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Wiener Morgenzeitung · 1923-04-29 · Heft 1512 (29.4.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1512 (29.4.1923)
Date
1923-04-29
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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mt* WSt, TöchM' die «MMoW'MK als die im Wiener Mischen Museum ÄZW«'Oe..'Ln QesterveiU Mste kaum ein zweites SchdMtchen ähnlicher Art zu finden sein, das sür , ^ss Judefi'nW einen besonderen Reiz erhält durch den RiMH^Üew Mlhmert, in den es gebettet ist, die'Eisen« tter'MevW^E ihren netten Häusern und Mscherrtztzurbolen, mit Än Ketten, die sic am Sabbat für den MüeNverkchr und die schöne Hügellandschaft ringsum. '" Ae WirtsMt fe der Simm HlrsKHchuI- M«ug. Die ftandaWst Tatsache, -daß btc Baron. Hirsch« Stiftung ihren Lchrevn Gchälter zahlt, tvelche nicht ausreichen, um ihnen den notdürftigsten LefeensuniechM zu sichern, hat durch die mehrfache« Bornühunyen der Lehrer, bei dm österreichischen Gerichtm ihr Recht zu erlangen-, schon öfters die Anfm-eicksamkeit der Oeffentlichkeit mtif sich gelenkt. 'Gestern fand mm vor dom Obevlandosger-cht in. Zivilsachen die BevuIfunMechaMung über die Klage- :dss Lehrers Joachim Schulmann gegen die Stiftung auf Zahlung eines angemessenen Gehaltes von 1919 an stabt. Wie jsemerzeit gemeldet, hat die Stiftung Schulmann seit seiner M'Mchr aus dom MMäridienst, in welchem er invalid gewvrdm war, nur die dom RogrÄativ entsprechenden monaNichen lFriod'ensbezüg'e twn 186 Kronen austzahlen wollen.!Ärs' Zivrlgericht erster Jnstänz hatte -den Mffpruch Schul« >Mnns aiffeim zeitgemäße Erhöhung dieser BeMe nicht'aner« ikmmt. Bei der BerHungsverhaMung führte der DeMfnngS-' ivortrÄer 'des Klägers, Dr. Alfred Maril, aus, daß es in den sMentionen des^CHstevS lag, den Schulen eine gleiche Form?w:e die der öffentlichen BölWhulen zu geben und dcher'auch 'die Versorgung bet Lehrer so zu regeln, wie die der VvMschul- Üchrer an den öffentlichen Volksschulen. Das Regulativ der ^Stiftung, welches die Lehrer durch Unterschrift zur Kenntnis nehmen nmßten, sei nicht bindend, weil die inzwischen einge- -tretene Verteuerung der Lebensvechältnisse die im' Regulativ ^enthaltene Bestimmung über die Besoldung >der Lchrer mngestoßen habe und es in dm Intentionen des EüifterS. gelegen jfet; Len 'Lehrern für ihre DiensÄeistung '.ein anskömm-' Fiches-Entgelt zu bieten. Dr. Ignaz Ornstei«, welcher fals Vertreter von 26 Nebenintervenienten, sämtlich Lehrer der Baron Hirsch schule, fungierte, wies daraufhin, -daß unter den heutigen BechArnifsen der Vertrag mit dm Lehrern unmoralisch sei, um so mehr, als zwei Verwaltungsifunftionäre der- Stiftung, welche in Wien wohnen, dm heutigen Vechältnisstn angemessene Monatsbezüge erhalten, welche die JÄhresbezüge aller Lehrer um ein Vielfaches übersteigen. Das O'öeÄarvdesgericht -bestätigte das erstrichterliche Urteil und br° gründete dies damit, daß ein Privatrechtliches Bertragsver- HAtnis vorliege, und dcher eine Berufung auf öffentlich-rechtliche Bestimmungen nicht maßgebend sei. Ob ein Vertrag gegen die guten Sitten verstoße, sei nur nach dem Zeitpunkte zu beurteilen, da er geschllosfm wurde, und die Einwendung contra bonos mores könnte, wenn sie zurecht, bestünde^ nur Aufhebung des. Vertrages, nicht aber Erhöhung der Bezüge zur Folge baden. , Damit ist: wohl für die österrerchrschen Gerichte der. Fall rvledigt, nicht aber sür die gesamte jüdische OsffrnilichkeÄ, welche ein Interesse daran hat, Aar'zu schen, was eigentlich to der Baron -Hirsch-Sttftung vorgehl. Die Stiftung wurde, mit einem Vermögen von 12 Mllionen Franken ausgestattet, einer schon vor dem Krieg bedeutenden Summe, und wie diese Dumme verwaltet wird, darüber ist seit 1914 der Oef-fentlichkeit nichts Authentisches bekannt geworren. Ein Teil des -Vermögens der Stiftung ist jetzt in Härden der polniifchen Regierung. Das Kuratorium der Stiftung und ihre Verwaltung sitzen in Wien und berufen sich stets darauf, daß sie ohne Zustimmung der polnischen Regierung keine RrchtShaMungen vom-chmen können. G8 muh nun authentisch festgestellt werden, oö mit dem Stvftuutzsvev» -mögen heute noch der vom Stifter aNgssirebie Zweck erreicht wird. Cs wäre darauf zu dringen, daß di« Frage der einst so segensreichen Baron Hirsch-Schulen in Galizien, -deren Betrieb heute nur ein scheinbarer ist, während ein Paar Funktionäre in Wen aus dem Titel einer angeblichrn Verwaltung Gchälter beziehen, während die Lehrer hungern, «Mich geklärt werde. WieunssoebenMs Warschau: berichtet wird, hat in.einer ^er. letzten Sitzungen der Verwaltungskommission A'bg. SchiP- P^'r iin Angelegenhsiit der Baron Hirsch-Schulsttftnng inter- -pelsiert und von der Rsgierung die jorortige Uebersiühfrumg des Stäfttungsvermög-ens aus.Wien n^chtPo-l e n verlangt. Der Leiter -des Haupt-liquidationLamtes erklärte im Ramm der Regierung, daß auch noch andere Sntzesfionsstaaien (in Betvacht kommt hier noch Rumänin Änm."d. Red.) auf 'das Stfttungsvermögsn Anßpmch echeiben, Blmmmer kusveMert. Jifff?TTTWf?WT | fWy»* Ge-ftem wurde der Direktor der Umdevsttätskanzlsi, WKebu'NgMt Dr. Blum.aue t, vom Dienste suSpen- -MÄ/Dietse SuspeMevmrg steht mit einer-Klage im Zu» f8m«Wtng, die Äw-KoHAonär G er stl, der im vorigen JÄhr M KlMchvffe geliefert hatte, erhoben Krt. GWt^haH' wegen des Abgangs. Meß StofiqnantMs^ - die- SchcchimeVs-tzSvgeeingMrchü RMr, Professor Dr. Riehl, hatte <WWgt, Eder ükadeMfche Senat' M Einstellüng der ÄtqWtzM ÄMMr. hab^,.7 Regierungsrat BltMilMer^Mte dagegen dbe Aussage des Rektors dementieA'und.A8 .Wstenz esmS solchen SenatSbeschliusD als nicht v^orhamden erklärt. Infolge dieser Des- - . "... ,v': , i I, «MtteL Mvrgenzerrnn«. °D?Wt'HM^DWW^oOlniMt sichesetzt, die , die Suspendierung des KäDeibirektors bersiigte.! Mit der vvrMfigen ' Lcittmg der Mnzleigeschäfte mürbe der Konzipist der UnivevMMnzlei, Dr. Wagner, betraut. ' , ' - ' -- Muma-ner ist einer der Führer der akadeiuischen Hakenkreuzlerei. Scotm Miltor in Wien. Der bekaMte englische . Schriftsteller Scotus ' V i «'t-o r ist, a.us Belgrad kommend, in Wien ern« getwffcn und wird sich nach der Slowakei begeben, wo er einige Wochen verbleiben wird,' uim über die politischen - Verhältnisse in der Sloivakei Artikel in der englischen Weltpresse zu veröffentlichen. Scotus Viator ist entschlossen, auch über das Regime Horthy ausführliche Berichte in der e n g l i s ch e n Pres s e zu publizieren. M Wafferversorgung Mens. Heute wird!n Gegenwart der Mitglieder der Stadt« ' verivaltung urch der Vertreter der' Presse das erste Wasser ' aus der Brunnengrabenquelle, dem letzten bisher.uuer« schlossenen Te>llder zweiten Hochquellenleitung in Wien, einlaufen. Diese Quelle bildet das äußerste Ende? der die! Quellen des Salzachg-ebietes am. Nordabhang des Hochschwabs in Obersterermark sarmnelnden Leitung. Dieser Teil -war bei der Eröffnung der zweiten Hochquellenleittmg im Jahre 1910 noch nnausgebaut; der Krieg unterbrach dann die Bauarbeiten und sie ruhten vollständig bis zum Mai vorigen Jahres. Im letzten Jahre ist es nun trotz .großer Schwierigkeiten gelungen, den Durchstich der schwierigen Gebirgsstrecke, die noch zu Überwinden war, zu vollenden und den Anschluß der Brunngrabenleitung an die Hauptleitung zu vollziehen. Die neue Quelle hat eine Ergiebigkeit von 20.000 Kubikmeter in -der Stunde. Damit ist der Schlußstein zu dem-großen Werke der Wasserversorgung Wiens gesetzt. - Zosef Grob. Jüngst hat Josef G vo b unter Teilnahme seiner Freunde sein LOfahrigeS Schriftstellerjubiläum gefeiert. Ein Talent von Beobachtungsgabe, Formgewandtheit und Gestaltungsvermögen, hat er als Autodidakt und in den dürftigsten Verhältniffen beginnen müffen. Grob ist ein Schriftsteller, der die Tragik des Lebens, dessen Tiefen und Abgründe kennt, dem aber die Gabe verliehen ist, sie durch Humor zu überwinden oder wenigstens zu mildern. Dieser Humor ist oft gallig und bitter und. nähert sich der Satire, aber nie mitleidlos. Grob ist vielmehr ein Dichter des Mitleids und die Menschen, die' er schafft, entlocken ihm Tränen und Sender. Er ist ein Schilderer der Enterbten und Entrechteten, denell das Schicksal übel mitgespielt hat. . . Besonders versteht er es, die Leiden der nach dem Westen verschlagenen Ostjuden zu schildern. Seine ostjüdischen Typen sind in ihrer Heimat und in ihrem Milieu harmonische Erscheinungen, im Westen dagegen werden sie oft lächerliche, groteske Gestalten. Grob aber lacht über diese, sonst komischen Figuren nicht, er hat Sinn und. Vekständnis für die Leiden, die von allen Seiten auf sie einstürmen. Das wahrhaft Menschliche und Natürliche sieht er in den OWden', während die Westjuden ihm zu hölzern, zu konventionell erscheinen, deren Gottesdienst in den Tempeln, „wo man nicht beten darf", schal ist, die selbst am Friedhofe ihr innerstes Wesen mit Konvention übertünchen. Grob ist ein Volksdichter, bei dem obendrein das Lokalkolorit vorherrsch-nd ist. Einen großen Raum nehmen in fetrtcu Schilderungen Mißverständnisse ein, durch deren Ver« und Cntknotung ein Eklat zustande kommt, der eine tvohl« tuende Heiterkeit ouslöst. Man denke an die Humoreske „Jochanan, der Schieber", der sich auf dem Polizeikommissariat als Schieber ansgibt, ja, mit dem Schiebertum erblich belastet ist, denn schon sein Großvater war Schieber, und zwar — Mazzothschieber. Bott Grob, der auch ein Meister des Monologs ist (besonders hervorgehoben seien die Monologe ,Kahals Kohlen" und „In der deutschen Schul'"), erwarten wir noch vieles. Hoffentlich wird er uns nicht enttäuschen. Prof. WllhÄm Menkes. :u* Jüdisch-bölschewikischr Fanatiker. Die jüdischen Bolschewiken haben, wie berens gemeldet, die Gelegenheit des Pefsachfeft wahrgenommen, um ihrem ftmattiischen Haß gegen alle Traditionen die Zügel schießen zu lassen. Diese ghettohaften Fanatiker der wmmnmf^ch^Mtvviischen FveÄyvltSbegriffe begnügen sich nicht damit, für ihre Person die Abkehr von allem traditionellen Judentum «r vollziehen, dar' ihnen natürlich als Inbegriff aller reaktionärer Vorteile erscheint: sie verfolgen in ihrer blinden Wut alle jene mit ihrem Hasse, welche von jüdischen Dingen anders denken wie sie und die Treue zur jüdischen Sache nicht aufaeben wollen. So hat das Zentralbureau der .„Jewsek" (jüdische. Sektion der kommunistischen Partei) die Geschmacklosigkeit ausgebracht, seine Parteigänger zur Abhaltung' eines k o m m u n r st i s ch e n Pessachfestes aufzufordern, um die Empfindungen der großeü jüdischen Masse zu reizen. NaNÄrch waren eS überall kleine Gruppen J-.igenolicher, welche dieser Aufforderung Folge leisteten. Es gab Straßenkundgebungen, . Versammlungen mit antireliaidser Propaganda und logena-nnte „Chom-ez-Seider", wo die Pessachbräuche parodiert Nmvden. Da und Dort -soll man auch ..Verfahren" Wen iüdiifche Kommunisten eirW-leitet-halbem die sich an der Mazzothherstellung beteiligt hatten. In Odessa wurde tot; jüdischen Arbeiterhause ein Dem o n st r,a t t o n s« Prozeß gegen das Pa Nah fest veranstaltet. Es wurde dalbei ein „mternatioMer Seider" abgehalten, an dem sich Juden und Nichtjuden beteiligten. . Anstatt der Hagada wurden die letzten. Propagandapampylete .gegen Passah verlesen. In Nikolajew wurde ebenfalls ein Prozeß gegen Passah mit einer Sederparodi.e veranstaltet. Aehnliche „Festlichkeiten" wurden auch in Smvlensk, Ts.chernigow und anderen Städten veranstaltet. In Smolensk sollensich M den Festlichkeiten zirka 400 Arbiter beteiligt haben. Nachdem der Moskauer Sowjet die Synagoge von Taganka (Stadtteil von Moskau) geschlossen hatte, mieteten die. Juden, der Gegend eine baptistische Kirche und verrichte.te.2 dort ihren Gottesdienst wäbrWd^der PallabtöLe» t7r^'Apim^Do«v * Das Neueste ist . . . Das Neueste ist nämlich Rj Stkerkampf-Arena. Wenn man ganz aufrichtig sein will, muf Man ja zngeben, daß in Wien noch keine derartige BolkSbv lustigung ftattgefunden hat, und daß uns wenigstens: -'dü Kampf mit dem vierfüßigen Rindvieh bisher erspM geblieben ist. Aber es kann andererseits gar keinem Zweifek unterliegen, das; solche Veranstaltungen an der schönen, blauer und sehr begabten Donau geplant waren, denn die Frau- Zizelberger hatte cs von der Frau Pimpelhnver erfahren, der es ihrerseits der Herr von Kravischete berichtet hätte, daß irgend«' wo zwischen Simmering und JMsee ein Herr, aüf eine Wiese deutend, gesagt hätte: Das ist, was wir brauchen. Als daher die Anmeldung eines Platzes für Sportschaustellungen erfolgte, war die Situation vollkommen klar. Das Rahe« liegendste beim Worte Sportplatz ist ja selbstverständlich die Vorstellung! Stierkampf. Sie ist.dem Wiener so vertraut, daß die Polizei natürlich keinen Augenblick zögerte, zu verbieten Zunächst die Stiere im Allgemeinen, sodann die rote Farbe, und schließlich die Verbindung der beiden Requisiten. Die Sportplatz-Unternehmer sanken einander gerührt in die-Arme, denn, wenn sie auch früher nicht im Entferntesten an Spanien gedacht hatten, so war doch jetzt die große Idee gcs -c.it, dien: Unternehmen braucht. Wenn die Stiere sich als ge« nügend zugkräftig erweisen sollten, so würden es doch jedenfalls die Torreros sein. Man verschrieb sich echt spanische Stierkämpfer, die direkt aus. Oedenburg, kommen und an kastilianischem, Stolze das äußerste leisten. Sie sind kontraktlick verpflichtet, bis zur Eröffnung der Arena regelmäßig christlichsoziale Wählerversammlungen zu besuchen, um sich an den Anblick ihres Gegners zugewöhnen und. ihren Mut zu stählen. Daß sie nicht deutsch sprechen, hindert ihre Beliebtheit in den Kreisen des Hakenkreuzes. keineswegs, denn sis' sagen von Zeit zu Zeit: Darr Jud!,.trinken den Wein liier« weise und haben somit ihre Bodenständigkeit ausreichend.bewiesen. Auch sonst sieht man der Eröfstumg der Sport-Arena Mit großem Wohlwollen entgegen. Schwärmerisch träumt di- Hausfrau von der zu gewärtigenden Verbilligung des Rjnd« fleisches, während der teutsche Mann der sittlichen Forderung und geistigen Anregung mit Freuden harrt. Die deutsche> Jungfrauen lernen spanisch und haben es schon bis zu de« Glutblicken gebracht.-Auf, in den Kampf, To'rrero! ... Kater Murr. * Einsturz in einem Kino. Geftem vormittags stürzte im Union-Kino, 9. Bez., GechSschimmelgasse. ein vermorschter Dippelbamn der Saaldecke und damit ein Teil -des -Plafond? ein. Die Ur«tersuchung durch, das Stadtbauamt ergab dis Schadhaftigkeit auch anderer Dippelbäume und 'die Gefahr -des wetteren Absturzes von Stukkatur des Plafonds. Mt Rücksicht aus -die omimnt« Gefahr für die körperliche. Sicherheit wurde, das Betreten deS KinocheaterS und des Daches bis. Mr vollständigen Instandsetzung des Daches und der Deckenkönsirüktion kommissionell untersagt. Die Wiederaufnähme -deS Kinobetriebes wird vondem beftiedi-gen'den^ Ergebnis einer neuerlichen kommiss-ionellen Besichtigung abhängig gemacht. * Keine Kinder ins Wohnungsamt mitochmen!' Das Wohnungsamt der Stadt Men teilt mit:-M ist -im der Mtrp Zeit Mich geworden, -daß im Wohnungsamt «Dt nur eMÄtzo .Parteien, sondern ganze Familien bei dem Referenten. v,orv mre'chen. Hierbei ist es fast , zur Regel geworden, daß auch - Kinder im zartesten Mer mitgebracht werden. -In -der Wen Woche hat sich sogar der Fall ereignet, daß. maser n kranke Kinder in d.:e AmtSräume mitgebracht wurder«, die -an Parteiientagrn von weit über taufend Personen besucht werden. Dieser Fall zeigt, daß däS Mt-neihmen von Kindern in' die' dichtgefüllten Amtsräume auS gesundheitlichen Gründen siir die Kinder selbst, unter Umständen auch für die GrwaMerer gefährlich und schäd lich ist. > * Regelung der Haustorsper« und HauSbeleuchtung. Wie bereits vovlautbart wurde, hat die Polizeidlrekdion Am Gtodvrnehmen mit dem Wiener Magistrat eine Bsrordnung über di< Haustovs-perre und die Hausbebeuchtung -erläsisen. die am Dienstag im Kraf tritt. Durch -diese Verordnung ist die am 2; Oktober v. I. anläßlich -deS HauSbefitzerstreM evlasfene MaaistratSverordnuug zum Schutze der Mieder entbehrlich geworden und wird außer Kraft geis-etzt. Str-afamtshaMnugen wegen unberechtigter Einstellung der HauSbeleuchtung fallen irs Hmkunft ausschließlich in die Kontpeienz der iPoMet. A-lle diesbe' züglichen Anzeigen sind an die Polizei zu richten. * Denkmalsenthüllung für Pros. Dr. Grttdo Goldschmidt. Heute um 11 Uhr vormittags findet , «n FeisDaale cher Wiener Universität eine Feststier und anlschließend daran die En-bhüb Aug des im Armdenho.se der Wiener Universität-ervichteten Dsnkmals für de>n bekannten Profosior der Ehemie Dr. Gnido Goldschm-idt statt. Die Festrede häl-t Prof. Dr, Rudolf Wegs che-i.der. * Kinderaktion des Vereins Ferienheim. Der Verein Ferienheim (Präsidentin Frau Sophie Grünfeld) ist in der Lage, jüdische Kinder, womöglich des geistigen Mittelstandes, von 8 bis 14 Jahren in seine Erholungsheime zu entsenden. Der Schwesterverein, das Oesterreichische; ©ci-' Hospiz, entsendet wie' im Vorjahre schwächliche, zur Tuberkulose neigende Kinder des Mittelstandes im Alter von 8 bis 14 Jahren, in das Seebad Grado. Die- Aufnahme in alle Kolonien ist ausschließlich von der ärztlichen Untersuchung abhängig. (Ganze und Mlbe Zahlplätze) Anmeldungen sind nur schriftlich an das Bureau des Ferienheims, 9; Bez., Türkenstraße 17, zu richten. * Bund jüdischer Jungwanderer. Die Leitung gibt fee« kamt, daß von nun -cm wieder Einschreibungen erfolgen können.- Es werden gesunde jüdische Knaben und Mädchen im Alte-r von 10 feiS 16 Jahren aufgenomm-en. Die Anfn-ahme -erfolgt -kostenlos, -ist s-edoch an einige Bedingungen geknüpft. -Anskünftein der.Geschäftsstelle des Bundes. 9. Bez., Dürkenstraße Nr. 9 (Lest-und Redchalle). . ' * Misrachi«Meettog. Der durch seine Ge-l-ehrsambeit fee«, kannte früher« Klausenbnvger Obervabbin-er Moses G -'l a-s nor,s einer -der ersten Vorkämpfer des Misrachi, üfeersiedel-t in beCj -Nächsten Zeit nach Palästina. Oberrabfeiner Glasn-cr >vivd an«, läßlich s-einos Wiener Müfenthaltes. am 8. Mai^im großen! Saale des R e i ch 8 h o -f ün eiilent von Msrachi Wien heran-' staNten Mettog sprechen. s .. -; * Jüdischer Verein Nord-Ost. Montag, 60. d., halö 8 Ufer gfeends, gelangt zugunsten des Vereins im Hotel Stephanie! lingeästraße 16 (67-0-68). W. Kreindler, Ü/Psz.,' Obere Donau* stvaße M (48-4-42) und M. Singer, 2. Bez., 'Kleine. Sperst 8 >(40-0-71). Es >ist Pflicht aller Mitglieder, sich rech steil :ä wk Kaetm». -A

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