Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1486 (3.4.1923)
- Date
- 1923-04-03
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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m um MM, DienSW Wiener Morrgenzeitnng. 3, A-pril IM Dcke » Die Osterspiele. 88lÄ WMer brachte vZ init sich, dasi Sport« Mtze cm Heiden Dagen Massenbesuche mrstviesen. Das HcmMvtePeffe konzeirtvkrbe sich diesmal aus hie Bera-n» stalimdg in Ober-St. Beit. Der Hakoah gelang es im'einzigen AWsterfchaftsfPiri beide Punkte nach Hause zu bringen und daduch einen günstigen Platz rin Mitteltveffen -n ervrichen. Die beiden Cupspiele brachten Gl-egr von lApovMwb mch Bterma. BemerlenSiverL ist auch das günstige Abschnoiden des jüdischen Sportklubs Hazcrir im iRundsM auf dem iFedlersdorfer-'Platz. Von den Wiener Mannschaften, die sich im Auslände cmfhielten, vertrat , Rapid den Wiener Sport sehr chvenvoll. Nachstehend die Berichte: Hakoah—Amateure L: 1 (0: v). Die Amateure führen bis zur 57. Manie. — Neufeld vergibt einen Elfmeterstotz. Amateur-PiiG. 86.000 Arffchamr. Schiedsrichter Retschury. Hakoah: Holpern.; Grünftld, Scheuer; Polka.?, Gutt- Mann, Ken; Katz. Gmnwa.ld, Gansl, Häusler, Mr-feld. Amateure: HoLl: HM, HeiLenwäilder; Geyer, Jenö Konrad. Kurz; Cuttt, HanÄ, Kalman Konrad, Swatosch, Poidpievo. ' ' Miseren Erwartungen entsprechend, hat die Hakocch den Mmateuren beide Punkte abgenommen. Mit Rücksicht aus den psychischen Zusammenbruch der Amateure, der eine, Folge der vielten NiedeÄayen ist, glaubten wir aber an einen mühelosen |@ieg der Krrecruer, doch täuschten wir uns in dieser Voraus- ^etzaing schwer. Die Amateure leisteten erbitterten Widerstand >und sie gaben sich erst dann geschlagen, als ihnen der Atem aus- .aegangen war. Vor der Pause hatten, sie sogar weit mehr vom Spiel und auch nach Seitenwechsel hielten sie den Kampf die längste Zeit offen. Ihre relativ gute Leistung verdanken die lOber-St. Beiter aber weniger dem eigenen Können, als den Schwächen der Gegner. Sonntag hat die Mannschaft gesiegt, die schneller, energischer und ausdauernder war und die die besieren EmzeMieler in ihren Reihen hatten. Die Niederlage der O'berEt. Weiter iwäre dabei noch empfindlicher ausgefallen, wenn nicht einzelne Hakoahner, die sonst zu den Stützen der Mannschaft zählen, gänzlich „umgefallen" wären. Das Spielfeld aus dem Zlmateur-Platz behagte den Kri.eauern nicht. Es war uneben und rutschig und es dauerte reichlich lange bis sich die Gäste auf dem ihnen ungewohnten Terrain zurechtfinden konnten. Noch mehr als übev«.ven Boden Nagten dre Hakoahner über den schlechten Ball, der nach ihrer Aussage weder das vorgeschriebene Gewicht hatte, noch.rund war. Diese beiden Umstände brachten es mit sich, daß die Hakoahner eine Spielart lang nicht zur erwarteten Form aus? lausen konnten. Scharfe und objektive Beobachter stellen schon seit langem fest, daß die Amateure überschätzt treten. Die Konstatierung, daß die Ober-St. Beiter das Kombinationsspiel in der^ Volleudung vorsühren, ist übertrieben. Köck, Swatosch, Hansl und Cutti können nicht weniger, aber auch nicht mehr als die Wiener StürmerAasse im allgemeinen zu bieten vermag. Kalman Konrad ist ein Komibinatwnsgenie und von seinen Einsällen Mt der ganze Ober-St. Beiter Angriff. Die Komdinations-- Maschine der Ancateure ist ein Märchen, sie hat' nie existiert. Vielleicht wird sie durch das Zusammenarbeiten von Schaffer und/Kalman Konrad jetzt erstehen, bisher war sie ein Produkt von Trugschlüssen. Kalman Konrad haften nun zwei sich empfindlich fühlbar machende Mängel an. Er ist langsam und kein Kämpfer. Die schnellen und energischen Hakoahner machen de-cn Amatour-Star das Operieren zur Unmöglichkeit. Kalman Konrad'versucht nun,, seinem gepreßten Herzen durch einige Derbheiten Lust In machen, und wenn 'dies auch nichts nützt, dann verläßt er das Spielfeld (siche Prag!),, oder er gibt einen mehr oder minder interessierten Zuseher ab. Mit der Außerqefechtsetzung Konrads ist der Sturm.der Ober-St. Beiter so ziemlich erledigt. Er ist dann nicht nur nicht besser, sondern sogar Wwächer wie die Angriffsreihen der übrigen Wiener Beveme. Wenn man berücksichtigt, daß Podpiera und Hansl kaum erste Klaffe repräsentieren, dann wird man diese Tatsache eMrlich finden. Von den fünf Leuten des Voridertreffens gefferlen Swatosch und Cutti cmr. besten. Die Deckung der Amateure war vor der Pause weit besser als die der Hakoah. Darauf war es auch zuvückznsühren, daß die Ober-St. Veiler in der ersten Spielzeit das Ncbergswicht hatten. Nach Seitenwechsel fiel zuerst Jenö Konrad, und später Geher dem Tempo zmn Opfer. Damit war dann das Spiel auch entschieden. Eine unauffällige, äber gediegene Leistung voWrachte das Berterdvgungstrio, das fast fehlerlos arbectete. . Die Hakoah hat be-dcuteitde Fortjschvite gemacht. Es wäre aber ganz vevsehll. bestehende Schwächen nicht rogistricren zu wollen. Im sonntägigen 'Spiel war die ganze linke Seite von rückwärts bis vorne schlecht. Die Schwäche ging diesmal unstreitbar vom Flüigeftäufer Pollak aus, der zeiiweiise von Schlafsucht ^befallen schien. Sein -Hint-ermcuiil Grünseld War' wohl . von Energie gespickt, doch fehlten ihm' wieder reelle Qualitäten. Im Angriff war Grünwald nie zur Stelle, wenn man ihn brauchte. Der Verbindungsstürmer muß wohl von rückwärts den Ball holen, doch ist sein Arbeitspensum noch nicht erledigt, Wenn er das Leder nach vorne gebracht bat. Wird znur Angriff geblasen, dann müssen die BerblndungssÄrwmer aufrücken, üa« «ut das Quintett als geschlüssene. Kampfeinheit in Aktion treten kann. Grünwald trieb sich meist bei Pollak herum und als Folge davon war Katz ständig isoliert. Der flinke Flüge lstürmer bekam tatsächlich keinen einzigen vevwendbaran Ball. Die' -beiden Äewte der Mitte kornvten auch nicht restlos be friedigen. Gansl bewies in einigen Zügen den alten Meister. Mm Bierte-lstunde vor und eine Bicrielftunde mrch der Pause „spannte" er aber vollkommen ans. In den letzten 25 Minnieic, die der Hgkoäh den Sieg brachten, war er dann wieder der alle. Gans! hatte den Fehler. alles..nach, rechts zu spirien und aus Katz zu vergessen. Auch nach Grünwald wävczu. fghuden gesivesen. Gnttman spielte vor der Pause auffallend schwach. Nach Sütewpechsel hingegen arbeitete er wieder ganz ausigczeichnet. Gas Pcste der Mannschaft komnrt nun zum Sckiluß. Einen ganz großen Lag. hatte Häusler, der mit,Yen Gegnern m wahrsten Sinne des Wortes spielte. Grünwald könnte chm das ZMiel äbguckeu, Ne-llseld war wieder schnell und rmrchtia. ijderr ivar pieLmak der verläßlichste Läufer seiner Elf und Scheu-rr evwreS, fick als bester Verteidiger cnff dem Felde. Ger, Domrann Hal Peru rettete in Mi sehr öer-ivick-ten Sisuatioirstl ganz hervorragend. Zusanunensaffend kann fest gestellt werden, daß der Sieg der Hakoah verdront war und daß der gebotene Sport gut bür? gerffchen Durchschnitt nicht üibevvagte. Die Amateuve sind sofort vor dem gegnerischen Tor. Konrad schafft sich ritte, glänzende Schußchanee. Damber sckMt er so, überrascht, daß er wartet, bis ihm der B-all abge nommen wird. Nun tauchen die Hcrkochner vor den: Ober-St. Wüter Heiligtum aus. Grüuwald und Neufeld können die sich ihnen bietenden Chancen nicht ausmitzen. Nach dem ersten Eckstoß für die Amateure rettet Holpern ganz hervorragend. ®k Ober- St. Peiler haben nun bedeutend mehr vmn Spiel, doch ikourmt es mx zu einem anfregenberc Zwischenfall, als Grünwäld und Pollak sich als R-üseure produzieren. Podpiera verflicht es aber nicht, mit dem Geschenk etwas onznfangell. Ein rascher Lauf -von Neufeld trägt der Hakoah den ersten Eckstoß ein. Häusler übernimmt das.Leder mit dem Kopf und «jagt es über die Latte. Das Hakoah-Dor muß nun ein Bombardement über sich ergehcu lassen, doch können die Amateure nu,r einen Eckstoß >hera-usschlagen, der ergebnislos verläuft. Mit euuem Freistoß fürdie Hakoah schließt die erste Spielzciit.. Nach Seitenwechsri greifen die Hakoahner schr energisch an. Diie soeistehenden Gansl und Grünwald verfehlen in un- Mittelbaver gegnerischer Tornähe ein Zuspiel von Neufeld. In der nennten Minute beabsichtigen Holpern und Grünfeld anscheinend eine Beratung abzrchalten, wer den Ball wogbesördern soll, der neugierige Swatosch mus^auch dabei sein.und daZ Unglück ist fertig. Die, Amateicre führen'1:0. .Die Hakoahner konuiren vorläufig nicht aus -ihrem Gleichmut. Grünwaid und Neufeld verstehen es nicht, Chancen ausznnützen. -Auch ein Eckstoß bringt der Hakoah nichts rin. Nun gewinnt die indische Mannschaft die Oberhand. GdnSl und Guttmann arbeiten mit Volldanrps. Die übrige Mannschaft wird mitg-erissen. so daß di^ TÜnal-eurcnicht mehr folgen können. In der 22. Minute gibt Grü-nwald den Ball ideal an G-ansl, der den Ausgleich herstiellt. Gleich darauf spielt Häusler seinen Flügelstü-rm-er Neufeld frei. Lebter-sr erringt.für die Hakoah Fühncng und SIl.'g. Die Hakoah sich ununterbrochen im Angriff. In der St. Miurfte wird ihr ein iElsm«!evstoß zugefprochen, da Heikenwälder im Strasranm die Foulregel verletzt. Neufeld sagt aber den Ball über die Latte. Der Kamps gleicht nun einem Rückzugsgefecht. Beide Parteien geben sich pfr-ieDcn, so daß nichts Aufregendics «mehr vorfällt. Gckenverhält-mS 2:2. Iungmannschaften 2:2. Stand der Meisterfchaft der 1, Klasse. g Lore 83 e 11 i H e Z » Jo s L H K. V s N K illapid » » .16 10 4 i 55 28 24 Amateure ... , .15 6 4 8 43 23 20 Wacker . .. , .16 6 7 8 32 25 19 Adiitira , . . . 16 7 8 6 40 33 17 Sportklub . . . , .15 7 3 5 28 25 17 Hakoah .. . . . , . 15 6 8 6 86 36 - 15 Hertha. ... . Vieuna .... .14 5 5 4 25 22 15 . 18 54 3 5 25 81 13 W. A. F. . , .14 ö 2 7 20' 36 12 Simmering . . .14 8 5 6 18 26 11 W.'A. C. . , .15 8 5 7 25 38 U Floridsdorf. , . m , .15 3 4 8 26 39 10 3!udolfshügel . . m 4 ,15 3 2 10 14 36 8 Cechie Karlin—MmaLeure 3: v (1 :V). Gutes Spiel der Gäste. Ämateure-Platz. 20.000 Zuschauer. Schiedsrichter Hagler. , Cechie: Petrina; Bartak, Panlm I>; Cferak, Paulin E.. Klifera; Lasek Severin, Sesl, Vesee, -Pävftcri. Amateure: Hlosch-ck: Supancich. HM; Fuchs, Kurz, Geher; Beceva. Swatosch, Schaffer, Hansl, Eutti. - ' Die Amateure unierl-agen. . gestern öatd) im' zweiten Spiel ihrer OsterveranstaltÄng. Sie veMerften diese Niederlage ebenfalls, da sie ihrem tschechischen Gecucer in jeder Bezichnng naMtmiden. Schosser hüdeutrie bei. seinemgefWM Auftreten keine Verstärkung für seine Mannschaft., Er war sehr beq-uem, fand es stets unter seiner W-ürde, sich einen Ball eirmral selbst aus dem Gedränge. herauszuholen auch suchte das Leder^ immer so rasch als nroglich wieder loszubringen. Nur in seinem präzisen Zuspiel ließ er manchmal den „Fnßballkonig" erkon-nen. Von den -übrigen.. SiüwneW, war Cutti der beste, Stvato'sch aribeftete diesmal schr enovflisch. Die Deüur.g befriedigte, solange Kurz das Spiel Lurchstand. Gegen Ende des Spieles waren die FlügellialveS injif Arbeit überlastet. und fielen etwas ab. Hlvschek im Tore vollbrachte pine Glanzleisümg. er hiell viele sehr gefährliche Schüsse. HW befriedigte, Srlpaucich verfagie. . . . Die Sieger stellten eine geschloffene Krmpfeinhelt von gewaltiger Durchschlagskraft dar, wobei sich aber noch -immer einige Leute durch besondere Leistungen Ms der Man-nschaft abhoben. Die gesamte V-ertMigrmg befand sich auf voller Hohe,. der - Mittelläufer Paulrn dirigierte das, Spiel uwd von den Stürmern fiel Blesee am meisten ans. Die Amateurs verschulden gleich zu Begirm durch Krrrz, der ,im Stvaftaum Hands begeht, einen Gffer, där aber vergeben wird. Das erste Tor der Tschechen schießt Boftc, der ein Zuspiel Padliceks verwertet. (20. Minute.) Die Am-attMe bauen einige schöne Ardgriffe auf, die aber nie bis zur Schlnßreifo gsdsihen. Knapp vor der Panse muß aber Hloschek -bei einem gefährlichen Schuß! Severins rettend emgreffen. In der Metten Hälfte sind die Tschechen stark übeMgen. Dw Meite Treffer Mt aus einem Aftr. den Supancich, verschuwet <Lv. MnuteL In der 4Q. M-inNte'bricht Severiv durch-und echritmr Meine gang das drttte Goal. Kimpp vor Abpfiff biriri sich de» Amateuren durch einem Freistoß vyn der Stvafraumtwenze rin-L prächtige Skoregelegetchett, die abed durch of sche»StslM BeeemS vergehen wird. Hakoah—F. T. «. (Budapest) S r v (1:v). Hakoah?!» Hochform. Amateur-Platz. 80.000 Zuschauer. Schiedsrichter Wagner. Hakoch: Halpern; Scheuer. Trunrmer; Kerr, Gnttman» Molnar; Neufeld, Häusler, Gansl, Grünwald, Katz. ' , -, F. T. C.: Amsel; Taracz. Hnugler 2;^Fuhmann, Szabo.' Blum; Heger. Kert-esz. TM. Halasz, -Tchv-iber, Einen überzeugeicderen Beweis ihrer derzeit hervorragenden Form lpitie die Hakoah nicht liefern könne»! Der sicher^ Sieg gegen den internationalen Geiler, trotz des schweren Meisterschaftsspiels vom Vortage, in bestechender Manier ’ci> rungen, stellt die jüdische Elf derzeit wieder in die erste Reift kontinentalen Fußballs icnd läßt das Beste für die Zukmift , erhoffen. Hakoah stellte bis auf- Grünseld und Pollak biqclbt Mannschaft ins Feld, wie gegen die Aumteure, kein einziger der Spieler ließ aber auch nur die geringsten Ermüdungsersche-innugen bemerken. Hunter hat es glänzend verstanden, seine Schutzbefohlenen in beste körperliche Verfassung zu Mit«, gen und die Erfolge seiner Arbeit zeigen sich bereits in hellstem Lichte. In der ersten Spielhälste gab es wohl iwch einige Schwächen; Trümmer und der linke Angriffsflügel arbeiteftn etwas unsicher, im weiteren Verlause de» Treffens, -insbesondere nach Halbzeit, arbeitete die ganze Mannschaft fehlerlos und führte zeitweise ein wahres Exhibttionsgame vor. Der Glanzpunkt der Elf war diesmal der Mittelläufer Guttmann, der der beste Spieler auf hem Felde war. Er hat gestern vielleicht sein bestes Spiel bei der Hakoah geliefert. Kerr stand ihm nicht viel nach und ist sicherlich einer der ersten Anwärter für den Tocnnposten. Molnrr war ebenfalls sehr gut, jedenfalls Mit bester als Pollak. Scheuer und nach kurzer Zeit auch Trümmer spielten überaus sicher und erfolgreich. Im Angriff: überragte das Flügelpaar Neuseld-Häusler die anderen Stürmer beträchtlich; das Zusammenspiel der^beidM fand —. trotz Blum — kaum Abwehr und riß das Publikum immer wieder zu lauiein Beifall hin. Gansl ist wohl nicht mehr der alte „Durchbrenner", er arbeitete aber zeitweise außerordentlich.nützlich. Grüuwald und Katz zeigten, als sie ftärlcr beschäftigt wurden, daß sie von ihrem früheren Können noch nichts cingebüßt Ija6cn, aber auch ihre alte „Schußligkett" noch immermicht ob-, gelegt haben. Ihrer Schußunsicherheit -ist es zuzuschrerbeu, datz das'Trefferergebnisnicht höher ausficl. Die Gäste mußten -den Kampf ohne Patakh bestreiten zeigten aber, solange sie „mittun" konnten, übervascherw gntcr Spiel. Sie w»vden vor Halbzeit von ihrer guten Deckung immer wieder vorgeworfen, in der zweiten Hälfte mußten sie sich aber zeitweise mit der Rolle, bloßer Zuschauer begnügen. Ausgezeichnet schlug sich -ihr Verteidigmmstrio; der Tormann Amsel lvehrte einige schier unhaltbare Bälle, darunter einen feinen Kopsttoß Gansls, sicher ab. Bon den Backs war Hungler der bessere. In der Deckung zeichnete sich vor allem Blum aus, der gegen den vorzüglichen rechten Flügel der Hakoah schweres Spiel hatte. Der tüchtige Mittelläufer Szabo war Guttmann nie gewachsen^ und im Angriff konnte sich nur das Paar Kertesz-Heger einigermaßen zur^Geltung bringen. Tost ist nur mehr der Abglanz einstiger Größe. Schiedsrichter Wagner leii-rte dtn schnellen Kamps einwandfrei. #! Das Spiel beginnt mit Angriffen der Wiener, die vorerst erfolglos bleiben. Ein Freistoß von Guttmann geht knap>, am Tor vorbei;'dann placiert Gansl in schwieriger Stellung den. Ball neben de» Pfosten. Die, Ungarn kommen nun am und Halpern erhält Arbeit. Ein, Corner wird sehr gefährlich, doch rettet Trümmer. Eine» Schuß Hogers hall Halpern ohice Btühe. Eine „Bombe" Gnttman>rS gibt Amsel Gelegenheit, seine Kunst zu zeigen. Nach längerer Offensive der (Säfte befreien sich schließlich die Blan-Weißen wieder und Neicfeld vermag uach prächtigem Vorstoß^ den Ball an dem heraus» laufenden Tormann vorbei einzuftuden. (30. Minute.) Einen von.Neufeld ausnahmsweise gut getretenen Corner vernebelt Katz haushock). Hakoah unternimmt jetzt schön angelegte. Am griffe, die aber nur zu einem zweiten Corner uns. zu einem schörnn Schuß Grünwalds führen. Halbzeit 1:0. . . . Nach Seitenwechsel wendet sich das Blatt endgülllg zugunsten Hakoahs. Gansl vergibt zwar noch eine von Sieufetd prächtig vorbereitete Schuß gelegen heit, bringt aber bald darauf einen gefährliche». Torschuß an, den Amsel nur. mit, Mühe abwehrt. Iil der 0. Minute schießt Neufeld ans ungü-nstiger Stellung aufs Tor, Amsel wehrt, von Gansl auaegangen, nur schwach'ab, u»d der Ball konuüt zu Grünwald, der leicht' dos zweite Goal erzielt. (7. Minute.) Beim nächsten Vorstoß wird Neufeld verletzt und scheidet für kurze Zeit aus.- Auch mit zehn Männ ist Hakoah ständig überlegen, Katz kommt mehrmals schön durch, er und Grünwald vergeben -aber' die besten Ge-, leaenhötten. Einen Köpfler Gansls kann, Amsel nur mehr ab. wehren, der Ball kommt zu Katz, der wieder verschießt. Gegen Schluß wird auch Molnor für einige Minuten außer Gefecht, gesetzt, und nun konnnt F. T. C. auf und bedrängt heftig, ober erfolglos. Lln dem Stande wird nichts mehr geändert. Corner- Verhältnis 4:4.; Sportklub—Hevtha 3 t Ö (110)» Ein echtes Cupspiel. Sportplatz Hohe Warte. 706h Zivschaner. ^Schiedsrichte? - GÄnchaum. , W. S. C.: C')i Kaiuchänser; Beer, Teufel; Plank,, Lovak ZanA; Gieibiisch, Povolny. Karl, Hans Kan-nl-änser, Geiger. Heriha: Ostricri; Schneider Soibil; Wsplri, Un-aer, Lsttopa-d; Mnhvld, Silvester, Sindelar, Kstbada, Holl). , Der SpvrMlib konnte dank seiner zweckmäßigen, Spieß Mise die im Fell» keinesw-c-gs schlecht-eir Favoritener mit einer erheblichen GoalldiffercnZ -geschlagen nach vauise schicken und sich die weitere Teilnahme am Cnpbvwestb sichern. Jur Gegensatz, zu-den KLÜrauiberliden. um-stäMichen Aktionen ihrer Gegner. trickb-m die Hernäffer ein einfaches, ranurgreffendes F-lügebspiel,! das ihnen auch, da die beiden VetzbindnngÄstürmer sehr gut bei; Schuß waren, zum Sie-g verihalf. HÄEOÄH-SPQ KTPMTZ, noboa der Meierei Krieau Soimtäg, den 8. April 1923, halb 5 Uhr nachmittags Bisen- und Metall- \ arbeiter Budapest f VORHEB SPIEE DER RESERVE -WF ULLVLK Vorverkauf ad Mittwoch: Hakoah, I., Wiesiugerstrasse 11 (Cafe Atlashofj, Stadion, U., fran^gns- Jbrückenstrasse 84 und Marfahilferstrasse 179.