Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1497 (14.4.1923)
- Date
- 1923-04-14
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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,M. MM; Wie«, SlÄUStag |aH* 111 "■ I.I-. ■; .1; '.I.. ' * 1 .. oder gekündigten Stücke irr Oesterreich iw Kvonervwühvung, im UMarche n-ach Wahl des Ne>«b-erbr ingers erfolge. DaS war im Jahve 1902 ein durchaus harmloses Versprechen und hatte -für die «Gemeinde außer einer geiringfugiMn Erhöhung dev Ettrlösekosten keinerlei Nachteil. Ganz anders rmd nicht vorhersehbar haben sich die Dinge mach den: Weltkriege und dem 'Zusaumrenbruch unserer Wähmwg gestallet. . 'Zunächst' war das Bestreben darauf gerichtet, eine. Abwanderung des österreichischen Blockes zu verhüten und die Pestirmnung der Schuldverschreibung, daß den österreichischen Besitzern -nur die Zahllrng in Kronenwährung. gelbührt, zur Geltung zu bringen. Da von vornherein irgend «eine Abgrenzung und Kennzeichnung der in- und ausländischen Stücke als damals ganz nebensächliche unterblieben ist, da eben die -sterveichische «Krone vollen Goldwert hatte, so mutzte insbesondere mit Rücksicht auf die seither entstandenen Nationalstaaten, für die ja die derzeitige 'österreichische Krone keine Geltung mehr hat, getrachtet werden, die österreichischen Stücke überhaupt zur Einlösung zu bringen Davon wurde jedoch'lnur gegenüber den österreichischen Pesitzern Gebrauch gemacht. Mit den deutschen Obligationären wuvdm gesonderte Abmachungen getroffen. Nun ist Vas Abkommen mit den französischen Obligationären, dir über 100 Millionen Kronen Nominale 1902er Anleihe -bejji&n, perfekt geworden. Die von der Association Nationale ß>er Versammlung der Obligationäre empfohlenen Vorschläge der Gemeinde Wien wurden dort einmütig gutgeheißen. Düs Abkommen besagt im wesentlichen folgendes: tic |cit 1914 bis einschließlich 1920 .uneingelöst gebliebenen ouporrs werden zu einem neuen vierprozentrgen Litre umgeformt und die Gemeinde Wien widmet für piese Obligation als sondere Sicherheit den Ertrag der Fremdeuzimmerabgabe. Die Zahlung ist in französischen Franken. zu entrichten. Die Obligationäre verzichten auf die Goldklausel. Neben dieser sehr weseirtlichen Erleichterung, deren Dauer aller- ' hings von der Kursentwicklung des französischen Franken abhängig ist, wurde eine gleitende Skala festgesetzt, derzufotge sich die Einlösung des Coupons von 4 Franken 20 Centimes für 105 Nominale der alten Obligation je nach den: Kursstände der österreichischen Krone, beziehungsweise der allenfalls an deren Stelle tretenden Währung regelt. Bei dein gegenwärtigen Tiefstand gelangt der Coupon mit 1 Franken 50 Centimes zur Einlösung. Hingegen wird die ursprüngliche vierprozentige Verzinsung «eine Erhöhung auf 5 Prozent und dementsprechend auch die Einlöfungsquote eine Steigerung für jenen Fall erfahren, als durch Fortdauer des schlechten Standes der österreichischen Krone der normale Coupon zwei Jahre hindurch eine Herabminderuug erfahren hat, jedoch nur «dann, und für die Zeit, als die Krone während des einer Fälligkeit vorangehenden Quartals den Durchschnittskurs von 30 französischen Cenit'nnes erreicht oder überschreitet. Das Recht der französischen Obligationäre ans Goldzahlnng lebt auf, soferne der Kurs des Dollars in Wien 55 Kro-Nen beträgt. Der Coupon der Firnding-Obligation, die bis 1936 zur Amortisation gelangt, unterliegt nicht dreser gleitende!: Skala, soudern ist Poll in französische:: Frauken zu bezahlen. Auch bezüglich «der Coupons tont Jahve 1921 und 1922 sowie der vergolten Stücke wurden zweckdienliche Abmachungen getroffen.. Wiener MorgenzeiLung. Me tzinhebuvg derBanIenumsatzstemr. ' Da die EknhckbUng -der BankenWnsatzsteuer zu', mancherlei ' Beschwerden Anllaß gegeben Hai, wurde vom sozialdemokrat:- ' scheu -Ilbgvovdneten Danneberg an den Bundesmin-ister für Finanzen eine Anftage -betreffend die Einhelbung der Bankennrwsatzfteuer, gestellt, ft: der.es heißt: 1. Wie kann es «der Herr Gündeswinister für Finanzen rechtfertrger?, daß das Anbot der Gemeinde Wien, die Einhebug 'oer Bankenumsatzsteuer kostenfrei zu besorgen und die'Verpflichtung zu übernehmen, durch geeignete KoNtrollmaHnahmen den Ertrag um mindestens die Hälfte zu steigert.', trotz' 'der schlechten Finanzlage des Bundes nicht angenomnren worden ist? 2. Aus welche Bestimmungen des Baukenumsatzstmergösetzes. ■ stützt sich das FinLNzministerium bei der Gtüueöbefvechiig'der Taggelder und. wie kann es dieses Bortzchen mit der - Erklärung der Ge- ' meiMverwaltung in EiEang bringen, daß schon in den BorvechaMungen Wer das Bankenumsatzsteuerges-etz die von , den! Kreditinstituten damals i ' verlangte Steuerbefreiung der Taggelder mtKdrücklich abgelehnt und dafür /einniedrigerer Steuersatz, als der ursprünglich Leabsichtitgte, gewählt worden» ist? 3. Jir welchem Zeitpunkte hat der Verband österreichischer 'Banken, und Bankiers an das Bundesministevium für Fiuan- /LLN eine Eingabe wegen Freilassung der Taggelder von der Bankenumsatzsteuer gerichtet,, und welche Frist ist verstrichen, ehe seitens des Bundesmiwister-iums für Finanzen eine Erledigung erfolgte? 4. Haben die Banken bis zu dieser Erledigung, wie dies als selbstverslaudlich gellen müßte, die B-ankenumsahsteuer entrichtet? 5. Wie lautet die Erledigung und wie ist gegenwärtig die Frage der Besteuerung der Taggelder geregelt? 6. Nach welchen Grundsätzen erfolgt die Untevscheidur.g in echte und unechte Taggelder? 7. Wurde hie Äankkommissiou' mit der Aufgabe betraut, durch eine eingehende Prüfung zu erheben, ob die Steuerfreiheit der sogenannten Taggelder, wie -dies die Wiener Gemeindeverwaltung .behauptet, zu schwindelhaften Mißbräuchen benützt wird? ' Ein auswärtiger Kontrollor für die Oesterreichische Natkonalbcmk.. Der Generalkommissär Dr. Zimmer man will in,jeder Hinsicht das Wirtschaftsleben Oesterreichs, kontrolliieren. Da «er aber die Banksachen nicht beherrscht und die Kontrolle über die Gebahvunig des österreichischen' Noteninstitutes nicht mLehren .mochte, hat er von der österreichischen Regierung verlangt, daß diese einen Kontrollor für die Qestvvreichische Nationalbank bestelle, 'welcher in gewisser Hinsicht als' ausübendes Organ des Generalkowmissärs anzusthen ist. Di«e> Regierung »ist diesen: Wunsche nachgekommen und hat dem Nationalrat einen dahingehenden Entwurf vor,gelegt. Nach diesem soll der zu bestellende. Kontrollor das Recht haben in alle Gcschäftssti'lcke und Urkunden der Bank Einblick zu nehnren und von allen Anglst eilten der Bank Aufklärung zu verlangen. Er ist berechtigt, allen Sitzungen der Genovalversammlung des Ge- -neralrats. und .des Direktoriums 'beiznwohnen, ja, sogar die Einberufungen der Generalratssitzungen zu vevlangeu. Die Kontrolle ist in dieser Hinsicht schr scharf. Es fragt, sich, ob -der Nationalvat einen solchen Gesetzentwurf, dev als Zusatz zn den: von ihm seierzeit beschlossenen Bankstatut anzusehert ist, .unverändert annehnten wird. In einer außevovdent'lichen Gencivalvorsanunl.nng der Natiorralbank. muß die Zustimmung zu diesen: ausländischen Berater erteilt werden. Durch diesen Entwurf -ist eigeirtlich die Souverärntät der Natioilalbarlk aufgchoben.'' ' 14. AM 1923 GdBe -7 -- . ■ - ■ - ■ - -; -; ■ — ■■ - Das Stmerkoyfidenteptmn. In «letzter Zeit,, sind in -'Mehreren Tages- , und WocheMätteirn .MlitteWungeu «erschfenen, in denen gegen die AuteHrchungsabiMmg^ der FmanzbeKvrksdixektion Wien. Bovtyüvfe echpben wurden, «welche sich vor -allem auf die Handhabung .des Ablassungsvenfahvens -in Gesällsstrafsachen beziehen. Die sonstigen m diesen Artikeln enthaltenen A::sfühvnngen richten sich gegen die Tätiigkeit hör sogenannter: Steuerkonsidenten. Es ist im allgemeinen Jirteresse geboten, die OHentlichkeit über die für eure sachgemäße BeuvteÄung des Gegenstandes in Betracht kommnden Unlstände aufzuklären. Es handelt sich in erster Reihe .mn die Anwendungder «bestehenden Valuten- und Deviselivovschriften, deren liebertretung .im Sinne des Valutenschleichhandelsgefetzes vom .24. Juli LÄ22, B. G. Bl. Nr. '504, der «Bevfolgung.nach den Bestimmungen des Gefällsstrafgefetzcs unterliegt. Bei urindev schweren «Uebiertretungen- «der- Devi'senverordnung steht nnu ihr Sinne des bezogenen Gesetzes.Am Beschuldigten «das Recht zu, den. Antrag auf Beendigung der Stvaisunterftlchnng im Wege .des Wlassungsverfahvens zu stellen. Die lU-sbewpvüfnng der in den erwähnten Zeitungsartikeln angeführten,. Lurch Ablassung .erledigten Straffälle hat nicht den gerinKen Anhaltspunkt .für die Annahme ergeben, daß eine irgendlvie ungehörige' Be-- einflussung der Parteien oder ihrer Vertreter «seitens »der «unter- .suchenden Beamten erfolgt wäre. Es stcht übrigens den Par« toien stets ftei, die Durchsührnng des' ovdenMchen Verfahrens zu verlangen. ' ' Russische Konzession an eine deutsche Schiffahr^gesell-' schuft. Die. SchliffahrtsgefeUchalst „Deutsche Orienlt-Änie" erbiclt die KonzHion zur Eröffnung ihres Bureaus in Novro-snjok. Die Geisellschaft schreitet an die Errichtung eines regulären SchißssverL-chrs Mit dm Mibielmeerhäseu und den Häfen von Hamburg, Antwerpen, sowie-einem enMschen Hafem .Der gestrige Berkchr wies cm ähnliches BW wie auf *■ Vortage auf. Zu' Beginn stärkere Kanfläst, welche während des woiteern Verlaufes abflaute. Allerdings vollzog sich das Geschäft jetzt in ganz'anderen Papierkategorien, Äs an den Vortagen. Es scheint, als ob die Börse in diestr Hmsicht eine llm-- orientievung vorgenommen hätte. Während in den Vortagen sich das Hauptinteresse aus die Banken konzentrierte, wurde gestern größere AuflnerZsauckeit den ungarischen WertenurL den österrvichischen Jndustrieüverten zugewendiÄ. Ans Buda- ' Pest sind günstigere Ncichrichten eiugelaufen.^ Esscheint,' däß sich dort die Börisen'krise stark gemindert hat. Bon dort sind zahlreiche Kaufaufträge eingelottfeu, welche, in erster Äime wvh«t ungarische Werte znm Inhalte hatten, aber - auch «spätechin das BudaPvster Interesse für österreichische Werte beDunLeten. Die Bt:dapester Kontermine, welche sich in der letzten Woche stärker vorgewagt hatte, .sah sich anläßlich der gebesserten ungavischen VerMtnisse zu MckKUgsdeckungen genöHtzt «uuid' steigerte die Äkachfrage nach emzelneu' Papieren. Apf diese Ilmstände ist es zurückzufühven, daß die ungarischen.Werte Ste-rgerungcn aufwiesen. So profitierten Ungarische Kredit 45.000'$.,' Rima-Mürany 25.000 K., Salgo 125.000 St., UW. Hofherr 48.000 K. Bon den österreichischen Werten - stiegen Südbahn um 30.000 K. Bemerkenswert ist die Steigerung von Mpine Montan trotz des anhaltenden Äverks um V.000 K. Staatsbahn pröfi'trerten 5000 K., österrMMche Hvsherr 6000 K. Aufsehen erregte die «Stsigerung der A. E. G.Mnwn um 23.000 K. auf 72.000 K. Es verkantet, daß dieses. Unternehmen einen günstigen Geschäftsgang cmfweffe, - und daß nönerliche Ronum van Disraeli (Lord Beaeonsfiekd). AuS dem Englischen übersetzt von G. Unno. <58. Fortsetzung.) Jabastor ging mit unvllhigel: Schritten in der Galerie auf ltnd ab. Plötzlich blieb er stchen, trat auf Widdau zu, ergriff dessen Arm und sah ihm finster ürs Gesicht. ,^Jch kemre deine Gedanken,. Abidan," rief der Priester aus, ',/aber es kann nicht fein. Ich habe jedes 'Gefühl arts meinem Herzen Vevbannt, verbmmt für immer; ich habe jetzt keinen -Bruder mehr, keinen Fremü«, keinen Zögling; Israel ist mir alles und alles. Ich habe .kein anderes Leben . . nicht Schwäche also hält meinen Arn: zurück. Mein Herz ist so -hart, «wie »das deine." „Was Mt Hn also sonst zurück?" „Daß auch wir satten, wenn er fällt. Er ist der letzte feines heiligen Stammes. Es gibt keine andere Hand niehr, die unser 'Zepter ergreifen könnte." .. „Unser Zepter! . . . Welches Zepter?" „Das Zepter unserer Könige." ,Mnige?" „Nun, >wamm blickst du so finster?" „Wie blickte der Prophet, als das hartnäckige Volk Mvcha-us einen König haben wollte? Lächelte er? Jubelte -er und klatschte in die Hän'de und rief: „Gott -erhalte Seine ^Majestät?" O, Jabastor, hochgeehrter, tveWcher ^Jabastor! .Du, zweiter Samuel unseres unverständigen Volkes! Es gab eine Zeit,, wo Israel keinen anderen « König, hatte, als', seinen GM. Waren wir danmls schlechter? Erv'berten Könige 'Kanaan? Wer «war Moses, wer Aron, wer der mächtige Josua? War das Schwert Gideons ein königliches Schwert? Beschatteten Simsons Locken königliche S^äfen? Würde ein König sein feierli ches Gelübde gehalten haben, wie es Jephcha tat?. Mn. Königswort wiegt leicht! Nie ivürden sie es Mten, wenn sie 'dadurch jemand verletzen müßten; es wäre denn eüven Untertan!' «Könige! Was ist denn!ein König? Warmn' soll ein E-Mann aus uuserem ausmEMn Volke heiliger sein als «wir alle?' Ist ihr Blut reiner als das unsere? Wir sind 'alle aus Abrahaurs Samen. Wer war Saul, und wer -KMdZ.Mj.Wtzdaß jie .aMnr WjesW swaven M unsere Väter. Laß sie fromm gewest:: sem, ivas sie nicht waren, und tapfer und weist, 'was auch andere waren, hat denn ihre Nachkommenschaft ein Privilegium sür alle 'Dngeliden? Nein, Jabastor! Du irrtest nie als «damals, da du eine Krone auf das Haupt dieses hochmütigen Knaben setztest. Was er tat, hätten Tausende auch getan.. Dein Geist war cs,, der ihn zur -Tat. begeisterte. Und jetzt ist er ein König und jetzt zittert Jabastor, die wahre Seele- Israels, der unser Nichter und Führer sein sollte, jetzt zsttert JaMtor in Ungnade, während unstr mcheiliger Sanh<wvin von Aimnonitern voll ist!" - ' ' ,ß, Abidan! Du hast mich bis ins Loben getroffen! Du hast Ge-darcken a-ufgoiveckt, die dann und iva:m wie unselige, erstickende Nebel aus den «tiestn Abgründen ureiner Seele enchorstiegen und die ich versckMchte!" ,-Laß sie enrporsteiM, laß sie die Strahlen dieser sengenden Sonne verhüllen, unter der \mx vergehen, die alle Lebenskraft aufzehrt und. Ms in dunrpstr Erschöpfung schmachten läßt." - „Freude, Freude, unaussprechliche Fronde!" v ' ,Horch, die Prophet«: hat ihr Lied geändert, und doch 'hörte sie Ms nicht, De'r Geist des Herrn ist wahrhaft mit ihr.» Komm', Jabastor, ich sehe, dein Herz «ist offen ftir^das Leid 'deines. Volkes. D eines Volkes, mein Jabastor,-denn bist du nicht unser Richter? Du, solltest es tveni-gswns sein!" '' „'Können wir die Dheokratie znrückrustn? Ist das möglich?" ,Mge nm ein Wort und es ist geschchen, Jabastor! Erschrick nicht! Glaubst, du denn, es, gäbe nicht Noch treue Herzen in Israel? Glaubst du denn, deine «Kinder-Mten ' gedankenlos die schimpflichen Bvlieidignngen Mtangesehen, die man auf dich Häufte,'aus dich, ihren Priester; 'ihren angebeteten Hohenpriester, -den Mann, der uns die schönsten' Tage der. Verga-ngenheit zurückrust, die Tage unserer großen Richter? Nür ein Wort, nur eim Bewegung dieses gesalbten Hauptes und . . Doch ich'spreche zu einem Geiste, per mehr fühlt, als ich a:dszudrücken infftan'de bin. Schweige, meine Zunge; du bist ein geschwätziger Ratgeber. Jabastor, „Die Muselmänner im Rat! Wir wisst«, was Mchkommen wird. Israel liegt in T-odeszuckuirgem Mir scheint, die Zeit ist reif, Abidan!" „So. denken wir auch, großer Mann! Darum sprich ein Wort und zlvanzigtaustnd Sperre werden die Bundesla-de schützen. Ich stehe für meine ManusWst. Der tapfere Scherirah blickt grinmng auf die Moabiter. Ein Wort von dir und das ganze syrische Heer schließt sich ^unserem Paniere an . . . Der Löwe von Jilda soll unfere Fahne sein. Laß den Tyrannen und seme Satrapen stevbenj dann- .vereinigen sich die übrigen mit Uns. Wir'rufe«.das alte Gesetz ans, überlassen Babylon seinen: blutigen Schicksal und ziehen gen-Zion!" „Zion, sein Jugendtraum, Zion!" ' „Ihr denkt nach?" „König oder nicht Köing, er bleibt der Auserwähltdes Herrn. Soll diese Hand, die bci§ Oel auf sein heiliges Haupt goß, dieses Balsamsiegel mit seinen: Blute abivascheu?. .Muß ich ihn töten? Soll dieses «Böckchen in der Milch seiner Mutter gesotten^werden?" - „Seme Stimme ist leise, aber sein Gesicht ist unruhig . . Herr, wie mm?" .... „Wer. bist du? Ha, Abidan, dev treue, brave Abidan! Sieh', -Abidan, ich dachte darüber nach, ob dies alles nicht nur in der tmnkemn Laune des Zechgelages gesprochen 'ward. Der nächste' Tag bringt vielleicht nüchterne Gedanken. Was bei der Ta«sel geredet «ivori^n, laß. es uns verg-esserß laß uns darüber hinweggehm. Der Herr wende.sein Herz! i Wer 'weiß, wer weiß, Abidan?" ';;; •_ ,,.. „Edler Herr, rroch vor einem Augenblick ivar Euer Sinn'! wie Euer Glaube fest; entschlossen; imd jetzt i . . " ' „Tadle Mich «nicht, 'guter Widan, schelte mich nicht. Es,. ist etwas in meinew 'Geiste, -was du nicht Mrmrden kannst;; \ geheime Sorgen, die mir ganz allein angchören.. Verlaß', , mich, gutex Abidan,-"verlaß Mich -jetzt. -Welln Israel nach! - mir ruft, werde ich glicht fehlen. Verlässe dich darauf, -M-! pan, verlaß dich darauf. Doch ne in, gehe nicht. Die NächtM«, -Y‘ w:"-c"‘-UY:*ti“ r*inr üch nicht ilochMalsj^ Ich will;> mein!- der sein Batevland ww seine Seele liebt, bedarf nrcht der Villen Lehre eines Kindes. Schweigt er, so geschieht es,- «weil seine Weisheit die Stunde iroch nicht für reif hält; aber jM HiWer MvW, so wird.Jsvae.'!, nW MMlr."- -dem anschivellenden Flusse anvertrauen. | Gemach und komme bald wieder zurück. ^Fortsetzung fohgt.)