Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1530 (17.5.1923)
- Date
- 1923-05-17
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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»r. £880 ©fett, DvrmerÄag BUne md Kunst. .Ser Bitter»«»." (Kmrrmerspiefe.) „Der Bteverzug", welcher vor «Älchen Jahren einige Vutzend Male in 'der Neuen Wiener Bichne «solche Gemüter erhettevt hat, die Geduld genug hatten, zwei lanMsponnene -Akte über sich ergeben zu lassen, dis sie >im dvitten einigermaßen auf ihre Rechnung kamen, kutschiert jetzt in den KamMrspielm. Das „Miestvieherl", welches sich drei — .sagen wir — Hengste bmgespannt hat, gibt jetzt Frau Carlsen. Mit etwas zu stark aufgetragenen Farben, durch hie oft die Grazie verloren geht, und mit ein wenig gemachter Parodie, aber recht erheiternd. Der männliche Teil des Viergespannes wird von den Herren Jwald, Balberg und Kersien sympathisch repräsentnert, Gut lustspielmäßig charakterisiert Cäeilie Lvovskyden Typus „Bestie Morgenstern". Herr Schrecker. der als Regisseur für mäßig beschwingten Lustspieltnab gesorgt hatte, erjüdelte sich einen verdienten Mgangsapplaus. Das Publikum lächelte ftenMich. S. S. Konzerte. In der guten cT:tn Zeit Hans Richters und Gustav Mahlers war es ein musikalisches Ereignis, wenn die festlichen Klänge von Beethovens „Neunter" durch den großen Mnsikverernssaal rauschten. Es waren oben die guten, alten Zeiten, in denen eS noch zäiheS Probeustndiinn gab und die Besten zur Mitwirkung gerade gut genug.waren. Man war sich noch der Ausnahmsstellung der ,Neunten" im Bereiche der ToMmst bewußt und hütete sie gleich Wagners „Parsifal" vor Profanierung durch „En Suite"-Anfführungen. Heute wagt sich jeder Kapellmeister und jeder Solist an dieses Werk, und'Beethovens JubelhymnuS wird zmn Kassenhymnus der Veranstalter: Denn die Nachfrage hat sich trotz des gesteigerten Angebotes nicht gemindert, und etwa fünfzehn Aufführungen fanden in der letzten Saison ihr mehr oder weniger dankbares Publikum. Di« Aufführung im Nikolai-Konzert überragte — schon durch die Darbietungen der Philharmoniker — das Durchschnittsindveau. Felix Weingartner, der kundige Beethoven-Interpret, ließ' seinem Temperament wiadsr einmal die Zügel schießen und dirigierte mit jugendlicher Lebhaftigkeit. Mächtig donnerten im Scherzo die Pauken, warm und milde sangen im Adagio die unvergleichlichen Streicher, im Finale wirkte mit dem Singverein das ausgezeichnete Soloquartett .der Damen Eligza und Kittel, der Herren Mai kl Und Mayer einträchtig zusammen. — Der Symphonie ging Beethovens Klavierkonzert in Es-Dur voraus, von Mitja Niki sch Pracht,ig gespielt. Er ist sich der Verantwortung, die er feinem 'berühmten Namen schuldet, vollauf -bewußt und hal von seinem Vater nicht nur die äußere Eleganz, sondern auch die innere Musikalität ererbt. Er überwand 'bald die anfängliche Schüchternheit und eroberte dann seinen Beethoven mit Clan und technischer Brillanz. Tags daraus dirigierte Klemens Kran ß int Arbe iterst) mp ho n ie ko nzert wieder Beechovens ^Neunte". Mit einer für seine Jugend übergroßen Routine, die gefährlich werden tarnt, nahm er vorwiegend beschleunigte Tempi; anscheinend ohne gründliche Probenarbeit und ohne sich mit Kleinigkeiten abzugckben, dirigierte er mit einer Großzügigkeit, die hart an Schlamperei grenzte. Der wohldisziplinierte Chor der Freien Typographia wirkte verdienstlich mit, die Damen Kala 6, Barthlme und Bittner, die Herren Dr. Ried in ger und Jerger sangen die Soli. Hanna Munk und Myro Glaß vereinigten sich zu einem Gesangsabend. Beide haben Theatenblnt, das nach der Bühne verlangt. Der unausgegl.iche.ne, starre Bariton des Herrn Gilaß verträgt ebenso wie der schöne, dramatiische Sopran von Fräulein' Munk sorgfältigere technische Forlung. Auch Fräulein Alice Co rosa, deren hübscher Sopran bisweilen im Halse stecken 'VK-iVt, bedarf noch liebevoller, musikalischer Obsorge. Der neuen Mavierirw-Bevemigung, die sich aus der ofttavahrten Pianistin Helene Sampl, dem «bekannten Geiger Karl B altz und den: tüchtigen Cellisten Wolfgang S ch n e ider gebildet hat, darf «man die günstigste Prognose stellen. Die drei Spieler verstehen sich auf vorzügliche musikalische Kameradschaft, die tat fein gespielten Beethovelffchen Trio-Variat.ionen über tat ,/Ichneider Kakadu" zustatten kam. flb. Ans de« Theatern. m besäter gelangt morgen, 7 .Uhr abends, die Posse mrt GHm, ,>Einen Inx will er sich-machen" von Johann Nestvoh zur ersten Aufführung. . ^Deutsches Volkstheater: Samstag. 7 >Ühr, xmfaK UWUftuyvunsg der drenaktigen Komödie .Die Frau mit dem Weißen Haar" von Giuseppe Adamü Im Ra im und -Theater geht Samstag Iden 19; ü. MM elften Melle Ibsens «John Gabriel Borkmann" mit Emannei Reicher als Borkmaam in «Szene. Die feeMevimg leitet öfopl Hornz Martin. BvlESa-eT: Heilte ,Die Boheme^. Än den.Kammerspielen acht als nächste Nachwor- WEttÄfodMt, dte denffche Uraufführung des breiartigen Echwanikes «Dt« zweite Hochzeitsttacht" (,-Le socmcke Mt bcrnceS“) von Mauvioe HennegUM, Paul BiGcmd und. Mwoe Bmvr m Szene. ®arl-Theater findet morgen. 7 «Uhr abends, die ** der Opsvette „Madame Pompadourr", 'E Mimr Kütt m >tac Titelrolle, statt.. Dp^llotheater: Donnerstag bringt die Exl- **Aa*f„^EDten Abend im Anzengruber-Zyklus ,-D er Hos zur Mfuhrantg. Anftmg präzise halb 8 Uhr. Wrenre Mopgfenzett««». 17. Mar 1983 Gestempelte Keime Auszahlung Mm In Zürich notierte die österreichische Krone . . die öftere, gestempelte Krone die tschechische Krone . . . die Mark. Holland......... Neto-Aork. London . Paris . Mailand Belgrad. Bukarest Sofia. . Budapest Warschau v.00?8V4«eu«MS. 0*007874 «wtlmes. 0.0078Vi (0.0078 0;0078‘/4 ( 0.0078*/* 16.65 ( 16.48 0.0126 ( 0.0127 £17.20 (216.90 (554.- ( 26.65 ( 36.66 ( 27.- ( 6.76 (-.- ( 4.40 0.10 0.0116 666.- 26.68 87.05 26.96 6.76 4.46 0.10'/,( 0.0114 ( am 15. Mai) am 15. Mai) am 16. Mai) am 15. Mai) am 16. Mai) am 16. Mai) am 16. Mat) am 15. Mai) am 15. Mai) am 15. Mai) am 16. Mai) am 16. Mai) am 15. Mai> am 16. Mai) Zinsfuß Geld Kurs vom 14. Mal Ware Geld Ware 4 27800.- 27900.- 27750.- 27850.- 6 734.- 736.- 731.- 733.- 6 794.- 736.- 731.- 733.- 8 1.55 1.65 1.60 1.70 4'I, 4044.- 4056.- 4019.- 4031.- ß 12.70 12,80 12.70 12.80 6 329.- 331.- 327.- 329.- Neuerliches Steige« der Valuten in Berll«. In Z ü r i ch hat die Devise Berlin gestern nur eine unbedeutende Aenderung erfahren.' Sie notierte 0-0126 gegen 0 0127 am Vortage. Die Devise Paris wieß eine Steigerung von 36.85 ans 97.05 auf. Prag besserte sich von 16.48 auf 16.65. In Berlin stieg neuerlich der Dollar von 42.244-10 aus 46.266 50. Auch das Pfund erfuhr eine Trhähung von 194.601-75 auf 209.325-35, der französische Franken von 2069-80 auf 2209-46. Selbst die österreichische Krone stieg von 59*85 ans 68 70. So nähern sich die Berliner Valuten dem Nekordnivean, welches sie im Jänner d. I. erreicht haben. Im gestrigen Wiener Clearing ist die Reichsmark weiter von 1*61 auf 146 gesunken. Der Dollar stieg von 70.675 auf 70.680. Das Pfund stieg von 326.800 auf 326.200. Ebenso haben die anderen Valuten unbedeutende Aenderungen zu verzeichnen. Nachstehend die offiziellen Noiierungen: Clearingkurse der Österreichischen Hatlonalbank vom 16. Mai 1928. Devisen (Schecks und Auszahlungen) Amsterdam f. l hoil, Gulden . Agram 1 lue. Kronen .... Belgrad 1 Dinar . Berlin 1 deutsche Reichsmark , Brüssel 1 belgische France . , Budapest 1 ungarische Kronen . Bukarest I Lei .'. Christlanla 1 norweg, Kronen . Kopenhagen 1 dänische Kronor . London 1 Pfund Sterling . . , Madrid 1 Pesetas ...... Mailand 1 Lire.. New York I Dollar...... Paris 1 Francs ....... Prag 1 tschecho-slow. Kronen . Sofia 1 Lewa . .; . Stockholm 1 schwedlscheKronor . Warschau I polnische Mark . Zürich 1 schweizerische Francs , Noten amerlkan. Noten v. 5 Dollar autw, „ . - . , kleinere . . , Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten ru 1000 Leva . » um 100 „ . » . , u kleinere. » . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Mark. . u » 1 m 100 » » » „ » . » kleinere.... Engl. Noten von 5 Livrest. aufw. » » kleinere ..... Französische Noten 100 Franca . Holländische Noten 100 Gulden , Italienische Noten v. 100 Lire aulw. » » kleinere . . . Jagosl, Noten ungest. zu 1000 Dinar U » u 100 » « » , kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. „ , kleinere.... Rumänische Noten zul000u.500Lei » » kleinere . . . Russ, Noten (Roman,) zu 500 Rubel » » * » J00 „ , » . kleinere . . Schwedische Noten lOOKronor . Schweizerische Noten 100 Francs, Spanische Noten 100 Pesetas . . 1 schecho-slow. Not. v.lOOOaufw, '» » kleinere Ungar, Noten (neue Eni.) zu lOOOKr. u u zu 10.000 Kr. ... kleinere , . , . 5 11585.- 11815.- 11885,- 11715.— 5 13285.— 13315.— 13035.— 13065.- 3 327900.- 328500.—32750?!.— 328100.- 5'/. IF85- 10715.- 10685.- 10715.- 6 ' 3416.- 3424.- 3436.- 3444.- 4 71005.- 71155.- 71000.- 71150. — 3 4704.- 4716.- 4674.- 4681.- 5 2117.- 2123.- 2112.- 2118.— 7% 570.50 571.50 880.50 581.50 4'I, 18755.- 18795.- 18780.- 18820.- 1.45 1.55 1.45 1.55 3 12795. - 12825.- - 12775.— 12805.- 70680.- 70980.- 70675.- 70975.- 70580.— 70880.- 70575.- 70875.- 3581.— 4015.- , 3960.- 3990.- 540.— 553.- 539.- 563.- 529!- 533!- 539.- 543*.- 13140. - 13200. - 12890. - 12950_ 1.46 1.76 1.51 1.81 326200!- 327200!- 325800.— 326800!- 326100.— 327000.- 325600.- 326600.- 4645.- 4675.- 4615.— 4645.- 27650.— 27850.- 27600.- 27800.- 3382.50 3397.50 3402.50 3417.50 3362.50 3377.50 3332.50 3397.50 724.- 723.- 721.- 725.- 714!- 718!— 712!- 716!- 11450.- 11510.- 11550.- 11610.- 1.23 1.53 1.22 1.52 1.18 1.48 1.17 1.47 331.- 333.- 329.— 331.- 311.— 313.- 3C9.— 311.— 18560!- 18640.'— 1857o!— I865o!— 12700.- 12760.- 126»).- 12740.- 10560.— 10620.- 10560.- 10620.- 2109.- 2110..— 2095.- 2105.— 2095.- 2105.- 2090.- 2100.- 11.05 11.25 11.05 11.25 11.'— 11.20 n!~ 11.20 Allgemeine Zetzssiten-Bant. Dividende K. 2999.—. In der gestrigen Sitzung des Berwalt-nngsrates der Mgeinemon Dbpositen->BanT Imirbe die Bilanz für das Jahr 1922 vorgelegt und genehmigt. Einschließlich des Gewmnvovtrages aus dem Bvr-johre ergibt sich bei einem Bruttogewin-n von Wl E N E R KOMÖDIENHAUS IX., NUSSDORFERSTRASSE iiiMiirntui! inm11n11!n11in11iniiiiiiiimin11niminim Nur 2 Tagei Sonntag, 20., Montag, 21. Mai GASTSPIEL MALI PICON JACOB BCÄBLÄCHÄ Zur Aufführung gelangt: ZIPKE FEUER Operette in 4 Akten von Jakob Kalich Musik von Rumschinsky Beginn Vs8 Uhr KAJRTENVORVERKAUF au den Kassen des KOMÖDDBN- HAUSES und ia den THEATBRKARTENBUB.EAUS. -—-^ K. 46.787,288.084.—• ein Reiwgewiim von K. 11.748,481.065.—, gegen einen Reingewinn von K. 404,306^163.36 im Bovjahvv Es wurde beschlossen, der für den 4. Juni 1923 einzubevuscn» den GenerMers-ammLuny den Antrag zu stellen, einen Be-trc^ von K. 6.260,000.000.— zur Bezahlung einer Diviidenide Vvtt K. 2000.— zu verwenden; dem Pensionsinsiitnt der Angestell-4 ten K. 600,000.000—, dem Fonds für hiffsbMvftige Auge-, stellte der Bank K. 300,000.000.— tantiemensrei zuzluwenidenz K. 476,000.000.^- dem ordentlichen Reservefonds, welcher Hier4 durch aus die statutarische Höhe von 10 Prozent gebracht toitty sowie dem anßevordenMchsn Reservefonds K. 3.000,000.000.-^ zuzuführen und den nach Bestreitung der stattttenmäßigeq Tantiemen verbleibenden Betrag von K. 261,100.000.— ans neue Rechnung vorzutragen. Die Bllanz zeigt in jeder Hinsicht ein bedeutendes Wach^ sen dieise-s Institutes. Sie hat ihr Schwergewicht ans dis Schalffung eines großen Jndustriekonzer-ns gellegt und dies ist ihr auch in jeder Hinsicht gellnngen. Sehr umfangreiche Jndu« strieunternehmungen sind auch in der letzten Ze>i't dem Konzevq dieser Bank angeschlossen worden,. Die Kassonbeständc betragen 34 Milliarden. Bon den 44 Milliarden, welche das Wechsel- Portefeuille bilden, sind 18 Millrarden Golidfchatzscheline. Diq Guthaben bei Banken betragen 138 Milliarden. Die Debitvreq bellanfen sich ans 347 Milliarden und zeigen eH'ne Zunahme um 339 Milliarden. Die Realitäten sind im ganzen mit 7 Kronen verbucht. Es sind also sämtliche Realitätenwert« vollkommen abgeschvi'eben worden, was sehr viel! bedeutet, wenn bedacht wird, daß der Bank sehr wertvolle Gebäude und Grundstücke in--Wien und wertvolle FAialgebäude gehören. Ebenso ist das gesamte Inventar abgeschrivben. Von den Gewinnen sind in erster Reihe die Zinsengewinne in der Höh« von 12 Milliarden und Provisionsgewinne von 34 Milliarden! bemerkenswert. Das Zinsenkonto ist gegenüber dem Vorjahr ans das Fünfumdzwanzigsache und das Provisionskonto auf das AchtNnddreißigsache gestiegen. Die Ein-künfte aus tat, Effekten-, Devisen- und Konsortiailgewümen in der Höhe von 9 Millionen setzten sich zu je 46 Prozent aus den Effekteivgewinnen und Devis-engewinne-n und zu 10 Prozent aus de» Konsortialgewinnen zusammen. Die Lasten betragen 74 Prozent des Bruttogewinnes, wobei in Erwägung gezogen werden muß, daß die Bank über zirka 1600 Angestellte verfügt. Eine verlMtnlismäßig geringe Zahl bei Erüvägung des Umstandes, daß' die Depositen-Bank ein ausgedehntes Filialnetz — jetzt 56 Filialen — besitzt. Bon den im NeuauÄande befiM-iche» Filialen wäre zu ^bemerken, daß die italienischen und polnischen liquidiert wurden. Große Beachtung verdient die hohe Emlagensnntme, welche sich auf 31 Milliarden bülanft. Die Entwicklung der Hamburger Handelsbank verdient bchondere Beachtung. Sie hat ihr Aktienkapital auf 1.600,000.000 Mark erhöht und vergrößert ständig thron Gvschäftsumifang. Sie ist eine wertvolle Helferin zur' Beschaffung westlicher Devisen^ während die Depositen-Bank die östlichen Devisen leichter zur Bevfüigung stellen kann. Es ist auf allen Gebieten ein stetiges gÄvalt-iges Wachse,^ zu konstatieren und es zeigt sich, daß die Depositen-Bank in tetj letzten Zeit eine ausgezeichnete Entwicklung zu mhmen beginnt. In- Durchführung des Beschlusses der Gene-vaVversanmtlung vom 5. Dezember 1923 wwd das Aktienkapital baff 1500 Millionen Kronen durch Aufwertung von gesellschafttichen? Mtiven in Gemäßheit des Zwangsanleihegesetzes .auf; K. 4.832,517.340.— und durch Uebertragung eines Betrages von K. 1.167,482.660.— von dem Agio-Reserven-Fonds-Kon-to, auf das Aktienkapital-Konto auf 7500 Millionen Kronen untergleichzeitiiger Aufftempelung des Nominales der derzeit ausge» gebenen 3/750.000 Aktien ans 2000 Kronen echöht. Die Aufftempelung der Aktien findet in der Zeit vom? 17. Mai bis 31. Juli 1933 bei der Hauptanstalt, sämtlichen' Filialen, Wechselstuben und Exposituren der Allgemeinen Depositen-Bank, bei der Prager Kreditbank in Prag, Leint Bank-: haus B. Fuchs u. Co. in Prag, bei der Alährischen Eseompte-* bank in Bvünn, bei der Banca Unaarv-JtaliE in Budapests und bei der Docieta itcvliana di credito eontmerciale in Triests statt. — Nach dem 31. Juli 1923 werden die Aktien nur nichr bei der Hauptanstailt der Allgemeinen Dchofiton-Banrk aufgcstenipelt. (EntMltlich.) . Goldprägung in Oesterreich. Eine gestern Vevlautbarie Verordnung setzt die Prägungsgebühr für 100 Kronen-Go'ld-> stücke mit 30 Goldheller fest. Dies beweist, daß die österrei-; chische Regierung an die Prägung von Goldmünzen zu schreiten beginnt. Credit-Änstalt. Direktor Dr. Regendanz tritt ausi seinen Wunsch und in ftenndschastlichem Einvernehmen dmtnächlst ans dem Vorstand der Oesterreichischen Credit-Änstalt' ans; seine Wahl in den Berwaltungsralt der Crebit-Anstalti wird der nächsten ordentlichen Generawersammttmg. vorge-! schlagen werden. Herr Dr. Regendarz wird die -Credit-Ärgtalt! wie bisher als Verwaltungs- und Auffichtsrat in Bank» und! Jndustriegesellschasten. die der Credit-Änstalt ncheftchen. in§-! besondere im Ausland vertreten. Reue Schlußemhetten bei der Wiener BSrfe. I« der; heutigen Wonavsitzung 'der Wiener Börse'fornmer wurde über, Antrag eines besonderen -Komitees, das unter dem Bovsitze de» Biizchrästdenten St ein hü bl eingehend die Frage dar N e uregelung deix Schlußeinheiten bevaten hatte, beschloffen, bei einer Reihe von -Welkten die SchbuWhe ans 50» lbezw. 100 Stück, zu erhöhen, andererseits bei ei-ner kleinen Anzahl schwerer Papiere fünf Stück hevckbzusetzen. Die neuen Schlnßeinheiten treten ob 4. Juni 1068 in Gekttmg. Des weiteven wurde beschlossen, die Sensalenstellen der Wettensektion um 16 neue Stellen zu vermehren, die Fvist m Eiuwichung der .diesbezüglichen Gesuche wurde Vis 16. Jmri lSW Wgesetzt. Gut Antrag des Bvrserates Hmvrich Mayer sen. <urf Errichtung dreier neuer Kulissen wurde dem NotternmgÄcmtttoe zur Berichtevstatttmg überwissen. Endlich wnrde «ne Rechei lausender Notierungsgesuche erledigt. Palästina-Arbeitervcmk. Infolge der Zentralisierung der^ Arbeit Kr den Vertrieb der Aktien der Arbeiterbank be-i der Bank in Palästina wurde die Wiener Zentrale für den.Mienvertrieb in Europa mit 1. d. cmfgölassen. Die Bankkomttees m den einzelnen Ländern sind cmgelviesen, sich in allen Angelegenheiten, die die Palästina-Arbeiterbank betreffen, direkt an die Bank Mreffe:. The Workers Bank Ltd. P. O. B. 37. JaM) .zu wenden. Jüdische Kreditgenossenschaften in Karpachomschmd. Aus Munkaez wird uns berichtet: Int Rahmen der vom A-merieetm Joint Distribution Committee i»> m