Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1510 (27.4.1923)
- Date
- 1923-04-27
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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jflfo. 1610 _Men, Freitag Volkswirt. SeftmpeUe Krone Centimes. Amrahlnug Wien -- V.CV7?'/, Centimes. I» Zürich notierte . - bk österreichische Krone . . 0.0077'/* ( 0.0077'/, am 35. April) ■bie öftere, gestempelte Krone 0.0077'/, ( 0.0077'/- am 25. April) .die tschechische Krone. . . . 16.07'/.(16.39 am 25. April)! die Mark. 0.0187 ( 0.0180 am 25. April) Holland.. 214.26 (214.75 am 25. April) Netv-Nork!. ..... . 548.- (648.50 am 25. Apriy London ......... 25.42 ( 26.51 am 25. April) Paris ......... 87.- ( 37.30 am 25. April) Mailand ....... 27.06 ( 27.17 am 26. April) Belgrad. 5.60 ( 5.60 am 25. April) Bukarest.V —am 25. April) Sofia. 4.05 ( 4.— am 26. April) Budapest. 0.10 ( 0.10'/, am 25. April) Warschau. 0.0115 ( 0.0112 am 25. April) Oesterreichische Nationallbank. Gestern hat die dies- MvnatiM Sitzung des Generalvates der Oefterreichtschen Naiio- Mllbank unter dem Vorsitze des Presidenten Bundesminister la. D. Dr. Richard Reisch stattgefunden. Nach Entgegennahme Pes lausenden Geschäftsberichtes befaßte sich der Generarrat in 'Fortsetzung der in der letztem Sitzung begomMren Debatte über 'die Eingaben der Kammer für Arbeiter u-nld Angestellte und des Generalrates Ing. Josef Neubauer in Angelegenheit dev Förderung der Kreditbeschaffung für produktive Zwecke durch die Nationalbank m-it dem hiemilber vom -Direktorium erstatteten Referate. Das Ergebnis der Debatte wurde m einer Resolution zusaMmengesaßt, die -in ihrem! wesentlichen Inhalte einstinMng zum Beschlüsse erhoben wurde.! Schließlich wurde auch beschlossen, die Uebernahmszeit für die 'mit ,Mssa per heute" und „Kassa per morgen" ckbzurechnenden Wkompteeinreichuugen vdn 11 auf 10 Uhr vormittags oorzurücken und die zwischen 10 und 11 Uhr ein-geveichtsn Wechsel nur mehr zur Abrechnung mit ,Mssa per übermorgen" anzunehmen, um für die Vorzensur die notwendige Ze-ii zu gewinnen. Aus der Resolution, heben wir hervor: Der Generalrat der Oesterreichrschen Nationalbcmik betrachtet es als seine Ausgabe, auf die Entwicklung und Gesundung der österreichische« Volkswirtschaft. hinzuwirken und die G e l d b e s ch a st fung für produktive Zwecke im Interesse der Brrbeffevuwg der Handels- und Za>lMngsbil>cmz zu erle Echte r n und zu verbelligen. Der Gener-alva^ nimmt von der schon in der letzten Sitzung vom Präjidencen geurrchten Mitteilung, wonach vom Bankenverbande - eine Ermäßigung .Der Konditionen geplant, fei, mit Besrieüigung Kenntnis und 'erwartet die oald'-gr Durchführung dieser Maßnahme, Der Genevalrat verkennt aber.nicht, daß einer radikaleren Her-, absetzmvg der Konn'.ii reu auch se^r »rh eb lkch e B e l a st u n* gen der Bamtbeiciebe entg-egen-stehe«, deren Verminderung sich;ber Einflußnahme der BanUeilungen entzieht. Insbesondere verursacht die wachsende KoinplrziertlM der schrn für den Fachmann kaum übrr>sch')'tren Personalsteuergesetzgebung und oe Bemessung, Cinhcb.in-g, Verrechnung und Abfuhr der den bankgeschäftlichen Verkehr belastenden Steuern einen bedeutentiarden gestiegen und beträgt 56,8 Milliarden. Infolge der letz- Vereiwfachuug der Berechwungs- und EmheibungSsormm dieser Steuern erscheint dringend geboten. Der weiteren Vermehrung der Bankkbetetebe sollte durch Verweigerung neuer Konzessionen für Aktienbanken und eventuell durch die Einführung des KongessiouiszwaugeS im Bankgewerbe Einhalt geboten werden. In der Erkenntnis, daß die Zinssußpolitik der Notenbank Ar Anormalen Zeiten das wichtigste Mittel fite die Regulierung de-S Geld- und Kreditverkehrs war und auch'wieder werden soll, wird das DkreAoMim eingebadm, den 'geeigneten Zeitpunkt wahrzunshmm, um der Baudrate den ihr!geblührer«den Platz in der Note-nlbanlkpolitik wieder zu gewinnen. ^Endlich wird das Dirsktovium emgeladen, bchusis Durchsetzung jseiner Kredit- und EskornPtepMÄ mit den anderen zentralen iGeldinstitutem insbesondere mit dem Posttspaackassenäinte, einen ästeten Kontakt herznstellen. Novellierung des Bankenumsatzsteuergesetzes. — Die Pauschalierung bevorstehend. Bor einiger Zeit haben die Sozialdemokraten an den Finanzmn.'ister wegen der. Einhebnng der Baukemlmsatzsteuer eine Anfrage gerichtet und dabei der Verwunderung Ausdruck gegeben, daß das Finanzministerium nicht der Anregung 'des Wiener Magistrats, die Erhebung dieser Steuer zu iibernehmen, Folge geleistet habe. In der nun -gestern erslossenen Antwort des Finanzministeriums erklärt jdieses, daß der Wiener Magistrat in dieser Hinsicht kein konkretes Anbot gemacht habe und jetzt keine Ursache vorhanden sei, die Einhsbung einer anderen Kompetenz zu übertragen. Der JcchreSbetmg der Umsatzsteuer beträgt derzeit zirka •115 Milliarden Kronen». Außerdem verspricht das Finanzniinistesiuur aller in dieser Hinsicht noch offenstehenden Fragen bei der Novellierung der Bankenu'msatzsteuer und der Einführung der Pauschalierung zu «egeln. - GeueralratSsißuing der Oesberveichischen Natioualbank. Heute^fand eine Sitzung des GeneMrateS der RatiomWank statt, in welcher einerseits der'Antrag der Arbekterkaimimer wegen der Baniberrkonditioneu in BechaMuwg gezogen wurde, andererseits wuvdeö auch die Zinssußechöhmligem Deutschlands ünd Ungarns eiaier grüMicheu Erörterung unterzogen. Es wurde konstatiert, daß beide Diskonterhöhungen aus die öfterjreichische Mrüschast keine nachteiligen WiÄungm gehabt hätten.' Der Uiteinw April dürste wohl eim stärkere Inanspruchnahme pes Wechseilportefeuilles nrit sich Gingen, doch sind die KredttvechallltU'isse vollkouvuen konsolidier^ Wie««« Äio»genzett»«g. ’ 27. 1923 Sdfe 7 Der Niedergang der ungarischen Krone. Die Devise Budapest hat in Z ü rä cheine nemrl'iche Senkung von 0.10,6V auf 010 aufzuweisen. Es läßt sich darin ein ständiges,'aber um so gewisseres Abbröckeln der ungarischen Krone seststellen. Die ungarische Regierung macht Wohl verzweifelte'- Anstrengungen, in. dieser Hinsicht Wandel zu schaffen. Die gestrige Diskonterhöhung um das Doppelte des früheren Diskontsatzes von 4 aus 12 Prozent liegt in dieser Richtung. Es soll dadurch der Export der ungarischen Waren und der Effekten erleichtert werden, um auf diese Art Valuten ins Land 'za bekommen. Andererseits soll der Berkchr .und die Ausdehnung des Kredits dadurch gedrosselt werden. Bon finanziellen Kreisen wird bezweifelt, ob diese Maßnahme .irgend welchen Erfolg haben wird. Es wird befürchtet, daß die ungarische Krone noch weiter sinken werde und den Weg der österreichischen Krone im' Vorjahre ein sch lagen werde. Auf alle Fälle sind die Währungs- Verhältnisse Ungarns sehr triste. Die Devise Berlin hat eine kleine Steigerung von 0.01,80 auf 0.01,87aufzuweisen. Ob dies schon die Rückkehr zur Gesundung ist, läßt sich vorläufig nicht sagen. Es bleibt in dieser Hinsicht das Ergebnis der nächsten Tage abzuwarten. Warschau hat sich wieder ein tvenig, von 0.01,12 auf 0.01,16, erholt. Die Devise Wien ist um eine Kleinigkeit, von 0.0077,25 auf 0.0077,12, abgebrvckelt. In Berlin haben sämtliche fremde Devisen kleinere Senkungen aufzuweisen. So siöl der Dollar von 30.174,35 aus 29.226.75, das Pfund von 138.652,50 auf 134.911,85, der französische Franken von 2029,90 auf 1956,10. In Wien fand' gestern kein Clearing statt. Zusammenbruch einer slowakische« Bank. Aus Prag wird telegraphiert: Die „Prager Presse" erfährt, daß die Regierung der zusammengebrochenen Ludova Banka in Rosenberg einen zte'senfreien 6 MiMonen-Kredit auf zehn Jahve zu gewähren beabsichtige, um den weiteren Bestand des Instituts sicherzustellen. Weitere Steigerung des ungarischen Notenumlaufes, Laut dem letzten Ausweis des ungarischen Nvtemnstitiutes vom 23. d. ist der ungarische Noteuiverkchr um 4 Milliarden auf 92 Milliarden gestiegen. Das WechfeLpvrtefeuille ist um 3 Milliarden gestiegen und beträgt 66, Milliarden. Infolge der letzten DiÄont'Schöhurvg dürfte das Portefeuille eine Mschiwächung erfahren. , ' Die deutschen Roheisenpreise. Hannover, 26. -April. lMolff.) Der Roh-ifenverband hat die Preise für das mit englischen Bmimstoffen erblasene Roheisen für die vierte Oktave.'M. bis 30. April) infolge Steigevun-g der Devisenkurse um 64.000 Mark erhöht. Die neuen Preise stellen sich auf 960.000 Mark für Gießerei-Roheisen 1 und auf 967.000 Mark für Ä.eßrrei-Roi'uim 3." Steirische Magnesit-Jndustrie-A. G. In der am 23. d. unter dem Vorsitze des Generaldirektors Dr. Julius Korits ch o n e r abgehaltenen ordentlichen Generalversammlung der Steirischen Magnesit-Jndustrie-A. G. wurde nach einem von der Geueralv ersammlung stehend angehörten warmen Nachruf für den verstorbenen Vizepräsidenten der Gesellschaft Dr. Wilhelm R o s e n b e r g der Bericht des Berwaltungsrates und die Bilanz' fsir das G^chäftsjcchr 1922 einstimmig genehmigt, und. der Beschluß gefaßt, von dem nach Einbeziehung des vorjährigen Gewinnvortrages von 2.846.840 K. ausgewiesenen Reingewinns hon 707,082.367 K. (im Vorjahre rund 41,300.000 K.) als Dividende pro 1922 1000 K. pro Aktie zu verteilen, 60,0000.000 K. dem außerordentlichen Reservefonds zuzuweisen und dew'nach statutenmäßiger Vergütung der Berwaltungsratstantieme verbleibende Rest von 13,621.893 K. ans neue Rechnung vorzutragen. Bei den vorgenommenen Wahlen wurde der Verwältungsrat neu gewählt. Er besteht nunmehr aus den' Herren: Dr.- Ingenieur Anton Apold, Generaldirektor der llpinen Montan-Aktiengesellschast, Men; Otto Belläk, Direk-' V-4.V, twfrt.il« ^*fryvufrt.uv vi/vnu 3yv>uut9 ürt; Frau Mathilde Fleischmann, Wien; Paul Goldstem, Präident der Allgemeinen Depositenbank, Wien; Dr. Parthl Granigg, Professor der Montansttischen Hochschule, Leoben; Generaldirektor Alfred Günther, Wien; Dr. Ingenieur Moritz' Hochschild, Generaldirektor, Valparaiso; Dr. Julius Korrtschoner, Generaldirektor der Montana-A. G., Wien; Sektionschef Dr. Arnold Krasny-Ergen, Wien; Dr.Eduard Nelken, Direktor der Allgemeinen Depositenbank, Wien; Robert Schoeller, Industrieller, Wien; Dr. Hans Simon, Generalrat der Anglo- Austrian Bank Ltd., Wien; Fritz Weill, Direktor der Montana-^. A. G., Wien. Mit Rücksicht auf die Erweiterung des Geschäftsbetriebes in den neu aufgenommenen Produktrönszweigen beschloß die. Generalversammlung eine Erhöhung des Aktienkapitals. von 150,000.000 K. aus 200,000.000 K-, deren Durchführung dem Verwaltungsrat überlassen wurde. In der auf bie Genevalversammlung» folgenden konstituierenden Sitzung des Verwaltungsrates wurde Präsident Paul Goldstein zum Vorsitzenden und Generaldirektor Dr. Julius Koritfchoner zu dessen Stellvertreter gewählt. Dem Geschäftsbericht ist folgendes, zu Entnehmen: Die Beschäftigung und der Absatz der Werke der Gesellschaft waren zu Beginn des Berichtsjahres andauernd'günstig, bloß im letzten Quartal machten sich Anzeichen eines allgemeinen Konjunkturrückganges fühlbar, dessen Ursachen in der Unmöglichkeit des Magnesitexports nach Amerika und der. allgemeinen Produktionskrise der europäischen Stahlindustrie gelegen waren. Wenn auch die Gestehungskosten in den letzten Monaten des Berichtsjahres sprunghaft, anstiegen, so konnte die Gesellschaft dennoch em günstiges Ergebnis erzielen, da deren Erzeugnisse in erster Linie im Auslande abgesetzt wurden. Im abgelaufenen Geschäftsjahre, wurde die Leiftustgsfähigkeit der Werke durch Ausbau maschineller Einrichtungen erhöht, und im Oberdörfer Werke durch Einführung eines .neuen Brenn- und Sortierverfahrens eine bedeutende Verbilligung der Produktionskosten und eine Verfeinerung der Qualität erzielt. Die Gesellschaft ist im abgelauftnen Jahre kn eine Interessengemeinschaft mit der Firma Dr. C.. Otto u. Co., Dahlhausen-Ruhr, 'getreten und übernahm die Alleinvertretung und den Alleinvertrieb der Ofensysteme der Firma Fr. 'Otto, für den Bereich der ehemaligen österreichisch-ungarWen Monarchie. Mit der Veitscher Magnesit- Jndustrie-A. G. und der Magn^it-Jndustrie-A. G., Budapest, wurde ein Uebereinkommen geschlossen, wonach der Verkauf von Sintermagnesit und Magnesttstemen für metallurgische kan Magnet Company, Radenthein-Kärnten, eine' Vereinbarung getroffen, wonach den Werken der Gesellschaft ein günstiger Absatz gesichert erscheiitt. Im vergangenen Jahre sah sich die .GefeWM tzeranlaßt. um die Mittel herertzuftellen. welche für den weiteren Ausbau der Werke notwendig warenzwei Kapitalserhöhnnaen, und zwar von 70,000.000 K. auf 100,000.000 K. und von 100,000.000 K. ans 160,000.000 Ä durchzuführen, wodurch die Leistungsfähigkeit der Werke bei deutend erhöht und in den Anlagen bei gesteigerter Produktion und entsprechender Ermäßigung der Selbstkosten eine Erhöhung der Rentabilität erzielt wurde? Die Dividende vock 1000 K. pro Aktie gelangt ab 24. April 1923 an den Kassen der Allgemeinen Depositenbank, Wien, 1. Bez., Schottengasse 1.! zur Auszahlung. _ (Entgeltlich.) Das gestrige Geschäft war in feiner Gefamcheit nicht ein-, hetelich. In der Kulisse läßt sich in vielen Werten eine deutliche Abschwächung konstatieren, während ieinzelne Schmnkenwerte sich doch sehr großen Interesses erfreuen. Der vechAtnismäß-ig geringe Geschästsnnrfang muß um so mehr auffallen, als ein freier Wörsentag hinter dcßn gestrigen Börsengeschäfte lag. Matt hätte also logischerweise nach' den Erfahrungen der «letzten Wochen eine größere Steigerung des Geschäftes für gcstew es» warten können. Dem war aber nicht so. Es scheint, -das; sich der Markt nach den Stürmen >iit der letzten Zeit eine gewiss^ Atempause gönnt und bie Konsolidierung -der Verhältnisse crVj wartet. Andererseits ist auch die Gestaltung der Geldiver-', hältnisse für die Spekulation nicht allzu einladend. Heute, ' wurde schon ein Prozent pw Woche begehrt. Die Geldverhältnisft dürften, sich auch mit Rücksicht auf das Monatsende versteifen.! Dies mahnt zur Vorsicht. Wenn sich dennoch einige Werbe! stärker über das gewÄhnliche Niveau erheben, so ist dies iit erster Reihe auf neuerlich einlangende auswärtige Kaufauf-! träge zurückzuMren. Die Vertreter zweier lbedvntender Groß-j Hanken weilen noch immer in -Amerika. Es ist ihnen gelungen,.- wichtige Finanztransaktionen durchzuführen. Cs ist die Mei»! nung verbreitet, daß diese Direktoren auch über die anderen,! -dem Jndustriekonzern dieser Banken angchörigen Unterneh-! mungen Bechandliungen Pflegen, was zu einer iKmssteigerung der meisten dieser Banken nohesiehenden Werten führte. * So; sind die A. E. G. um lä.'öOO >K. gestiegen. Hingegen waren die, meisten Bankenwerte schwächer. So büßten Brit.-ung. Bank! 3500 K., Ungarische Kredit 4000 K., Anglo'bank 12.000 K.,; Länderbank 40.000 iK., Unioirbant 4000 K. ein. «Auch Staats-! bahn waren bedeutend sch>wäch«r und verlören 43.000 K. Die! ungarischen Werte waren durchwegs niedriger. Die Diskonto-! erhöhung in Budapest hat auf -den Wiener Markt keine günstigen Wirkungen ausgeübt. Die in Budapest vorhandene Miß-; stimmung teilte sich in dieser Hinsicht dem Wiener Markte mit und so verloren Salgo 140.000 K., Rima 18.000 K., .Ungar. Hofherr 165.000 K. * Im Schranken ist i-n erster Linie die Steigerung dot .Petroleumwerte zu erwähnen. Französisches Kapital inter-! essievt sich besonders für diese Werte und zahlt jeden Preis. Dean ist es auch zuzuschreiben, daß -die Galizia-KMen gestern 2,5' Millionen profitierten. Aber auch Fanto profitierten 160.000 K. Ebenso stiegen Naphtha um 75.000 K. Hingegen büßten Karpathen 75.000 K. «in. Von den Maschinenwevten profitierten. Brünner 60.000 K.- Simmeringer 14.000 sK.; Es verloren Obevungavische Hütten 135.000 K., Ungarische Kohlen 400.000 Kronen. iZuckeraiktien waren fchwäch>er. So verloren Ungarische Zucker 800.000 ,K., Kroatischer Zucker 70.000 K., Schön - pviesemr 100.000 K. - Bezugsrechte: Bank Malopolski 6M, Biedermann 3200, ' Kroatische Eskompte -3100, Hermes 12.'500, Vereinigte Elektrische 14.000, Körner-Werke 4000, Oesterreichische Hosherr 26.500,' Teppich 62.000. Auf dem Anlage-Markte war. der Verkehr ohne jede Emo-' iion. Von den Exoten notierten: ÄpoÜo-Film 15.000 chi's 16.000, Epple u. Buxbmun 64.000 bis 37.000, Jriag 205.000 biß 818.000, ErM 23.500 bis 24.600, Schubert u. Co. Il.-Ä. bis 11,800, Universale 26.000. bis S6J500,. Depege 80.000 bis 84.000, Steirische BvaunkoWe 4*8.000 bis 52,000.. Berlin, 26. April. Die Börse verlharrte in unsicherer Haft tung bei meist nach abwärts gerichteter Kursbewegung. Die - herrschende Lustlosigkeit hatte ihre Ursache' in'dem Schwanken der Devisenpreise, in der AiniSündi'Mny von KrMteinfchrankungeu, in, den BesÄrchtungeareiner GelldperDnappung msol-ge der bevorstehenden Steuerzahlungen und in einer gewisssn Be-, Aemmung wegm der inner- und autzeupoWschw Verhältnisse.- Nur obevschlMche HüttMu-uternchmumgens 'wie Katiowitzer, Hohenlohe, Oberschlelsiische WseniBustrie, ferner WaggonsaLrÄen' und StoWerg-ZinHiititen sowie einzelne Wektrizitätswerte, wie A. E. G., Äahmayer und Sieuveus u. HalMe-M'im waren 6-ei; lebhaftem Geschäft zu höheren Kursenu-niigesetzt. Valutapapiere wurden niedriger bewertet. S ch luß kurf e: Mische Lose. 210.000.-, Oesterr,. Staatsbahn 483.000, Nordd. Lloyd 37.900.-, Ver. Elve«! schtffckhrt 40.000, Berl. Handelsgesellschaft 68.000.—, Kommerz.' Privatbank 16.000.— Darmstadt. Bank 19.250.—, Deutsche Bank 29.500.—, Diskonto-Kommanbit 19.760.—, Dresd. Bank 17.000.—. Nationalbank fttr Deutschland —, Oesterr. Kredit 33.750.—, Oesterr. Länderbank 20.000—, Reichsbank 8900.—, Wiener Bankverein 16.900.—, Wiener Unionbcnck 16.900s- Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 61.000.-r-, Bochunier Gußstahl 116.000.-, Daimler Mot. 11.600.—, : Deutsch-Luxernb. 103.750.—, Deutsche Waffen u. Munitton —, Dynamit Nabel- 37.250.—, Felten n. Guilleaume 60.600.—, Gelsenkirchener Berg. 107.000.—, Th. Galdschmibt 88.000.—, Harpener Berg 177.000.— Hirsch Kupfer 67.300.-, Höchster Farben 29.600.-, Hohenlohe-Werke -46.600.—, Laurayütte 57.250,—, Manuesmannröhren 73.000.—, Phönix Bergbau 81.500.—, Schuckert n.. Go. 68.500.—, Siemens u. Halske 88.000.-, Telephon Berliner 16.500.-. Prag, 26. WrA. An «der heutigen Börse setzte sich dir ' unregelmäßige Stimmung bei ruhigem Geschäft fort. Nur in einigen Jndnstrieiverten stellte sich eine leichte Erholung ein, welche jedoch infolge der geringen Umsätze ohne 'bedemendl Veränderungen blieben. Auf dem Aulagemarkt besserten sich Staatspapiere lveiter. Die Rachfvage rrach^ anderen Papieren hielt bei Warenmangel an. TrnsportunternÄhmurrgen und Wiener Bankpapiere waren dnrchlvegs fest. Hemrische Bank«r blieben fast unverändert. Auf dem Jndustr-isaktienmarkt lagen Bau-, Textil- und Papier-Aktren schc schrvach, während sich österreichische Berg-und Hüttenaktien. BrüMer Maschinen-' und Chemisches Papiere auf Wiener Nachrichten befestigten. In Exoten war lebhaftes Geschäft bei erhöhter.' Kursen. SchUchtendenz rudregollnätzi-.^