Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1520 (7.5.1923)
- Date
- 1923-05-07
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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flte WM DNttt, gflkmtafl •LMenev Mo^ftenzeitrrng. An dk HmÄ ÄngedMügene Splitter fasst man nur, sie gsrchgend kmg hevaudvasen, stmst überlasse mau Prozedur dem Arzt, da durch Abreißen oder Dbrechen des HMonagendm Teiles der Mngriff kompl»- Lert wird. Bei Vergifttwgen mit dm verschiedenen mineralischen trnb pflanzlichen Giften richtet sich die erste Hilfe auf rasche kntferimng des noch nicht vom Körper anfgeisaugtzm Giftes, pas am LÄLen durch Brechmittel oder Erregung des Brechtttes (durch Einfuhren dä Fingers in den Rachen) ge- K Ber Angabe 'dev Art der Vergiftung erhält man Apotheken vor Ankunft des Arztes das betreffende Gegenmittel, bei Muren (Schwefelsäure, Salzsäure) reicht nan Eiweißwasser, Milch, Kalk, bei Alkalien (Lauge) Mg- oder Zitronensäure. Die Herz- und Atmnngstätigkeit ieemfluffe mau durch Reiben der Glieder, künstliche Abnung, Darreichung von heißem, schwarzem Kaffee, Tee »der Alkohol.. Auch starkes Nasenbluten kann ein nnangenehwes Ereignis darstellen, da es bisweilen zu enovrnen Blutversusten kommt. Das Wichttgste ist auch hier ruhiges Berj alten in halbsitzender Stellung, bei zur Seite geneigtem stopf. Man unterlasse vor allein das Schneuzen und drücke sie Nasenflügel zwischen Daumen und Zeigefinger zu sammen. Das genügt oft schon allein, sonst schiebe' mau einen aus reiner Wolle festgedrchtm länglichen Tampon ivagrecht nach hinten mit drehender Bewegung in das blutende Nasenloch. Die erste HilstlersLung, die auch gelernt sein muß — wozu heute vielfach in Scmiariterkurstn Gelgenheit ist —, ist oft entscheidend für das weitere Schicksal des Verunglückten. Dies gilt besonders für Verletzungen, Blutungen, Knochenbrüche und Verbrennungen, die ein anderes Mal behandelt werden soll. Amtlicher FrageWe«. Dankbar. 1. In der Montagsnummer vom 23. Avril 1923 ist die Pflege der Haare behandelt. 2. Was die Mitesser betrW, so empfiehlt sich, dieselben mit einem sogenannten Mttesserquetscher auszudrücken. — Sakoahnerin. 1. Note Hände sind meist Folge von Blutarmut, die.in erster Linie behandelt werden muß. 2. Unmöglich. — Jimmerüesinsektio«. AuSreiben des Fußbodens mit 3'/-iger Karbol- oder Lysollösung. Abreiben der Türen und Gegenstände mit dieser Lösung. Mehrtägige Lüftung des Raumes. Oder städtische Desinfektion mit Formalindämpfen empfehlenswerter. — Neugierig. Die Injektionen sind nur eine wirksamere, raschere Darreichungssorm vom Medikamenten, im allgemeinen schmerzlos und ganz ungefährlich. Manche Medikamente wirken nur in dieser Form. Oesterreich—Ungarn 1:0 (0 Sin bedienter Sieg. — Die Lesterreicher vergeben einen Asmeterstoß. — BoAkommene SchnßunsWgkeit der beiderseitigen Angriffsreihen. — Die Lefterreicher führen durch zwanzig Minuten der zweiten Spielzeit annehmbaren Fußball vor. Hohe Warte. 46.000 Zuschauer. Schiedsrichter Gväz. Oesterreich: Edi Kann-nhäuser (SPortWub); Regnart Mapid), Blum (Vienna); Kurz (Amateure), Brandstadter, Nietsch (Rapid); Cutti, Swatosch (Amateure), Karl Kannhäuser (Sporttluib), Meser (Zünateure). Wessely (Rapid). Ungarn: Amsel A. T. C.), Foial 2 und 3 M. T. &); kertesz 2 (M. T. K.;), Hajos Pruha (TörMes); Braun (M. T. K.), Takacs (Vasas), Urik, Hirzer, Weiß (TöreLves). Reichlich gut meinte es geistern die Sonne mit.uns Wienern. Schon vom frühen Morgen an sandte sie ihre sengenden Strahlen zu uns herab und während des ganzen Tages versteckte sie sich nicht einmal auf Minuten hinter KiLWung bringenden Wolken.^ Der wunderschöne Sonntag schien die nach vielen Zehntensenden zählenden'Fußballfreundr förmlich' aus den Sportplatz zu locken. Und dennoch folgten viele rricht der Einladung, daß die Hohe Warte lange nicht das innpoisante Bild bot. als anläßlich des Länderspieles gegen Italien.' An den chne daß sich welche ringere AinteMnahme des PuAikums ist in erster schlechten Organisation des Vorverkaufes zu suchen. Der Vorstand des Oe. F. B. ging in der Vorsicht, die Hohe Warte mit Interessenten nicht zu üoerKllen, zu weit, und die Föllge davon war, daß viele Sportlleute verbittert fern Meben. Ueberbies dürfte auch der Umstand, daß unser P'nbllikum auch den schönsten Phrasen »licht auf den Leim ging, Kr die geringere Nachfrage nach Karte»: ausschlaggebend gewesen sein. Ein täglich erscheinendes Fach'bltatt, das die Aufstellung der Brüder Kannhäuser erzwang, wollte weismachen, daß unsere Auswahlmannschaft das ungeteilte Vertrauen des Volkes genießt. Unsere Sportgemeinde hat gegen diese M e»nnngsru» tersih »obirng in richtiger Weise demonstriiert, ein Großteil »unserer Wettispielbefncher Meb schön zu Hause, weil er von unseren: Team nichts erwartete. Wenn wir noch feslsstellm, daß auch die Ungarn nicht befähigt erschienen, besondere Leistungen zu vollbringen, so dürste man dre Gründe Kr das geringere Interesse erschöpfend behandelt halbM. Die Sicherheitsvorkehrnngen der Polizei erwiesen sich gestern als sehr wrrkrrngsvoll. Dre beiden stell ansteigerrden Boschunigen hinter den Toren ivaven abgefpervt und Mrft-on vom Publllum nicht benützt wehen. Die mächtige Rampe gegerrülber der Tribüne war stelleuwerse »irrt HÄHbarvieven adgerregelt, so daß die Meuschenmassei» nicht ins Rutschen kommen konrrten. Ätun gehört auch der gestrige Ländevkampf der Vergangenheit an rnifb die Lokalpatrioten tverden sich an ihn gaich gerne erinnern. Unsere Vertreter erranigen einerr Sieg und das Spiel war zeitweise ganz interessant. Diese Tatssachon germg'.en, »rügen. Als vollkommene Niete erwies sich der Mittesitürrner Karl Kannhäuser. Seine geringen Kämpferqnalitäten lassen ihn nicht befähigt erscheinen, in einer Auswahlmannschaft zu Kielen. Der zwecke Stürmer, der enttäuschte, war Meser. Der frischgeibackene Ober-St. Beiter ist kein Verbindungsstürmer, er gehört auf den Flügel. Wieser umging recht geschickt die Gegner, doch konnte er mit seinen Partnern nie Fühlung erlangen. Ganz bedeutend hat seine SchußserOgkeit nachgelassen. Wiefer vergab gestern derart viele ausgezerchnte Chancen, die bei halbwegs entsprechender Ausnützung genügt hätten, um mehrere Länderkänrpfe zu gewinnen. Sehr brav arbeiteten die drer restlichen Stürmer, wobei die Leistung von Wessely die und die von Cutti die gediegenste war. wtz die Masse der Zuschauer die ohe Warte rricht unibcfricdigt ate gestern GeLegonheit, dentverließ. Der Fachmann hingegen lich den Verfall unserer und der ungarischen Klasse fcstznstellen. Diesmal konnte nicht die Ausrede gebrauch! werde ir, daß die wilde und unberechenbare. SpiMveise der Gegner die technisch und taktisch vollendete Mannschaft Ms denr Häuschen gebracht hat. Oesterreich und Ungarn bekämpften e>inarrder mit dm gleichen Wasferr und da sah man deutlich. was die beiden Parteien eigentlich »rricht können. Bor allem ist das berechnete, genaue und von gelungenen Einsä!l?n gewürzte Kombinatiorrsfprel auf beiden Seiten volllonMrerr verlorerr gegangen. Alle Spieler „wassern", der Ball wird wild nach vorne gedroscherr, ohne daß auf die Stellung der Partner iogendwolche Rücksicht genmrmren wird. Von einer wirVlichen Aufbauarlbeit konnte »nan deingemäß nur in den seltensten Fällen sprechen. Es ist direkt erstaunlich, daß die vor wenmm Monaten noch so guten Spieler derzeit von allen gute»» Geistern verlassen scheinen. Wir glauben nicht daran, daß die Ballbchaudlung mangelhafter gesvorden ist. Hingegen nmchte sich der Umstand geltend, daß viele Spieler der österreichischen und ri»rgarifchen AuswalKlMnuschast in jeder Hinnchit viel zu langsam waren. Die geriirge Schnelligkeit und BMe-glichkeit verleitet die Spieler zu »rrrüberlegtern und übechastetem Handeln, was das Niveau des Spieles derart drückt. Der urrgjrinstrge Einslrrß der mangel.»»den Schnelligkeit zeigte sich an» deutlichsten bei unserer Deckung. Nietsch und Krrrz placierten sich» recht gut. kerrrw einzigen flachen ,>Paß" zustande, und auch die beiden anderen haben das flache, genaue Zuspielen gairz verlernt. Die Schwäche rnrserer Mannschaft ging auch von unserer Deckung aus. Dem österreichischer» Airr'grfls schlte der Rückhalt von rückwärts, auf rsich selost angewiesen, konnte er höchstens währe»»d 20 Minuten der zweiten .Spietzert bescheidenen Ansprüchen geveräner Beherrscher aller.Situationen. Nach der Panse machte er Fehler, die man selbst emern zweitklassigen Vcrteidrger nicht zutwut. Regnart war zeitweise der 'bessere, doch hat er taktisch noch viel zu lernen. Edi Kanrchäuser hatte wenig Gelegenheit, emMgreistn. immerhin bekräftigte er vor Seitenwechsel unsere Ansicht, daß er Ostriczek, trotz aller Pressemachinationen, an Können nicht erreicht. Alls Ganzes gewertet, machte die österreichWe Auswahlmannischast keinen einheitlichen Eindruck. Die gosanrre Deckung, zwei Stürmer urvd der Tormann waren den Anfvvderrrngen nicht gewachsen. Die Ungarn erwiese»» sich als die etwas schlechtere Akann sch'aft. Auch hrer war die Deckung langsam und »m Zuspiel ungeirau,,obwohl Hajos besser als Brandstädter war. Pruha ist ein derlber Mann,, dessen Fähigkeiten noch viel zu wünschen übrig lassen. Kertesz 2 ist viel zu larrgscm» geworden. Ihre stärkste Stütze hatten die Gäste im Tormann Amsel, der imponierendes Könen bewies. Fogl 2 war schwächer, als in den letzten Länderkämpfen, und sein jürrgerer Bruder konnte überhaupt nicht gefallen. Die beste Stürmerleistung aus dem Felde bot Braun, der m jeder Beziehung eine Meisterleistüng schuf. S Dakaes gefiel recht gut. Die ^übrigen Stürmer waren ich schwach. In der 27. Minute nach der Pause wurde w verletzt und für ihn sprang Szaöo (F. T. C.) ein. der dann mit Hajos Platz tauschte. Der Sieg der Oesterreicher war rrlloferrre verdient, daß sie ausdauernder waren und bessere Erüzellspivler in ihren Reihen halten. Imrnerhin hatte»» die Oesterr-eicher Mick, da ein prachtvoller Schuß von Datacs vor der Pmsse an die Stange ging. Mer weiß, wie das Treffen geendet hätte, wenn der Ball :r»r 'Netz gelarrdct wäre. Der Schiedsrichter Gräz war ebenfalls cm schwacher Mann. Seme Abfeitorrtschcrdungerr lvaren teilweise falsch, überdies verhängte er über die Ungarn eine unverdient harte Strafe iu Fornr eines Elfmeterstoßes. Bor Beginn des Spieles hatten sich in der Festloge zahlreiche Vertreter der staatlichen Behörden, darunter La»rdeshaupinrann von Niederösterreich Buresch, Vizehürgermssster Emmerling, die Sradträte Weber und Siegl eingefuüderr, Das Spiel. Die Oesterreicher erscheinen sofort in der Nähe des Tores. Durch einen groben Schuß von Kertesz 2 gelangt Wessely in den Besitz des Balles, doch ist der Hütteldorser derart überrascht, daß er die Situation nicht arrsmtzen kann. Nun schaffen die Gäste eine gefährliche Situation vor dem Tore der Einheimischen. M» Kannhäuser setzt sich wohl in den Besitz des Balles, doch schafft er das Leder schlecht weg. so daß Takiacs zum Schuß kommt. Der Ungar sagd aber den Ball über das Gehäuse. Bra»»n rmd Takacs bringe»» den Ball inrmer wieder nach vorne, dabei hatte letzterer in der 14. Minute das. Pech, den Ball an die Torstange zu jagen. Gleick) darauf bietet sich wieder eine ideale Torchance, die dieser Stürmen aber in der ungeschickteste»» Weise vergibt. Nun geht Braun in der 22. Mnute seinen Gegnern auf und davon, er gelangt bis auf wenige Schritte vor das Tor dev Oesterreicher, trifft aber dann nicht ins Netz. Die Oesterreicher erzwingen den ersten Eckstoß, der ergebnislos verläuft. In der 29. Minute wird den Einheimischen ein Elstneterstoß zugesprochen, Wieser schießt aber den Ball dem gegmrischen Tormann in die Hände. Das Spiel wird beiderseits immer schwächer, was nicht zmn geringen Teil aus die große Hitze zurückzuführen ist. Swatosch erleidet in der 41. Mnute eine Verletzung, doch tritt er nach zwei Minuten wieder ein. Nach Seite»»wechsel gewin»»en die Oesterreicher die Oberhand. Trotzdem ergibt sich Kr Ungarn die erste günstige Torchance. Bräun gab einen flachen Paß zur Mitte, wobei sämtliche Jirnenstürmer das Leder verfchlen. Gleich darauf entsteht ckne verzwickte Srtuatwn vor dem Tore der Gäste, doch' können 7. Mat 1923 SeveB diese mit viel Glück ihr Heiligtuu» rein bewahren. Nun erziviirgeu die Ungar»» einen Eckstoß, der ergebnislos verläuft. Takacs läßt eine günstige Situation unausgenützt. In der 27. Minute rrmß Pruha verletzt das Spielfeld verlassen Ed. an ssrne Stelle tritt Szabo sin. Die Oesterreicher haben mm.Pollkommen die Oberhand, wobei sich Amsel als Retter in der Not erweist. Unter anderern meistert er einen PrachtschuU von Swatosch. In der 34. Mnrtte bricht dann das Unheil über die Ungarn herein. Wessely hatte den Ball gut nach vorn« gebracht und Swawsch verwandelte die Flanke zum siegbringenden Tor. Noch einmal bietet sich den Oesterreichern pe Schußchance, die aber Wieser nicht auszunützen versteht. Noch ein schöner Schuß von Cutti, der knapp über die Latte-streicht,-dann ist das Spiel zu Ende. Iirterviews. Mirfier Hunter. Das Spiel stand auf^ keiner -Leson« deren Höhe. Die Verteidigungen waren gut. Me Halvesreihe war nicht so gut wie gegen Malier». Wieser hatte «Ären guten Schuß, aber er Wie am FlügÄ spielen müssen. Bär dort aus wären seine Schüsse Tore gewesen. Schlecht Kr das Spiel war die große Hitze. Der Elfer war nicht zu gebe»». H ug o Me i s l, Bundeskapitän: Es war ein sehr charter Kampf. Die österreichischen Stürmer waren schwach. Aber auch der ungarische Sturm war nicht Mt., Nach dem Verllcmf der zweiten Spielhälfte haben wir den Sieg verdient. Kertesz, Kapitän der ungarischen MarmLchast: Sät,.bet ersten HMte waren wiv gut und hätten bei Glück Sore schießen können. Wir haben Pech gehübt. In der zweiten Hülste war unser Angviff schr schlecht. Der Schiedsrichter konnte uns nicht befriedigen. Ennst Minder, Kassier des ungarischen Verbandes: Die Qualität des Spieles war schr minder. Ich habe selten ein Spiel gesehen, wo beiderseits so viele Torchancen vergeben wurden. Ein urrentschiedenes Resultat wäre richtiger. Dev beste Mmn im Felde war Amsel. Enttäuscht war ich über die geringe Zahl des Publikums/ da im Vergleich zum Jtalienkämpfe sehr wenig Zuschauer waren. Die Entscheidungen des Schiedsrichters konnten uns oft nicht befriedigen. Der Elfer war na» gevvhtfertigt. Schiedsrichter Heünr ich Nets Hury: Durch dieses Spiel wurde neuevdings der Beweis erbracht, daß es um den ^»ielernachwuchs in beide»» Ländern schlecht bestellt fit. Be» den Spielern von Narrren fehlte die »»ötige Schrmligkoit. Von den Ungarn nenr»e ich den Torryann Amsel, den rechten Vertägiger 'Fogl und den Mittelläufer Hajos. Be» »u»s waren Wessely, Swatosch und Regnart die Besten. Der schwächste Terl war entschieden die Deckung. Obwohl die U»»garn in der ersten Hälfte die Besseren waren, ist der Sieg veMertt, da die Oesterreicher in der zweiten Hälfte vollständig überlegen warierr, Der Schiedsrichter war objektiv. Verbandsöapitän K i ß: Ich habe fast alle, Länderkän»pse gesehen, aber fast keiner sta»»d ans so tiefem Niveau, wie der heutige. Nicht Technik hat gefehlt. Die Klasse »st in, beiden Laudern zurückgegangen. Die Verteidigungen Ware»» börderseits schr gut, die Deckungen Mt, die Stürnrerreihen beiderseits schlecht. Tröste»»de Momente 'waren Amsel, Hajos, Wessely, Cutti, Kmtz und Regnart. Hätten alle so gespielt wie diese» es wäre e»n klassischer Kampf geworden. Die Kälte des PMikurns hat mich überrascht. Als i»» der zweiten Hälfte das Publikum warm wurde, da habe ich gewußt, daß wir Nicht gewinnen kvMen. Statistisches. Zum gestrigen Länderkampf warm im gcutzerr 35.000 zahlende Zuschauer erschienen. Der Vorverkauf klappte absolut »»icht; viele Sportbegeisterte mußten den» Wettspiele fernbleiben »vell in ganz Wien auf ehrlichen» Wege keine Karten zu haben waren. Nach Beginn des Spieles lagen im Sekretariat die Massen der unverkauft gebliebenen Karten und harrten vergeblich Hrer Besttmmung. Während Sitzkarte»» im Schleichhandel einen enormen Kurs erzielten, blieben eine ganze Menge davon infolge dev-überaus schlecht arbeitenden Verkaufsorga»»ssation liegen. Die Straßenbahndirektion hatte mit einer viel größeren Zusehermenge gerechnet. Der verstärkte Verkehr entsprach deshalb allen Anforderungen. Für die Auftechterhaltung der Rühe n»»d Ordnung sorgten löOOrdner Md 196 Wachleute. Außerdem waren 6 Kriminalbeamte und 4 Kornmissäre im Dienst. Die fliegende Ambulanz der Hietzinger freiwilligen Rettungsgesellschaft hatte M» in sieben Fällen leichten Unwohlseins einzuschreiten. Jnteresimt ist. daß das Treffen mit drei Bällen gespielt wurde. Der erste wurde von den Ungarn als zu leicht bea»»ständet, der zwette hmchte Mter Karl Kaunhäusers Beinen seine zarte Seele aus Md erst mtt dem dritten konnte das Spiel zu Ende geführt werden. _ WÄ« ffnited in Men. , (Pfrrrgstsamstag gegen Hakocch.) Herr Bardach, der die Londpirer iProjMumaLmcMnschaft nach Wien vechflichtet«, hatte anläßlich des enOischett Eupfinales G-.'lvge»»hmt, mit führend?u Persönlichkeiten dev Fedoration zu spreche»». Mister Mall, der GeneMsekretär des' Verbandes, versicherte, daß die ältrr?'.» enMschen Fußballer besondere Sympathien für Wien und Budapest halber», l Mister Wall ist sich dessen bewußt, daß man in diesen deider» Städten a»rsg?zeich»»'.'te!» Fußball sipislt, weshalb auch der Mittelstürmer Watson von Mestham United, der für di« AilNvahlmannschast, die gegen Schweden zu spielen hat, aus, ersehen war, fveiMgeben wurde. Mster King, dev GerlerÄdwettor von Wefiham United, gab stm>er Freude Arrsdöuck, nach Wien konrmen zu könire»», da er von der Gaftfrerrrldschafi der Wiener schon so viell gehört habe. Der errgWsche Prösessionalklulb trügt' an» Pftngstsamstag gegen die Hcckoah das einzige WöWieil auf Wiener Boden aus. Nach den smnstäglgen Ligcrspielen steigt Westharn United trotz der 0:1-Niedevlage durch Nots County in die erste Kliasst auf, da sein schärfster Rivale^ Leicester Ctth, gegen Büry eöei»« falls 2:0 unterlag. Wescham United und Leicester City haben die gleiche Punkteanzahl, doch kommt elfteren Verein daZ beffere Torverhältnis z»» Mte. Nachstehend das Progra»n»»r/!^' Kontme»»taltour der Londorrer: 17. Mai c^egen Slavia Ln PotzZ 19. Mai gegen HakM) in Wien, 21. Mai gegen M. T. K -H Brtdapest, 23. Mai gegen Sparta in Prag. MMM Wrünn) in Me«. Zwei Niederlagen in Barcelona. (Teilogranrm der „Wiener Morgerrzeitttng".) Der Alakkabi (Brimr») trug Sainstag Md Sonntag zwei Spiele gegen den 1. F. C. Barcelona aus. Am ersten Dag« unterlag der jüdische Beveru 1:4, nachdem er z»»r Pause 1:l Muhrt hatte. Am zweiten Tage siegten die Spanier 2:0 (2:0) Beide Tore entsprangen Elfmeterstößerr.