Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1491 (8.4.1923)
- Date
- 1923-04-08
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 82% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980572--14369-3001097- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
m im Men, Sonntag Wiener Morgeßtzettimg. :ot Es ttKwc nämlich ein Waggon Spinat aus Ungarn rngÄommen imd daher machte sich aus dom Naschmarkt bald in starker Druck auf die Preise bemerkbar. Der ungarische Spinat, der anfangs mit 3500 K. pw Kilogvannn verkauft mtde. aus 1600 K. pro Kilogramm Heruntier und fand mr schleppenden Absatz. Der hiesige Mätterspinat ermäßigte ich von 8000 aus 6006 K. und Stengelspinai von'6000 aus 3000 K. Pro Kilogramm. Kartoffeln aus der Tschecho. Slowakei notierten im Großhandel mtt 700 biß 750 K., Kwiebeln aiuS Deutschlarch mit 1200 bis 1400 K. Pro Kilogramm. Italienische FrU-kartoffeln, die m kleineren Mengen eiNgriroffen waren, stellten sich im Großhandel aus ft.600 K. Orargen waren in groben Mengen vertreten, steirische Aepfel gleichfalls reichlich vorhanden. Wivtschastsäpftl notierten geistern aus dem Naschmarkt utiiit 800 dis 1200 K. das Kilogramm. Butter und Eier sind gleichfalls in genügenden Mengen angebotent doch sind bisher die erwarteten Preisrückgänge poch nicht eingstreten. Holländische Butter hatsich zlvar im Eng ros-Handel um 12.000 K. pro Kilogramm verbilligt, war jedoch heute nicht zu sehen. Es ist mit Bestimmtheit zu er. warten, daß die «ingetveter-sn Verbilligungen mrf dom Weltmarkt auch hier baL in Erscheinung treten werden. Nweiümse» am dem PtckMvm. Wna klaser loset kalb Verlobte Vien,!m April 1923 malvine Wittels Lemberg Ignaz Gewitsch Wien Verlobte April 1923 Wolf Max Mämber Wien, II. Verlobte Wien, im April 1923 Speztsl- Mkndermoden - MerkstStte Grete Meubert, FletsLmsrkt 17 empfiehlt sich für die Erzeugung von Modellen in Mänteln, ftanz. u. engl. Rleidern. Rleider u. Mänrel für Mädchen di» ZU »4 Jahren sowie Anzüge für Rnaben bis zu 5 Jahren in solidester Ausführung zu den reellsten preist» 2S4 1. reine M W. III.. MmWM t—3 jWühtiuflgseinrichtiingea. (Ecke Karl Schweighofergasse TEPPICHHAUS DRACH 4 Co. VI», Marlahllferstrafte 79 ,38 Stets crSBtes Lager in Teppichen, Vorhängen, Tischdecken, Bettvorlegern sowie echte Knüpfand Smyrna-Teppiche Enpeafeier«, Wen- und SttoW Zealrale: 8 Aszirk» Sercheafoldersiratz« 54-56 m Filiale: S. BezirW» Obere Donsuftratze 81 (LriAugartenbrücke) LrdvlleravrSgs Lrdöitsmäntel LvgvmnSM Ulnchaeksn FORGES . Wien, XV Röslnagas8e 3 (Mariahllferstr.152) Tel. 34533 3 ELEGANT UND BtXJUG Kultus-u.Justiztalare u. Barette liefert In aehSnateT AttsfÖhnunf die Leknnntaaia Sptdalfinaa 885 BIUIAVE ISflVnCYEHii' ■ Zivil- und Ünlformselmaidar KUDOLr UULUSTCixI Wien, 11. faborstr. 54 Tel.45-6-29 OegrCndt 1M5 » OroSe Auswahl feinster Stoffe für MaBbeetelinngen »KLEIDENSICHDIE £ U U E N s BEI RONIS & ALTSCHÜLER IM § KLEIDERHAVS S „MOB ERB»« $ III.LAHDSTR.HAUPTSTR. ■».nnnaa»»»—t,gg«,y«CTMnCT«>BaQii—T«»»«« •. w—.nnitiinnii^^-g—-----n 100! SCHIFFAHRTSKARTEN rach Brat Isla va und Bud apest Bankhaus Weiss, I.» Fleischmarkt 20 Telephon 79-1-28 WV Gepäck u. Güteraufnahme MOSES RATH S Lehrbücher der hebräischen Sprache. SFATH AMENÜ ii fürSchul-und Selbstunterricht mifSchlüssel und Wörterverzeichnis. — Es ist das einzige praktische Lehrbuch mit deutscher Unterrichtssprache zur vollen Erlernung der hebräischen Sprache in Wort und Schrift Einführung in die Literatur. soeben erschienene fifflnfto verbesserte Auflage. Dasselbe Buch ist mit englischer, polnischer, ungarischer und rumänischer Unterrichtssprache erschienen. Die „Histadruth Ibrith“ in Berlin und Lemberg wie auch die gesamte Fach- und Tagespresse haben dieses nunmehr in der ganzen Weit verbreitete Lehrbuch der hebräischen Sprache als bestes u. für den Selbstunterricht gestatteten, 400 Seiten starken) gebundenen Exemplares österr. KL 18.000, der englischen Ausgabe österr. K $0.000, exklusive Porto. — An Buchhändler, Schulen, Vereine und Lehrer bol&er Rabatt. Zu bestellen bei: * MOSES RATH. WIEN, El. Taborstrasse Nr. 20 a und in allen Buchhandlungen. 7156 r Grande Dislillerie frangaise Damase Holte & Cie., Wieo Richtigstellung. Dkc früher© technische Leiter unserer Fabriken, Herr v. Hob6, annonciert in verschiedenen Tageszeitungen in einem „An meine Freunde* betitelten Inserate, dass sein Vertragsverbältnis mit der Grande DistEllerfe frauc&Iee Damase Hohi & Cie. le Wien, Prag, Budapest ent November 1922 an 1 gültig gelöst ist,„dass er von nun an nach seinen eigenen „modernsten* (1) Rezepten Likörapezialitüten hers teilen wird und dass der „echte*, von ihm nunmehr Hobe Fröre8 Likör getaufte Hob6« Likör ausschliesslich von ihm erzeugt und in einer besonderen Ausstattung in den Geschäften erhältlich sein wird*. Herr Hob6 will die Firma Hob6 Fr&res als ausschliessliche Erzeugerin der Hobe Liköre bezeichnen und warnt vor irreführenden Nachahmungen. Seine Annonce lei jedoch alehte weniger als geeignet, das Publik im vor IrrtSmern zu schätzen. ' Wir sehen uns deshalb veranlasst, unsere Kundschaft darüber aufzuklären, dass nicht Herr HobS,d« n Vertrag mit uns gelöst hat, sondern dass wir Iw Intarasse unseres Unternehmens das «och für mehrere Jahre taufende Vertrags- Verhältnis zu Herrn Hob6 am 23 November 1922 eofort ans wichtigen Gründen lösten und Herrn Hobä iwwer« ali glich entllaswen, ~ ’! ..-! 7““ : Wir begnügen une mit dieser Feststellung und unterlassen es. über die Gründe unserer Maseregeln derzeit Näheres mitzuteilen, weil das zuständige Forum mit der Entscheidung über die. rechtmässige Entlassung beschäftigt ist. Nachdem1 die Person des Herrn Hob4 den Interessentenkreisen bisher unbekannt war, richtet sich das Manifest „An meine Freunde* weniger an seine Freunde, als an unsere Kundechaft, welche wir une im Laufe einer Reihe von Jahren durch unermüdliche Tätigkeit erworben haben. 7 lm Interesse unseres Unternehmens müssen wir dahw diesen tendenziösen Verlautbarungen die Spitze abbrechen und gleichzeitg feststellen, d«ee wir seit Jahren die alleinigen Besitzer der Rezepte für die Erzeugung der Original Hoh6 Llk8re sind, daea diese Rezepte seinerzeit von Herrn Hobe verkauft wurden und dass wir »amtliche von uns In den Verkehr gebraonten Harken geaetzlleh In allen europäischen und Überseeischen Ländern gesphiitzt haben. Wir worden g-gea jede Verletzung untere» Eigentums unnachalchtlcn die erfordert lohen Mas» nahmen treffen! Wir ersuchen höflichst, von diesvr Ricbtig tellung Kerintnis zu nehmen. Hochachtungsvoll Grande ^istiHerie fran$aise Gamase ISöbä 8t Oie« , . Illen, I., «oncotdiaplats Nr. 1 8. AM 1923 Seite. D- Literatur. Reue WWe Arbeite« zurBalSftina-FvMuna. Bon lliabbiner Dr. S. Klein, Novo Zamktz. Die wisisnschaftliche Erforschung PÄästrnns frmgh Zeit Hindurch fast rmr die ansschlretzliche Domäne christlicher Gelchrter — ist in den letzten J-chren erfvoulicheLwei.se durch mehrere Arbeiten jüdischer Forscher und Schriftsteller gefördert worden. Auch hierin dürfen wir die befruchtende Wirkung des neuevwachten indischen Lebens im Lande der Boter auf de» jüdischen Geist erkennen. Wohl gibt es noch immer kein jüdisches Pa-lästina-Forschungsinstitut, wie solch« die Deutschen, Franzosen, Engfländer und Amerkkaner m JtzvnsÄsm besitzen, wohl M es kein« einzige jüdischwissenschaftliche Anstatt in der gantzen Diaspora, «t her wissenschaftlich« Palästinakunde doziert wird; wohl erfahren die diesbezüglichen Arbeiten jüdischer Forscher fast gar koire Förderung von irgendeiner Seit« — immerhin gibt es doch schon einige Männer, die aus sigsnem Antrieb sich auf dieses so lange vernachlässigte Gelbivt der jüdischen Wisienschaft begeben und mchr oder weniger wertvolle Ar« beiten schaffew Einige dieser Neuerscheimmgm möchtv ich bei dieser Gelegenheit kurz besprechen, um die AusmerftamLett des jüdsi fchen Publikums auf dieses Gettiot zu lenLen, dessen KenntmS so gering ist, während ihnen eiger.flich eine gon^ große Bedeutung bei dem geGigen Aufbau Palästinas zukommt. Es sei vorallem mit besonderer Freude sestgesteltt, daß die weitaus größere Zahl dieser Avbsiten in hebraifcher Sprache erschienen ist: sie sind die Grundsteine einer hossent- Lrch sich mächtig entwickelnden hebräischen Palästina« Literatur. Wir wollen über geographischs, historische rmd archäoloA sche Arbeiten referieren, wobei mchr die chronologische Reihen«; folge Äs diese sachliche Einteilung berücksichtigt werden wird. Da lst Machst der dritte Band deS von A. M. Lunez redigisrten GammeLverkes ^Hameammer" (^Der Garben, bin-der") zu nennen, der 5680 m Jerusalem erschienen ist. Während die beiden ersten Bände (erschienen im Jahve 6666, ^beziehungsweise 6671) die archäologischen und topographische» Artikel hebräisch schvsiibender Gelehrter des vorige« Johchu»« derts (vor allem die Arbeiten Rapoports) enthielten, werden in diesem dritten Band eine ganzez Reihe in PÄastina ge« schridbener Briefe und Sendschreiben vom Achnten Jahrhundert an, ferner Mchvere Berichte von Reisenden (vom dveiFchttten bis gnm Beginn des srübzchnten Jahrhunderts) dargebcken. In dom evnans-chnlichen Buch («es umfaß! 330 Setten in» Klein« ottav) liegt eine hochmteressante, wenn auch nicht vollständige Sammlung der erwähnten Briefe «nö Gerichte vor, die bis jetzt in verfchiedvaen Zeitschriften zerstrout ud. kaum auffin!d^ bar waren. Schondas ^sammMtroMn des MaieviÄs an sich ist ÄS «ne verdierftvolle Arbsit. des tMvend des Krieges verstorbenen und fett langem schon erblindet gewesenen Forschers §rr beM-ichnsn. Hierzu kommen noch friue lürzen Ernleitungen rmd dir Anmerkungen zu den rittMlnen Ariitelu. Es fei nur in aller Kürtze evwührE, daß von Lmrez dvetzchn Bände des Jahrbuches «.Jerufalem", ferner zwanzig Jahvganige vines Kalemders erschienen sind, die orm Fülle von, wissenschaftlichem Material enthMsn. 2Vie ich ans direkter j Quelle erfcchve, sollen die «Acchrbücheri' demnächst eine Fori-j sttzung von Men vvchverer Schviftstellor in Del-Awiw rrudU Jaffa erfahren. Die neue Folge wird außer wissenschaftlicher.« und pMizistischen Avbetteu reiches statistisches und praktisches! MatwüÄ enchaltew. Dio gleichfalls posöhM« Arber! eines andsven GeWvte^ aus Jemvsalem sei im Anschluß an die Lnnozschen Werke hier besprochen. Es hartdett sich um das groß angelegde enzyklopädische Werk von I. S. Horowitz, das den TÄÄ führt: „Evez Israel n'schechenotecha^ Palästina und sein« Nachbarlandes). Der in jungen Jahren im Ellul SS/8 dahingoschiedene Verfasser lvar „MelammeL" in Palästina, der die knäpv beauefsene freie Zeit, die ihm sem anfwibendes und schwach besoldetes 3chvmrtt übrig ließ, darauf verwendete, v'me gründliche Kenntnis der gesamten Palästina-LttercMr sich anZneignen mrd auf Grund dieser Kenntnisse, vor allem aber auf Grund der aWüdifchea Quiellon (Bibel, Talmud «sw.) er» alphalberifcheS Nachschlagewerk zu schaffen, das alle m der alben Ltteradur vorkommenden geographischen Namen Palästinas und seiner Nachbarländer behandelt mrd chve Lage bestimmt. Der erste, von frittm Sichne Zlbraham Horowitz (in Wien) in würdiger Ausstattung hercmSgogebene Band umfaßt 12 plus SV Setten im ÄexiLonsovmat tzweispcMg) und enthält außer einer kurzen EiEettwng sämtliche Artikel von Alef bis inklusive Jod, ferner ein sehr ausführliches Regffdrr zum Buche. Das Werk ist eine nnerschöpftiche Fundgrube für die historisch^ Geographie. Palästittas. Denn es enthält rin in solcher Vollständigkeit Bi§4 her nirgends anWtreffeiidB Namensverzwchnis und brebsn außerdem besonders irr den Annverkungen ein reiches wissen^ schafkliches Wlabevial, das den späteren Forschorn vorzügliche! Dienste zu leisten berufen ist. Bei der Behandlung der <öw deutendeven Ortschaften wiri» dis Geschichte der jüdischen Gc^ mrinde dovdselbst bis in die Gegenwart verfolgt. Die Aus«^ fiattung des Werkes.ist — wie bereits bemerkt — ganz Vorzugs lich, und es ist nur zu wünschen, daß durch die Verbreitung^ bctzw. den Absatz dieses ersten Basches der zweite: die Dopo-i gvaphie und G^chichde der Stadt Jerusalem bchandklte Ban^ der im Manuskript dvuüftrtig ist, in ähnlichem Aeußern uuh womögl»ch bald erscheinen Wune. Kindliche Pietät hat durch bie) Veröffentlichung dv.seL Merkes dem verstorbenen Vater oin> schönes Derttmal gesetzt. Wir können aber den Gvuszer nichjj unterdrücken: was hatte.wohl «in Mann.von solcher Begabung und mit diesem immensen Fleiß geleistet, wenn ihm di« nötige wissenschaftliche Ausbildung und die zu derartigen Arbeiten nnerloßMe.Mrdenma Moil grworden nxire. Es war fcho»