Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1490 (7.4.1923)
- Date
- 1923-04-07
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 1450 __Msn, Samstag_ JteVm bezüglich der ungarischen Devisenpoltti! und der BorjfichtSmatznahmen österreichischer Kcvuftettte inr Geschäftsverkehr jtwit Ungarn stcht die ungarische Regierung aus denr Srins-!pnEe, daß sie die übernommenen Verpflichtungen restlos zu erfüllen trachten werde. Trotz aller SchvieriMten der Mnanz-;I«0e des Staates werden di« Kreditgeber der ungarischen 'Kautsmannschast ihr Geld nicht vertieren. 'Die ungarische Dedisen- (flentrofe ist angow-iesen, allen Anforderungen, wenn auch nur eckdnühlich, zu entsprechen. Die Borsemnsolvenzen in Budapest. Aus Budapest wird berichtet: Gegen den flüchtigen Börsenkornmiffär Muisius Hirnen st ein ist heute von der Provinz eine neue Anzeige eingeilangt wegrn Unterschlagung von Mertpapieven. Auch der Dörsenkommissär Aladcrr Herrmann wurde augezeigt, 70 Millionen Kronen in Effekten unterschlagen m haben. Die Polizei nahm Herrmarm in Hast. Die Schwierigkeiten im Zahlungsverkehr mit Ungarn. Me die „Ungarische Post" erfährt, sollen dvin näch st zwischen den Vertretern der österreichischen Expootäntevesservten und der ungarischen Kaufmannschaft Verhandlungen beginnen, zu dem Zwecke, oi-nen Ausweg aus der durch den notorischen Devisenmangel in Budapest hervorgwrrfeuen Stockung der .Zahlungen nach Oesterreich M finden. Die unter Führung des Präsidenten der Natzional'bank Dr. Reisch seiw rzeit nach Buda« best en'dsaardten Vertreter der österreichischen Beteiligten haben Avar eim Dereinbarung abgeschlossen, doch scheint diese nur teWvmse Abhilfe geschaffen zu haben. In österwichrschen kaufmännischen Kreisen ist man mit diesem Abkommen nicht zufrieden. bezw. erlklärt m<m, das; die Handhabung desselben durch die ungarische Devinenzerttvale den gchegten Ettvarinngen nicht entspricht. Uugarischerseits wird darauf hingewiesen. daß der Zahlungswillo der ungarischen Kaufmannschaft ebenso außer 'Zweifel stcht wie ihr« ZaUrmkiSsähigkeit und daß die voraussichtliche baldige Besserung fort Stande der Dwifewoorrate der ungarischen DeviseMntrale automatisch die Wissigmachung der Mittck nach sich ziehen wird, die zur Tilgung ihrer'Schulden taolift sind. Die ungarische Kauifmannschast veranstaltet am Sonntag den 8. d. eine Landesversammlung, in der sie zu diesem Problem Stellung nehmen wird. Hierbei dürste voraussichtlich auch die- Frage der Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den österveichisä/en Exporteuren bchandelt werden. Englischer Einfuhrzoll auf Lebensmittel. Aus London, 6. d., wird gemeldet: Pie sechste laMoirlschwfEche Kommission, die von der englischen Regöevunrg mit einer Untersuchung über die Lage der englischen Landwirtschaft beauftragt wovden war, hat ihren Bericht eingereicht. Sie schlägt darin vor, für Gerste, Hopfen und Brotmchl amen Einfuhrzoll ftstzusetzen. — Die Annahme eines solchen Antrages würde das AuMren des Fveihandolspriuzips mvs Lebensmittel in England, das seit dm fechzigex Jahren 'be§ vorigen Jahrhunderts in Geltung ist, bedeuten. Es. ist unwahrscheinlich, daß sich das englische Parlament zu einer solchen Maßnahme entschließen wird. Jnventurausträhme der Luxuswaren. Das Grein'mm der Wiener Kauftnannschaft teilt mit. daß aus Grund der Mnsatz- Kbeuerverordnung sämtliche LuxuAvaren sowohl bei Grossisten wie Dedaillisten nach der Quantität (nicht auch nach Preisen) gemäß dem Stande dom 1. d. zu iuventicaen sind. Die Einhaltung dieser Bestimmung ist wegen eventueller 'behördlich^ vdontrolle» sehr wichtig. ■ Einstchr von Geraten Md Maschine«. In letzter Zeit Hausen sich die Fäll«, in denen Ansuchen um Einfuhr von Geräten, Maschinen und Maschinenbestaudteilen. insbesond re von Elektromotoren, damit begrüildst werden, daß die Ware bereits emgelangt fei. die österreWschen ErMger 'längere Lisierzeit bedingen -untz die Berwe-igeviling der Einstih-r die Gefahr einer BetviBssbörung mit sich ibringe. Mit Rücksicht auf die Notlage der österreichischen Industrie muß nach MglichM M)ttt gewirkt werden, daß Maren, die in entspreche uder Musfichrrmg und Menge -im Inlande echaM-ch sind, nicht aus den: Auslande bezogen -werden. Es -kann daher auch -das Argument -der Dringlichkeit to.gen sonstiger Botri-vbsLinstellnng in der Re>gel keine Berücksichtigung finden, in-sbesoudere dann nicht, wenn das Einfiuhvges-uch -nicht vor der Bestellung im Auslände eingebracht wurde. _wtttire aylPTflCftftttfuitg* Wiener Börse. Die glatte Erledigurg der Prolongation mrd die sich darauf einstellende Erleichterung deS Geldnrarktes beeluflußten die gestrige Börse in günstige-m Sinne. Äorr privater Seite waren zahlreiche Kausorders ei-ngetroffen. Auch das Ausland betätigte sich intensiver und zeigte regen Begehr nach österreichischen Werten. Die günstige Beurteilung, die die Entwicklung der österreichischer.« Wirtschaft im Ausland mmmchr findet, das Entgegenkommen, welches Oesterreich von seiten der die Anleihe gewährenden Mächte bei ihrer Hilfe zur Konsolidierung der Wirtschaftsvechältniff« entgeyengebracht wird uNd welches sich ir.« einer günstigeren Beurteilung der österreichischen Krone auf den ausländischen Märkten wider« spiegelt, hat auch das Dertrxmer? zu den österreichische^ Unternehmungen gefestigt. MeS äußert sich in der Nachfrage nach e-inzeln-en Jndustt-Knnterwchmungen. Besondere Bedeutung erlangte diese Nachfrage in dm Felten Guilleaume-Aktien, die bei regeren Umsätzen 31.000 K. gewannen, mit Rücksicht auf den Umstand, daß die Böschäftigur.g bei diesern Werk von Tag zu Tag steigt, unh bei den Wagner-BrückorrbLuakt-ien, die mit Rücksicht aus die zahlreichen Aufträge aus den Balkanländern 64.900 K. profitierten. Auch Alpine stiegen trotz der Nack) richten -über die noch nicht borgelegten Unstimmigkeiten mit den Arbeitern« dennoch aus die Kunde über die Besserung - der geschäftlichen Verhältnisse in der Eisenindustrie um 24.000 K. Die Sü-dbahnwerte blieben tveitevhM wie am Vortag vernachlässigt. Erwähnung verdient die Steigerung der Un-ionbankaktten um 34.000 K. Maßgebend für diese Steigerung warm Nachrichten, daß dieses Institut sine günstige- Bilariz cmstvei-sen werde. Auch die übrigen DanDwerte waren gefragt und höher. Im Schranken war eine ganze Reche, speziell österreichische Werte, Gegenstand lebhafter Nachfrage. ' Leider konnte die Nachfrage nicht mttner befriedigt werden. Es gab i-n vielen Werten nur Geld, ohne Angebot. Es profitierten Steirische Magnesit 72.000 K. Bon den Tvansportwerter.« gingen Nor-dba-hnakt-ien um 210.000 K., Tona'U-DampWWHrr um 55.000 K., Buschtüchrader M. A um 20.000 K. höher. Bon -den Peiroleumwerten gewMnen Schodnica 90.000 K., Karpathen 50.000 K. Bezugsrechte: Bank Mälopolski 2500, UM allg. Sparkaffe 9500, Krupp 19.000 bis 24.000, Waffenfabr-rk 9000 und Netvak 2800. Der Anlage markt wies eine festere Teuden-z ans. Tschechische Priorttätstoerte waren für Prag begehrt. Von den Exoten notierter-: Epple n. Buxbanm 31.000 bis 34.000, Eos 3300 bis 3500, Erdöl 22.700 bis 25.000, Jrrag 160.000 bis 159.000. Mraznica 50.500 bis 53.000, Schubert «. Ko. 10.500 bis 11.000^ Tepege 76.000 bis 79.600, Steirische Braunkohle 43.000 bis 45.000. . Mever MpreMrsr. (Eigenbericht der „Witzuer M-ovgenzeitung".) ' Der-gestrige Markt au der Warenbörse verlief ruhig, da die Kauflust sich nach, allen Richtungen hin sowohl im Inland- und Ausfichrverkehr in engsten Grenzen hielt. Vereinzelt zeigte sich allerdings etwas mehr Nachfrage für den laufenden Bedarf nach einigen technischen Chenükalieu, allein die hohen geforderten Preise verlegten den Weg zu größeren Transaktionen. Interesse - war vorhanden für Antichlor, Kalisalpeter, Minium, Naphthalin in Schuppen, Netznatron uud Chlonnagnesinni. Verkauft wurde Aetzkali 88/92 zu 0.82 Schweizer Franken rransit Passau. A u s g e b o t e n wurden: Aetznatron 126/30 zu 6700 K.' Antichlor 2300 St, Bleiberger Bleiglätte zu 10.100 K., Alaun zu 3600 K. transit, Hamburger Bleiweiß zu 7600 K., Ehlorbariuni 98/100 zu 4600 K., Cbromalauu zu 9200 jk. transit Wien, Essigsäure chemisch rein 80% zu 19.200 K. transit, Glauber-- (53. Fortsehung.) David Alrsy. Roman von Disraeki (Lord Bvaconsfield). AuS dsm Englischen übersetzt von G. U n n a. „Was sagte er?" i „Mene, mene, Lehel, uphavsm!" 7. ^Die alte Geschichte! Der Prichev gegen den König!" isoybe Horvain zu Alroy, als dieser ihm bei ihrer Morgenmrterhaltung die Begebenheiten der vargangenen Nacht mitgeteilt hatte. „Mein fwmmer Bmder wünscht Euch zu der Theokratie zurückzuführen und fürchtet, da^ ivenn er zu Bagdad betet statt zu Zion, er leicht bloß das Oberhaupt einer untergeordneten Sekte worden könnte., statt die Zügel der Regierung über eine ganze Nation in Händen zu halten. Was den Meteor betrifft, so mag Scherrvcch fast iun dieselbe Zeit über den Fluß gegangen sein und der Sultan von Rum kann daher baß blutige Wunderzeichen erklären. Was den .Schrei anbelangt, so mutz ich, da ich keine Ä^ekanntschaft mit Geistem habe, solche wunderbare Mitteilungen den begünsttgteren Ohren und eingeweihteren Kenntnissen Eurer Hoheit meines Bruders überlassen. Mir scheint derselbe von der ,Dachkol" in mehr als einer Hinsicht derjschiedtzn gewesen zu sein, da er nicht nur sehr geräuschvoll 'war, sondern auch völlig rmverständlich, dem einzigen mrS-!gouommen, der ein Interesse an seiner Mslegung nahm seiner geistreichen Auslegung, tvie ich nicht leugnen kann. 'Wenn ich meine Stelle als Eurer Hoheit Kammecherr antrete, will ich wenigstens dafür stehen, daß Euer Schlummer -weder durch Geister, noch andere, iroch unwillkommenere 'Besuche gestört werden soll." „Tritt sie nun endlich einmal an, grtter Honain. Wie HÄht es heute aneiner persischen Rose, immer süßen Schirene?" ,-Si-e ergötzt sich in Eurer Abwesenheit an Eurem Bilde. Sie schenkt mir kern Wort, das kann ich Euch versichern." ,,£>, ich weiß, daß du ein allgemeiner Liebling dieses GesMschts bist, Houäul. Ich werde eisevsüchiig werden." „Ich wollte, Euer Hoheit hätte Grund dazu", .sagte Honain Mit sehr ernsthaftem Gesicht. 6. De bevorstehende Vernrählung des Königs der Hebräer mit der Prinzessin von Bagdad tvard durch ganz 2lfieit bekannt gemacht. Ans der Ebene am Tigris! bereitete man alles zu diesenr großen Volksfeste vor. Ganze Wälder wurden gefällt, um Materialien für die Bcinterr und Holz für. die Gastmähler zu lieferu. Alle Gouverneure der Provinzen und Städte, alle hohen Beamte und Pornehrne beider Nationen wurden besonders e'mgeladen und langten Tag für Tag in größtem Glanze zu Bagdad an. Unter ihnen der Vizekönig von Medien und Persien und seine junge Geinahlin, die- Fürstin Mirjam, nrit einen: Gefolge .vmt fast zehntausend Personen. Ein Thron, zu dein man aus hundert nrit rotem Tuch belegten Stufen stieg -und den ein goldrner"Baldachin krönte, ward in -der Mitte der Ebeu-e errichtet; rechts und links zwei minderhohe, aber prachtvolle. Gegenüber diesen Thronen bildeten hrmdert Schartaks oder Amphitheater einen unermeßlichen Halbkreis, doch so, daß für die Menge hinreichender Platz zwischen diesen Bauwerken blieb. Diese Schartaks tvaren mit prächtigen Teppichen und glänzendem Brokats bedeckt und über jedem erhob -sich ein buntfarbiges köstliches Panier. Auf einigen derselben, standen auserlesene Mnsikerbanden, auf anderen Gesellschaften voar Jongleurs, Possenreißern und Märchenerzählern. Fünf Schartaks an jeder Seite der drei Throne lvaren zrnn (gebrauch für den Hof bestimm^ auf den übrigen hefarrden sich die verschiedenen städtischen Gewerbe. In einem hatten die Früchtehändler ernen^ schonen Garten ausgestellt voll von Granatäpfeln, Kürbrserr, Melonen, Orangen, Mandel- und Pistäziennüssen; dort stellten die Mfcher ihre Gerichte aus, in den wunderbarsten Formen zubeveitet, und ausgestopste Tiere in den lächerlichsten Gestalten. Anderswo versammelten sich die Kürschner wie zu einem Maskenbälle, sämtlich als Lölven, Tiger, Leoparden und Füchse verkleidet, und dann wieder zeigten sich die Tapezierer, stolz ans ein von Holz, ."Rohrstäben. Stricken und -bemalter Lein-wänd geforyltes 7. April im _Seitech , salz kristallisiert zu 990 K. transit, Guarnü Cord, zu L6.P00 französisches Harz W. W. zu 6970 K., G. zu 6000 K., Kalisalpeter zu 10.000 K., Knochenleim zu 16.000 K., Kupservittiol 98/99 zu 8600 K., Aiinium zu 10.800 §k., Naphthalin in Schuppe» weiß zu 7100 K., Paraffin 60 62 in Schuppen, Baccüum zu 5100 K. transit Wien, Pottasche 96/98 zu 79.54 Schweizer Frauken pro 100 Kilogramm transit Passau, Salmiaksalz 98/99 weiß kristallisiert zu 8400 K., Salzsäure 20/22 technisch rein zu 1200 K. Wien exklusive Emballage, Schellack %. N. or. zu 136.000 transit Wien, Schwefelnatrium 60/62 zu 6860 K. transit! . Wien, Schwefelsäure 60" zu 1800 K., Amnwniaksoda 96/98 zu! 2700 K., Sodabikarbonat zu 3800 K., Soda kristallisiert zu' 1300 K., Stearin in Tafeln zu 20.300 K>, russisches Terpentinöl, zu 18.000 K. transit Wien, Japanwachs zu 27.000 K. ttansit' Wien, Montanwachs zu 6000 K., Weinstemsäme zu 40.000 K.„ schwefelsaure Tonerde zu 1.25 tschech. K. ab Gmünd. Alles exklusive Warenumsatzsteuer. Oele und Fette. Die Tendenz blieb behauptet. Schweinefett ist nm 100 K. höher und iroiierte pure lard Faßpackung pro Kilogramm 24.500 K., Kislenpackrmg 24.600 K. Sonst wurden noch offeriert: Speiseöl zu 18.500 K., Speisetafelöl zu 18.850 K., Kokosfett (extta) zu 19.000 K., Margarineschmalz (extra) bis zu 22.200 K., Speiseöl (Estermann) zu 18.800 K., Dreihornseife zu 16.800 K. Alles inklusive Warenumsatzsteuer. Nähr-, Lebensmittel und Kolonial» waren hatten einiges Geschäft in Kakaoprodukten und Gewürze zu unveränderten Prellen. Kaffee war um 200 K. höher bewertet. Rio III Wille zu 36.200 K., Rio VII Wille zu 34.200 K. und in Sal de Minas zu 36.700 K. Tee, Panyongl Suchong schwächte sich um 500 K., auf 72.600 K. ab, China Moning dagegen befesttgte sich um 200 K. auf 69.500 K., Reis? ist «m 100 K. billiger erhältlich gewesen, Saigon I um 5000 §k.! und Burma II um 6200 K. Zucker war fest, tschechische Ware erfuhr eine Be», festigung um 5 Punkte, Kristall notiert 4.80 tschech. K., Würfel. 6.10 tschech. K. in Ganzwaggon ab Grenze unverzollt unversteuert.! Ab Lager Wien trat eine Erhöhung um 2^0 K. ein, die Notierungen lauten 13.000 K. respektive 13.800 5t. Portugiesische. Sardinen tourden zu 5000 K. ausgeboteu ■ Rohhäut e. Die Tendenz trug keiner: einheitlichen Charakter während Kalbfelle bis 5000 K. pro Stück nachließen (notieren 155.000 K.) befestigten sich Rindshäute utit 800 K. auf 15.000 5i pro Kilogramm, Noßhäute um 5000 K. auf 170.000 K. 5Atzfelle um 1000 K. auf 11.000 bis 12.000 K. und Hasenfelle um 2000 K. auf 17.000 bis 18.000 K. Unverändert blieben Schaffelle mit 20.000 bis 30.000 K-, Schafblößen mit 20.000 K. und Ziegenselle mit 38.000 5t. Zum öffentliche» Verkaufe gelangten laut Atttkel 343 des H. G. B. 11 SHfteu und 13 Pallete Toilette- und Parfumeriewaren mit 9,000.000 K. ab Wien. BaumvollmaM. New-Pork, 5. April. Baumwollzufnhren in den allairt. und Golfhäfen 6.000, im Innern 1000, Ausfuhr nach Großbritannien —, nach dem Kontinent —. Lokalmarkt mick-llin«: 30.05 (gestern 29.30). Tendenz stetig. Termine: April 29.70, Mai 29.63, Juni 29.20, . Juli 28.95, August 27.80, September 26.40, Oktober 25.70, November 25.48, Dezember 25.25, Jänner 24.92, Februar März - - Berliner Börse. Berlin, 6. April. Die omr Mittwoch erreichen hohen Kurse haben bei einem Grosi^il des Publikums Berkaufsneigun-g stärker hervortreten lassen, der s-eitens der SpÄrrMion nur geringe Ausinahmolust geaenü-berstanv. Insöbgedeffen gingen die Kursgewinne von Vorgesbevn größtewtvils Wieder verloren. Es waren auf allen Märkten ÄurchschniMch 3000 bis 6000, bei einigen führenden Papieren auch 10.000 bis 15.000 Prozent betrag ende Kursrückgänge M verMichnen. Das Geschöfi ist ian allgemein wieder still geworden und auch in den m Cinhsitskursen gchandelterr Papieren üibevwogen die Lburseänbußen. Schlnßkurse: Türkische Lose 161.000.—, Oester«. Staatsbahn 260.000, Nordd. Lloyd 28.000.-, Ver. Elbeschtffahtt 33.900, Berl. Handelsgesellschaft 80.000.—, Kommerz/ Privatbank 10.250.— Darmstädt. Bank 11.5Ö0.—, Deutsche Bank 26.000.—, Diskouto-Kominandit 14.500—, DreSd. Bank 10.000.—, Nationalbank für Deutschland —, Oesterr. Kredit. 11.700.—,^ Kamel, das umherging^. als wäre es lebendig, obgleich W darin sich befindende Mann zuweilen einen Vorhang wcg- Zvg und der staunenden Menge den Künstler in feinem eigenerr Kunsttverk zeigte. Weiterhin konnte^ man die Bamn- Wollenweber sehen, deren Schartak voll Vogel in allen i Formen und Färben war, aber doch nur aus der von ihnen bearbeiteten Pflanzengattung gebildet, und in der Mitte erhob sich, in demselben Stoffe und mit Rohrstäben znsammeng-ehalttn, ein hohes Mnarett, von dem jeder', glaubte, daß es aus Backsteinen und Mörtel erbaut sei.' Es tvar mit Stickerei bedeckt und aus der Spitze stand ci-tt so künstlich verfertigter Storch, daß die Kintwr ihn mit' Pistazien zu verscheuchen suchten. Die Sattler zeigten ihre Geschicklichkeit in zwei oberr offenen -und von Dromedaren getragener: Sänften; in jeder befand sich ein schönes Frauenzimmer, welches die Zuschauer mit vergoldeten Lederbällerr unterhielt, die es mit Händen und Füßen auswarf. Auch die Mattenmacher waren in Beweisen i-hrev Kunstfertigkeit nicht zurückgeblieben, denn statt eines grwöhnlichen Paniers zeigten sich eine große Standarte von! Rohrgeslecht mit zwei Reihen einer kufischen Inschrift,' tvelche die Namen des glücklichen Paares, Alroy undj Schirene, feierte. Kurz, auf jedem Schartak konnte man be-i wlrnderungÄverte Proben dom Wohlstände Bagda-ds undj der Kämstsertigkeit seiner Bewohner «Micken. Nach allen Seiten um diesen Zirkus, in 'einer Aus» dehnuug von vielen Meilen war die Ebene nnt zahllosen Zelten bedeckt. In bestimmten Zwischenräumen standen Tafeln mit allen Arten von Lebensmitteln, Flaschen i>oTl Wein und Krüge mit Scherbet, dazwischen unzählige Schüsseln der auserlesensten Früchte iutb Teller erfrischender Süßigkeiten. Eine Schar von Dienern wartete auf und obgleich ein jeder zugreifen konnte, schienen diese Tafeln^ stets besetzt zu sein, so schnell und reichlich ward das Ber-' zehrte wieder ersetzt. Damit aber die Freude des Bolkes ganz vollkommen sei, ward ihnen verstattet, sich jedem Ber-! gnügen, welchem sie nur wolltet:, unbeschränkt hinzngeben! und drcs folgendermaßen bekannt gemacht: sFortfetz,t-ug folgt.)