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Wiener Morgenzeitung · 1923-05-27 · Heft 1539 (27.5.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1539 (27.5.1923)
Date
1923-05-27
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Jt. »« , ^n ^W.WM.A^L,^WWW DM« WrE, Sörmiag Wiener Morgenzeitung. Las Todesopfer der Hakenkreuzler. EewaMge K»«dgMng der ArbettrMrst. Bor dem Nathanfe. Gestern nachmittags wurde der Arbeiter Karl Still, itts Todesopfer der letztest Hakettkreuzlerkrawälle in Favoriten, zu Grabe gettagen. Die Arbeiter Mens haben diesen jlnlaß zu einer machwollen ustd eindrucksvollen Kundgetung benützt. Vom Rathause wehten Trauerfahnen. Gegen salb 3 Uhr begann die Arbeiterschaft aufzumarschieren, um ihrem, im Kampfe gegen Gewalt und Unrecht gefallenen; kameraden das letzte Geleite zu geben. Schon um 2 Uhr wurde der weite Platz vor dem kathause von Arbeiterordnern im weiten Umkreise abgesperrt. Auch längs der Ringstraße waren überall Ordner wftiert, die die Polizei bei der Aufrechterhaltung der Ordmng wirksam unterstützte. Gegen 3 Uhr begann der btraßenbahnverkehr aus dem Ring langsam abzuflau^n md um 3 Uhr war ssr gänzlich zur Lastenstraße abgeleitet. - Die Feier vor dem Rathause war nur kurz. Es wurden keine Reden gehalten, nur der ergreifende Choral aus Verdis „Requiem" und der vom Eisenbahner-Gesangs- »erein gesungene „Schottische Bardenchor" von Silcher tönten mächtig über den in lautloser Stille liegenden Ratiausplatz, als der Äagen mit dem Sarg, vom Anatomischen Institut kommend, langsam vorüberfuhr. Zn militärischer Ordnung . nahmen die Eisenbahner, die k t r a ß e n b a h n b e d i e n st e t e n, Reichswehr und kurner vor dem Rathause Aufstellung und leisteten dem koten die Ehrenbezeugung. Die umflorten Fahnen wurden ^senkt, Kommandoruse — und dann trat Karl Still seine etzte Fahrt über die Ringstraße zum Schwarzenbergplatz und zum Krematorium an. Der Zug über die Ringstraße. Zehntaufende "won Menschen schritten hinter dem keichenwagen einher, ein mächtiges Funerale und ein nachtvoller, stummer Protest gegen Reaktion und Gewalt, kine Mahnung zugleich an alle Verantwortlichen in diesem Staate, einer ^Bewegung Einhalt zu gebieten, die eine stete Bedrohung der öffentlichen Ruhe und des inneren Friedens bedeutet. Gegen 4 Uhr nachmittags joar der Aufmarsch in der Umgebung des Rathauses beendet und der Zug setzte sich st Bewegung. An der Spitze marschierte zunächst ein Doppelter Polizeikordon, dem, in einem entsprechenden Ab-, kande ein Bataillon ' Favoritner Ordnerwehr folgte. Dann kam der Leichenwagen, hinter ihm 'schritt Bürgermeister Reumann, Vizebürgermeister Emm e rging, Stadtrat Speiser, die.Abgeordneten Heitz und Dr. Deutsch. Ihnen folgten in vier Wagen die Angehörigen des Ermordeten. Sodann verschiedene Deputationen. Dann kamen in mustergültiger Ordnung die Eisewbahner, nach Ortsgruppen und Betriebssektionen geordnet, der Militärverbänd,' die sozialdemokratischen Turner, die Straßenbahner, an die sich beim Parlament die einzelnen Bezirksgruppen anschlossen. AN der Spitzejedes'Bezirkes schritt die bekkeffende Ordnexwehr, teils in Uniform, teils in Zivil. Um halb 5 Uhr kam die Spitze des Zuges bei der Oper an, um 4 Uhr 40 Minuten erreichte der Zug den Schwarzenbergplatz. Hier erfolgte im langsamen feierlichen Tempo der Trauermarsche der fast . endlose Vorbeimarsch des arbeitenden Wien, lieber zwei Stunden.däuette diese Kundgebung, bei der nicht-ein einziger lauter Ruf, keine einzige Stockung und nicht der geringste Zwischenfall ' vdrküm. Die lautlose Stille, und der würdige Ernst dieser Demonstration übten eine mächtige Wirkung auf die Tausende und aber Taufend^ die als Zuschauer gestern die Ringstraße vom Rathanse bis zum Schwarzenbergplatz hin säumten. Die Kundgebung war zugleich ein Beweis, dgß die organisierte Arbeiterschaft nicht länger gewillt ist, die stechen Provokationen der von den großdeutschen Regserungscxponenten geförderten und mit dem Gelde inujld ausländischer Reaktionäre und Scharfmacher erhaltenen Putschisten zu dulden. > i ' . Auf dem Schwarzenbergplatz löste sich der Zug auf, die einzelnen Gruppen marschierten in geschlossenen Zügen in ihre Bezirke. Dem Leichenwagen folgten nur die verschiedenen Deputationen, um an der Bestattung im Krematorium teilzunehmen. | * * . Im Krematorium wurde der Sarg auf die Versenkung gestellt. In den Bankreihen nahm die Familie Platz. Ehrendienst versah / die Arbeiterwehr. Der Arbettersängerbund „Stahlklang"' sang mit dem Arbeiterfängerbund' „Schwechat" unter.Leitung Kolbes den ^.Schottischen Bardenchor". Dann trat Präsident Scitz, der direkt von Hamburg gekommen war, auf die Kanzel und hielt dem Todesopfer, einen Nachruf, in dem er ausfuhrte, daß Stikls Ermordung nicht nur der Schmerz der ganzen Arbeiterschaft DeutschösterreichS, sondern auch bet Schmers desi n t e r na t i o n a l e n sozialistischen Proletariats ist. Mit diesem Schmerz hat. auch der Internationale Kongreß vernommen, was hier geschehen Und die Nachricht von dem Tode Stiüs gchört. Die Sozialdemokratie will nicht die soziale Revokntiyn mit den Mitteln der Gewalt durchfuhren, sondern hoM in Erichen zu. gchen. Ste llt aber, auch entschlossen.- zu asten Mitteln der Abwehr zu greisen, die notwendig sind, um gegen die Gewalt mrd. gegen die. Behinderung auf d«sem friednchem Wege1 j$a tottfeit Am Schlüsse richtete Settz ein wärnercheS Wort an alle, die glauben,- es fei in Den t sch ö st eroe ich m S gkrch, das Proletariat^ mit Gewalt am Aufstieg zu hemmen! DeutsWsterreich sei kein Land des. Fas Ms müS. Durch die Methoden deS Mordes, und deS TVKchlageß könnte die Reaktion nur Schaden anrichten für alle, für die tzckamte Republik. Möge das Bürgertum überzeugt fern, daß drese Mechlwen -in Oesterreich - ungangbar, unmöglich find. . ' awnmii ZierMsches Landeskomitee für Sefterrekch. Heute um halb 3 Uhr nachmittags findet im Lokal »er Zionistischen Bezirkssektion 6—8, 8. Bez., Bennoplatz kr. 1, die Sitzung des Parteirates statt. TagesordMng: t.' Keren Hajessod (Referent Dr. Bertold Feiwel). 2. Der l3. Zionistenkongreß (Reftrent Ing. Stricker). 3. Ersatzwahlen. 4. Eventuelles. 8iu Gasthaus. in dem Fudeu ihres Lebens nicht Wer find. Aus Budapest wird uns berichtet: Das, hiesige große Lafe-Restäurant der S p o l a r i t s A. G., welches durch, Unterstützung der Juden aus kleinen Anfängen zu einem großen, angeblich vornehmen Etablissement emporwuchs, hat ihrem offenbar aus Erwachenden Ungarn bestehenden heutigen Kunwnkreis in ganz merkwürdiger Weise eine Konzession gemacht, lie die Wildwestmanieren des heutigen Horthy-Ungarn am. „schlagendsten" kennzeichnen. Die elegant ausgestattete Speisekarte enthält die auffallend gedruckte Bemerkung: „Für die körperliche Sicherheit von Juden übernimmt keine Verantwortung SpolaritS A. G." Auf diese unzweideutige Art will die' Direktion des Cafe-Restaurant Spolarits in Budapest aller Weltkund- und zu wissen j tun, daß Juden, die dieses Lokal betteten, Gefahr laufen, körperlichen Schaden davonzuttagen. Wir kommen hiermit der Aktiengesellschaft Spolarits zu Hilfe und drucken diese menschenfreundliche Warnung ab, nicht nur zur Kenntnisnahme von Juden, sondern auch für. alle jene Nichtjuden, die etwa noch der Meinung sein könnten, daß Horthy-Ungarn und seine Hauptstadt B u d a p e st, bereits dem zivilisierten Europa angehören. Wir sind' überzeugt, daß auch jeder ausländische Nichtxude, der, auf Gesittung und Kultur etwas hält, sich hüten wird, wenn er.schon unbedingt nach Budapest reisen muß, das Cafe-Restaurant Spolarits aüfzusuchen. Man kann nicht wissen, wie leicht man für einen Juden gehalten wird und die Direktion des Cafe-- Restaurants Spolarits haftet nicht für die körperliche Sicherheit eines Juden oder eines Gastes, dm ein besoffener Erwachender für einm Judm ansieht. Leo Mohkkas Migkeit in Amerika. > Aus New-Aork wird uns berichtet: Der vor einigen 5agen hier eingettossene Präsident der jüdischen: Welthilfszenträle Leo Motzkin erklärte in einem.Interview, daß er. mit seiner Reise nach Amerika die Koordinierung der jüdischen Hilfsorganisationen ms breitester Grundlagebezwecke- Haupts fftAtitfv htzMMge, et, die.Tätigkeit der einzelnen Hilfsorganisattonen auf dem Gebiete der Emigranten- und FküchtiugSfürforge zu zmttalisteren. Er beabsichtige ferner, mit dm bekanntestm Mischen Persönlichkeiten Amerllas Beratungen zu pflegenund betber Regiemug-tnSngekegeuheiten der Mischen Flüchtlinge anSRußlaNbund der Ukraine zu intervenieren und dahin zu wirke«,' daß bei der Bestimmung der nächsten Einwandererquote diese- Flüchtlinge möglichst berücksichtigt werden. Herr MoMr wird Mch als Bertteter des Komitees der jüdische» Delegationen -am bevorstehenden jüdisch-amerikanischen Kongreß teilnehmen und die Aufmerksamkeit des Kongresses auf wichtige jüdisch-poWsche Fragen Europas lenken. Er to&b dem KouMeß einen auSfichrlichen Bericht über die Tätigkett des Komttees der jüdischm * Delegationen seit ihrer Begründung erstatten. . Blmaaaer WA - BörfeaseM werde». : Wie die ,Munde" meldet, bewirbt sich der bisherige Kaugileidsvektov dev Wiener.UnivetsttSt, Herr Btlumauer, der BevtronenSmomr der HcckeickrMzsÄckendm und die Geelö des reMionyrm^KmIstS «rL dev NttmetnS ekaufus-Hetze, um dm Prstrn eines SvMisalS ä» der Wiener Börse. Herr Mmnmr«, dchm AMre« noch in Evrmvevnnig sind und dem der Abgang von der Univechttät durch den Umweg einer sogenannte« Bemckaubung nach Zurücknoihuw seiner Suspendierung «leichtert wurde, WA nunmehr fein Ariertum an die .Byrse placiere«. Da dort brkannMch. fiktive Werte wenig Schätzung Mwen, darf ryan auf die wettere Karriere dieses unentwegten Ar-ierS neugierig sein. Ger Raubmsall in Hernals. Vorgestern abends wurde in Hernals, ein Raubanfall auSyefiihrt, der in seinen Einzelheiten noch vollständig unauf- ' geklärt ist. Gegen viertel 7 Uhr abe-nds war vor der Wch- -nungstür der Frau Anna Steinbach, Otta>krintzevstvaße -Nr. 1L, ein Mann erschienen, der sich als Vertreter der städtischon Lebensversicherung vorstellte, und die fällige Rate 'einkassieren wollte. -Die, Frau ging in das Zimmer, -um-wie.- PoliW zu holen, und als sie wieder in die Küche trat, - stürzte sich der vermeintliche Vertreter auf sie und versetzte; ihr einm Schlag gegen die Schlä.fe, so daß die Frau.. 'das Bewußtsein verlor. Ihr Gatte, der um drviviertÄ 7 Uhr^ abends nach Hause kam,, fand die Frau bewußtlos am Boden 'liegend vor. Das Eehepaar stellte fest, daß<der angebliche, Vertreter aus dem Kasten Herren* ' und Fraüenkleider gestohlen harte. \ . , - - . Dve Erhebungen wurdm gestern fortgesetzt und dabei sestgestellt, daß hie Helente Steinbach' mit 10 Millionen. Kronen gegen Einbruch 'perfich-rt waren. Auffallend erscheint, daß der Täter nach der LebmMersicheMngsp^ ge* ReNemNonNlorrÜs angenommrn. ReNemNonNlorrÜs angenommrn. Warschau, ' 26. Mai. Ministerpräsident Grkov-4<i wurde heute' um 10 Uhr abmdS vom SiaaWtäsidmten - Audienz berufen. Min'fftieüpräfident SAorski hat vUfemi sein Demissiönsgefuch überreicht, das angenonvma« wurde. . Wie verschrobene Abgeordnete der Rechten heute nach Schluß -der Sejmsitzung 'versicherten, werde sich die aus Vertretern der Rechten und des Zentrums gebildete neue Regierung bereits am Dienstag dem Sejm vorstellen. Die heutige Mstimmnng hat gezeigt, daß sich Men di« Rögttrung alle drei Rechtsparteien, die Piast-Partei mit Ausnahme der oppos.'.wnellen DrmbÄki-GrupPe, und die gesamten nationalen Minderheiten ausgesprocherr haben: Für . die Negierung stimmten nur die rab'kale VoWpartdi, die Sozialisten und die nationale Arbertievpartel. fragt hat, obwohl di« beiden Ehegatten versichern, daß im gcruzen Hanse keine Partei noch sonstjMand davon Kenntnis hatte, daß die beiden im Besitze einer PolMe seien. Frau Steinbach gab an, daß sie nach dom Schlag gegen die Schläfe sofort das Bewußtsein verloren^habe, doch konnte man bei einer ärztlichen Untersuchung keinerlei Spnren er erlittenen Verletzung feststellüen. D:e Effatzansprüche wurden von den Geschädigten sofort 'bei der Versicherungsgefellschaft erhoben. Frau Steinbach vermutet, daß der Täter, in seiner Arbeit gestört, die F l'u ch t ergreifen mußt«. Die Erhebungen, zur Klärung 'dieses^ nrhsterilffon Rauibansalles werden fovtgcislührt. * DaS MchtiMe. Eine Nachricht, hie geeignet ist, die Herzen aller >Patrtoten -- von anno dazumal chöher schlagen zu 'lassen, stand gestern im DerovdnungMatt des Buin^desmmistermms für Heerwesen: Es gibt keine Wehrmänner mehr, sondern nur noch — Gemeine. Knrrz und schlankweg Gemeine. So wie in jener Zeit, die der ,-großen Zett" vorEgmg,- da der ge- 'wöhnliche Soldat noch gemein war und der Mensch vom Leutnant austvärts begann. In jener. Zeit, da der .Domeine" ein Held genannt wurde, wenn es ins Gefecht ging rmd ein Hund, Schwein usw. war, wenn die Gefahr vorüber war. Ja, eS war eben, eine große Gefahr ... Aber die Freude der Patrioten wäve nicht vollständig, wenn das Verordnungsblatt nicht auch .zu melden wüßte, daß die.Offiziere, die Herren OssWere. von nun an das Recht haben, bei Paraden' und» Feierlichkeiten den .Säbel zu tragen. Immer haben wir das dumpfe, unklare Gefühl gehabt, das'uns irgend etwas gefehlt hat. Nun wissen wir. daß es der Offizrerssäbeil war. Man siöht also, daß Oesterreich energisch an feinem Aufbau arbortet, daß das Ausland Vertrauen zu uns haben kann. Die Zeit ist nicht mehr .ferne, da die Leutnants wieder an der Sirk-Ecke stehen ünd fAbAschlepperÄ auf dem einherstolzieren werden. Und vor allem habm wtt' den Säbel gebraucht, damtt der kriegerische'' Herr Vaugoin. damtt raffeln.bann...:. t. , ( & ' * QuarmüSue für Amerika-Fahrer. Bekanntlich bestcht für Passagiere dritter Klaffe österreichischer, ungarischer, jugoslawischer, bulgarischer, rumänischer, volnrscher, russischer National:- " rat auf den Lmien nach N e w - Ä o r k die Vorschrift der anlerikLmischen Santtätsbchörden zur Ahsolvierüna einer Quarantäne von sechs Tagen im Einschiffungshasen. Die Passagiere müssen demnach sechs Tage vor Dampferabfahrt in Havre einneffen. Laut einer Vorschrift der amerikanischen Behörden für alle europäischen Einschiffungshäfen ist diese Quarantäne, wie wir von der Comp. Generale Transatlantiqne erfahren, auch'für jene Passagiere zweiter Klasse anzuwenden, welche als Auswanderer erkennbar sind. Bis aus Widerruf haben demnach crirch derartige Passagiere, zweiter Kläffe sechs Tage vor Dampferabfahrt im Ausgangshafen einzutresfen. * Haftbefehle gegen Spiritusschmuggler. Das 'Zolloberamt in Wien 'har tvegen großzügigen Emfuhrfchmuggels von Spiritus gegen tolgende Personen einen Haftbvfchl erlassen: den Reisenden Josef Blank, >der auch unter dem Namen Pollak und Schaptra auftritt; Alexander Poppckr, der sich auch' Prvpper nennt; den Handelsagenten Hermann So cke l und dessen Bruder, den Studenten Maier Sockel; den Privatbeamten Maier Hefter: den Beamten Karl B i>r n- ■ bäum, den Speditionsangestellten. Mofes Hirsch und den Inhaber der Speditionsfirma Leo Mang. * Das Wnffenmustnm im Rathanse geöffnet. Von heute an ist die Waffenfammilung der Stadt Wien, die vierte AbteAung des historischen Museums, wieder der öffentlichen Besichtigung zugänOm). Die mteressante Sammlung -var neun Jahre lang, geschlossen. Das Waffenmktfeum kann von nun an wieder zu den gewöhnlichen Büsuckszeiten, urm Dienstag, Donnerstag, Sonn- und Feiertag von 9 bis 1 Uhr, bei freiem ^Eintritt besichtigt werden. * Die Witwe Popper-Lhnkeus' schwer erkvcmkt. Die Witwe des Vevstopbemn Sqzialphi>losophen Jofef Popper-Lynk e u s, Frau Anna Popper, ist vor einiger Zeit schstrer erkvankt> und muß seit acht Tagen das Bett hüten. Bei Ausbruch ihres Leidens stellten ihre nächsten Bekannten fest, daß Frau Popper sich in drückendster Notlage 'befindet. Die Dame hatte feit dom Tode A-res Gatten von einigen zchntanfend Kronen monatlich gelebt und es nicht über sich, gebracht, ihre prekäre Lage zu >bekennen. Die akute Borschlinrmevnng des Leidens macht nach Aussage, der Aerzte die rasche^ Unterbringung der Patientin in einem Sanatorium nötig, weshalb eine Anzahl von Freunden den Versuch unternimmt, unterden zahlreichen Verehrern des verstorbenen Denkers die Nötigen Mittel güfzrchrmqen. Es wurde 'zu diesem Zwecke ein Konto „Anna Popper-Ly'Nkeus" .beim Wieuer Bankverein eröffnet, wo .- Spenden direkt oder d::rch Erlagschein erlegt wer-den können, - Erlagscheine sind bei Herrn Ludwig Hall lei:. 8. Bez., Alfer« ' ftkaße 28, Tolcphdn 18.144, erhältlich. * Krie'gsblldergcckerie, Gestern fand die Cröflfuung des. ersten Teiles der Kriegsb'ilderigalerie ,des i.psterreichi scheu Heeresmuseunls im Arsenal durch den Burrdespräsidenten Dr. Hainisch stM. Die Galerie ist'(im öfter-, ' reichifchen Heeresmufemn) Mittwoch bis Scm:sta,g sostvie an 'Feiertagen von 9 bis 18 Uhr geöffnet. * Anöstellüng des modernen heimischen KunsthandwerkeS - im Oesterreichischen Museum. Im Oeüerreichischen Museum für Kunst, und Industrie, dem staatlichen Kuttstgewerbemuss:v^. . .findet von Ende Au gu.st bis Anfang November d. I.,wieder,, wie. in-früheren Jahren,^ eine Ausstellung aller Zweige deS Mordcrnen, heimischen.Kunsthandwerker statt ES werden nur' solche nette Arbeiten Augelassen, deren Entwürfe und AuSfühmng die Zustimmung des durch, die Direktion des Muiseüms eingesetzten Prüfungsausschusses gefunden' haben., MS ^. künstlerischer Leiter dieser . Ausstemmg. steht dem Direktor de». ' Museums Architekt Pcofessor Karl Witz mann

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