Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1496 (13.4.1923)
- Date
- 1923-04-13
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980577--14419-3001152- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
e Cfeffr 8 Die«, FveAag Wiener Morsenzeitnng. 16. April, JO Uhr vorm» Festsaal des Hotel Kontinental, Taborstr. Dr. NAHOM GOLDMANN (Berlin): Regieteitrag K 2000 krnähmng. Sie Lebensmittelmürkte. Begnm tzes Rückganges der Meischprets«. Die Nle^chpreiserhohungen, die in der letzten Woche Üakaftrophaile Formen anzunchmen begannen, schönen ihren Höhepunkt erreicht zu haben und beyvwnen nachyugeben. Geft-exn waren in der Großmavkthalle bessere Zufuhren zu verzeichnen, es waren msgchamt 27 WoAzons mit verschredenen Meifchgütttmyeln, darunter auch beträchtliche Mengen frisches Rnödfleisch, eRrgetroGen. Dazu Sam noch der Eintritt wärmeren Wetters, das Äi-e KonfeMrrung des Fleisches nicht begünstigt. Im Großhandel mußten daher die Preye für Braten-Rirwßeisch, frisches Rindfleisch, Kälber, Mischschwöine. Speck und GÄz um je 1000 K. pro Kilogramm herüntergesetzt werden, bei Mmderen Sorten von Rindfleisch wurden die Preise um 9000 K. pro Kilogramm errnoMt, bei Kitzen um 2000 K. Da. der Konsum trotz der gemn-gvn Pvöisnachlläste im allgemeinen Ickhr schwach ist, rechnet man mit wecker-en'Preisrückgängen auf dem FleischnvaMe. Auf den übrigen Marktgebieten war die Versorgung günsttg ausgefallen. Die Preise blieben jedoch im allgemeinen unverändert hoch. JudiscliG Bühne isAAKDaascHj im Hotei Stephanie, II., TaborstrasWe 12 H«ule, halb 8 Uhr abends Rebbe’s Hojf VoUoctSck in 3 Alten von M. BitUczewsky Vorverkauf au der Tageskassa Bühne vnd Kunst. „Ae Tragödie de« Wischen Theaters."*) Wir «Halten die folgende Zuschrift: * In der zwischen mir und Herrn Siegfried Schmitz sir Anliegenheit des jüdischen Theaters geführten Polemik ließ letzterer in der „Wiener Morgergertung" vom 8. d. ein Schlußwort folgen, das jeder weiteren sachlichen Diskussion den Weg abschneidet. Ich sehe mich daher gezwungen, Nachstehendes zu erklären: 1. Ich Werlasse es ruhig dem Nrtekl der Oeffentlichkeit, zu entscheiden, ob man „AuslegungskLnste" anwenden mutz, um aus den Darlegungen des ersten Schmitz scher.» Aufsatzes sowie aus der, wenn auch vielfach abgeschwächten und verklausulierten Darstellung der „Tragödie des jüdischen Theaters" in seinem Schlußwort die Schlußfolgerung zu ziehen, daß Herr Schmitz das jüdische Theater Äs eine tragische, hoffnungslose AngÄegenheit darzulstellen versucht hat. 2. Was die Darsteller betrifft, erklärt Herr Schmitz m feinem erster? Aussatz wörtlich: ,Hür eine moderne TheaterauMhrung, die Wer den überall bereits seit mehr als einem. Jahrzehnt abgetanen Naturalismus hinansgeht, fehlt es dem jüdischen Theater bisher ca.» Darstellern." Ich gebe dccher zu» „Auslegungsgefchicklichkeit" angewendet zu haben, indem -ich behauptet habe, daß es nach Herrn Schmitz cm der jüdischen Bühne keine Darsteller von Bedeutung gebe. Tatsächlich gibt es für ihn (mit Ausnahme von wenigen aus der Fremde gekommenen) überhaupt keine für eine 'moderne DheaterauMhrurg in Betracht kommenden Darsteller. 3. Die von Herrn Schmitz scheinbar als Zitate von mir angeführten Wendungen, wie „entzückte Zuschauer" und „kompakte Majorität", komme« in meinem Aussatz überhaupt nicht vor. 4. Ich hiLe in meinem Aufsatz die Auslassungen des Herrn Schmitz einer streng sachlicher» Behandlung unterzogen. Herr Schmitz stihlt sich aber in der Sache selbst so unsicher, daß er nicht nur den Rückzug antritt, sondern in die bekannte Methode verfällt, der- Mangel an sachlichen Argumenten durch persönliche zu ersetzen. Auf diesem Wege werde ich ihm nicht folgen. Dr. Feiwel Sternberg. * . Die Redaktion übergibt mir die Vorstehende Erklärung mit dem Ersuchen-, mich dazu zu äußern. Ans dem, was darin ausgeführt ist, läßt sich Wohl deutlich ersehen, daß davon, die Darlegungen sowohl meines Aufsatzes als auch Schlußwortes aus die erfolglosen Entgegnungen in keiner Weis-- berührt sind. Daher habe ich keinen Gvuwd zu einer Fortsetzung der Polemik. Siegsried Schmitz. *) Mit diesen beiden FesO-ellmvgen schlichen wir Vie Auseinandersetzung, welche sich an den Aussatz „Die Tragödie des Mischen Theaters" von Siegfried Schmitz geknüpft hat. Die Redaktion. Lar Berliner SasWel des Moslaoer Kammertheaters. Berlin, die Stabt der 260.000 Russen, enltischSÄert nns immer deutlicher die KunftbeftttbUMgen der Sowjetteut-e. Wir kennen schon chr Kabarett, ihre Malerei, ihre Musik, ihr Ballett und fast alle russischen D^terenfsmbLes ßnb hier durchgezogen. Die meisten namrten sich „Moskauer Künftllerch vater". Nur wenige Eingewechte vermochten da die Spreu vom Wei- M zu nntevscheilden. Nun halben wir das /Moskauer 5bammerchoat^. Sein Regisseur Tairofs ist der Entdecker einer neuen Funktion des Mimen. Nun sich zu rechvferliitzen, erklärt er zwar, daß sie die Meiste sei, die Uvfunktion so-chagen, aber er würde sicherlich base seiin, wenn man deshalb annchmen wollt«, daß er nichts Neues gesunden hätte. Er sagt aAso, der Schauspieiler wäre, richtig betvachbet, , ein Tänzer, ein Gaukler, mit anderen Worten sin BallotANtzNlsch. (Er sagt es natürlich viel feiner als ich.) Sehr neugierög war man infolgedessen aus das Ballett „Salome". Es begann richtig mit ömer hübscheu Musik, das dauerte aber nicht lange, und dann war es die WÄdchche Salome, bloß in russischer Sprache. Die BallettfuMion aber offenbarte sich in den As ins 5kleinste von den DairMchen Regie beherrschten, seltsam abgezirkelten, berechneten, puppenchMerhasten Gesten der agierenden Gestalten, an deren Unnatur upan sich so lange zu gewöhnen hatte, bis man den Stil dahinter fand. Wenn man ihn aber gestruden hatte, feschielt und au-alyfierte, so stellte sich heraus, daß es nichts anderes war, als was wir schon seit etlichen Jahren kennen und wicht rÄhmen: Die Unterwerfung des Theatralischen urvter die Ttzrauneti des Malerischen, den- Sieg des Bildes über das Wort, der Sinne Wer den Geist. Die Moskauer zeigen üine neue Sp-ielart dieser Verirrung, und stellen unter der Fuchtel der Mccker-Megistenr-DAtatiur den Körper des Schauspielers in jeder Darstellungsminute unter den Zwang emhettlich-stMsttscher BMdwirkung. Sie haben schöne Körper, das ist wahr, sie haben schöne, vaGimert moderne Kostüme, von den schönsten Farben des geschäftigen Scheinwerfers derklärt und durchleuchtet, dies alles zu schönster Grnppeicharmonie vereinigt — aber sie hoben keime guten Schauspieler. Schön ist alles, aber nicht gut. Und gerade von den Russen hätte man den Sieg des Ethos über das Aesthetische erwartet. Berlin. Dr. Komad Marrl. Die Tagung der Schauspieler. Die Delegiertenversammlung des Oesterreichischen Bühnenverein es hat gestern begonnen. Auf der Tagung sind 1200 Schauspieler vertreten. Präsident Stärk begrüßte mit Genugtuung, daß im November des Vorjahres ein langfristiges Lohnübereinkommen erreicht wurde, das weitere Lohnkämpfe erübrigt. Er teilte ferner mit, daß der Bürgermeister der Stadt Wien 10 Millionen Kronen für notleidende Schauspieler Mr Verfügung gestellt habe. Einige Künstler, die in Amerika Gastspiele absolvierten, wÄmeten -für den gleichen Zweck 92 Mill i one n Kro nen. Die deutsche Büihnengenosfenschsft ist an .der Tagung durch, Präsidenten Richelt, der Bund deutscher Schauspieler der Tschecho-Slowakei durch die Herren Nachod mb Friedberg vertreten. Die Schcmlpiclertagung nahm auch Gelegenheit, zu dem künstlerischen Tiefstand des Wiener Theatorbetriabes ihre Stellung zu' Präzisieren. Es ist erfreulich, daß die Wiener Schauspieler daibci mithelfesi »vollen, an Stelle des jetzt herrschenden Starsystems ein ordentliches EusemÄespiel zu setzen. Namens der Leitung unterbreitete Präsident Stärk der Versammlung folgenden Antrag. der «hne Debatte einstimmig angenommen wurde: ,Der Vorstand wird ermächtigt, alljährlich einen Betrag in der Höhe bis zu 5 Millionen Kronen zu verwenden, um Preise für beste jolistische Leistungen cm Wiener Theaterbetrieben zu dotieren." In der Begründung führt der Präsident aus: Das Wiener Dheaterleben droht zu verflachen, in künftftlerrscher Beziehung zu verelenden. (Zwischenrufe: Droht?) Sagen wir einstweilen: drrcht. Im Interesse der Sicherung größerer Einnahmen werden Stars lherangezogen und Kunst und Ensemble aus? schwerste 'geschädigt. Wir wollen diesem Gäsieunfug steuevn und alles zur ErhaltM dcs Ensembles tun. Aber «S geht nicht cm. alle Rücksichten Äi Seide zu lassen und die heimische Kuwst umzubringen. Unsere besten SchauspieLer gehen fort, weil sie es unerträglich finden, sich hier als Sfichwortgeber zu betätigen. Wir wollen wieder aus die Pflege eines vmhertlichen Ensembles Wert legen, die Kunst in Wien soll wieder eine eigene Note bekommen. / Die Krise in -er BslkSaper. Der Verwaltungsrat der Volksoper teilt. unsmit r Direktor Felix Weingartner tritt morgen, feinen vertragsmäßige» U r l a u b an, welcher ihn Zunächst nach Schweden führen wird. Me bestandenen Differenzen wurden in freunds ch aftlicher W e iset e r e i n i g t und b eig eleat. Direktor Weingartner bleibt nach wie-vor D i r e k t o r der Volksoper. Perrz-Ge-üchtniSfeier in Werfcha«« Donnerstag Len 8. d. mittags wurde am Grabe des großen jüdischen Dichters I. L. Perez aus Anlaß der achten Wiederkehr seines Todestages eine Gedächtnisfeier obgchalten, zu welcher sich viele Hunderte von Verehrern des Dichters einfauden. ES sprachen Vertreter mehrerer jüdischer Kultus- und Sch«lgesellschafte«. Der Mische Schrrststeller- und Zourrwliftenverein legte einen Kranz auf das Grab nieder. Max RcinharSt ist unterwegs nach New-Aork. Er wird in Amerika mit einer englischen Schausvielertruppe Büchners „DantoS Tod". und ein Werk vou HoffmamSthcll aufführen Emilie Fränzel» die ehemalige Tänzerin der Staatsoper ist nach kurzem Leiden im 52. Lebensjahre gestorben. Sämtliche vier Kinder der Tanzkünftlerin sind Mitglieder des OpernöällettS. Der Gatte der Verewigten ist der ehemalige Sowtänzer der Staatsoper, Friedrich Fränzel. Konzert Mali Pico«. Bei ihrem morgen, Samstag, 3 Uhr nachmittags im W i e n e r B ü rgertheate r stattfindenben einzigen Konzert, in dessen Ausführung sie' sich mit Jakob K a l i ch teilt, wird Mali Pico» vorwiegend Mffche Volkslieder bringen. Sie und ihr Gatte habe« ihr Programm um mehrere neue Nummern bereichert und werde» it a. folgende Lieder und Duette zum Vortrag bringen, bie sie in Wien noch nicht gesungen haben: ^Kinderspiel", «A schansonetin", „Dauere Mdlke", „Drei Kasches", ^Jn der Jeschure". 'Für dieses Konzert, das im Publikun lebhaftestem Interesse begegnet, ist -er größte Teil der Plätze bereits vergriffen. Restliche Karten an der Kaffe des Bürgertheaters, in den Theaterkartenbureaus und ' bei der „Wiener Morgenzeitung" a IS. April 1923 9^1490 ..•' ... """—-- Cftamgor(|anbaHottmun«l>i<laarHH>tHI)ayaih»2loii< Sonntag den.18. April, 'LS Uhr abends, im Saale des Kaufmännischen Vereines, I., JohoameSgaffe 4 Peffach-Akademie mit anschließendem Tanz A«Sde« Inhalt: LeveadeBilder—PalSstwa-Lieder -Orchester—^wrinreS- Stnartrr aus de» Pchach-Unrulim in Jerusalem) von R. vtn Echem. Ikarieovorverraufi Sbäluzreserat, fl., Tabsrttr. aOA: Jüd. Hochschul, ausschuß Frl. Steiw, IX., Zlmme mannvl; Seren Laie« th-Sarea», N., T vorstr. LS; Histadriltd .Al'awatb Zl»n". lt., S»»stellu«g<flr. 1L (Restauration Menczer) sowie am Schalter der Wiener Moraenvüang", U* Laborstr. l. Ans Den Theatern. Bargth eaterr Morgen, 6 Uhr, ,®ei inttgä MeLarduS". Akademietheaterr Morgen, halb 8 Uhr, „DaN blaue Wunder". Am 20. d. wird anläßlich des bevor^ stehenden 60. Geburtstages Hermann BahrS dessen Lustspiels „Der KrampuS" zm ersten Auffühnmg gelangen. Im Deutschen Volkstheater wird ditz Moisfi-Woche, die 'Montag den 16. d. mit Tolstois „Dev lebende Leichnam" einsetzt und Dienstag den 17. d. mit ^Hamlet" fortsetzt, auch Schillers dramattscheS Gedicht -Don Carlos" bringen, darin Alexander Moissi den Marquis Posa spielt. Die Titelrolle wird diesmal zum ersten Male Jakob Feldhammer darstellen, den König Philipp wieder Direktor Bernau.? Im Raimuud-Theater beginnt die heutq stattfindende Erstaufführug der Komödie „D a r d a m e l l d e r B e t r o g e n e" von Emilie Mazaud, und der Grotesk« „M i m e n s i e g e" von Courteline (mit Max Pallenberg in beiden Stücken) pünklich um 7 Uhr. - " Volksoperr Heute ,,C a r m e n". In der Zeit vom 26. April bis 5. Mai gelangt Wagners „Der Ring desi Nibelung en" zur AuMhrung. tzerichtssaal. Aus der chMichsozialen Parteileitung. In fortgesetzter Verhaitvlamg hatte sich güstevn das Be^ zirksgevicht Mrwgaveten (Richter Obevlandesgerichtsrat Doktor Michler) mit einer Ghven'beleidigungsKotze zu befassen, tüq der gewesene OrtsgruppenoEmtann der Wrvtfchaftstzenoss.enschast chvistlicher KriegsinvaNider <,MMva") Ludwig Gräber gegen den Gründer und gewesenen Obmann dieses Wirtschaftsvevbcnides und des ReichSveribandes christlicher Kviegsirwalider DrreWor Theodor PohanSa deshalb eingetbvacht hatte, weil er m einem Sitzungsprotoboll und in einer Zuschrift an die Frontkämpfervere'inLgurvg bchcmptet ha-be, Gruiber habe einraffievte Gelder der ,MWwa" untev. schlagen. Der Kläger bemerkte hierzu in der Klage, er habe allerdings GenossenschaftsvirÄagen einzuikastieren gehabt, habe über Gegenforderungen an den Verband für Sitzungsgelder gchabt. Der Angeklagt-e hatte sich dahin verantwortei, es sei in dem von ihm als unpolitische OrgLmlisiatton gegründeten Bertband eine Spcvlttm'g dadurch eingetreten, daß Mandatare der Christilichsozialen Partei den Jnvalidenverband ms pokitisch« Lag» zogen. Die Führung des abgespaltenen Teiles habe Bundesrat Dr. Kack Drexel übevnommen. In einer an die chrisMchsozrale GesamtPavte-klÄtnng! zu Händen des BundeSkanKers Dr. Seipel gerichteten Ent-! schließimg der Oburännerronferenz des Lcmdesverbandes Wie« der christlichen Kviegsinvalfidm, Witwen, Waisen und Heim-, kehver sei Protest schoben worden, ,-gegen jeden Versuch einzelner MtgVieder der ParteMettung und Parteimänner, in den unpolitischen Reichsverband dieser BereimgMg mtit Gewalt Parteipolitik hineinzubrivgen und die <wt Jntereste der notleidenden MitK'ieder gelegewen Bestrebungen des Verbandes zu parteipolitischen Zwecken zu benützen". Der ger Gruber habe sich dem abgesPalltenM Doile gugewendet.' Zur Z-urückbchattiung etiMffitzvter VerbandsgÄder zu Komperv sattons-Avecken sei er nicht berechtigt gewesen. In der gästvigm Bechawbilnng wurde nun BundeSvat Dr. Karl Drexel als Zeug» über die von dom Geklagte« behaupteben Unterschlagungen des Klägers vernommen. Der Bundesrat Dr. Drexel, der sich M Obmann deS, Reichsverbandes der chriMchen Jnvail'idön bezeichnet, gibt an» nach seiner Meinung könne es sich nicht um „Unterschlagungen"! handeln, denn Gruber habe gar wicht verheimlicht, die Gelderj einkassiert zu haben. Er (Zeuge) habe dccher die Sache nichts als strafrechtliche Anyvlegenhett angesehen und sehe sie anchj heute nicht als solche an. Im Bevlausie der Verhandlung!amj auch zur Sprache, daß augMich Hilfsgelder ans Däne-l mar! rn Wien von chvWichsoMler Seiite zu parteipollttischen. Zwecken verwendet worden seien. Da der Angeklagte den Wchthoitslbeiweis aÄbot, wurde die BerhanMMg vertagt. Entwendeter Scheck. Aus Berlin, 12. d. wird uns be» richtet: Wegen Entwendung eines der Opernsängerin Mafalda Salvatini gehörenden Schecks über 100.600 Mark fand gestern ein Prozeß gegen eine Wienerin, Frau Rabenstein e r, statt. Der Dieostahl der Schecks wurde so zeitig bemerkt/ daß der Scheck noch gesperrt werden und Frau Raoensteiner, als sie auf der Banr erschien, um ihn einzulosen,-verhaftet werden konnte. Die Angeklagte erzählte, sie habe im Bahnhof Alexander-Platz eine Unbekannte kennen gelernt, von der sie gebeten worden sei, ihr auf einen Scheck über 100.000 Mark 20.000 Mark zu leihen, den Rest werde sich die Unbekannte am anderen Tage im Hotel abholen. Die Fremde, von der sie selbst um 20.000 Mark geprellt worden sei, sei offenbar eine internationale Hochstaplerin gewesen. Obzwar das Gericht diese Erguna nicht für glaubwürdig hielt, wurde die Schuld der Frau >ensteiner als nicht voll erwiesen angesehen und die Angeklagte freigesprochen. Bauer contra Nubinstein. Aus Berlin wird uns berichte^ Der Preetz des Wiener Bankiers Georg Bauer gegen dtt rustische Exzellenz Dimitri Rubinstein wird noch ein Nachspiel haben. Der Rechtsbeistand Rubinsteins veröffentlicht einej Erklärung, worin die Rrchtigkeit der Behauptung Bauers^ Rubinstein sei im Auslande Strafverfolgungen auSgefcöt,; bestritten und mitgeteilt wird, daß gegen Bauer wegen dresey Behauptungen Strafantrag gestellt worden sei.