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Wiener Morgenzeitung · 1923-05-27 · Heft 1539 (27.5.1923) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1539 (27.5.1923)
Date
1923-05-27
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Cfeite 8 Wien, Sonntag Wiener Morgenzeitung. A. Ssmgroß Ä- G. . LS defon-ers prelSwerie Sepien. Serie I. Foulard unb Porigisimprim.L, I cm breit, neue Dessinauswahl 62.000 K. Serie II. S a t i n :renadineundTwill (handbedruckt), neueste Ausjmngen, in enormer Auswahl 98.O0O K. Serie III. K l e iir-Surah, gestreift und kartest, reine Seide, beste dalität, 74.000 K. Serie IV. Taflet fleure c c o f- U8, 80 cm breit 82.000 K. Serie V, GlatteBatiste! verschiedenen Modefarben 78OO K. Serie VI. Englische Io u l a r d - B a t i st e für Sommerkleider 985OK. Serie VII. Ilattfarbige Crepe in aüen Farben 18.500^ K. ferlc VIII. Gummi-Badehaubon, größte Fasson» jd Farbenauswahl 13.650 K. Serie Bade-Schuhe s prima Leinen, beste Ausführnng, für Damen 19.500 K., c Herren 22.100 K. Serie X. A d r i a - P a n a m a - H e mlen68.O00K. Serie XI. Herren-Girardi-Hüte 5.000 K. Serie XII. Weiden-Ga^nitur, 2 Fauteuille, i Tisch 215.000 K. 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Der verkauf dieser Lose ist in der Tschechü-Slowaker veAoten! U (Entgeltlich.) * Perfonaluachrichk. Die TrauMg. unseres Gesinnungsrwffen Herrn Karl Gutwald mrt Fraulein E l s.a u s s o findet heute Sonntag .den 27. Ami mn 7,5 Uhr nach- «ittags im Seitenstettentempel statt. (Entgeltlich.) * Diese Preise sprechen für stcki? Halbstores (BonneS- SemmeS). 29 K., BriseS-BiseS 5 K., Kunstlervorhänge 39 K., vpitzmvorhänge, 100 brett. pro Meter 7 K., Doppelbettdecken 88 K., alles aus Tüll, Etamin und Batrst, Madrasvorhänge 85 K. Teppichhaus W e i tz n e r, 6. Bez., Mariahilferstraße ik. 105. Preise in Tausendern. (Entgeltlich.) * Sin idealer Aufenthalt bei jeder Witterung ist das wiedereröffnete Cafe-Restaurant „Konstantinhugel . Unter der be- Vahrten fachmännischen Leitung des netzen Besitzers Herrn Otto üaserer wird in jeder Beziehung für vollste Zufriedenheit heS p. t. Publikums gesorgt. Verabreichung von nur besten Spersen and Getränken bei aufmerksamster Bebiemmg und mäßigsten Preisen. 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FlemchstattunHen im Preise etwas zurückaegangerl' Die Prensnachlaffe betrugen bei Rindsteisch 2000 K., bei Kalbifleisch 2000 bis 4000 'K., bei KiUteisch 2000 K., bei Speck und Wz 2000 bis. 3000 K. pro Kilogramm geHenüIber den. Preisen des letztw Samstag. Für die breiten Schichten ftnd diese ermäßigte« Preise noch immer uue.pschw'ingltlch hoch. Die BahnKufuhren hielten sich in fchr bescheidenen.Grenzen. In der GroHmarkt-« Halle war heute im-ganzen .Mß exn Waggon mrt Fleisch angÄommen. 7 , Auf den.GrünwavenmärLten,dbe.^ sehr gutbeschickt sind, war -die Nachfrage - Eßermdsntlich lebhaft. Mit Salat find-die Märkte förmlich ülbepfchwemmt, und daher gingen die Preise auch nn -M^nhauldel stark zurück. Alle anderen Gemüsearten sind Uber für den großen Terl der Wiener noch immer ünerschwinaslich teuer. ..Der Kuriosität hälbet föi erwähnt, daß ein Moara-mM grüne Fisoten rta» ftenischer Herkunft in Wien 36.000 bis 40.000 K. kostet. Heute waren aus Ungarn zum ersten SWe Kivftbrn emgetroffen, die sich im Großhandel aM 16^X10 K.^ pro Mo» gvamm stellten, Mo wicht wese Mich Mmger waren als die ItalienislhLn Kirschen, die im Großhandel 13.000 bis 14.000 K. kosten. Im Kteinhandel sind Kirschen aus den Märkten nicht unter 17.000 bis. 18.000 K. pro KiloyraE' zu sehen. Uederreich ist auch das Angebot an Butter, und an ■m*m* gchW. W-.mm M mmrMrch Kumck.. . »ondonit kolk Wien, VII., Marlalillfferstrasse 88 a (Zllahof) Telephon 35-1-81 . 2** Bühne md Kunst. Bom Wiener Vurgtheater. ' Am 1. Juni geht neu ernstudiert und in teilweiser Neubesetzung „Goldfische" in Szene. Iw neuer Inszenierung wird noch in dieser Spielzeit Shakespeares „W i nt er Märchen" herausgebracht. Im Juni werden Hebbels „Judith", SchUers „Fresko" (mit Otto T r e ß l e r als Graf von Lavagna) und Sudermanns „E s lebe das Leben" in derbSpielplmr ausgenommen. Im Akademietheater findet kommenden Mittwoch der tetzte Premierenabend dieser Saison statt. Zur AuMhrung gelangen: „Die Berkündigung" und „Die Gesellschaft des Abbe Chateau ne uf". >-- Feidhammer als Fedia. Deutsches Bolkstheater. Jakob Feldhammer ist ein Schauspieler von Rang. Edles Feuer, wesenhastes Mienenspiel und ein klangvolles, gepflegtes Organ sind ihm eigen. — Aber wenn er schön den Fedja in Tolstois „Lebenden Leichnam" nach Moissi spielt, so dürste 'er ihn doch, schon mit Rücksicht auf seine Reputation, Herrn Moissi nicht Nachspielen. Man muß den wahrheitsliebenden Schwächling, den Mkoholiker ohne Harm nicht unbedingt so gestalten, wie es Moissi (in seiner Art allerdings vollendet) tut. Man muß ihn nicht während des ganzen Abends mit dem Parsival-Lächeln ausstatten und mit dem linden jungfräulichen Kopfnicken. Man muß die Rolle nicht im femininsten Moll intonieren und durchaus in evangelische Milde tauchen. Das hat schon Treßler, der Vielgewandte aber gewift nicht Eigenarttge, in der mrsgezeichneten Bnrgtheaterauffiihrung gezeigt, das müßte, glauben wir, in weit größerem Maße Herrn Feldhammer gelingen, wenn er nicht von der Moiffi-Auffassnng beeinflußtwäre. Jetzt N^nigstens gibt er noch dem Fedja, von der fatalen Aehnlichkeit der Sprach- und Tonfärbung abgesehen, auch sonst den nämlichen Harte- oder vielmehr RÖMER Gastspiel der Komischen Oper aus Berlin. Tägl. Vj8 Uhr. die grosse Ausstattungsrevue „Europa spricht davon“ 22 Bilder // 200 Mitwirkende // 6 Praclitballets dargestellt von den berühmtesten Berliner Schauspielern u. a. MAX LAN DA, ROSA FELSEGG. ALBERT XUTZNER, ARNOLD RI ECK Lotte Dobfachinslcj, Else Reval, Käthe Mann, Ä. Walters, Erich Poreinski, Erich Bartels,Panly Falk n.a. Mr. Alfr. JACKSON v. Casino de Paris m. engl. Girls. v SitxplBtee von K 15.000 aufwärts. 185 VORTEAG Am Mittwach den3G.Mai, abends 1/2&Uhr, spricht Dr. ARTUR RUNDT als Gast des Zionistischen Xandeskömitees im Saale der Reichshallen, L, Dorotheergasse, über das Thema „PALÄSTINA“. Bin kritischer Reisebericht Wiener Komödienhaus IX., Nussdorferstrasse Wetztes Gastspiel IAUPIC0N JAKOB KALICH HRUTB Sonntag1 den 27. Mal ^as süsse Mädel“ Operette von J. KaUdi , 'Musik von Mali Picon Morgen Montag: den 28. Mal Konzept Svenen aus „Jankale“, f#Zipke4‘ Liedervofträge und Tänse . Beginn l/38 Uhr ■ , * | Kartenvorverkauf an den Kassen des Komodienhauses und I in deü Theaterkartenbureaus 27. Mar 1988 " ' :; 1Nr. 1689 ■ " ■ -V -- ..- —— ■ ■■■—■■ ■- ■' >—— —> Weichegrad, den man von Moissi-Ausführungen noch frisch, in Erinnerung hat. Wer Moissi als' Fedja nicht sah, muß aber Jakob Feldhammer auch an diesem Abend außerordentlich finden. Das Publikum feierte ihn sehr. O. A. Dkrettor Schalk ein Sechziger. Seit etwa einem Bierteljahrhundert wallet Direktor Franz Schalk in unserem Opernhause. Im Jahre 1900 trat er,^nachdem er vorher in Graz und am Berliner königlichen Opernhause mehrere Jahre als Kapellmeister gewirkt hatte, in das Kunstinstttut ein, das gerade unter der Leitung Gustav Mahlers in HochMte stand. Von den Zeiten Hans Richters her herrschte in der Oper eine strenge Wagner-Tradition, Mahler legte den Grund zu einem modernen Mozart-Kulte, und so hatte Schalk alle Gelegen- -heit, seine gründliche musikalische Bildung, zu der sein Lehrer Anton Bruckner im Konservatoriumchen Grundstein gelegt hatte, noch zu vertiefen. Die Jahre, die der Aera Mahler folgten, bilden kein Ruhmesblatt in der Geschichte des Operntheaters: Direktoren und Kapellmeister kamen und gingen, nur Franz Schall blieb als letzte Säule einer entschwundenen Epoche, er wurde selbst Operndirektor und hat die Reste der Vergangenheit gehütet und in den Stürmen der Nachkriegszeit gerettet, was noch zu retten war. So ist er der treue Gralshüter des Opernhauses, dLr nichts nur,für Wagners Lebenswerk eintritt, das ihm besonders' am Herzen liegt, sondern auch sonst immer bei Premieren und Neueinstudierungen zur Stelle ist und, wo es not tut, in die Bresche tritt. — Auch als Dirigent der Wiener Gesellschaftskonzerte und als Lpiter der Dirigentenschute an dev Wiener Mufikakademie hat er zeitweilig eine fruchtbare, umfassende Tätigkett entfaltet, und sein Beethoven- BrahMs-Bruckner-Zyklus der letzten Saison, der noch in ftischer, dankbarer Erinnerung lebt, bewies, daß er auch im Konzertsaale außerordentliche künstlerische Kräfte zu entfalten vermag und daß die Einfachheit und Größe seiner Auffassung den Vergleich mit den bedeutenden Dirigenten der Gegenwart nicht zu scheuen braucht. Ein Zufall will es, daß er gerade jetzt, da er seinen sechzigsten Geburtstag' feiert, ferne von der Heimat auf einer. Tournee begriffen ist. Nicht mit Unrecht klagt die öffentliche Meinung darüber, daß beide Direktoren gleich- Leittg auf Urlaub weilen, daß Mnger und Orchester-in die Ferye schweifen, daß der Affären immer mehr'und bei Neueinstudierirngen, da sie aus geheimnisvollen Gründen wieder abgesetzt werden, immer weniger werden. Doch darüber bei anderer Gelegenheit! .; « ' Es ist nur zu begreiflich, daß in einer Zett, da alles, „nach Golde drängt, am Golde hängt," auch Franz. Schall, zum erstenmal einen längeren Valutenurlaub angetrcten hat/ Hat er doch bisher mit eisernem Pflichtgefühl/auf seinem' Posten ausgeharrt! Daß ihn sein eisernes Pflichtgefühl und. seine nimmermüde Tätigkeit als guter Hausgeist des Operntheaters auch weiterhin begleiten mögen, wünschen wir. ihm und uns zu seinem sechzigsten Geburtstage. ‘ flb. Ein volkstümlicher Zhklris im Deutschen Volkstheater.- Für^ den im Deutschen Wolikstheater cmr 4. einsehell-den.. Zyklus von sechs Vlwstellwngen zu auf die Hälfte ermaß igten Preisen gibt sich cm tebhaiftes Interesse -kund/ Der Zyklus wird folgende Werke umfassen: am 4. Juni, halb 7 Uhr: „Don Carlos"; am 8.»Juni. 6 Nihrt ,Hanst"; am 11. Jnni, 7 Uihr: „Die Kreu^ elschret be r"; am 16. Juni, halb 7 Uhr: „Hamlet"; am 18.-Juni, 7 llfy« ilhelm Tell"; am 27. Juni, 7 Uhr: „Wienerinneu". Die Besetzung wird in den Hanptpollen die der Eistaufführungen in dieser Spielzeit sein. Die KarteuarisWb: für den Gesamtqyrlus 'beginnt heute und endet crin Z. Juni. Von da ab werden nur GinFellarten zum norinaleu Preise abgegehen. Weingartner bleibt. Laut einem Comntunique der Volksoperndirektiou entsprechen die verschiedenen Mitteilungen von der erfolgten oder beabsichtigten Demission Direktor Weingartners nicht den Tatsachen. Das Verhaltens der Volksoper zu Direktor Weingartner hat keiner!.ei Aenderung erfahren/Direktor Weingartner steht nach wie vor an der Spitze der Direktion der Volrsoper. An Direktionsrat Leon ist seitens des Verwaltungsrates eine Ein!adung erfolgt, schon jetzt mit Rücksicht auf die möglichen künftigen Buchungen zur Staatsoper im Verwaltüngsraie konsultativ und administrativ zu wirken, doch twgiert dieses Verhältnis keineswegs die Stellung des Direktors Weingartner. .Aus de« Theatew. * Burgtheater: Morgen, 7 «Uhr, ,Mor>iol-anus" Dtenstag ,/Cyrano von Bergeroe". Akademfetheater: Margen, HM-8 «Uhr, ,/DaS hilaue Wu-nder". In der Bolksoper entfallt heute die Nachmittagsvorstellung „Die lustrgen Weiber von Windsor", Abends, halb 8 Uhr, Hoffman ns Erzählungen". Morgen „Der Parbier von Sevilla". , Deutsches Bolkstlheater: Montag: Mtlhelaq Tell"; Dienstag: ,M>ieF.ruu mtt dem weißen Haa^r Mttwoch: ,/Di e Brüder von St. Beruhard";DonnerStag. nachmittags halb 8 Uhr: .Mutter Sorge" (PMsÄmliche Preise ohne Vorm.); abends: .Kettenglteder"; Freitag:>„Der lebende Leichnam"; Samstag: ,/Eud. st-ation". Bsgmn sämtlicher lAbendvorstellunMn um 7 «Uho Bolksopiev: Heute. nachuMtagS ' 2 Ahr. lluistügen Weiber von Wündfo^. Abends, halb v Uhr; ,-Hoff.manns Erzählungen". Movgen Montag) ,^De-« Barbier von Sevilla". Raimund-Theater: Heute Jüdin" mff Emannel Reicher. Morgen ,^John Gabriel Borkmyn" Jofefstödtvrtheater: ,/Fngeborg" wird mo» aen Mmtag zum 26. Mate,gespielt und bteWt mit Kurt Götz bloß bis Mn Sl. d. am SpieDPlan. Fvettag den 1. Juni Strind« bevgs „Totentanz" mrt Jostf Jarno. , Apolltotheater: Die Exl-Bühne brircht/ heich in Moänderung des Svltetpllcmes <cks neunten Me-nd ick 'Anzen, gruber-ZyNnS ,)S t a h l und. St ein" zur,; AMjihmng« AA nächste Neualufführung geht am 30, d. das vieraktige Bolksstü^I, „Der Mart er steig" als Gedächtnisvorstellung für der früh verStochenon Wiener SchüiWelber Wul WstiLHeLm iß Ktem, 1

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