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Wiener Morgenzeitung · 1923-05-08 · Heft 1521 (8.5.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1521 (8.5.1923)
Date
1923-05-08
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Men ,MWratoY"«tiW Nr. WA.' Men, Dienstag Wiener MüvgMziettuttg. 8. Mar 1923 Seiteklolsn »meÄkan, Noten v. 5 Dollar aufw, - - kleinere » , , Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva . . , 100 » . ' ' kleinere. . , DBnlsche Noten 100 Kroner -, , Deutsche Noten zu 1000 Mark, , ■ » » t oo » . . kleinere, , , , iBugf. Noten von 5 Llvrest. aufw. » » kleinere ..... .Französische Noten 100 Francs , 'Holländische Noten 100 Dulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw. » » kleinere . . . Jngosl, Noten nutzest, zu 1000 Dinar » - .V,100 ' „ „ „ kleinere . , Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v: 500 Mark aufw, , „ kleinere.... Rumänische Noten zu1000u. 500Lei _ „ kleinere . . . Russ, Noten (Roman.) zu 500 Rubel » » » » J0° » . , , kleinere. » Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.1000 aufw, „ „ kleinere Ungar. Noten (neue Eni.) zu lOOOKr. , » zu 10.000 Kr. ... . . kleinere . . . » » 7C70O,— 71000.- 70700i— 70C00.- 70900.- 70000.— 3985.- 4015.— 4030.- 503.- 507.~ 508.- 483.- 487.- '488.- 13120.— 13160.- 13180. — 1.80 2.10 1.80 4060.- 512.- 492!— 13240.- 2.10 326500.- 327500.- 326800.- 327800,- 326300.- 327300.- 326600.- 327600.- 4675.— 4695.- 4665.- 4695.- 27640.- 27840.- 27620.— 27820.- 3427.50 3442.50 3417.50 ,3432.50 3407.50 3422.50 3397.50 3412.50 730.- 734.- 742.- 746.- 72o!- 724!- 732!- 736!- 11850.— 11910.- 11850.- 11910.— 1.28 1.58 1.25 1.55 1.23 1.53 1.20 1.50 324.- 326.— 339.- 341.- 304.— 306.- 319.- 321.- 18660.- 12730.- 10610.— 2098.- 2093.- 11.15 1L10 18740.- 12790.— 10670.— 2108.— 2103— 11.35 1L30 18660.- 12720.- 10610.- 2098.- 2C93.— 10.90 10*35 18740,- 12780.- 10670.- 2108.- 2103.— 11.10 11*05 Sie SpiiUusbcwirtschaftMg in her Lschechv- Slowakei. (®on uttfcrem Bvünner L—. S—.-Berichterstatter.) Die Lage der tschechischen «Spiritusfaibrckat-ion ist Hei ftnm 30Prozenbi,tzer Ansnützung der Erzeug gungsMöglichkeit als sehr ungünstig zu bezeichnen. V-on den buchenden 936 lanldwirtschaftlichen Spiritusbrennereien, die r.nr Kartoffeln auf Spiritus verarbeiten dürfen, arbeiten bloß 929 betviöbsfchige Falbriken in lausenlder Kampagne mit Sinem Erzeugungskontingent von 262.000 Hektoliter Spiritus. Das höchste Kontingent einer Brennerei stellt sich auf 597 Hektolliter, das kleinste auf 37 Hektoliter. Ein Vergleich mitden Klmdingenben der Frieldenszeit, wo jährlich von einem Betrieb -bis 1006 Hektoliter und nur selten weniger als 800 Hektoliter, daher durchschnittlich 1000 Hektoliter Pro Brennerei erzeugt wurden, macht die mißliche Situation dieser Industrie klar. Neben diesen landwirtschaftlichen Brennereien gibt es 1» der Republik 37 industrielle Spiritusbrenne- 'veien«, die Melasse und Mais auf Spiritus verarbeiten. Die VyMgung dieser Betriebe ist gleichfalls bedeutend eingeischrankt und beträgt heuer bloß 128.000 Hektoliter. Dabei sind idie gewerblichen Brennereien infolge des teueren Rohstoffes nicht in der Lage, an der Exportspirituseyzengnng teilzunchmen. >Auch die Preßhefebrennereion (14 an der Zahl) haben infolge der gebundenen. Spiritusbeiwirtfchaftnr.g gegen-; Mer 'den Vorkriegsjahren, eine wesentliche Einschränkung ihrer McktuspiwlduLtion (16L00 Hektoliter jährlich) erfahren. Wühlend sich die EvzenguÜgstütigkM der genannten Betriebe im Frieden insgesamt um 1,350.000 bis 1,500.000 Hktl. jährlich bewegte, kann, wie erwähnt, in der laufenden Petrielbsperiode nur mit einer Spirltnserzeutzung vor.» 400.000 Hektoliter ge-! rechnet werden. Die Folge davon ist, daß die Betriebs^ ^zei t in den Brennereien statt 200 bis 300 Arbeitstage höch- 'istens 4 bis 6 Wochen umsaßt. . Nach dem Umstlirz wurde unser Spiritus bekanntlich hon der tschecho-iswwaMschen Spirituskommission bewirtschaftet, der gegenüber der altösterreichischen Spirituszentrale ein vr- Mitevtes DätigkeiitsfelD zugewiesen war, indem sie nicht nur die Regelur.g «bcr Erzeugrmg (Eninahme der gesunden Karttvsfeln und Zuweisung von minderwertigen Kartoffeln für die ^Sprritnserzeugung), sondern auch die Regulierung >der Aus-!ftchr und Abfuhr der Exportgewinne an den Staat zum Zweck chatte. Mt der Liquidation dieser Kommission war ab 1. Oktober v. I. ein „interministerielles Komitee" betraut worden, dessen Agenden die aus Vertretern aller Gruppen der Spiritnsbvanche bestehende Gesellschaft für Spirttusverwertung ab 1. April d. I. übernommen hat, mit deren Grimdung die staatliche Spiritnsbewirtschaftnng zu bestehen anfgehö rt hat. Die Schwierigkerten, die sich der neuen Gesellschaft bei Aufnahme ihrer Tätigkeit entgegenstellten, waren ganz bedeutende, Da der Staat, um sich gleichblMeck) hohe Einnahmen zn sichern, an den hohen Verkaufspreisen zähe füstgchalten und sich zu einer Preisherabsetzung spät und überdies in vollkommen unzureichendem Maße entschlossen hatte,.konnte das stetige Si>nken des Jnlandsverbrau ch es nicht Ivundernehmen. Der abnchmende Absatz ai> TvirHpiritus ist außerdem als Folge der allgemeinen WirtschaftSkvise und Beschäftigungslosigkeit der Arhette Massen, Wetters der gvotzen Erzeugung von Obstibranntwvin (ungefähr 50.000 Hektoliter), die dem Spiritus im Vorjahre große Konkurrenz machte, ferner des Spiritusschnrnggels ms fast alle» Nachbarstaaten, welche Nachkviegserscheinung trotz hoher Besteuerung dev ansländilchen Spirituspreise (in Oesterreich 36,1 Liter Versteuerte^ Spiritus 44.000 öst. K.) zurzeit noch anhält, und nicht zuletzt des Umstandes anzuschen, daß die BevöMeruntz mit fortschreitend höherer Lebensstufe mehr und mehr zur freiwilligen Abstinenz neigt. Eine Steigen 'rn,r-g des Konsums liegt daher in Zukunft nur in der stärkeren Benützung des denaturierten Spiritus für technische -Zwecke sowie auch als BetviMstoff, wobei auf die Berbilli- ,gung des unverhältnismäßig hohen Spiritusvevkaufspreises vor allem Bedacht zu nehmen sein wird. Ein weiterer llehellstand sind die anlfgestapelten hohe» .Vorräte, die noch von der tschecho-slowalkischen Spirituskoinmissiou stammen und infolge der teueren Gestehungskosten und des niedrigen Wettmarktpreiises für Spiritüs nicht abgestoßen werden, können. So wurde die verflossene Kampagne prit einem Vorrat von 370.000 Hektoliter abgeschlossen, und dürsten, trotzdem die heurige Erzeugung von 020.000 Hektoliter rm Vorjahre auf 400.000 Hektoliter herabgesetzt wurde, die Vorräte zu Ende der laufenden Beitriebstzeit rund 450.000 .t WeÄchiMvn tviM M». rntt jW Die G r a t i s g a v e». die wir unssxen Sahresabonnenken bieten konnten» hak so starken Anklang gefunden, -atz die uns übermittetten Voreinzahlungen auf ein IahresaKonnemenl bald öle Zahl der uns zur Verfügung stehenden Exemplare des GraetzMen Seschiehks- Werkes überstelgen. Es ist uns nun gelungen» noch eine grötzere Anzahl von . Grketz', „Geschichte der Süden" in drei elegant ön Geschenkbänöen (derzeitiger Ladenpreis zirka 200.000 Kronen)» zu erwerben. Daher find wir in der vage» nicht nur alle uns vorliegenden Anmeldungen zu befriedigen» sondern auch weitere Prämien für die Vorauszahlung eines Jahresabonnements ausznfetzen und dle Frist hiefür bis 20. Jini 1923 zu erstrecken. Später eintangeude Anmeldungen können nicht mehr berücksichtigt werden» da die Zahl der noch freien Exemplare ein« beschränkte ist. Das große historische Werk von Heinrich Graetz ist die Veste, verläßlichste Quelle für jeden Juden, der die Geschichte seines Volkes kennen lernen will; es ist ein stolzes Buch der jüdischen Lebenskraft, ein treuer Freund des jüdischen HauseS; es trägt, wie Friedrich Hebbel sagte, einen großartigen Charakter an sich. Die „Wiener Morgenzeitung" scheut keine Mühe und keine Kosten, um ihren Abonnenten Gelegenheit zu geben, dieses Werk zu Bedingungen zu erwerben, die sonst nicht geboten werden können. Wir richten daher auch an unsere Parteigenossen die Aufforderung, auch zum Zwecke der Werbung neuer Abonnenten überall auf diese Prämie ausinerksam zu machen. Am Mihverständnifsen» die sich des östere« ergeben haben» vorzubeuge«, machen wir aufmerksam» -atz für die Erwerbung der Prämie folgende Iahresabonnementspreife einzuzahlen find, für Oeflerrelch SSV.V0Ü K. (Wiener Abonnenten wird bekannlgegeben» -atz -er Bezug auch in der Trafik erfolgen kann)» für Deutschland 200.000 Reichsmark» für Polen 290.000 polnische Mark, für die Tfchecho-Slowakei 204 tschechische Krönen, für Jugoslawien 300 Dinar» für Rumänien 1200 Lei» für Italien 120 Lire» für Belgien und Frankreich 100 Francs» für die Schweiz «nd die anderen Länder des Weltpostvereins 30 Schweizer Franken. wnmmmmmmmmmommKmmmmmmammmmmammamasmmmtat Spivitusbewirtfchaft.ung betrauten Faktoren, die sich vollkommen ans das Jnlanldsgeschäft beschränkten, so daß der Auslanldsäbfatz — übrigens eine reiche Mnmchmsqnelle des österreichischen Staates vollständig ins Stocken geriet. Die Spiritnsauslfuhr könnte Heuer viel leichter vonstatten gchen, zumal die lanidwirtfchaMchen Brennereien . infolge glänzender Kartoffelernte viel billiger erzeugen als im Vorjahre. Nicht so leicht werden hier die ir.dustriellen Brennereien einen Ausweg finden, für die die auf drei Jahre eingegangene Verpflichtung, die im Lande erzeugte RÄbenmelasse zu einem unverantwortlich hohen Preis zu übernehmen, einen bedeutenden Verlust darftellt. Sache der neuen Gesellschalft wird es fein, die erwähr.ten Enldvorrät« mit einem etwa den Verkaufspreisen der kommenden Kampagne entsprechenden Marktpreis — wenn auch mit bedeutenden Opfern — zu bewerten, durch eine den wirtschaftlichen Vevhältnissen entsprechende Har.delspolit-ik das Slnkon der Verkaufspr'eife und die Hebung des Exports zu bewerkstelligen und überhaupt dieser für die Volkswirtschaft unfeves Staates so bedeutsamen Industrie, . die seit 1916 daniederliegt, endlich wieder auf die Beine zu helfen. Entfall des Börseverkehrs am 8. und 16. Mai. Die Wiener Börsekammer versendet folgendes Communique: In Ausführung des Ergebnisses einer amöFreitag den 4. Mai 1923 in der Wiener Börsekammer gepflogenen Besprechung wird kundgemacht, baß in der Woche vom 6. bis 12. Mai am Dienstag den 8. Mai und.in der . Woche vom 13. bis 19. Mai am Mittwoch den 16. Mai die Börseversammlungen der Effektensektion zu entfallen haben. Es findet also heute Dienstag keine Börse statt. Wiener Börse. Gestern zeigte die Börse eine ziemlich abgeschwächte Haltung. In der Kulisse kam dies ^sonders zum Ausdruck. Doch auch ln einzelnen Schvaivkenwerten machte sie sich fühlbar. Die Hauptursache dafür war die Versteifung des Geldstandes. Die ersten Tage des Mai hüben, an den Geldmarkt größere Anforderungen gestellt als allgemein erwartet wurde. Der große -Umfang des Bör-sengeischäftes hatte das seinige dazu 'beigetragen, um die Geldknappheit noch zu verschärfen. So wurde gestern 2,5, in einzelnen Füllen sogar 3 Prozent an -Report« geld g-zahlt. Dies veranlaßte einen Teil der schwächeren 'Elenvente besonders. in der Kulisse Realisationen vorznpchmen,. was das Kursniveau empfindlich drückte. Ans Budapest lagen neuerlich für, einxcline ungarische Spezialwerte 'Kaufaufträge vor. Es scheint dort die Kont>ermine Deckungen vorzunehmen, andererseits aiber ist auch ein gewisses Mchtrauen in die ungarische 'Krone neuerlich ^dadurch entstanden, daß ans die Auslandsreisen 'des ungarischen Finanzministcrs keinegroßen Hoffnungen gesetzt werden. &§ herrscht die, Ansicht vor,.daß die geplante ausländische Anleihe nicht zustande kommen werde. Wr tschechische Werte herrschte einiges Interesse. Sonst aber machte sich -in der Kulisse die Abfchwächung ans der ganzen Linie bemerkbar,, die namentlich besonders zu Ende das Berkchres sehr stark wurde, als bekannt wurde, daß die Bör-sekamnier den heutigen Da-g als börfnsrei erklärt hatte. Dies bewirkte, daß . manche. Kreise noch ivMer Realisationen Vornahmen, um nicht bei der Prolongatton in Schwierigkeiten zu gelangen. Es wiesen die einzelnen Ba-nkenwerie größere Äbschwächungen ans. So verloren B>ankverein 9000 K., Oesterreichische Kredit 6900 K., 5000 K., Zivnostenska banka 16.000 K. Hingegen gewannen; Unglobank auf. anhaltende, ausländische Käufe 12.000-K.,' Depositenbank 2000 K. Von den anderen Werten, büßietz Maatsbahn 45.000 K. ein, Südbahn 16.000 K., Alpine 28.00f. Kronen, Cobourg 14.000 K., Felten 14.000 K., Krupp 46.-000 Ä- A. E. G. „Union" 4000 K., Timber 44.000 K. und österreichisch Hofherr 15.000 K. ein. Hmgegen profitierten Rima -j6.000 K, Skoda 20.000 K., Sa,lgo 165.000 K. Im Sch ranke »v erkehr ivaren weitar einzelit. Petroleuniw-erie beehrt. So gewarmen Fanto -neuerlich 340.000 K., Naphtha 100.000 K., Schodmea 20.000 K. Dagege^ büßten Apollo 41.000 K., Galizischo Karpathen 140.000 K^ Galizia 500.000 K. ein. Von anderen Schrankenwerten profil tietten Hutter u. Schrantz 9000 K., NesselSdorfer 60.000^ Schember 9000 K., Ung. Waggon 10.000 K. Hingegen 'verlorev Zielenewskt 15.000 K., Simmeringer 4000 K., Sigl 5000 K. eiis Von Textilwaren gewannen Awestem 9000 K., Ebre-ichsdorfel 80.000 K., Neunkirchen 6000 K.,' Schafwolle 16.000 K., Teppick Haas 7900 K., Zerkowitz 64.000 K., hingegen senkten sich Eo« mcmos um 5000 K., Hanf und^ Jute A^G. um 90.000 K Lavbouches um 126.000 K. Bon den Verkehrswerten büßte« Nordbahn 30.000 K. ein, hingegen gewannen Donau-Dampf' schiff 30.000 K. Auch die Auffig-Deplitzer Genußscheine sind niß 83.000 K. gestiegen. Lemberg-Czernowitzer profitierten 45.00Ü, Kronen. Kafchau-Oderberger gewannen 30.000 K., hingegen büßten Graz-Köflacher 39.000 K. ein. Bezugs rechte: Gtewag Ltt. A. St. 160 K., Lit. B Sk 4000 K., Daimler Werke 1050 K. - Auf dom Anlagemarkte entwickelte sich ein starke- Geschäft in rein tschechischen EisenbahnMigationen. Auf dem Rentenniarkte sind nur geringe Aenderungen zu' konstatieren. Von den Exoten notierten: Apollo-Film 16.600 foiäj 17.400, Epple u. Buxbaum 38.000 bis 47.000, Jriag 325.000 bis 240.000, Erdöl 43.500 bis 48,500, Mr-aznica 80.000 biH 90.000, Schubert u. Eo. 12.000 bis 13.000, Steirische Braun-« kohle 60.000 bis 66.000. MchmArNe in A. Marx. (Eigen-bericht der „Wiener Morgenzeitung".) ' R i n d e r m a r k t. Der Aufttieb belief sich auf 864 Stück inländisches, 1281 Stück ungarisches, 131 Stück tschecho-slowa. kisches und 284 Stück jugoslawisches und 62 «Stück rumänischest zusammen 2602 Stück Schlachtvieh, worunter sich 2294 Stü«r Mast- und 308 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung nach waren: 1376 Ochsen, 385 Stiere, 788 Kiche Md 52 Büffel Trotzdenr der Markt nur unwesentlich schwächer — um 42 Stuck — beschickt wurde, als in der Vorwoche, sind die Preise um 1000 bis 1500 K. pro Mlogramm gestiegen, was darauf zurück^ zuführen ist, daß Sie Großmarkthalle von alten Vorräten fast ganz entblößt ist. Aus Rumänien wurden auf Grund noch alte« Ausfuhrbewilligungen 52 Büffel auf den Markt gebracht. ES notterten r Ochsen prima 16.000 bis 18.000 K., extrem 21.000 K..' sekunda 14.000 bis 15.800 K., teriid 12.000 biS 18.800 K.. Stiere und Kühe 12.000, 16.000 bis- 17.000 K., Beinlvieh 6800 bis 11.500 K. und Büffel 12.000 bis 13.000 K. pro Kilo^ gramm Lebendgewicht. Wiener Schnhbörse. (Ei-genbericht der,Mener MorgenzMl-ng".) ""7' Obwohl die gestrige Schuhbörse im allgemeinen ziemlich guten Besuch aufwies, war, da der Bedarf zurzeit vollauf gedeckt ist, die Geschäftstätigkeit gering. Interesse machte sich leviglich geltend für Saisonware, wie z. B. Sandalen, braune Ware. Spangen- und Leinenschiche. Das Detailgeschäft ist ziemlich belebt und trotzdem die Ergänzung eine Vertmerung erfuhr, weisen die Preise unbedeutende Veränderungen auf. Es notierten: Herrenstiefel Mal?ay Boxkalf 160.000 K^, Rindsbox schwarz 164.000 K., Naturleder und schwarzes Kuhleder 149.000 K., Braunleder 190.000 K., Goodyear Welt Boxkalf 200.000 K., Braunleder 275.000 K., D amenstiefel Makaay Boxkalf 160.000 K., Rindsbox 130.000 K., Naturleder und schwarzes Kuhleder 130.000 K., Braunleder 190.000 K-, Goodyear Welt Boxkalf 200.000 K., Braunleder 260.000 K., Damenhalb schuhe Makay Boxkalf schwarz 125.(M K., Braunleder 160.000 K., Goodyear Welt Boxkalf 175.000 K., Braunleder 200.000 K., Knaben schuhe 26—39 Makay Boxkalf, Rindsbox, Naturleder und. schwarzes Kuhleder je 129.000 K., Braunleder 147.000 K., Mädchenschuhe 31—36 Makay Boxkalf 85.000 K., Braunleder 120.000 K. Berliner Mrse. Berlin, 7. Mai. Durch die französische Antwortnote wurden die Börsekreise stark beunr»hrgt, was sich zunächst in einer neuerlichen erheblichen Aufwärtsbewegung der Devisenkurse äußerte. Im Zusammenhänge damit schritt die Spekulation zu Käufen, speziell auf dem Montan-, Elektro- und Maschinenfäbriksaktien-Markte. Die hiedurch veranlaßte Aufwärtsbewegung der Kurse entbehrte aber der Einheitlichkeit, da seitens werterer Kreise Zurückhaltung beobachtet wurde. Offenbar hält man es fiir geraten, eine Klärung über die weiteren Folgen abznwarten. Im späteren Verlaufe wurde die Unsicherheit noch schärfer zur Geltung gebracht und die Lebhaftigkeit bröckelte ab, so daß vereinzelt die Kurse erheblich nachgaben. S ch l u ß k u r s e r Türkische Lose. 260.000.-, Oeftrrk Staatsbahn 551.000, Nordd. Lloyd 31.500.-, Ver. Elbv schiffahrt 43.000, Berl. Handelsgesellschaft 92.000.—, Kommerz. Privatbank 17.760.—, Darmstädt. Bank 20.250.—, Deutsche Bank 32.250.—, Diskonto-Kommandit 21.000.—, Dresd. Bank 18.600.—. Nattonalbank für Deutschland —.—, Oesterr, Kredit 38.250.—, Oesterr. Länderbank 30.500.—, Reichsbank 18.500.—, Wiener Bankverein 20.500.—, Wiener Unionbank 25.000.—. Allg. Elek» trizitätsFesellschaft 39.000.-, Bochumer. Gußstahl 225.000.-, Daimler Mot. 16.000.—, Deutsch-Luxemb. 201.000.-, Deutsch» Waffen n. Munition —.—, Dynamit Nobel 45.500.—, Felten u. Guilleaume 63.500.—, Gelsenkirchener Berg.'224.600.—, Sf). Goldschmidt 63.000.—, Harpener Berg 252.Ö00.-r, Hirsch Kupfer 90.000.—, Höchster Farben 88,500.—, Hohenlohe-Werke 56.500.—, Laurahütte 68.000.—, Mannesmaunröhren 102.600.—, Phönix Bergbau 186.100.—, Schuckert n.'Eo. 1l8'.000.^-, «Siemens u. Halske 140.000.—, Telephon Berliner 20.000.'—. Prager Börse. Prag, 7. Mai. Die heutige Börse. eröffnete unter dem Einfluß starker Realisationen, besonders auf dem Jndustrieaktienmarkte, in schwacher Sttmmung, die durch matte Wiener Tendenzberichte noch^ unterstützt würde. Auf dem Anlagemarkte waren namentlich Staatspapiere fest. Heimische Banken lagen ungleichmäßig, Wiener nach schwacher Eröffnung etwas fester. In Eisenbahnaktien gaben die höheren Ansangskurse Anlaß zu Realisationen, die eine Abfchwächung hervorriefen. Jndnsttiewerte waren durchwegs abgeschwächt. Auf dem Exotenmarkte niben alle Werte, mit den beiden Soloaktien an der Spitze, im. i ' ‘•;4

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