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Wiener Morgenzeitung · 1923-04-09 · Heft 1492 (9.4.1923) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1492 (9.4.1923)
Date
1923-04-09
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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T-v MI Me», Montag Wiener Morgenzeitnng. S UM rm Wfc LohnKmpfe in kngland. , Drohender EisenbahnerttkeiL. 8. UpLft. (Renter.) Der Arbeitgckbervrttbattd des ImiySwerLehat den Bauarbaiiern. mitgeteilt, daß die Löhne tz« HK. April an' am einen Penny bis zwei PenceS Dr die Stunt» herahgcsthä werden. Dich Maßnahme betrifft «im he»ltz« Million Arbeiter. Eise Konferenz der Leiter der ArbeitevgeweMchaft wird stlmiag üher die tzieZbeKügl-ich eüyun-chmerrde Halttmg be- WSehe». ' ' H«h ein Eifenbahneran Sständ wird bMrchtet, pe»n die Eisbnbahngefellschasten die Löhne in den EisenbahnchrfftÄbeü herrschen. London. 7. April. (Reuter.) Der Vollzugsausschuß der stattonobkonferenz der Region« Iräte der Echnbohrrer hat einen siutrag angenommen, wonach jeder Herabsetzung der höhn« Widerstand zu leisten ist und die ReyirmalrLte pchgösvrdert werden, einem etwaigen Appell za entsprechen. ßar Sude des steirischen' Bergarbetterstrells. Graz, 8. April. In der Angelegercheit de- Streiks der Bergarbeiter m Steiermark berief Landeshauptmann Hr. Rrrrtelen am Scanstag die Vertreter der Unternehmer pnd der Arbeiter zu sich. Die Verhandlungen währten mit sraer kurzen Mittagspause den ganzen Tag. In den späten jlbeudstundm kam es dann durch VermMung des LandeSpmptmmmes zu einer Einrgung. Die definitive Annahme der EinigrmgSformÄ bleibt wch Besprechungen der Vertrauensmänner der Bergarbeiter Vorbehalten, die morgen, Montag, fwttfiuden. Der SamLtag ist in den Revieren ruhig verlaufen. In Eisensr z haben die Arbeitswilligen so wie am Bortage ge- Aus aller Wett. Mühlheim, 7. April. (HavaS.) Zn einer Druckerei sind D Milliarden Papiermark, die für die Reichsbauk bestimmt waren, «dE worden. Die noch unfertigen Noten und da» Druckmaterial st den Deutschen zurückgestellt worden. 1900 Millionen stnrden beschlagnahmt und werden auf da» Äktid- «mto DeMschlands in der Rechnung der OkkupationSkostrn gestellt. Berlin, 8. April. Die Verhandlung gegen die Krupptyfreftote» ist auf nächste Woche verschoben worden. Prag, 8. April. Der Unternchmerverbcmd der chemische» stchnstrje nimmt eine vierprozeutige Lohnreduttiou vor. Tagesbericht. Sie Pest w Zndlell. UMS Todesfälle i« einer Woche. 9hstfa, 7. April. (Reuter.) Zn dm meisten Provinzen Indiens wütet eine Pestepidemie. In der letzten Woche stS MongteS März sind 8000 Personen an der Pest jestorbrv. Todesopfer des Moholverbots. Kew-Vork, 8. April. Meuter.) Wmten des Schatzamtes, ste damtt beauftvagt si-nd, die Blockckxibvecher zu verfolgen, die fvohoilsche Getränk einflchren, habe» gestern ein Schiff der stlockodebrecher versenkt. Die Zahl der Tote» ist unbekannt, stffcher haben neu« Leichen «ick eine Anzahl von Kisten »ft Bierflaschen, die mrf dem Meere schwammen, a-wjgefffcht. Meder eia Fraoenmord in Berlin. BerR», 8. AprA. Bor eiwiyer Zeit wurde »Mer der öchlsuhe einer Spreedrücke ein Parket mit zerstückÄben Leich enieSen gefunden. Die Nachsoöschurvgen der Berliner Krimmaltzitzsi haben ergeben, daß die Skjährige Stabe je nal thvm Geliebten, den deutsch-uusstschen Arbeiter Go st, dazu »etkeitet«, eme PortierSfrau, die die StabejenaS bei einem viettstaip ertappte, zu ermorden. Gast hat täte Leiche nach der Hat mit einem Beeile zerstückelt, die Leichenteile gesotten und ins Wasser geworfen. Die beiden Täter p® vergastet, Vas nette Mittel gegen dke SnürckraMest. DaS in Amerika küiylich erfundene und in feiner Heimat anPiblich bereits mit Erfolg erprobte Mittel gezen die Zuckerkrankheit „Insulin" hat auch bei uns. Nicht nur in facharztlichen Kreisen, sondern auch im Publikum, großes Interesse hervorgerufen.. Das Heilmittel hat seinen Namen von dem Organ, aus dem es gewonnen wird, dem sogenannten Jnselshstem der Bauchspeicheldrüse. Die Bauchspeicheldrüse ist es nämlich, die bei mangelhaftem Funktionieren die Zuckerkrankheit hervorwst, und wie Lei vielen anderen Krankheiten, hat die Entdeckung der Ursache., auch den Weg zur Heilung gewiesen. Dre Bauchspeicheldrüse Zuckerkranker hat die Fähigkeit verloren, den im Blüte enthaltenen Zucker abzubauen und für die Ernährung des Körpers verwendbar zu machen. Der Zucker geht in diesem Falle unverbraucht im harne <ch. Das Insulin ist nun jener aus der Bauchspeicheldrüse eines gesunden Organismus künstlich gewonnene Stoff, der hie Fähigkeit besitzt, den Blutzucker abzubauen und dem Körper dienstbar zu machen. Das Mittel war bisher bei uns iw Handel rächt erhältlich. . Derzfft wird im pharmazeutische« Institut der Mener UniverWt, unter der Leitung des Dozenten Dr. Leo Pollak, . daran gearbeitet, dieses Mittel darznstcllcn, um es an den hiesigen Kliniken auf seine Wirksamkeit zu erproben. Schon Ende dieser Woche wird i u Wien erzeugtes I nsulin für experimentelle Zwecke zur Vorfü- . gung *Bon dem Erfolge dieses Insulin wird es . ob an die Erzeugung des neuen Mittels im großen geschritten, wird. In Wien wird das neue Mittel aus der Bauchspeicheldrüse von Ri«der» gewonnen, wahrend es in Amerika an- . der Bauchspeicheldrüse von Knochenfischen erzeugt wird. Die Erzeugnng anS Knochenfischen, die sich in der geeigneten Form hauptsächlich in der Südsee finden, soll sich bedeutend billiger pellen, wird aber wohl bei «ns nicht möglich sei«. Zn weitgehende Hoffnungen wird man vo-Muflg auf die Wirkungen des Insulin allerdings nicht setzen dürfen. K« Wische« Sanatorium am Karmel. Trotz des gesunden und angenehmen KlimaS — Meer und Karmelgebirge — fehlte es bisher in Haifa an einem Privotsamrtorium. Jetzt haben,. wie dem ,Haolam* ans Palästina berichtet wird, zwei Herren, Dr. Jtzkowitz und, als Geldgeber, Herr Nahoraj, die Sache in die Hand genommen und auf dem Karmelberge bei Haifa ein schönes Gebäudes errichtet, an das auch ein Molkervibetrreb (holländische Kühe) angeschlosseü ist. Mn besonderer Park für Spaziergäügr und Rasenspiele fft angelegt worden. Das Sanatorium ist ganz auf europäische Art eingerichtet. Auf Wunsch toecben auch medizinische Heilbäder verabfolgt. Das Sanatorium, in das gegen 6000 Pfund investiert worden sind, wird am 15. April eröffnet.,;; KMe Malchrorrtt. Zn Wien wurde «nwr Vorsitz Prof. Wenckebq.HS gestern der Kommest für intern« Msdtzin eröffnet. Der penstomerte General der Infanterie Peter Hofmann fft m einen ßüm Meter tichen Älltzuaschacht gestürzr nr.d bat sich schwer verletzt. Bo« zwei versolgten Dieben tot MorkdSdorf ist in der Nacht &um 2. d. einer m die Doncm gesprmnaea und wahrscheinlich ertramken. Die vteriohrige Lbristin« Mayer fiel in der efferüchm WohMmq in einen Topf mit siedendem Wasser rmd fft «m den erlittenen Verbvübunaen aestorven. Der Lehrer Isidor Rvser.check wurde gestern in der Praberskraste von der Elektrischen niedergestoßen und verletzr. Der Hilssardeiter Kar! M a d a f ch i tz schlief auf der Bvüstmra dies A»vfaangeS im NlNÄbahtrhof ein und PÄrrtt in die Tiefe, Er erlitt fchweve, BerletznuiM. Beim Swododa irn Prater hat sich wegen eines Streites mit seiner Braut der Eisengießer Ivcmz K. von der Galerie ür den Tcmzsaal gestürmt und verletzt. * Lob -es ÄowUers.Rauhnitz. Der auch in Wien bestbekmmte Badener Hotelier Siegmund N a u ß n i tz ist gestern gestorben. Er war langjähriges Mitglied der KultuSgemetnde «nb Präfldeut der Badener Chewra Kadifcha. * Niickberustmg der Juden kn ein« verwüstete Stadt. Der Moskanrer „Emes" bringt die folgende Mtevessante Mitteilung aus dem Städtchen Brusilow >im Kiewer Goeivernement. In diesem Städtchen befanden sich früher 1000 Mische Härffer und 300 Miiscki« Gelschästslo-kÄe. Nach der Pagromwell« öligen nur noch 28 solcher Häuser bestehen. Die christliche Bevölkerung deS Städtchc.n8, der «8 an Harwwerkern und Händlern mangelt, wandte sich cm das städtische Exekutivkomitee mit der Bitte, eine gewisse Anzahl Iudep in das Städtchen einzllladen, die das Handtzverk und den Handel pflegen sollen. Die Bcvölterung will die Bürgschaft Mr die Sicherheit der Juden übernehmen. (I. C. B.) * Konferenz der in Amerika. Dieser Tage wurde in New-Aork eine Konferenz der Geijelbschaft zur Förderung der LanWoirt-schast rmter den russischen Inden „O r k". abgehalten, welcher 316 Delegierte, die 190 Organisationen vertraten, beiwohnten. Zweck der Konferenz war bw Gründung einer ständigen amerikawffchen ^Ovt^MteNwg nach dem Muster der europäischen Länder. Unter anderen wichtigen Besch lüssen wurde eine Resirvulion angenommen, eine große Propagandakampagne einzuleiten, um mindestens 28.000 Mit-glieder für di« „Ort^ zu werben. Es wurde ei» ExekutMomidee aus 60 Mitgliedern emgesetzt. (I. C. B.) * Die Peffach-Nummer des ^Haolam^Zn Pejsach erschien eine DopyelMmmer des ,H a o l a m" mck einem urgomein reichhaltiffm Inhalt. Wir erwähnen eim.tae WücdiMng des verstorhemn Sch^ I. Horo-yitz durch dessen Sohn Doktor Horowrtz, ferner die Veröffentlichung eines bisher unbekannten Aufsatzes deS Verstorbenen aus nachgelassenen ~ Schriften. Das Heft bringt acht scharfe Repwdrckt innen von amen Siedlungen des Nationalfowds in der IesreeMene. Schr reichhaltig ist die Palästina- und Goluschronik. Besonders hervorgehoben sei der bedeutende literarische Teil, den ein lyrisches Poem von Schneur eröffnet, von dem vorläufig drei Abschnitte erschienen. sind. Eins sehr interesiar.ie Koblonstiffzeichnung von Josef Israels wich hier zum erstenmal der Oeffentlichkert übergehen. Der btzdeut-mde Erzähler Agnon ist mit einer sehr interessandm Er^äAung .gerechte Wege" vertreten, Jakob Fichmann m»it einem Gedicht, fetter bringt die Nummer das erste Gedicht einer Serie von Bolksliedern von einem bisher unbekannte» Dichter. Jakob den Hasemmi. Besonders hervorgehoben zu weiden verdient sine ErMlung „Mast gegen Mast", wiedermgeben^ vM, M ordechai ben IecheSkek, welche sigenKich ein neues Genre in der hebräischen Literatur darsteN. Der Autor sammSÜ nämlich alt« VolkserMlungen, die er in einem herrlichen Hchräffch wiedeWbt. welches den Leser überaus fesiÄt. Der bekannte PMtzfft und ErMler aus Palästina Moses S m tlanskh, Ist durch eine neue Erzählung aus dem arabischen Leben vertreten. Schliestlich. weisen wir aus die Fortsetzung der ArtM des Dr. Horohetzky über den jüdischen Mythos hm. Der „Haolmn" hie-tet dem hebräisckieu Leser nugenrein vieles usch ÄertvW alle leine Vorgänger in sideravischer Bpzichung. .. * M« neues südsich-WEeS Sammelbuch. Di» jüdische echnagraMsch-historffche An-fly-Mfellschast in Wilna gibt i» nächster Zeit in iüdUiar Sprache periodische Smmneibücher „Jiddischer Archiv" heraus. Der erste Band wird Mlter anderem folgende Arbeiten enthalten: Pros. M. Balaban; „Die^ polnischen Juden mr Zeit der schivedischen Okkupation": „Jüdische Aerzte au8 Polen an der Universität Padua". Prof. Seroperkowicz (bekannter vussischer Dal-mltdttberfetzex):.,jüdische Texte in der Nesponsen-LiterMr". Dr. N. M.. Ge l b er! „Die Iwdenftage in Polen am AuSgang des achtzehnten IchvhundertS". Ferner Aufsätze von E. N. Frank, H. Zeitltn, S. Rosenfeld, Dr. Kamevecki ». a. Uirstrittr ans dem gndentnm. Zisarsky Emilie, sseb. 9. November 1887, Wien,' 6. Bez„ Piaristengasie 86. Dr. Wagschal Isabelle, geb. 18. September 1897, BreScaw, Aerzttn, 8. Be»., Jofesstäbterftraße 69. Schwarz Emme geb. CsybS, geb. 1. August 1888, Wien, Beamtin, 8. Bez., Lanaegasie 60. Dr. Alfted Fried, geb. 10. September 1869, Wien, 8. Bez., Piaristertgaffe 86. Wagner Derthold, geb. 28. Jänner 1905, Wien,. Angestellter, 1(5. Bez., FrSbelgasie 66. Frick Heinrich, aeb. 19. Jänner 1906, Wie», Student, 17. Bez., Berqsteiggasse 26. Körner Leo, geh. 1. Juni 1889, Olmüh, Kapellmeister, 1. Bez., Schottenring 22. Schmiedet Maximillan, geb. 30. Oktober 1877, Wien, Angestellter, 10. Bez., Peruerstorfergaffe 26. Stein Heinrich, geb. 9. April 1895, Wien, Beamter, 1. Bez., Neutorgasse st. Stein Helene, geb. st7. November 1871, Wien, 1. Bez., Nentorgasse 2. rGrünhut Olga, geb. 90. September 1989, Gonobttz, 2. Bez„ AbbLstrste 8. Mitschke Berta geb. Spitz, geb. 9. August 1668. Leipnik, 6. Bez., Gumpendorferstraße 96. Bella! Karl, geh. 16. Jänner 1863, Wien, Beamter, 9. Bez., Müllnergasse 3. Oberländer Suscnme Florence. gch. 6. Jänner 1908, Wien, 9. Bez., Ferstelgasse 4. Toufal Marie geb. Braun, geb. 24. August 1876, Silbewerg, Bedienerin, 9. Bez., Blerchergasse 9. Pachner Johann, geb. 7. August 1846, Leder, Beamter i, P.. 9. Bez., Clusius-- gaste 8. Dschelnitz Margarete, gch. 20. März 1875, Wien, Fabrikantensgctttin, 9. Bez., Porzellangasse 48. Tschelnitz Oskar, geh. 4. Aprll 1865, Men» Fabmaut, 9. Bez., Porzellangasse 48. wäm Der Hausarzt. Rodigksrt von Dr. Sanel Beer. Persönlich« Wohmrngshygiene. In einer Zeit, in der wie jetzt bei uns trmseitde Farmlien in des Wortes wahrster Bedeutung obdachlos sind und so mancher eS schon als Glück empfindet, irgendeinen abgeschloffenen Raum al§ selbstäitdigen Wohnraum gu besitzen, ist eS schwer, über Wohmmgshhgiene zu schreiben. Diese Frage war vor dem Ktiege eine öffentliche Angelegenheit. Staat und Gemeinde sorgten rm allgemeirten für di« Beschaffung gnttm Trirckwaffcrs, und durch die gesundheitSmätzige Ableitamg der Wfallstoffe auch für die Anlage gesunder Wohnungen. Bon der Errichtung eigener Häuser müssen heute selbst die Reichen abstehen. Der Großstädter zumal muß hmrie jede Wohnung nehmen, die gerade zur Verfügung steht. Er darf sie nicht, wenn er ein Obdach benötigt, mit den Augen des modernen WohmmgKhhgiemkers betrachten. Er wird die Wohnung nicht lichtzer, die Fenster nicht höher machen, er wird nicht mehr Luftraum für die Bewohner schaffen können. Und doch gibt eS eine persönliche Wohnungshygiene, die unabhängig von der Lage, Große und Belichtung der Wohnung ist. BiS zu einem gewissen Grade läßt sich jeder Wohnraum so Herrichten, daß er nicht eine Gefahr für die Gesundheit der Inwohner wird. Dazu bedarf es oft gar nicht großer Geldmittel, sondern VÄ wichtiger ist Verständnis und Snm für Ordnung und Reinlichkeit. So manche große, lichte Wohnung wird durch die Berständnislosigkeit des Besitzers zu einem ungenTtlichen, unfreundlichen, gesundheitswidrigen Aufenthaltsort. Schon die Gnrteflung der Wohmmg bedarf gewisser Erfahrung der Hausfrau. So wird sehr oft der dunkelste, nach dem Hofe gelegene, kleinste Raum als Schlaftaunr gewählt, während die großen, geräumigen, lichteren Zimmer als Salon und Warteraume eingerichtet werden, in denen man sich im allgemeinen weniger anMlt als in ben Schlafrämnen. Man bedenke, daß der Mensch wenigstens ein Drittel semes Lebens mit dem Schlafen verbringt. Zum Schlaftamn sollte der größte, hellste und schönste Raum gewählt werden. Das gilt in noch höherein Maße für KinderziMuer, denn alle SchadUchkeiten der äußeren Umgebung wirken aus den jugeMichm .Organisnurs viel schlimmer ein als auf den Erwachsenen, dessen körperlicher Aufbau schon vollendet ist. In welch sträflicher Weise wird oft von den Hausstauen in bezug auf die Belichtung der Wohnung gesnm digt! Es kann in die Zimmer mcht genug Licht und Luft einströmen. Da werden die ^dunkelsten Vorhänge und Gardinen angebracht, damit ja kein Sonnenstrahl in die Wohnrämm flute. Weg mit allen dunklen Stroffb-changen der.Fenster! Man lasse Licht und Lust reichlich ein. Ungenügende Belichtung und rmgenügende Lufterneuerung, besonders des Schlafwurnes, führt zu schweren Schädigungen der Gesundheit. Di« Kinder werden blutarm und schwächlich, die englische Krankheit, die schlechte Knochenbikdung der Kinder, ist eine Folge der tornklm, schlecht gelüfteten und dumpfen Wohnungen. Der enge, mit mehreren Personen geteilte Schlafraum bedarf besonderer Lusterneuevung, da die Luft durch den Bevbmuch des Sauerstoffes mit giftiger Kohlensäure und mit Ausdünstungen aller Art geschwängert wird. Solche verdorbene Lust reizt das Nervensystem, und es treten beim Erwachen des Morgens Kopffchnrerzen,' Ahgefchlagenheit ifcrtb trübe Stimmung auf. In den Wohnungen sollte ganz besonders anf di« Berhinder!",g der StauibentwickliU'ng geachtet werden. Ir don Schlafmum gehören keine Staubfänger, Polsterniöbel, Teppiche, Vorhänge, Kleidervorräte sollten den Raum «ich! in Lelnenwaren, -Waschwaren, Stoffe, ..... _ . Wäsche, Strickwaren WIM PfCISCIl Il./Taborstraße 4* ^TeleDhon 47-1-79 En gros En etciail

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