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Wiener Morgenzeitung · 1923-04-17 · Heft 1500 (17.4.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1500 (17.4.1923)
Date
1923-04-17
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Kr. tm M«n, DieMag le itt dyn nachfolgenden Rubriken mit P bezefchnele« all-en und Arlikel sind enlgelNiche Ankündigungen (8 28 -es Preßgefetzes). , Ausfall des BörsenveÄehres am Mittwoch. Die Wiener MMa-mmer hat in- -ihrer aestvigeir Plenarsitzung beischlosftn, tte BörseversammLung der EMtenis-ekt-ion am MNwoch den 18. d. entfallen M lassen. Die Kammer sah sich zu dieser Maß-- inchme ürfolge des rmgcheure« Ilmfanges, welchen das Geschäft m den Letzten Tagen angenommen hat, genötigt, da dre Banken ^nd Sensale das Material "trotz anWvengter Überstunden- Arbeit unmöglich verardodten können. n Die MindestLezüge im HandelSgewerbe für den Monat ppril 1928. Die paritätische Kommission des Grem-ül-ms der wiener Kanstnannschast hat die Veränderung der LebensMwngÄkvsten gegenüber dom Monate März mit 7 Prozent Ms festgesetzt. Die Mindostbezüge der A » g e ft e l l t e n im Monate flprill 1W3 betragen demnach wahrend der ersten sechs Monate »er Praxis 467.709 K., nach der Freisprechung im zweiten Halbjahr der Praxis. 514.687 K-, nach einjähriger Praxis ^61.483 K., nach zweijähriger Praxis 630.705 K., nach drei-. jähriger Praxis 701.080 K., nach vierjähriger Praxis 771.346 Kronen und nach einer längeren äls fünfjährigen Praxis 841.683 K.. Angestellte (Anfänger), iveilche mindestens einen pvoijähvigen Tageskurs einer Handelsl-ehrawtalt mit Echo lg Msollv'ie-rt haben, erhalten die eben angeführten Beträge nach chnier dreimanatigen praktischen Betätigung. Während dieser Leit erhalten sie ein Entgelt von 420.831 K. Die Miin-deskbezüge her Handelsarboiter betragen ab 23. Zlpril (erstmalig anszahl« »ar Samstag den 28. April 1923) für Arbeiter und Arbeite« rinnen bis zum vollendeten 17. Lebensjahre 80.888 K., für pran-nliche Arbeiter unter W Jahren 181.443 K., für männliche Arbeiter über 22 Jahve 102Jj1O K., -für wsilbliche Arbeiter Mter 22 Jahren 101^.11 K., für weibliche Arbeiter über 22 fftchre 131.443 K., ZehrgM» 5055 K. Die Mndestbezuge der Lehrlinge im Monate Apviil betragen im echten Halbjahr der Lehrzeit 85LA im. zweiten Halbjahre der Lehrzeit 1061547 K., im dritten HwWchre der Lehrzeit 127.647 K., im Werten HÄbjähr der Lehrzeit 149^66 #7 im fünften und sechsten Halbjahre der Lchrzeil 170.464 K. Bevochtcheude' Zolltarrfandermm in JugosUümen. Bor haben feit MiMerbMn für Handel. Industrie und : die Arbeiten zur Revision des Zolltarifs begonnen, ftm Zusommmhcmg mit Viesen Arbeiten hat der Minister uchrere Handelskammern arlfgchordert, zu dieser Frage Stel- Mg zn nchuwu Md beMNche Bochchläge dem M imsterium jn urüerbvÄten. Drei Kammern haben für eine mehr oder Mnder ausgedehnte Revision des -Zolltavifes und Herab« jetzuug der einzekve» Zollsätze Stellung genommen. Eine Kammer hat fälgande Wavengattungen bezeichnet, bei deren Me Erhöhung des Eiinftchirzolles erfolgen müßte: Bier, Wo, Schuhe. Stichel. Sattlerwaven^ KoMrxwen. KorbmNbel. " Möbel. Mörser. Kanditem Minevaliwaffer. Zmberü und LNtiwcwem» Wagen-- und Schrchschmtieve, Seilerwaren, Wüte. Sohlenleder. SHNhoberteAe. HvhpWge^ Nägel, Karton und MeWnggnß. Der Ausstchryoll soll vermindert Herden« bei folgenden EöPvrtartAeln: Mehlprodukte.^ Getreide, FrogÄ» ausgttkÄMtetes und rohes. Selber, Mehlspeisen und NaKarorri, Fette, Wem. Speck, ScÄcmti, Smyrna- und Pevserteppiche, Seife, Stärke und HeWränter. Der Saatenstaud JuMslawiens. W« der in Agram erscheinende ,Morgen" molbet, ist der Savtenstaüd in ganz In« MMen günstig. Das gute Webber hat e§ ermöglicht, daß' die Fvühjchrsarbckten rechtzeitig begonnen nnd beendet werden formten. Weizen, Roggen mid Gerste haben den Mrrt-er gut Überstunden und die Saat ist schön entwickelt. Nach Berichten aus den sinzM-err Gegenden! ist der Boden überall bearbeitet uttfo bast-nderS in der Vojvodina ist .die Ausnutzung dÄ Acker- WieneeMÄrgenzeitirng.___ bodenS sehr - intensiv. Während -Im Vorjahre bedeutende Zlcicrfolder unbebaut geblieben sind,' ist in diesem Jahre der Um-! ■fAiß Sbe§ itidjit bÖ&Qiitieit-- Postftachtstückverlehr mit Italien. Postfrachtsbücke nach Italien, insbesondere auch nach Neunalien, können derzeit nur auf dem Wege über die Schweiz (Chiaffo) beforder! werden, ein Weg, .der nicht nur bedeutende 'Berzögerungen, sondern auchgroße Kosten verursacht, 'lieber Ansuchen des Gr-emimus Wr Wiener Kaufmaunschaist an das VerkehrÄrvinisterium, den direkten Postverkehr zwischen Oesterreich' und Italien zu ermöglichen, hat dieses uiitgetrilt, daß über diesen Gegenstand Verhandlungen mit Italien stmtfinden, dieselben jedoch noch zu keinem Abschlüsse geführt haben. Me russische« Filiale» ausländischer Firmen. Wie uns aus. Charkow gemeldet wird, ist vor einigen Tagen von der russischen und ukrainischen Regierung ein Gesetz erlassen worden. demzufolge -die auMndische-u Firmen ihre Filialen in der Ukraine und Rußland eröffnen können. Die Bewilligung dazu erteilt das Amt für Außenhandel, respektive die ausländischen ukrainischen u-nd russischen. Handelsvertretungen. Ir« erster Linie kommen große und angesehene Firmen i-n Betracht, besonders, wenn dieselben schon vor dem - Kriege in HandÄsbezichunqen zn Rußland standen. Gemischte Handelsgesellschaften in der Sowjet-Ukraine. In der «Sowjet-Mkraiue bestehen zurzeit sechs gemischte Handolsgeselvschasten, das heißt Gesellschasten. ar« denen neben dem Privatkapital auch >der Staat dr;rch seine entsprechenden wirtschaftlichen Organe als Teilhaber und Kontrollororgan beteiligt ist. Die Tätigkeit der gemischten Ha-nvelsgesellschasten erstreckt sich aus de« Handel im Laude urid ans 'den EKort. Im Ausland wird die TätstAeit der Grsellschasten im Rahmen des von dem Volkskommissariat für Außenhandel vorgeschriebenen Regulativs von den Auslandsvertretungerdieses VoNskommissariats kontrolliert. Die Tätigkeit der einzel-neu ge- . mischten Gesellschaften erstreckt sich auf foftMde Handelszweige: 1. .Myportugol", Gesellschaft für den Kohlenexport; 2. „Exportruda", Gesellschaft.für den Export der Erze; 3. „Metallotvrg". Gesellschaft für den Metallhandel; 4. „UtUhrjo". Gesellschaft für RoMoift-erwertu-ng; 5. „Exportles", Gesellschaft Kr Holzexport; 6. ,>Jugotrav", Gesellschaft Kr Export und Import pharmazeutischer Kväuter und Bedarfsartikel. Kapitalserhöhung des Kompaß", Allgemeine. Kredit-- und Garantiebank. Aus Grrmd eines früheren GeneralversammlungsbeWiusses werden den bisherigen Aktionären neue,; ab 1. Jänner 1923 dividendenbovechbigte Aktien int BerWwis von 1 drei alten zu einer neuen Aktie zum «Kuivfe von 12.000 $.■ lei qwel in der Zeit vom 10. bis 26. April 1923 zum Bezüge Mgeboten. Die Anmeldung des Bezugsrechü's erfolgt bei der Hauptkasse -des ,/Kompas" m Wien, 1. Bez., Wipplingerstrahe Nr. 30. > □ „MaawiMr", Trausport-A:-G. In Durchführung der in der außtzr-ordentkichen Genevallverscnnnrlung vom A. Februar 1963 gefaßten Beschlüße wird das Aktienkapital von 05 Millionen Kronen auf 200 Millionen Kronen erhöht: Bon den neuen Aktien zu - Nominale 300 K. mit MvidendenbenechtiigUng ab 1. Jänner 1928 werden 250.000 Stück Mir Pmise von-chv -700 K. tel guel den bisherigen Aktionären in der Waise zum Bezüge angeboten, daß auf H eine Aktie zwei neue Wien entfallen. Das Bezugsrecht ist bei sorrstigem-Verluste in der Zeit wom" 18. April' 1923 'bis einschließlich -28.; April 1823 bei der Firma Brüder Nowak.' Wien, 1. Bez^Ranhenstaingasse jy chex bar der Äuswo-holländWen Bank. Wien. 1. Bez., Dr.'tKarl Lu-egei-Platz 4, auszuüben. Die restlichen , neuen Aktien worden M amem höheren Mrsa an ein Shndikch begeben. - ' ' ' a - Wiener Schuhbörse. MMbevicht d« ,Mwer Movse»»e!rdmg".) An.der^gestriigan Schuhbörse machte sich genügendes Angebot, jedoch bei schwacher Kauflust geltend und Preise behrelben den vorwöchßgen Stand- Im Hinblick >der newevlicheu Lohnforderungen jedoch sowie der nunmehr cinMkaKulierenden Warermmfatzsteuer dürsten Preise in Kürze eine Steigerung erfahren. 17. April 1923 _Sette 7 Es. notieren: Herrenstiefel Makcch Rindsbvx 160.000 K.. Natuvleder und schwames Kuhleder 150.000 K.,; Bvamrleder 190.000 K., Govdhear Welt Bvxcals 200.000 K«' Bvauuleder 275.000 K., Damenstiefel Makay BorttcVf 170.VM K./ RmdSbox N-aturleder und schwarzes Kuhleder je 180.000 K.. Braunleder 190.000 K., Gvodhea-r Wellt Boxecrff 200.000 K.. Braunleder 250.000 K., Damenhalbschuhe Miäkah Boxealf 140.000 K., BrauvlÄer 160.000 K., Goodhear Wett Boxcalf, 175.000 K., Braunleder 195.000 K^ Knabenfchnhe Makay Boxealf Rindsbvx, Naturleder und schwarzes Kuhleder je 1Ö9!OOÖ K.. Bvauwleder 147.000 K., KinderschM^ Mcckay Boxoalf 76.000 K., Braunleder 106,000 K., Märchen schuhe 31 bis 35 Makay Bvxoalf 85.000 K.. Braun-- Leder 130.000 K., Sport st iefel Herrengvisever 185.000 K. Damcngoiserer 180.000 K. Menet Warenbörse. (Eigenbericht der ,Mener Morgenzeitimg".) Zum öffentlichen Verkauf gelangten -laut Art. 349 tot H. G. B. 32.900 Kg. Eisen zu 8 Pfund nnd 35.000 Kg. Bandeisen zu 11 Pfund pr o 1000 Kg. Wiener Börse. Der Be-g-mn des gestrigen Berkchves gestaltete sich ebewio stürmisch wie in der Vorwoche. Irr den zwei Lagen, wähveiud welcher der Börsenverkehr vuhte, sind eine große Anzahl von! aus- und . irrländischen . Kausaufträgeu bei den Banken uud, Kommissiansfirmen eingelongt. Ihre Häufung und der Versuch! -ihrer Durchführung zu Bo-rsenbeginn bewirkte eine gewisse Vec-i. wovrenheit des Geschäftes. Es dauevte infolgedessen geraume! Zeit, bis der Eröffnungskurs in der Kulisse sestgestellt werden i konnte. Daneben wirkten auch haussisrend Budapesder Kaufe.! Die dortige Besserung und allmähliche Gesundung der! Bürsenverhältirisse hat es bewirkt, daß sich die/Kont-ermiuv auf! dem Budapester Platz in ihren Positionen-nicht mehr sicher suhlt! und in Erwartung suies stärkeren Umschwunges sich rasch ein-' zudecken versuchte. Dies bewirkte zeitweise eine stürmischeres Budapester Nachfrage auf dem Wiener Markte. Dieungarisch en! Werbe profibievten in erster pteche von diesem Rückzuge der! Budapester-Kontermine. So sind «Ungar. Hosherr. Än in letzte«! Zeit sehr beliebt gewordenes Spekulationspapine der Budapester! Börse, um 182M) K. gestiegen. Ebenst) haben die Sal-zoi 100D00 K, profitiert, Staatsbahn stiegen' aus denselben Mo-! tiven um 160.000 K. Dieses .Papier war ijeü einiger «Zeit der! Gegenstand besonderer Angriffe der Budapester Kontermme,! die nun jetzt beschleuniigten RückMg antrat. Die festere -Tendenz,! die auf dar Prager Börse sich gestern geltend machte, wirkte auch!;; aus die tschechischen Werte Wiener Börse. So sind Eoubnrg um! 28.000 K., PolLihütte -um 84.000 K., Skoda .um 180.000 K. ge-! stiegen. Die Steigerung'der Poldihütte ist hesonders bemerkens-! wert, da gerade die letzte Generalversammlung den Beschluß ge-! faßt hat, Heuer keine Dividende zu verteAem Auch für spezifisch, österreichische Papiere machte sich, großes Jnte-vesse . geltend.! Aus dem Auslande; sind neuerlich große Kaufaufträge auf!, brieflichem, telegraphischem und tolephouischem 8Lege eingelangt/ Für die Rechnung dieser -Käufer wurden gwße Aktienpakete q.uS; dem Markts genonmren. Das inländische Publikum -beteiligte sich! eifrig an diesem Wettrennen der Künste, zumal der günstige! GeWand der Spekulation kerne ernstlichen Widerstände ent-! gegengesetzt. Zu Vreiviertel 'Prozent ist!das Geld reichlich ange-! boten. Diese Tatsache verdient besonders Hervorhebung, da, sonst in Zeiten größerer Haussebewegung bisher der Geldstand! immer in seiner Knappheit in einer gewissen Relation bc-r| . Kursbewegung stand. Je höher die lKurse, desto knapper das! <60. Fortsetzung) Datzid Mrotz. Roman Von Disraeli (Lord BeaconSfieldX Ans dem Englischen übersetzt iwnG, Uinna. Die Diener' brachten nun Äie goldenen Becken stnd Kannen von FÄskrffbrll mtt Roseftwafser geM-t und Tücher von jener seltewn ägyptischen Lemwand, die bloß von der BmvMwvlle verfertigt -werden kann, welche an den Uftru des Nils wachst. Während sie sich mm damit rmterhielten, Zuckerpflamnen zu essen nnd rtttt Zimt gewürzten Kaffe zu trinken, tanzten -die Sklavinnen vor ihnen in den anmutigsten Stellungen nach den Melodien rmsichtbarer Musiker. -! -' „Meine enWckettde Schivene," sagte -dev Kcckif, „ich ha-bc, dank deiner Mftnerkfamkeit, vortrefflich gespeist. Deine Sklavinnen tanzen >wundevvoll und sind gar veizend. Auch deine Musik verdient alles Lob; aber ich mwchte doch lieber allein sein und einem deiner Lieder zuhören." . „Ich habe heute ein neues gedichtet, brt sollst cs Höven. DarE schlug -sie in ihre weißen Hände, und alle Anwesenden zogen^ sich schlmmg-st zurück. . .3. . - , - „Die Sterne stehlen sich hinweg, und ich will's auch. Lrauri-ger Anblick! JaLastor sollmit scheu verstohlenem Schritt, wie ein entehrtes Wesen --daherschleichen'. O, nröge der Zweck die Tat heiligen — die Würfel sind gefallen!"' 'Indem der Hohepriester so sprach, vechMe er sich mit seinem Gewand mrd trat aus seinem Palast in die ge-! jräuschvollen Straßen. .Bei Nacht fft das orrentalische Leben besonders auffallend. Die engen, krummen^ Straßen, voll von einer Menschenmenge, die sich jetzt an dev erg-nickenden ';£uft labt, die beleuchteten Kaffee'häusir, Ne -lustigen Gruppen -und dann ivi-eder -ruhigere Wanderer, Musik und Tanz, Lebhafte Rözttationen des Dichters und EWHlers, alles verbindet sich, den sternenhellen Stunden eitern verführerischen, hinreißenden Charakter von Lust und Abeirteuerlichkeit zu! verleihen. Es tvar die Nacht nach dem Besuche Ähidaus iund dev Prophetin. Iabaftor hatte eingowilligt, dlbidan atff jbem Platze vor der großen Moschee nach Som!elUl.uft'rgang. ,Ach komme etwas zu .früh", sprach er für sich, als er auf den großen Platz trat, Wer -welchen der angehende Mond eine dolle Lichtflut ergoß. Nur einige duMe Schatten menschlicher Gestalien bewegten sich in der Entfernung. Die Menschenmenge war auf den Straßen und in den Kaffehäusern. ^ch komme etwas zu frrih", sagte Iabaftor. „Verschwörer sind loachsam. Ich ersehne die Zusammenkrmft und fürchte mich doch davor. Seit er mich in dieses Geschäft , verwickelte, habe ich nicht geschlafen. Mein.Geist ist ein Chaos. Ich will nicht denken. Muß es geschehen, so mag es auf der Stelle geschehen. Noch lieber mochte ich diesen Dolch in Iabastors Brüst stoßen als in das Herz Mvohs. Handelte es sich nur um Leben oder Herrschaft, so würde ich ein Leben enden, das mir keine Freuden Mehr gewahren kann, oder ein Amt aufgeben, das keinen Retz für mich hat; - aber Israel, Israel! Du, sür das ich so viel, erduldet habe — laß mich vergessen, daß Iabaftor eine -Akutter hatte. Wäre der Gedanke nicht, der mich mtt meinem Gotte verknüpft und mein Gemüt zu. höherer Richtutrg -leitet, wie eitel und trüb, wie mühselig und leer -wäre diese sogenannte. Welt, andie sie denken. Ohm diesen Gedanken -würde ich -mich .hiplegen und sterben. Ja, mein großes Herz, -würde brechen,-brechen im -Uebermaße des Schmerzes; meine geüvaltigen Leidenschaften mit ihrer -unstet flackernden Flamme würden ZusaMnensiuLen und ersterben, und das starke -Hirn, das mich stets auf meiner Bahn vorwärts, trieb und mich mit unabläsiigen Gedanken anfporrrte, wurde das Ruder loÄtassen, das es so lange führte, wie ein bestürzter Pilot in volser VerzwePung 'wett dran^n auf unbekannter See. - Arbeit und Studium, Muhe und Sorge, mächtige Taten, vielleicht die Zeit und die GMaufchüftig, die Mfemner ist als. alles, haben ihr Werk an mir getan und nicht -vergebens. Ich bin nicht mchr deüseM Iabastor, der rm KlNtkasusl nach den Sternen blickte. Ja, es kommt mir vor,/wie lvenn sie nratler leuchteten, älS ehedem. .Der Glanz meines Lebens verschwindet. Meine Blätter sind tvockerr, gefärbt, aber'.nicht befleckt. Nur .noch in einem bin ich derselbe — ich habe meinen Gott uicht vevlMn, nicht in dev Tat-, noch in Gedanken. 'Ha,. wer bist-du^." ),Ein' Frellno. Israels!" , . I „Es freut mich, daß Israel einen Fvcilud t.-?.'., Edler Abidan, ich habe alles, -was z-wikck»o« “ lich überlegt. Ich muß dir sagen, daß dü ein« Saite berührt hast, auf der ich ftüher auch schon spielte, aber nur sür mich allein. Ein schriller Mißton, ein gellender Ton; aber es ist mm 'einmal so, und da es so ist, -so bringe^ mich zu deinen Freunden, M'idan." „Edler Iabaftor, ich habe es nicht anders Von dir rr-i wartet." ,Midan, -sie sagen, das BÄvnßtsem recht zu handeln ist diebeste Grundlage des Glücks." ,ßo isks." '„Und du glaubst es aüch?" ^„Ohne Zweiftl." „Wir handeln recht?" „Das ist ein Z-u-schwaches .Wort für ein ftheiliges Un», ternehmen." „dttrn, ich bin sehr unglücklich!" . . ' 4. Ter Hohepriester und sein Gefährte traten in Abidalch Haus. Iabaftor redete die schon Versamnrelten an. ) „Braver Scherirah, es freut mich, dich hier zu sindew Wann fehlte Scherirah je, sobald es Israel betraf? Tapferes 'Zalrnnnna, -wir haben noch nicht oft genug voneinander ge-j sehen, dev Fchler lag an mir. Holde Prophetin, deines Segen! , - Edle Freunde, 'weshalb wir hier zusammen geTommem sind,-ist allen bekannt. Eine solche Zusammenkunft hättenj wir uns nicht trä-umen lassen, als wir über den Tigris gingen. Doch nichts davon. Zu handeln kamen wir hier-j her, nicht zu fpre^n. Unser Geist ist entschlossen/ mvsctz großes Vorhaben -bedarf keiner Erklärung. Wenn, es einen! unter uns gibt, -der Israel als Sklaven Isirraels schen^ möchte, der alles verlieren möchte, ivofür -wir gebetet, -wos für wir gefochten, alles, was wir gewonnen haben, ung alles, -wofür -wir bereit -sind, zu sterben — wenn cmeq unter uns ist, 'der. es dulden Mute, wie inandie Bundes^ lade beschimpft und-des Ewigen Mar befleckt mit -heidni^ schom Opfer, wenn eilftr unter uns ist, der sich nicht nach! Zion sehnt, der nicht sein Leben daran -wenden möchte, denj Tempel wieder aufgebant -und das Erbe -wieder erlangt z«i sehen, das seine Väter verloren, der möge Mhen! Mer eq ist kein solcher unter euch. So bleibt und -befreit euer VaterlForiscvuna iolgt^

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