Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1533 (20.5.1923)
- Date
- 1923-05-20
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980614--14821-3001591- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
jj IgTW'r- ,?,*, <W.’ Nr. 1R8 Men, Sonntag * FamMvubadMuserö in Älostermubmg. Die wiri- Vchaftliche Lage hat es den großen Massen des Mittelstandes umnögsich -gemacht, eine Erholung während des Sommers zu genießen, wie es Kr die Gesundheit des einzelnen unerläßlich Ät. Um diösM Mangel wenigstens t-illweise zu ersetzen, hat die Mosterneuburger Wagcnfabrik A.-G>, 12. Bez., Grreshosgasse 16, mit der Gemeinde MolsterneuVurig im städtischen Strandlbad vorlänffg 106 Strandlbadelhänfer in einer stUar'ti- ,gen Ansftibrung erbaut und wirb dieise Anlage zu einer .BomtmersiMung für den Mittelstand aus,gebaut werden. Die iStrandbadebänser haben den Zweck, einer Familie die Möglichkeit zu bieten, sich tagsüber wohnlich - emzueichten und auch A» übernachten. Für diese Mtion ist aus. begreiflichen Grüni'ben ein besonderes Interesse vorhanden .und die.meisten der!oben rwäihnten Strandbädeihäuser wurden bereits verkauft. Die Gemeinde Klosterneuburg stellt den' Käufern der Strand- 'bad-ehäuser den Grund mit s,e einer großen Gartenanlage vorläufig für 20 Jahre unentgeltlich zur Verfügung und wird auch elektrische Kr>ast für Beleuchtung und Küchenbetrieb einleiten. Im Strandbad sind außerdem Restaurations- und iKonditoreibetriebe vorhanden. Die^ Anschaffungskosten eines sJtrandbadchauses sind relativ sehr gering und erreichen nicht die Höhe der verlangten einjährigen Mietzinse für eine Sommerwohnung. * Für die Rettungsgesellschaft veranstalten die vereinigten Wiener Robert-Bühnen am Samstag den 26. d. um HM 5 Uhr nachmittags aus dem Konstantisthügel im Prater ein „Kirischblüteüstst", 'bei welchem hervorragende KunsÄräfte und sämtliche Mitglieder der Wiener Robert-Bühnen Mitwirken. Karten iM Vorverkauf bei der Nettungsgesellschaft, und an den Kassen der Neuen Wiener Bühne, der Renaissancebühne und der Kamimerspiele. ' * Der sechste Alkoholgegnertag. Im Saale der Gesellschaft der Aevzte wurde gestern abends dev sechste Alkoholgegnertag in feierlicher Weife eröffnet. An demselben nahmen »mehrere hundert Delegierte in- und auslländischev Alkoholvereine und Vallksbildungsver-eine teil. An die Begrüßungsansprachen. des Vizekanzlers und des Stadtrates Pros. Tand- Iler schlossen sich Vorträge des Primararztes Dr. Wlassak übler Rückblick und Ausblick aus die AntiäKohovbüwegung, des Univerfftätsprofeffors Dr. Gaupp (Tübingen) über den» Kampf gegen den Alkohol beim Wiederausbau Mitteleuropas, und des Professors Dr. Reichel über die Wirkungen der RauschtträMnappheit während des Krieges. * Zionistische Sektion Prater. Dienstag den 22. d. findet im Bayrischen Hos, 2. Bez., Taborstraße 30, eine Vortrags- Veranstaltung statt, zu der Frau Mali Picon, Frau S keine r-Mecsis, Lberkantor Halter u. a. ihve Mitwirkung Ungesagt haben. Anschließend Tanz. Arrangement: Otto Maring er. . * VerstaMichnng des Dorotheums. Der Ministerrar hat in seiner letzten Sitzung die Erlassung eines Statuts für das Dorotheum in Wien genehmigt, mit ioelchem die Oberleitung und Ueberwachung der Ge-schästssühr'.'ng oer Austal: einem 'Kuratorium, übertragen wird. Zum Präsidenten dieses Kuratoriums würde von der Bundesregierung Minister a. D. August Segur bestellt. * Der tägliche Antmmfall. In der Marrahibferstraße tvurde gestern die Private Anna Pölling er beim Uebersetzen des Fahrdammes von einem Auto ersaßt und niedergästoßen. Sie erlitt schwere Verletzungen. * Büchrrlotterie der Mmer Presse. Ein Teil der Bücher, die als Treffer der Vücherlottorie der Oganisation der Wiener Press« m Betracht kommen, ist im Schaufenster der BuchhaMung Lechner (SB. Müller) am Graben ausgestellt. Dajnt'iit ist Gelegenheit geboten, sich von dev reichen AuAvahl der. Lqlterie mit wirklich guten Büchern zu überzeugen. Diie Zi>ehuNg findet bereits am 30. d. statt. Lose, sind in Trafiken und Zeitungsverschleißstellen (1000 K. das Stück) zu haben oder von der Kanzlei, der Organisation, Wien, 1. Bez., Elisa,bethstraße 9, An beziehen. Diese TepMpreise N! offeriert nur das Teppichhaus Weitzner, 6. Bez., Mariahilserstraße 105. Teppich für Villa und Landwohnung 190 K. Speisezimmerteppich, Perserart, 690 K., Bettvorleger 15 K., Clothsteppdecken 175 K., Laufteppiche 18 K., Flanelldecken 45 K., Wandteppiche 29 K., Bettgarnituren, hübsch gestickt, 190 K., Leinentischdecken 65 K., Gute Qualitäten. Halbstores (Bonnes femmes) 29 K., Bxises-BiseS 6 K., Künstlervorhänge 39 K., Spitzenvorhänge, 100 cm. breit, per m. 7 K., Doppelbettdecken 88 K., alles aus Tüll, Etamin und Batist, Madras-Vorhänge 95 K. Preise in Tausendern. (Entgeltlich.) Re A. Gerngroß A.-G. veranstaltet diese Woche einen sensationell billigen Seiden verkauf. Lesen Sie unsere große Ankündigung auf der Theaterseite, welche dreißigbesonderepreiswerte Serien bringt. (Entgeltlich.) * Im Turnerlempel» Wien, 15. Bez., Turnergasse 22, findet am Donnerstag den 24. d., 7 Uhr abends, großes Kantorenkonzert, veranstaltet vom österreichischen Kantorenverband, statt. Es gelangen sowohl Solls tvie auch Chöre zum Vortrage und dürsten Freunde synagogaler Gesänge gerne die sich bietende Gelegenheit benützen, um an diesem einzigartigen Kunstgenuß teilzunehmen. Restliche, noch vorhandene Karten sind in der Kanzlei des Turnertempels, 15. Bez., Turnergasse 22, zu haben. (Entgeltlich.) * Amerikanische Rauchtabake. Wir erfahren, daß der Verkauf der seinerzeit von der Tabakregie eingeführten amerikanischen Rauchtabake Myrtle cut und Oriuoco cut, die sich großer Beliebtheit erfreuen, demnächst zu Ende geht. (Entgeltlich.) * Die Weflhmn United-Mannschaft hat ihren Bedarf fut Kleidern bei Bibring, Mariahilferstraße 172, gedeckt und ist mtzückt über die vorzügliche Qualität und die billigen Preise. (Entgeltlich.) * Personalnachrichk. Dr. Max Schur, Assistent der Int. Abteilung der Allgemeinen Poliklinik hat seine Ordination ausgenommen, 8. Bez., Mölkergasse 5, 2 bis 3 Uhr nachmittags, Telephon 13-5-14, 4293(VI. (Entgeltlich.) Das von mir bis vor kurzem geführte Koscher-Resiauraul «»Central"» 2. Bez.» Taborftrahe 8 a, ist in den Besitz des Herrn Franz Manhart übergegangen. Anläßlich meines Ausscheidens aus diesem Betriebe spreche ich meiner: geehrten Gästen und Freunden den wärrnsten Dank stir das mir stets entgegengebrachte Zutrauen aus. Gleichzeitig gebe ich hiermit bekannt, daß ich das seit Jahren nicht urehr betriebene Grand Restaurant National, 2. Bez., Taborstraße 18 (Eingang durch das Hotel-Vestibül), erworben habe und dasselbe nach vollständiger ,Neurenovierung am 10.' Juni d. I. eröffnen werde. Ich werde bemüht sein, meine k. 1. Gäste in jeder Beziehung zu deren vollsten Zufriedenheit zu , bedienen und bitte »dieselben, mir auch in meinem neuen Wirkungskreis das bisher ’ ßegelgte Wohlwollen zu bewahren. W. Spritzer, Restaurateur. MlÜüMchä Wiener Morgenzeitung. sind die besten und billigsten! >., Adlergssse 3 1 '♦* Tsborstr. 17 b % sSTa Infolge vorteilhaften Ankaufes großer Warenbestände ist das wegen seiner Kulanz Lestrenommierte Kaufhaus B r ü d er S ch i f f m a n n, 2. Be z., T ab o r st r a ß e 48, . in der Lage, Waschwaren, Damen- und Herrenwäsche, ferner Leinenwaren, Bettwäsche, Regenmäntel sowie original englische Frühjahrsstoffe für Damen und Herren in enormer Auswahl zu unerreicht billigen Preisen abzugeben. Nachstehend einige Beispiele: Prima Webe.pro Meter 11.000 K. „ Chiffon.. 12.000 K. „ Streifgradl.. Bettzeugs ..„ „ 12.000 K. Bettücher, 140 Zentimeter breit „ ., Matratzengradl.„ „ 25.000 K. .-'A 8.500 K 8.800 „ 14.000 „ 9.800 „ 19.800 „ 28.000 „ 9.800 „ 7.900 „ 19.800 „ . . 98.000 „ . . 59i000 „ . . 29.800,, . . 18.000 „ . . 39.800,, , . 45.000,, . . 126.000,, (Entgeltlich.) * Ein idealer Anfenlhall bei jeder Witterung ist das wiedereröffnete Cafe-Restaurant „Konstantinhügel". Unter der bewährten fachmännischen Leitung des neuen Besitzers Herrn Otto Kaserer wird in jeder Beziehung für vollste Zufriedenheit des p. t. Publikums gesorgt. Verabreichung von nur besten Speisen und Getränken bei austnerksamster Bedienung und mäßigsten Preisen. Weine aus eigenen Kellereien. Zn jeder Tageszeit warme und kalte Speisen, ftische Milch, Joghurt sowie Erfrischungsgetränke. Stets ftisches Bier vom Faß. Bei schlechter Witterung geheizter Prachtsaal. (Entgeltlich.) Blaudruck Etamine in allen Farben . Damenhemden. Damengarnituren (dreiteilig) Seidenjumper . . . . . . Cretonhemden (für Herren) Unterhosen . . . . . . . Covercoats. Englische Schafwollstoffe: . Regenmäntel. * Der moderne Figurformer. Die neueste Kleidermode bedingt das Tragen eines fischbeinlosen Korsetts, welches die moderne Körperttnie — die schlanke, biegsame Figur — diskret hervortreten läßt, ohne die volle Bewegungsfreiheit der Trägerin irgendwie zu stören. Einzig dastehend ist der von Madame Henriette l4. Bez., Margaretenstraße 28) erzeugte Figurformer „Henriette-Juno", dessen Vorzüge in dem peinlichst dem Körperangepaßten Schnitt (individuelle Modellierung bei der Anprobe) und dem hygienischen Schnürsystem liegen. Für stärkere Damen besonders kunstvoll gearbeitet. Für Badereisen spezielle Bademieder. Vielartige Modelle in Bleinon, Leinen, Seide, Trikot und in strapazfähigem Drill erhältlich. (Entgeltlich.) * Qualitülsmöbel aller Holz- und Stilarten kaufen Sie äußerst preiswert im Möbelhaus Max Bergmann, 2. Bez., Praterstraße 38 (Weintraubengasse 2). (Entgeltlich.) Nestrotz im BurMeater. („Einen Jux will er sich machen.") Max und Moritz, diese beiden, machen uns gar lvenig Freuden — wenn sie Nestroy spielen. Aus dem Nestroy-Paar Weinberl-Christopherl formen die Herren Otto T r e ß l e r und Hans Thimig das Busch-Paar Max und Moritz. Schlecht fügt sich der Text des göttlichen Nestroy zum Stil des göttlichen Wilhelm Busch. . Wenn Weinberl und Christopherl den Ulk mit der Gartenleiter aufführen oder in der Wirtshausszene mit der Zeche durchgehen, ist die Geschichte von Max und Moritz um zivei Bubenstreiche erweitert. Es ist der heitere .Busch-Gewinn des traurigen Nestroy- Abends. *; Mit Nestroh ergeht es den Schauspielern wie den Geigern und Sängern mit Mozart: leicht zu hören — schwer zu spielen. Verflucht, wenn man daneben greift, einen Lauf verwischt oder nicht rein singt. Jedes Kind merkt es und hält sich die Ohren zu. Im Burgtheater bestehen völlig nur Herr' Huber und Herr Dan egg er, denen die einzige waschechte Nestroy-Szene zu danken ist, in einigem Abstand noch Herr Maherhofer, der den Melchior ech! wienerisch bringt, aber nicht gemütvoll-pfiffig, sondern harb-ordinär. Ein Wasserer oder Hausmaster aus der Lueger-Zeit — kein Hausknecht aus der Nestroy-Zeit. (An den Melchior Cornelius Kirfchners vom Deutschen Volkstheater darf man sich nicht erinnern.) RrLZuMw 20. Mar 1923 Seite 11 P ü n k ö s d y. Nun käme die Schilderung des Unerquicklichem die unterbleibe, weil so viel Mühe in der Aufführung steckte! und weil sich das Publikum vortrefflich unterhielt — wenn eauch nicht bei Nestroy zu Gast war. # , Das hat wohl die köstliche Alt-Wiener Musik bewirkt wo Nestroy fehlte, da stellte sich zur rechten Zeit ein klassische* Wiener Walzer ein — und die Serie schöner, frischer Bühnenbilder, die dem Herrn Remigeus G e y l i n g zu danke:: ist. , Der Spielleiter Zeska hatte manchen grüen Einfall? Neben dem Haus der Modewarenhändlerin Knorr etabliert: er den Tandel-Markt eines polnischen Juden. Manche isrealitische Stammsitzinhaber des Burgtheaters, die energische Ab«, lehner der ostjüdischen Mitbürger sind, wurden unsanft er»' innert, von wo ihre Großväter kamen. Das Haus war festlich beleuchtet. Man sah um so deutlicher, daß das Burgtheater, welches bis her Nestroy ver» schlossen war, noch immer nicht tauglich ist, ihm die Tore zu öffnen. Otto Abel es. Theater an der Wie«. Im Einklang mit der Alt-Wiener Sitte, im Somured zum Heurigen nach Grinzing zu gehen, ist im ZKeater an der Wien „Die Bacchusnacht" für die Sommerzeit ejnge« zogen. Die Operette von Ernst M a r i s ch k a und Brun» Granichstaedten versetzt uns in das alte Rom, in denr> Kaiser Nero, um seine verlorene Geliebte wiederzugewinnen, ein nächtliches Bacchanal veranstaltet. Es ist ein recht merk-, würdiges Rom, das hier in Sprache und Sitte, in Ausdrucksweise und Tracht lebendig wird: Der Parvenü Nero und der arrivierte Geschäftsmann Metellus, der in Malzsaft „madjt",1 sein abenteuerlüsternes, sich unverstanden wähnendes Weibchen und die Sklavin Lavinia, die zur Herrin des Kaisers wird,' sind gleichsam ein Operettenzerrbild unserer Zeit. — Neben' Römern durchschwärmen auch einige Neger die Bacchusnacht, und damit ist der liebenswürdigen Musik von Bruno staedten, deren einschmeichelnde Melodien man gleich wie alte! Bekannte begrüßte, die Möglichkeit gegeben, den Gegensatzzwischen Alt-Rom und Jnng-Wien im Niggerrhythmus auszugleichen. Die Zeiten haben sich geändert und „alle Menschen^ werden Brüder", wo Niggerrhythmus losgeht... Die Aufführung war ganz ausgezeichnet: Erika Wagner, welche im Stadttheater als „Siegerin" ihre Operettenlaufbahn begonnen' hatte, besiegt auch diesmal in einer ähnlichen Rolle die Männerwelt. Sie vermag dies mit ihrer edlen Stimme, mit? ihrer majestätischen Erscheinung und ihrem groß dimensionier-, ten Spiel, dasdie Heroine niemals ganz verleugnet. Um st' niedlicher Fräulein Kartousch, ein entzückendes Figürchen, das singend und tanzend Wiener Heiterkeit ins alte Rom trägt. °Hubert Marischka war wie immer ein trefflicher Sänger,' auch schauspielerisch bot er mit seiner Mischung von Brutalität und Sinnengier eine ansehnliche Leistung. Herr Josef König machte aus dem Metellus einen echten Wiener Wurstel, gegen! dessen billige Spässe man sich wchrt, ohne sich seiner , derben^ Komik entziehen zu können. Die Aüsstattung war überaus freigebig, die reizende Lena Amsel und ein Origmal- Nigger-Ensemble sorgten für die Abwechslung und so nahm der Beifall stürmische Formen an. Namentlich die Kundgebungen der Galerie ähnelten dem Tumulte einer Bacchusnacht! . - flb. „Re Brüder von St. Berehard'" (Deutsches Volkstheater.) Anton Ohorns Sch'LUlsPiel aus dem Klosterleben Hai gestern wieder starke Wirkung erFiÄt. Gutes, packorides Theater und eine vortreffliche Aufführung. Das Deutsche VÄ-kstheater ist-wieder im Aufstieg. Es stellt bewährte, ganz hervorragende Künstler, wie iKornelms Kirschn er, HMvtg Keller, Aurel Nowotny, die sein wenig geritzter Reichtum sind, häufiger heraus, als dies letder in der letzten Zeit der Fall war, und verfügt gögenwärtiig über hoffnungsvolle männliche Jugend, um die es manche erste Bühne beneidet könnte. Den echten, gemütvollen und bescheidenen Heckert Waniaik, der hochbsgMen Oskar Si-ma und Haus Frank, der einen Novizen gibt unld tatsächlich em hoffnungsvoller Kunstnovize ist, nebeneinander wirken zu schen, ist eine Freudet Wilhelm Klitsch ist in seiner Frische und Herzhaftigkeit nicht wiedeMerkennen, wenn» er, wie diesmal, richtig Vev wendet wird. Sehr verdient auch Felix Krones, Hugo Brady, Alfred Schreiber, Josef Strahl und Else Föry — kurz eine Musterausführung unter Leitung Friedrich Rosenthals. Aber für Kornelius Kirschner doch noch dankbare Bewmcherunig! Sein Pater Servaz, dieser priestörliche Greis ohne Harm, längst abgerückt von der bösen, verdevbten Mersch« heit, in Liebe zugetan der Kreatur und den Pflanzen, bleibt unvergeßlich. O. A. („Der ledige Hos" von Ludwig Anzengruber.) In: Rahmen des Anzengruber-ZyLlus brachte die Ext« Bühne den ,Ledigen Hof" zur Aufführung, bekanntlich ein Werk, in dem die Gefühle' schöner s:r-jd als ihr Ausdruck und die Handlungen bessrer als ihre Motivierung. Das ffotie Tempo der Darstellung milderte den Gefühlsüberschwang -und machte es auch weniger meMich, daß die dramatische Technik, des Stückes, weit' mehr als bei arideren Werken des Dichters,^ veraltet ist. Immerhin fällt ein Vergleich mir einer großes Zahl moderner Dheaterstücke nnnrer noch überaus giinstig für das Anzengruber-Wevk aus. Dieser Ansicht schien auch das Publikum zu sein, das nicht mit-Beifall kargte und sich sehr ans geregt zeigte. Frau Exl spielte die Bernhof-Bäyerin in tjeri gebrachter Weife und verstand es nicht,'der Gestalt individuell« Züge'zu verleihen. Ganz vortrefflich war Frau Mari» (Karnnrerleitneriir). eine. die nicht chych, flemjÄ jfcty