Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1499 (16.4.1923)
- Date
- 1923-04-16
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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BtoMlnnimner K7iM» 'Vien? Zum Ahholen in der Expedition, n.,Tahorstr.l-S, oderin einer Verschleimtene (Trafik) monatl. K 28.000 MHPoshrecsand fSr Wien«. Oeatenr. snonstiL K 28.000 'LP lener 1 Ts ehe eh o-S 1 owi k e i: Mon* K17. Ungarn: Mob HC 600. Ingoalawien: Moa. binar SB. Polen: Mott. Ifk.10.000. D e a t s « h! a n d: Mob. Mark 6000. Franko Belgien: Monati. Free. 8 ftf NacSiialtl«af•« *W Ql PnitttU)Mm?«a 'wImImMw Rk. 1499 tsch«cl>» N 1.-> ltaKien: Mbnatl.10 Lire, R « ie .Bulgarien; Mcnatl. ^If«nw.' Uwa, S«:k».«r* and Äw Sbrige ' Aiaalrad Frei. 2: Redaktion Administration. relo»kone:44r4)«38,4S'S-19.. ck4Ükrakda.lSr48k1^M: Adr.: .Mpxgenne^ang^i ■ 1 .-:W?e»r//'r '' öeßterrficbjsehi«Pbst«psr**i kasaen* Konto 1M9Z- Wien. Molltag. 18. Mül 1999 S. Wrsms Ae Äumenrs A« am« «Memltkscher Aarßoß m: der Menek UniverM. - Mehmmg darch du» /Äa-emischell Senat. An -er UnlvevsitättsLein «euer Kamps entbrannt. Die deutschanttsemitische Studentenschaft hott zn einem neuen Schlage ans, durch den sie den NnmernS elauj u s für die jüdische Hörerschaft an der Universität zur Geltung bringe« Niill. Diese Bestrebungen stoßen auf den entWieVenen Widerstand . des akademischen Senntsi - Wie berichtet, hat der akademische Senat in seiner Sitzung vom 16. Marz anläßlich der Formulierung der nenen Bestimmungen für sie künftige Aufnahme der ausländischen Studenten an der UniverftM seinen Standpunkt dahin präzisiert» daß für die Zulässigkeit der Aufnahmen nur generelle Verfügungen am Platze feien, Der Senat billigte den Beschluß der Dekane» daß aus den o steuropäischen Staate« stammende außerordentliche Hörer überhaupt nicht zugelassen werden. Den bereits ausgenommen «ußerordentttchen Hörern wurde eine Frist von zwei Semestern eingevänmt, nach deren Ablauf sie die UniversitSt verlassen müfsem Als ordentliche Hörer sollen nur Absolventen von solche« Gtzmnafie» nutz mit solche» Zeugnissen inskribiert werden, welche die volle GewährbieLen, dase de« für das'Studium ast unserer Uni- MrM^HestWtea,^MWWM«en^vetzW Hörer der genannte« Staaten ohne Unterschied der Konsessio«. Begründet wurde die. ser Beschluß dgmit. daß die Vorbildung und das Kutturnieveau der aus den ostenrvpaiff scheu Staaten stammende« Hörer dev hier gestellte» Anforderungen nicht immer entspricht und daß durch die übermäßig große Zahl dieser Hörer der deutsche Charakter der Wiener Universität gefährdet erscheint. Gegen diesen Beschluß des akademischen Senats wachte sich in den Kreisen der deutschantisemitischen Stndententschaft eine starke Opposition bemerkbar, da dem von diesem Teile der Studentenschaft gewünschten Numerus elausus für die jüdische Hörerschaft, der auf dem Hochschuttage als Postulat aufgestellt wurde, nicht Rechnung getragen worden sei. Die deuLschantisemitische Studentenschaft hat nunmehr dem akademische« Senat neuerlich ei« Memorandum Überreicht, worin die unbedingte Einführung des Numerus elausus gefordert wird. Der akademische Senat hat, wie wir erfahren, in seiner vorgestrige» Sitzung diese Forderung, deren Erfüllung auch gesetzliche Hindernisse im Wege stehen, entschiede« a bg e le h n L und beschlossen, an seinem in der Sitzung dom 16. März sestgelegten Standpunkt in dieser Frage feftznhalten. - Gestern mittags erschien eine Abordnung der deuLschantisemitischen Studentenschaft beim Rektor, der ihr de« Beschluß des akademischen Senats zur Kenntnis brachte. Eine mehrstündige Aussprache führte zu k e i n e r B e r st ä n d i g n n g. Me Delegierte« gaben dem Rektor ledigttch die Zusicherung, ans die von ihnen vertreten^ Studentenschaft dahin einwirken zu wollen, daß die ursprünlgich für Montag den16. -. geplante Blockier un g d e r U niversitL t, die den Zweck verfolgt» de« jüdische« Hörer« den Eintritt in die Universität zu verwehren, bis zur endgüttige« MellnnsnMMe der Studentenschaft zu dem Beschlüße des akademischen Senats v e rsch obe « werde. Im übrigen. Leharrten die Delegierte« .auf Wer Forderung. DieAbordnnugwirdamMoutag antisemitischen Studentenschaft MerVvingei^ Wie verlautet, ist dft akademische Behörde entschlossen, einem neuerlichen Lerrorakt dev deutschauttsemitische» Studentenschaft e n tschieden e ntgegenzntrete« und bei einer etwaigen Blockierung des Universitätsgebäudes die sofortige Sperru«g dev Universität zu verfüge«. Beginn der IuskkWnne«. Heute Vormittags haben an der Universität die Inskriptionen für ausländische Studenten begonnen. Schon zeitüch früh hatten sich in der, Aula zahlreiche Studenten angesammelt, die ungeduldig auf bett @qgum bet Einschreibung werkten. Die deutschnationale Studentenschaft hatte am schwarzen Brett eine Kundmachung anschlage« läffen, m der eS heißt, daß sie unvermindert an der Forderung »ach Einführung des NnmeruS elausus für die Ausländer frsthalte, jedoch von gewalttätigen Eigenhandlunge« in dieser Richtmvg zur AufrechterhalLung der Ruhe jetzt abseh«'. RegimmgLMse in Wglmrd? London, 15. April. (Havas.) .NewsystheWorld^ verzeichnefl die mit Vorsicht aufzunebmende Information. Premierminister Donar La» werde dem «äAst auL Gesundheitsrücksichten und aus politischen' GiüNden d e m König sein DemissivnSgesrch uniexhreitttt vnd ihm empfehlen, Curs v » zubimsen, der. eHlW noch nicht. voLstündig wiederhergesteLt, die KabyiÄtsbÜdun^ übernehmen werde. . 7 - Der .Observer* hebt' die SchwierWstn'.httvvr, die sich der Bildung eines KoalirionSkabinett^Wr: Ästarbeit Bir! enheadS entgegenstellen, und 'lomint zu j dem Schluffe: Das LoS der konservativen.Partei,;« des j Landes steht für die Däner einer GenerWn auf dem j Spiele. Jedenfalls ist die Lage für benDremier-. minister Bonar La« '«nh'ä.lib'a'r»...d'erlü'bi*. | gens fest entschlosfev ist, z«rLckzü1'r''e.l'eN." ' Nevorstehellder MWW »rase Laws. London, 18. April. Das Reutecsche Bureau meldett Bonar Laws GesundheitSFustand gibt neuerdings Anlaß zu einiger Sarge. Bor den aLgemeimn Wahlen war fei» <Zesun>dhsitszusiarch mcht gut urü> er hat dB Amt des Premrerministers nur unter Druck angenommen.- Seichem -bDuch.er sich nicht wohl und eS 'sind Anzeichen v'orha »de n, da tz er da! d zur LS treten werde. ‘ tznzltWd Mlütrt mtf leisem AaMlllM. ' London, 18. ApE^ (58^.) schattet des ,^>Lserver" schreibt, eine Z'u'str K mst n g der britischen.Regierung zü den uichtofsrzielleu, von Lou- HsischM-R^gitzMM.HiWtne michWMMWWWW»' W Wgierung ser von' chrem Stabdpirttlt^ ^lvitz ^er iü der« m Paris anfangs Jänner vorgelegton Latvs auSgedchckt ist, nicht abgewichen.; : y Kein Rachgebeu Frankreichs. ßillr Rede PoüuvrÄ. — 8rft zahle», dmm RSsmung des Rllhrgebiet«. Dünkirchen, 15. April. (Havas.) Bei.der Ctnwechnng des hiesigen Kriegerdenkmals hielt Ministerpräsident Poincare eine Rede, in der er aus dir mranflosliche Intereffengemeinschaft hinwies, die der Krieg zwischen England «vd Frankreich geschaffen. England könne sich nicht darüber verwundern, zn sehen, wie Frankreich seine Grenzen gegen eine neuerliche Berletznng stütze, und Deutschland, d e ss r n Imperialismus unheilbar sei» daran verhindere, heuchlerisch wiederum mit Vorbereitungen zu einem Einsall zu beginnen. Nach den schrecklichen Verwüstungen deS Krieges, sagte Poincare, können Wir nicht auf unsere Wiedergutmachungsforderungen verzichten, noch auch in eine Herabsetzung derselben einwilligen. Wir haben vier Jahre nur den Gedanken gehabt, den Kreig zu gewinnen, mrd wir habe» heute die P f! i ch tz de« Hriede« zu gewiunen. Unsere PfLnbev l« Rnhrgebrei h alt e » w i r j e tz tz wft hellte« sie fest, ynb wü werden sie nicht gege« einfache BersprechuAKm lsSlaffe«. Wir werden dies unr «ach Maßgabe «np im Verhältnis z« den Zahlungen, die n«S gebühre«, zurückziehen, und man kann sicher sein, daß Frankreich, indem eS so handelt, wie es dies tut, in den Augen aller jener au Ansehen gewonnen hat, die die Geradheit in der EutfchNeßung zu schätze« wissen. Wie Bonar Law in Paris gesagt Hatz halten wir die Schlsgad« Deutschlandsch; wir wollen indessen niemanden erwürgen. Wft haben kchie» andere» Ehrgeiz 'aw bezahlt zn werden und n«S vor ein« finanxielle« ZerrMnsg - z« schützen» vergebttch wird Deutschlaud vo» Fr an! reich eine Rieue deS Rgchzeb«»- erwartem '"II —. Ae WWe stlk SeKmM. <8ens,15. April. .Journal de Geneve" vevofftutttchk heute Ünterrebungen mit dem Bundesnrmister für AeußeveS' Dr. G r Ü n b: r g.e r und mit dern?Pundesq sinanzminister Dr. Kienböck./ Minister -Dr/iÄ'r-.ü.rm de rge r wies auf die großen Fortschritte hin, die Hinsicht-'. lich deS Wiederaufbaues Oesterreichs srit der.letzen Das .gung deS BölkerbündeS erreicht worden feien.; , Finanzminister Dr. Kienböck erklärte, er sti Nach Genf gekommen, um drm KsntrokLomiie-e Len Plan der großen Anloihe zu unterbreiten, die -notwendig fei, um Oesterreich die Möglichkeit zu bWn>- das begonnene Weck zv einem gedeihlichen Abschluß zu führen« DaS ÄontroMomit« soll seim Zustümmmg zudem Plan geben, der für die langfristige Anleihe enüvorfen worden sei. Diese Anöoihs habe den Zweck/ Defizit des lausenden. Jahres und auch eines großen Teiles deS nächsten Jahres zu decken' sowie die kurzftistlg« ÄÄeiZ^ zurLckzüzahlen. ■ :; Die Bevechnnngen Mi dieser Voraussicht. zugrunde liegen, stützen sich auf die Erfahrungen der . letzten, stHz Monate. Die Lage in Oesterreich Haft sich 'vöWndig ge ändert. Man könne sagen, daß die Krone augenblicklKch «ün.der stabilsten Währungen sei. . Die, langfristige Anlerhe wird sich auf dasstlft System gründen -wie die kurzfristige. Sie wird gleichzeitige m einer Reche von Landern und in verschiedenen P^hMngen ftgeftn werden. Die Obligationen werden als; SichAhei< die Einnahmen aus den Allen und dem TalDsmynopol haben und gleichzeitig von den Garantkstaaten gpransiert sein. Die Schwerz wird eine parallele Aktion auf ftr'M^ «ine§ Kredits von 80 Millionen Franken unterHhmen. -r. Shdvwl ÄiÄ Souverllem der Poststiak' Ifc. Wie die „Sonn- und MontagZzeitung" mfahrt/ wirb der biGerigr BunftSmminister für das EisentzirhüMen Herr Dr. O p e h n a l, zum G 0 n v e r u e n r d e x Post Sparkasse ernannt werden.? Dr. O d e h » a l ist aus be* Postspackaffe hsMmr» gMNArn. - . 'Der «MwÄiÜ« Houvernem: d« M, Harr Rrrheftar^