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Wiener Morgenzeitung · 1923-05-13 · Heft 1526 (13.5.1923) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1526 (13.5.1923)
Date
1923-05-13
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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SM 10 Wien, Sonntag Men'evMovgenzMuirs. 13. Mai 1923 Nr. 1526 der qeschäftliÄe Unffatz gerate minimM:» Nmfann. c» jervscht die ajleimifca. baft die Preise weiter MÜckgchen Werden, so lange die Bestände der -weiten Hand nicht in den Konsum übergenaustersind. E.8 notieren pro Kilogramm ab Wien (exklusive der Pauschalwarenumsatzsteuer): Weizen inländischer 8900 bis 4000 K., Mgarischer 4100 bis 4200 K., Hardwinter 4300 bis 4400 K., Manitoba In 4500 bis 4600 K., Roggen inländischer 3500 bis 8650 K., bulgarischer 3200 bis 3300 K., Braugerste inländische 2700 LiS 2850 K., tschecho-slowakische 2700 bis 2950 K., 1.20 (is 1.30 tschech. K. ab Marchegg, Futtergerste 2200 bis 2300 K>, llais neu jugoslawischer 2550 bis 2650 K., rumänischer 2600 is 2700 K., Hafer inländischer 2600 bis 2700 K., ungarischer »der rumänischer 2550 LiS 2600 K., Reis italienischer 7000 LiS »000 K., Burma 53Ö0 bis 5400 K., Siam 7600 K.» Rohhirse Ungarische , oder rumänische 2800 bis 3000' K., Brein 4800 »iS 5200 K., Mohn 15.000 bis 15.500 K., Weißbohnen ungarische «800 LiS 4100 K., Kocherbsen ungarische oder nimänische 3000 W -1500 K., Großlirrsen russische 14.500 bis 16.500 K.. Rumänische 14.500 bis.15.000 K., Kartoffeln inländische 420 Vis 550 K., slowakische 370 bis 420 K., Zwiebeln ägyptische Leu 3100 LiS 3300 K., Pflaumen 80/85 5300 K., 95/100 4700 K., Sj.10/120 4200 K. ä 25 Kilogramm, etnviert, in Kisten 80/85 fiOOO K.. 95/100 5300 K., Pflaumenmus 4800 bis 5200 K., Weizenstarke 9000 bis 9500 K., Reisstärke 8000 bis 8400 K.. > startoffelstärke 5200 bis 5400 K., Preßheu österreichisches 2350 ihis 2450 K. ab Station, ungarisches 1400 bis 1500 K. ab 'Grenze, Roggenrittstroh gepreßt 1300 bis 1350 K., ungarisches 1200 bis 1300 K. ab Grenze, Bundstroh 1450 bis 1600 K., Dicke 3000 bis 3300 K., Leinsaat 5200 bis 5600 K., Hanfsaat 8000 bis 6400 K., Weizengrieß inländischer 6900 bis 7000 K., sNaisgrieß 4200 bis 4300 K., Weizenmehl Nulter inländisches 8400 bis 6500 K., ungarisches doppelgriffig 6000 bis 6100 K., 8.85 bis 2.90 tschech. K.. griffig 5800 bis 5900 K., 2.75 bis 2.80 tschech. K., Brotmehl inländisches Is 5100 K., Futtermehl ln tz300 bis 2400 K., Roggenmehl inländisches la 5000 K., Weizenober Roggenkleie inländische 1500 bis 1650 K., ausländische Weizenkleie 1450 bis 1500 K., slowakisches Roggenmehl 70V, 2.05 bis 2.10 tschech. K. Dt Fußball. Sie gestrigen Meisterschaftsspiele. Dia beiden gestrigen e-rstWassigen Rie-iftie>rfchciftAspteile hatten keine Mngvnppie-rung in der Tabelle zur Folge. Der F. A. C. scheintnun nebst Rudo-ffshügeil ehre sicherer Abftie.gs- Kandidat zu sein. Nachstehend die Berichte: Rapid —Aavia. Revanche oder neuerlicher Triumph? Vienna—Floridsdorf 3:2 (2:2). F. A. C.-Dlatz. 6000 Zuschauer. Schiedsrichter HaderlleiÄwr. Vienna: Pacz'.sta; Sie Sevisenkarse. Derlia. 12. Mai. (Devisenkurse.) — Amsterdam 1L.708.12 (15.760.50), Belgien 2451.35 (2281.78), Christiania 7022.40 (6658.31), Kopenhagen 7955.06 (7501.20), Stockholm 11261.77 (10.698.18), Italienische 2080.78 (1915.20), London 196.008.- (485.535.-), New-Aork 42.992.25 (40.373.81), Paris 2823.92 (2648.36), Schweiz 7690.72 (7241.85), Spanien 6533.62 (6134.62), Wien 59.89 (55.55), Prag 1281.78 (1200.-), Budapest 7.88 (7.53), Sofia 847.13 (322.19), Belgrad 444.88 (418.45). . Berlin» 12. Mai. (Notenkurse.) — Noten Dollar 42.992.25 (40.348.85),- Pfund 197.505.- (165.735.50), Italienische 2076.75 (1920.15), Polnische 86.50 (82.25), Tschechoflowakffche 1278.80 (1192.-), Oesterr. gestempelte 58.72'/, (55.35). Budapest» 12. Mai. (Kurse der Devisenzentrale.) . — Amsterdam 2047 bis 2107, Bukarest 25.50 bis 27.50,- Kopenhagen 981 bis 1011, Christiania 870 bis 900, London 24.175 bis 24.775, Berlin 0.13 bis 0.15, Italien 254.-bis 264.-, Paris 345.- bis 355.—, Prag 156.— bis 162.-, Stockholnr 1392 bis 1442, Zürich 945 bis 976, Men 0.0725 bis 0.0755, Sofia 42.- biS 44.-, Belgrad 55.- bis 57.-,- New-York 6245 bis 5395, Warschau 0.1180 bis 0.1300. .Brüssel 298 bis 308. Amsterdam» 12. Mai. (Devisenkurse.) London 11.81'/, bis (-.-), Berlin 0.0059'/, (-.-), Paris 16.87'/, Schwch 45.90 (-.-), Wien 0.0036 (-.-), Kopenhagen 47.90 (—.—), Stockholm 68.10 (—.—), Christiania 42.50 (—.—), New-Aork 255.75 (—.—), Brüssel 14.57'/, , Madrid 38.95 (-.-), Italien 12.40 (-.-), Budapest —(—.—), Helfingfors —(—.—), Prag — .— Warschau, 12. Mai. (Devisen.) Berlin 1.11, London 219.000.-, New-York 47.470.-, Prag 1410.-, Wien 0.67. New-Aork» 11. Mai. (Devisen.) London 462.—, Paris 660.—, Berlin 0.24.50, Mailand 483.75, Zürich 1795.—, Kopenhagen 1869, Stockholm 2660, Christiania 1661, Amsterdam 3909.—, Prag- 297.—, Wien 0.14, Budapest 1.98, Bukarest 47.60, Warschau 0.21.—, Madrid 1524.—, Helfingfors 276—, Brüssel 571.—,Kanada Vfs unter pari, Brasilien 9640, Argentinien 359 2, Belgrad 104.50. Römer, Mum; Premimeil, Chre-Nka, LüÄvig; Sdrna-p, Bulla, Horejs, Maslon'ka, Schiemann. F. A. C.: MuMbauÄr; Runge, C-ih'aL; Kantner. Neubauer. Bernauer; Seidl, IK;-da. Busch, Wieser. Paradeiser. Die Vienna war beidenübeirle-genM, als ans denn knappen ResMat ß-vschilossönwe-ädsn kannte, doch verstanden es ihre Stürmer nicht, ihre nach der Pause erdrückende Ueberlegsnheit auszunützm. ' Bei beiden Mannschaften waren die Läuferreihen die stärksten Teile, während die AngrvsfskettM nicht befriedigen konnten. Dm, ansg-üzeichne-üen Biwwna-Backs hatte der. F. A. C. nichts Gleichwertiges ent* gegenriuschen, hinK>gen b-erijlagfc Paezista vollljtändig. Bei offenem Spiel ertzieklt in der 6. Minute Dwmimel für die Vienna - die Führung. Zchn Minuten später ist MaMioma durch einen Kopfstoß ersolgrevch. In der 1-8. Minute verringert Paradeiser den gegnerischen Vorsprung, und in der 27. Minute gleicht Iszda nach einem zweimal.abgewehrten Elfer ans, Die ^w-ite' ShioühMfte muß dsx F. A. C. msMe einer Verletzung Seidls mit zchn Mann bestreuen. Die Dc"^' *" "" " " legsrcheit lange Zeit hindurch nicht eMich Horejs Mn Minuten vov mells volley ins Netz jagt. lingor können ihre Ueber- Mi Ausdruck bringen, bis Muß ein Zuspiel Tre-m- Hertha—Wacker 1:1 (0:0), Rapid-tPllatz. 5000 Zuschauer. Schiedsrichter Werner. — Hertha: Ostriczek; Schneider. Solil; Wrsolek, Ungar, Listopad; Holly. Kabada, Sindelar. Kumba. Neuhold. — Wacker: Feigl; Huber, Kollndovfer; Liebhardt, Resch, Pellet; Startdmmayer. Kowanda, Wana. Röscher, Iellinek. — Das Resultat entricht im allgemeinen dem Kräfteverhältnis. Die beiden Mannschaften erreichten nur eine Durchschniitsfovm. Bei Hertha waren Solil. Holly und Neuhpld die besten. Wacker hatte in der Verteidigung und in Reich die Hauptstützen. Anfangs war Hertha überlegen, im Verlaufe des Kampfes hatten dann beide Parteien gleich viel vom Spiel. In der 24. Minute r.-ach der Pause kam Wana zu einem. Zufallstreffer. Kabada stellte zwei Minuten vor Schluß den Ausgleich her. Ostmark-Red Star 2:0 (0:0). Ostmark-Platz. ,4000 Zuschauer. Schiedsrichter Retlschurh. Ostmark: Brandweiner; Pichler. Schimek; Reiter, Biber,- Fürst; Meißner, Patzeilt, Stankfl. Hofbauer 2, Hofbauer 1, — Oftmark führt jetzt vor Red Star mit 26 Punkten ms 16 Spieler und ist bereits jetzt als der voraussichtliche Meister der zweiten Klaffe Nord anznsprechen. Der Kampf brachte vor' Halbzeit wechselndes, nach Seitenwechsel -überlegenes Spiel von Ostmark, obwohl Red Star in der zweiten Spielzeit den Wind für sich hatte. Oftmark hatte den besseren Sturm. Red Star die bessere Verteidigung, in der Zimmermarn glänzte. Erst in der achten Minute nach Halbzeit konnte Hofbauer 2 aus einem Freistoß das erste Tor erzielen. In der '30. Minute ging derselbe Spieler durch und sandte unhaltbar ein. Interessant ist das' Eckenverhältnis von 9:2 für Red Star. Slovan—Germania 1:0 (0:0). Die Schwechater fetjletet unerwartet -einergisschein Widerstand. Durch diesen Sieg ist Slcwan Meister der zweiten Klaffe Süd. Hochschulmeisterschast. Die Mademilker der Hakoah besiegten gestern die Simmerin'g-Mldemiker 'in einen: schwachen Spiel 3:0 (2:0). Die jüdische Mannschaft vergab einen Äs« meterstoß. Torschützen: Sludsky und Mahler 1. Ein Tor fügten sich die Unterlegenen seMst zu. Schiedsrichter Pvngraz. Die Akademiker der Kadimah unteÄa>Aen gegen Arminen 0:4. inzuschätzen als die Prager Spc tag gegen die Amateure unterlag. Die Slavia wird nun sicherlich alles daran setzen, um den tschechischen Sport zu rehabilmeren, Rapid wieddr rst Glicht der Verein, der sich von den Amateuren im heimischen Sport ohneiveiters in den Hintergrund drängen läßt. Die ehrgeizigen Hütteldorfer dürften sich mit großer Begeisterung an die Aufgabe machen, es den Ober St Veitern gleichzutun. ' , Der Sportklub Rapid ^at Im Spiel gegen die Hakoah gute Form bekundet. Wir schätzen nun die Slavia nicht höher ein als die jüdische Mannschaft,' so daß wir damit rechnen, daß die Hütteldorfer unbesiegt ans dem heutigen Kamps hervorgehen. Letzteren ist nur mit Schnelligkeit und Energie beizurommen. Diese Eigenschaften besitzt nun die Slavia im weit geringerem Maße als die Sparta oder Hakoah. Technisch und taktisch ist aber Rapid derart gut, daß er es getrost mit jedem ~ .. " Wi Gegner aufuehmen kann. Wir rechnen damit, däß die Wiener zumindest ein unentschiedenes Ergebnis erzielen, Schiedsrichter D. Grünbmlm. Sie heutigen Meisterschaftsspiele. Zweite Klasse Süd. BÄvvguirg 20—Neübau (BewsgmA wriniger 20-Platz), Baunort; Reuuweg—S. S. B. (Simmeriniger A. S.-Platz), Ferry; Wiener Spovtsreunde—NichMon Michvlstm-Platz), Naplava; Cricketter—Phönitzia (3 Uhr, Straßenbahner-Watz), Riedauer.! Zweite Klaffe Nord. N. A. C.—Stuirnr 1914 (N. A. ,C> Platz), Fäulner; Donau-^Gerftihof (Gerschofer-Platz). Fried; Straßenbahn—Blue Star (Straßenloahner-Platz). Schwär-; BaumMtew—Sturm 1907 DauMigarterv-iPlatz), Vytllacil. Dritte Kläffe West. Mit günstigen Aussichten auf neuerlichen Pnnktogewinn tritt die Kadimah ans dem IMers« dovfe'r-Platz gegen Fünshauser Rekord cm. Wohl mußte die Kadimah im Vorjahre einen Punkt ar.« Rekord abgeben, der Spielverlauf bewies jedoch, daß die Kadimah an Spielstarke wesentlich höher eingeischätzt werden muß. In der Vorwoche erlrten beide Vereine in ihveir' Meistovschafbsfpielen Niedevlagen. Während jedoch die Mische Mannschaft gegen die .Weiße Elf, einen der führenden Vereine, unteckag, mußte Rekord an Phönix, .den Letzbplacierten, die Punkte aibgeben. Während aliso die Niederlage dev Kadimah nicht altzu tragisch genomm-en werden darf, läßt sich andererseits doch auf eine Schwächeperiode der Fünifhanser schließen. Die Siege, die die Kadimah in nnmitit-elkbarev Reihenfolge erfocht, beweisen, datz sich die Blan-Weißen in guter Vevsassung befinden. Es bestÄst! alber auch gar kein Anlaß für den Mischen Verein, das Spiel von dev leichten Seite zu nähmen, denn auch der ausgesprochenste Favorit ist vor Uelberraschcrugen^ nicht gefeilt; als solcher ist aber Kadimah durchaus nicht zu bezeichnen, wenn auch ihr Sieg wahrscheinlicher ist. Weitere Spiele: Neptun— Fünshaus; Wieden—MeDliuig; Phönix—Oiber-St. Veit-; Nor«< maMia—M. A. K.; St. V-ejter Sportfreunde—Weiß« Mf. - Bievte Klasse Nord. Nach einem unun>tvvbrocheinsni Siegeszug mußte der Jüdische AWetivklnb vor zwei Wochen die erste Niederlage in der laufenden Meisterschaft in de« Kauf nchmeu; die traurigen Begl-eitnmstände dieses Treffens sind bekannt. Diese NiedeÄage, die für die Placierung keineswegs von besonderer Bedeutung war, scheint auf die moralische Verfassung der jüdischen Spieler einen überaus deprilm-i-eren« den Eindruck ausgeübt gut halben; nur so ist es zu erWven, daß auch das nächste Meilsterschlaftstreffen nur ein unentschiedenes Ergebnis brachte. Es ist nun aber für die Nlau-Weißen höchste Zeit, die durch die letzten Mißerfolge evschWerte erste Position wieder zu festigen. An SpiÄftärke fehlt es sicherlich' nicht, nur die moralische Verfassung der Kampsmainulschast <80, Fortsetzung.) David Motz. Roman van Disrael (Lovd Bearansfield). Aus dem Enälischen übersetzt von G. U n n a. ,Mnd ist es noch, mein Mroh!" rief Schivene aus. „DSk ruhig, ich bitte dich, sei ruhig, um meinetwillen; Lin ich es doch auch um deinetwillen. Du hast auf alles gehört, was Honain dir sagte, jener weise Mann, Alroh, der sich nie irrte. Esist ja nur ein Wort, wozu er dir rat, ein leeres Wort, eine ganF unbedeutende Formel. Mer, sprich es aus und du List frei, und Alroy und Schirene können ihr beglücktes Leben wieder vereinen und es in süßer Lust wieder genießen. Erinnerst du dich nicht, wenn wir in dem .Garten unserer Freude, der Herrschaft müde, umherwandelten, wie oft hast du nach einer fteuMichen Insel geseuftt, den Menschen unbekannt, wo du deine Tage in keiner als meiner.treuen Begleitung Fubringen möchtest, in kernen Abenteuern mehr, nur im Genuß unserer unversteyenden Lie'be? O, mein Alroy, fciefe§ Leben, es kann noch das deine werden! Und du zögerst noch? Du Mnnst dich noch verlassen bei so viel Treue, Mtst dich noch für unglücklich, wenn das Paradies mit seinen glückverheißenden Pforten sich dir zum Eintritt öffnen? O nein, nein! Du hast Schirene vergessen, deim dich überschwenglich liebende Dchrrene, die an deinem Bilde hier in Ketten mchr noch hängst als damals, wo diese süßen Hände mit «Iuwslen geschmückt waren und mit ihren vollen Locken spielten!" ,Me spricht von' einer anderen WM. Ich errnnM mich wieder. Wer List du, der diese harmonischen Klange in einen Kerker gesmidt? Mein Geist wird milder Lei ihren schmelzenden Worten. Meine Augen sind feucht. Ich weine! Das ist wohltuend! Schmerz ist Freude im BerAeich mit meiner Berzweiflung. Ich dachte, ich könnte nie wieder Träne vergießen. Ruhe.senkt sich lindernd aus mein Gemüt." ,Meine, weine, fteje Trä nen Litte dich, weine! Aber laß mich ... dg deine Schivene hätte dich verlassen? War es das, was meinen Vogel so traurig machte? Er wird frei werden und unter einem milderen Himmel fliegen und sich mit seiner treuen Gefährtin an herrlichen Mumen weiden. O, ich Lin wieder glücklich, da ich in deiner Mhe Lin. -Nur deine Trennung von -mir war Elend für mich. Dieser Kerker, mir scheint er ein glänzender Kiosk! Ist es der Sonnenstrahl oder dein Lächeln, mein Süßer, was diese Maüern so mit Wonne erfüllt?" „Lächelte ich? Ich kann es nicht glauben!" „Ja, du tatest es. O seht, er lächelt töicher. .Dies ist ja Freihett. Es gibt nichts, was Unglück hieße. Es ist nur eine Lüge, um Toren zu ängsttgen." „Honain, was ist das? Bin ich nicht -wirklich heiter? Liegt denn in ihrem Atem schon eine solche Begeisterung? Ich Lin ein anderes Wesen! O, verschwende keine Küsse an diese häßlichen Fesseln!" „Mir kommen sie golden vor!" Sie schwiegen beide. Schirtzne zog Mroh auf den rauhen Sitz, setzte sich schmeichelnd auf seine Knie, schlang ihre Arme um seinen Nacken und verbarg ihr Gesicht an seiner Brust. Nach einigen Minuten echob sie wieder ihr Haupt und flüsterte mit dem unwiderstehlicherr Tone süßen Jubels an sein Ohr: „Morgen werden wir frei sein!" , „Morgen! Ist das Gericht so nahe?" rief der Gofawgene mit, bewegter Stimme und veränderter Miene. „Morgen!" — Hastig schob er Schirene von seinen Knien und sprang von sein-sm Sitze auf. — „Morgen! Wenn es doch erst vorüber wäre! Morgen! Liegt mir doch in diesem einzelnen Worte das Schicksal von Jahrhunderten! Soll man sagen, daß morgen Alroy ... ' Ha, wer bist du, der jetzt vor mir emporsteigt? Drohender, gewaltiger Geist, Är List rechtzeitig gekommen, mich vom tiefften Verderben zu > retten. Nimm mich an deine Brust, die nicht durchbohrt ward. Nein, sie durchbohrten dich nicht! Du siehst mich hier mit deinen Mördern, verkehren. Ich Lin unschuldig. Fragesie, surchtbaxer Geist, {&$&& KMm gdk m Ite kennen, daß ich rein bin. Sie möchten mich gern so schwarz machen wie sich selbst, aber sie sollen es nicht." ,/Honain, Honain", ries die Fürstin mit gellendem; Schrei, als sie zu dem Arzte floh: „Er ist -wieder wild, be^. ruhige ihn. Sieh', wie-er dasteht mit ausgestrecktem Arms und süeren, starrenden Augen, furchtbare Worte auÄ stoßend. Meine Sinne schwinden; das ist zu schrecklich."- Der Arzt schritt vor und trat neben Alroy, suchte jedoch vergelbens seine Auftnerksämkeit auf sich zu 'lenken. Cr wagte es, seinen Arm zu berühren. -Der Fürst erschrak, wandte sich um, und als er ihn. erkannte, schrie er mit furchtbarer -Stimme: „Hinweg, Brudermörder, hinweg!" Honain fuhr bleich -und zitternd zurück. Schirene packte seinen Arm. „Was sagte er, Honain? Du sprichst nicht. Noch nie sah ich dich so Lleich? Bist du auch -wahnsinnig?" ~ ,/0, Laß ich's wäre!" „Sind denn alle Menschen rasend geworden? Er sagte gewiß etwas. Teile es mir mit! Was war es?" ,Krage ihn selbst." -,,'Ich wage es nicht. Sage mir, o, sage es mir, Gmain!" “ ' , „Auch ich wage das nicht!" -,Mar es ein Wort?" „Ja, ein Wort, um Tote auszuwecken. Laß unS gehen!" . „Ofyte unseren' Zweck erreicht zu Mben, Feiglings. Ich will mit ihm sprechen. A)ein teurer Alroh", flüsterte sanft die Fürstin, als sie sich ihm ^wieder nahte. ' ,Me, hat dev Fuchs 'die Tigerin verlassen? 'Ist etz so? Haha; gibt es denn kein Gericht? Werden nur die Uw. schuldigen verfolgt? Ich Lin schuMos; ich -habe dich nicht erwürgt. Er hatte recht, als er sagte:.,Hüte dich, die dtE taten, können auch noch Gräßlicheres tun.' Und hier sind sie schon an ihrem verfluchten Werke.. Hein Körper litt, großer IaLastor, aber mir wollen sie Lew und Seele zugleich erwürgen!" Die Fürstin schrie auf und sank in die Arme des vortretenden Honain, der sie aus dem Korker trug. ssjaßmm

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