Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1494 (11.4.1923)
- Date
- 1923-04-11
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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"7TT" >'•* $4f-4?rW* SHW*W*f « < Mr;™'*5 A^}-.^' 0 «eite 6 Men, Mittwsch Wiener Morgenzettung, 11. April 1923 Nr. 1494 Schtete, oder weil die Naive, in Betätigung ihrer Eigenart, den Hervorrufen des begeisterten Publikums auf offener Szene Folge zu leisten wünschte, geben diesmal die Zahlen den Ausschlag. Die chronische Burgtheaterkrise ist in ein akutes Stadium getreten, weil der Götter Gunst die Spielhonorare allzu ungleich an die Sterblichen verteilte. Die Gage der Liebhaberin ward an der Gage des Bonvivants gemeffen, gewogen und viel zu klein bestlnden, der Charakterdarsteller entdeckte, daß er nicht nur einen Charakter darstellte, sondern ihn auch besaß, faltete seine Homespuntoga zusammen und sprach: bis hierher und nicht weiter. Nhabarber-Gemurre geht durch das Haus am Franzens- 'Ring, ein gewesener Direktor erklärte, an allem sei die Politik schuld und das Leben sei eine Kettenbrücke, ein vergangener Zukünftiger des Hauses beschuldigt die Stars, die Stars schieben den Rückgang ans den Direktor, der Direktor auf das Publikum. Piccolomini berechne» dir garantierten Einkünfte Mephistopheles', die Jungfrau von Orleans lvcisr an der Hand ihrer Tabellen nach ... In schöner kollegialer Einigkeit macht man gegen den Direktor Front. Dem Publikum wird bange, weil das StcratZtheater-Defizit aus ein lumpiges Dutzend Milliarden hcrabgedrückt werden soll. Die Schauspieler lernen ihre Rollen noch schlechter als sonst, die Komparserie freut sich auf den Streik, Frühlingsahnen bewegt die Herzen — der Lenz ist erwacht. Es kriselt. KaterMurr. * Altäghptische Chronologie. Die altägyptische Geschichtsforschung likr bish.r sehr stark da-runter, daß die Chronologie des alten Aeghp:en bisher nicht. einwandfrei sestgöstellt war. Bekanntlich hatten die alten Aegyprer ein Sonnenfcchr, das nach dem Ausgang d.s Syrius geregelt wurde, und «im ZrbUahr, welches, wie dos unseriös. 36« Tage zählte. Diese beiden Jahrcsperioden fielen in sehr oroßen Intervallen miteinander Mnsmmen. Diese Annahme steht jedoch mit einzelnen Details der sevt wurde die Dauer dieser Periode mit IM) Jahren angenommen. Dise Annahme sicht jedoch mit einzelnen Details der ägyptischen Chronologie in Widorsipruch. Domherr Hilaire de Baren ton weist nun in einer der Pariser Akademie der Wissenschaften unterbreiten Abhandlung nach, daß die jwdia'tische Periode eine -Datier von 1606 Jahren 'haben mußte, und daß aus di.ser Grundlage alle aus dem altägvptischen Kalender bekannten ägyptisch Feste chronologisch 'restlos ansgoklärt erscheinen. Dies« Feststellung. wenn sie tatsächlich standhält, ist deshalb von Bedeutung, weil die genaue Kenntnis der zodiaiischen Periode das Rückgrat der altägyptrschen Chronologie bildet. ^'Touristensaison in Palästina. Der Tcmristen§cfftrom hat, wie uns ans Jerusalem berichtet wird, jetzt in, vollem mnfan>.)e «ingesetzt. Während im Jänner nur ungefähr 160 Touristen Jerusalem'besucht haben, waren es im Februar bereu» 14 00. Tie ReistgcisMcha>ften richten es so ein, daß die Palästina besuchenden Touristen vier bis fünf Tatze in Jerusalem verweilen. Die TouvPenstrijson macht sich auch im Kleinhandel bemerkbar, jedoch nicht nennenswert. * Ein Legat zur Bekämpfung des Antisemitismus. Vor .erregen Jahren Hinterlist ein reicher italienischer Jude, T re des, eine gewisse Summe mit der Bestimmung, daß das Ministerium des Un.errichtes einen Konkurs für bie beste Form der Bekämpfung des Antisemitismus ausjchreibe. Vor kurzem aber ernannte der Minister des Unterrichts eine spezielle Kommission zur Ausführung der Bestimmungen des Legats. Die Kommission besteht aus zwei Professoren der Philosophie und dem Oberrabbiner von Rom. (I. C. B.) Danksagung. Man schreibt uns: Bon den jüdischen Pfleglingen des L-erjOrgungsheimes Lainz beauftragt, statte ich hiermit unsere Dankesschuld ab, dem Herrn Gemeinderat Dr. Leopold P l a s ch k e s, Präsidenten des Fürsorgekomitees für die jüdischen Pfleglinge des Lainzer Versorgungsheimes, Herrn Oskar Goldschmiedt, dem rührigen Vizepräsidenten, allen Damen m-d Herren, die mitgewirkt haben, daß wir zu Pessach rituell verpflegt wurden. Dank der edlen Initiative genannter 'beider Herren hat das Komitee seine Aufgabe, die rituelle Airsspeisung der israelitischen Pfleglinge der Wiener städtischen ' Humanitätsanstalten, im weitesten Umfang großherzig durchgesirhrt. Es wurden rituell verpflegt: Versorcchngsheime: Lainz, Baumgarten, Liesing, Meldemannstraße, Heil- und Pflegeanstatt „Am Steinhof", Jubiläumsspital (170" Portionen Zweimal täglich.) Unser Dank wäre jedoch nur halb, wenn wir nicht voll Dankbarkeit auch unseres geliebten Herrn Rabbiners Bela F i f ü) c r gedächten, der sich mit ganzer Aufopferung für das so schöne -Gelingen der Ausspeiseaktron eingesetzt hat. Für die jüdischen Pfleglinge des Versorgungshenns Lainz: Pflegling Max Back,, Pavillon 6. * Tod in öer Badewanne« Der 40jahrige Ingenieur Friedrich Fiedler, Speisingerstraße 18, wohnhaft, wurde vorgestern vormittags in seinem Badezimmer in der Badewanne tot aufgefunden. Tie Leiche zeigte die für eine Gasvergiftung chpische hellrore Färbung. Gasgeruch war im Badezimmer nicht wahrzu-- nehmen und auch der Gashahn war geschloffen. Es wird vermutet, daß der Gasofen während des Anwärmens des Bades nicht gut stiuktionierte und Gas ausströmen ließ, ohne daß es verbrannte. Dadurch scheint Fiedler von Unwohlsein befallen und mit dem Kopfe unter das Wasser gesunken zu sein. * Achre ösierreichifche Klasfenlokterie. Bei der am 9. April 1920 vorgenommenen Ziehung des 1. Tages der fünften .Klaffe gewannen: 100 Millionen Kronen das Los Nr. 20.882, 30 Millionen Kronen das LoS Nr. 18.799, 10 Millionen Kronen das Nr. 41.659,- je 6 Millionen Kronen die Lose Nr. 19.592 und 36.051, je 5 Millionen Kronen die Lose Nr. 14.896 und 110.689, 4 Millionen Kronen das Los Nr. 110.079, je 3 Millionen Kronen die Lose Nr. 13.052, 34.535 und 99.068, je 2 Millionen Kronen die Lose Nr. 1633, 33.254, 33.452, 58.230, 60.054, 83.567 und 95.697, je 1 Million Kronen die Lose Nr. 3595, 12.138, 14.271, 19.410, 20.470, 23.438, 27.202, 21.212, 42.639, 47.589, 55.644, 57.596, 75.891, 80.641, 87.521, 87.584, 93.175, 97.825, 104.431, 109.838, 117.658 und 119.446; außerdem wurden 2669 Gewinne zwischen 600.000 und 300.000 Kronen ausgelost. * Wetlerherichl. Nach zwei-Tagen trüben und regnerischen Wetters in Oesterreich heitert sich das Wetter vom Westen her aus. Der hohe Druck hat sich gegen Island verschoben. Ein Tief ffegt westlich von Frankreich. Voraussage: Wechselnd bewölkt, etwas wärmer, später wieder Verschlechterung. Vereine, Vorträge und Versammlungen. Bukowinaer Zentralverband. Sonntag, 8 Uhr vormittags/im Großen Saal des Hotel Stefanie, 2. Bez., Taöorstraße 12a, Verbandsdiskussion. — Verein Tikw a t h I e h u d a, 6. Bez., Bennoplatz 1. Heute, 8 Uhr abends, Lichtbildervortrag Dr. M. Weiß, gew. Hausarzt in Alland: „Der Kampf gegen die Tuberkulose als soziales und medizinisches Problem". Klaviervorträge des 12jährigen Wunderknaben Goldsand; Schriftsteller Josef Grob: „Künstlerische Lieder-;Vorträge in Jiddisch". — Neichsschutzbuud der Handel s- Vertreter. Warenumsatzsteuer-Protestverscmunlung, Samstag, halb 3 Uhr nachmittags, im Caft Gartenbau, 1. Bez., Parrring 19 (Souterrain). — Jugeudverein Ahawath Zion, Restaurant Menczer, 2. Bez., AuSstellungSskaße 15. Heute, halb 8 Uhr abends, Komiteesitzung. Erscheinet aller Mitglieder Pflicht. — Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Heute, 8 Uhr abends, Zusammenkunft im Eaft Ilion, 3. Bez., Löwengasse 89. Bortragstyema Vorbehalten. Gäste willkommen. — Jüdischer Elternbuud S. Bezirk. Heute, 8 Uhr abends, Caf< Zögerhof, S. Bez., Porzellanaaffe 22, Elternversammlung. Referenten r Herr Rabbiner Dr. Z. Schwarz, Schularzt Dr. I. Klober, Lehrer A. Schwertfinger. — Franengruppe derzionistischenBezirkSsektionIX, 9. Bez., Liechtensteinstraße 11/13. Heute, 7 Uhr abends, Vertrag der Schriftstellerin Johanna Thal-Virfenr „Die jüdische Fra» im Wandel der Zeiten". Gäste herzlich willkommen. Urania. Heute: Großer Saal: Halb 3 Uhr: Schülervortrag: Die Nibelungensage. — Wachau. 5 Uhr: König Dachstein. Halb 8 Uhr: Nestroy. Kleiner Saal: Halb 6 Uhr: Ing. Fritz Willfortr Altaghpttsche KönigSaräber. KurSfaal: 6 Uhr: Prof. Dr. I. W e i ßr Das antike Wissen von der Erde und seine Nachwirkung, 1. Halb 7 Uhr: Prof. Dr. Karl H a a Sr Mathematik der Römer, I. 8 Uhr: Univ.-Prof. Dr. Viktor Grafe: Die narkotischen Genußmittel, v. Klubsaal r Halb 6 Uhr: Dr. Fritz S ch u l h o fr Ueber die Fröhlichkeit. Halb 8 Uhr: Vierter Klavierabend Leo B i r k e n f e l d. Die in -e« nachfolgerr-en Rubriken mil o brzeichueken Notizen und Artikel sind entpelNiche Ankündigungen <ß 28 -es ^rPhgefetzes). Ernährung. Knfrchr amerikanischen Rindviehs. Das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft hat über Ansuchen die Bewilligung erteilt,. daß ein Wochenkontingent vo« 500 Stück amerikanischer Rinder eingeführt werde, unter der Bedingung, daß oiese Rinder auf den. Wiener K o n t u m a z m a r k t überstellt werden. Ae LebevMkttelmäMe. Die. Hausse der Fleischprerse. Die vorgestern auf dom Lobendviehmarkbe in St. Marx zutage getretene weitere sprunghafte Bertenerung des lÄenden Me^s bewirk!« gestern bereits ein weiteres Ansteigen der Pr eilst für Rindfleisch. die ober, wie man bchürchton ntuß, noch nicht den Höhepunkt erreicht haben. Denn es standen in der Großmarkihaue noch Vorräte, die <m den Vorlhev^f n^men Tagen erübrigt worden waren. zur Verlfützum. so -atz sich die Preise für Rindfleisch im KleuchandÄ um 3600 K. pro Kilogramm verteuerten. Die Preise Kr Sckwomchl>ehch und Kalbfleisch blie-ben unverändert. Um der enormen Verteuerung cm.f dem Fleffchmarkte einigermaßen wircham zu begemren, wurde gestern bereits mit der AusyÄbe des gefrorenen Rindfleisches begonnen. Gute Qualitäten stellte» sich msf 17.000 bis 19jOOO K. pro Kilogramm^ minderes GefttterrdÄfletsch war bereits vo» 10.000 K. aufwärts pro Kilogramm pu hÄben. In der GrvtzmarAhalle gasten im DetaWmvsl fügend» Preise pro Kilogramm: Frisches Nindfleifch mit Juwoge» Vorderes 19.000 bis 27.000 K.. Hinteres 21.000 bis 30.600 K., Rostbraten 26.000 bis 38.000 K., Lungenbraten 36.000 vis 40.000 K. Aus den Grünwarenmärkbm war die Beschickung bis aus Spinat gut ausgefallen. Die schwächeren Änkänfte von Spinat aus Ungarn bewirkten ein Anzschen der Preise um 1000 K. pro Mogramm, doch gingen sie gegen Schluß des Maries, da neue Sendungen ejpgetvüstftn waren, wieder etwas zurück. Sonst blieben die Preise rm großen und ganzen unverändert auf der Höhe der Vortage. Auch Butter und Eier standen^ in genügenden Mengen zur VeMguna. Bemerkonswerte PveisormäßMtwgen waren nicht zu vertzvichnen. _ mit auschlreßendem Tanz Au»dr«J»l>slt: Lebende Bilder—PalSstina-Lleder - Orchester - ^torb««e-- Einakter anS den Psffach-Unruue» in Ieriitalem) von R. Len Echem. »«ttV«voröettauf: Cväürzvferst, H., Tiborstr. •sÖA.: Jitd. Hochschul, «»«kckuh Frl. Et-inV IX., tzimme mannpl-; Kaiem tli-Bmeau, tt., T boistr. 59: HifladniNi ,A awatd Zion'. II., An»stellung»slr. IS <«esta»ratlon Menczer) sowie am Schalter dkr Wiener Mor§,entettung-, II., Taborstr. i. Sonntag den 16. April, V98 Uhr abends, im Saale des Kaufmännischen Vereines, I., JohänneSgasse 4 Peffach-Akademie ed«l«rorgsil!rs«onMrn-kirisar«id.^dAwaii).Noi,' Begebung, die sich namentlich m der artigen Illustration und! in einem modernen pikanten Walzer offenbart, doch leidet sii unter ihrer dramatischen Unzulän^ichkeit. Das Mysterium „Adam und Eva" schildert den Sür.-denfall und die Vertrokbung aus dem Paradies. Die Musik, die mit Mysterienhaften Wagner-Klängen beginnt, kommt auch weiterhin von Wagner nicht recht los, die sch,neichelnde Schlange, die die verbotene Frucht fallen läßt, ist mit Wagners bösem Lindwurm verwandt. Geschickte Mich?, dramaüschcs Leben urd schöne Orchestevfarben verraten die gründliche Bildung des Tondichters Dr. H. E. H e l l e r, ver von Darstellung und Regie völlig im Stiche gelassen wurde. Zldain (Herr Philipp Zeska) in. moderner Schwiinmhoje und Eva mit Efeufä/urz und Busenchälterersatz fiub neues Mcrerial, aber keine bereichernden Beiträge zur prähistorischer Wiffcnjchast. So ward das Paradies zum Gänsehäusel. das Mysterium zur Groteske. Bon einem Kürstler vom Range H e r l e r i ch s hätte man bei noch so spärllichen szenischen Behelfen eine oer< nünftigeve Regie erwarten dürfen. fib. Konzert Mall Piroa. Mali P i c o n wird während ihres kurzen AufenhalteS in Wien ein einziges Mal vor dem Wiener Publikum erscheinen. Sie g"lbt Samstag den 14. d. um 3 Uhr nachmittags im' Wiener Burglheater ein Konzert. Das Programm,! in besten Ausführung sich Jakob K a l i ch mit Frau Picon teilt, enthält vorwiegend jüdische Volkslieder; in diesem' Genre, das die Künstlerin besonders pflegt, wird sie bei diesem Konzert aus ihrem umfangreichen Repertoire neue, hier noch nicht gehörte Lieder bringen. Karten an der Kaste, des Burgtheatrrs und in den Theaterkartenbureaux. □ Aar den Theatern. Burgthea terr Morgen, 7 Uyr abends, „M o n » a V a n n a". Akademietheater: Morgen, halb 8 Uhr abends, „Der gute König". In der N e u e Wiener Bühne gelaugt morgen Andrejews Drama „Der- Gedanke" mit Paul Wegener in! der Hauptrolle zur Aufführung. Tie Regie führt Dr. Emil Geyer, der die Berliner Uraufführung des Werkes inszeniert hat. Jos es st ä d t e r t he a t e r r Levpoldine Konstant in beendet ihr Gastspiel in Max Brods Komödie „C l a r i s s a L h a l b e s H e r z" am 26. April. Am 27. d. beginnen Else Eckersberg und Kurt G L tz ihr Gastspiel in dem Lustspiel „I n g e b o r g". BiaUhs Dichlung In der Stadt des Mor. d e n 3* sowie andere Mische Dichtungen von der spanischkabbalistischen Epoche bis zu Frischmann und Tschernichowsky und indische Dichtungen von Rigveda bis auf Rabindranath Tagcre wird Miriam Schnob el-Hoe.flich am 14. d., 8 Uhr abends, im Klubheim, 8. Bez., Bennoplatz 1 (Straßeneingang), sprechen. Karten zum Einheitspreise von 10.000 K. in der Buchhandlung Löwit, Notenturmstraße 22, und eventuell au der Abendkasse. _ Aus Amerika find bei der AI wer Fkeischbäake- GefMchaft m. b. H. große Q-uanbitäten von Hochprima Geifrrersleisch eimgelQNtzt. Aibyobe desfeKen <ib herite <m ija-mtUche Fil-En dvaser Gesellschaft mit Ausnahme der Extrem-Filialen Aum Püeiise von: Vorderes mit Zuwage 16V60 K.. Hinitevcs mit Zuwage 17.400 K. pro Kilogramm. Laut Urteil der amerilkanWen und enylisschen Fachleute und Konsumentenouaamsationen ist das Gsfrievflerisch speziell zmn Dünsten und Braten hervorrcogend geeignet und Mt auch eine ausgezeichn-te fettreiche Suppe. Im ev^envn An'«reffe der Wiener .Haus-, flauen liegt es, den Verbuch mit GsfrierfflÄsch zu machen, iwt sich ein ergenes Urteil darüber -u bilde«. a Bühne und Kunst. ßarl-Theater. Re«« Pantomime«. In einer Nachmittagsvorstellung zugunsten der Wiener Freiwilligen Rettnngsgesellfchcrft gelargton drei Pantomime« zur Uraufführung. Verfafferm aller drei Bücher ist Frau Helene Lanik-Laval, die auch die weiblichen Hauptrollen mimte. In einem dilettantüschen' Vorwort des Programms' spricht sie über die „ne-uen Ziele der Gestaltungskunst zur Musik" und von ihrer, eigenen Erkenntnis, daß im Menschen eine neue (?) Sehnsucht erwachte, Musik zu gestalten. Von neuen Wegen und neuen Ziele« war in den Pantomime« und ii> der Darstellung freilich nichts zu merken, im Gegenteil, ste erstickten in Schablone. Das Tanzpoem „Kation* erzählt die alte Geschichte der Mondänen, welche de« Geliebten ihrer Wahl — diesmal ei* junger Dichter — verabschiedet, um an der Porte des reichen ungeliebten Manr^eS ein sorgen-, aber auch freudeloses Dasein zu führen. Während sich »Mcnwn vor und hinter dem Paravent unablässig, an- und auszieht und auch an den jetzt so beliebten Schleiertang nicht vergißt, ertönt eire galante. MW von Heinrich Berte, die Mischen Ballett und Operette' hin und her pendelt. Nicht origineller ist das Mjmodram „Danae", flnter der mythologischen Gewandung verbirgt sich eine gefallsüchtige Tänzerin, die ihre Koketterie im Cpielsaal mit dem Gifttode büßen muß. Die MnM von Gärtner ist nicht ol)\& Gerichtssaal. 6inen Monat Arrest wegen Mchtanmeldnnst der krwerbsteuer. Anläßlich einer polizeilichen Razzia in einem Kaffeehaus in der LeopMstadt wurde der Uhrncacher Salomon Nachtigall der Steuerlbchörde wogen NichtatMeldung der Erwerb-, stouer zur Anzeige gebracht und von der Stcueradministration zu einem Monat Arrest verur!E Gegen diese von) der Finanzlandesdirektion Wien bestätigte Verfügung brachte^ der Verurteilte die Beschwerde an den Bevwaltungsgerichkshof' ein, in welcher darauf hingewiefen wurde, daß der Verurteiltes erst 23 Jahve alt fei und daß es ältere Leute gebe, welche bc».*| Unterschied zwischen Erwerb- und Einkommensteuer nicht kennen und von einer separaten Anmeldung der Erwerbsteuer albsehen zu können gsauben. Keinesfalls köckne man von einem Dreiundtzwcmzigjährlgen cnnchmen, daß er vorsätzlich die Anmeldung der Ertverbstener unterlaffei: habe, es^ sei vielmehr seiner Angabe, er habe nicht gewußt, was Erwerbsteuer ist, Glcntbor-. schenken, und es fehle somit das subjektive Moment für eine Stenerhinterziehung. Der Verwaltungsgerichtshos (Vorsitzender Präsident Dr. Schuster) schloß sich dieser Anschauung nicht an und wies die Beschwerde ab. Mitteilungen mm dem Publikum. Änny Maimann Josef Klfigler Unmkowce absolv. med. bei ütaleszczyki Probuzna empfehlen sich als Verlobte Wien, im April 1923 «ELEGANT UND BILLIG g KLEIDEN 8 l CH DIE 3 [H ERKEN S BEI RONIS & ALTSCHÜLER IM { 1 KLEIDERHAVSS! „MODERN f nn li se.', IH.,LANDSTR.HAUPTSTR.lUü]j