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Wiener Morgenzeitung · 1923-05-14 · Heft 1527 (14.5.1923) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1527 (14.5.1923)
Date
1923-05-14
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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gfctfcg Wen, Montag_ Aus aller Welt. L<iatf<trtTie, 16. Mai. Im Kanton Waadt wurden alle iShtntwe&unaen, Umvikte und Versant-ntttina^t int Zusammenhauiig mit dem JCttemtal) auf WorowSki verboten. ©elf iuflf otS, 12. Opiat. Wie verlautet, iolkrt in Moskauu yWlaitMtdnWche Kundgelbttngsn stottgesttttLen haben. Berlin. 18. Mai. Nach der «BoMchen Zeitung" ist Fva« Berta Krupp ausgewiesen worden. Antwerpen, 18. Mai. Die Post-, Dolegraphen- und DÄephlman.cksstellten haben beschlossen, in den Generalstrei 1 zu treten. _ Pkm eines Verbandes der jüdischen Gemeinden. In ttm* gmm sind Bvsdveibiuriigvtt i«n Gauge, einen einheMichon BMaud dar Mischen Gentemden aller religiösen Schattiie-vnngen Zn gründen, der angesichts der das osfenRiche Leben Ungarns vergitstenden anitisemitischsn Bewegung das Recht der ungarischen Juden wahvnchmen und für die Sicherheit der Wischen religiösen und LuWurellm Bestvelbungcn sorgen soll. Auch soll oiu-e emheiUiche Gostaltuntz des GMeindrstMcrwc'sons erreicht werden. Düe AtMguing geht chmn steMerlreteniden Präsidenten iwr PostM Jsraelitlischon Roliigionsgemeinde Dr. Alexander Lederer atrs und soll bsveiits die Zustimmung einer Anzahl grö-ßsrdr Gemeiinden geftmden haben. Ein Arbeitererholnngsheim. Für das ArbeitererholungZheim in Mozza wurden zwei Parzellen von insgesamt oll Dunam erstanden. Der Bauplan wurde von Architekt Berlin entworfen und von Sachverständigen überprüft. Die Baukosten werden gegen 7000 Pfund betragen, von denen bisher in bar zirka 3000 Pfund aufgebracht sind. Die Hypothekenbank foll gemäß den eingeleiteten Verhandlungen eine Anleihe von 2500 Pfund gewähren, so daß nur noch eine geringe Summe zur Ausführung des Baues fehlen würde. Falls diese erhoffte Anleihe nicht zum Msch'luß gelangen sollte, wird man vorläufig nur einen Teil des Baues zur Ausführung bringen, ohne daß dies den entworfenen Gesamtplan irgendwie stören würde. Sieben dem Erholungsheim wird aus besonderen Geldern ein kleiner landwirtschaftlicher Betrieb angelegt werden, der einen großer: Teil der Lebensmittel für die Erholungsbedürftigen liefern soll. Mit dem Bau dürfte in kürzester Zeit begonnen werden. Eine neue Gesellschaft zur Förderung der Produktion Palästinas. In Jerusalem hat sich eine neue Organisation gebildet, die als ihr Programm die „Produktionsfördernng in unserer Heimat" bezeichnet. Die Gesellschaft willunter den palästinensischen Juden eine Propaganda dafür emleiien, daß moojlichst nur solche Waren gekauft werden, die im Lande selbst erzeugt worden sind. Edwin Samuel, der Sohn des Oöerkomnnffärs von Palästina, ist als Assessor bei der Jernstlemer Verwaltung angestellt worden. Kleine Lokalchrontt. Nach dem gestriger Siasebtenlauf „Skoer Äutch Wien" wollte der Läufer Karls.G e r st l aus dem Parkring aus eilten fahrenden Straßenbcchn.chg aufspringen. Er stürzte und erlitt schwere Verletzungen. Aus der Billa des siamesischen, Generalkonsuls Erwin Müller wurde gesterr« nachts eine einen Schwan darstellende Bronzefigur gestohlen. Margen reist eine Abordnung, bestehsnd aus Vertrswvn aller Parteien! dies öster-veirchischen Nationalrales nach Frankfurt, wo in dev kommenden Woche die Feisr'lWeiten aus Anlaß des 75.. Jahrestages der Eröffnung des Frankfurter Parlaments vom Jahre 1848 stattsindsn. Die jüdische Emigration aus Sowjetrußland. In Anbetracht der ständig wachsenden Emigration aus Weißrußland, besonders aus Homel und dem Homeler Gebiet, nach Palästina haben -die jüdischen kommunistischen Arbeiter in Homel eine Konferenz einberufen, welche den Beschluß annahm, intensive Propaganda gegen die Emigration zu führen und sich der a n t iz i o n i st i s ch e n Propaganda als Mittel zu bedienen. Die Emigranten sollen über das schwere Schicksal, das sie außerhalb Rußlands erwartet, unterrichtet werden. Vorläufig ist aber die ökonomische Lage uyerträglich schwer. Die Zahl der Arber ts-- losen wächst beständig, die Handel- und Gewerbetreibenden sehen sich infolge der drückenden Steuerlasten genötigt, Läden und Werkstätten zu schließen. Es ist darum bisher keine Verminderung der Emigrationsbewegung zu verzeichnen. (I. C. 39.). * Die jüdiche Wanderung durch Deutschland und der Hilfsverem. Am 6. d. fand in Berlin die Mitgliederversammlung des Hilfsvereins der Deutschen Juden statt. Dem Bericht über die Tätigkeit des Vereins rat vergangenen Jahre ist zu entnehmen: Wie seit der Begründung war auch rat Jahre 1922 ein Hauptfeld der Arbeit die Fürsorge für hie Auswanderer, sowohl für die Einzelnreisenden als auch für diejenigen, die in geschlossenen Transporten von den großen Schiffcchrtslinien vom Osten her durch Deutschland bis zum Einschiffungs- Hafen geführt werben. Den Auswanderern wird durch den Bahnhofsdienst des Hilfsvereins in Stentsch, Osnabrück, Bentheim, Berlin und die Lokälkomitees in Hamburg und Bremen die verlangte Hilfe zuteil. Ferner vermittelt der Hilfsverem den Verkehr der nach Südamerika eingewanderten Inden mit ihren Verwandten in Rußland, soweit es sich um Geldüberweisungen, Dokumentensendungen und Informationen handelt. Die im Herbst vorigen Jahres nach Deutschland überführten ukrainischen Waisenkinder, deren Eltern in den Pogromen erschlagen wurden, sind in Anstalten zur Erziehung untergebracht und entwickeln sich erfreulich. * Zweite Lesung der Viehschlachtmigsbil! im englischen Unterhaus. Die zweite Lesung der Bill über die Viehschlachtnug ging im Unterhaus untex einer erregten Opposition vor sich. Erst nachdem Mr. George L a n s b u r y erklärt hatte, daß eben ein Uebereinkommen zwischen den Vertretern der beteiligten Parteien stattgefunden hcckte und Klauseln ausgenommen worden waren, die die j ü d i s ch e n I n t e r e s s e n vollaufwahren sollten, gab sich die Opposition gufriefccu und die zweite Lesung wurde durchgeführt.. * Die Bevölkerungsziffern von Warschau. Aus Grund der letzten Volkszählung am 30. September 1922 zählt die Stadt Warschau 936.046 Seelen. Hievon entfallen auf die Polen 72,38, auf die Juden 26,87 Prozent. Wiener Morgenzeitung. U. Mai 1928 Nr. 1527 Mitteilungen ms dem Publikum. B ... .. . ... . . ,, ,El B : 215. KunstäiiKtion von c. J. ttawra, Wien III., Lothringerstrasse 14 _ n von Oelgemälden, Aquarellen und Handzeichmtngen S m aus dem Besitz a S Charles SedeHmayen*, Paris B ® und dem Nachlass J n Moritz Heim,, gesi, Wien ■ n sowie Beiträgen Saus Privatbesitz n! HEUTE ■ £ montsa den >4. und Oienstag den ir. Mal 1923, * b ab 3 Ubr nachmittags ^erke von: peile». ■ b Koken (Das Duell in der Au), m. y. IftUnRacsy (Junge b h1 Hunde. Zwei Familien, Park von Monceau und Christus- ■ ■ köpft, U. Brosik, Zettel, meissonier, Defregger, Lager- , n Lienr. §choül, Pausinger, Croyon, R. v. Bit, R. Buss» ■ “ L Ldsnemonl.rjto.Lessi»E.Llars.K.Locvmann,Merrölv» >! Morton-Müller, M. Ranitl, 7. Stuck, 3. Uillegas etc. etc. " UBDBaaeia Illustr. KatatOK K 20.000 BEBBBBHBB * Fliederkotillon für die Rettungsgesellschaft. Donners« tag den 17. d. findet zugunsten der Wiener Freiwilligen Rcttuiitgsgesellschaft am Konstantinhügel im Prater ein Fliederkotillon statt. Das Fest wird bei seder Witterung abgehalten. iKarten sind im Vorverkauf zu 10.000 K., 1. Bez.. Herrengasse 6, und an der Kasse am KonstcmtmhügÄ um 15.000 IK. zu haben. Nie PMtiAawMderung über Wie» in der Zeit dom 1. FSnner bis SS. April INS. In diesem Zeitraum trafen von auswärts (hauptsächlich Warschau) 691 Personen ein, und zwar im Jänner 13, Februar 15, März 15, April 618 Personen. Außerdem verschaffte das Palästinaamt das englische Visum 186 Personen. Hievon im Jänner 59, Februar 49, März 31, April 47, somit standen in Behandlung Zusammen 877 Personen. Die Zahl der beschafften Visa betrug 269, davon englische 162, italienische 72, diverse 35. Statisische Spezifikation der 186 durch eigene Auswahl Beförderten nach Familienstand: 119 Einzelpersonen, 28 Familien m.it 67 Personen; nach Geschlecht: männlich 134, weiblich 52; nach Alter: vis 15 Jahre J21, bis 25 Jahre 75, bis 35 Jahre 60, bis 50 Jahre 22, bis 60 Jahre 8: nach der Staatsangehörigkeit: Palästina 54, Oesterreich 43, Deutschland 2, Polen 39, Rußland (Ukraine) 28, Rumänien 4, Ungarn 7, Spanien 2, Tscheche- Slowakei 3, Jugoslawien 8, England 1: nach Beruf: Landarbeiter beziehungsweise Landwirte 36, Hilfsbrbeiter beziehungsweise Handwerker 48, Kaufleute beziehintgsweise Industrielle 25 freie (akademische) Berrtfe 23, ohne Beruf (HanssrMeu, Schüler) 54; nach dem Vermögen : bis 10 Pfund 94, bis 20 Pfund 33, bis 40 Pfund 25, bis 100 Psund 20, über 100 Pfund 14. Der Prozentsatz der Hebräischsprechenden beträgt 62. Die Zahl der nach .Palästina Abgereiften betrug 850, im Jänner 52, Februar 60, März 6.0, ^llpril 768: Kere« Kakemeth PSfroeC (Mischer Rational- ' fonös) Wien, 2. Bez., Taborstraße 50, Telephon Nr. 40-3-16. — Ausweis Nr. 19 vom 2. bis 10. Mai 10,774.062 K., insgesamt 220,872.832 K. — Zentrale: Mos. Schwager 851, Max Ernst 1,640. N. N. 660, N. N. 330, Boksenbaüm 150, Samuel Gärtner 100, Dr. Tartakower 60, Isidor Mannheim 60, Moses Lutzky, Emil Reich, Jakob März, Benjamin Jfaksohn je 50. — 1. Bezirk: Gottlieb Kantor 200, Heinrich Keßler 50. — 2. Bezirk r Schulim Häschel 105. — 3. Bezirk: .Tempelverein 377, Pisk 80, Wang, Gusofsky je 50. — 6./8. Bezirk: Dr. Schuß 100, Tempel 65. — 9. Bezirk: Simon Picker 100, Schaul Keßler 64. — 12./15. Bezirk t Wilhelm Müller 75, L. Klausner 50. — 16. Bezirk: Bethausverein XVI. 230. — 20. Bezirk: Vieler 50, Wallach, verlorene Wette mit Benno Low 50, Bethaus Israel 674, Bar Kochba d. weck. Hammer 436, Erez Israel d. Noe Teichthal: Ignaz Feigelstock 250, Hitachduth b. M. A. Tennenblatt: I. N. anläßlich einer glücklich überstandenen Operation seiner Frau Dora 1,000, Adir: Brüder Emst 85, Simon Picker 61, Kwuzath Chawerim: Büchsen 117, Landesverband: Dir. Robert Adler 250, Menorah d. Rubin: 200, Pratersprengel: Sammlung a. N. Israel Kohl r Wittlin, Halpern je 100. Katz, Liebermann je 60. — Groß-Enzersdorf: Julius Fleischmann 191, Dr. Max Stemschuß 60. — Stockerau: Sammlung b. Hochzeit Olga pnd Wichelm Soser 322. Rrieflastk» der RedMo«. Wette. Der Betreffende ist Jude. Seine Adresse: 8. Bez., Friedrich Schmidtplatz 5. Das letzte Wettspiel Hakoah gegen Bratislava ergab einen 4:0-Sieg der Wiener. — M. 309. Vesten Dank, für uns leider nicht geeignet. — Aosn P. Zionistisches Landeskomitee, 2. Bez., Taborstraße 20a. Palästina-Amt, 1. Bez., Bauernmarkt 24. — Rat» Prag. Wir haben Ihr Schreiben an die entsprechende Stelle zur direkten Erledigung weitergeleitet. _ AenerfrageWen. HrajXjssasr. Tie Warenumsatzstener ist für die Monate April und Mai bis längstens 20. Juni, von da au monatlich bis 20. eines jeden Monats abzuführen. Das Steuerbuch ist wie jedes andere Handelsbuch fortlaufend zu Mren. — Arubau. Neue Fabriksbauten sind von der Wohnbausteuer nur dann befreit, wenn die gesamte durch den Neubau gewonnen Fläche 300 Quadratnteter nicht übersteigt oder wenn wenigstens ein Fünftel der gewonnenen Flächen Wohnzwecken gewidmet wird. — A. W. Da Ihr Unternehmen erst 1922 entstanden ist, haben Sie an Voreinzahlung auf die allgemeine Erwerbsteuer für 1923 das Doppelte der Ihnen fiir 1922 vorgeschrieben Stammsteuer zuzüglich 480% Zuschlag einzuzahlen. Dazu kommen aber in Wien noch 470% Fortbildungsschulbeitrag und 200% Handelskammerbeitrag. — Noberk A. Der Sicherstellungsauftrag ist auch ohne Ihre vorherige Verständigung sofort vollstreckbar. Er muß Ihnen jedoch spätestens bei Vomahme der Sicherstellungsexekntion zugestellt werden. Gegen den. Auftrag haben Sie Rekurs, über den binnen sechs Wochen entschieden werden muß; sonst haben Sie das Recht die Aufhebung der Sicherstellung zu verlangen. — Blau- Weih. Die Gebühr fiir die Namensänderung beträgt derzeit 4,000.000 K. Sie kann aber ermäßigt werden mit Mckstcht aus die Etnkommensverhältnisse, den Familienstand und die Grinde der Namensänderung. — Ausländer. Da Sie hier Ihren Wohnsitz haben, muffen Sie auch die Zinsen ihrer ausländischen Guthaben hier versiertem. Her HkNsarzt. NodigiWt von Dr. Sanel Beer. Erste Hilfß bei Unfüllen. (2.) Während sich die Hilfeleistung bei -plötzlich auslrereitdep Erkrankungen, wie Ohnmächten, Nervenansällen, bis gus Ankunft des rasch herbeigerufenen Arztes selbst für dep im Samariterdienst Ungeübten einfacher^ nnd leichter ge^ stattet, wenn nur ein ^besonnener, ruhiger Mensch die Hilfe leistet, so ladet der Helfer bei einer schwerblutenden Wunde, einer G'liederverrenkung oder gar einem Knochenbruch eine schwere Verantwortung aus sich, da von den ' durch den Larerchelfer in bester Absicht ausgeführten Manipulationen das Schicksal des Verunglückten abhüngt. Das oberste Prinzip ist in solchen Fällen, nicht! zu schaden, den Verletzten entsprechend zu lagern nnd alles! weitere dem Arzt zu überlassen. Am meisten wird von den Laien bei der Wnndbelhcmdlnng gegen die moderne Lchve der Asepsis gefehlt. Ganz gleich, welcher Art die Gewebstvennung sich darstellt, ob Schnitt-, Stich-, Biß-, Schuß- oder Hiebwunde, so drohen ihr zwei Gefahren: die Verblutung und die Wnnd-> insettion. Eine leichte Blutung steht sogleich bei Anlegung eines entsprechenden Druckverbmides. Findet die Mutung infolge Verletzung eines größeren Gefäßes statt, so kann der; Laie nur helfen, wenn er es versteht, bei einer arteriellen Blutung, wobei das Blut hellrot stoßweise herausspritzt, einen dauernden Druck, am besten^ mit den Fingern, oberhalb der Wunde an der zuständigen Schlagader, z. B. in der Achselhöhle oder der Schenkelbeuge, auszuüben, bis der Arzt erscheint. Bei lebensgefährlichen Fällen kann man sich auch zu einer festen Umschnürung mit einer elastischen Binde, Gummischlauch oder mittels Hosenträger^ ent^ schließen. Bei der Bersorgng der Wunde ist Reinlichkett vow seiten des Samariters wichtig. In jedem .Hause sollen stets, einige keimfreie Schnellverbände, sogenannte Typenverbände, vorrätig sein. Es ist nicht immer Zeit genug, sich rasch und gründlich die Hände' zu reinigen, um das notige Bevbandsmaterial herzurichten. Auch darf man gerade herumiegende, nicht Mt verschlossen bewahrte Watte oder Garn keineswegs für Wundverbände verwenden. Diese Typenverbände sind sinnreich zusammengelegte Päckchen, die Verbandsstoff, Binden und Sichexheitsnadel, alles für die erste Hilfe Notwendige, keimfrei Enthalten. Die Wunde soll, ohne mtt >den Fingern oder unausgekochten Instrumenten berührt zu werden, ohne Spülung und Waschung, ohne etwaige DesinfizieMng mit Karbol und dergleichen, Mw Entfernung, der Blutgerinnsel oder a^etrennter Gewebsstücke, trocken mtt der keimfreien Gaze fest verbunden werden. Alle anderen Manipulationen, wie Ausdrücken, Blutstillen, gar mtt blutstillenden Mitteln (Spinngewebe), sind strengstens untersagt und geben stets Anlaß zu nachfolgenden Etterungen. Stich- und Schnittwunden sind meist keimfrei, werden stets durch Berühren mit Fingern und schuutzigen Instrumenten — Nadeln sind ün Publikum besonders beliebt — infiziert. Liegt die Wunde nicht offen da, durchtrenne man die Kleidungsstücke rücksichtslos und lege erneu Verband an. Ist reines Verbandsmaterial nicht bei der Hand, dann lasse man die Wunde lieber offen oder lege ein ganz reines, aus dem Schrank genommenes Tuch aus. Bei Quetschungen und Verstauchungen, wobei es zu keiner äußerlichen Verletzung gekommen ist, stelle man den verletzten, meist geschwollenen Teil ruhig, lagere z. B. den den verletzten Fuß hoch und verabreiche kalte Umschläge. Hat sich eine Verrenkung mit Zerreißung der Gelenks-- kapsel und der Gelenksbänder eingestellt, so gebe man sich nicht mit der Einrenkung ab, sondern überlasse diese dem Arzt. Besonders gefährlich ist jeder Einrichtungsversuch bei einem Knochenbruch durch einen Laien. Ein Verdacht aus Knochenbruch besteht, wenn der Verletzte das Glied nicht gebrauchen kann und. jeder Bewegungsversuch heftige Schmerzen an einer bestimten Stelle, Bruchstelle, auslöst. Jn einem solchen Falle erleichtert man dem Verunglückten durch Jmprovisierung eines Schutzverbandes die bestehenden Schmerzen. Man legt einfach zu beiden Seiten des Beines-oder Armes je einen festen Stab oder eine Latte und bindet diese mtttelS Stricke oder Tücher fest. So wird der verletzte Körperteil vor Druck und Erschütterung bewahrt. Bei einem komplizierten Knochenbruch mit Verletzung der Haut an der Bruchstelle wird man erst die umhüllenden KleidungMicke durch Ausschneiden entfernen, die offene Wunde keimfrei bedecken und dann d?it Notschien errverband anlegen. Aerrtlicher FragMteit. Daraöi» Leobett. Das Petroleum spielt in der Haarpflege insofern eine Rolle, als es Ungeziefer mit Sicherheit entfernt, Md das Freisein von Ungeziefer Voraussetzung jeder Haarpflege ist. — Ros. Da müsset: Sie sich schon an einen Arzt in dieser yeiklen Sache wenden. Es toird gut werden. — Frieda. 1. Dio Gesichtshaare am besten in Ruhe lassen. 2. Sie müssen an Gewicht zunehtnen, dann wird die angebliche Entstellung schwinden. — Täglicher Leser. Die Blutprobe tvird für Unbemittelte an den Kliniken für Hautkrancheiten ohneweiters durchgeflihrt. — W. O, Die gelbe Masse im Ohr ist ein Cerumenpftops, entstehend auS übermäßiger Absonderung aus katarrhalischer Grundlage. Nur von einem Arzte ausspritzen lassen. GROSSE OKKASION Regenmäntel , , K 125.0001 Lelnenwaeren« Waschwaren, W Stoffs, Wäsche — sehr billig B Schiffmann II., Taborstraße 49 Telephon 47-1-70 . En gros En detail TfitTif^lTTiiSiTBili7igi«iiSFnnTririTlir,ginTiM

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