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Wiener Morgenzeitung · 1923-04-12 · Heft 1495 (12.4.1923) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1495 (12.4.1923)
Date
1923-04-12
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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CMt« i DpNWÄnMg iM1, "wrr ’t VM t» ftewn Haieffod-MM inMdrrckch. Die intenstvs Acheit Pr hen' PalÄttnu-GyrMondS, Mt Keren HojefsoUDr welche vDder zidnMschett Müvrg die «Achste« Wochen WimMwupM, hüt ktt Wien und in der Prypinz.mit erfreuliches.Eifer eingesetzt.!Jn einer Besprechung der Bertrauensmönner wurde fest-. Mögt, daß mr Lurch prrsö«l4che'GMMi»M--^» KaS Au fsu chen de r )üdischen Familien Vater iin ihren Wohnungen, also nur durch stetig gestei-- jgerte Kleinarbeit, ein Moßev ErsÄtz erzW werden kann. Kommerchen Sonntag setzt die Prypagandaarbett Dr. Nahum Gvldmanns Oerljn) ein, der pr einige Wocherr gewonnen wurde. Der geschätzte ,Gast spricht Soimityg den 15. April, vormittags (Beginn Preise 10 Uhr), im Festfaale des Hotel Kontrnenwl Kaborstwße) und wird ifodann in Zirkelversammlungen verschichener BeziÄe, ferner in einigen ProvinzsiMen referieren. Ende April wird ,der Direktor des Keven Hajessod, Herr Dr. Bertold Feißvel (London), m Wien erwarwt. Es wird nochmals darauf verwiesen, daß die Leisttmjgen für den Keren Hajessod, der ein Staatsfonds ist, den Charakter einer Steuer tragen' und daß die Propaganda danach einzurichtm ist. „Spmcke^, wie sie für irgend eine WchltätigkeitsMion gewidmet werden, sind nicht entgegentzmrehmM. Erfreulicherweise sind trotz der Weltkrise die Eingänge des Keren Hajeffod rm lauferchen Kalenderjahre gefttsgen. Wahrerch von der Judenschaft der ga-NHen Welt iw Bor. xahre 393.000 Pfund aufgebracht wurden, kamen im ersten Quartal 19Z3 100.006 Pfund Zusammen. Auch in Oesterreich war in den letzten Monaten, insbesondere in einzelnen fleißigen Bezirken Wiens und einigen PrMntzorten, ein stetes Ansteigen zu verzeichnen. Man darf hoffen, daß die österreichische Keren Hojesioh-Kampagne mit einem guten Ergebnis abschließt. Ein Rttordmomt. Die EingaWe für den Keven Hajefsod sstch im Monat Marz sehr stÄ gestieyen, das MSrzergÄnis kann als Mekord unter 8m bisherigen McmatsömgÄMN bezeichmt werden. Es betrügt mehr 84.000 Pfund Sterling, die im März beim Ha-upchuveyu des Keryn Hsjeffod encliefen; davE kämen S2.0M Pfund Ms Amerika, per Rest vertM sich auf 29 Lander. Ohne Zwckfelist daS günstige SarmmlergebM iw Mrz auf die Bechefferüng in der Organisation der Sam-meLtätig-est MÜckKUfühmr, und es ist daher zu erwarten, daß es mchalten rmd sich noch steigern wird.; , Jer Kongreß Kr irmere Medijin. Das Interesse an dem Kongreß Perwacht. Der gestrige «6-rtrag -des Mmsr Physiologen Prof. % Du ri tz und des bsMschen' KlimkerS S. Bollhart -über den arteriellen Hochdruck riefen Antzie auwch «Nd sum in die Hofburg. Prf. Durig besprach in einem mchezu zweistündigen Referat die physiologischen Gnmdlagen für den arteriellen Hochdruck, den er in drei Fragen tzlieärte: 1. WaS ist arteriell»? Hochdruck? Jeder -wesentlich über der Norm gezogene arterielle Druck. Altsr, Nahrurtgsaiufmchme, Vorangegan-Mne Muskelarbeit, vyx allem aber physische Zustände ändern den Blutdruck einschneidend. .Hochdruck^ sind erzessw erhöhte Drucke. 3. Wodurch wirarterieller Hochdruck hervorde-rufen? Hachdvuck etttstcht, wenn bei zuvchhendek Füllung und zureichender Herzjkraft em Mißverhältnis zwischen der Auswurfsmenge -des Blutes und des AbströmeuS besteht. Ausschlaggebend hierfür ist das Vorhalten dar Gesäße. 3. Was ist ans dem Nachweis eines Hochdruckes zu schließen? Der raschere Maus der PulÄvelle an einer Arterie, cm größeres Schlatzvolum oder ein, veränderter Pulsdruck neben erhöhtem arteriellen Druck läßt' keinen Schluß auf den Gesamtkvelslauf oder gar ans daS Herz zu. Keinesfalls darf -der Arzt in den Fchler verfallen, den Menschen als Automaten zu beurteilen. Nur em erfahrener Arzt weiß, was er' aus einem solchen Befunde schließen kann und toraf. Pros. R olland bestätigte vom Standpunkt des Klinikers die Ausführungen Durigs, woraus Hofvat Pal Wien) die Diskussion wöGnete, der sich zahlreiche Mniiker km Laufe des i Nachmittages anschwssen. Nach dom Schlußworte, des Reperenten folgten zcchilreiche Ginzeworträge. Ler gesMge Herr Bono. Bei einem hiesigem SUmdmcker erschien vor untze- -fahr zelhir Tagen ein ftmger Mann und gab denAustoag;zur Herstellung von 150.0M Stück Exemplaren einer 'fapbenbunten, vignettartige-n Note, die in kürzester Frist?goliefert werden sollten. Es waren Franknoten der .Emission der „Ghmickre de commerce de Nizze et Alpes ^Maritimes". Der BesMer händigte dom Stein- Drucker ein. Mn stör dev echten Note ein und stellte als .B^aihlittvg für Me Note 0,25 FrMÄen und außerdem für den PhotoMphon als Bezchlmvg für Herstellung des Bildes fünf Millionen Kronen in Aussicht Der Stemdrucker gvng scheinbar auf den Auftrag ein,, vdch wurde bei einer AipmmeMM Än Case NWcmr ün der Wbrwstwße der junge Mcmn, ddr die BesWung ^gemacht hatte, vechcrstet. Er ist der am 23. Juni 1893 zu -BenOm-Wa geborene angMche BckuwerchäMer MoMmi .B o n o. Bvno war schmc vor dem Kriege in Wien an«.^ 'sässig und hat hier einen Blitmren- und ObschaM-l Pe- 'trkebon. Wie er zu der Bestellung der falschen Frankennoten iMmmsen ist, Merrerr ÄÄtzeÜzettttttS4 .»'»'r-'S'Mx—>><>»»> ..Ii." letzten Reisen nach Men Mf er im Bahnhöfe zu Padua :iP8 Mett - K^geMigenE an'WG:MMen «e sich Mt rnchr. eriMt0W kann. AuS Not soll, m Mann, der Wln-er in ^Vonedig ist, auf die Jdse vchMest fein, den Rittsenden, ttcmrMH den Amevi» kcmem, Äe Borliiebe für Wdenken,. bösMetw aus ftanzösischew.Veld, hatten, eine Msmocksamkost Vwch daS Ge- ÄWr nett cm^geftattetSn FvankeUlMen der Ni Wer Handelskammer zu erweisen, mn ' dafür Trinkgeld zu erhMen, das.in Italien gesetzlich ahgeschasst ist. Der Nmm We Hn (Bono) dwhdr ersticht, kn Men «ine billige Druckerei aM-fi-Mg zu machen, imt hier gegen , nachträglichen Spchnevsatz die Noten hevsEen zu lassen. ES sollten bloß einiM tausend Exemplare sein. Bono will mm dieses Gchrchen ans bloßer Gefälligkeit erftrlli und bloß 2500 und nicht, wie der St-eindmrcker behauptet, 180.600 Stück, bestellt hohen; er will übeEes nicht 0,25 Franken für tvs SM. und nicht fiinf. MWiomm für den Drucker-in Aussicht gestellt haben. Es soll — behauptet Bono >— * vorläufig überhaupt keim. Rede vom Pveis götvchn sein. Bono ist wegen versuchter BeMtmig M Kreditpapierfälschung gestem dem Laudesgerichte eiugeltefert worden. Re «euen KohlenvEe ab IS. April. Mit Mrkjmnkeft vom 12. d. hat der Wiener KohlengroMnidel den BerkansSp-veiS für 100 Kllogvamw wbeÄschlesifthsr HausbvaMrchle mit 93.600 K. in offenen Fuhren und mit 99.600 K. in Plombierten Säcken ab Rutsche Nordbahnhof ftstgesetzt. Der Preis für Kohle in Säcken versteht sich einschlMich Abträgen, jedoch ohne Zufuhr. . Die NeufMetzlmg dsv Pvepft D.-dadmch-Lchmvt-.-dS vsr BMvf an MÄlaindischen ZahlungsmiMn (Rer^- mark, Tschechen- oder PoSlen-Kvonen) für die Bezahlung der Kohle und Fvachtgebühven allmonatlich frisch bÄ der Devisertzentrallie eknMdeckt weMn muß. 12. April 1988 mm «in BrrMart in PalWnn. Iu gonz^Palästtna Mchen jetzt die Kvaftleistungen emes jungen Chaluz mit Namen Abraham Liebersohn großes Aufsehen. Liebersohrr, der in Sased wohnt, wird von der palästinensischen BsvAkerung ,cher zwette Simfsn" genannte Er geigt Kraftproben a 1a Bvertbart, schlägt mit der flachen Hand Nagel in em fünf Zenttmeter dickes Brett, sprengt und Metzl Ketten und dergleichen. Seine Produktionen Haben riefigen Zulauf. Meine LokalchroM .DerBchNttoamte Franz L. wollte sich vochch«R'dechaM «schieße^ weil keine» finden komtte -rmd de» Wem nicht VMM Last fallen MM. Ein hevbsigevusttrer Mchmmm konnte dem Kübensmsiden die Waffe mdoeitzen. 8. M ans bie Yshchbatvifchtz Attckk aedvacht. . % der Nacht zmü SS. Mäm vMe bei idemLMvÄier und MMöcher Johann Lamar in BosbMtz in Mahren ew«- bvochen. Ms einer aufqssPrenaten Kasse wurden Gold- und SÄberwaven im Werte von Mms 400.000 tschechtschm Kronen gesüchlen. Gestem wurden im Wien Äs mütMaßliche Later da: BäckergeWfie Anton Prxa und der Kwfcher Franz Hlonoevyasvet. Ms Heda-mwe Mamo. Kutfchera geriet gestern vor> MtagS mit ihrer Nachhat-m Mckrie Haas in Stvett, in dHm VoÄcmf die Haas ei» Axt packte und hie KrMooa dirvch «Ären Schlag gegen den HimMMf schwer verletzte. *Eme Hareukrenzlerkttttk an Einstei«. Der BöMsche Boobachl-er^^ das Münchener Hitlarblatt, vepDmMcht ein Feuilleton über Einstein als NabveBovscher, als dessen Autor gm ,Merkur" zeichnet, der Vevschiedme abüchnende Urteile über den Forschm MsEnenstellt. Bon dem Mttarn Niveau dieser Besprechung lögt dex sMeM MuSschM Zeugnis ab: .Bleich zu Beginn sei bemeÄt, daß Mtstein Mht «m dem TerOnMngsapostel Steinach aus Wim und Mch nicht mit 'dm Anchwposophen Steins« verwechselt werden darf, waS aber im allgemeinen für das große Piwlikum nichts avSmacht; Einstein ist der Urheber der sogenckWett „R ÄEMtstheorie'^ Msteich eifriger WÄttoisendsr fipx diese Lahve «nd nicht zuletzt auch für den Zionismus, zu dem er sich GfeMich bekennt." Wäre eS da nicht besser gewesen, das Hetzblatt hätte feinen Lesern die nicht mehr neu« Geschichte vom Einst ein ach ausgeWht. welcher die.MelatiivitatsdrÄse" entdeckt haben soll? * Diebs km Römerbad. Dem Nanldor S. wurde am T. d. in einer Kavrnie des R bmerbadeS eine Brieftasche mit 1M).000 K., M Mark und 8 ung. K. gestohlm. Der Mb hatte die Wand der KaAne von der benachbarten aus durchbohrt, die Brieistalsche mit einem lärmen Ducht vom Tische <M die Erde geworfen, und dann durch'das Drcchtgitter her-, voygchlM. der NachSaMbine waren zwei ftmige Leute Ute: Der Me von ihnen, der. noch nicht 16 Jahve alte sed Seklehner, wuM tzleich.. festgemmmen.- -Der e wurde in der Person des Johann Stroky ausgeforischt. Siroktz Mcht den .Diebstahl woU ein, behauptet aber, aus Rache gchanidett zr: haben. Der Bestohlene soll sich mit ihm vergangen und ihm Mn -Gnigvtt dafür gegeben haben. SeKehner und Mvokh wurden dem Landesgerichbe öingM-sfert. *' Das BottslvohnmrgShäNS der Gemeinde Wien in Meidling. Heute vormittags wurde oäs aus den E r t 8 g n i s s e n der Wohnbausteuer A Meidling, Längenftldaasse, erbaute Volkswohnungshaus von der Gemeindevertremng besichtigt. Der Bau des- Hauses wurde im Mai 1919 von einer privaten Baufirma begonnen, mußte jedoch infolge der Preis-, steitzerunaen eingestellt werden. Zu Beginn des tzrüb-;äbreS '1928 erwarb oie Gemeinde den vis zur MarterreKeiche gediehenen Bautorso. Ursprünglich war die Errichtung von 148 Wohnungen geplant. Die Gemeinde hat aber, um emer möglichst großen Zahl von Wohnunglosen zu einem Heim zu verhelfen, den Grundriß mit ' einem Kostenauswand von Jß Milliarden Kronen avgeandett. Wodurch es möglich war, 811 'Wohn u n g e n herzustellen Anberdem kormte Ar vieö schästslokale und für den Konsulnverein der'GüdhWtangel Raum geschafft, werden. Bon den WcchMNüeü Wi:WdIie'MS ein sm Zf mm er und eiMMohMOchL'^vWW,-M weisen nur eine Wohnküche cm^ während die flbHgm mM Ds Zimmer und Wohnküche umfassen. Das Gebäude M'drei Frmrten ltttd eine verbaute Fläche Von rund 8600 Quadratmeter, s Es ist der großte'Bau, den die Gemeinde errichtet hat.^ ii Bei seiner Herstellung wurde besonders auf die Wohn-! Hygiene Bedacht genommen: es gibt im MM HauS kernen einzigen i n d i r e k t. b e l i ch t e t e n Raum, . käuen Lichthof oder Luftschacht. Dom'Hofe airs führen zehn Stiegen zu den Wohnungen. In dem ungefähr. 100 Quadratmetergroßen Raum eines Kellergeschosses wurde eine zentrale Waschküche n a rr l a g c errichtet. Den, Bewohnern steht durch den! Dampf «eines Hochdruckdamppessels erhitztes, Wasser, Wasch-! kessel, Waschmaschinen, Schleudermaschinm, ejU Kulissentrocken-! apparat und Einspritzvorrichtnng zur Verfügung. Die Wasch-i aulage ist derart bemessen, daß eine vierköpfige Familie die! Wäsche von vier Wochen' an einem Halbiag im Wäscheschrank! gewaschen und gebügelt haben kann. Alle Kuchen sind mit Gas-! kochherden versehen, doch ist auch für die Aufstellung von! Koch-! Herden vorgesorgt. Stadtrat Siegel bemerkte, daß es Aufgabe! der Parteien dieses Hauses sein wird, die. Räume in möglichst! gutem Zustand zu erhalten. -■ Bürgermeister Reumann hob besonders hervor, unter welch großen Schwierigkeiten dieser WobnhauSbau durchgeführt) ivurde. DaS Haus, das einen so freundlichen Eindruck macht,! möge von den Parteien so bewirtschaftet werden, dG dieser Ein«! druck dauernd der gleiche bleibe. Die Gemeinde Mm ist sich vollkommen bewußt, daß ihre Bautätigkeit, die unter so schweren Opfern geleistet werden muß, allein nicht imstande sei, das Wohnungselend zu beseitigen. Um so mchr sei eS zu b edauern, daß der Staat auf diesem Behiete nicht NaS macht, was notwendig wäre. Im Namen der Mieter erklärte sodann der Obmann de- Mieterausschusses, daß diese die Einrichtungen deS Hauses voll zu würdigen wissen und alles daransetzen werden, daß das Gebäude aus alle Besucher jenen fteundli'chen.Andruck mache, den es heute gewährt._ . /"; Mitteilungen aus dem Publiwm. 10.000 pkSÜMUM , ****<» vn x i5.*ai;tr:i92s. eoao) I N JFCWffÄOSH'ÄLT IST DAS BEWÄHRTE 100% REINES F6Tf AUS KOKOSNÜSSEN. L. & C. HAROTMüTH’3 KOH-I-NOOR-BLEISTIFTE MEPHISTO-KOPIERSTIFTE ANERKANNT UNERREICHTE FABRIKATE ZU HABEN IN ALLEN BESSEREN PAPIERHANDLUNGEN. 863 Kultusu.iustiztalare u. Barette! liofort lo echäonter Annföhrnng die bekannteste Speilalflrroa 285; Gegründet 166h, Orplie Auswahl feinster Stoffei(lr MaBbeeteHiingen Parfümerien «. Seifen für den Export alle Markenwaren 8. FAHRER Tel. 42-2-81 Wien, II., olMeusauue S mm Dötttinental-^pßcliMn^lWellscKaU^'WMM^ Direkter Sammelverkehr KfakaU'l^mberg'Warschau / Eigenes Transitlager mit Geleiseans MM

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