Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1534 (22.5.1923)
- Date
- 1923-05-22
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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tm Wen, MttSkdg MEe«8»M«S. SS. ÄW 1SSS Kleine Lolalchronik. Das Opfer ver schweren AuwunfallS in dev Nußvorfor- Pratze, eine Folge der Awtoraserei. Frau Steffi Keiner, Hst chren BMchunaen erlegen. .. . . . Am PfinMonntag wurde die 68jährige Private Bar- Lava Weidmann in der PMinüttpratze vordem' Motorrad des Ina. Anton Mterhimm nielderffeistoßen und schwer verletzt. - Ir.i der WalleiOeinstraße wurde der Metalldvcher Johann Langer in der Samstagnacht von einem Mbekamtten übeöfallen und völlig arundloS durch einen Messerstich Wver verwundet. — Aus Eifersucht gerieten die Hllfsavtzvittr Josef MoW und Karl HllossÄ in eine Rauferei. Während >deS Handoemenstes verletzte Hlossek den Moza durch Messerstiche -in den Rücken. - . . ' . Der Samstag eröffnete A>lko!holge>gnertast wurde an den beiden WnMeiertageit fort gesetzt und gestern a'benlds geschlossen. Sie Autoraserei. In der Nacht zum DienStag wurde der Oberwachmann Leopold Mayer auf der Linzerstraße von einem in rasendem Tempo fahrenden Auto mit dem Kennzeichen A 16 886 erfaßt, niedergestoßen und einige Meter weit geschleift. Er erlitt mehrfache schwere Verletzungen im Gesichte, einen Bruch des Schulterblattes und tnucrc Verletzungen. Das Auto wollte rasch weiter fahren, würde jedoch durch den htnzukomnienden Bezirksinspektor der Sicherheitswache zum Halten gezwungen. Die Insassen, die anscheinend betrunken waren, ergriffen die Flucht und"ließen Auto und Chauffeur im Stich. Der Chauffeur wurde verhaftet. * Polizeipräsident Rudolf Walldorf. Der Bundesprästdent hat mit Entschließung vom 19. Mai 1983 dem Vizepräsidenten der Polizeidirektion m Wien, Rudolf Walldorf, aus Anlaß der über eigenes Ansuchen bewilligten Versetzung in den douernden Ruhestand den Titel eines Polizeipräsidenten verliehen. ' ' , Vereine. Boririige und Versammlungen^ E'inheiä, Verein zur Errichtung unv Er^ Haltung von Volksspeisehallen, Wien, 2. Bez., Malzgasse 12. Donnerstag den 24. d. um 7 Uhr abends, Generalversammlung im Turnsaale! der Volksschule, L. Bez., Malzgasse.16. - Z i o.st4sti-s ch«iS e zir k S s e k t i o n .Alse rgrunid, 8.- Bez.. ÄiechtMtei-nlstrahe- 11—16. Morgen Mittwoch, 8 Uhr abenids, im Sektionsloml bvingenve Schekeilkolmmissions- und AusfchuWtzuna. „Gchekelverrechnnng im Laufe der nächsten Woche täglich, mit Mtsnahme Von Sonntag in dev Zeit von 6 bis 8 Uhr abends. -- Ziroth MiSrachr, Wien. Dev Literatur- und Geschichtskurs wird Mittwoch von halb 1 bis HM 8 Uhr und der HebräWnrS. Heute von HM 7 bis halb 8 Uhr abends. 2. Bez.. Praterstmße 43. daS Mhrevmnen-Seminar in Kartenkunde, OMichte und erster Wfe im Jüd. Realgymnasium, 2. Bez.. Czeruittgasft, jeden Montag und Donnerstag von 7 bis 9 uhr abends abgehalteu. Zu denselben Zeiten stuv die übernommenen Schekelhefte noch im Lause dieser Woche abzurechnen. — Verein T o m ch a j ubikur Cholim. Bet der konstruierenden Sitzung wurde Herr Schewach Knöyl zum Obmann, die Herren Löw- Vogel und Jakob Schaffer zu dessen ‘ Stellvertretern, Herr L. Glaser zum Kanter und die Herren Ellen st ein uttb Leblang zu Schriftführern gewählt. Alle anderen Ausschutzmitglieder sind, zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengetreten, die nach erfolgter Konstituierung ihre Arbeit beginnen wird. — Verein Alt-Blau-Weiß des Iüd. WanderbundeS Blau-Weiß. Nächste Zusammenkunft Donnerstag den 24. d. um 8 Uhr abends im Hotel de F r a n c e, Klubzimmer. Tagesordnung: 1. Palästina-Fragen, 2. Zentvalwanderung anläßlich des 10jährigen Jubilänmi. Mitglieder und angemeldcte Gäste werden um unbedingtes Erscheinen ersucht. Brirstafteu der Mn. Weißmann. Direkte Schnellzüge Wien—Lemberg gehen täglich «um 13 Uhr 30 Min. ab. Der Preis einer Fahrkarte ft Klasse beträgt 44:000 österr. K.. 96 tschech. K. und 110.000 polnische Mark. Im Vorverkauf Kärtnerring 11 zu erhalten. Die polnische Paßstelle befindet sich 4. Bez., Mayerhofgasse 11. Die Höhe des tschechischen Durchreisevisums richtet sich nach Staatszugehörigkeit und Beruf des Petenten. Oesterreichischer Paß oder Visum erforderlich. — Schl. Ihre Anfrage ist brieflich beantwortet worden. — M. 7. Student. Wenden Sie sich an das Iugendreferat des Zionistischen Landeskomitees, ■ 2. Bez., Taoorstraße*20a. — Rosa F. Die betreffende Institution ist inzwischen aufgelassen worden, ein Ersatz wurde bisher nicht geschaffen. Futzballerpstngsten. deutsche Meister — eiue MtSuschuug. — Phönix (Ludwigshafeu) erweist sich unserer ersten Klasse edenbkrtig. — Siege der Favorite i« der MeWerschust. . Phönix: Bauer; Bechtl, Regele; Gbert, RMg, Hippner, Stiller, Weber 1. MeHschmann, Melber 2, Duvsi. Die Athletiker konnten gefterr., gegen die Gäste anS LlchwigÄhnfen zwar gewinnen, das Spiel. das sie vovsÄhrten, war aber nichts weniger wie erstklassig. Die Verteidigung der AtWetÄer iveist noch immer trÄditionsmäßige Schwächölt auf. In der Deckung gefiel nur P-Nschner. doch machte sich seir.-e derlbe Spielw^ise unanaenchm bemerkbar. Der Ersatzläufer Schneefuß versagte. In der Angriffsreihe f fiel das ' rechte FMgelPcrar gälGich ab. Altwar spielte eigeilsir.-nig und Hofstetter erregte durch seine Unbeholfenheit zum Schlüsse nur lnchr Heiterkeit. Dagegen waren NeumaNu und Huber recht gut. Die DeuEfchen traten Mit dersMeit Mannschaft wie tags zuvor au, in welcher der Tovmal.'N diesmal öolffomnt-cn versagte. Er versuchte jeden Ball a la Iockl mit dem Fuße abznwchren und verschuldete auch wiederum a la IM auf diese Art zjivei Tore. m bu BegMn des Spieles ist dir W. A. C. überlegen und Neumann hat Gelegenheit mehrere Torschüsse anzubringen, die von Bauer nur mit Glück abgewehrt werden. In der 22. Minute spielt Huber seinem Nebenmann Neumann das Leder zu und dieser kann, ungünstig placiert, nur einen schwachen Schuß anbrinaen, den der Tormann zur allgemeinen Ueberraschrmg nach einem leicht-- smmgen Abwehrversuche mit dem Fuße ins Tor läßt. Zwei Minuten spater schießt Neumann auf genau die gleiche Art den zweiten Treffer. Irr der 30. Minute gehteinBombenschußWebersandie Stange. In der 34. Minute verschuldet die Verteidigung von Phönix durch Hands einen Elfer, den Neumann sicher verwandelt.FünfMiNUten später hält Neidliüger einen Angriff der Gäste im Strafraum mit der Hand auf und die Phönixmannschaft kommt zu ihrem ersten Kffolg. Zwei Minuten vor der Pause bringt Weber '1 Sei einer Gesamtaktion des Angriffes einen Prachtschuß an und erzielt das schönste Tor des Tages. In der zweiten Spielhälste ist Phönix stark uberleaen. Mehrere gut angelegte SturmMfe bringen ihnen keinen Erfolg erst in der 17. Minute gelingt Rillig durch einen Freistoß aus beträchtlicher Entfernung der Ausgleich. Bis Spielende sind die Deutschen etwas besser als ihre Gegner, doch kann Wallner 8 Minuten vor Schluß nach einem Zuspiel Neumanns deck stegbringenden Treffer erzielen. Vor dem Hauptspiele standen eine kombinierte W. A. C.-> Mannschaft und Red Star (Oberlaal einander gegenüber. W. A. C. siegte nach überlegenem Spiel 8:0. Rapid—1. F. C. Nürnberg 4:0 (2:0). Okapiid: Panier; PchMch, Rdart; Niifch. Brands stetter. Mar; Wessely, Wittka (Schlosser), Kuchan. Richter, WonidraE. v . Äj..?ürnäbcxhi- Stuhlfant; Bark, Kucher (Grünevwailid); Kopplinger. Winter. Schmidt; Strobel. Schwarz. Wwder. Popp, ' Sntor. ' Rapib-Plah, 20.000 Zuschauer. Schiedsrichter Wagner. ,Das Wiener PuMLum wurde in der letzten Zeit schr verwohnt/außeridem scheinen auch die finaWiellen Opfer, die den Spovtentbustasten auferlegt werden-, nicht ohne Einfluß So f<mt es. daß sich auf dem RapM-iPlatz kaum 20.000 Zuschauer einfanden. Nm den Kampf zweier Meister zu scheu. Nun, es war kein Kampf z-veier Meister, deru wenu auch der Sportklub Rapid zeitweise ansaezeichneie LeiftUuaen bot, so wurde ihm das durch den schwachen Gegner sehr erleichtert. denn die NÄrnbevger konnten fast nie den Hütteildorlfern gefährlich werden. Recht voreilig haben sich die Deutschen vor Jahresfrist als beste Mannschaft des Kontineris aus- Mannt. Ein Vergleich Mischen ihnen und den anderen führenden Mannschaften der Nachbarländer, die wir in den letzten WoKn hier Men,.fällt, stark,zu Hren/UrMnsten aus. Die MM ,ckoNn-SN, Wohl, für ihr gestv-ges Versagen einige EntfchU«dtMngsgründe ge tend Nlachen; sie mußten für Träg und Kalb^Ersatz stellen. außöMm lag ihneu/das vortägige Spiel in Buioapest lind die Reife' in den Beinen. In gleicher^ Weife war ab'ör auch Ravid gcharÄikapt.. Pa die HüttMorfer am Vortage ein schweres MeisterfchaMspiel zu erledige,t hatten. Mas aber den Nü-enbexgern «eaen'über den Grünen dür I,tte Die Pfingstfelievtage brachten uns zwei Vertreter der süddeutschen Extraklasfe, die uns aber nichts Neues zu zeigen ^vermochten. Beide Mannschaften wissen unMähr da8 gleiche Mnnen wie nufere Klubs, die sich in der Mitte der erstklassigen ^Tabelle befinden, auf. Die beiden zur Austragung gelangten MeisterschaftAspiele Rapid—F. A. C. und Amateure—Hertha brachten die glatten Siege der favorisierten Mannschaften. Die Floridsdorfer scheinen nun ebenfalls dem Abstieg nicht mehr ,entriunM zu können. Nachstchend die Berichte: Hakoah—Phönix (Ludwigshafen) 2:2 (1:1). St. Beiter Sportplatz. 16.000 Zitschailer. Schiedsrichter Wcmcura. Ha ko ah: Halpern; Scheuer, H. Weiß; Kerr, Pollaik, SVutziki; Neuselld, Häusler, GanÄ. Heß, Katz. Phönix: Bauer; Bechtel, Regele; Gbert, Rillig, Hüppner; Siller, Weber 1, Fleischmann, Welbep 3, Gvünauer. In diesem Freundschalftstreffeti wurde nur recht mäßiger Sport geboten. Die Gäste aus dem deutschen Reiche stellten «ine ambitioulierte Mannschaft, deren Klasse ungefähr jener der im vorhergehenden Meisterschaiftssptele tätigen Hercha Aeich war. Aus den, Ensemble ragte lediglich der rechte Flügel hervor, der ausgezeichnetes Können zeigte. Die Halo ah-Elf war gegen den Vortag nicht wieder zu erkennen. Die gestellten, Ersatzleute konnten nicht rsstllos 'befriedigeit, überdies war die, Mannschaft von dem'schweren Spiel gegen die Engländer sichtlich übermüdet. Auch das ziemlich 'spät zu Ende geigangene, Baukett des Borabends hatte seine Wirkung getan. 'So bekam man einen zwar weniü anregenden, dafüv aber um so ausvegende,ren Kampf zu sehen. Der auif alle Zu-? schauerräume verteilte Pöbel benützte das Spiel der jMschen Mannschaft geißelt einen deutschen Gegner zu einer wohl ■ organisierten antisemitischen Demonstration. Unmittelibav nach Anpfiff setzte -der Spektakel auf oem Stehparterre ein, Und als die dort Radaubvüder fahsii, daß sie beim TrMnenpubWum die richtige- Resonanz fanden, kannte ihv -Toben keine Grenzen. Jede Entscheidung oes SchtedSöichtSrA wurde mit einem ohrenbetäubenden Iolhlen und Pfeifen ftc* Feitet, Stöcke gegen die Wiener Mannschalft Mchwu-ngen usw. .lieber den Gastgeber, den Wiener Amateur Sportverein, her nichts -tat, um diesem Treiben Einhalt zu gebieten, wird noch ein Wörtlein zu reden ff-ein. Das Sipel sMst brachte ivenig BemerEenswertes. Schon, der erste, Angriff, dev Gäste brachte ihnen den Erifolg. Jleijchmann nützt einen krassen-Fehler Weiß' aus und schießt scharf ein. G. Minute.) Bald daraus tauschen die Liüvigshafener eigen Spieler aus.-In der 19. Minute stellt Häüsler mit scharsem Schüsse den Ausgleich her. Bei der Hakoah sind Postak und Heß abwechselnd-, auf dem Zenterhalfposten tätig. Letzterer wird an der Stirne verletzt und muß für fünf Minuten Ausscheiden. Nach der Pause tritt an Stelle Weiß' Lierlinger cm-, der den Zent-echalsposten einnimmt, während Pollalk als Verteidiger tätig ist. Hakoah ist mehr im Angriff.- -In der 30. Minute schießt Häusler scharf ein. Der gegn>erische -Tormann erhascht oen Ball miivd'estens einen Viertelmetev Hinter -der Lmre, boxt ihn an den Pfosten/ von dem er mS Feld springt. Der Schiedsrichter gibt nalürlich Goal. Dev Pöbel tobt! Der Ausgleichstreffer der Gäste, der fünf Minuten Vor Schluß durch Weber 2 erzielt wird, wst einen wahren Fwudentaumel aus. . . . Schiedsrichter Wanc-ura ließ sich vom Mob nicht terrovilieren; er leitete das Spiel korrekt. W. A. C.—Phönix (Ludwigshafen) 4 r 3 (3 r 2). P. A. C.-Platz. 8000 Znschauler. Schiedsrichter Kienzl. W. A. C.: FviM; ZawadA. NeMr.ger; Mächhörtch^ Ptlschner. Schneefuß: Anwar. HoUetter, Wallner, Neuinann, Huber. - disusiv/goksi-.plslr, Mdldllns Samstag den 26. Mai, 6 Uhr; MEISTERSCHAFT Vorverkäufi Sekretariat Hakoah, I., WiesingeratraEse; * Sekretariat Wacker, XII., Schönbrunneratraaue Nr. 310 n rtorUÖt eintrug, war der Mangel geglichen Systems. Ke,n Mann wußte etwas Vernünftiges mit dem Ball anzuisangen; dementsprechend liatten sie fast nie Aussicht auf Evfolig. Am ehesten entsprach noch die Verteidiguno. wenn auch Stuhlfant an den erhaltenen Toren nicht schuiNos ist. Bark war wohl stoßsicher, ansonsten konnte er nicht befriedigen. Kugler, der wegen einer Verletzung in der Mitte der ersten Spielzeit aus» scheiden mußte, wurde durch GEnerwald kaum schlechter ersetzt. Der suuge Zenterhalf Wir.ter konnte sich ehrenvoll behaupten, die beiden Seüenläufer waren den flinken Rapid- Flügeln nicht gewachsen. Der Angriff lieferte ein zerfahrenes Spiel, den besten Mann hatte er in Wieder, den gefährlichstenin Sutor. Die übrigen konnten sich nicht auAzeichnen. Die Grünen boten gestern eine gute Leistung, so daß ihr Sieg nie in Frage stand. Die Bert-eidig.nng.-war sehr stoßsicher und wehrte alle Angriffe der Roten c-nwgisch ab. Paulex hatte wenig zu tun. bei >einigen Bällen wurde er sehr vom Glück begünstigt. In der Halvesreihe war Klär der Schwächste, Brandstetter und Nttsch brillierten. Der Angriff war gut disp-.'nier-t; die Flügelstürmer konnten immer wieder an den Halbes der Gegner vorbeikommen, Richter und Kut-han verstanden sich ausgezeichnet. Schlosser war der schwächste -Mann. . » Rapid hat Abstoß, Moudrak gelangt vors Tor, seine' Flanke fängt Stuhlfant, er kann aber nur mit der Hand auswerfen, Kuthan erhält den Ball und schießt, volley knapp über die Latte. Nach einem Mißverständnis -verschuldet Bark ^dcn ersten Korner, der ergebnislos verläuft. Die Riposte der Nürn-' berger endet mit knappem Fehlschuß Wieders, Rapid erringt. zwei Korner, von denen der letzte durch Wondrak zum, ersten Treffer führt. Kuglcr wird verletzt, er versucht War weiteMuspielen, seine Stelle nimmt aber bald Grünerwald ein. Einen weliteren Korner verköpft Richter. Bach darauf wchrt Pauler, von der Torstai.ge nnterstiützt, einen SchUß Sutors ab. Barkbc- ' geht ein Foul im Strafraum, den Elfer verwandelt Brandstetter. Bark .rettet im letzten Moment auf der Goallinie. Wondrak schießt aus zwei Metern Entfernnng Stuhlfant an, -den abprallenden Ball schießt er -an die Stange. Halbzeit 2:0. Sie zweite Hälfte sieht Rapid fast durchwegs im Angrisf. es dauert aber zwölf Minuten, bis Kuthan das zweie, Tor erzielt. Die Grünen kombinieren gut unld lassen die Gäste nicht über die Rtttte. Stuhlfant hält mehrere Bälle, kann jedoch nicht verhindern, daß Kuthan das vierte Tor erzielt. Das Spiel flaut ab und bringt bis Schluß keine Erfolge mehr. m. t. Amateure—Hertha 4:0 (0:0). Amätonr-Platz. 18.000 Zuschauer. Schiedsrichter Braun. Amateure: Jokl; Hilth Heikenwälder; Kurz, Jenö, Geyer; Cutti, Kalman, Schaffer, Swatosch, Weeera. Hertha: Ostricek; Schneider, Solil: Wsolek, Reiterer, Unger: Holly, Kabada, Kumba, Ltstopad, Neuhold. Die Amateure vermochten ihre in der letzten Zeit b.e» wiesene gute Form neuerlich durch einen eindrucksvollen Sieg zu dokumentieren. Hertha leistete zwar harten Widerstand, konnte den Kampf auch bis zur 60. .Minute unentschieden halten, schließlich unterlag aber doch Wucht und Kraft dem elegansten, kräftesparenden System der Hausherren.. Die Violetten haben nun endlich zu allen anderen Vorzügen auch Schießen gelernt und besitzen derzeit eine Mannschaft, die in' Deckung und Sturm kontinentale Extraklasse darstollt und deren einziger schwacher Punkt die überaus unsichere Verteidigung ist. Sowohl Jokl als auch Hiltl - und Heikenwalder sind jeder für sich imstande, ihrem Verein das sicherste Spiel zu verlieren. In der Deckung der Amateure überragte Konrad seine vorzüglichen Partner, im Angriff wären vor allem Cutti und Swatosch hervorzuheben, aber auch die anderen — sogar Wecera — spielten sehr gut. Hertha hatte diesem siorzüglichen' Team wenig Gleichwertiges entgegenzustellen. Lediglich Solil, und Ostricek zeigten wirkliches Können und verhüteten eine weit schwerere Mederlage. Die Halvesreihe war nach einer halben Stünde mit ihrer Kraft zu Ende und sonst hatten diese drei Spieler dem überragenden Können der Violetten nichts entgegenzustellen. Im Sturm zeigte Kumba etwas Spielver» 'ständnis, seine Partner gingen auf seineIntentionen wenig ein. . Das Spiel beginnt mit. schönen Aftionen der Amateure, knappe Fehlschüffe und gutes Spiel Ostriceks verhüten vorerst Erfolge. Hertha kommt nun für etwa eine Viertelstunde stark aus, gibt sich aber dabei zu sehr aus und so beherrschen die St.-Veiter bald wieder , das Feld. In der 10. Miuute der zweiten Hälfte wird Swatosch freigespielt und erzielt beit ersten Treffer. Ein Zuspiel Weceras verwandelt Kalman zum zweiten Erfolg (28. Minute), und in der 96. und 37. Minute stellen zwei weitere Prachttore Swatosch' nach Vorarbeit Cuttis den Cndstand her. Schiedsrichter B r a u n, der heute unser bester Referee sein dürfte, wurde bei Betreten des Platzes mit lautem Beifall begrüßt. Vapih—Flomdsdorfer A.-C. 3:0 (2r0). F. A. C.-Platz. 8000 Zuschauer. Schiedsrichter Werner. 'Rapid: Pauler;' Regnart, Popovich; Klär, Brandstetter, Ritsch; Wondrak, Richter, Kuthan, Wittka, Wessely. F. A. C.r Hofer; Czihar, Amon; Bernhauer, Katttner, Wostrak; Paradeiser, Jszda, Busch, Wieser, Nowak. - . Rapid hatte Sonntag Gelegenheit, sich bei.seinen Anhängern nach der Rekordniederlage gegen Slabia ein wenig zu rehabilitieren. Die Mannschaft zeigte sich sehr svielftendia und fiihrte einige schöne KombinationszÜge vor. Die Sieger, hatten diesmal in Popovich ' eine mächtige Stütze. Regnart lvor gut wie immer. Die Halvesreihe hatte gegen die zerfahren spielenden Stttrrner der Floridsdorfer nur wenig Abwehrarveit zn leisten Uttb konnte ihre Kräfte ganz auf die i Untersttitzirng. der Angriffsreihe konzentrieren. Brandstetter spielte init geradezu wütendem Eifer. Vorne klappte es diesmal auf allen Posten; von den beiden Flügeln ist man ja gute Leistungen geivohnt, aber baß beispielsweise auch Richter gut spielte, war die Uebenaichung des TageS. „ Ä Die Floridsdorfer spielten sehr nrrglücklich. Durch daS . Fehlen Seidls war die Stttmerreihe sehr geschwächt, spielte planlos und versuchte ihr Glück in EinzelvoMße^ die bei der sichere^