzscheine der Anspruch aus den Betrag von nur 70.000 KronM für einen Dollar besteht. Bruchteile efr.es Dollars werden bei der baren Auszahlung stets in Kronen zu dem augegebenen festen Umrechnungskurs von 70.800 Kronen vergütet. Fuffvn ungarischer. Banken. Budapest, 38. Mai. (Tcl.- Komp.) Wie ,Magyar Orszag" meldet, steht eine Fusion der Ertsten Ungarischen- Jndustriebank mit der Ungarischen Allgemeinen KrMtbank bevor. Die Wien der Ungarischen Jndustriebank sollen auMndische B-anken>gruPpen, und Zwar die Wiener Verkehrsbank, das Berliner Bankhaus Mendcls-ohn und ein dessen Konzern angehöriges Institut, die Bayrische 'Vereinsbank, und schließlich die Ungarische Allgemeine Kreditbank erworben haben. Fünf Mtien der Jndustriebank sollen für eine Aktie der Kreditbank eingetauscht werden. Die deutsch-rumänischen Wirtschaffsverhandlungen. Aus Bukarest wird uns geschrieben: Die Ende des Vorfahres abgebrochenen WiritschaAsverhaMnMen zwischen Deutschland und Rumümen sollen nunmehr wieder aufgenormner.« werden. Es wird aber nicht mehr, wie es im Dezeniber der Fall war. eine Kommission, welche damals unter der Führung des Staatssekretärs Dernburg. stand, mit dieser Ausgabe betraut werden. sondern es soll inossiziell ein deutscher Industrieller boauffragt' werden, mit den rumänischen Wirtschaffsf-aktoren in dieser Hinsicht FWrn.g.m nchmen. Mit diesem Industriellen fanden schon anfangs Mai unverbindliche Besprechungen statt. Da vor der Wi-oderherstelluniq der Verbindung auch die Reparationsvecbtungen Deutschlands gegenüber Rumänien geregelt loerden.müssen, soll erst diese Frage gelöst tvevden. Das deutsche Ar.bot soll darin 'bestehen, 5>tc Reparationsschuld teils in Gold, teils in Sachleistungen rüüzuzahlen. Die rumänische Regievung aber verlangt ausschlieWich Mchzahlung in Gobd und beziffert ihre. Ansprüche aus 300 Millionen Goldmark. Hervorhebung verdient die Tatsache, daß die rumänische RegiMUng frn Dc- Zember nur 200 Millionen Goldmavk verlangt hatte und jetzt diese Ansprüche erhöht hat. Bon deutscher Seite wird betont, >daß r.icht e'inmal die Smmne von 200 Millionen Goldmark gerech'tfertigt sei. da sich in der Zusammenstellung Rumäniens sehr viele Posten befinlden, die anfechtbar sind und daß Rumänien seine Forderungen (Km* ungerechtfertigt hoch geschraubt habe. Jnfollgcdesseu ist Deutschland nicht geneigt, diese. hohe Summe zu „bezahlen. Tabakanbau in Palästina. Vom ÄaiMvirt>schastsdir eltorimn in Palästina wird öffeMich bekanutgegeben, daß die von dem landwirtschaiftlicher.« Departement in Palästina gemachten Expeüimente klar erwiesen haben, daß Palästina für den Anbau von tüMschem Tabak geeignet ist. und Mar für die sehr guten Qualitä>ten, die mit türkischem und griechischem Tabak konkurrieren können. Der Hasen in Haifa. Der Jaffa er „Fe lest in" berichtet, es verlante, daß die Regierung beschlossen ha-be, aus Gvmd des Gutachtens des nach Palästina entsendeten englischen Ingenieurs Palmer den palästinensischen Hasen in Hai s a austiubauen. Nenregelung des Zollmtfgeldcs in Ungarn. Wie die AnstrEngavische Handelskammer mit teilt, hat die nnigarffche Reigsirung mittelst ei rer Berordnuna die Verfügung getroffen, daß mit sofortiger Gültigkeit das Zollanfgcld für die zur Klasse ,-B" gehörenden zollpflichtigen Waren (stM den bisbluüutiur. ,.iaui£ .OIXHQOl . SUx .SKUuuux -1

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.