Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1537 (25.5.1923)
- Date
- 1923-05-25
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980618--14865-3001639- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
25. Mai 1923 W. M7 Wien, Freitag Sesteuchette Krone ---- V.VV78V. kentimes. Anrrahlnng Wie« ---- 8.VV78Vkentimes. In Zürich notierte die österreichische Krone . . 0.00781/,, (0.0078V8 am 23. Mai) die österr. gestempelte Krone 0.00781/, ( 0.00787. am 23. Mai) die tschechische Krone . . . 16.54 ( 16.537a am 23. Mai) * die Mark . .. 0.0102 ( 0.0100 am 23. Mai) Holland » * «.« . * 217.- (216.75 am 23. Mai) New-Aork. 664.76 (553.50 am 23. Mai) London ........ 25.65 ( 25.66 am 23. Mai) Paris 36.90 ( 36.90 ‘ am 23. Mai) Mailand ........ 26.80 ( 26.75 an: 23. Mai) Belgrad......... 6.82 ( 5.79 am 23. Müi) Bukarest ........ —' ( — .— am 23. Mai) Sosta»,,«»»...» 4.65 ( 4.55 am 23. Mat) Budapest.. 0.107. ( 0.107* am 23. Mai) Wewscha«.. 0.0110 ( 0.0113 am 23. Mai) Bndapejter Wirtschastsbericht. Budapest. Mttte Mai 1923. Um 149,4 Proste-wt ist die Lebeashalrung seit Anfang des Jcchres teurer geworden. Weizen allein ist um 186,5 Prozent stvegm, Brot wird allwöchentlich teurer. Außerdem sind poch folgende Aevteuerungen zu verzeichnen: Breunhoilz, Milch von 182 auf 218 K. (weitere Cchöhung in Aussicht), Arzneien (auf Grund staatÄcher Bewilligimg) um 109 Prozent ut.b Hefe um 90 Prozent. Aber auch im Stadthaus wird emsig gearbeitet. In der Schnelligkei: sind dl» Preise von Wasser von 18 auf 37 K. pro KudiSmöber,' 5krankenhausverpflegsgetühr auf 1660 K. pro Tag und zum Schlüsse auch die Fahrpreise auf der SchwLöenberg-Bahn um 100 Prozent erhöht Worden. Im allgemeinen ist das Löben hier rem zur Unmög^ lWeit geworden: Rmdilrisw kostet . 2200 bis 2800 St., Eier über 68 K., Butter 3600 bis 3800 K. usw. # Um auf die Kommune zurückzukommen, nröge nicht unerwähnt bleiben, daß erblich einiges über die Baseler Beratnngen begannt ivnrde. Die Stadt Budapest ist nämlich ver-- - pflichtet, für die ausländischen Kreditoren an eine Schweizer Bank 3600 Millionen in achtzehn aufeinanderfolgenden, im IM d. I. beginnenden Raten zu 200 Millionen Kronen zu bezahlen. Nähere DebaÄs der Verhandlungen wird man vor- Mssichtbch nie erfahren. Vermischte Nachrichten. Die W-iilk ne r--Schnell Vrrsch^e ^Zelluloid-- na-ronsabrik, bei deren Brand 18 Arbeiter um das Leiben vamw und wo der gewesene Ha-ndslsmimster Hggyeshcvlmy, der vmst erWävte, er sei kein Feirrd des Handels, die Würde des DirMimlsPrösidenten beMelidet, bekommt von der Bersiche- Mnigsgefellschaft nichts vergiütet, da sie seinerzeit verschwieg, daß sie mit fenrgefährlichem MateriÄ arbeitet.!Jm Sinne der am 1. Mai ins Leben getretenen Ban- Aierverovdnung waren die sicherftellnngslweife zu deponierenden KrivgSanlechöscheir^ zu zwei Drittel des Kurswertes vntzutnchmen, doch wurde diese Verfügung im Wege eines nachträglichen Erlasses dahin abgeäudevt, daß die Papiere zum Vollen Kurswerte anzunehmen sind. Die Regierung hat beschlossen, Zyll-ilkredit von nun ob statt des bisherigen sechsmonatigen Respiros nur aus drei Monate zu gewahren, auch wurde der Zinsfuß mit 3 Prozent SIber der offiziellen Rate festgesetzt. Es heißt ferner, das ZollanifgsLd werde binnen kurzem wieder erhöht. Banken und Aktiengesellschaften.. Sta-mmkapitakerhöhungen: Salgo Tarjanex Kch.'icnbevgweriks A.-G. um 650, ,Myikra" (Funke), Ur.gar. GünderifabrNen A.-G. vm 20 auf 60, „Pyramis", Ung. Grund-' bchtzer und Pächter' Handels A.-G. von 200 ans 500, Budapester Spar- und' Marktkasse A.-G. auf m, Diana Handels A.-G. ach 30, Budapest^LeoPoWstM-er Spavkassa A.-G. von SO auf 180 Millionen Kronen. . / Dividenden. Banken: Mermr, Wechselstube A.-G. 46 K. (geigen 22 K. des Dovsalhres), Ung. Escompte 160 Kvonen (60), Ur.g. HaudÄskr-Mt 60 K. (30), Landessentvalfparkasia 260 K., Hol^ 20 K., Budapest-ÄoopMftädt-er Sparkassa 30 K. (15). — Kohlenbergwerke: Ung. Mg. 500 Kronen, (Sä’itorg o>--Siz-aszvarer 176 K., Salgo Tar-ancr 300 Kronen. ' ' Neugründungen. Zur Tueuützuug des' der Stadt MiÄoloz gchörendml" Heilbades Topolea, wurde eine Mtiengesellschaft mit 20 Millionen Kroiren Stammkapital gegvmtdet.Stephar.« Friedrich will, um die Handelslbeziehnngen Mischen Ungarn und der Türkei intensiver zu gestallten, unter dem Namen -„ÄürkischMngavische WareMevkchrsuns) Ha.ndOls-A.-G. ein Unternehmen, verbunden mit einier Bank, deren Stammkapital einsttveillen 50 Millionen Kronen sein soll, zuftandebringen; iir der Direktion tverden Mustafa Kemall 'sowie ein Prinz Platz nehmen. Friedrich selbst will den Vorsitz haben. Für den Sitz -dar Gesellschaft ist Smyrna auserkoren, während in Budapest die Generallrepräsentanz sein wird. — Unter dem Nanren ,,$Td&c TextiAverke Joses Bolllgar" entsteht eine Spmmre,i mit 70.000 Spuibelbn.- Mt den: .Betrieb wird dem Bevnehnrer.. nach im August begonnen. — Die Lai'pgigvrsche Zuckerfabrik beginnt mit der Fabrikation m der nächsten Kampagne und schließt sich dein Kartell nicht an, nachdem dasselbe ihr keingenügendes Kontinent zusicherte; sie will für den Anfang bloß 600 Waggons evzeuigen, hat sich' abor schon für eine bedeutendere Fabrikation den Riiber.bedarf gesichert. — Die Landwirtschaftliche Fabrik NH,ix KAft.«« Wiener Morgenzeitung. _ MMÜMMM An unsere P. r.«dmmri>!e»! Am 1. Juni 1923 beginnt ein neues Monnement auf die „Wiener Morgenzeitung". Wir ersuchen, die Bezugsgebühren rechtzeitig einzuzahlen, beziehungsweise das Drafikabonnement rechtzeitig zu erneuern, damit die Zustellung des Blattes keine Unterbrechung erleide. . 1 Bezugsgebühren ab 1. Sttni 1923: Abonnement für Wien (zum Abholen im Expedit oder in den DerschleiWellen) monatlich ................ Sk. 28.000.— Sonn- und Wochentagsnummer 1.000.— Mvnkagsnummer ...... ...... K. 700.— DaS Abonnement wolle gefälligst rechtzeitig in der Nächstliegenden Verschleißstelle erneuert und die Bezugsgebühr gleichfalls dortselbst erlegt werdend Oesterreich monatlich.. . K. 28.000.— Tschecho-Slowakei monatlich.... tschech. K. 17.— Polen monatlich.. pvln. Mark 15.000.— Jugoslawien monatlich.Dinar 40«- Deutschland monatlich . ........ Mark 15.000.— Rumänien monatlich . . ......... Lei 75.- Kvttand monatlich . . . ...... . hott. sU 1.50 Italien monatlich ... 10.- Schweiz monatlich . . . . Schweizer Franken S.- Frankreich monatlich . 8.- Belgien monatlich . . . . . . . belg. Franken 8.- England monatlich... ...... Schilling Amerika monatlich... « . » . « . , Dollar 1.- Oesterreichisches Postsparkasfenkonto 150.693. . . . Tschecho-slowakisches Postsparkasfenkonto (Prag) 50.351. Polnisches Pofifparkasfenkonto (Warschau) 130.227. Deutsches Postscheckkonto (Berlin « 7) 108.722. Rumänien und Bukowina: Ostbank A. G. und deren Filialen. Schweiz: Schweizer Botksbank in St. Gallen. Jugoslawien r Poftsparkassenkonio (Zagreb) 40.085. - Italien r Soziela di Gredilo Commereiale Trieste» Dia Mazzini 30. Die BerwaNung der „Wiener Morgenzeitung" Wien, tt., Taborstraße 1—3 Telephon 44.038, 43.310. eingerichtet. — Die jetzt eine Gesellschaft bildenden Brauevoien Dveher, i Heygenmacher und erste Ung. Wienbvauerei haben nur eine Brauerei beibchalten, die anderm' Fabrrksrealitäten tverden für andere Zwecke eingerichtet. So zum Beispiel wird die eine Fabrik AfbestpackungM Herstellen; mlit den Dorarbeiiten wurde bereits begonnen. Eine Fabrik in Uijpest verlegt sich ans die ^Erzeugung von Sandalen. — Die Krcmstz-Moskovitschen Spivituswerke beabsichtigten, in Sizekesföjervar eine AtzÄonsabrik zu errichüen, die schar.» im Februar hätte den Betrieb beginnen sollen. Es scheint aber, daß der Plan wegen nicht genügender Rentabilität fallen gölasien wurde. - - Exportnachrichtcn. Der Tarispolitik der Staats'bahl.« ist es zu verdanlbon, daß-in der Fvühjahrssais-on bisher im Ganzen fünfzig Waggons Sallat nnd Spinat hinausgeiführt werden konntM; >we!gm der unevmeMch hohen Frachtsätze konvenieren nämlich diese Artikel, die früher im Anskinde schr gesucht waren, nicht. Ans elinigen Grenzkomitaten können kleine Mengen noch Msatz finden, aus dem Innern «des Landes aber ist der Bezug . unmacflich goworlden. Das Zuckerkartell will wieder einige hundert Waggons in England, eventuell in Frankreich plädieren; inzwischen steigen die Preise im Inland. Doch nracht sich die Reaktion bereits fühkbar, indem die KaUflente zu kar.»- knrrieren beglinnen, was naMMch idem k^nfninierenden P)Mkum zugute kmnmt. 1 Stillstand im Reichsmarksturze. — Senkung der Polenmark. In den: Sturze der Reichsmark ist vorläufig ein gÄvisser' Stillstand sestzlisteilen. Die Bildung des neuen englischen Kabi- Mtts hat eine gewisse ruhigere Beurteilung der -Reparationsfrage verursacht und im Zusammenhänge damit ist auch ine Hoffmmg vorhanden, daß es England gelingen werde, im Ruhrkonflikt einen für beide Teile annehmbaren Ausgleich zu. finden. Dies bewirkte, daß in Zürich die Mark sich etwas erholte und von 0.010 auf 0.0l02^sich hob. Andererseits muß die Senkung der Devise Marschau auffallen. Nach den Senkungen der letzten Zeit ist sie neuerlich um drei Punkte gesunken und .notiert 0.0110 gegen 0.0113 am Vortage. Als Ursache dieser Senkung wird die Befürchtung angegeben, daß .Polen neuerlich die Inflation sortsetzen könnte, um die dringendsten Bedürfnisse zu beifriedigen. Hinge,gen ha-ben sich einzelne Balkandevisen erholt. So stieg Sofia vvn 495 auf 495, Belgrad von 979 aNf682. Jn^B orilin haben mit Rücksicht aus die ruhigere Beurteilung der Mark aus den auÄändrschen Plätzen die Wa'luten und Devisen nur unwesentliche Aenderungen aufzuweisen. Der Dollar stieg von 54.0613,76 auf 94.763,76. Das Pfund hingegen senkte sich von 265.453,76 auf 263.060-50. Auch der französische! Franken senktesich von 3665,80 aus 9640,86. Di>e österrei.chische Krone notierte in Berlin 77,60 gegen 76,30 am Vortage. In Wien fand gestern kein Clearing statt. Starke Zunahme des Vanknotemtmkanfes. Nach dem letzten Ausweis der deutschen Reichsbauk hat der BaMoten- Seite 7atrtb beträgt nunmehr 7112 Milliarden, eine Sumnre, die de< russischen Verhältnissen verizsveifelt ähnlich sieht. Die im AuZ lande befindlichen Goldbestände der Reichsbank haben eine stcrvk Abnahme um 18 Millionen Goldnrark aufzutveisen und betrage: nunmehr nur 212 Millionen. Auch der Goldbestand der Gau« hat eine neuerliche Restriktion er>f<chren und beträgt im ganze: 841 Millionen Goldnmrk. Es sind äußerst triste VechAtmss« die in diesem Bankausweise zum Ausdruck konunen. Verschiebung des Kassatages. In einer gestern vormittagi stattgefuindenen Sitzung der Börsenkantmer wurde der Beschlns gefaßt, den Kassatag, welcher heute stattfinden sollte, insdlge dÄ durch die Ereignisse vor Beendigung des ^Stvsiks entstandener Anwachsens der Rückstände üm eimn Lag auf Samstag zu dev legen. Die Reform der österreichischen Bundesbahnen. In de» gestern dein. Nationalrate vorgeleigten Entwurf werden die Motive angeführt, welche die von unsbereits bekanntgegebemn Rv organisationspläne der Bundesbahnen verursachten.- Es soll da! durch den Bahnen durch Loslosung aus der bchöMichen Gmglio, dernug zu schmiegsamerer Anpassung an das moderne Wird schaftsleben verholfen werden. Außerdem sollen diese dadurch i» die Lage versetzt werden, für sich selbst Kredite aufnehmev zu könmn. Unter anderen wird in dieser. Motivierung auch angeführt, daß nran mit der Aendevung -des Berwaltungssystemk allein oder mit dem Abbau des überschüssigen Personals ditzst Frage nicht regeln könne. Die Ursachen liegen viel tiefer, ivu erst-w Linie im starken Kohlenberbrauch. Die Preise der Kohk übersteigen dcis Vierfache der Goldparität, während die verarmt« Volkswirtschaft Oesterreichs kaum Tarife iv der Höhe des einfachen Friedensgoldwertes verträ'gt. Hier kann nur eine Verbilligung des Betriebes und eine kaufmännische Führung einen Ausweg finden. Preissturz der Edelmetalle in Budapest. Aus Budapest meldet die Telegraphw-Kompaguie: Der bereits seit einigen Tagev in Interessetrtenkveisen erwartete Sturz der Goid- und Edeb motallpreise hat heute eingesetzt. Dve Preise für Edelmetall« waren in ^Ungarn, da infolge des rasenden Kronensturzes eine sreberhaste Kauflust vorherrschte, bereits ■ 30 Prozent über die Weltpavrtät gestiegen.- Aus dem Auslandes insbesondere aus dev Nachbarstaaten, sind ttltn in letzter Zeit große Mengen von Gold- und Edelmetallen nach Ungarn' geströmt. Dieses Mehvangcbot hatte den heutigen Preissturz zur Folge, der «bei einem Kilogramm Gold bereits mchrere Millionen beträgt. BÄämPsung des Warenwuchers in Rumänien, Aus Bukarest wird gemeldet: Der Ministervat beschloß, dem Par- -lament in der nächsten Sitzung einen Gesetzentwurf gegen dir Spekulation vorzuleg-en. Durch di>eses Gesetz sollen wiederum Maximabprsise, und zwar in zwei Kategovlen, eingesührt werden. Dir Leben smittelpreisebestimmt' das Handelsministerium, die Preise allere übrigen Warengattuug-en die Handelskammer. Das Handelsmlinisterium kann aber diese Preise fallweise abändern. Die Maximalpreise' werden allmonatlich einer nmen Revision untertzog>en werden. Die Gerichte werden nach Konstatierung der Nichteinhaltung, der Preise' imstande sein, innerhalb 24 Stunden die Verhaftung-der Schu'ldig-en anzuordnen und sie abzuurteilen. Die' Gelbst rasen wegen Uebertretung des Gesetzes werden gegen früher um das Zehn-, fache erhöht. - - - AktienabsLemPelung ei:wr Bank. Wie aus Prag.gemeldet wird, berichten die dortigen Blätter aus Rosenberg (Slowakei), daß, in der am 20. d. stattgefundenen Generalversammlung der dortigem Vollksbank die Absteurpelung des 6 Mllionen Kronen betragenden Aktienk-apitals aus ein Viertel beschlossen worden sei, um den Mligen Zusam-m-enlbruch der Bank zu verhüten. Gewichtsdifferenzen bei Eisenbahnsendüngen. 5*ih Hinblick darauf. daß bei waggonweifeu H-M-endungen meist immer Gewichtsdilffereuzen von 300 bis 600 i Kilogramm Vorkommen, hat der Reichsverband der Ho-Izhändler den- Ursachen nachgeforscht und festqestellt, daß an diesen Mankos vor allem die Unterlassung der vorgeschr-ilchenen Waggonreinigung schuldtragend ist. Borschriftsgemäß sind nämlich die Waggons nach erfolgter Verladung zu romiftm, was nicht geschah, so daß vielfach Kohlenstaub, Ziegelabfälle, Steine oder Gips in den zur Neubeladung gelangenden WaMons verbleiben. Ferner werden die 'aus den Waggons vermerkten MrabeAeichnnngen auch im Falle von Reparaturen nicht nachgeprüft. so daß sich auch aus diesem Grunde GeiwichtsdisferLuzen erg2b>en. Cs wurde daher vom Verkchrsministerium die Abstellung dieser .Uelbelstände verlangt. WörskMverluste in Budapest. Aus Budapest wird unS geschrielbe-u: IM letzten -Monat find in Budapest 66 Banken und Börsenkommiss-ionär-e zahlungsunfähig geworden. 1600 Personen, meist dem Mittelstände 'angehörend, haben sich bei der Oiberstadthauptmannsch'ast als Geschädigte gemeldet. Die Schadenssumme oes einen- Monats beläuft sich auf 800 Millionen Kronen. Die Polizei drängt ans die behördliche Kontrolle der Börsengeschäfte. Die neue ungarische Avssuhrverbotliste. Wie die Austro- -Uinigavlsche Handelskammer mitteilt, hat die ungarische Rsgierung mittels einer Verordnung die Liste der derzeit nur mir besonderer Böwilligung ausführbaren Artikel festgestellt. Die Liste umfaßt 90 TavWositionen des ehemaligen gemeinsamen Zolltarifs. Außerdem wu-rden einige Verfügungen be-treffsnd die Ausfuhr von Kimstgegenständen. Edelmetallen und Äntigrntäten getrolfson. Interessenten können im Brlreau der Austro-M.garischdn Handelskaanmer. 1. Bez.. ElisabetlUtraße 9, in die neue Verbotsliste Einsicht nehnwn, -woselbst ne auch weitere Auskün-fte kostenfrei erhalten. Veitscher MaMefitwprke-Aktien-Gesellschast. In der gestern abgchaltenm Sitzung des Verwaltnngsrates der Veitscher' Ma^res-itwerke-Milen-Gssellschast ivurbe - der Präsident der Union-Bank, Herr Siegurund Bösel, in den Berwialtungsrat kooptiert, und in das Exekutivk.omitee gewählt. Gleichzeitig wurde. beschlossen, nach Bestätigung dieser Koopbierung durch die diesjährige - ortdeutlich« Goneralversammlung Herrn S. Basel zum Präsidenten der Gesellschafti zu wählen. YEn dgeMch.) Die Insolvenzen des Jahres 1922. Den: der gestrigen Generalversammlung des Kreditoreiwereiirs vvrgelegreu Jahresbericht is^- folgendes M entnehmen: In der INiolvenzabt«- lur.g. welche im Jahre 1921 634 Fälle ntü einer Brt«i>ügu«q von nicht ganz 265,000.000 K. in: Ansgleichswege geordnet hatte, wurden im Jahre 1922 1095 Fälle mit emer BeteWgmq von :rahezu - 89.000.000.000 K. ausgetragen, so daß sich die Be- WMgMgsEer gegenüber dem Boriahve auf daS 494(ache <rm höhte? Das Gros diafer Insolvenzen entfiel aus di», Ts che cho-Slowakei, m wel.'lu'r 70 Fälle niü einer Beteiligung von über 12.090.000.000 5k. ailßergericlMch und .BchMgm« von :utai 54-000.0M8D