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Wiener Morgenzeitung · 1923-04-01 · Heft 1485 (1.4.1923) · p. Seite 15

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1485 (1.4.1923)
Date
1923-04-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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smteit, 'Worvrüag Wiener, Moegenzeitung. 1. April,1923 <$ßk 15 'SäSSE: Diese" veranstaltet die eh ' siosn grossen Seiden-Verkauf für welchen grosse Posten zu enorm billigen Preisen bereitgestellt wurden. -- per Meter Serie I. Pong6 ipiprlme für Sommerkleider, in enormer Auswahl, sowohl in Dessins als Farben, 93 cm breit K ,72.000 Serie II. Rohseide, bedruqkt, für Jackettfutter besonders geeignet, 80 cm breit . . . . . . . . ... . . K 52.000 Serie III. Rohseide, glatt, 82 cm breit . . . . ... : . K 49.500 Serie IV. Liberty uni, beste Qualität, enorme Farbenauswahl, 80 cm breit ............ . . . . K 88.000 3 Wollstoff-Serien per Meter Homespuns nopä (Donegal), Strapazqualität, für Sport- und Strassenkostüme, 140 cm breit, . . .... . . K 40.000 Kammgarn-Marocaine in allen Farben, reine Wolle, t 110cm breit . . . . . . . . . . ... . I< 65.000 Original englische Herren-Anzugstoffe, prima »Qualität, reine Wolle, 140 cm breit . ... . . . . . K 65.000 per Meter Serie V. Helvetia (Crepe de Chine-Imitation), 100 cm breit, K 71.500 Serie VI. Liberty, handbedruckt, neueste Dessins, 85 cm breit. . .., . . .... . K 85.000, K 70.000 Serie VII. Seiden - Gabardine für Troiteurkleider, beste >; Qualität, das allerbeste an Haltbarkeit u. Qualität, 100 cm breit ... ..... . . . ..K 98.000 Serie VIII. Türkische bedruckteSeiden-Bengaline,80 cm breit K 90.000 3 Waschstoff-Serien per Meter Mode-Etamitie für Sommerkleider, in reicher Musteraüswahl . . . . . . . . . . . ........ . K 11.800 Gestreifte Panama-Leinen, Weissboden mit färbigen Streifen, hervorragende Qualität. . . . . ... K 16.400 Original engl. Mode-Batiste, bedruckt, für Sommerkleider, , . in modernster Dessinierung, 100 cm breit.. 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Pharaos Tochter neigte sich in ihrer 'dunklen Schönheit zu meinem großen Borfcchr. Dein Antlitz .«st wie dersonnenhelle, entzückende Tag! Laß nicht die Nachwelt sagen, die Tochter des Nils teilte Israels Krone, jaber die Tochter des Tigris verwarf unser Zepter. Ich bin sticht SaLomon; aber ich fühle es, wenn Schirme meinen Thron teilt, so werden änst die spateren GeWechter meine glänzenden Annalen wie eine geheimnisvolle imd tatenpeiche Sage lestm" Er schwieg. Da wandte die Prinzessin ihnr ihr Antlitz -u, legte ihr Haupt an seüte Brust mb rief: ,stD, Alvoy, ich habe teineit Glauben, keine Heimatkein Leben nvchr, als dich." 5. ■ „Der König kommt heute spat." „Ist es wahr, Asriel, daß ein Eilbote von Hamadan da ist?" V ,L>hne Bcherttung, Ithamar; ich hatte LZridatbriefe von. Abner. Alles ist ruhig." „Die Stunde ist lange vorbei. Wann ziehsn wir fort? „Das Heer ist völlig bereit. Ich warte nur auf Befehl. Die Sitzung von heute-morgen Witt» vielleicht entscheiden." „Sto Rat lvird sich heute nur versammeln, um die Zwilverwälttmg in der .Hauptstadt zu ordnen", 'bernevkte Iabastor. ,/So", sagte Asriel. „Ist Euer Bericht fertig, Iabastor?" „Hier ist er", etrtgegnete der Hohepriester. „Der hebräische Gesetzgeber braucht rmr kurzes Nachdenken, um' so vtlvas zu ordnen. Er besitzt «n Muster, das die Zeit, nicht zerstören, Lein menschliches JkachdenLen verbessern kann." . . . Jtharnm «M» Asriel warfen sich 'bedeutsame Micke zu. Scherirah sah feierlich vor sich. Asriel unterbrach endlich das Schwaigen. Bagdad ist eine herrliche Stadt. Ich habe Euer Viertel noch reicht besucht, Iabastor. Ihr seid doch gut, un-tergebracht?"; . , x . „Es geht schon. Ich hoffe, daß wir hier nicht lange ve-r!veilen Iverdew Das große Werk ist noch nicht vollendet.".. 1 . ,We weit ist es bis zur Eiligen Stadt?" fragte Scheriycütz. . ,; .:? ') ,ßm Marsch Pon einem Mona^, versetzte Iabastor. - „Und weM Ihr dort seid?" ftagte Ithamar. " ,Könnt Ihr mit den Frauken fechten", entgegnete Asriel. . „Iabastor,groß ist-IetusÄem ^wohl?" fahr Ithamar fort. „Ist's tvahr, wie ich einmal gehört habe, daß es - nicht größer ist, als das Serail hier mit Gärten und allem?"; ., ,IerufalMts' Ruhm .istItnterg>egangen", erwiderte der Hohepriester; „seitze Steine sind zerfallen, aber lvir .wollen es wieder von Marmor etlMen, und Zion, das fetzt atchcrhalb der Mamrw der Christen liegt, soll wieder wie in alten Zeiten von Palästina mW Landhäusern glanzen." TrompetenOschmetter, die Türen öffneten sich und Alroh trat, auf oen Arm des Abgesandten von Bagdad sich stützend, ein. ’ , tapfere ^Heerführer," sagte er zu den erstaunten Haupclleuten, „in diesem Men Fremden erblickt einen Manu^ dem ich so wie Euch , mein unbegrenztes Vertrauen geschenkt habe. Iabastor, sieh' deinen Bruder!" „Honain! D ü bist Honain!" rief der Hohepriester und . sprang von seinem Sitz auf. „Ich habe tauserw Boten nach dir geschickt." Ialbastor, dessen Gesicht bald bleich vor Staunen ivar,-bald in Bruderliebe, glühte, untavmte den langentbehrten Bruder und verbarg, dort innerer Bewegung überntamtt, sein Antlitz an desseir Schulter. ' ' ,'Herr," rief endlich der Hohepriester mit schwacher, zitteiNder Stimme arts, „ich. muß Euch. um Verzeihung bitten, daß ich in'meiner Wellung auch nur einen anderen MdauW habe Raum geben Wunen, als dem ' aü Euer Wohl. Es ist ^vorüber, -und Ihr, der 'Mr ja alles wißt, iverdet mir vergeben." „Mds, was Iabastor angaht, gehört auch mit zumeinem Wahle. Er ist der Grundpfeller meiner Herrschgft", und Alpoy streckte die Hand aus und winkte den Hohepriester zu semer Rechten. „Scherirah, du ziehst noch diesen 'Abend fort." Per varthe Heerführer verbeugte sich schweigend. ,Mas ist das?" fuhr Älroy fort, als Iabastor thin eine Pergamentrolle Überwichte. „Ach, Euer Bericht .. . Ordnung« der Stamme . . . Dienst der Levitert ... Fürsten des Volkes . . . Aeltesten Israels ... Die Zeit mag kmnmen, tvo dies alles zur Ausführung gelangen.kann. Jetzt, Iabastor, müssen wir gemigsam fein und Ms mit Maßregeln, begnügen, wodrrrch. die Ordnung erhalten, das EigeMrnr geschützt und Gewchtigkoit gehar^habt MrÜ'en kann. Ist's wahr, daß einige Krieger eine Moschee geplündert haben?" „Herr, davon wollte ich eben sprechen. Es -waren keim Plünderer, Horchern vielleicht 4tur allzu eifrige Männer, welche gelesen und sich «daran evinmrt haben,, daß. Ih^M GvuM Ws.: zerstören sollet, alle die Orte, worin die Natlönen^ Wer ivelche Ihr - gebieten werdet, ' ihren Göttern ' dienten auf hohen Gebirgen, und auf den Hügeln mrd unter den grünen Bäumen. Und Ihr sollt ihw Mtäw ümMrzen .mtd . . '■ ■ --Vv;v: ,Iabastor, rsk dies eine Synagoge?,Bin ich in einem' Rate tafferer StxvatMaMet tÄLr '^arttnerrscher Rabömer^ .Tmrseyd -.Jdhre.. kmg -hcchey wir über Gesetze geLprochei^ die wir nicht arrsfühven konnten. 'Haben wir mit Hilfe dieser Gesetze Nifchabnr erobert und den Tigris überschritten^ -Tapferer rmd lveifer'Iabo^tor, du «bist besserer Dinge würdig und zu allem Großen fähig, Ich bitte dich, sprich zum letztenmak Sind, jene Frövler gefangen?" ' - ' ' „Sie waren gefangen. Ich habe sie fveigelüssen." ' „Freigelassen! Gehangen sollteir sie werden! Gehangerß auf dem öffentlichsten Plätze. Ist dies die Art, den Muselmann zu einery treuen Untertan zu. machen? Iabastor» Israel ehrt dich und ich, sein Oberherr, ich -weißdaß kevnj treuerer, tapferer noch gelehrterer Marm zst meiner^ Fahne sich gesellte, als du, aber leider sehe ich, dä-ß M HWen deK Kaukasus keim Schule sind, lro nran regiMn lernt." ,Herr, ich ha«be bisher deurMg geglaubt, die Schule, . «Ivo man regieren lerne, sei das Gesetz Moses." „Allerdings, aber unseren Zeiten angepaßt." . „Stamm etwas Göttliches geändert werden?" ,Mn ich so lange wie Aham «war? Wenn der Mensch« die . Krone, die Rose dieser ganzen schonen Schöpf-uing, das Göttlichste von allen göttlichen Schöpfungen, wenn selbst dieses erlesenste von allen gottährrlichen Werken, durch die Zeit verärgert wurde, «warum soll sie denn ein «Gesetz Vev«, schonen, das «nur dazu gelben wurde, um imjm Hand, lungsweist zu regeln. «Guter Iabastor, «wir müflen de« - Dhron Israels wiederherstellen ... . das D meine stimmung; was aber die Mittel dazu betrisst, so fragt sich'S sticht-wie . . . woher . . . Asriel, was M Nachrichten -von Medad?" „Alles ist «ruhig zwischen dem Tigris und Euphrat. Es lväve wohl am besten, seine Heevesalbteilnng zurückzurufen, die sehr diele Mühseligkeit ausgehalten hat. Ich dachte, wir könnten «ihn durch Abidan ablösen." „Das denke ich auch. Abidan kann ebensogut außtzr« halb der Stadt beschäftigt, werden. Könnten wir noch di^ Wahrheit ergründen, so wollte ich daraarf wettest, daß einigej dorr seinen L«euten die Moschee plünderteiu Wir müsstul darüber eine Bekanntmachung erlassen. - Guter Iabasto^ wir sprechen noch Äer diese'Dinge, wenn wir allein, sind) Jetzt will ich Euch Eurem Bruder überlasstn. Scherirah^ Ihr speiset mit mir zur Nacht. Bevor Ihr fortgeht, Asriel,! kommt mit'm-mettr Kabinett." e. ,Ich mutz den König sprechen!" „Heil-iger PrW-er,. er will alle-M stm> ,'Ee ist un* möglich." ' ' ’.v; : . ,Ich muß Hn sprechen. Würdiger Pharez, M nehme alle Beranttvortung auf mich."; »Die- Bestihle des Königs iva«vm ganz -skveMg. Ihr könnt M nicht sprechen."! (KortssetziMg koliskl '

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